Mopsfidel in Lichtenrade

Ein Mops kam in die Küche...nein, nach Lichtenrade.

In diesem Jahr fand bereits zum 6. Mal das große internationale Mops-Treffen mit dem beliebten Mops-Rennen statt. Rund 200 Mopsbegeisterte trafen sich auf dem Gelände des Vereins Jugend und Hund e.V. am Schichauweg in Lichtenrade. Es war wieder sehr schön und auch die große Presse erstürmte die Mopsarena. Veranstalter waren wieder „Die Berliner Möpse – Zum Tempelhofer Eulenwinkel“ rund um Beate und Thomas Zupan. Es war alles bestens organisiert! Thomas Moser

http://www.berlinmops.de

"Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos," sagte schon Loriot.

In diesem Sinne hier eine kleine Mops-Fotoschau von Thomas Moser:


Am Hundeplatzeingang war erstmal warten angesagt...

Ein Pokal für den weitest angereisten Mops

Full House oder volle Hundehütte

Cheforganisator Thomas Zupan gibt der Weltpresse ein Interview.


Mopsfidel sind Herrchen und Mops gerade nicht...


Das Hundeeis ist leider schon leer...

Feines Hundchen und feines Frauchen...

Familienfoto der Mopsfreunde vom Tempelhofer Eulenwinkel

Fein -fast so fein-, wie auf der Galopp-Rennbahn

Wer hat das längste Objektiv? Fotoprofis schmeißen sich für das beste Foto zu Boden.

Lecker Banane...ob das gereicht hat?

Frauchen gibt ihr Bestes.

Jetzt gehts los...

Ich will weg!




Alle Fotos Thomas Moser - BerLi-Press

 

 

Der Countdown läuft: Bald startet das 28. Wein- und Winzerfest am Dorfteich Lichtenrade

Kunsthandwerkliches und Künstlerisches in Hülle und Fülle!
beim 28. Wein- und Winzerfest Lichtenrade - am Dorfteich -
vom 11. bis 13. September 2015: WEIN trifft KUNST

Wohnlich-Gestalterisches von Rauminhalt:

Das Damentrio zeigt ein wohnliches wie geschmackvolles Sortiment seiner kunstvollen Meister­stücke, darunter Lampen, Schränke, Tischen, Bänke und auch Taschen - alle im aufwendigen Up­cycling-Verfahren hergestellte Unikate.

Auch Kinder möchten ihre Freude haben: Der Wollspinner fertigt Kinderspielsachen wie zum Beispiel Schaukelobjekte, Angelspiele und Puzzles aus Holz. Ordnungsliebhaber sehen viel Nützliches bei der Ausstattung von Kinderzimmern mit kindgerechten Uhren aus Holz, Fotorahmen, Messlatten und Garderoben. So haben alle Teile einer Familie ihre Freude am Stand des Wollspinners.

So heißt es beispielsweise auf WAZ.de:
"Mit vielen Farben arbeitet Hergen Böse. Er stellt zusammen mit Freunden Holzspielwaren für Kinder her. Dazu verkauft der Schafshalter auch noch Decke aus seiner eigenen Gerberei. „Ich achte darauf, dass meine Ware ökologisch verträglich ist“, sagt der Händler. Die Farben, mit denen er seine Waren aus Birkenholz bemalt, sind zertifiziert und nicht schädlich. „Darauf können die Kinder auch ruhig kauen“, so Böse.

Wie so oft paart sich Erlebnisfreude mit Wissenswertem:

Alpaka-Wollprodukte, von Hand gesponnene Wolle und von Hand gestrickte Kleidungsstücke hält der Alpaka-Stand für Mann und Maus, Kind und Kegel bereit. Als Bonbon gibt es das eine oder andere Alpaka zum Streicheln, damit jeder weiß, von welchen Tieren die gute Wolle stammt. Der Rest ist Geschichte - die Geschichte, die Mathias und Marlén von den schönen Tieren erzählen und wie es zu allem gekommen ist.

Aquarelle sowie Kohlezeichnungen und Pastelle
, "die", wie die Künstlerin schreibt, "wie sie die pure Lebensfreude sowie die Freude und Vielfalt an unserer Welt widerspiegelt. Dafür bevorzuge ich als Motiv „Frauen“ in jeder Form und Farbe!"

Keramik, Keramikköpfe, Keramikfiguren
und mehr bringt eine Künstlerin aus Schön­walde mit - wahre Schönheiten und Charakterköpfe aus Keramik - jedes weitere Wort ist eins zu viel.

Lassen wir uns von mehr davon an ihrem Stand überraschen!

Weitere Keramikarbeiten für Haus und Garten als Dekoration und zum Gebrauch haben schon im Frühjahr den Weg zum Dorfteich gefunden. Die Künstlerin bringt viel Farbenfrohes und in seiner Schönheit Unvergängliches mit:

Künstler und Künstlerinnen haben sich oft nicht nur einer Profession verschrieben.

Modedesignerin ist sie und beweist, dass auch Pinsel und Pinselstrich gleich nebenan wohnen: Dergestalt malt sie meisterhaft Bilder auf massiven Holzbohlen.

Kleine Dinge werden ganz groß:

Liebenswürdige und lebenswerte, begeisternde und wünschenswerte, handgefertigte und hausgemachte Unikate werden zu Untersetzern zusammengefügt, Etageren oder Kerzen, Schmuckboards oder Wandbilder - Malva Poeding sehen und sterben!

Beinahe zum Inventar gehören: Schmuckschatuellen aus altem Besteck, Ringe und Armreifen, Ohrringe, Knöpfe, Gürtel sowie Wohnaccessoires aus altem versilbertem Besteck (siehe Bild) von reblislefat aus Marienfelde.

Aus Lichtenrade stammen die wunderbaren Patchworkarbeiten: Decken, Tischdecken, Läufer, Platzdeckchen und Wandbehänge - alles sehr wohnlich und behaglich! Dekorationsartikel wie Nadelkissen, Äpfel, Türkränze und Topflappen tun dabei ihr Übriges.

