KURIER-Mobil war in Lichtenrade

Berlin-Lichtenrade, 18. Februar 2011 Der Berliner Kurier hat mit seinem rollenden „Bürger-Sorgen-Mobil“ den vielseitig geplagten Ortsteil Lichtenrade besucht. Der Kurier hatte schon am 14. Februar unter der Überschrift „Lichtenrade: Ein Kiez kriegt´s knüppeldick – Dreifache Belastung lässt Bürger-Wut auf den Berliner Senat hochkochen“ die vielen im Süden von Berlin anstehenden Themen aufgegriffen. Auch der „Berliner Rundfunk“ hat die Meinungen der Lichtenrader mit dem Mikrofon eingefangen.
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Die Lichtenrader-Internetzeitung www.lichtenrade-berlin.de berichtete schon von den „Heimsuchungen,“ die vielen Lichtenradern Angst und Sorgen bereitete: Dresdner Bahn (statt einer Tunnellösung soll die Bahn den Ortsteil zerschneiden), ein Einkaufszentrum ist an der Mälzerei geplant (hier fühlen sich die Bürger nicht so richtig eingebunden), die veränderten Flugrouten sollen Lichtenrade mehr belasten, der B-96-Ausbau des Kirchhainer Dammes soll zum Teil von Einwohnern mitfinanziert werden, ein Asylbewerberheim sollte in eine bislang noch genutzte Seniorenpflegeeinrichtung kommen und in Lichtenrade soll im Herbst 2011 die Drogenfachabteilung der Jugendstrafanstalt einziehen. Wer richtig mitgezählt hat, kommt auf sechs heiß diskutierte „Baustellen“ im Kiez.
Die Meinungen der Bürger zu all diesen Themen sind sicherlich nicht einheitlich. Vielen machen aber die immer größeren Belastungen im Ortsteil Sorgen und man fürchtet, dass die Lebensqualität leiden wird und auch die Grundstückswerte weiter fallen. „Die Idylle Lichtenrade ist in Gefahr“, ist der Grundtenor der Meinungen, die beim KURIER-Mobil zu hören waren. Als Experten vertreten waren der Bundestagsabgeordnete Jan-Marco Luczak (CDU) aus Lichtenrade, das Abgeordnetenhaus-Mitglied Mirco Dragowski (FDP) aus Tempelhof, der Pressesprecher der Justizsenatsverwaltung Michael Kanert und Frank Behrend, 1. Vorsitzender des Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümervereins in Lichtenrade. Auch der 1. Vorsitzende der Aktionsgemeinschaft Bahnhofstraße, Hagen Kliem, erschien am Stand des Berliner Kuriers. Von der BI „Lichtenrade/Mahlow-Nord gegen Fluglärm“ war der Ehrenvorsitzende und Gründer Alfred Sobel und das Montagsdemo-Gesicht der BI, Günther Haße, vertreten.
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Alfred Sobel wird interviewt
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Günther Haße spricht über die Flugrouten
Hier standen die Flugrouten im Vordergrund der Diskussion. Ein wenig Hoffnung, dass die ursprünglichen Flugrouten verbindlich werden, ist da. Aber die Montagsdemonstrationen gehen weiter, zumal diese Überlegungen noch nicht in trockenen Tüchern sind. Außerdem sagt Haße: „Diese Flugrouten müssen dann für 20 Jahre festgeschrieben werden. Und ein Nachtflugverbot ist noch eine wichtige Forderung. Wir demonstrieren weiter!“

Dem Bundestagsabgeordneten Luczak beschäftigen auch die Bürgersorgen, wenn es um den Drogenknast und ein mögliches Asylbewerberheim geht. Wir berichteten darüber.
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Bundestagsabgeordneter Luczak im Gespräch
Mirco Dragowski macht sich auch Gedanken, wie es in Lichtenrade weitergeht.
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Mirco Dragowski mit einem Bürger
Die FDP-Fraktion hat am 9. Februar 2011 einen Antrag unter der Überschrift „Kein Drogenvollzug in Lichtenrade - Endlich vernünftiges Gesamtkonzept für den Berliner Strafvollzug vorlegen!“ ins Abgeordnetenhaus eingebracht. Den CDU-Antrag „Kein Umzug der jugendlichen Drogenstraftäter nach Lichtenrade – Kosten in Millionenhöhe sparen und Anwohnerinnen und Anwohner schützen!“ haben wir an dieser Stelle auch schon veröffentlicht. Justizpressesprecher Michael Kanert berichtete vom Konzept, dass der Öffentlichkeit die Pläne der Verwaltung transparent gemacht werden sollen. Man sieht dort die Sorgen, aber Kanert geht davon aus, dass bei einer ausführlichen Information der Bürger auch Ängste abgebaut werden können.

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Pressesprecher Kanert und der Reporter vom Berliner Rundfunk
Michael Kanert berichtete, dass die Justizsenatorin Gisela von der Aue die Einladung vom Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümerverein annimmt und gerne nach Lichtenrade kommt. Der Termin für diesen Kontakt ist aber noch nicht geklärt. Während der gestrigen Abgeordnetenhaussitzung nahm die Senatorin zu den Umzugsplänen Stellung. Wenn uns der Text vorliegt, werden wir die Äußerungen in der Internetzeitung abdrucken. Zu der gestrigen Plenardebatte äußerte sich der Lichtenrader Wahlkreisabgeordnete Nicolas Zimmer: „Die Ausführungen der Justizsenatorin von der Aue (SPD) in der gestrigen Plenardebatte machen deutlich, dass der Senat an seinen Plänen zur Verlagerung des Drogenfachbereichs der Jugendstrafanstalt von Plötzensee nach Lichtenrade festhält. Trotz aller sachlichen Argumente haben sich Senat und Regierungskoalition einer inhaltlichen Diskussion verweigert. Eine Verlegung des Drogenstrafvollzugs ist in keiner Weise zu rechtfertigen: erstens wäre dieses Vorhaben logistisch zu aufwendig und zweitens würde es den Steuerzahler Millionen kosten.“ Zimmer legt nach: „Mit ihrer sturen Haltung zeigen Senat und Rot-Rot zudem, dass sie die berechtigten Sorgen der Anwohnerinnen und Anwohner nicht ernst nehmen.“ Nicolas Zimmer kündigt eine Unterschriftenaktion gegen dieses Vorhaben an. Dafür wird morgen, Samstag, ab 10.15 Uhr in der Bahnhofstraße 21/22 ein CDU-Stand errichtet.

Zu den Überlegungen eines Asylbewerberheimes in der Augsburger Straße in Lichtenrade erläuterte Baustadtrat Bernd Krömer in einer Presseerklärung die städtebaulichen Einschränkungen und Hindernisse (siehe extra Artikel): „In der vorhandenen Größenordnung würde eine komplette Umnutzung der beiden Gebäude diesen Rahmen sprengen und wäre aus städtebaulicher Sicht nicht genehmigungsfähig.“

Das KURIER-Mobil und der Berliner Rundfunk waren in Lichtenrade herzlich willkommen!

Thomas Moser (auch Fotos)–BerLi-Press (www.berli-press.de) für www.lichtenrade-berlin.de

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Hier wird jetzt in lockerer Folge von aktuellen Lichtenrader Geschehnissen berichtet. Eine Art "AKTUELLE INTERNETZEITUNG" könnte man auch sagen...
Viel Spaß dabei!
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