Gebietsgremium für Bahnhofstraße

Bericht mit Fotos als pdf: hier

Die Bahnhofstraße in Lichtenrade wurde am 14. Juli 2015 mit Senatsbeschluss in das Förderprogramm „Aktive Zentren“ aufgenommen. Dem sind über einige Jahre viele Sitzungen mit Bürgerbeteiligung und die Erstellung eines Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) vorausgegangen. Am 28. Januar 2016 ging es dann im Ulrich-von-Hutten Gymnasium einen Schritt weiter. Die Wahl eines „Gebietsgremiums“ stand an.

Im Vorfeld wurden noch am Ende des letzten Jahres Initiativen, Vereine, betroffene Bürger und Gewerbetreibende aufgerufen, sich an diesem Gremium zu beteiligen. Durch die Beteiligung an diesem Gremium haben die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit sich aktiv an der Gestaltung des Fördergebietes einzubringen und als Multiplikatoren zu dienen. Eine der Aufgaben ist die Mitwirkung an der Durchführung des Gebietsfonds.

Vom beauftragten Planungsbüro „slapa & die raumplaner gmbh“ stellte Sabine Slapa mit dem Bezirkskoordinator Jens-Peter Eismann die Zusammenhänge mit der Wahl vor. Im ersten „Wahlgang“ stellten 15 Gruppen und Initiativen ihre Bereitschaft zur Mitarbeit vor. Dabei gab es nur eine Blockabstimmung. Hier konnten die Stimmberechtigten die Zustimmung für die Gruppen mit „Ja“ oder „Nein“ dokumentieren. Einzelne Gruppen oder Gruppenvertreter standen nicht zur Wahl. Zur echten Wahl wäre es laut Bezirkskoordinator Eismann nur gekommen, wenn bei den einzelnen Gruppen intern keine Verständigung auf ein Mitglied und einen Stellvertreter erfolgt wäre. Sabine Slapa betonte auf Nachfrage, dass –obwohl hier eine Wahl suggeriert wurde- es sich „nur“ um ein Stimmungsbild handelt. Die meisten der aufgestellten Vertreterinnen und Vertreter nahmen die Gelegenheit war, sich den rund hundert erschienenen Interessierten vorzustellen. Beim 2. Abstimmungsvorgang stellten sich fünf Gruppen zur Wahl, die im ISEK noch nicht als gesetzte Interessenvertreter die Beteiligungsmöglichkeit hatten. Der zweite Wahlzettel gab die Möglichkeit bei jeder einzelnen Gruppierung mit „Ja“ oder „Nein“ zu stimmen. Verschiedene Gruppen, die nach dem ISEK die Beteiligungsmöglichkeit von Beginn an gehabt hätten, haben nicht ihr Interesse bekundet.

Zu Beginn der Sitzung gab es kontroverse Diskussionen, warum aktive Vertreter in Gruppen und Initiativen, die jedoch nicht von ihren Gruppen aufgestellt wurden, sich nicht im 3. Wahlgang als interessierte Anwohner oder Gewerbetreibende zur Wahl stellen konnten. Erklärt wurde dies mit der festgelegten Wahlordnung. Der Unmut über diese Regelung war deutlich vernehmbar. In diesem Wahlgang stellten sich zwei Bewerber zur Wahl: Florian Dzyck und Rainer Welz, der nicht mehr im Vorstand der „Bürgerinitiative Lichtenrade-Dresdner Bahn“ ist. Vor diesem dritten Wahlgang wurde jedoch über eine nachträgliche Änderung der Wahlordnung abgestimmt, da Rainer Welz nicht unmittelbar, aber am Rande des Fördergebietes wohnt. Die Änderung wurde mehrheitlich, jedoch mit verschiedenen Gegenstimmen und Enthaltungen, angenommen. So standen dann auch letztendlich weiter zwei Bewerber zur Wahl.

