Die Bürgermeister-Galerie: Der zweite Hapel soll es sein!

Endlich ist es vollbracht und Dieter Hapel (65), der ehemalige Bezirksbürgermeister von Tempelhof und von Tempelhof-Schöneberg, ist auf Leinwand in Öl verewigt. Nun wurde das Bild öffentlich in einer kleinen Feierstunde vorgestellt. Der Maler, Grafiker und Journalist Horst-Dieter Keitel ist der Urheber des Werkes.


Angelika Schöttler, Horst-Dieter Keitel (HDK), Dieter Hapel und Jutta Kaddatz vor dem Kunstwerk

Die öffentliche Übergabe der zweiten Version des Kunstwerkes erfolgte nach dem Kulturausschuss am 2. März 2017 bei Anwesenheit des Gemalten und des Künstlers im Rathaus Tempelhof. Hapel und Keitel freuten sich, dass es nun nach vielen Jahren geklappt hat. Das Bild wurde bereits 2014 fertiggestellt und wartete schon einige Zeit auf eine offizielle Enthüllung.

Zur Bildeinweihung lud die Kulturstadträtin Jutta Kaddatz ein.

Sie begrüßte die vielen Weggefährten von Dieter Hapel und zeigte die Geschichte der Entstehung des Rathauses Tempelhof auf. Jutta Kaddatz bedankte sich bei dem leidenschaftlichen Künstler für die gelungene Umsetzung. Für die Bildungsstadträtin Kaddatz wäre es wünschenswert, wenn die Tempelhofer Bezirksbürgermeistergalerie wieder in den Mitteltrakt des Rathauses in den ersten Stock zieht, damit sie dann von Besuchern besser wahrgenommen werden kann.

Dieter Hapel mit Jutta Kaddatz (lks) und Angelika Schöttler

Zweimal Dieter Hapel + Angelika Schöttler + HDK

Die jetzige Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler brachte ihre Freude zum Ausdruck, dass endlich der BVV-Antrag für das Porträt aus dem Jahr 2005 als abgeschlossen betrachtet werden kann. Sie würdigte die Arbeit des ehemaligen Bezirksbürgermeisters Dieter Hapel.



Hier wird in Kürze auch "Dieter Hapel 2" hängen...

Im Rathaus Tempelhof sind die ehemaligen Bürgermeister des Bezirks Tempelhof in einer „Ahnengalerie“ verewigt. Die Bilder sieht man etwas versteckt, wenn man in der Eingangshalle nach oben schaut.

Bezirksbürgermeister a.D. Wolfgang Krueger und Frau
Horst-Dieter Keitel hat bereits den ehemaligen Tempelhofer Bezirksbürgermeister Wolfgang Krueger, den Vorgänger von Dieter Hapel, im Jahr 1998 gemalt. Seit Kriegsende bis zur Bezirksfusion ist die Galerie jetzt lückenlos. Dieter Hapel ist der zehnte und letzte Bezirksbürgermeister von Tempelhof und beendet diese Tradition. Dieter Hapel, der vor seiner Bezirkszeit Abgeordneter im Abgeordnetenhaus war, war auch noch für ein Jahr „Fusions-Bürgermeister“ von Tempelhof-Schöneberg. Im Bezirk Schöneberg bevorzugte man für die ehemaligen Bürgermeister Fotografien.

In der Dankesrede von Dieter Hapel brachte er zum Ausdruck, dass er sich auch schon auf die Enthüllung des Fotos in der Riege der Bürgermeister für den Fusionsbezirk Tempelhof-Schöneberg freut.

Für eine gelungene musikalische Umrahmung sorgten die Männerstimmen vom Sonari-Chor Berlin.


Die Amtszeit Hapels als Tempelhofer Bürgermeister endete bereits vor über fünfzehn Jahren. Den Auftrag für das Gemälde erhielt der Künstler Keitel erst zwölf Jahre nach Ende der Amtszeit. Und das sollte sich auch als Schwierigkeit darstellen, denn der Bezirksbürgermeister a.D. sollte so dargestellt werden, wie er um 2000 zum Ende der Amtszeit aussah. Der Maler berichtet: „Aber da Hapel sich zwischenzeitlich physiognomisch ziemlich verändert hatte, habe ich bei der ersten Version so ein Zwischending zwischen gestern und heute kreiert.“


Hier nun die Version Hapel 1, die jetzt noch im Atelier des Künstlers ist.

... und Dieter Hapel 2...
Das erste Bild wurde jedoch nach einer Veröffentlichung in PaperPress vor allem wegen der Pose des Modells kritisiert. Horst-Dieter Keitel weiter: „Die Intention, die mir bei Hapels Körperstellung unterstellt wurde, habe ich bis heute nicht wirklich verstanden. Aber aufgeregt habe ich mich auch nicht, sondern einfach ein neues Bild nach Vorlage einer CDU-Wahlwerbepostkarte von 2000 gemalt.“ Aber der Künstler steht nach wie vor zu seinem erstes Hapel-Werk: „Dennoch halte ich die erste Version nach wie vor für die gelungenere!“

Das zweite Werk ist 2014 entstanden...

Das Ölbild auf Leinwand ist 70 mal 100 cm groß und wurde vor über drei Jahren in etwa drei Monaten gemalt.

Das Tempelhof-Wappen vom Schlips musst immer dabei sein...
Die Abbildung des Tempelhof-Wappens wurde in beiden Versionen von Hapel ausdrücklich gewünscht.