Dekopageartikel im Shabbylook, Kisten, Körbe, Boxen, Bilder ergänzen den schönen und liebenswerten Schnickschnack.

Vor allem Hüte, Mützen und Schals, selbstgefertigter Schmuck aus allerfeinsten Glasperlen etc., selbstentworfene Kleidung und Accessoires, Ledertaschen und andere sind genau das richtige, um sich jahreszeitlich angemessen auszustatten, denn ob praktisch-schön, überraschend-edel oder überflüssig-genial - sie haben alle eines gemeinsam: Sie sind originell - und - original in ihrem künstlerischen oder Kunst-Handwerklichem Dasein!

Zwei Künstlerinnen vom Blohmgarten sind daneben auch kunsthandwerklich aktiv. Ihre Passion ist das Stricken. Dabei entstehen Kleidungsstücke, Wohnlich-Dekoratives, aber auch Puppen und Teddys, wie sie nur Kinder können – verliebt, verlobt und verheiratet. Die dritte Künstlerin im Bunde fertigt Träume aus Papier. Dabei entstehen nostalgische Postkarten z. T. aus alter Spitze, Seide, Brokat, außerdem Tagebücher, Kästchen etc. und sie fertigt Lampenschirme aus buntem Pergament, wie sie noch keiner gesehen hat und dann aber unbedingt und sofort haben muss!

Zwei Programmpunkte für Kinder sind:

„Die kleine Ritterburg“ - Armbrustschießen für Kinder auf eine fast lebensgroße, echte Ritterburg und

Bastelstraße, Kinderschminken, Luftballonmodellage und Airwalker von der CC-Eventagentur

Wir freuen uns auf Ihren Besuch beim 28. Wein- und Winzerfest Lichtenrade - am Dorfteich! - vom 11. bis 13. September 2015 mit WEIN trifft KUNST,

Ihr Lichtenrader Organisationsteam mit
Family & Friends e. V.
AG Bahnhofstraße e. V.
BUND Bezirksgruppe Tempelhof-Schöneberg
Trägerverein Lichtenrader Volkspark e. V.
BI Lichtenrade / Mahlow-Nord gegen Fluglärm e. V.
BI Dresdner Bahn e. V. sowie
Künstlergemeinschaft Lichtpunkt 49      

Datum:           Freitag, 11. September 2015, 16.00 – 23.00 Uhr

                      Sonnabend, 12. September 2015, 12.00 – 23.00 Uhr
                      Sonntag, 13. September 2015, 10.00 – 20.00 Uhr

Ort:                am Dorfteich, Alt-Lichtenrade, 12309 Berlin

Eintritt:           kein Eintritt & draußen

 

Im Gänsemarsch auf die Kuppel

Vorschulgruppe besucht den Bundestag

Die Lichtenrader Kitakinder kommen zwar erst nächstes Jahr in die Schule, doch sie wissen schon jetzt, dass im Deutschen Bundestag die Gesetze gemacht werden.

Foto: luczak-berlin.de
Die Vorschulgruppe einer Lichtenrader Kita besuchte zum Ende der Parlamentarischen Sommerpause den Deutschen Bundestag. Dabei durfte natürlich auch ein Besuch im Büro des direkt gewählten Tempelhof-Schöneberger Bundestagsabgeordneten Dr. Jan-Marco Luczak (CDU) nicht fehlen.
Die neugierigen Besucher erkundeten das Reichstagsgebäude, wo sie nicht nur aufmerksam der Führung folgten, sondern auch kluge Fragen stellen konnten. Im Gänsemarsch ging es im Anschluss auf die Kuppel, von der aus man die ganze Innenstadt überblicken kann. Mit ihren orangefarbenen Warnwesten waren die Kinder ein echter Hingucker und begeisterten Mitarbeiter wie Touristen gleichermaßen.
Nach einem aufregenden Besuch des Reichstagsgebäudes gab es eine kleine Stärkung im Büro von Dr. Jan-Marco Luczak. Der Bundestagsabgeordnete, der selbst in Lichtenrade zuhause ist, nahm sich natürlich Zeit für seine kleinen Gäste und zeigte ihnen sein Büro. Zum Abschluss durften die Kinder auf dem „Chefsessel“ des „Mannes auf den Wahlplakaten“ auch einmal Platz nehmen.
„Ich freue mich immer darüber, wenn Menschen Interesse an meiner Arbeit und unserer Demokratie haben. Eine so junge Besuchergruppe war für mich allerdings neu und eine ganz besondere Erfahrung, die mir noch lange in guter Erinnerung bleiben wird“ so Luczak, der von dem Besuch der kleinen Gäste sichtlich angetan war.

 

Förderprogramm Aktives Zentrum Lichtenrade setzt Akzente

Einweihung des Info-Pylons durch Bezirksstadträtin Dr. Sibyll Klotz

Am Freitag, dem 04. September 2015, wird um 12 Uhr am Standort Bahnhofstraße 50 (Ecke Rehagener Straße) der Informations-Pylon der Öffentlichkeit übergeben.
Die symbolische Einweihung erfolgt durch Dr. Sibyll Klotz, Bezirksstadträtin für Gesundheit, Soziales, Stadtentwicklung: „Es macht mich schon ein wenig stolz, dass wir in unserem Fördergebiet diese in Berlin bisher einzigartige Informationsmöglichkeit für die Menschen in der Bahnhofstraße und in Lichtenrade bieten können. Durch diesen Pylon ist eine dauerhafte Information der Öffentlichkeit zu den Entwicklungen im Rahmen von Aktive Zentren gegeben.“

Die Idee zur Einrichtung einer besonderen Infomöglichkeit zu „Aktive Zentren“ an der Bahnhofstraße wurde in der Bürgerkonferenz im Januar 2015 geboren und im Expertenworkshop Mitte Februar aufgegriffen. Nach einer Begehung durch die Fachämter und die Polizei wurden mehrere Standorte für tauglich befunden. Dabei wurde besonders darauf geachtet, dass nur eine minimale Einschränkung der Fußgänger erfolgt und die Sicherheit am Standort gewährleistet ist. Die zweite Steuerungsrunde favorisierte im März 2015 den jetzigen Standort. In einem Ausschreibungsverfahren wurde der Pylon entwickelt und beauftragt, die Finanzierung erfolgt bereits über das Förderprogramm „Aktive Zentren“.
Ich bin sicher, dass bald viele neue Infos und Termine für Interessierte unter der Rubrik Aktuelles zu finden sein werden – der nächste wichtige Schritt ist ja die Beauftragung der Projektsteuerung und des Geschäftsstraßenmanagements. Danach werden wir so schnell wie möglich ein Vor-Ort-Büro einrichten und die Ansprechpartner_innen persönlich präsentieren“, so Dr. Sibyll Klotz.