Die Auszählung der Stimmen dauerte erwartungsgemäß eine ganze Zeit. Die erste Abstimmung war eindeutig. Von 95 Wahlberechtigten hatten 85 den ersten „Wahlzettel“ abgegeben. 73 gültige Stimmen waren für die angetretenen Gruppen, was einem Prozentsatz von rund 86 % entspricht. Es gab 10 Gegenstimmen. Bei der Stimmbekanntgabe in der zweiten Abstimmung, bei den fünf neuen Gruppen, gab es große Aufregungen. Alle Gruppen hatten mehr Ja- als Nein-Stimmen. Bei „DARE-Alle Kinder sind wichtig e.V.“ gab es 40 Ja-Stimmen und 38 Nein-Stimmen. Bei Berücksichtigung von Stimmenhaltungen kamen aber nicht 50 % der Stimmen aller Wahlberechtigten zusammen. Bezirkskoordinator Eismann hatte im Vorfeld mündlich erklärt, dass eine „einfache Mehrheit“ notwendig ist, die Mehrheit der Stimmen jedoch auch mindestens 50 % der Wahlberechtigten erreichen muss. Der Lichtenrader Bürger, Jurist und Bundestagsabgeordnete Dr. Jan-Marco Luczak intervenierte nach Verkündung vehement. Für Luczak ist eindeutig, dass bei einer einfachen Mehrheit die ungültigen Stimmen nicht mitgezählt werden dürfen. Jens-Peter Eismann sagte eine Prüfung zu. Bei den beiden Einzelbewerbern erhielt Florian Dzyck 87 % Ja-Stimmen. Rainer Welz erhielt 41 Ja- und 44-Neinstimmen und war damit nicht gewählt worden.

Neben den interessierten Bürgern und den vielen aufgestellten Kandidaten, waren aus der BVV Tempelhof-Schöneberg als Gäste der SPD-Fraktionsvorsitzende Jan Rauchfuß, Ingrid und Melanie Kühnemann, sowie von der CDU Patrick Liesener, der selbst auch für die Aktionsgemeinschaft Bahnhofstraße gewählt wurde, dabei.

Das Gebietsgremium wird sich am 15. Februar konstituieren und sich in Folge eine Geschäftsordnung geben. Zumindest am Anfang findet eine Moderation von „slapa & die raumplaner gmbh“ statt. Weitere interessierte Bürgerinnen und Bürger haben jedoch, unabhängig von der stattgefundenen Wahl, die Möglichkeit zur Mitarbeit. Wenn eine regelmäßige Beteiligung erfolgt, bestimmt das Gebietsgremium über die ständige Mitarbeit ab. Im Hintergrund des Gebietsgremiums steht, dass möglichst viele Aktiven ihre Stimme und ihr Engagement einbringen können.

Thomas Moser – BerLi-Press

 

MedienPoint Tempelhof: Erinnerungen an David Bowie

Die Anteilnahme am Tod von David Bowie ist, gerade in Berlin, sehr groß. Viele Blumen wurden an der Schöneberger Hauptstraße 155 niedergelegt und sogar schon ein Straßenschild mit seinem Namen versehen. Abseits des großen medialen Gedenkens gibt es auch die kleineren Geschichten am Rande, zum Beispiel die der Heike Jensen aus Lichtenrade.

Daniel Gäsche (Foto lks), bekannter Moderator des RBB, erhielt, als vor zwei Jahren im Tempelhofer Medienpoint schon einmal eine Ausstellung über David Bowie lief, einen Anruf von Brunhilde Jensen (Foto re.). Sie hatte in der Berliner Woche einen Artikel über die Ausstellung gelesen.

