In
Berlin gibt es wieder einmal Streit über Schüler aus dem Umland. Das
Schulamt Tempelhof-Schöneberg hat nach einem "Tagesspiegel"-Bericht vom
Montag Briefe an Lichtenrader Schulen verschickt, um sie von der
Aufnahme von Schülern aus Brandenburg abzuhalten. Schon für Berliner
Schüler fehlten die Kapazitäten hieß es.
Eltern, die von Berlin
in den Speckgürtel nach Brandenburg gezogen sind, kritisieren dieses
Vorgehen. Einige Brandenburger Eltern haben sich dem Bericht zufolge
nun sogar Deckadressen in Berlin zugelegt, um eine Ablehnung ihrer
Kinder zu verhindern.
Bildungsstadtrat Dieter Hapel aus
Tempelhof-Schöneberg ging inzwischen auf Distanz zum verantwortlichen
Mitarbeiter. Dieser sei "wohl über das Ziel hinausgeschossen", sagte
Hapel. In der Sache liege er aber richtig.
Nach dem
Berlin-Brandenburgischen Schülerabkommen können märkische Kinder
grundsätzlich von der Schulpflicht in ihren Gemeinden freigestellt
werden, wenn Brandenburg ihre Nachfrage nicht befriedigen kann.
Allerdings muss Berlin diese Kinder nur aufnehmen, wenn es freie
Kapazitäten gibt.
(aus rbb-online, 13.6.2005)