Happy Birthday Suppenküche

„Suppenküche kann mehr als Suppe“, hieß es in der Lichtenrader Internetzeitung zum 10-jährigen Jubiläum der sozialen Einrichtung. Die Lichtenrader Suppenküche bekochte zum ersten Mal am 4. September 2005 zehn bedürftige Gäste. Jetzt kommen, Sonntag für Sonntag, weit über 100 Besucher in den Flachbau am Graben in der Finchleystraße. Hier gibt es Lebensmittel, soziale Wärme und natürlich eine Suppe.

Aber Suppenküche kann auch Feiern. Einmal jährlich feiern sich die Ehrenamtler selbst und laden Freude und Förderer zum Sommerfest ein. Das 10-jährige Jubiläum ist aber auch für die Suppenküche etwas Besonderes.

Ingrid Kühnemann, Alex Benkel-Abeling, Angelika Schöttler und Andrea Kühnemann (v.lks.n.re)

Patrick Liesener (BVV) und Frau (lks), Regina Körper (BVV-re) neben Jutta Kaddatz und Christian Körper vom Rocktreff
Die Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, die stellvertretende Bürgermeisterin und Stadträtin Jutta Kaddatz, die Schriftführerin der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg, Ingrid Kühnemann, und weitere Vertreterinnen und Vertreter der BVV gaben sich die Ehre.


In ihrer kleinen Ansprache dankte die Bürgermeisterin der Suppenküche für ihr Engagement.

Vom Paritätischen Wohlfahrtsverband Berlin überreichte Helmut Forner die Ehrennadel des Verbandes an den Motor der Suppenküche, Alex Benkel-Abeling, stellvertretend für alle ehrenamtlichen Helfer. Stolz verkündet Alex Benkel-Abeling beim Sommerfest, dass sie von der Senatsjugendverwaltung die Anerkennung als Jugendhilfeträger erhalten haben. Mehr zu den Aktivitäten der Suppenküche im Jubiläumsbericht, der an dieser Stelle noch einmal veröffentlicht wird.

lks neben Angelika Schöttler Rainer Schwarz -Jugendamtsleiter-
Vom Jugendamt besuchte der neue Jugendamtsleiter, Rainer Schwarz, das Fest. Vom Ehrenamtsbüro des Bezirkes war Christine Fidancan dabei.

Viele weitere Gäste kamen zum Fest und gratulierten. So waren auch Lehrer des Georg-Büchner-Gymnasiums dabei, die in den achten Klassen ganz konkret und tatkräftig die Suppenküche, Sonntag für Sonntag, unterstützen.


Der Unterstützer und Förderer der Suppenküche, der ehemalige Jugendstadtrat Dietrich Schippel und Frau, freute sich besonders über die Ehrung der Suppenküche durch den Paritäter.

Der Unternehmer Thomas Schmidt von GeteMO überreichte einen Blumengruß, Andreas Buder vom Partyservice Buder, Selgros Stahnsdorf, Lila Bäcker, Kräuter Kühne und die Salvator-Gemeinde unterstützten das Jubiläumsfest. Eine ganz besonders leuchtende Unterstützung brachte Feuerwerk-Events mit.

Sie ließen die Festgäste, und sicher auch die Bewohner der angrenzenden Hochhaussiedlung, bei einem schönen Feuerwerk staunen. Herzlichen Glückwunsch Suppenküche und Danke!

Zum Jubiäum hat der Verein auch neue T-Shirts für die Helferinnen und Helfer erworben.

Thomas Moser (auch alle Fotos)


Gabriele und Klaus-Peter Kelb haben schon oft für die Suppenküche gespendet. Auch dieses Jahr wird wieder ihr "privater" Weihnachtsmarkt am 28.11. in Lichtenrade stattfinden.

Heute wird gegrillt...

Der Rasen ist auch gemütlich...

Bericht aus der Lichtenrader Internetzeitung vom 10. März 2015:

10 Jahre Suppenküche Lichtenrade oder Suppenküche kann mehr als Suppe!

Die Suppenküche Lichtenrade e. V. ist eine bekannte Institution im Berliner Süden. In einem Bungalow am Graben in der Finchleystraße 11 werden Sonntag für Sonntag circa 150 Suppen und ein gesunder Nachtisch ausgegeben.

Vor 10 Jahren, im April 2005, startete die Lichtenrader Suppenküche in der heute noch existierenden Form; nur der Ort musste zwischendurch mal wechseln. Die Idee hatte bereits 2003 der inzwischen verstorbene evangelische Seelsorger Ernst-Ludwig Koch. Es fing zunächst mit 10 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern an, die am 4. September 2005 ungefähr 10 Gäste bekochten. Die erste bunte Gemüsesuppe und ein Obstsalat wurden ausgegeben. Ein bedeutsamer finanzieller Anschub wurde von der katholischen Salvator-Gemeinde geleistet. Tische und Stühle mussten angeschafft und überarbeitet werden. Kleinere Umbauten mussten erfolgen und viele „Kleinigkeiten“ waren zu organisieren. Nach und nach wurde ein Großkücheninventar erworben, weil dass die notwendige Grundlage für die gut besuchte Suppenküche ist. Bei allen Aspekten mussten selbstverständlich immer die hygienischen Vorschriften beachtet werden.

Eine warme Suppe ohne Ansehen der Person

Für die Suppenküche war und ist wichtig, dass jeder, der Hilfe benötigt, sie auch erhält. Die Essensausgabe und die anschließende Lebensmittelausgabe erfolgen ohne Ansehen der Person, des Alters, der Herkunft und Religion.

