Jungunternehmerinnen zu Gast beim Bundeswirtschaftsminister

Eine überraschende Einladung erhielten die Jungunternehmerinnen der Schülerfirmen „Jute Tat“ und „UniThoughts“ des Ulrich-von-Hutten-Gymnasiums in Berlin Lichtenrade aus dem Bundeswirtschaftsministerium. Im Rahmen des Girls´Day am 28.04.2016 haben sie die Möglichkeit, ihre Geschäftsideen dem Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel vorzustellen und einen Einblick in ihre Arbeit zu geben. Außerdem werden die Schülerinnen der elften Klasse mit interessierten Schülerinnen neue Geschäftsideen entwickeln und diese auf ihre Umsetzbarkeit überprüfen.

Der Minister war erkrankt. Die Parlamentarische Staatssekretärin Brigitte Zypries vertrat ihn jedoch.

Geschäftsidee von Jute Tat

Auszug aus dem aktuellen Geschäftsbericht der Junior-Expert-Schülerfirma „Jute Tat":

Das Wort Kultur meint und umschließt so vieles: Schulisch formuliert, steht es jedoch in seinem Grundgehalt vor allem für die Annahme und Anwendung bestimmter Prinzipien auf einer breiten Ebene. Als die Bilder von all den engagierten Helfern, die – häufig sogar in ihrer Freizeit – versuchen, sich an der immer wieder als „größten Herausforderung Deutschlands seit der Wiedervereinigung“ betitelten Kraftanstrengung zu beteiligen, erstmalig umgingen in den Medien, da fasste die „Willkommenskultur“ auch bei uns Fuß und nahm sukzessive konkretere Formen an.

Der Wunsch, im Gegensatz zu trivialen Ideen wie zum Beispiel Handyhüllen etwas ein wenig Ambitionierteres, etwas Sinnstiftendes anzustreben, war der Grund dafür, warum wir uns den Namen „Jute Tat“ gegeben haben und Flüchtlinge aus verschiedenen in unserer Nähe gelegenen Heimen unterstützen und deren Integration in ihre noch unvertraute Umgebung erleichtern wollen.

Die Kernidee unserer Schülerfirma ist es, zusammen mit Flüchtlingen Unternehmungen zu bestimmten Veranstaltungen und Sehenswürdigkeiten durchzuführen und dabei zum Beispiel bowlen zu gehen oder Fußball zu spielen. Das auf diese Weise entstehende Miteinander soll zum einen Abwechslung vom eintönigen Charakter des längerfristigen Aufenthalts in ihrer Unterkunft bieten. Zum anderen halten wir auch den persönlichen Kontakt für überaus entscheidend, da dieser den Flüchtlingen die weit verbreitete Hilfsbereitschaft hierzulande greifbar macht.

Aufgrund ebendieser Hilfsbereitschaft sind wir auch vom weiteren Gelingen unserer Firma überzeugt. Denn weil beileibe nicht jeder, der Hilfe leisten möchte, auch Zeit oder Kraft genug dazu hat, selbst direkt vor Ort mitzuwirken, ist großer Raum für soziale Projekte wie unserem vorhanden. Dass wir zusätzlich noch Schüler sind, befähigt uns natürlich umso mehr dazu, mit den Jüngeren der Flüchtlinge außergewöhnlich gut interagieren zu können.

Unserem Erfolg förderlich ist also die große Teile Deutschlands umschließende Willkommenskultur, mithin der vielerorts auftretende Wunsch, vor dem Hintergrund aktuellster Ereignisse Gutes zu tun. Des Weiteren hebt uns auch der simple, aber durchaus bedeutende Fakt, dass wir schlichtweg noch Schüler sind, von anderen Angeboten ab. Hinzu kommt der vergleichsweise geringe monetäre Auf-wand, der – gekoppelt mit der hohen Flexibilität, die aus unserem Plan zur Umsetzung der „Juten Tat“ folgt (wie im weiteren Verlauf dieses Dokuments noch klarer hervorgehen wird) – uns nicht vor Liquiditätsprobleme stellen wird. Wir haben uns ausdrücklich zum Ziel gesetzt, so viel der Erträge wie möglich direkt in die Finanzierung der Unternehmungen einfließen zu lassen – uns geht es um darum zu helfen und nicht, uns eine goldene Nase auf Kosten anderer zu verdienen!

Geschäftsidee von UniThoughts

Auszug aus dem aktuellen Geschäftsbericht der Junior-Expert-Schülerfirma „UniThoughts“:

Wir, von der Schülerfirma „UniThoughts“ […] sind ein junges und modernes Unternehmen, welches sich im Bereich Bildung (Schule und Universität) engagiert. Dieses verwirklichen wir, indem wir sowohl Produkte als auch Dienstleistungen anbieten. In beiden Geschäftssegmenten wollen wir erreichen, dass wir das Leben der Schüler und Studenten leichter, effizienter und erfolgreicher zu machen. Dabei legen wir viel Wert auf: Kundennähe, Authentizität, Nachhaltigkeit und unternehmerischen Erfolg.

Um dies zu garantieren, bauen wir auf einen empathischen Umgang innerhalb der Firma, welcher nur mit vollkommener Transparenz zu erreichen ist. Hier ist natürlich ständige Kommunikation zwischen allen Mitarbeiterbereichen entscheidend.

Wir haben uns als Firma darauf spezialisiert, den Alltag eines jeden Schülers zu vereinfachen. Unser Hauptaugenmerk liegt bisweilen auf unserer Dienstleistung: der Nachhilfe, welche unter dem Motto „von Schülern für Schüler“ an unserer Schule und in der Umgebung angeboten wird. Dabei stärken wir das Verhältnis zwischen älteren und jüngeren Schülern und bringen sie so auf einen guten Weg zum Abitur. Wir achten vor allem auf einen gepflegten Umgang miteinander und erstreben das größtmögliche Wohl und den höchsten Lernerfolg des zu Unterrichtenden. Wir setzten uns gemein-sam mit dem Schüler viele realisierbare Ziele, damit Erfolgsmomente umso häufiger eintreten. Dabei spielt nicht nur der Schulunterricht eine Rolle, sondern auch eigene von der Firma konzipierte Übungen. Diese sind dann individuell auf den Kunden angepasst und deren Problem kann somit effizienter gelöst werden.

Des Weiteren haben wir die Entwicklung eines Produktes gestartet: Es handelt sich dabei um einen individuell gestaltbaren Kugelschreiber mit Touch-Pen. Das Rohprodukt kauft unsere Firma selber ein und lässt sie bei der Adolf Neuendorf GmbH gravieren. Dabei wird ein spezieller Laser, welcher vorrangig für fragile Arbeiten verwendet wird, eingesetzt.

Je nach Auftrag variiert die Gravur: Der Kunde kann über Schriftzug, -art und -länge selber entscheiden und wir können dadurch die größtmögliche Individualisierung ermöglichen.

Die komplette Produktion eines Kugelschreibers liegt je nach Nachfrage zwischen fünf und vierzehn Tagen, zzgl. Versandzeit. Unser offizieller Slogan hat sich aus unseren zwei Geschäftssträngen gebildet: „tune your office – tune your brain“

Fotos mit freundlicher Genehmigung/Website UvH


 

Meine kleine Werdi-Kolumne zum Lichtenrader Volkspark

WERDI – Volkspark Lichtenrade

…denn das Gute liegt so nah. Jedenfalls für die, die im Süden von Tempelhof wohnen. In Lichtenrade, am Rande der Hochhaussiedlung Groß-Ziethener-Str./Nahariyastraße gibt es schon seit über 35 Jahren den Volkspark Lichtenrade. Mit einer Pflanzaktion von Weihnachtsbäumen fing alles an. Zur Aktion wurde im September 1979 aufgerufen.

Das damals kurzerhand okkupierte Gelände, einst nur Felder, sollte nach den Vorstellungen einiger Anwohner für die neue Siedlung ein grüner Ausgleich werden. Das ein so prächtiger und uriger Park entstehen würde, hat wohl keiner geahnt. Der Trägerverein Lichtenrader Volkspark entstand dann 1981 und kümmert sich seit der Zeit liebevoll um die grüne Lunge. Hier wird alles in ehrenamtlicher Arbeit geleistet. Seit den Anfängen unterstützt der Landkreis Cham in Bayern auch den Volkspark mit großzügigen Sachspenden. So findet man im Park etliche Wege, die an die bayerischen Unterstützer erinnern.

Der jetzige umtriebige Volksparkchef, Wolfgang Spranger, feierte Anfang des Jahres sein 10-jähriges Jubiläum als Vereinsvorsitzender. Er unterstützt viele bezirkliche Aktivitäten und mischt sich ein; nicht nur in Lichtenrade (zum Beispiel auch im MedienPoint!). Mit seinen Vereinskontakten zum Landkreis Cham in Bayern macht er es möglich, das seit 32 Jahren große gespendete Christbäume das Rathaus Tempelhof schmücken.

Mehr zum Volkspark kann man auf der Lichtenrade-Website www.lichtenrade-berlin.de unter „Vereine“ nachlesen. Der Volkspark Lichtenrade liegt zwischen der Carl-Steffeck-Straße und der Groß-Ziethener Straße.

Der Park ist bei der Bevölkerung sehr beliebt. Regelmäßig organisiert der Verein hier auch Kiezfeste. Der Verein sucht dringend neue Mitglieder, die gerne auch jünger sein können. Hier wartet unter fachkundiger Anleitung viel praktische Arbeit an der frischen Luft!

 

Und liken nicht vergessen: https://www.facebook.com/MedienPointTempelhof

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Mutter-Kind-Unterbringung im Grünen wurde erweitert!

Die Mutter-Kind-Einrichtung in der Lichtenrader Augsburger Straße ist um 20 Plätze erweitert worden. Zur Einweihung lud Ende April 2016 die Betreiberin Ines Bardeck Nachbarn und Unterstützer der Einrichtung ein. Die Besucherinnen und Besucher konnten sich von der freundlich wirkenden Einrichtung persönlich überzeugen.