Ihre Tochter Heike war im Alter von nur 47 Jahren an Krebs gestorben. Heike war ein begeisterter Fan von David Bowie und sammelte alles, was ihr zu ihrem Idol in die Hände fiel, darunter auch limitierte Tonträger. Daniel Gäsche, in Lichtenrade ansässig wie Brunhilde Jensen, schaute bei der Nachbarin vorbei und staunte nicht schlecht über die vorhandenen Exponate. Sie wanderten von Jensens Keller in den von Gäsche mit dem Versprechen, sie niemals zu veräußern. Geplant war, zu Bowies 70sten Geburtstag im Januar 2017 eine Ausstellung mit den von Heike Jensen gesammelten Platten, Zeitungsartikeln, T-Shirts etc. im MedienPoint zu veranstalten. Es kam anders.

Als am 11. Januar die Meldung vom Tod David Bowies bekannt wurde, handelten Henning Hamann und Daniel Gäsche schnell. Innerhalb weniger Tage entstand eine beeindruckende Ausstellung, die noch bis zum 5. Februar täglich ab 10 Uhr bei kostenlosem Eintritt in der Werderstraße 13 zu besichtigen ist.

Zur Ausstellungseröffnung am 15. Januar kam auch Jugendstadtrat Oliver Schworck (SPD-Foto rechts neben MedienPoint-Macher Henning Hamann), der sich als Fan von David Bowie bekannte.


Nicht entgehen ließ sich das Gedenken an David Bowie auch der CDU-Bezirksverordnete Matthias Steuckardt (Foto rechts). Er bringt am 20. Januar einen Antrag in die Bezirksverordnetenversammlung ein, eine Gedenktafel in der Hauptstraße 155 anzubringen.

Brunhilde Jensen freut sich über die Aufmerksamkeit und Würdigung, die die von ihrer verstorbenen Tochter gesammelten Exponate im MedienPoint des KulturRing Berlin finden. Nur ein Teil der vielen Stücke wird in der Ausstellung gezeigt. Vielleicht sollte man deshalb an dem ursprünglichen Plan, zu Bowies 70sten Geburtstag eine Ausstellung anzubieten, weiter verfolgen. David Bowie und seine Musik werden auch noch 2017 und weit darüber hinaus aktuell und hörenswert bleiben.

Text und Fotos: Ed Koch - paperpress

 

Dresdner Bahn durch Lichtenrade: Klage gegen Beschluss

Auslegung der Unterlagen bis 29. Januar, Spenden und Experten gesucht!

Wie wir schon berichteten, hat das Eisenbahn-Bundesamt am 13.11.2015 in einem 444-seitigen Planfeststellungsbeschluss entschieden, dass die sogenannte Dresdner Bahn -mit Anbindung an den künftigen Flughafen BER-, ebenerdig durch Lichtenrade gebaut werden soll. Damit verbunden ist auch die Schließung des Übergangs Wolziger Zeile für Fahrzeuge.

Grafik von der Bahn (oben)... oder eher so:

Künftig Chaos im Tunnel und hohe Lärmschutzwände? (Dank an die BI Dresdner Bahn zur Veröffentlichung der Grafik)
Die „Bürgerinitiative Lichtenrade – Dresdner-Bahn“, die 18 Jahre für eine Tunnellösung gekämpft hat, bereitet jetzt eine Klage für das Bundesverwaltungsgericht vor. Gegen die Entscheidung können nur Betroffene klagen. Vermutlich werden 3 Betroffene Musterklagen gegen den Beschluss einreichen, die jedoch faktisch vom Rechtsanwalt der BI gefertigt werden. Für diese Klagen hat die BI auf ein Sonderkonto 50.000 Euro angespart. Der BI-Vorsitzende Manfred Beck erklärt in rbb-online: "Aber inzwischen sind die Kosten überall gestiegen und wir haben seit Anfang Dezember wieder angefangen zu sammeln.“ Da auch vermutlich noch Gutachterkosten anfallen, geht die BI von von noch fehlenden 30.000 Euro aus.