Aktuelle Entwicklungen werden auch regelmäßig auf der Internetseite des Bezirksamts Tempelhof-Schöneberg veröffentlicht: http://www.berlin.de/lichtenrade-bahnhofstrasse
Alle Fotos: Thomas Moser

 

Mosers Kolumne... WERDI-Tipps - September ... Kelly, Weinfest & Schöttler


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Flüchtlingsunterkunft am Kirchhainer Damm

Die Unterstützer der Lichtenrader Flüchtlingseinrichtung werden darauf hingewiesen, dass nun circa 250 Menschen, die aus ihren Heimatländern geflohen sind, in Lichtenrade angekommen sind.

Die Koordinatorin der Hilfen, Corinna Ehrhardt, bedankt sich für die breite Unterstützung und die freundliche Aufnahme der geflohenen Menschen in Lichtenrade: „Die Sachspendenangebote und das Angebot an tatkräftiger Hilfe haben uns und das Heim förmlich überrannt und wir haben Sie des Öfteren auf einen späteren Zeitpunkt vertröstet. Dieser Zeitpunkt ist nun gekommen: Das Unterstützernetzwerk kann „Fahrt aufnehmen und es wird viel Hilfe benötigt".

Foto: Thomas Moser ...mittlerweile hat sich hier auch schon einiges getan...

Aktuell werden ehrenamtliche Mitarbeiter für folgende Aufgaben gesucht:

  1. Gartenprojekt (ab September 2015): 2-3 Personen mit Erfahrung /Interesse an der Gartenarbeit werden gesucht zur Unterstützung der Bewohner beim Anpflanzen/Beet anlegen/Pflege etc. in der Gartensaison
  2. Kinderbetreuung (Spielangebote und Hausaufgabenhilfe, ab September 2015): 2-3 Personen, die Erfahrung in der Arbeit mit Kindern haben
  3. Spendenausgabe und -sortierung: 2-3 Personen
  4. Fahrradwerkstatt (wird aufgebaut, ab September 2015): 1-2 Personen mit handwerklicher Erfahrung werden zur Unterstützung/Anleitung der Bewohner gesucht
  5. Bedarfsweise Unterstützung des Hausmeisters/Transporthilfen mit handwerklichem Geschick: 2-3 Personen
  6. Unterstützung bei der Wohnungssuche: Kenntnisse über den Berliner Wohnungsmarkt
  7. Bedarfsweise Übersetzung/Begleitung bei Behördengängen (mit entsprechenden Sprachkenntnissen) 
  8. Sprachunterricht/Nachhilfe für Kinder und Erwachsene (bedarfsweise, Lehrerfahrung ist von Vorteil)

Die Voraussetzung für diese Tätigkeiten sind:

interkulturelle Kompetenz (Freude am Umgang mit Menschen, Sensibilität und Toleranz, Begegnung auf Augenhöhe…) nach Einarbeitung Vorlage eines erweiterten polizeilichen Führungszeugnisses (kostenfrei über Bürgerämter nach Vorlage einer entsprechenden Bescheinigung der Heimleitung).

Sofern Sie an einer der o.g. Tätigkeiten Interesse haben, sollte man sich bei Corinna Ehrhardt -Koordinatorin- oder Christine Fidancan -Mitarbeiterin des Ehrenamtsbüros des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg Telefon: 030 / 90277 – 6051)

Am besten ist, wenn man dies direkt bei Sommerfest vorbei kommt. Dort gibt es einen Stand für die Interessierten.

Sommerfest am Freitag, den 4.9.2015 zwischen 13 und 17 Uhr

Herzlich wird zum Sommer- und Nachbarschaftsfest in die Flüchtlingsunterkunft am Kirchhainer Damm 74 eingeladen: „Lernen Sie die Bewohner/-innen, das Leitungsteam und die Unterstützer in fröhlicher und ungezwungener Atmosphäre kennen. Es erwartet Sie ein buntes Angebot für Kinder und Erwachsene. Getränk, /Kuchen und Grillgut wird zu einem fairen Preis verkauft.“

Dann gibt es noch die „Roten Nasen“

Am 02. September 2015 um 16 Uhr startet ein Clownsworkshop der Roten Nasen im Wohnheim mit einer kleinen Aufführung der Roten Nasen.

Wir suchen noch Kinder aus Lichtenrade im Alter zwischen 6-14 Jahren, die daran gemeinsam mit Flüchtlingskindern teilnehmen möchten. Die Kleinen (ca. 6-10 Jahre) proben dann jeweils mittwochs zwischen 16-17.30 Uhr, die Größeren (10-14 Jahre) zwischen 17.30-19 Uhr. Beendet wird der Workshop nach vier oder fünf Terminen mit einer Aufführung des Erlernten.

Bitte melden Sie sich bei Interesse bei corinna.ehrhardt@gmx.de .

 

Lichtenrade im PaperPress

 

Staatsvertrag der Länder Berlin und Brandenburg über gemeinsame Jugendarrestanstalt

Der Senat hat heute dem von Justiz- und Verbraucherschutzsenator Thomas Heilmann vorgelegten Entwurf eines Staatsvertrages der Länder Berlin und Brandenburg über die Errichtung und den Betrieb einer gemeinsamen Jugendarrestanstalt zugestimmt. Gleichzeitig wurde der Justizsenator zur Unterzeichnung des Vertrages nach Unterrichtung des Abgeordnetenhauses ermächtigt.


