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AWO-Heim in Lichtenrade soll Unterkunft für weibliche Flüchtlinge werden

Das derzeit leerstehende AWO-Heim in der Augsburger Straße in Lichtenrade soll zur Unterkunft für weibliche Flüchtlinge und deren Kinder werden. Dafür wird sich das Bezirksamt nun bei den zuständigen Stellen der Senatsverwaltung stark machen. So hatte es die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen in einem von der Bezirksverordnetenversammlung einhellig verabschiedeten Dringlichkeitsantrag gefordert.


Foto: Thomas Moser

Aferdita Suka, sozial- und integrationspolitische Sprecherin der grünen BVV-Fraktion: „Frauen und Kinder mit Flucht- und Gewalterfahrungen benötigen einen besonders geschützten Lebensraum, der auch so weit wie möglich ihre Privat- und Intimsphäre wahrt. In zahlreichen Flüchtlingsunterkünften gibt es aber nicht einmal nach Geschlechtern getrennte Sanitärräume. Für Frauen und Mädchen, die während ihrer Flucht und leider auch in manchen Notunterkünften vielfach massivster sexueller Nötigung ausgesetzt waren und sind, ist das unzumutbar. Die Einrichtung eines Flüchtlingsheims nur für Frauen und Mädchen beugt da auch einer ansonsten notwendigen Unterbringung in einem Frauenhaus vor.“

Bevor die von der BVV gewünschte Flüchtlingsunterkunft in Lichtenrade in Betrieb genommen werden kann, muss nach Auffassung der grünen Sozialpolitikerin allerdings noch die Sanitärsituation im Haus entsprechend hergerichtet werden. Außerdem, so Aferdita Suka, solle der zukünftige Träger bzw. Betreiber der Einrichtung über Erfahrungen in der Arbeit mit Frauen in extrem schweren Lebenslagen verfügen.

Quelle: Pressemitteilung der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg

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