Die Bürgerinitiative bittet jetzt die Bürger, die vor 16 Jahren auch Einspruch eingelegt haben, um weitere Unterstützung. Aber auch weitere Spenden von Bürgern, Parteien und Organisationen sind gerne gesehen. Auch freut sich die BI über neue Vereinsbeitritte. Die BI hat zurzeit rund 400 Mitglieder.

Unterlagen ausgelegt – Expertenwissen ist gefragt!

Jetzt werden aber erst einmal vom 15. bis 29. Januar die kompletten Unterlagen im Rathaus Schöneberg ausgelegt. Danach beginnt die Frist für die Klageeinreichung, wie der Anwalt der BI, Dr. Alexander Freiherr von Aretin, erläutert. Als erstes muss, neben der Klageerhebung, ein Antrag auf Anordnung der aufschiebenden Wirkung gestellt werden. Ziel ist es, dass nicht schon während des regulären Klageverfahrens der Bau begonnen werden darf. Dieser Antrag muss innerhalb eines Monats so gut begründet sein, dass das Bundesverwaltungsgericht die aufschiebende Wirkung wieder herstellt.

Für die BI ist es daher wichtig, dass auch Bürgerinnen und Bürger, die selbst in speziellen Bereichen Experten sind, die ausgelegten Unterlagen genau prüfen und entsprechende fachliche Hinweise möglichst bis zur 1. Februarwoche an die BI weiterleiten. Die Prüfung ist in vielen Bereichen notwendig. So ist die Frage zu prüfen, ob die prognostizierten Baukosten richtig und vollständig ermittelt wurden oder andere fachliche Aspekte (z.B. Entwässerung, Umwelt, Lärm und Erschütterung, Folgen für bestimmte Bewohner) geprüft und richtig abgewogen wurden. Für Hinweise und fachliche Unterstützungen, zum Beispiel durch Finanzexperten und Ingenieuren, ist die Bürgerinitiative sehr dankbar. Jeder Hinweis kann entscheidet sein.

Thomas Moser

Der Planfeststellungsbeschluss für das Vorhaben "Wiederaufbau der Dresdner Bahn" vom 13.11.2015 liegt mit den dazugehörigen Zeichnungen und Erklärungen ab dem 15.1.2016 bis einschließlich 29.1.2016 im Rathaus Schöneberg, Raum 30157, zur allgemeinen Einsichtnahme aus.
Er kann von Montag bis Mittwoch von 08.30-15.30 Uhr, Donnerstag von 08.30-18.00 Uhr, Freitag von 08.30 Uhr bis 14.00 Uhr sowie nach Vereinabrung eingesehen werden.

Am Donnerstag, den  21. Januar 2016, wird der Vorstand der BI in den Räumen anwesend sein.

http://www.dresdner-bahn.de

Hier ist der Planfeststellungsbeschluss nachzulesen!

Vorherige Infos hier: LINK

 

Tannenhof Berlin-Brandenburg: Wechsel in Leitungsspitze ist vollzogen!


Horst Brömer, Babett Schott und Manuela Schulze (Foto Tannenhof Berlin-Brandenburg)
In einer feierlichen Veranstaltung wurde beim Träger Tannenhof Berlin-Brandenburg am 14. Januar 2015, im Festsaal des Centre Monbiju, der Staffelstab in der Geschäftsführung übergeben. Horst Brömer übergibt seine Doppelfunktion an die Kolleginnen und langjährigen Mitarbeiterinnen Manuela Schulze und Babett Schott. Der Träger ist seit Jahrzehnten mit einer großen Einrichtung im Suchthilfebereich in der Lichtenrader Mozartstraße vertreten. In Lichtenrade und Marienfelde werden auch die verschiedensten Jugendhilfemaßnahmen durchgeführt.