Thomas Heilmann (Foto Thomas Moser)
Senator Heilmann: „Ich freue mich sehr über diesen weiteren Meilenstein einer sinnvollen Zusammenarbeit der beiden benachbarten Bundesländer. Es geht mir dabei nicht nur darum, dass das Land Berlin geschätzt 350.000 € im Jahr sparen kann, auch wenn das ein durchaus positiver Effekt ist. Wichtig ist vor allem, dass wir in der gemeinsam betriebenen Anstalt die Möglichkeit bekommen, den Jugendarrest qualitativ noch besser zu gestalten. Dank der größeren Zahl von Arrestierten können wir ein differenzierteres und vielfältigeres Angebot bereitstellen.“

Foto: dpa/Tim Brakemeier
Die Einrichtung in Berlin-Lichtenrade soll den Namen „Jugendarrestanstalt Berlin-Brandenburg“ führen. Dort stehen künftig von den vorhandenen 60 Plätzen der Anstalt 50 Plätze für Berliner Arrestierte und zehn Plätze für Arrestierte aus Brandenburg zur Verfügung. Im Falle von eventuell auftretenden Belegungsspitzen sollen die Länder auf die Arrestplätze des jeweils anderen Landes zugreifen können.

Für den Arrestvollzug gelten unter Berücksichtigung einer Reihe von Grundsätzen der sozialpädagogischen Ausrichtung die in Berlin anzuwendenden gesetzlichen Bestimmungen.

Die Dienstaufsicht für die in der Anstalt tätigen Beamtinnen und Beamten hat die Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz. Die Fachaufsicht üben beide Länder gemeinsam aus.

Berlin und Brandenburg tragen die Kosten für Personal und Geschäftsbetrieb gemeinsam. Aufgrund der geringeren Zahl an Arrestplätzen zahlt Brandenburg anteilig weniger. Der Berechnungsschlüssel wird in einer gesonderten Verwaltungsvereinbarung geregelt, die der Senat heute ebenfalls gebilligt hat.

Nach Unterzeichnung des Staatsvertrages ist das zugehörige Ratifikationsgesetz beim Abgeordnetenhaus einzubringen. Der Staatsvertrag tritt am ersten Tag des 2. Monats nach dem Austausch der Ratifikationsurkunden in Kraft.

Zahlen zur Jugendarrestanstalt in Berlin:
Seit März 2012 hat die Jugendarrestanstalt in Berlin-Lichtenrade eine Belegungskapazität von 60 Plätzen, davon sind im Schnitt knapp 20 Plätze belegt. Insgesamt hat die Jugendarrestanstalt 2014 752 Jugendliche (650 männlich/102 weiblich) aufgenommen. Vollzogen werden in der Jugendarrestanstalt sowohl Dauer- als auch Kurz- und Freizeitarrest.

 

Fairer Handel auch beim Wein- und Winzerfest

Den Veranstaltern des Lichtenrader Wein- und Winzerfestes ist neben den vielen Weinangeboten, besonderen Musikdarbietungen und kunsthandwerklichen Ständen, auch immer die Präsentation von Informationen von lokalen Initiativen wichtig.

Die BUND-Bezirksgruppe Tempelhof-Schöneberg, der Veranstalter Family & Friends und die AG Bahnhofstraße e. V. wollen bei den Festen in Lichtenrade einen Schwerpunkt auf „Fairtrade“ legen. Sie haben sich auf vielfältige und hochwertige Fairtrade-Stände verständigt, an denen auch Verkostungen stattfinden. Hierbei kann der Zusammenhang zwischen dem Kauf fair gehandelter Produkte und der Verbesserung der Lebensqualität der Produzenten in den Erzeugerländern dargestellt werden.

Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg bemüht sich seit einiger Zeit um den Titel „Fairtrade-Town.“

Doris Deom von BUND mit einer fair gehandelten Puppe (Maientanz 2015-Foto Thomas Moser)

Mit einem Informations- und Verkaufsstand ist die BUND Bezirksgruppe wieder am Lichtenrader Dorfteich dabei, wo sich Interessierte über das Sortiment des Fairen Handels und die Bezugswege informieren können. Auch hier und nicht zuletzt beim Fairtrade-Frühschoppen am Sonntag, den 13. September 2015 ab 12.00 Uhr, wird es eine Verkostung geben.

Weiteren Zuwachs erhält der Markt des Fairen Handels von Ethiquable mit ihrem vegan-vegetarischen Programm wie Marmeladen, Ölen, Snacks und Gebäck. Andere Fairtrade-Partner bringen Ledertaschen und Accessoires kubanischer Machart mit. Die Textilien sind von den Kunas direkt gekauft und fair gehandelt. Selbstentworfene Kleidung, Stoffbeutel und anderes entstehen aus fair bezogenen Stoffen, werden mit Siebdruck veredelt und beispielhaft dem breiten Publikum vorgestellt. Gerne werden Wunschtextilien bedruckt, egal welches fair gehandeltes Modell ausgesucht wird. Außergewöhnlicher Fairtrade-Schmuck und kleidsames Zubehör aus Fairem Handel wird aus Seide, Papier, Horn und Knochen, Tagua, Chirilla, Açai oder Baumwolle neu in Eigenproduktion oder im aufwendigen Upcycling-Verfahren hergestellt.