Im hinteren Teil der ehemaligen AWO-Senioreneinrichtung „Franz-Neumann-Haus“ wurde im Juli 2014 das Mutter-Kind-Haus „Christinenhof-Waldhaus“ in Betrieb genommen. Viel wurde seit dieser Zeit in dem Haus gehämmert, gemauert und gebohrt. Mit der neuen Dachetage bietet nun die Einrichtung insgesamt 79 Müttern und Kindern ein Dach über den Kopf.


Das Brandschutzkonzept wurde vollständig überarbeitet und eine neue Außentreppe steht für den Gefahrenfall zur Verfügung.

Ines Bardeck führt die Besucher persönlich durch die neue Etage. Im Empfangsbereich befindet sich ein Zimmer für die Nachtwache und ein Spielzimmer, dass bald seiner Bestimmung übergeben wird. Im hinteren Teil der Etage befinden sich die Zimmer für die Familien.




Jede Familie hat ein einfach aber freundlich eingerichtetes Zimmer und sie teilen sich ein Bad mit einer anderen kleinen Familie. Für die Ordnung müssen sie selbst sorgen.


Die Betreiberin Ines Bardeck ist glücklich, dass die meisten Bauarbeiten erledigt sind: „Jetzt muss noch der Eingangsbereich erneuert werden.“ Für den Außenbereich plant Ines Bardeck, dass dort ein Spielplatz gebaut wird. Das ist nunmehr möglich, weil der Landschaftsplan für das Grundstück aufgehoben wurde. Der Spielplatz wird in einem Bereich liegen, direkt angrenzend am Wäldchen, wo die Nachbarn nicht gestört werden.


Nach den Wünschen für die Einrichtung gefragt erläutert Ines Bardeck, dass sie ganz dringend eine eigene Kita für die Kinder in ihrem Haus hätte. Erste Gespräche hat sie in dieser Angelegenheit schon geführt. Ihr großer Wunsch wäre, dass der vordere Bereich der ehemaligen Senioreneinrichtung, der zurzeit leer steht, von ihr übernommen werden kann. Dann könnten hier noch mehr Mutter-Kind-Plätze errichtet werden. Konkrete Verhandlungen mit dem privaten Eigentümer gibt es jedoch zurzeit nicht.

Die Nachbarn, die beim Tag der offenen Tür die Einrichtung besucht hatten, befragten Ines Bardeck und die Beschäftigten, wie konkret der Tagesablauf für die Mütter und Kinder aussieht und wann die Väter zu Besuch kommen können. Es scheint so, dass sich die Nachbarn mit der Einrichtung arrangiert haben und keine großen Probleme sehen: „Wir freuen uns natürlich besonders, wenn jetzt der Baulärm wegfällt. Kinderstimmen sind nicht so schlimm und auch die Senioren haben wir teilweise gehört.“ Ein anderer Anwohner würde sich wünschen, wenn die Spielautos der Kinder, offensichtlich handelt es sich um sogenannte Bobby-Cars, mit Vollgummi bereift wären: „Wenn die Kinder über das Pflaster donnern, ist es doch sehr laut.“ Der Nachbar wohnt direkt neben der Einrichtung.

Für die Einrichtungsleiterin ist klar: „Wenn sich Frauen nicht an Regeln halten, müssen sie die Einrichtung verlassen.“ Aufgenommen werden auch keine psychisch- oder suchtkranken Frauen und auch keine Frauen, die vor häuslicher Gewalt geschützt werden müssen. Dafür ist die Einrichtung nicht ausgelegt. Für die Mütter ist eines Besonders wichtig: „Struktur, Struktur, Struktur!“

Beim Rundgang durch die Einrichtung spürt man die Gelassenheit und Ruhe der Betreuerinnen im Umgang mit den Bewohnerinnen. Auch Ines Bardeck findet immer Zeit, wenn sie in der Einrichtung ist, mit den Müttern und Kindern persönlich Kontakt aufzunehmen. Man spürt, dass sie ihre Einrichtung und die Familien in ihr Herz geschlossen hat.

Die Lichtenraderin Ines Bardeck hat ihr Hauptstandbein in der Bauwirtschaft. Mittlerweile absolvierte sie die verschiedensten Fortbildungen im sozialen Bereich und ist öfters in der Woche persönlich in der Einrichtung. Ines Bardeck verrät uns, dass sie plant, ihren Tätigkeitsschwerpunkt ganz auf die Mutter-Kind-Unterbringung zu legen.

Hintergrundinformationen zur Unterbringung in der Mutter-Kind-Einrichtung

Die Frauen leben mit ihren zumeist sehr kleinen Kindern im Alter von 0 bis 12 Jahren (Mädchen auch bis zum Alter von 18 Jahren) im Gruppenverbund zusammen. Mit den Müttern werden ein oder zwei Kinder aufgenommen. Es gibt eine 24-stündige Betreuung durch sozial erfahrene Mitarbeiterinnen. Die tatsächliche Betreuung richtet sich nach dem individuellen Bedarf. Viele Nationalitäten leben in der Einrichtung. Es finden auch Mütter und Kinder mit deutscher Herkunft eine Unterkunft. Bei den Flüchtlingen handelt es sich um Frauen, die als Flüchtling anerkannt wurden.

Das oberste Ziel ist bei allen jungen Frauen die möglichst schnelle Unterbringung in eigenen Wohnungen und die Erlangung einer Arbeitsstelle oder Ausbildung. Vor dem Haus treffen wir eine Mutter mit ihren beiden kleinen Kindern. Sie findet die Einrichtung sehr schön: „Es ist vermutlich die schönste Einrichtung in Berlin.“ Jetzt lebt sie schon 8 Monate hier und wünscht sich, dass sie bald eine eigene Wohnung erhält.

Schon beim ersten Besuch in der Einrichtung lernten wir die Hausmutter Marielene Schafstall kennen. Sie kann in allen Fragen angesprochen werden. Sie hat immer ein offenes Ohr für die Sorgen und Anliegen der Anwohnerinnen. Die Hausmutter beherrscht fünf Sprachen, wobei auch sie immer wieder an Grenzen stößt: „Dann müssen wir uns mit Händen und Füßen verständigen.“ Ein Muss für alle Beschäftigten ist das beherrschen von Englisch, da die meisten jungen Frauen sich zumindest mit einigen Brocken Englisch verständigen können.

Das Wichtigste bei der Unterbringung ist, dass erst ganz alltägliche Dinge und die Einhaltung von Regeln und Sauberkeit erlernt werden müssen. Auch einfachste Tischregeln, der richtige Umgang mit dem Trennen von Müll und die sparsame Verwendung der Heizung müssen einigen Müttern erst vermittelt werden.

Durch Spielangebote erlernen die Mütter, wie sie sich verlässlich selbst um ihre Kinder gut kümmern können. Für die Mütter kann die Praxis durch Vorleben viel leichter erlernt werden. Oft sind große Erfolge zu verzeichnen. Die Erfolgsquote, das Leben in einer eigenen Wohnung bzw. eine Arbeit oder Ausbildung, liegt laut Auskunft der Betreiberin bei 80 Prozent.

Wichtig ist immer wieder das Erlernen von deutschen Sprachkompetenzen, damit sie überhaupt später eine wirkliche Chance zum eigenständigen Leben haben.

Das Angebot in der vollstationären Einrichtung ist im Regelfall auf 3 bis 6 Monate angelegt. Wegen der angespannten Wohnungsmarktsituation muss der Aufenthalt jedoch öfters verlängert werden.

Thomas Moser (auch alle Fotos)

 

Suppenküche aktiv in der Nachbarschaft

Dass die Suppenküche mehr kann, als nur Suppe, zeigt sie offensiv in ihrem neuen Namen. Mit der Bezeichnung  „Nachbarschaftszentrum Suppenküche Lichtenrade e.V.“ wird jetzt deutlich, dass die Suppenküche nicht nur ein Angebot für Bedürftige ist, sondern sich ganz bewusst auch für die Nachbarschaft öffnet. Neu ist das Ganze zwar nicht, aber die zu Beginn des Jahres vollzogene Namensergänzung macht die Vielfältigkeit des Engagements deutlich.

Suppenküche ein wichtiges "Geschäft", aber nicht das Einzige.

Was ist jetzt richtig neu? Schul-Koch AG sucht noch Unterstützung.

Neu ist die Arbeitsgemeinschaft (AG) Kochen. Dieses Kooperationsprojekt mit dem Georg-Büchner-Gymnasium sucht noch begeisterte Hobby- oder Profiköche zur Unterstützung, oder anders gesagt: weibliche und männliche Küchenfeen. Circa 10 Schülerinnen und Schüler treffen sich in den Räumen der Suppenküche zum Kochen und Essen. Zuvor findet eine gemeinsame Planung statt und die Zutaten werden eingekauft. Damit verbunden ist immer eine Nahrungskunde mit gesundheitlichen Aspekten. Zur Planung gehören die Überlegungen regionale, saisonale und nachhaltige Produkte zu verwenden; das Ganze jedoch unter dem Aspekt der damit verbundenen Kosten. Dann werden Grundtechniken des Kochens vermittelt, dazu gehört, dass keine Fertigprodukte aus der Tüte genutzt werden.

Volles Haus, es wird in mehreren Schichten gegessen.

Bevor es zum Verspeisen geht, muss der Tisch richtig gedeckt werden. Und einmal im Monat werden Gäste bewirtet. Ein praktisches und theoretisches Komplettpaket für gesunde Ernährung! Wer da nicht Appetit bekommt, ist selber schuld! Die AG wird von einem kochbegeisterten Lehrer betreut. Ein Küchenführerschein wird die Erfahrungen und Kenntnisse am Ende der AG dokumentieren.

Die Suppenküchen-Chefin, Alex Benkel-Abeling, ist überzeugt von dem Konzept: „Wir finden es toll wie es angelaufen ist. Schön wäre noch, wenn uns geduldige und zugewandte Helferinnen und Helfer mit Kocherfahrung unterstützten könnten.“

Suppenküche kann Suppe und jetzt auch Kultur!