Horst Brömer mit Dr. Bert Flemming

Nach 33 Jahren im Träger, davon 28 als Geschäftsführung des Tannenhof Berlin-Brandenburg, ist Diplom-Psychologe Horst Brömer bereits zum Ende des letzten Jahres in den Ruhestand gegangen. Im Jahr 2015 vollzog der Gesamtträger eine Aufsplittung in den weiterhin bestehenden Tannenhof Berlin-Brandenburg e. V. und in den zusätzlich entstandenen Tannenhof Berlin-Brandenburg gGmbH. Die Geschäfte führte Horst Brömer bis 31. Dezember 2015 in Personalunion.



Bei der Festveranstaltung begrüßte für den Vorstand des Vereins Dr. Bert Flemming die Festgäste.

Dr. Flemming mit Johannes Schönthal
Unter dem Motto „Wer in der Zukunft lesen will muss in der Vergangenheit blättern (A. Malraux),“ schaute der Leiter der Drogenhilfe Tübingen, Johannes Schönthal, in die gemeinsame fachliche Vergangenheit.


Dabei wurden viele fachliche Aspekte, aber auch besonders anfängliche Stolpersteine und Schwierigkeiten beleuchtet. Für die Zukunft betont Johannes Schönthal: „Wir machen das, was wir am besten können!“ Dazu gehört für ihn das klare Profil einer Einrichtung mit Zusatzkompetenzen.


Die langjährige Vorsitzende des Tannenhof Berlin Brandenburg, Christa-Maria Blankenburg, stellte in ihrer kleinen Chronik die Entwicklung des großen sozialen Dienstleisters vor. Dazu gehört als großer Teil der Arbeit die Therapie und Rehabilitation im Suchtbereich, mit den notwendigen intensiven Verhandlungen mit den Rententrägern. Ein wichtiger Aspekt war dabei für Horst Brömer und dem Tannenhof Berlin-Brandenburg, dass im Suchtbereich auch immer die Kinder mit untergebracht und betreut wurden. Auch Ausbildungs- und Präventionsangebote wurden aufgebaut. Ein weiteres großes Standbein sind die Hilfen für Kinder geworden. Dazu gehören das Kinderhaus Tannenhof, die verschiedensten Tagesgruppen mit Beschulung und intensive Wohngruppen, die von der Jugendhilfe finanziert werden.

Mit der Darstellung der Entwicklung würdigte Christa-Maria Blankenburg die Lebensleistung von Horst Brömer.

In kurzen Worten bedankte sich Horst Brömer für die Worte und für die lange gute Zusammenarbeit. In seinen Abschiedsworten betonte Brömer, dass für ihn „immer das Beziehungsmodell im Mittelpunkt stand“. Seine Zukunftspläne konkretisierte der scheidende Geschäftsführer nicht. Deutlich wurde jedoch, dass es vermutlich eher ein Unruhestand werden wird. Die Gruß- und Dankesworte der Bundestagsabgeordneten Mechthild Rawert verlas Dr. Flemming.

Zum Jahresbeginn nahmen Manuela Schulze als Geschäftsführerin der gemeinnützigen Gesellschaft und Babett Schott als besondere Vertreterin des Vereins die Arbeit auf.


Sie verdeutlichen in ihren Worten, dass Vieles bleiben wird, aber es durchaus auch Veränderungen geben wird. Sie bedankten sich bei Horst Brömer für die intensive Einarbeitung und Übergabe. Aber auch der Dank an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern lag ihnen am Herzen.

Manuela Schulze und Babett Schott
Babett Schott (46) ist Diplom-Sozialpädagogin und Familientherapeutin und seit 1995 im Träger tätig, nachdem sie zuvor in der stationären Jugendhilfe gearbeitet hat. Neben der neuen Funktion als besondere Vertreterin des Tannenhof Berlin-Brandenburg e. V. wird sie weiterhin als Fachteamleitung der Tannenhof-Tages- und Wohngruppen für Kinder tätig sein.