Und damit nicht genug! Ganz im Zeichen des Upcycling-Verfahrens stehen auch Wohnobjekte. Aus Lampen, Schränken, Tischen, Taschen und Bänken entsteht etwas antik Anmutendes, Gemütliches, Wohnliches oder Tragbares. Specksteingefertigte Tiere und Tierchen, Skulpturen und wohnliche Dekorationsartikel ergänzen das auf dem Markt des Fairen Handels dargebotene Sortiment. ToM

Wein- und Winzerfest am Dorfteich Lichtenrade

Freitag, 11. September 2015, 16.00 – 23.00 Uhr

Sonnabend, 12. September 2015, 12.00 – 23.00 Uhr

Sonntag, 13. September 2015, 10.00 – 20.00 Uhr

 

Hintergründe zu Fairtrade:

Wenn ein Bauer trotz harter körperlicher Arbeit seine Familie nicht ernähren kann, dann liegt das zum Teil auch an ungerechten Welthandelsstrukturen. Im Fairen Handel sind die Strukturen anders: Die Produkte werden zu fairen Bedingungen hergestellt und exportiert. Beim Fairen Handel geht es nicht nur um den Warenhandel, sondern es geht auch darum, auf politischer Ebene für mehr Gerechtigkeit einzutreten. Zwar ist der Faire Handel nicht die Lösung für alle Probleme dieser Welt, aber er bietet benachteiligten Produzenten eine Möglichkeit, ihre Produkte unter fairen Bedingungen zu vermarkten.

Viele verbinden mit dem Fairen Handel die Zahlung eines fairen Preises. Damit ist gemeint, dass für bestimmte Produkte ein Fairtrade-Mindestpreis garantiert wird. Für diese Produkte muss der Preis immer gezahlt werden – egal, wie niedrig der Weltmarktpreis liegt. Darüber hinaus wird für viele Produkte auch eine Fairtrade-Prämie bezahlt. Die zu Genossenschaften zusammengeschlossenen Bauern entscheiden selbst, wofür die Fairtrade-Prämie verwendet wird, z.B. für:

  • Bau von Trinkwasserbrunnen
  • Bau oder Renovierung von Straßen / Schulen
  • Medizinische Versorgung
  • Fortbildungen

Es gelten partnerschaftliche Prinzipien wie z.B. langfristige und möglichst direkte Handelsbeziehungen. Bei Bedarf erhalten die Genossenschaften schon vor der Lieferung eine Anzahlung, die so genannte Vorfinanzierung. Auch die Umstellung auf biologische Landwirtschaft wird im Fairen Handel stark gefördert. Für viele Bauern ist es schwierig, ihre Ware zu vermarkten. Oft fehlt es an den einfachsten Dingen wie zum Beispiel einer Transportmöglichkeit der Produkte. Durch den Zusammenschluss in Genossenschaften haben die Bauern die Möglichkeit, ihre Produkte zu vermarkten, sich fortzubilden und für ihre Rechte einzutreten.

Außerdem sind im Fairen Handel ausbeuterische Kinderarbeit und Zwangsarbeit verboten. Angestellte auf Plantagen und in Fabriken erhalten eine angemessene Bezahlung und profitieren unter anderem von Schutzkleidung, bezahltem Urlaub und sozialer Vorsorge – alles Dinge, die bei uns selbstverständlich sind.

Alle Konsumenten entscheiden durch ihr Einkaufsverhalten, welchen Stellenwert faire Arbeits- und Lebensbedingungen im weltweiten Handel haben. Nur dank ihnen ist der Faire Handel möglich. Je mehr Menschen den Fairen Handel auch mit dem Kauf fair gehandelter Produkte unterstützen, desto gerechter geht es im weltweiten Handel zu.

 

Happy Birthday Suppenküche

„Suppenküche kann mehr als Suppe“, hieß es in der Lichtenrader Internetzeitung zum 10-jährigen Jubiläum der sozialen Einrichtung. Die Lichtenrader Suppenküche bekochte zum ersten Mal am 4. September 2005 zehn bedürftige Gäste. Jetzt kommen, Sonntag für Sonntag, weit über 100 Besucher in den Flachbau am Graben in der Finchleystraße. Hier gibt es Lebensmittel, soziale Wärme und natürlich eine Suppe.

Aber Suppenküche kann auch Feiern. Einmal jährlich feiern sich die Ehrenamtler selbst und laden Freude und Förderer zum Sommerfest ein. Das 10-jährige Jubiläum ist aber auch für die Suppenküche etwas Besonderes.

Ingrid Kühnemann, Alex Benkel-Abeling, Angelika Schöttler und Andrea Kühnemann (v.lks.n.re)

Patrick Liesener (BVV) und Frau (lks), Regina Körper (BVV-re) neben Jutta Kaddatz und Christian Körper vom Rocktreff
Die Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, die stellvertretende Bürgermeisterin und Stadträtin Jutta Kaddatz, die Schriftführerin der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg, Ingrid Kühnemann, und weitere Vertreterinnen und Vertreter der BVV gaben sich die Ehre.


In ihrer kleinen Ansprache dankte die Bürgermeisterin der Suppenküche für ihr Engagement.

Vom Paritätischen Wohlfahrtsverband Berlin überreichte Helmut Forner die Ehrennadel des Verbandes an den Motor der Suppenküche, Alex Benkel-Abeling, stellvertretend für alle ehrenamtlichen Helfer. Stolz verkündet Alex Benkel-Abeling beim Sommerfest, dass sie von der Senatsjugendverwaltung die Anerkennung als Jugendhilfeträger erhalten haben. Mehr zu den Aktivitäten der Suppenküche im Jubiläumsbericht, der an dieser Stelle noch einmal veröffentlicht wird.

lks neben Angelika Schöttler Rainer Schwarz -Jugendamtsleiter-
Vom Jugendamt besuchte der neue Jugendamtsleiter, Rainer Schwarz, das Fest. Vom Ehrenamtsbüro des Bezirkes war Christine Fidancan dabei.

Viele weitere Gäste kamen zum Fest und gratulierten. So waren auch Lehrer des Georg-Büchner-Gymnasiums dabei, die in den achten Klassen ganz konkret und tatkräftig die Suppenküche, Sonntag für Sonntag, unterstützen.


Der Unterstützer und Förderer der Suppenküche, der ehemalige Jugendstadtrat Dietrich Schippel und Frau, freute sich besonders über die Ehrung der Suppenküche durch den Paritäter.