Dass mit dem „Gäste bewirten“, das in der Koch-AG auch gelernt werden soll, verbindet das „Nachbarschaftszentrum Suppenküche Lichtenrade“ ab April einmal im Monat mit Kultur. Das nennt sich dann „Ein Abend mit Poesie“. Im Flyer heißt es dazu: „Es gibt Gedichte über Gedichte aus der Feder unserer Haus- und Hofpoetin Lisa Kaah.“ Die Gedichte werden gelesen, gespielt und eigenwillig präsentiert.“ Man darf auf den Vortrag „der ganz eigenen Art“ gespannt sein. Der Eintritt kommt mit 5 € der Suppenküche zu Gute. Schulkinder haben freien Eintritt. Für ein geringes Entgelt bietet die AG Kochen des Georg-Büchner-Gymnasiums ein kleines Buffet an. Damit die Suppenküche richtig planen kann, sind die Karten vorher zu erwerben. Für den Kartenverkauf steht die Ansprechpartnerin Rosi Skunca zur Verfügung (Samstags von 13 bis 16.30 Uhr im Nachbarschaftszentrum Suppenküche Lichtenrade, Finchleystr. 11). Oder man meldet und fragt nach den nächsten Terminen: Tel. 030-746 823 56  oder 0163 885 07 05 oder per mail: mail@suppenkueche-lichtenrade.de .

Und noch ein neues offenes Kinder- und Jugendangebot

Zusammen mit der Lichtenrader Theodor-Haubach-Oberschule wird unter dem Motto „Spiele, Sport Spaß, Sprache“ für Kinder und Jugendliche, auch wenn sie nicht von dieser Schule kommen, jeden Donnerstag von 15 bis 17 Uhr ein offenes Angebot präsentiert. Es kann gemeinsam gekocht werden, es gibt Spiele zum Kennenlernen und Mal- und Bastelangebote. Neben sportlichen Aktivitäten soll auch Berlin entdeckt werde. Den Kindern mit Problemen in der deutschen Sprache wird Unterstützung angeboten.


Auch Flüchtlinge besuchen die Suppenküche

Alex Benkel-Abeling hört zu und versucht zu helfen.
Dieses Angebot richtet sich auch an Flüchtlinge, aber ganz bewusst auch an alle anderen Kinder und Jugendliche.

Suppenküche kann mehr als Suppe, dass wird bei den ganzen Planungen deutlich. In Planung ist eine Hausaufgabenhilfe, ein individuelles Bewerbungstraining und ein Mentoring-Programm, bei dem junge Menschen in der Ausbildung bis zum Abschluss begleitet werden. Alex Benkel-Abeling erzählt ganz begeistert von den Planungen. Für dieses Mentoring-Projekt, also so eine Art Pate für einen Auszubildenden, sucht sie Menschen „mit einem ganz normalen Kopf.“ Sie meint damit, dass keinesfalls eine sozialpädagogische Ausbildung notwendig ist, sondern der gesunden Menschenverstand oft reicht.

Koordinatoren, Fahrer und viele Helfer gesucht

Alex Benkel-Abeling weist am Schluss des Gesprächs darauf hin, dass man in der Suppenküche auch Praktika für die unterschiedlichsten Anforderungen machen kann.

Aber auch eine längerfristige Hilfe ist gerne gesehen. Neben der tatkräftigen Hilfe rund um die Ausgabe des Essens und der Einsammlung von Lebensmitteln, sind auch Menschen gesucht, die die vielen Aufgaben Vorort koordinieren und somit tatkräftig die vielen ehrenamtlichen Menschen unterstützen und Verantwortung übernehmen.

Zum Vormerken: Am 19. Juni 2016 wird es auf der Trabrennbahn Mariendorf einen Renntag zu Gunsten des Nachbarschaftszentrum Suppenküche Lichtenrade geben.

Was die Suppenküche schon seit vielen Jahren macht…

Weitere Hintergrundinformationen

Die Suppenküche Lichtenrade ist eine bekannte Institution im Berliner Süden. In einem Bungalow am Graben in der Finchleystraße 11 werden Sonntag für Sonntag über 150 Suppen und ein gesunder Nachtisch ausgegeben.

In den ersten Monaten im Jahr 2016 wurde sogar jeden Sonntag circa 170 Essen ausgegeben, wobei auch viele Kinder dabei waren.

Die Suppenküche Lichtenrade ist schon seit über 10 Jahre tätig. Die kostenlose Ausgabe einer warmen Mahlzeit und die kostenlose Abgabe von Lebensmitteln erfolgt jeden Sonntag von 12 bis 14 Uhr. Ohne Nachweis der Lebensumstände wird hier mit viel ehrenamtlichen Engagement, nur durch Sach- und Geldspenden finanziert, unbürokratisch geholfen. Zurzeit sind circa 50 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer aktiv.

Die Suppenküche Lichtenrade wurde 2015 als Träger der Jugendhilfe anerkannt und ist Mitglied bei „Der Paritätische Berlin.“

Weitere Hilfe, in den unterschiedlichsten Feldern, ist erwünscht. Hilfe wird beim Transport der Lebensmittel, bei der Essenszubereitung oder Ausgabe oder für die Pflege der Internet-Website benötigt. Die Lebensmittelspenden werden jede Woche am Freitag und Samstag eingesammelt und am Sonntag wird die Suppe gekocht und die Lebensmittelausgabe vorbereitet. Ab 12 Uhr beginnt dann die Essensausgabe. Als Spenden sind die Lebensmittelspenden der Geschäfte die wichtigste Grundlage. Ohne Lebensmittel kann es keine Suppe geben. Die Geld-Spendenquellen sind genauso wichtig, da es verschiedenste Betriebsausgaben gibt und Anschaffungen immer wieder dringend notwendig sind.

Die Suppenküche ist in den verschiedensten sozialen Feldern tätig. Seit mehreren Jahren läuft eine enge Kooperation mit dem Georg-Büchner-Gymnasium. Im Projekt „Soziale Jugendbildungsarbeit“ lernen die Schüler aus meist gutsituierten Elternhäusern Aspekte von Armut kennen. Außerdem lernen sie, dass man ohne große finanzielle Mittel vor Ort Hilfe leisten kann. Und so ganz nebenbei bekommen die Schüler einen neuen Blick auf Lebensmittel, da die Suppenküche Lebensmittel verwendet, die die jungen Menschen sonst vermutlich entsorgen würden.

In der Suppenküche sind regelmäßig junge Erwachsene und Jugendliche, die mit dem Gesetz in Konflikt gekommen sind. Es gibt eine enge Zusammenarbeit mit der Jugendgerichtshilfe. Die jungen Menschen leisten in der Suppenküche Sozialstunden ab und lernen so ganz nebenbei Sozialkontakte mit ganz anderen Menschen zu pflegen und auch Ausdauer und Zuverlässigkeit. Übrigens ist der Kontakt mit diesen Jugendlichen auch für die Schüler sehr hilfreich. Von der Stiftung SPI und dem Diversionsbüro „Schadenswiedergutmachung statt Strafe“ wird für straffällig gewordene Jugendliche und Heranwachsende freiwillige gemeinnützige Arbeit vermittelt. Die Suppenküche leistet in diesem Rahmen eine Arbeit mit pädagogischen Ansätzen.

Thomas Moser (auch alle Fotos)

Fleißige Helferinnen und Helfer in der Suppenküche:

...bei der Vorbesprechung...

Hier findet die Lebensmittelausgabe statt.

Franzl schaut mit Hund vorbei; war jahrelang aktiv als Ehrenamtlicher tätig... jetzt noch manchmal als "Praktikant."

ALLE FOTOS: Thomas Moser

 

"Jute Tat" statt "Panama-Paper"

Luczak unterstützt Lichtenrader Schülerfirma und erwirbt Anteilsschein

(Tempelhof-Schöneberg/25.04.2016) Anteilsscheine vergibt die Lichtenrader Schülerfirma „Jute Tat“ auch, aber mit den Panama-Papers hat das kleine Unternehmen nichts zu tun. „Dahinter steckt keine Briefkastenfirma, sondern eine tolle Initiative der Schüler am Ulrich-von-Hutten-Gymnasium“, freut sich der Tempelhof-Schöneberger Bundestagsabgeordnete Dr. Jan-Marco Luczak (CDU). Deshalb hat er jetzt einen solchen Anteilsschein erworben, um die Idee der Schüler zu unterstützen. „Jute Tat“ verkauft Zertifikate, um mit dem eingenommenen Geld Flüchtlinge zu unterstützen. Die Schüler organisieren gemeinsame Veranstaltungen und Aktivitäten mit den Flüchtlingen.


Die Schülerinnen Melisa Kaya (Mitte) und Desiree Horn (re.) übergaben Jan-Marco Luczak persönlich den Anteilsschein ihrer Schülerfirma „Jute Tat“ (Foto:CSC)

„Mir liegt besonders am Herzen, ihnen ihr neues Leben zu erleichtern und unsere Kultur näher zu bringen“, sagt Schülerin Desiree Horn. Auch Luczak lobt das Projekt: „Die Schüler verbinden soziales Engagement mit unternehmerischem Denken und organisieren sich wie eine kleine Firma. Ich bin mir sicher, dass sie damit wertvolle Erfahrungen für ihr weiteres Leben sammeln.“ Die Schüler haben ihr Team in Abteilungen gegliedert und sogar einen Geschäftsbericht erstellt. „Im Laufe des Schuljahres habe ich gelernt, wie das Geschäftsleben innerhalb einer Firma abläuft“, berichtet Horn. Für den Erwerb eines symbolischen Anteilsscheins in Höhe von 10 Euro möchte Luczak weitere Unterstützer gewinnen: „Mit einem kleinen Betrag wird nicht nur Flüchtlingen wirksam geholfen, sondern jeder kann damit auch das Engagement dieser motivierten jungen Menschen würdigen.“

Weitere Informationen: www.jute-tat.de

und in der Lichtenrader Internetzeitung LINK!

 

Mit der Bezirksbürgermeisterin durch Lichtenrade

Kiezspaziergänge mit der Bezirksbürgermeisterin in Tempelhof-Schöneberg

31. Kiezspaziergang am 16. April 2016

Die Bürgermeisterin lud ein und viele kamen.... trotz Regen.