Manuela Schulze (41) ist Diplom-Psychologin sowie approbierte Psychologische Psychotherapeutin und wechselte von einem Klinik-Verbund 2007 zum Träger. Sie verbleibt noch bis Ende des Jahres in ihrer derzeitigen Funktion als therapeutische Leiterin der stationären Therapieeinrichtung „Der Tannenhof“ in Berlin-Lichtenrade, um danach komplett die Geschäftsführung der Tannenhof Berlin-Brandenburg gGmbH zu übernehmen.

Viele Freunde und Partner vom Tannenhof Berlin-Brandenburg wünschten Horst Brömer für den Ruhestand alles Gute und der neuen weiblichen Doppelspitze viel Erfolg bei ihrer Arbeit. Für die köstlichen Leckereien sorgte wieder die hauseigene Küche vom Tannenhof Berlin-Brandenburg.

Rainer Schwarz gratuliert B. Schottt. In der Mitte Irmgard Beckmann

Rainer Schwarz mit Hort Brömer

Rainer Schwarz mit Monika Schipmann von der Senatsjugendverwaltung

Vom Jugendamt Tempelhof-Schöneberg übermitteln die besten Wünsche der Jugendamtsdirektor Rainer Schwarz und die Regionalleiterin Irmgard Beckmann.

Text und Fotos: Thomas Moser


 

Kleine neue Bowie-Ausstellung im MedienPoint Tempelhof und eine Lichtenraderin wirkt mit

DAVID BOWIE

Kl. Ausstellung 15. Januar bis 05. Februar 2016

im MedienPoint Tempelhof,

Vernissage:  Freitag, 15. Januar 2016 - 17 Uhr

Werderstr. 13, 12105 Berlin-Tempelhof, nahe UFA-Fabrik.

Öffnungszeiten:  Montag - Freitag 10-18 - Eintritt frei

Der Kiez-Treffpunkt MedienPoint Tempelhof in der Werderstr.13, ein soziales Projekt des Kulturring Berlin e.V., präsentiert ganz aktuell eine kleine Ausstellung über den Weltstar DAVID BOWIE.

Henning Hamann, MedienPoint Frontmann: "Der Anlass ist traurig. Nach 24 Stunden war mein Schock überwunden und die Idee gereift, „warum machen wir nicht nochmal eine Bowie-Ausstellung“, denn vor knapp zwei Jahren haben wir über seine Berliner Jahre bereits eine Ausstellung präsentiert.

Wir hatten zusammen mit dem Bowie-Experten Daniel Gäsche vom RBB über 100 rare Exponate mit dem Schwerpunkt Berlin zusammengetragen. Gäsche: "Sie war klein aber fein, wir brauchten uns nicht verstecken".

Daniel Gäsche mit Exponaten...(Foto MedienPoint)
Übrigens, der Journalist Daniel Gäsche, rbb-Moderator, ist seit seinem 12. Lebensjahr Bowie-Fan: „Eine ehemalige Klassenkameradin hat mich gewissermaßen an ihn herangeführt.“ So ist Bowie für Gäsche seit nunmehr 36 Jahren ein Wegbegleiter und seine Musik hat ihn durch verschiedene Lebensphasen begleitet.

Und heute, 2016, ist da noch Frau Jensen, eine fast 90 Jahre alte Lichtenraderin. Sie hat den Artikel im Mai 2014 zu unserer ersten Bowie-Ausstellung im MedienPoint Tempelhof in der BERLINER WOCHE gelesen. Daraufhin hat sie die rbb-Zuschauerredaktion angerufen, um Kontakt mit Gäsche aufzunehmen.