Der Unternehmer Thomas Schmidt von GeteMO überreichte einen Blumengruß, Andreas Buder vom Partyservice Buder, Selgros Stahnsdorf, Lila Bäcker, Kräuter Kühne und die Salvator-Gemeinde unterstützten das Jubiläumsfest. Eine ganz besonders leuchtende Unterstützung brachte Feuerwerk-Events mit.

Sie ließen die Festgäste, und sicher auch die Bewohner der angrenzenden Hochhaussiedlung, bei einem schönen Feuerwerk staunen. Herzlichen Glückwunsch Suppenküche und Danke!

Zum Jubiäum hat der Verein auch neue T-Shirts für die Helferinnen und Helfer erworben.

Thomas Moser (auch alle Fotos)


Gabriele und Klaus-Peter Kelb haben schon oft für die Suppenküche gespendet. Auch dieses Jahr wird wieder ihr "privater" Weihnachtsmarkt am 28.11. in Lichtenrade stattfinden.

Heute wird gegrillt...

Der Rasen ist auch gemütlich...

Bericht aus der Lichtenrader Internetzeitung vom 10. März 2015:

10 Jahre Suppenküche Lichtenrade oder Suppenküche kann mehr als Suppe!

Die Suppenküche Lichtenrade e. V. ist eine bekannte Institution im Berliner Süden. In einem Bungalow am Graben in der Finchleystraße 11 werden Sonntag für Sonntag circa 150 Suppen und ein gesunder Nachtisch ausgegeben.

Vor 10 Jahren, im April 2005, startete die Lichtenrader Suppenküche in der heute noch existierenden Form; nur der Ort musste zwischendurch mal wechseln. Die Idee hatte bereits 2003 der inzwischen verstorbene evangelische Seelsorger Ernst-Ludwig Koch. Es fing zunächst mit 10 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern an, die am 4. September 2005 ungefähr 10 Gäste bekochten. Die erste bunte Gemüsesuppe und ein Obstsalat wurden ausgegeben. Ein bedeutsamer finanzieller Anschub wurde von der katholischen Salvator-Gemeinde geleistet. Tische und Stühle mussten angeschafft und überarbeitet werden. Kleinere Umbauten mussten erfolgen und viele „Kleinigkeiten“ waren zu organisieren. Nach und nach wurde ein Großkücheninventar erworben, weil dass die notwendige Grundlage für die gut besuchte Suppenküche ist. Bei allen Aspekten mussten selbstverständlich immer die hygienischen Vorschriften beachtet werden.

Eine warme Suppe ohne Ansehen der Person

Für die Suppenküche war und ist wichtig, dass jeder, der Hilfe benötigt, sie auch erhält. Die Essensausgabe und die anschließende Lebensmittelausgabe erfolgen ohne Ansehen der Person, des Alters, der Herkunft und Religion.

Bei Wind und Wetter...


Jeder erhält ein kostenfreies warmes Essen. Die Suppenküche verzichtet ganz bewusst auf den Nachweis der finanziellen Bedürftigkeit. In der Suppenküche ist man überzeugt, dass sich die Menschen nicht ohne Not lange anstellen und in beengten Räumlichkeiten essen.

Immer im Einsatz: Alex Benkel-Abeling hier im Winterdienst
Die Leiterin der Suppenküche Alex Benkel-Abeling: „Bitte glauben sie mir, dass man den Menschen die Armut leider all zu oft ansieht.“ Auch durch Krankheit in Armut geratene Mitbürger, darunter viele Rentner, gehören zum Kundenkreis der Suppenküche.

Ehrenamtliche Hilfe und Spenden

Die Suppenküche lebt nur von Spenden und von ehrenamtlicher Arbeit. Zurzeit sind circa 50 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer aktiv.

Die Suppenküche-Crew bei der AOK-Scheckübergabe
Weitere Hilfe, in den unterschiedlichsten Feldern, ist jedoch erwünscht. Hilfe wird beim Transport der Lebensmittel, bei der Essenszubereitung oder Ausgabe oder für die Pflege der Internet-Website benötigt. Die Lebensmittelspenden werden jede Woche am Freitag und Samstag eingesammelt und am Sonntag wird die Suppe gekocht und die Lebensmittelausgabe vorbereitet. Ab 12 Uhr beginnt dann die Essensausgabe. Für viele Menschen ist die Suppenküche mittlerweile auch ein wichtiger sozialer Treffpunkt geworden.

Als Spenden sind die Lebensmittelspenden der Geschäfte die wichtigste Grundlage. Ohne Lebensmittel kann es keine Suppe geben. Die Geld-Spendenquellen sind genauso wichtig, da es verschiedenste Betriebsausgaben gibt und Anschaffungen immer wieder dringend notwendig sind.

Die Suppenküche backt Crêpes gegen eine Spende. Hier mit Reichelt-Chef Alexander Kruse
Als regelmäßige Spenden kann auf die von Kunden nicht eingelösten Pfandbons von EDEKA-Reichelt in der Goltzstraße und von EDEKA-Gayermann am Schichauweg (Barnetstraße 41/42) zurückgegriffen werden. Die Suppenküche freut sich immer wieder über Einzelspenden. Darüber hinaus organisieren die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer Beköstigungsstände zum Beispiel beim Lichtermarkt. Auch diese Einnahmen werden für die Kosten in der Suppenküche benötigt. Die Suppenküche hat viel Kontakt zu Vernetzungspartnern, die bei Umbauten und Reparaturen die Einrichtung tatkräftig unterstützen. Neue Mitglieder sind im Förderverein der Suppenküche herzlich willkommen.

Suppenküche macht mehr als Suppe!