Zum 31. Kiezspaziergang lud Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler zum zweiten Mal nach Lichtenrade ein. Viele ließen sich durch den Regen nicht abschrecken. Diesmal wurde der Ortsrundgang von der Stadtführerin Marina Heimann tatkräftig unterstützt.

Treffpunkt war wieder der S-Bahnhof Lichtenrade. Einige allgemeine Ausführungen zur Geschichte von Lichtenrade stellte Angelika Schöttler voran. Die Entwicklung des Dorfes Lichtenrade nahm erst mit dem Bau des Bahnhofs Lichtenrade im Jahr 1883 so langsam Fahrt auf. Die Gebäude, so wie sie heute sind, entstanden im Jahr 1892. Viele Ausflugslokale machten auf und die Berliner fuhren zu einem Ausflug ins Grüne; also auch nach Lichtenrade. Das Dorf war geprägt von vielen Feldern und Wiesen.


Am Bahnhof wurde die Mälzerei erbaut, die wegen der Gleisanbindung für die Schöneberger Brauerei sehr interessant war. Das denkmalgeschützte Gebäude ist bis heute, obwohl es weitestgehend leer steht, das Wahrzeichen von Lichtenrade.

Der Spaziergang ging, mit Regenschirmen gewappnet, rüber zum Pfarrer-Lütkehaus-Platz, der vor der katholischen Kirche Salvator liegt.


Pfarrer Wilhelm Lütkehaus, später Monsignore, war immer auch ein Mann der kleinen Leute. Auf dem Platz, der heute Parkplatz und Endpunkt einiger Busse ist, war die Wendeschleife der 99er Straßenbahn, die bis 1961 von Kreuzberg bis Lichtenrade rumpelte.

Weiter ging es über die Bahnhofstraße...

Interessante Ausführungen machten Angelika Schöttler und Marina Heimann zum LiLaReSa, dem Lichtenrader Lankwitzer Regenwasser-Sammelkanal. Zusammen mit den Gräben sorgten und sorgen sie für die Entwässerung von dem feuchten Dorf Lichtenrade.


Vorbei am bekannten Ulrich-von-Hutten-Gymnasium, wo der ehemalige Lichtenrader und ehemalige Berliner Bürgermeister, Klaus Wowereit, einst die Schulbank drückte.

Spannend war die Ausführung von Marina Heimann über einen bekannten historischen Kriminalfall im Dorf Lichtenrade. Die „Schwarze Hand“ wollte mit einer Bombendrohung Geld von Otto Kraatz erpressen. Ein Berliner Kriminalkommissar musste monatelang in dem Vorort wohnen, um den Fall aufzuklären. Eine spannende Geschichte, die man bei den Lichtenrade-Führungen von Marina Heimann hören kann.

Weiter ging es zur Lichtenrader Spinne.

Am Anfang von Alt-Lichtenrade, hinter dem Café Obergfell ist ein kleiner Stein über die Lichtenrade Mühle, die mal an diesem Ort stand. Es sind nur einige Schritte bis zum Dorfteich, dem Giebelphuhl. Auch hier gab es Berichtenswertes, denn bis Anfang der 60. Jahre war hier ein Schwanenpaar zu Hause.


Der Gedenkstein zur deutschen Wiedervereinigung ist am Rande des Dorfteiches zu finden.

Entlang am Dorfteich ist man gleich am ehemaligen Dorfkrug, den viele Lichtenrader noch als Disko und Balletschule kannten. Heute befinden sich hier eine Zahnarztpraxis und die Tanzschule Laurana.


Die Eigentümerin des Hauses, Regina Lehne-Dannehl, empfing die Kiezgänger im großen denkmalgeschützt hergestellten Saal. Der Dorfkrug ist im Familienbesitz geblieben, dass Bildnis ihrer Großmutter zeugte davon. Sorge macht ihr, dass für ihr Ergänzungskonzept behördlicherseits Probleme gesehen werden. Nur für eine Tanzschule sind die Kosten kaum zu stemmen. Daher ist die Überlegung, dass in dem Saal auch Feiern und Familienfeste möglich gemacht werden. Sie hofft auf ein Einsehen der Behörden.

Die letzte Station war dann die Dorfkirche, die in ihrer Geschichte schon einige Male ihr Erscheinungsbild geändert hatte. Sogar ein Blick ins Innere wurde möglich gemacht.

Marina Heimann bedankte sich bei der Bürgermeisterin für den Besuch in Lichtenrade und überreichte ihr eine DVD vom Kabarett Korsett, einem Volkshochschulkurs, wo die Stadtführerin selbst mitwirkt.

Angelika Schöttler dankte auch für die Unterstützung der Stadtführerin und stellte in Aussicht, dass es durchaus irgendwann einen dritten Kiezrundgang in Lichtenrade geben wird.

Zuletzt lachte sogar die Sonne über dem historischen Dorfkern. Ein interessanter und abwechslungsreicher Kiezspaziergang.

Thomas Moser (auch alle Fotos)

Wissenswertes Geschichte über Lichtenrade und über die Kiezrundgänge:

Der Link zur Stadtführerin Marina Heimann.

Lichtenrade-Website www.lichtenrade-berlin.de unter „Historisches“

Der Link zu den Kiezspaziergängen der Bürgermeisterin: Hier kann man sich auch über weitere Spaziergänge informieren.

Hier ein Bericht vom Kiezspaziergang durch Lichtenrade im November 2013.

 

 

Lichtenrader Bürgerinitiative ist weiterhin gegen Fluglärm aktiv

Die Bürgerinitiative „Lichtenrade/Mahlow-Nord gegen Fluglärm“ informiert:

Bericht von der Mitgliederversammlung am 12.4.2016 im Ulrich-von-Hutten-Gymnasium von Alfred Sobel

Am 12. April 2016 fand die 9. Mitgliederversammlung der Bürgerinitiative „Lichtenrade/Mahlow-Nord gegen Fluglärm“ statt. 60 Mitglieder trafen sich im Ulrich-von-Hutten-Gymnasium, um den Jahresbericht des Sprecherrates zu hören und über weitere Aktivitäten zu beraten.

Die BI rechnet damit, dass sich der Termin der Flughafeneröffnung weiter verschiebt. Das bedeute aber nicht, die Hände in den Schoß legen zu können. Ein wichtiges Thema war und ist für die Bürgerinitiative weiterhin die sogenannte Nordverschiebung der Nachtflugroute, die Lichtenrade und Mahlow mit zusätzlichem Fluglärm bedroht. Denn die Nachbargemeinde Blankenfelde-Mahlow versucht zu erreichen, dass die Abflugroute zwischen 22.00 Uhr und 24.00 Uhr sowie von 5.00 Uhr bis 6.00 nach Lichtenrade verschwenkt wird.

Bernd Röstel vom Sprecherrat erklärte, dass im Extremfall Flugzeuge sogar über die Bahnhofstrasse fliegen könnten. Dagegen kämpft die Bürgerinitiative, indem sie ihre Sichtweise und Argumente den Verantwortlichen vorträgt, um das Unheil abzuwenden.

Wenn der BER voll in Betrieb ist, muss mit über 350.000 Flugbewegungen jährlich gerechnet werden. Das bedeutet, etwa alle 3 Minuten startet oder landet dann ein Flugzeug auf dem BER, so Bernd Röstel. Es bleibt weiterhin viel zu tun.

Von den Anwesenden wurde begrüßt, dass die Bürgerinitiative weiterhin alle 2 Monate einen Stammtisch anbietet, wo interessierte Bürger sich informieren und Fragen stellen können. Die Termine sind auf der Homepage der BI zu erfahren.

Neben anderen Aktivitäten zur Öffentlichkeitsarbeit arbeitet die Initiative, die über 400 Mitglieder zählt, auch bei den wichtigsten bundesweiten Vereinigungen gegen Fluglärm mit. Am Ende des Abends wurde der sechsköpfige Sprecherrat einstimmig wiedergewählt.

Der Sprecherrat: Brigitte Grajeck-Dyhr, Uwe Pohske, Bernd Röstel, Norbert Stock, Hartmut Telschow, Inka Telschow, Astrid Wellenbrink


So wurde im März 2011 in Lichtenrade gegen Fluglärm protestiert (Foto: Thomas Moser)

http://lichtenrade-gegen-fluglaerm.de


 

 

NEU +++ 20.4.: Suppenküche kann Suppe und jetzt auch Kultur!

20. April 2016 um 18 Uhr im Nachbarschaftszentrum Suppenküche Lichtenrade

Kultur im April - Gedichte, Spielereien und was sonst noch passiert...

Im Flyer heißt es dazu: „Es gibt Gedichte über Gedichte aus der Feder unserer Haus- und Hofpoetin Lisa Kaah.“ Die Gedichte werden gelesen, gespielt und eigenwillig präsentiert.“ Man darf auf den Vortrag „der ganz eigenen Art“ gespannt sein. Der Eintritt kommt mit 5 € der Suppenküche zu Gute. Schulkinder haben freien Eintritt. Für ein geringes Entgelt bietet die AG Kochen des Georg-Büchner-Gymnasiums ein kleines Buffet an. Damit die Suppenküche richtig planen kann, sind die Karten vorher zu erwerben.

Für den Kartenverkauf steht die Ansprechpartnerin Rosi Skunca zur Verfügung (Samstags von 13 bis 16.30 Uhr im Nachbarschaftszentrum Suppenküche Lichtenrade, Finchleystr. 11). Oder man meldet sich unter: Tel. 030-746 823 56  oder 0163 885 07 05 oder per mail: mail@suppenkueche-lichtenrade.de .

Finchleystr. 11 am Graben

 

UvH-Lichtenrade: Soziale Schülerfirma „Jute Tat“ engagiert sich für Flüchtlingskinder

„Wir haben eigentlich alles. Das Einzige, was wir brauchen, ist der Kontakt zu Euch.“

Dies ist die Antwort, die wir erhielten, als wir mit Kindern aus der Flüchtlingsklasse an unserer Schule gefragt haben, woran es ihnen hier fehle. Diesen Kontaktaufbau haben wir zu dem Leitmotiv unseres Projekts gemacht.