Sie hinterließ ihre Telefonnummer, Gäsche rief sie an und sie erzählte ihm davon, dass ihre verstorbene Tochter Dr. Heike Jensen (Doktorarbeit über Gender Aerosmith & Co), Jahrgang 1967, ein Riesen-Bowie-Fan war und sie diese Sammlung im ehemaligen Zimmer ihrer Tochter aufbewahren würde. Nun suchte sie aber jemanden, der liebevoll mit diesen "Schätzen" umgehen würde und kam auf Daniel Gäsche, als Verwalter des BOWIE-Nachlasses. Gäsche hat sie dann besucht, sich die Sammlung angeschaut und war sprachlos: Von limitierten LPs bis hin zu Konzerttickets aus aller Welt, Alben aus Japan und Russland, Poster, Plakaten, Feuerzeugen mit BOWIE-Konterfei und tausende von sorgfältig in großen Aktenordnern aufbewahrten Zeitungsartikel. Ganz zu schweigen davon, dass die Plattensammlung, soweit Gäsche es überblicken konnte, nahezu vollständig war.

Geplant war dann, dass Gäsche die Sachen bei sich zu Hause aufbewahren, nicht verkaufen darf und zu Bowies 70. Geburtstag am 8. Januar 2017 im MedienPoint Tempelhof eine große Ausstellung machen sollte. Bowies plötzlicher Tod hat dieses Vorhaben nun beschleunigt...

                         Vernissage am Freitag, 15. Januar 2016 – 17 Uhr

                                  mit Daniel Gäsche & Frau Jensen

Der MedienPoint Tempelhof ist ein soziales Projekt des Kulturring in Berlin e.V.

 

Großes Gospel-Konzert zum Jahresabschluss!

Was war der Grund für einen absolut vollen Saal, keinen einzigen Sitz- oder Stehplatz mehr, für die vielen Menschen, die an einem gewöhnlichen Freitagabend am 18. Dezember ins Lichtenrader Gemeinschaftshaus strömten?

Warum wischte sich mancher kleine Tränen der Rührung aus den Augenwinkel, warum schien der ein und andere plötzlich eine Gänsehaut zu bekommen?

Es war das Weihnachtskonzert des Lichtenrader Gospelchores!

Foto: Lichtenrader Gospelchor
Erwartet wurde vom diesem mittlerweile bekannten Chor der Lichtenrader evangelischen Kirchengemeinde wieder ein Auftritt in gewohnter Qualität, voller Esprit und mitreißender Musik. Aber was dem Publikum dann geboten wurde übertraf alle Hoffnungen. Es war kein übliches Konzert eines Kirchenchores, es war eine Show!

Schon früh soll es unzählige Anfragen nach Platzreservierungen gegeben haben. Die Tische konnten leider nicht als Tanzfläche missbraucht werden, obwohl ein Teil des Publikums dazu durchaus Lust gehabt hätte. Während der ganzen langen Abendveranstaltung dominierte der fröhliche Rhythmus des Swings, der die Konzertbesucher mitriss und begeisterte.

Veranstalter des Abends war Lutz Fußangel (Foto Moser vom Kelly-Konzert; Fußangel re.), Leiter der Jazzakademie der Leo Kestenberg Musikschule und Gründer der Institution „Jazz für Alle“, der schon länger musikalisch die Chorauftritte mit seinem Saxophon bereichert.

Den größten Teil der fast 4-stündigen Veranstaltung bestritt der Lichtenrader Gospelchors. Mit dem Weihnachtskonzert wollte sich der Chor, laut den Anfangsworten der Chorleiterin Juliane Lahner, ausdrücklich bei seiner Gemeinde, bei allen anderen Unterstützern, Helfern und allen Besuchern der zahlreichen Chorauftritte des vergangenen Jahres bedanken.

Ja, es ist der hoch engagierten Chorleiterin Juliane Lahner (wohlgemerkt ehrenamtlich-Foto hier beim Kelly-Konzert Foto Moser), ihrem großen musikalischen Talent, sowie ihren Führungsqualitäten zuzuschreiben, dass an diesem Abend 67 Sängerinnen und Sänger auf der Bühne standen. Sie hat den Lichtenrader Gospelchor in kurzer Zeit zu einem der größten Chöre Brandenburgs heranwachsen lassen, der nicht nur durch Masse, sondern auch durch Klasse überzeugt. Der Beweis ist, dass der Chor im Januar 2015 auserwählt wurde, im Tempodrom in einer Veranstaltung zum Gedenken an Freddie Mercury aufzutreten. Als eine ganz besondere Auszeichnung hatte der Chor das Angebot der bekannten Musikerin Kathy Kelly empfunden, mit ihr ein gemeinsames Konzert zu veranstalten. Es fand im Oktober 2015 in der katholischen Salvator Kirche in Lichtenrade statt und war in höchsten Tönen gelobt worden.