Die Suppenküche ist in den verschiedensten sozialen Feldern tätig. Seit mehreren Jahren läuft eine enge Kooperation mit dem Georg-Büchner-Gymnasium. Im Projekt „Soziale Jugendbildungsarbeit“ lernen die Schüler aus meist gutsituierten Elternhäusern Aspekte von Armut kennen. Außerdem lernen sie, dass man ohne große finanzielle Mittel vor Ort Hilfe leisten kann. Und so ganz nebenbei bekommen die Schüler einen neuen Blick auf Lebensmittel, da die Suppenküche Lebensmittel verwendet, die die jungen Menschen sonst vermutlich entsorgen würden.

2012 spendeten die Christmas-Biker
In der Suppenküche sind regelmäßig junge Erwachsene und Jugendliche, die mit dem Gesetz in Konflikt gekommen sind. Es gibt eine enge Zusammenarbeit mit der Jugendgerichtshilfe. Die jungen Menschen leisten in der Suppenküche Sozialstunden ab und lernen so ganz nebenbei Sozialkontakte mit ganz anderen Menschen zu pflegen und auch Ausdauer und Zuverlässigkeit. Übrigens ist der Kontakt mit diesen Jugendlichen auch für die Schüler sehr hilfreich. Von der Stiftung SPI und dem Diversionsbüro „Schadenswiedergutmachung statt Strafe“ wird für straffällig gewordene Jugendliche und Heranwachsende freiwillige gemeinnützige Arbeit vermittelt. Die Suppenküche leistet in diesem Rahmen eine Arbeit mit pädagogischen Ansätzen.

Die Zukunft der Suppenküche

Die Suppenküche ist in Lichtenrade eine soziale Einrichtung, die nicht mehr wegzudenken ist. Eine Sorge sind die Räumlichkeiten, mit denen man an die Kapazitätsgrenzen gestoßen ist. Die Zukunft wird zeigen, ob es hier Möglichkeiten einer räumlichen Veränderung gibt. In der Suppenküche sieht man hautnah, dass Armut auch in Lichtenrade ein wachsender Bereich ist.

Die BVV-Vorsteherin Petra Dittmeyer übergibt den Förderpreis (Foto: H. Bonk)
Der mit 1000 Euro dotierte Förderpreis vom Bezirk Tempelhof-Schöneberg wurde der Suppenküche Lichtenrade Ende Februar übergeben. Wir gratulieren!

Thomas Moser

http://www.suppenkueche-lichtenrade.de

ALLE FOTOS (soweit nicht extra gekennzeichnet): Thomas Moser

 

Flower-Power am Dorfteich: Wein, Winzer, aber keine Wiese für Kinder

Blumen und Kinder wollen auch von der Wiese am Dorfteich Lichtenrade Besitz ergreifen.

Mit dieser Botschaft weisen die Veranstalter des 28. Wein- und Winzerfestes auf das Nutzungsverbot für Kinderaktivitäten hin.

Kaum Kinderangebote und eine Blumenaktion

Das Wein- und Winzerfest wird in diesem Jahr erneut am Dorfteich Lichtenrade stattfinden. Die meisten Besucher sind von dieser Location wegen der ursprünglichen Atmosphäre begeistert. Verwundert waren Besucher schon beim letzten Fest, dem Maientanz, weil es kaum Angebote für Kinder gab. Zwar gab es einzelne Bastelstände, aber entsprechende Anträge zur teilweisen Nutzung der Grünfläche südlich des Dorfteiches wurden immer wieder vom Bezirksamt abgelehnt. So auch in diesem Jahr.

In einer bunten Flower-Power-Aktion, bei der „Blumenkinder“ symbolisch die vertrocknete Wiese mit künstlichen Blumen zum Blühen gebracht haben, protestieren die Veranstalter nun öffentlich gegen die Ablehnung und hoffen, dass die Genehmigungsbehörde doch noch ein Einsehen hat.

Die Idee zur Aktion in stilechter Blumenkindermanier stammt von Doris Deom, die beim BUND für Umwelt und Naturschutz aktiv ist.

Eva Reisberg und Doris Deom -re- (BUND Tempelhof-Schöneberg) begrüßten die Kunden bei einer Fairtrade-Aktion im benachbarten Seidenblumengeschäft -Foto: HDKeitel

„Was soll denn das?“, fragt der Volksparkchef

Der Veranstalter des Wein- und Winzerfestes ist seit einigen Jahren „Family & Friends“. Dabei unterstützen Lichtenrade Vereine und Initiativen die Aktivitäten des Veranstalters. Mit dabei sind beispielsweise die Aktionsgemeinschaft Bahnhofstraße, der Trägerverein vom benachbarten Lichtenrader Volkspark, die Bürgerinitiative Dresdner Bahn und auch die Bürgerinitiative Lichtenrade/Mahlow Nord gegen Fluglärm. Aber auch die Umweltinitiative BUND Tempelhof-Schöneberg ist im Boot bei den Lichtenrader Festen dieses Veranstalters. So hat Michael Delor vom BUND den Antrag auf Nutzung des Hermann-Wundrich-Platzes für Kinderaktivitäten gestellt. Geplant war die Aufstellung eines Märchenzeltes.

Michael Delor beim Stadt-Natur-Tag 2013
Delor erläutert: „Eltern sollen die Chance erhalten, ihre Kinder auf Bänken sitzend beim Märchenhören und bei den Ritterfestspielen beobachten zu dürfen und sich daran zu freuen.“ Delor kann die Ablehnung nicht nachvollziehen und weist auf schon vorhandene erhebliche Schäden der Wiese hin: „… soweit man überhaupt noch von einer Wiese sprechen kann. Außerdem ist es sowieso eine Erholungsfläche für Bürger.“

Auch der Lichtenrader Volkparkchef Wolfgang Spranger, der sonst selbst in Sachen Grün unterwegs ist, ist fassungslos und versteht die Welt nicht mehr: „Was soll denn das?“

Der zuständige Stadtrat Daniel Krüger erläutert auf Nachfrage, dass in einer Grünanlage keine Veranstaltungen stattzufinden haben: „Dann wäre es keine Grünanlage mehr!“ Faktisch wird die Fläche als Ruhebereich bei dieser Veranstaltung sowieso genutzt werden. Krüger erläutert, dass er durchaus Verständnis für das Anliegen der Veranstalter hat: „Grünanlagen sind dafür aber nicht geeignet.“ Man habe auf Ausweichmöglichkeiten hingewiesen. Außerdem führt er aus, dass es keine personellen Kapazitäten mehr gibt, um mögliche Schäden wieder kompensieren zu können. Vergleichbare Anliegen werden immer wieder an ihn herangetragen. Neben Anwohnerbeschwerden waren das jedoch auch Gründe, warum der Kulturlustgarten nicht mehr im Volkspark Mariendorf stattfindet.