Wir, 16 Schülerinnen und Schüler des Ulrich-von-Hutten-Gymnasiums, wollen den Geflüchteten unter dem Label „Jute Tat“ genau das geben; wir wollen sie vertraut mit ihrer Umgebung machen, ihnen die Möglichkeit geben, aus dem tristen Alltag ihrer Unterkunft auch mal herauszukommen, und sie so behandeln, wie wir an ihrer Stelle auch behandelt werden wollten.

Es steht für uns außer Frage, dass Integration nur so gelingen kann, es braucht das Zusammenkommen und Beisammensein beider Seiten. Aus diesem Grund unternehmen wir mit gleichaltrigen geflüchteten Mädchen und Jungen verschiedene Veranstaltungen. In diesem Rahmen gehen wir beispielsweise Fußball spielen, machen Fotoshootings oder kochen zusammen.

Die ersten Events haben wir bereits hinter uns: Unsere Premiere war am Donnerstag, den 25.2., als wir mit elf Flüchtlingen bowlen waren. Dabei hatten wir alle die Chance, uns einander näher kennenzulernen, und Spaß hatten wir sowieso!

Infos zu uns, zum Bowling und zu allen Veranstaltungen, die noch folgen werden, finden sie sowohl auf unserer Webseite www.jute-tat.de als auch auf unserem Facebookprofil (www.facebook.com/jute.tat).

Damit wir unser Projekt auch zukünftig fortführen können, würden wir Sie bitten, uns über unsere Webseite durch den Kauf eines Zertifikates zu unterstützen. Mit jedem Zertifikat ermöglichen Sie einem Flüchtling eine gemeinsame Veranstaltung mit uns.

Tun auch Sie eine jute Tat.

Für Ihre Hilfe danken wir Ihnen vielmals

Ihr Jute-Tat-Team

Fotos und Bericht von der Schülerfirma Jute Tat

 

Das Camper-Glück hat in Lichtenrade ein Ende

Auf dem Lichtenrader Campingplatz an der Nuthestraße, direkt an den S-Bahn-Gleisen wohnen und leben auch ganzjährig Menschen, die sonst keine Wohnung bekommen oder sich keine leisten können. Für viele Nutzer ist dies ihr einziges Zuhause. Das 90.000 quadratmetergroße Grundstück gehörte ursprünglich der Bahn.

Bis Ende des Jahres müssen alle Camper ihren Platz verlassen. Ein Investor will an dieser Stelle bauen. Klar war, dass der Campingplatz nicht auf Dauer für die Camper zur Verfügung stehen wird. Schon vor Jahren, als ein Großinvestor an der ehemaligen Mälzerei ein Einkaufszentrum bauen wollte und auch diese Grundstücke im Auge hatte, stand die Räumung an. Dann gab es jedoch einen Aufschub, der offensichtlich nun beim neuen Investor endgültig vorbei ist.


Ein Hintereingang

Von der Nuthestraße aus betrachet. Die davor liegenden Kleingartengrundstücke sind schon jahrelang freigeräumt und liegen immer noch brach.
Das rbb-Fernsehen berichtete in einem ausführlichen Beitrag darüber. Der Platzbetreiber erklärt dem rbb, dass er bis zuletzt mit dem Bremer Investor verhandelt hat, zumal auch sein Existenz davon bedroht ist.Es trifft rund 150 Camper, die jetzt tief erschüttert sind. Man ist davon ausgegangen, dass die Plätze noch bis 2018 zur Verfügung stehen und entsprechend haben einzelne Camper noch investiert. Einige haben auf dem Platz ihren festen Wohnsitz und befürchten, dass sie keinen bezahlbaren Wohnraum finden. Einige haben Schulden, sind ohne Arbeit oder haben mehrere Tiere. Ein Anwohner berichtet, dass es dem Senat bewusst sein muss, dass Ende Dezember hier viele mit einem Koffer auf der Straße stehen werden: „ 120 Leute, das ist wie ein komplettes Hochhaus.“

Der Baustadtrat des Bezirks, Daniel Krüger, erklärt dem rbb-Fernsehen, dass man leider nichts tun kann: „Das ist sicher für die Betroffenen bedauerlich.“ Es wird nicht die Möglichkeit gesehen, dass der Bezirk adäquate Ersatzflächen zur Verfügung stellt und andererseits entsteht an dem jetzigen Ort auch notwendig gebrauchter Wohnraum: „Wir gehen davon aus, dass mit dem Bau im nächsten Jahr begonnen wird.“ Rund 215 Reihen- und Doppelhäuser mit Dachgeschoss und Gartenterrasse sollen entstehen. Diese Neubauten werden sich die Camper in der Regel nicht leisten können.

Thomas Moser (auch alle Fotos)

Fast eine Idylle...Die alte Mälzerei vom Hintereingang des Campingplatzes aus betrachtet...:

 

Weiterhin Volkspark-Chef Wolfgang Spranger!


Gerade feierte Wolfgang Spranger sein 10-jähriges Jubiläum als Volkspark-Chef. Die Lichtenrader Internetzeitung berichete darüber.

Bei den Vorstandswahlen wurde Wolfgang Spranger nun für weitere 2 Jahre zum Vorsitzenden des Vereins gewählt. Dieter Genz wurde sein Vertreter. Wir gratulieren!

Nachwuchs gesucht: Der Lichtenrader Volkspark sucht Nachwuchs, der sich in der Natur wohl fühlt und gerne mit anpackt!

Weitere Infos zum Volkspark und wie alles anfing sind auf der Lichtenrader Website nachzulesen.

Thomas Moser (auch Foto)

 

40 Jahre paperpress

40 Jahre paperpress - Es wurde gefeiert und eine Ausstellung im MedienPoint

Das große Gästefoto: Gute Laune, tolles Wetter, logo: bei 40 Jahre Jugend- und Kommunalpresse im Bezirk!

Typisch Tempelhof? Was soll das denn sein? So viel fällt einem da gar nicht ein: Flughafen und Luftbrücke, Ullsteinhaus, ufaFabrik und was noch? Gar nicht so einfach dies zu sagen.

Die Publikation „paperpress“ gehört jedoch ganz sicher als ein Tempelhofer Ur-Gewächs dazu. Im Mariendorfer Jugendclub „Bungalow“ wurde vor 40 Jahren vom damaligen Leiter Ed Koch mit interessierten Jugendlichen eine kleine Zeitung gegründet, aber quasi privat organisiert. Das sah dann halt so aus, wie früher auch Schülerzeitungen aussahen: Engagiert und von der Machart eher einfach. Damals gab es noch keine Computer, mit denen es später viel einfacher ging. Mit der Schreibmaschine „Gabriele“ und mit sogenannten Ormig-Matrizen im Handkurbelbetrieb wurde eine Zeitung „gebastelt“.

So wurde noch geschrieben,

und so wurde gedruckt. Man roch es noch förmlich.

Hier der Teil der (ehemaligen) Redakteure, die beim Festakt dabei waren. Ed Koch, angesprochen auf die "Herrenriege": Besonders am Anfang haben noch viele Frauen mitgemacht und auch sehr gut geschrieben.

Zwei aktive und zehn Ehemalige paperpress-Aktive trafen sich bei der Ausstellungseröffnung. Foto: Reiner Hanke (eh. Vorstand), Matthias Rebentisch (eh. stellvertretender Chefredakteur), Mathias Kraft (aktuell Vorsitzender des Paper Press e.V. und zuständig für facebook), Uwe Januszewski (eh. Vorstand und Chefredakteur von 1977 bis 1992), Andie Kraft (eh. Redakteur, Internetseiten), Ed Koch (Gründer und aktuell Herausgeber und Vorsitzender des Vereins), Peter Mertin (Gründer), Stefan Grund (eh. Vorstand), Bernd Puhlmann (eh. Vorstand), Chris Landmann ( eh. Vorstand und von 1999 bis 2015 Chefredakteur), Andreas Schwager (eh. Redakteur und Fotograf), Frank Schubert (eh. Vorstand, Redakteur und Fotograf).

Von Anfang an war „paperpress“ ein Stachel im Jugendamtspelz. Da wurde kräftig gegen Ungerechtigkeiten, auch der Stadträte, angeschrieben. Später war Koch dann im Jugendamt sogar für Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Paper Press ist auch ein Verein und ein stadtbekannter Jugend- und Kommunalpolitischer Pressedienst. Die Seele und der Hauptschreiber ist nach wie vor Ed Koch. Wer mitreden will, muss „paperpress“ lesen. Man liebt „paperpress“, aber es soll auch Menschen geben, die „paperpress“ hassen, einfach nur doof finden oder ignorieren … besonders bei einigen Lieblingsthemen wird von „paperpress“ ganz schön vom Leder gezogen. Da gilt es manchmal nur noch den Kopf einzuziehen.

Alles was besonders in der Politik im Bezirk Rang und Namen hat... sie waren gerne hier: v.lks.n.re. Mr. PaperPress Ed Koch, Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, Gastgeber und MedienPoint-Meister Henning Hamann, BVV-Vorsteherin Petra Dittmeyer, ehemalige Regierende Bürgermeister von Berlin Walter Momper und Bezirksstadtrat Oliver Schworck

Eine tolle Leistung, egal ob man „paperpress“ mag oder nicht … soviel brennend aktuelle Informationen, Durchhaltevermögen und Energie ist bewunderungswert! Von mir persönlich herzlichen Glückwünsch an „paperpress“ und besonderen Glückwunsch an Ed! Auf gute Zusammenarbeit!

Im MedienPoint Tempelhof gibt es zum Jubiläum eine Ausstellung:

Bis zum 28. April 2016

MedienPoint Tempelhof (Ein Projet des Kulturring in Berlin e.V.)

Werderstr. 16, 12015 Berlin in der Nähe der ufaFabrik

Ed Koch begrüßte die Gäste.


Walter Momper begleitet schon lange PaperPress und meint, dass man PaperPress einfach lesen muss, damit man informiert ist.

Freunschaftlich verbunden-Freundliche Grußworte: Die BVV-Vorsteherin begleitet PaperPress seit der Bezirksfusion und fand es schon immer gut, dass PaperPress auch soviel aus der BVV berichtet.

