Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners auch in Lichtenrade

Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners im Bezirk Tempelhof – Schöneberg in öffentlichen Grün- und Erholungsanlagen sowie an Straßenbäumen

Der Eichenprozessionsspinner ist ein Schmetterling, der gesundheitliche Gefahren für den Menschen in sich birgt. Seine heranwachsenden Raupen bilden ab dem dritten Larvenstadium (Ende Mai/Anfang Juni) feine Brennhaare aus, die starken Juckreiz der Haut sowie Reizungen der Augen und der Atemwege verursachen können.

Aufgrund des zu verzeichnenden erhöhten Befalls in bestimmten Gebieten und der erheblichen Gesundheitsgefahr für die Bevölkerung wurde für die Bekämpfung im Jahr 2013 auf Bezirks- und Senatsebene vereinbart, zweistufig zu verfahren und in der Ersten Stufe präventive Maßnahmen durch den Einsatz von zugelassenen Bioziden zu ergreifen. Hierbei werden die Raupen des Eichenprozessionsspinners bis zum Larvenstadium L3 durch Spritzung der Eichen bekämpft. Die Raupen nehmen den Wirkstoff durch ihre Fraßtätigkeit auf. Bereits nach kurzer Zeit kommt es zu einem Fraßstopp. Der Häutungsmechanismus wird behindert, sodass die gefährlichen Brennhaare nicht ausgebildet werden können. Obwohl die Raupen noch längere Zeit lebend auf den Bäumen beobachtet werden können, nehmen sie keine Nahrung mehr auf, entwickeln sich nicht mehr weiter und sterben nach ca. 7 Tagen ab. Für die Ausbringung des Biozids gibt es ein enges Zeitfenster von Mitte April bis Anfang Mai. Das eingesetzte Biozid hat eine geringe Belastung für Umwelt und Menschen und eine relativ hohe Wirkungsrate von 60-90%. Es ist nicht bienengefährlich und ermöglicht eine schnelle Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners.

Für die vorbeugende Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners hat der Fachbereich Grünflächen Bekämpfungsschwerpunkte festgelegt. Im Bereich des Prellerweges werden alle 105 Straßenbäume vorbeugend mit dem Biozid behandelt. Ebenfalls für eine präventive Behandlung vorgesehen sind 7 Straßenbäume in der Hauptstraße zwischen Hausnummer 13 und 16 sowie 50 Bäume in der Blohmstraße zwischen Hausnummer 3 und 33.

Die mit der Durchführung der Maßnahmen beauftragten Firmen sind verpflichtet, die Einsatzorte mit geeigneten Maßnahmen nach den geltenden Vorschriften abzusperren und so zu sichern, dass zu keinem Zeitpunkt Gefahren für Dritte entstehen. Im Bereich der Bekämpfungsmaßnahmen werden entsprechende Warnschilder deutlich sichtbar angebracht.

Darüber hinausgehender Befall an Straßenbäumen und an Bäumen in Grün- und Erholungsanlagen wird in einer Zweiten Stufe durch ein mechanisches Verfahren bekämpft. Zur Anwendung kommt hier die Beseitigung durch ein Absaugverfahren bei dem der gesamte befallene Baum durch Binden/Verkleben der Gifthaare behandelt wird. Die Eichenprozessionsspinner, deren Gespinste, Eiablagen, Puppen und Vorjahresnester werden im Spezialabsaugverfahren mit geeigneten Saugbürsten von Baum und Boden gelöst und in partikeldichten Beuteln aufgefangen und fachgerecht entsorgt.

Das Tiefbau- und Landschaftsplanungsamt ist zuversichtlich, durch diese Maßnahmen den Befall der Eichen durch den Eichenprozessionsspinner in Straßen sowie Grün- und Erholungsanlagen unseres Bezirks wirkungsvoll zu bekämpfen und für die Zukunft einzudämmen.

Auf den Webseiten der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt finden Sie weitere Informationen zum Eichenprozessionsspinner sowie Hinweise zum Verhalten und Kontaktmöglichkeiten in den Bezirken.

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