Die Lieblingsmotive des Malers Horst-Dieter Keitel sind seit Jahren Katzen, obwohl er auch schon viele Porträts gemalt hat. Bereits der Alt-Bürgermeister Wolfgang Krueger meinte schmunzelnd bei der Vergabe für sein Porträt an Keitel, dass es bei dem Katzenmaler schon ein gewisses Risiko war. Für das Ergebnis des Krueger-Bildes, dass heute im Lichthof vom Rathaus Tempelhof hängt, wurde er jedoch einhellig gelobt. Keitel erklärt, dass der Unterschied zur Katzenmalerei gewaltig ist: „Die Katzen male ich in monochromer Machart in plakativ-stilisierter und auf das Wesentliche reduzierter Form. Für das Porträt waren jedoch Realismus und Detailtreue wichtig.“ Die Technik ist im Prinzip identisch und für den Laien kaum unterscheidbar. Beides wird in der Regel mit Pinsel und Farbe gemalt. Die Katzenbilder sind aus Acryl hergestellt und trocknen extrem schnell durch. Bei Öl braucht dies einige Wochen, in denen die Farbverbindungen auch noch ein bisschen „arbeiten“.

Freuen sich über die Ansprachen: Frau Hapel, Wolfgang Krueger und Frau, Dieter Hapel (v.lks)


Rainer Kotecki war auch dabei.

Rüdiger Jakesch und Angelika Schöttler

Ed Koch von PaperPress und HDK
Die kleine Feierstunde besuchten auch die ehemaligen Bezirksbürgermeister Wolfgang Krueger (Tempelhof) und Rüdiger Jakesch (Schöneberg), der ehemalige BVV-Vorsteher Rainer Kotecki und der jetzige CDU-Fraktionsvorsitzende der BVV Matthias Steuckardt.

Thomas Moser

Zu Dieter Hapel:

Dieter Hapel ist im Juni 19551 in Berlin zur Welt gekommen, er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Von Beruf ist er Diplom-Verwaltungswirt. Die Ausbildung machte er bei der Deutschen Bundespost mit dem Abschluss als Postinspektor im gehobenen nicht-technischen Verwaltungsdienst. Er war Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus und ab Februar 1998 Bürgermeister von Tempelhof.

Zu Horst-Dieter Keitel:

Der Maler, Grafiker und Journalist Horst-Dieter Keitel ist sprichwörtlich gesagt auf die Katze und nicht auf den Hund gekommen. In seinen Bildern drückt er seine schier grenzenlose Vorliebe für seine schwarzen Lieblinge aus. Angefangen hat alles mit der pechschwarzen Hauskatze Lolita (1988-2004 ). Aktuell sind zwei andere schwarze Katzen -Kater Picasso und seine Schwester Suleika- seine Muse, die immer wieder als Motive für seine Kunstwerke  Modell stehen oder besser gesagt „Modell liegen.“

Es gibt wohl kaum eine Pose, in der er seine Lieblinge nicht auf die Leinwand gebannt hat. Keitel hatte schon viele Ausstellungen mit seinen Leinwandstars, die förmlich zu schnurren scheinen, mit Mäusen oder Fischen spielen oder einfach nur rumliegen.

HDK ... Katzenbilder beim Lichtenrader Kunstfenster...

Er wirkte auch aktiv beim 9. Lichtenrader Kunstfenster im Jahr 2016 mit. Horst-Dieter Keitel hat ein ganz besonders inniges Verhältnis zu seinen Katzen. Der Psychologe und Kunsthistoriker Dr. Karl-Heinz Tigglers mutmaßte anlässlich einer Ausstellung: „Keitel muss in seinem früheren Leben ein Kater gewesen sein.“

HDK mit Markenzeichen, der roten Mütze...
Horst-Dieter Keitel ist den Tempelhof-Schönebergern als langjähriger Reporter der Berliner Woche unter seinem Kürzel „HDK“ durch seine spitze Feder bekannt. Mit seinem auffälligen Bart und auch oft mit seiner Strickmütze ausgestattet ist er überall dort in Tempelhof zu finden, wo sich eine Geschichte auftut.

Als „Privatmann“ ist Horst-Dieter Keitel ein Künstler mit vielen verschiedenen Fassetten. Keitel kann natürlich viel mehr als „nur“ Katzen. Er hat in seinem Leben viele künstlerische Sachen gemacht. So ist eine Spezialität, dass der Maler Horst-Dieter Keitel mit wenigen Strichen die Besonderheiten von Persönlichkeiten auf Papier festhält: „Das erfordert höchste Konzentration. Denn bei den Feder- oder Filzstiftzeichnungen muss jeder Strich sitzen. Was einmal auf dem Papier ist, bleibt und ist unveränderbar.“

Die ersten Zeichnungen sind Anfang der 80er-Jahre entstanden. Seine Portraits von Politikerköpfen schmückten das Berliner Kabarett „Die Stachelschweine“ im Europa-Center.

Horst-Dieter Keitel wurde 1950 in Berlin-Moabit geboren. Seine Lehrer waren Professor Horst Strempel und Professor Hermann Pippart. Nach einer dreieinhalb jährigen Wanderzeit durch Frankreich, Italien und der Schweiz, wo er seinen Lebensunterhalt durch Pflastermalen verdiente, stellte er fest, dass Kunst nicht brotlos ist. Seit 1973 arbeitet er wieder als freischaffender Künstler in Berlin oder besser gesagt an seinem Wohnort Spandau.

Thomas Moser

Viele weitere Informationen unter www.atelierkeitel.de


Alle Fotos (bis auf Hapel 1) Thomas Moser

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