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Stele für den Mauertoten Horst Kullack mutwillig beschädigt

Stele für den Mauertoten Horst Kullack mutwillig beschädigt

Berlin, 08. Dezember 2009 – Am 7. November 2009 waren die ersten Stelen für drei Mauertote und ein Unfallopfer in Lichtenrade von Walter Momper, dem Präsident des Abgeordnetenhauses von Berlin, unter reger Bürgerbeteiligung eingeweiht worden. Auf Initiative des Fördervereins der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde stellt die Stiftung Berliner Mauer in einem mehrjährigen Programm an der ehemaligen Grenze, dem jetzigen Berliner Mauerweg, Informationsstelen auf. Sie erinnern an die mindestens 136 Mauertoten, die von 1961 bis 1989 an der Berliner Mauer erschossen wurden oder im Zusammenhang mit einem Fluchtversuch verunglückt sind. Nun wurde die Stele für Horst Kullack mutwillig beschädigt.

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Foto: Thomas Moser -BerLi-Press- www.berli-press.de

Horst Kullack aus Großziethen war am 31. Dezember 1971 im Grenzstreifen zwischen Großziethen und Lichtenrade angeschossen worden und drei Wochen später im Krankenhaus Königs Wusterhausen verstorben. An der Gedenkstele zu seiner Person hatte die feierliche Einweihung der Mauertotenstelen am 7. November 2009 stattgefunden. Harald Fiss, Ehrenvorsitzender des Fördervereins Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde und Initiator der Aktion, entdeckte bei einem Spaziergang die Zerstörung. Das Foto von Horst Kullack wurde mutwillig zerkratzt. Harald Fiss zeigte sich entsetzt über diese Tat: „Mir fehlt jedes Verständnis für dieses sinnlose Vorgehen. Egal, ob bloße Zerstörungswut oder gezieltes Handeln der Anlass waren: Wir appellieren an den oder die Täter, das mit den beiden Stelen zum Ausdruck gebrachte Mitgefühl und die Erinnerung an den im Grenzstreifen erschossenen Horst Kullack zu achten. Dies sind wir auch seiner Familie schuldig.“ Die Stiftung Berliner Mauer bemüht sich, den Schaden nun möglichst schnell zu beheben.

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