Gebietsgremium wünscht Gespräch mit Senator Geisel

Im Rahmen der Aktiven Zentren sollen in den nächsten Jahren einige Millionen Euro für die Fortentwicklung der Bahnhofstraße in Lichtenrade investiert werden. Dafür ist als nächster wichtiger Schritt die Erstellung eines Verkehrskonzeptes notwendig. Andererseits sieht es so aus, dass die Dresdner Bahn nun oberirdisch durch Lichtenrade geführt werden soll. Die Klage gegen die Planungen wurde von der Bürgerinitiative Dresdner Bahn und von Betroffenen eingereicht. Die Verkündung eines Urteils wird noch Monate und Jahre dauern. Für die Zeit der Bauarbeiten wird der Bahnübergang gänzlich geschlossen werden und auch danach werden sich völlig andere Verkehrsströme ergeben. Diese zwei Planungen scheinen nicht abgestimmt zu sein. Um diese beiden Entwicklungen koordinieren zu können, ist jedoch eine enge Absprache aller Beteiligten notwendig. Da Senator Andreas Geisel für Stadtentwicklung und Verkehr verantwortlich ist, hat das Gebietsgremium im Rahmen der Aktiven Zentren (Bürgerinnen und Bürger, sowie Vereine und Interessenverbände) nun den zuständigen Senator dringend um ein Gespräch gebeten.


Hier der offenen Brief:

Berlin, den 29. Juli 2016

 

Offener Brief 

Aktives Zentrum Lichtenrade 

 

Sehr geehrter Herr Senator Geisel, 

am 28. Juni 2016 war Herr Holger Ludewig (DB-Projektbau GmbH) zu Gast beim Gebietsgremium des AZ Lichtenrade-Bahnhofstraße. Wir hatten ihn gebeten, die notwendigen Arbeiten für den Bau der Dresdner Bahn im Abschnitt 2 (Lichtenrade) zu erläutern. Basis hierfür war ein von der AG Verkehr des Gebietsgremiums erstellter Fragenkatalog. Themen waren u.a. die Unterführung der Bahnhofstraße, der Bau der Trasse, der Bau eines neuen Bahnhofes und die sich während der Bauphase ergebenden Einschränkungen.

Tatsache ist, die Gebietskulisse des AZ und der planfestgestellte Bereich zwischen Steinstraße im Osten und Wünsdorfer Straße im Westen überschneiden sich in gewichtigen Teilen. Unter anderem ist dadurch das strategische Entwicklungsziel (5) des AZ zur Entwicklung der Mälzerei und des Hauses Buhr, das sich auf den im Leitbildprozess für Lichtenrade definierten westlichen Entwicklungsbereich bezieht, erheblich betroffen. Auch die vorgesehene Aufwertung des Pfarrer-Lütkehaus-Platzes zu einem öffentlichen Stadtplatz ist davon in starkem Maße betroffen bzw. nach Fertigstellung durch die ausschließliche Nutzung als Wendeschleife sogar gänzlich ausgeschlossen. 

 

Unsere Einschätzung wird durch die folgenden Aussagen des DB-Vertreters belegt: 

• Zum ÖPNV: „Während der Bauzeit wird die Bahnhofstraße für die motorisierten Verkehrsteilnehmer nicht als Querungsmöglichkeit (über die Bahntrasse) zur Verfügung stehen. 
• Baustelleneinrichtung (BE): „BE-Fläche vor allem gegenüber auf dem Pfarrer-Lütkehaus-Platz und auf der Westseite der Bahn für die EÜ Bahnhofstraße.“ Nutzung der BE-Flächen während der gesamten Bauzeit der EÜ. 
• Haus Buhr: „Durch die geplante Tieferlegung der Bahnhofstraße wird die Erschließung des Grundstückes Nr. 32 verschlechtert. Eine direkte Anbindung an die Fahrbahn bzw. an den nördlichen straßenbegleitenden Gehweg der Bahnhofstraße ist nicht realisierbar, weil die Bahnhofstraße hier künftig in Troglage verläuft.“ 
• Baulogistik: „Durch eine Umgestaltung der Bahnhofstraße durch das AZ muss sichergestellt sein, dass die Trassierung keine Behinderung für den notwendigen Baustellenverkehr darstellt.“ 

 

Das Gebietsgremium bittet Sie als zuständigen Senator für Verkehr und Stadtentwicklung um einen Gesprächstermin. Darin sollen die überschneidenden Interessen zwischen AZ und DB-Bauvorhaben besprochen und Lösungsstrategien erörtert werden. 

Viele Lichtenrader Bürger und die Händler an der Bahnhofstraße sind in höchstem Maße in Sorge. Alle Bemühungen um eine Aufwertung der Bahnhofstraße als Stadtteilzentrum werden konterkariert. Und zwar nicht nur durch die Baumaßnahme Unterführung und eine mindestens 4 1/2 Jahre währende Baustelle an sich, sondern auch durch das zu vermutende Ergebnis nach Beendigung der Baummaßnahmen. 

Wir würden uns sehr freuen, wenn dieses Gespräch sehr zeitnah, noch im Monat August, stattfinden könnte, und schlagen als Ort das Büro des AZ in Lichtenrade vor. 

 

Mit freundlichen Grüßen, 

Die Mitglieder des Gebietsgremium Aktives Zentrum Lichtenrade-Bahnhofstraße vertreten durch die Leiter der Arbeitsgruppen 

 

Frank Behrend (AG öffentl. Raum)

Markus Bassin (AG Handel und Gewerbe)

Lutz Fußangel (AG Kultur)

Ralf Kuhl (AG Marketing)

Stephan Liesiwicz (AG Verkehr)

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