Fotos Moser vom Kelly-Konzert
Das Weihnachtskonzert gegliederte sich in zwei Teile. Im ersten sollte ein Jahresrückblick gegeben werden, im zweiten waren stimmungsvolle Gospel Christmas Songs zu hören.

Der Chor, festlich gekleidet in schwarz, glitzernd, mit dem obligatorischen goldenen Schal, präsentierte u.a. seine Lieder aus den Höhepunkten des Jahres. Dazu gehörte auch der Auftritt beim ökumenischen Weltgebetstag. Der „Behamian Song“ des Chores, im Stil karibischer Klänge, wurde beim Weihnachtskonzert von einer bezaubernden Kinder Percussion Gruppe, unter der Leitung von Alexander Doll, begleitet. Mit zwei weiteren Stücken zeigten sie ihre große Musikalität und begeisterten das Publikum.

Der weihnachtliche Teil war eine einzige Überraschung. Vielen Zuhörern erschienen die Weihnachtslieder zunächst bekannt, dann aber plötzlich nahmen sie eine unerwartete Wendung und gingen von dem melancholisch Getragenen zum Swing über.

Beispielsweise so auch beim berühmtes Weihnachtslied „Stille Nacht“, das zunächst in bekannter Art von einem Generationen-Trio, Großmutter, Mutter und Tochter, dann in einer ganz anderen Fassung vom Chor und schließlich als ergreifendes Solo von Juliane Lahner gesungen wurde.

Worin bestand nun der Showcharakter des Konzertes? Es waren die unterschiedlichen Lieder und Gospels, das Wechselspiel von Chorgesang und großartigen Solos. Hierbei verdient einmal Alexander Kaiser mit seiner ausgezeichneter Stimme und seinem Soul- und Jazzfeeling besondere Erwähnung. Es war der Gastauftritt von Micheal Lahner mit dem berühmten Stück „Peace in the valley“, nachdem viele Konzertbesucher wünschten, es möge nie enden. Es war die Einlage zweier jungen Chorsängerinnen mit einem wunderschönen Duett und Gitarrenbegleitung. Es waren die musikalischen Solos des Saxophons, der Band, die Moderation der Chorleiterin, die besondere fachmännische Beleuchtung, die professionell aufgestellte und betreute Technik, das Strahlen des Chores, seine spürbare Freude am Singen, seinen natürlichen rhythmischen Bewegungen u.v.m., die die Besonderheit des Weihnachtskonzertes ausmachten.

Was aber wäre jedoch ein guter Chor ohne seine spritzige, bezaubernden Chorleiterin, ohne seine Musiker, dem begnadeten Pianisten Rico, dessen Können am Flügel viel mehr als am Keyboard zu bemerken war, dem virtuosen Saxophonisten Lutz, dem perfekten Drummer Alex und Roger an der weißen Bassgitarre? Wie wäre ein Konzert möglich ohne die unermesslichen organisatorischen Leistungen von Michel?

Aber auch noch so ein gutes Konzert wäre gar kein Erfolg ohne sein herrliches Publikum!

Man kann gespannt sein, was der Lichtenrader Gospelchor 2016 bieten wird.

G. Seidel-Schäffer

 
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Hier wird jetzt in lockerer Folge von aktuellen Lichtenrader Geschehnissen berichtet. Eine Art "AKTUELLE INTERNETZEITUNG" könnte man auch sagen...
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