Die Bezirksbürgermeisterin konnte Mr. PaperPress, Ed Koch, als Jugendstadträtin für die Öffentlichkeitsarbeit im Jugendamt gewinnen. Sehr persönliche Gruß- und Dankesworte, bei denen sogar Ed Koch etwas verlegen wurde.

Und noch viele andere Gäste gratulierten:


Martina Castello, Leiterin vom Kita-Eigenbetrieb. Ed Koch berichtet intensiv über diese Arbeit.

Euref-Chef Rainer Müller -Mitte- (PaperPress berichtet oft über den EUREF-Campus am Schöneberger Gasometer) im Gespräch mit Jürgen Siegismund vom Stromnetz Berlin (lks, auch hier ist PaperPress immer aktuell informiert) und Bezirksstadtrat Oliver Schworck.


Lichtenrader Volksparkchef ist mit Ed Koch, PaperPress, dem MedienPoint und dem Rocktreff/Spielfest in Mariendorf eng verbunden.

Erst gab es die Reden...



Die Gäste lauschen... hier u.a. der Fotograf Fred Baumgart (2.v.lks mit seiner Frau).


Petra Dittmeyer und Marlies Königsberg

Und unsere Bezirksbürgermeisterin gratuliert herzlich!

Dann überreichte die BVV-Vorsteherin Petra Dittmeyer ein Geschenk.

Draußen war es bei diesem Wetter besonders schön...


Kollegen vom Tempelhofer Journal: Karl-Heinz Kronauer und Marlies Königsberg.

Alle FOTOS: Thomas Moser

Aus paperpress:

Auf den Tag genau, am 7. April, vor 40 Jahren wurde paperpress von Ed Koch (damals Mitglied der SPD), und Peter Mertin (damals wie heute Mitglied der CDU) im Mariendorfer Jugendclub Bungalow gegründet.

Aus diesem Anlass zeigt der MedienPoint Tempelhof in der Werderstraße 13, 12105 Berlin, noch bis zum 28. April 2016, täglich bei freiem Eintritt von 10 bis 18 Uhr die Ausstellung „40 Jahre paperpress –50 Titelseiten aus 528. Ausgaben.“ Hinzu kommen viele Fotos von Künstlern und Politikern, die von paperpress in den letzten vier Jahrzehnten interviewt wurden. Zur Ausstellung gibt es kostenlos einen 60-seitigen Katalog, der – so lange der Vorrat reicht – mitgenommen werden kann. Das Team des MedienPoints hat sich wieder sehr viel Mühe mit der Gestaltung der Ausstellung gegeben.

Henning Hamann, Leiter des MedienPoints Tempelhof, und Ed Koch begrüßten zur Ausstellungseröffnung prominente Gäste aus der Politik, wie den früheren Regierenden Bürgermeister und Parlamentspräsidenten Walter Momper (SPD), Bezirksverordnetenvorsteherin Petra Dittmeyer (CDU), Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD) und Jugend-, Ordnung-, Bürgerdienstestadtrat Oliver Schworck (SPD). Momper, Dittmeyer und Schöttler würdigten in kurzen Ansprachen die vierzigjährige Arbeit von paperpress. Der besondere Dank wurde für „eine stets gut kommentierte politische Berichterstattung in und über den Bezirk Tempelhof-Schöneberg hinaus“, wie es Petra Dittmeyer formulierte, ausgesprochen.

Angelika Schöttler nahm die Ausstellungseröffnung zum Anlass, sich bei Ed Koch ganz persönlich zu bedanken, mit dem sie in ihrer Eigenschaft als Jugendstadträtin und Vorgesetzte zehn Jahre lang vertrauensvoll zusammengearbeitet hat. paperpress habe viel getan, um Themen aus dem Jugendbereich zu verbreiten und zu begleiten.

Walter Momper erwähnte, dass er sich als Kreuzberger immer wieder freue, von den kommunalpolitischen Themen aus dem Nachbarbezirk zu erfahren, so zum Beispiel die abenteuerliche Geschichte über die Marienfelder Kleingartenkolonie Säntis-straße oder den Breslauer Platz in Friedenau.

Herzlich begrüßte Ed Koch die Geschäftsleiterin des Kita-Eigenbetriebs Süd-West, Martina Castello. Gerade das Thema Kindertagesstätten steht bei paperpress immer wieder im Blatt. paperpress hat sich über die Jahre, bei aller Wertschätzung der freien Träger, für den Erhalt eines Anteils an kommunalen Kindertagesstätten ausgesprochen, die sich heute in fünf Eigenbetrieben befinden.  Ein weiteres großes Thema in paperpress war und ist die Entwicklung auf dem EUREF-Campus in Schöneberg. Grund genug für Reinhard Müller an der Ausstellung teilzunehmen.  

Wenn auch paperpress mit seiner Berichterstattung die Kleingartenkolonie Säntisstraße nicht in Gänze retten konnte, so hat man doch wenigstens daran mitgewirkt, einen Teil zu erhalten. Veronika Kühnau und Peter Mischke vom Verein Grüner Säntispark bedankten sich dafür.

Unter den Gästen war auch Eckhard Hohn, mit dem Ed Koch in diesem Jahr eine fünfzigjährige Freundschaft verbindet. Ende der 60ziger Jahre hat Koch Hohns Band „The Selected Four“ gemanagt. Durch diese Band kam Koch in den Jugendclub Bungalow, womit auch die Geschichte von paperpress begann.

Eckhard Hohn, der heute noch musikalisch tätig ist, hat eigens zum paperpress-Jubiläum mit seinem Kollegen Jürgen Sankowski einen flotten Song komponiert und dazu ein paar einleuchtende Zeilen verfasst, die wir Ihnen nicht vorenthalten wollen:

„Berichte über aktuelle Themen lassen Ed und andere Journalisten sich nicht nehmen. Ed Koch hat paperpress durch seinen Stil geprägt; Interviewpartner haben paperpress nie verschmäht.“

http://paperpress.org

 

 

16.4.: Mit der Bezirksbürgermeisterin durch Lichtenrade

Kiezspaziergänge mit der Bezirksbürgermeisterin in Tempelhof-Schöneberg

31. Kiezspaziergang am 16. April 2016

Die Bürgermeisterin lädt ein. Hier ein Bericht vom Kiezspaziergang durch Lichtenrade im November 2013.

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

der Kiezspaziergang im April führt uns in den Süden unseres Bezirkes nach Lichtenrade. Gemeinsam mit der Stadtführerin Marina Heimann werden wir den Ortsteil, den wir bereits im November 2013 besucht haben, neu entdecken. Vom S-Bahnhof Lichtenrade werden wir über die Bahnhofstraße zur Lichtenrader Dorfaue gelangen. Bauernhäuser aus der Zeit um 1850 und die Dorfkirche säumen den malerisch gelegenen Giebelpfuhl.

Der Kiezspaziergang, der voraussichtlich 2 Stunden dauern wird, endet in der Groß-Ziethener Straße.

Wir treffen uns am

Sonnabend, dem 16. April 2016 um 14 Uhr
am S-Bahnhof Lichtenrade / Bahnhofstraße

Die Teilnahme ist kostenfrei und eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Ich würde mich freuen, Sie, Ihre Familie und auch Ihren Freundeskreis begrüßen zu dürfen.

Angelika Schöttler
Bezirksbürgermeisterin Tempelhof-Schöneberg

Alle Fotos Nov 2013: Thomas Moser

 

 

 

Feuerteufel im Lichtenrader Volkspark

Seit einiger Zeit zieht ein Feuerteufel durch den Volkspark Lichtenrade. Am Freitag früh gegen 1 Uhr wurden Polizei und die Feuerwehr von Anwohnern des Volksparks Lichtenrade alarmiert. Ein Zaun aus Trockenholz am Werkhof des Parks stand in hellen Flammen.  Das trockene Holz brannte wie Zunder, weithin sichtbar loderten die Flammen. Da werden Trockenholzhecken und -zäune angezündet, wodurch auch Bäume in Mitleidenschaft gezogen werden. Jedes Mal wird die Feuerwehr alarmiert, um zu löschen und die Polizei. Beide fahren mit ihren Fahrzeugen auf das Parkgelände, wobei nicht ausgeschlossen werden kann, dass weitere Schäden entstehen.

Es ist ja auch nicht ausgeschlossen, dass durch Funkenflug weitere Teile des Volksparks in Brand gesteckt werden oder ein Brand auf das Wohngebiet übergreift, z.B. die angrenzenden Reihenhäuser.

Den ganzen Sommer über warnen wir die Besucher des Parks davor, offenes Feuer zu machen oder mit den Holzkohlengrills zu dicht an die Sträucher und Bäume zu gehen, Sie verursachen mit ihren Holzkohlengrills schon genug Schäden auf den Wiesen und im Unterholz. Und jetzt auch das noch diese Brandstiftung.

Gerade jetzt zu Beginn der Brutzeit hatten bereits verschiedene Vögel Nester in die Hecken und Naturzäune gebaut, die nun zerstört sind.  Ob die betroffenen Vögel erneut nisten werden, ist nicht gewiss. Naturschutz sieht anders aus.

Die wenigen Mitglieder des Volksparkvereins, die noch in der Lage sind im Park zu arbeiten, werden durch die Vernichtung ihrer Arbeit nicht gerade motiviert, den Park wieder herzurichten. Statt ihre Kräfte sinnlos zu vergeuden, sollten die Brandstifter sich lieber an den Arbeiten im Volkspark Lichtenrade beteiligen.

Die Volkspark-Aktiven: Wir erhoffen uns eine positive Reaktion der Lichtenraderinnen und Lichtenrader.

