Wachgeküsst: 9. Lichtenrader Kunstfenster

Eine jahrlange Tradition ist wieder wachgeküsst worden. Eine engagierte Gruppe hat sich zusammengefunden und das Lichtenrader Kunstfenster wiederbelebt. Vom 1. bis 29. Oktober 2016 wird in den Schaufenstern vieler Geschäfte das 9. Lichtenrader Kunstfenster mit lokalen Künstlerinnen und Künstlern zu sehen sein.

Die Bahnhofstraße wird über eine Laufstrecke von 750 Metern zur Galerie!

Mehr als 40 Künstlerinnen und Künstler sowie 50 Geschäfte, Dienstleister und öffentliche Einrichtungen beteiligen sich. Kunstinteressierte erhalten einen Überblick über das, was Lichtenrade künstlerisch zu bieten hat, von Impressionismus über Realismus bis hin zur Moderne, dargestellt als Kunstwerke auf Leinwand oder Postkarte, als Fotografie oder Skulptur!

Vorläufige Karte vom Kunstfenster (google-maps)

Großer Einsatz für die Bahnhofstraße

Im Rahmen der Feierlichkeiten rund um das 110-jährige Jubiläum der Bahnhofstraße will das Kunstfenster für eine Qualitätssteigerung der Einkaufsmeile sorgen und ein künstlerisches Ausrufezeichen setzen. Das Kunstfenster, das in den Vorjahren von der AG Bahnhofstraße und dem Kunstamt Tempelhof-Schöneberg initiiert und getragen wurde, wird nun von anderen Aktiven gestemmt. Die gesamte Planung und Organisation liegt in den Händen von Sylvia Zeeck, Künstlergemeinschaft Lichtpunkt 49 aus Lichtenrade, und Claudia Scholz von Family & Friends, die sich an vielen Punkten in Lichtenrade aktiv einbringt. Die Künstlerin Sylvia Zeeck hat auch das Plakat und das Bild der Titelseite auf dem Künstlerbooklet gestaltet.

Das Plakat wurde von der Künstlerin in einer neuen Kratztechnik gestaltet und wird im Original im AZ-Büro ausgestellt.

Das Aktive Zentrum Lichtenrade Bahnhofstraße bringt sich mit dem Druck von Plakaten und Flyern ein. Die Händlergemeinschaft der Bahnhofstraße unterstützt die Aktion, die von der Arbeitsgemeinschaft Kunstfenster getragen wird.

Von der Stadtbücherei Lichtenrade in der Briesingstraße bis zum Café Obergfell und auch in angrenzenden Gefilden der Bahnhofstraße werden die abwechslungsreichen Kunstwerke präsentiert.

Das Kunstfenster startet

Die offizielle Ausstellungseröffnung zum „Kunstfenster Lichtenrade“ wird am 1. Oktober um 14 Uhr im AZ-Büro in der Prinzessinnenstraße 31 stattfinden. In diesem Zusammenhang wird auch ein Rundgang durch die „Galerie Bahnhofstraße“ angeboten werden. Dabei soll den Künstlern auf der Bahnhofstraße und auch auf den „Nebengleisen“ die Gelegenheit gegeben werden(, dass sie) sich vorstellen. Bei großem Publikumsinteresse werden weitere Rundgänge an den Wochenenden danach folgen. Bleiben Sie in Kontakt mit Facebook: https://www.facebook.com/events/1351924181487790/?active_tab=posts.

Eine quasi Vorab-Vernissage wird es mit dem Künstler Till Schmidt bereits am 30. September um 18.30 Uhr in der Stadtbücherei Lichtenrade geben. Fairtrade für Lichtenrade e. V. bereichert hier mit einem kleinen Angebot aus dem Fairtrade-Programm.

Um Lust auf das Lichtenrader Kunstfenster zu machen, haben wir eine Malerin und einen Photokünstler vorher besucht.

Frank Giebel, bekannt wie ein bunter Hund


Fank Giebel mal mit blauer Kappe

Der Fotograf Frank Giebel wurde schon vor fast 1 ½ Jahren im Lichtenrader Magazin und der Lichtenrader Internetzeitung vorgestellt und hat damit einen großen Schub für sein noch junges „Hobby“ erhalten. Er hat viel Zuspruch und viele Likes auf seiner Facebook-Seite bekommen und kann kaum unerkannt über die Bahnhofstraße gehen. Besonders oft wird er angesprochen, wenn er sein Markenzeichen, die gelbe Kappe, trägt.

Für das Plakat „110 Jahre Bahnhofstraße“ hat er ein Foto zur Verfügung gestellt und für den aktuellen Lichtenrade-Führer der Westkreuz-Druckerei „Schlag nach“ hat er das Titelfoto beigesteuert. Frank Giebel, der sonst mit beiden Beinen auf den Boden steht, formuliert es fast philosophisch: „Die Steine haben sich zur Seite geschoben und der Weg war offen!“ Frank Giebel fotografiert jetzt auch viel gezielter. Mit seinem Fotografen-Kollegen und Freund Sascha (Sascha Gebhardt Photography) geht es oft auf Motivsuche. Er hat ihm auch viele wertvolle Hinweise zur Kamera und zur Fotobearbeitung gegeben. Besonders wichtig ist es dem Familienmenschen Frank Giebel jedoch zu sagen, dass er seiner Frau viel zu verdanken hat „…weil sie auch viel Geduld mit mir hat.“


Foto von Frank Giebel Photography
Für das Kunstfenster erhielt er viele Anfragen von Geschäftstreibenden in der Bahnhofstraße. Entschieden hat er sich für die Lichtenrader Bücherstube. Von Lederwaren Tiedtke hat die Eigentümerin Katja Tiedtke ihn angesprochen. Sie hatte die Idee die Fotos in digitaler Form in der Bücherstube zu präsentieren. Frank Giebel hat das sofort überzeugt.