Bei Wind und Wetter...


Jeder erhält ein kostenfreies warmes Essen. Die Suppenküche verzichtet ganz bewusst auf den Nachweis der finanziellen Bedürftigkeit. In der Suppenküche ist man überzeugt, dass sich die Menschen nicht ohne Not lange anstellen und in beengten Räumlichkeiten essen.

Immer im Einsatz: Alex Benkel-Abeling hier im Winterdienst
Die Leiterin der Suppenküche Alex Benkel-Abeling: „Bitte glauben sie mir, dass man den Menschen die Armut leider all zu oft ansieht.“ Auch durch Krankheit in Armut geratene Mitbürger, darunter viele Rentner, gehören zum Kundenkreis der Suppenküche.

Ehrenamtliche Hilfe und Spenden

Die Suppenküche lebt nur von Spenden und von ehrenamtlicher Arbeit. Zurzeit sind circa 50 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer aktiv.

Die Suppenküche-Crew bei der AOK-Scheckübergabe
Weitere Hilfe, in den unterschiedlichsten Feldern, ist jedoch erwünscht. Hilfe wird beim Transport der Lebensmittel, bei der Essenszubereitung oder Ausgabe oder für die Pflege der Internet-Website benötigt. Die Lebensmittelspenden werden jede Woche am Freitag und Samstag eingesammelt und am Sonntag wird die Suppe gekocht und die Lebensmittelausgabe vorbereitet. Ab 12 Uhr beginnt dann die Essensausgabe. Für viele Menschen ist die Suppenküche mittlerweile auch ein wichtiger sozialer Treffpunkt geworden.

Als Spenden sind die Lebensmittelspenden der Geschäfte die wichtigste Grundlage. Ohne Lebensmittel kann es keine Suppe geben. Die Geld-Spendenquellen sind genauso wichtig, da es verschiedenste Betriebsausgaben gibt und Anschaffungen immer wieder dringend notwendig sind.

Die Suppenküche backt Crêpes gegen eine Spende. Hier mit Reichelt-Chef Alexander Kruse
Als regelmäßige Spenden kann auf die von Kunden nicht eingelösten Pfandbons von EDEKA-Reichelt in der Goltzstraße und von EDEKA-Gayermann am Schichauweg (Barnetstraße 41/42) zurückgegriffen werden. Die Suppenküche freut sich immer wieder über Einzelspenden. Darüber hinaus organisieren die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer Beköstigungsstände zum Beispiel beim Lichtermarkt. Auch diese Einnahmen werden für die Kosten in der Suppenküche benötigt. Die Suppenküche hat viel Kontakt zu Vernetzungspartnern, die bei Umbauten und Reparaturen die Einrichtung tatkräftig unterstützen. Neue Mitglieder sind im Förderverein der Suppenküche herzlich willkommen.

Suppenküche macht mehr als Suppe!

Die Suppenküche ist in den verschiedensten sozialen Feldern tätig. Seit mehreren Jahren läuft eine enge Kooperation mit dem Georg-Büchner-Gymnasium. Im Projekt „Soziale Jugendbildungsarbeit“ lernen die Schüler aus meist gutsituierten Elternhäusern Aspekte von Armut kennen. Außerdem lernen sie, dass man ohne große finanzielle Mittel vor Ort Hilfe leisten kann. Und so ganz nebenbei bekommen die Schüler einen neuen Blick auf Lebensmittel, da die Suppenküche Lebensmittel verwendet, die die jungen Menschen sonst vermutlich entsorgen würden.

2012 spendeten die Christmas-Biker
In der Suppenküche sind regelmäßig junge Erwachsene und Jugendliche, die mit dem Gesetz in Konflikt gekommen sind. Es gibt eine enge Zusammenarbeit mit der Jugendgerichtshilfe. Die jungen Menschen leisten in der Suppenküche Sozialstunden ab und lernen so ganz nebenbei Sozialkontakte mit ganz anderen Menschen zu pflegen und auch Ausdauer und Zuverlässigkeit. Übrigens ist der Kontakt mit diesen Jugendlichen auch für die Schüler sehr hilfreich. Von der Stiftung SPI und dem Diversionsbüro „Schadenswiedergutmachung statt Strafe“ wird für straffällig gewordene Jugendliche und Heranwachsende freiwillige gemeinnützige Arbeit vermittelt. Die Suppenküche leistet in diesem Rahmen eine Arbeit mit pädagogischen Ansätzen.

Die Zukunft der Suppenküche

Die Suppenküche ist in Lichtenrade eine soziale Einrichtung, die nicht mehr wegzudenken ist. Eine Sorge sind die Räumlichkeiten, mit denen man an die Kapazitätsgrenzen gestoßen ist. Die Zukunft wird zeigen, ob es hier Möglichkeiten einer räumlichen Veränderung gibt. In der Suppenküche sieht man hautnah, dass Armut auch in Lichtenrade ein wachsender Bereich ist.

Die BVV-Vorsteherin Petra Dittmeyer übergibt den Förderpreis (Foto: H. Bonk)
Der mit 1000 Euro dotierte Förderpreis vom Bezirk Tempelhof-Schöneberg wurde der Suppenküche Lichtenrade Ende Februar übergeben. Wir gratulieren!

Thomas Moser

http://www.suppenkueche-lichtenrade.de

ALLE FOTOS (soweit nicht extra gekennzeichnet): Thomas Moser

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Hier wird jetzt in lockerer Folge von aktuellen Lichtenrader Geschehnissen berichtet. Eine Art "AKTUELLE INTERNETZEITUNG" könnte man auch sagen...
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