Fotos: Dieter Genz

Informationen zum Volkspark Lichtenrade


 

29. April bis 1. Mai: KUNST trifft WEIN in Lichtenrade

KUNST trifft WEIN in Berlin-Lichtenrade,

am Dorfteich, Alt-Lichtenrade, 29. April – 1. Mai 2016

KUNST trifft WEIN in Lichtenrade

"Lass die Sonne rein!" - Ruperts Kitchen Orchestra

KUNST trifft WEIN ist das Frühjahrspendant zum herbstlichen Lichtenrader Wein- und Winzerfest am idyllisch gelegenen Dorfteich. Neben den edlen Tropfen aus verschiedenen Anbaugebieten liegt dabei der Schwerpunkt auf Kunst und Kultur. Künstler und Kunsthandwerker stellen hier ihre Produkte aus, lassen sich bei der Arbeit über die Schulter sehen und verkaufen ihre selbst gefertigten Kunst-Stücke an Ort und Stelle. Und ob Keramiken, Malereien, Schmuckstücke, Spielzeug oder Kleidung: Sie haben immer eines gemeinsam: Sie sind originell und ... original!

"Lass die Sonne rein!" ist der ultimative Frühlingssong von Berlins verrücktester Band, Ruperts Kitchen Orchestra (Sa und So, ganztägig). Mit Funk in den Füßen und Soul in der Seele erfreut die Straßenmusikformation seit Jahren die Körper und Herzen der Welt. Dazu irrwitzige Texte vom extrovertierten Frontmann Chrispy Chris, der mit einer Prise Wahnsinn seinem Publikum oft sehr nahe kommt. Absolut tanzbar und unfassbar gut!


Den musikalischen Anfang machen am Freitag die Beatles! Doch die Beatles in Berlin? Ist das möglich? Fast! Denn die Magical Mystery Band (Fr, ab 19 Uhr) spielt die Beatles wie die Beatles die Beatles heute spielen würden. Die MMB ist ein bestens aufgelegtes, humorvolles, zum Mitmachen einladendes Sextett, welches die unverwüstliche Musik der Beatles ins 21. Jahrhundert transportiert. Ganz nah am Original und eben doch ganz anders!


Weiter geht's am Samstag mit dem Berliner Neo-Crooner Lenard Streicher & Band (Sa, ab 19 Uhr). Wenn die fünf Herren im edlen Zwirn die Bühne am Dorfteich betreten, bleibt kein Auge trocken und kein Bein ruhig stehen. Ihre einzigartige Mischung aus Swing, Jump & Jive, Rockabilly, Boogie und Rock'n'Roll und einer gehörigen Portion Live-Entertainment lässt keine Wünsche offen.

Julie Sue feat. Long John & His Ballroom Kings
(So, ab 17 Uhr) haben Jazz im Kopf, Rockabilly im Herzen und Swing in den Füßen. Auch als The Mint Tones aus der erfolgreichen Show "Peppermint Lounge" im Wintergarten Varieté bekannt, spielen sie den Rock'n'Roll aus den 40ern bis 60ern inspiriert von Wanda Jackson über Little Richard und Fats Domino bis zu Shakin Stevens mit Leidenschaft und voller Dynamik.

Kunsthandwerkliches und Künstlerisches ergänzen dieses wunderbare Treiben!

Das besondere Lädchen etwa aus der Hilbertstraße beherbergt eine Vielzahl kleiner und großer Schätze, darunter selbstgemachte Kränze, Bilder und Seifen. Die Seifen stammen von der ortsansässigen Manufaktur aus der Eisnerstraße.

Apropos Bilder. Japanische Acryl- und Tuschmalerei der sinnlichen Art liefert eine Künstlerin, die einst an der Aktion Kunstfenster in der Bahnhofstraße teilgenommen hat. Das Lichtenrader Kunstfenster möchten die Händler in der Bahnhofstraße wieder aufleben lassen - hoffentlich mit Hinweis und Würdigung derer, die es einst ins Leben gerufen haben: der Verein Aktionsgemeinschaft Bahnhofstraße in Zusammenarbeit mit dem Kunstamt Tempelhof. Die Künstler haben damals Mappen bei der Aktionsgemeinschaft eingereicht. Frau Bockenkamp lief viele Adressen in der Bahnhofstraße und Umgebung ab und diskutierte mit Händlern, Dienstleistern, Ärzten, Rechtsanwälten, Steuerberatern und anderen, welche künstlerischen Werke für die Ausstellung in den jeweiligen Räumen geeignet waren. Was ist schöner, als sich an die Arbeit der Aktionsgemeinschaft zu erinnern und sie zu würdigen, indem man sich die gute alte Zeit an dieser  Stelle wieder zurückwünscht?

Eine Porzellanmalerin aus Lichtenrade berichtet: "Ich biete handbemaltes Porzellan aus dem Geschenkartikel- und Servicebereich an. Die Motive sind alle von mir entworfen und gemalt. Meist handelt es sich um Naturmotive wie z. B. Pflanzen, Insekten und Vögel usw. Jedes Stück ist und bleibt ein Unikat! Kommen Sie mich doch besuchen!"

Gabis Schmuckkästchen aus Lichtenrade ist auch wieder dabei und auch Modisches wie Taschen, Bekleidung und Wohnaccessoires aus dem Hause Gika Lieberlink ist es – alles frühlinghaft bunt, individuell und modern!

Ein Künstler beherrscht die antike Kunst der Knüpftechnik, auch Makramé genannt. Dabei vereint er einzigartige Natursteine aus dem Amazonas mit gewachstem Faden. Das Ergebnis sind wunder­schöne stilvolle Schmuckunikate. Er kommt, weil ihn die Lichtenrader lieben! Oder war es umgekehrt?

Wer sich mit Schmückendem, Kleidsamem und Wohnlichem ausreichend eingedeckt hat, wendet sich den verbrecherisch schönen Blüten aus Keramik, Blumentöpfen und keramischen Gartenbewohnern zu - gern gesehene Begleiter für Haus, Hof und Garten als Dekoration oder im schmückenden Sinne als Gebrauchsgeschirr.

Keine Worte, um auszudrücken, wie schön handgefertigte und selbstillustrierte Bücher, Hefte, Plakate, Postkarten und Aufkleber sind - das Limberger Werksbüro jedoch macht es möglich!

Lichtenrader, gleich welchen Alters, besonders  oder anders bilden mit den aus Laubach angereisten Handwerkern ein eingespieltes Team: in der heimischen Werkstatt gefertigte Kinderspielsachen aus Holz wie z. B. verschiedene Garderoben, Messlatten, Schaukelobjekte, Fahrzeuge aus Naturholz, Puzzles mit Tiermotiven, Angelspiele, Kinderzimmeruhren, Fotorahmen sind gefragte Objekte, die breiten Zuspruch erhalten. Anders ist die weite Anfahrt nach Lichtenrade nicht zu erklären!

Handgefilzte Accessoires, Schals, Blüten, Schmuck und Hüte können kaum schöner sein!  Die Accessoires sind aus natürlichen Materialien wie Seide und weicher australischer Merinowolle. Die Künstlerin hat alles selbst entworfen und mit viel Liebe zum Detail von Hand gefertigt: "Mir ist wichtig, schöne Dinge entstehen zu lassen, die Ihnen Freude schenken und jeden Moment Ihres Alltags zu etwas Besonderem machen." Probieren Sie aus, ob sie recht hat!

Alpaka-Wollprodukte, von Hand ge­sponnene Wolle und von Hand gestrickte Kleidungsstücke hält der Alpaka-Stand für Mann und Maus, Kind und Kegel bereit. Als Bonbon gibt es das eine oder andere Alpaka zum Streicheln, damit jeder weiß, von welchen Tieren die gute Wolle stammt. Der Rest ist Geschichte - die Geschichte, die Mathias und Marlén von den schönen Tieren erzählen und wie es zu allem gekommen ist.

Anregender Informationsaustausch findet auch über Fairtrade & Co. statt, deren Gaumenfreuden sich gleich zu probieren lohnen bzw. die Kleinode zu handhaben, denn KUNST trifft WEIN ist zugleich das Abschlussfest zu “Tempelhof-Schöneberg wird Fairtrade-Town”!

Hier ein Beispiel: Ledertaschen und Accessoires kolumbianischer Machart aus handgemachten Textilien, die aus der Kuna-Kultur stammen. Die Textilien (Molas) werden direkt von den Kuna-Indianerinnen in Kolumbien zu fairen Preisen gehandelt. Die Taschen und Accessoires sind von einem kleinen Familienunternehmen in Bogotá, Kolumbien, handgemacht und weiterhin fair gehandelt.

Bühnenprogramm

Freitag, 29.04.2016

16:00 Uhr        Beginn

19:00 Uhr        Magical Mystery Band

Sonnabend, 30.04.2016

15:00, 16:00 und 17:00 Uhr   Ruperts Kitchen Orchestra (mobil)

19:00 Uhr        Lenard Streicher & Band

Sonntag, 01.05.2016

12:00 Uhr        Frühschoppen mit der Bigband der Musikschule Spandau

14:00, 15:00 und 16:00 Uhr   Ruperts Kitchen Orchestra (mobil)

17:00 Uhr        Julie Sue feat. Long John & His Ballroom Kings

 

Datum:            Freitag, 29. April 2016, 16.00 – 23.00 Uhr

                        Sonnabend, 30. April 2016, 12.00 – 23.00 Uhr
                        Sonntag, 1. Mai 2016, 12.00 – 20.00 Uhr


Ort:                 am Dorfteich, Alt-Lichtenrade, 12309 Berlin

Eintritt:           umsonst & draußen

 

Frühlingserwachen am Dorfteich Lichtenrade




Fotos Thomas Moser

 

Beleuchtung des Carl-Steffeck-Grünzuges

Ein lang gehegter Wunsch der Anwohnerschaft im Umfeld des Lichtenrader Volksparks und des Nahariyaviertels konnte endlich umgesetzt werden. Seit Mitte März ist der Durchgangsweg in Verlängerung des Carl-Steffeck-Weges mit Beleuchtung ausgestattet. Finanziert wurde diese Maßnahme in Höhe von 17.000 € von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt.

Bezirksstadtrat Daniel Krüger freut sich, dass für diesen Verbindungsweg nach langer Diskussion mit der Senatsverwaltung eine Ausnahme von den sonst von der Beleuchtungspflicht ausgenommenen Grünanlagen gefunden werden konnte. „Hiervon partizipieren große Bevölkerungsteile, wie z.B. Kinder, Frauen, Senioren, usw., die seit langem eine sichere Durchwegung gefordert haben“ so Krüger.