Lina Hilsing mit Frank Giebel
Auch die Eigentümerin von der Lichtenrader Bücherstube, Lina Hilsing, ist glücklich mit dem Photo-Künstler: „Ich finde die Fotos faszinierend. Auch die moderne Art, die Fotos auf einem großen Bildschirm im Schaufenster zu präsentieren, begeistert mich.“ Es werden circa 25 Fotos abwechselnd gezeigt. In der Bücherstube wird es dann nicht ganz so modern sein. Dort wird eine andere Künstlerin Skulpturen ausstellen.

Viele Lichtenrader kennen schon die Fotos von Frank Giebel. Sicher wird er mit dieser Präsentation in der Lichtenrader Bücherstube (Bahnhofstr. 25) noch mehr Bewunderer gewinnen.

Ute Panke, Malerin: Sonnenuntergänge nach einem Schicksalsschlag

Die Malerin Ute Panke lernen wir am Stand auf dem Wein- und Winzerfest am Dorfteich Lichtenrade kennen. Hier stellt sie ihre sehr unterschiedlichen Bilder aus.


„Ich bin gebürtige Berlinerin und habe in den 90er Jahren den Reiz der Malerei entdeckt,“ erläutert die Künstlerin. Ein persönlicher Schicksalsschlag ließ sie zu ihrem alten Schultuschkasten greifen und Sonnenuntergänge malen. In den folgenden Jahren erkundete sie autodidaktisch verschiedenste Techniken und Malstile. Weiter erzählt sie: „Ich begann mit der Aquarellmalerei, zeichnete mit Kohle, Pastellkreiden, Seidenmalerei und Acryl. Fasziniert von August Macke, begann ich mit  Reproduktionen, die mich besonders durch ihre Farbenvielfalt um die Jahrhundertwende beindruckt haben.“

Ihren privater Lebensmittelpunkt verlagerte die Künstlerin 2004/5 nach Frankreich. Dieses Land gab ihr viel Inspiration für wunderschöne Landschaftsmotive. Mich sprachen sowohl die geschäftigen Gassen von Paris, aber auch steile, schroffe Felswände oder flaches Land an. Ute Panke  weiter: „Ich suche in meinen Motiven stets ´Außergewöhnliches´: interessante Schatten- Licht- Reflexe, Spiegelungen  oder ausdrucksvolle Charaktere. Darum bieten meine Bilder auch eine Bandbreite von recht unterschiedlichen Stilen.“ Seit 2009 malt sie mit Begeisterung fast ausschließlich mit Ölfarben. In Frankreich stellte sie auf diversen Kunstmärkten aus und in Paris in der Galerie Monod, die unweit vom Eiffelturm liegt. Im Jahr 2015 ist Ute Panke wieder nach Berlin zurückgekehrt, wohnt jetzt in Lichtenrade und freute sich riesig, dass sie am Kunstfenster teilnehmen kann. Ihre Bilder werden in der Commerzbank (Bahnhofstr. 12-13) und im Strumpfshop (Bahnhofstr. 11) die Bahnhofstraßen-Besucher faszinieren.

Mit dabei sind auch der Tiermaler und Landschaftsgestalter Uwe Thürnau (lks) und sein Bruder Jörg, die auf der Bahnhofstraße die Blumenkübel mit Tiermotiven verschönt haben. Viele Lichtenraderinnen und Lichtenrader waren von diesen Arbeiten sehr begeistert.

Kürbisse und eine beleuchtete Mälzerei

Im Rahmen der vielen Aktivitäten zum Jubiläum der Bahnhofstraße wird am 1. Oktober an der Mälzerei ein Kürbisfest stattfinden. „Berlin leuchtet“ wird die alte Mälzerei und das EDEKA-Reichelt-Parkhaus in den ersten zwei Oktoberwochen illuminieren und es werden weitere interessante Aktionen stattfinden. „Berlin leuchtet“ wird am 30. September um 18.30 Uhr eröffnet.

Für die Finissage vom Lichtenrader Kunstfenster sollte man schon den 29. Oktober notieren.

Ein Traditionsbus wird am 1.10. durch Lichtenrade fahren; Abfahrt vor Rossmann/Nähe der Post  um 10.30   11.30     12.30     14.30     und ggf. um 15.30. Die Lichtenrader Stadtführerin Marina Heimann wird moderieren und interessante Geschichten erzählen.

Meine Empfehlung für das Lichtenrader Kunstfenster: Über die Bahnhofstraße und über die „Nebengleise“ bummeln gehen, die Einkäufe erledigen und einfach nur die Kunst genießen.

Thomas Moser

Weitere Infos unter:

So findet man die Künstler online:

https://www.google.com/maps/d/viewer?mid=1kgq4LJrrAsuV9xZ9uevXYzATYng

sowie Facebook: Stichwort 9. Lichtenrader Kunstfenster https://www.facebook.com/events/1351924181487790/

Hier exemplarisch einige Auszüge aus dem Booklet zulm Kunstfenster (Alle Rechte liegen bei Family & Friends)


und die letzte Kostprobe von "Niels, dem Kupferklopfer" - auch aus Lichtenrade:


 

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Hier wird jetzt in lockerer Folge von aktuellen Lichtenrader Geschehnissen berichtet. Eine Art "AKTUELLE INTERNETZEITUNG" könnte man auch sagen...
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