Franzi hilft: Obdachlosenhilfe ganz konkret

Eine wahre Nicht-nur-Weihnachtsgeschichte in Berlin

Franzi darf einen Tag vor Heiligabend im Supermarkt „EDEKA-Gayermann“ für 100 Euro einkaufen. Sie freut sich riesig, weil sie mit dieser Spende wieder vielen Obdachlosen etwas Gutes tun kann.

Franzi meldete sich in der Redaktion, damit ein Sponsor lobend erwähnt wird. Das machen wir gerne, nämlich: Peter Gayermann und seine EDEKA-Märkte. Um es vorwegzunehmen, es geht Franzi dabei nicht um ihren persönlichen Einsatz. Schmunzelnd sagt sie: „So einen tollen Supermarkt darf man ruhig mal ins Rampenlicht rücken.“

Doch dieses außergewöhnliche Engagement und die ehrenamtliche Arbeit schreit förmlich danach, dass man etwas näher hinter die Kulissen schaut.

Franziska Wand (28) ist als Franzi Fröhlich in sozialen Netzwerken in Lichtenrade unterwegs, zumal ihre Eltern in Lichtenrade wohnen. Sie selbst lebt außerhalb der Stadtgrenze, hat aber einen engen Bezug zur alten Heimat.

Peter Gayermann (Archivbild BerLi-Press)

Über "eine liebe Dame" ist Peter Gayermann auf sie aufmerksam geworden und hat ihr dieses Angebot unterbreitet. Das Geschäft im Lichtenrader EDEKA-Supermarkt am Schichauweg (Barnetstraße 41-42) ist vor Weihnachten richtig gut gefüllt ist. Franzi packte in ihren Wagen alle Dinge, die sie gut gebrauchen kann. Am Ende waren es dann sogar Waren im Wert von 120 Euro, die gesponsert wurden: „Wirklich toll und großzügig“, berichtet sie.



Franzi fährt seit circa einem Jahr regelmäßig abends in die Stadt, zum Alex, zum Hackischen Markt oder zum Hauptbahnhof. Überall findet sie obdachlose Menschen, die sich sehr über sie und den gekochten Tee und Kaffee freuen. Franzi sagt: „Uns geht es zum Glück sehr gut“ und will so mit ihrem Einsatz etwas zurückgeben.

„Ich finanziere das alles aus eigener Tasche, daher ist so ein Angebot gerade kurz vor Weihnachten natürlich der Wahnsinn“, erzählt begeistert die Helferin.

Am 1. Weihnachtsfeiertag geht sie wieder auf große Tour und wird dann, dank der Spende, viele Brötchen, zwei große Töpfe Suppe und Nudeln, und vieles andere mitnehmen.

Franzi Wand war ursprünglich im Auslands-Tierschutz aktiv und hat einen Obdachlosen mit Hund kennengelernt. So ist sie auf die Not aufmerksam geworden und fährt meistens alleine durch die Stadt, um diesen Menschen zu helfen. Ab und an, arbeitet sie auch mit der Berliner Obdachlosenhilfe zusammen.

Franzi ist mindestens einmal in der Woche unterwegs. Wenn es „Firma, Kind, Laden und Mann zulassen“, dann ist sie oft sogar 2-3 mal in der Woche bei den Obdachlosen. Franzi arbeitet als Kauffrau in der Firma der Eltern und hat selbst noch einen Laden und einen Online-Shop.


Und so sieht es aus, wenn Franzi abends zu ihren Leuten fährt...
Für Franzi ist die Dankbarkeit der Leute der größte Lohn: „Manchmal ist es einfach nur Zeit und das Jemand ihnen zuhört! Dies ist oft viel wichtiger als alles andere.“

Franzi erhält auch so ab und an Spenden aus der Nachbarschaft. In Facebook schreibt Franzi und bedankt sich so bei ´den lieben Engeln´: „Heute hat mir eine liebe Spenderin den ganzen Kofferraum vollgeknallt. Klamotten, eine mega-tolle, super warme, Jacke, Mützen, Hundefutter, Leckerlies, Hygieneartikel, Lebensmittel, Konserven, Mini-Stollen und vieles mehr. Wahnsinn! Die Jungs haben sich überall so gefreut.“ Oder ein anderes Mal schreibt sie: „Auf nach Mitte. Zelt, Schlafsäcke, warme Klamotten, Hundemäntel zu meinen obdachlosen Freunden bringen…“ Mal sind das „nur“ geschmierte Brote und manchmal ist sie mit Suppen und Eintöpfen und anderen wichtigen Dingen unterwegs.

Franzi erzählt: „Ich mache es sehr gerne und bin mit vollem Herzen dabei!“ Man sieht und spürt auch, dass Franzi mit Leib und Seele dabei ist. Wer Franzi bei ihrem Engagement mit Spenden unterstützen will, meldet sich am besten per e-mail bei Franzi.wand@gmx.de

Thomas Moser
Fotos soweit nicht gekennzeichnet sind von Franzi; ein Foto vom "Engel"-Franzi wird noch nachgeliefert...

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Hier wird jetzt in lockerer Folge von aktuellen Lichtenrader Geschehnissen berichtet. Eine Art "AKTUELLE INTERNETZEITUNG" könnte man auch sagen...
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