Auch Volkspark-Chef Wolfgang Spranger ist begeistert: "Super, auch wenn es lange Zeit gedauert hat!" Wolfgang Spranger wünscht sich jedoch noch eine weitere Leuchte, da der Weg direkt am Graben nicht ausgeleuchtet ist: "Hier müsste noch etwas installiert werden!"


Fotos: Thomas Moser

 

LortzingClub in Lichtenrade: Zeitzeugen gesucht

Zeitzeugen gesucht:

Ein Jugendclub erforscht seine Geschichte


Der Lortzingclub ist eine Jugendeinrichtung, an die sich drei Generationen von Lichtenradern gern erinnern, weil sie hier einen glücklichen Teil ihrer Jugend verbracht haben. Und es kommen immer neue Geschichten zutage, seit Eltern und Förderer des Clubs begonnen haben, sich mit seiner wechselvollen Historie zu beschäftigen:

  • Viele erinnern sich, dass der Lortzingclub ein eigenes Schwimmbad hatte - in der Nachkriegszeit die einzige Schwimmgelegenheit in Lichtenrade, viele Kinder haben hier ihren Freischwimmer gemacht!
  • Einige erinnern sich auch noch, dass in diesem Schwimmbad zuweilen auch ein waschechter Alligator badete - amerikanische GIs, die als Betreuer im Club arbeiteten, hatten ihn als Brigade-Maskottchen aus Florida mitgebracht! Er hieß Swampy, und 1952, als er groß und zu gefährlich wurde für die Club-Kinder, kam er als Geschenk der amerikanischen Besatzungsmacht ins Zoo-Aquarium, wo er noch bis 1985 von allen Berliner Kindern zu bestaunen war.
  • Bekannt geworden ist nun auch, dass in den ersten Nachkriegsjahren eine junge Malerin im Lortzingclub arbeitete, die später berühmt geworden ist:  Ruth Baumgarte! Ruth Baumgarte lebte von 1923 bis 2013, studierte an der Berliner HdK, wohnte damals in Lichtenrade in der Alvenslebenstraße und gab auch Zeichen-Unterricht im Ulrich-von-Hutten-Gymnasium. Die Kunststiftung Ruth Baumgarte erforscht Leben und Werk und sucht Hinweise sowie erhalten gebliebene Bilder der Malerin!
  • Wer erinnert sich an die junge Malerin Ruth Baumgarte, die damals noch Ruth Busse hieß?
  • Wer hat noch Zeichnungen oder Gemälde von ihr?
  • Wer erinnert sich an eine Kunstausstellung im Lortzingclub?
  • Wer hat den kleinen Alligator Swampy im Lortzingclub erlebt?
  • Wer hat ihn später im Zoo-Aquarium gesehen?
  • Wer hat noch Fotos und andere Dokumente?

Über jeden Hinweis und über weitere Erinnerungen freuen sich:

Carola Thiede, Leiterin des Lortzingclubs, Lortzingstr.16, 12307 Berlin, lortzingclub@ahb-berlin.org

 LächelndHistorisches zum LortzingClub auch auf der Lichtenrade-Website!


 

Bahnhofstraße hatte lange auf und nur Wenige wussten es...

Eine Kiezreporter-Impression mit Kommentaren

Da war ich in diesem Jahr richtig gespannt. Zum zweiten Mal wurde eine Aktion in der Lichtenrader Bahnhofstraße angekündigt, die eine längere Öffnungszeit mit viel Musik versprach.

Das Versprechen wurde auch eingehalten, grundsätzlich jedenfalls. Für den 1. April 2016 kündigten diverse Geschäftsleute eine längere Öffnungszeit bis 20 Uhr, viele Aktionen und abwechslungsreiche Musik an. Knapp 14 Tage vorher wurde mit der Werbung begonnen. Man höre und staune, so früh. Wer es nicht merkt, das ist Ironie!

Na ja, als wirkliche Werbung würde ich das nicht bezeichnen. Knapp 14 Tage vorher konnte ich auf der Facebook-Seite der Bahnhofstraße von dieser Aktion lesen. Dann sah ich vereinzelt bei den Einzelhändlern auch Plakate. Nun dachte ich, schon spät angefangen mit der Werbung, aber na gut. Aber auch danach kam nichts mehr! Von einer Pressemitteilung ganz zu schweigen. Auch auf der Bahnhofstraßen-Website habe ich keinen aktuellen Hinweis gefunden.

Dann kam der Tag, super Wetter, also optimale Voraussetzungen und ich ging selbstverständlich und ein wenig gespannt in die Bahnhofstraße. Jetzt konnte sich ja keiner beschweren, dass wegen schlechten Wetters so viele zu Hause geblieben sind.

So als Kiezreporter ist der Besuch eine freiwillige Pflicht und als Lichtenrader ist damit die Hoffnung verbunden, dass sich so langsam etwas bewegt. Ich erwartete schon etwas mehr Menschen auf der Bahnhofstraße. Aber ehrlich gesagt, es war wie immer auf der Bahnhofstraße ab 18 Uhr…wie ausgestorben.

Ich kam von der westlichen Seite, also vom Bahnhof, und dachte, dass ich mich im Tag geirrt habe. Gut, es war vielleicht halb sieben und das Weingeschäft war geöffnet. Ein guter Anfang. Schräg gegenüber bei Lederwaren Tiedtke war richtig was los und auffällig geschmückt.




Sekt zum Empfang, draußen Werbung für einen Kindermalwettbewerb und drinnen wurden Ketten gebastelt. Ein buntes Treiben in diesem Geschäft. In der westlichen Bahnhofstraße war das dann aber alles. Alle anderen Einzelhändler hatten hier geschlossen.

In der östlichen Bahnhofstraße war das Ergebnis schon deutlich besser. In vielleicht 10-15 Geschäften war was los. Wirklich gezählt habe ich sie nicht. Jedenfalls ist teilweise ist mit der Musik eine richtig gute Stimmung aufgekommen…. Mit dabei waren u.a. 2 Apotheken, Friseur Erdmann & Schmitt, Optiker und Hörexperten, Drogeriefachmarkt, Minows Tabakwaren…


Vielleicht habe ich in meinem Schnelldurchlauf einige offene Geschäfte auch nicht wahrgenommen. Dafür dann sorry…

Etliche Geschäfte hatten ihre Türen, trotz Frühlingswetter, leider nicht weit geöffnet und draußen habe ich fast nirgendwo richtig auffällige Hinweise, Plakate oder Tische gefunden. So ein wenig entstand der Eindruck bei mir, wir machen eine Aktion, aber keiner soll reinschauen. Wenn man in die Geschäfte und Apotheken ging, wurde man jedoch überall sehr freundlich und aufmerksam empfangen. Oft gab es einen Sekt oder Saft und dort wo die Musik spielte, war teilweise eine grandiose Stimmung. Gottseidank haben einige Musiker ihren Freunden Bescheid gesagt und offensichtlich haben auch Händler teilweise vorher ihre Kundschaft auf die Aktion hingewiesen.



Mit verschiedenen Händlern habe ich gesprochen und sie nach der fehlenden oder wenig Werbung gefragt. Ich will dies im Einzelnen gar nicht wiedergeben. Alle schienen mit der Werbung nicht zufrieden zu sein. Selbst sahen sie sich teilweise dazu auch nicht in der Lage, übereinstimmend erwarteten alle jedoch mehr vom Geschäftsstraßenmanagement, die auch als Veranstalter auf den Plakaten herauszulesen waren.

Ich kann nicht beurteilen, wer was bei der Vorbereitung tun sollte und getan oder nicht getan hat. Für mich ist jedoch ist eindeutig, egal wer hier etwas verschlafen war, dass mit der Werbung war Nichts!

Im letzten Jahr schrieb ich über die Aktion in der Lichtenrader Bahnhofstraße: „Die Bahnhofstraße wurde wachgeküsst! Es war zumindest ein erster Kuss, der Lust auf mehr macht. Am 1. April 2015, und das war kein Aprilscherz, hatten circa 40 Einzelhändler in der Lichtenrader Bahnhofstraße ihre Türen bis 21 Uhr geöffnet und boten viele Aktionen, Überraschungen und Angebote. In 15 Geschäften gab es sogar sehr abwechslungsreiche Live-Musik.“



Meine Hoffnung im letzten Jahr, mit dem wachgeküsst und so, hat sich leider nicht bewahrheitet. Ich hätte viel lieber etwas wirklich Positives berichtet, weil mir Lichtenrade sehr am Herzen liegt. Aber, liebe Profis, da müsst ihr eine ganze Schippe mehr rauflegen. So werden nur noch die Händler frustriert, die mitgemacht haben.

Die Zukunft der Bahnhofstraße kann nur besser aussehen, wenn hier mit Engagement geklotzt wird! Und dafür reichen die schönsten Arbeitsgruppen nun mal nicht aus.

Um es deutlich zu sagen, dass ist von mir eine Kritik und nicht nur meckern, die aber hoffentlich ein Anstoß dafür ist, dass sich etwas verändert.

Thomas Moser (auch alle Fotos)

 

Kartenspielgruppe sucht Verstärkung

Die Seniorenarbeit Tempelhof-Schöneberg bietet an:

Die Kartenspielgruppe in Lichtenrade sucht Verstärkung

 

Die Kartenspielgruppe in der Seniorenfreizeitstätte   ”Gemeinschaftshaus Lichtenrade”,  Barnetstr. 11, 12305 Berlin, sucht noch Interessierte, die gerne Skat, Rommé, Canasta oder Doppelkopf spielen.

 

Die Gruppe trifft sich jeden Montag und Freitag in der Zeit von 13.30 bis 17.30 Uhr.

 

Anmeldungen und nähere Informationen unter der Rufnummer 90277-8136 oder direkt in der Seniorenfreizeitstätte im Gemeinschaftshaus Lichtenrade.

 
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Hier wird jetzt in lockerer Folge von aktuellen Lichtenrader Geschehnissen berichtet. Eine Art "AKTUELLE INTERNETZEITUNG" könnte man auch sagen...
Viel Spaß dabei!
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