Veranstalter will Kinderangebote mit Herz

Die Angebote würden von Family & Friends finanziert werden. Dort ist man nicht damit einverstanden, dass die Genehmigungsbehörde das Angebot in den Durchgang östlich der Kirche verschieben will. Von Veranstalterseite heißt es „Dieser abgelegene Winkel hinter dem Toilettenwagen ist für uns keine Option! Solch schöne Angebote gehören nicht im Hinterhalt versteckt. Auch unsere Sympathie für Kinder und Familien gehört nicht versteckt.“

Claudia Scholz ärgert sich darüber, weil sie bei den Festen in Lichtenrade immer bewiesen haben, dass sie ein verlässlicher Partner waren: „Bereits in der Vergangenheit haben wir bewiesen, dass unsere Arbeit das Vertrauen durch den Bezirk wert ist. Wir säubern selbstverständlich sowieso immer nach den Veranstaltungen das gesamte Areal rund um den Dorfteich.“ Claudia Scholz weist auch darauf hin, dass bei den Angeboten die Kinder nicht „an der Garderobe abgestellt“ werden: „Wie wollen ein schönes Familienangebot schaffen und die Wiese für die Öffentlichkeit sinnvoll nutzen.“

Warum wurde abgelehnt?

In der Ablehnung vom Straßen- und Grünflächenamt heißt es, dass Grünflächen nur im Einzelfall mit Genehmigung genutzt werden können, wenn das „überwiegende öffentliche Interesse dies erfordert und die Folgenbeseitigung gesichert ist. Weiter heißt es, dass bei dem Fest die Grünanlage „bereits im erheblichen Maße durch die Insellage beeinträchtigt und durch die Besucher der Veranstaltung stark mitbenutzt wird.“ Die Veranstalter sind entsetzt, dass bei einem Fest entsprechende Kinderaktivitäten nicht im öffentlichen Interesse sein sollen. Für Claudia Scholz von Family & Friends ist es eindeutig: „Das gefällt uns gar nicht! Es ist unanständig, dass auf der Wiese, die streckenweise gar keine Wiese ist, wir Kindern keine Angebote machen können.“ Für Claudia Scholz ist dies eine Herzensangelegenheit, zumal der Veranstalter, eine Nachbarschaftsinitiative aus dem Westend, seinen Ursprung in einer Spielplatzinitiative hat. Der Veranstalter hat es bislang immer wieder geschafft, dass die Feste in Lichtenrade durch vielfältige künstlerische Angebote aufgewertet wurden.

Thomas Moser

Wein- und Winzerfest am Dorfteich Lichtenrade

Freitag, 11. September 2015, 16.00 – 23.00 Uhr

Sonnabend, 12. September 2015, 12.00 – 23.00 Uhr

Sonntag, 13. September 2015, 10.00 – 20.00 Uhr

Fotos Thomas Moser; soweit nicht gesondert gekennzeichnet.
Stellungnahme von Stadtrat Krüger wurde am 20.8.2015 ergänzt.


 

Dresdner Bahn: SPD meldet sich zu Wort!

In den letzten Tagen wurde fast täglich, auch in der Lichtenrader Internetzeitung, über die Entwicklungen rund um die Dresdner Bahn und den geforderten Tunnel berichtet. Der Tagesspiegel behauptete fälschlischerweise, dass das Eisenbahn-Bundesamt die von der Bahn ebenerdig beantragte Variante bereits genehmigt hat. Ganz so weit ist es jedoch noch nicht. Die BI Dresdner Bahn und zum Beispiel der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Jan-Marco Luczak fordern politische Lösungen sowie praktische Schritte und schauen dabei in Richtung Berliner Senat.

Nun äußert sich die SPD-Fraktion der BVV Tempelhof-Schöneberg in einer Presseerklärung und fordert eine politische Lösung vom Bund:

Tunnellösung für Dresdner Bahn in Lichtenrade: CDU muss ihr politisches Rollenspiel beenden

Die SPD-Fraktion in der BVV Tempelhof-Schöneberg kritisiert, dass mit Erlass des Planfeststellungsbeschlusses durch das Eisenbahnbundesamt die von der Bahn beantragte Lösung ohne Tunnel für die Dresdner Bahn realisiert werden soll. Dies sei eine Entscheidung gegen den Willen der Bevölkerung in Lichtenrade, sagte der Fraktionsvorsitzende Jan Rauchfuß. Die SPD in Tempelhof-Schöneberg habe sich immer für eine Tunnellösung stark gemacht und dafür gesorgt, dass diese Forderung sogar in den Koalitionsvertrag auf Landesebene aufgenommen wurde.

Die SPD-Fraktion hat deshalb auch überhaupt kein Verständnis für das Verhalten der CDU in Tempelhof-Schöneberg, die wider besseren Wissens behauptet, der Senat und insbesondere der Regierende Bürgermeister habe nun dafür zu sorgen, dass der Tunnel kommt. "Es ist die Aufgabe des CSU-Bundesverkehrsministers, eine politische Entscheidung zu treffen und eine Tunnellösung für die Dresdner Bahn zu organisieren", so Jan Rauchfuß. "Herr Dobrinth entscheidet aber nicht nur nichts, er antwortet nichteinmal auf Fragen dazu."

Der Senat habe, dies bestätigte auch der Fraktionsvorsitzende der CDU im Abgeordnetenhaus, sogar angeboten, die Mehrkosten für den Tunnel aus Landesmitteln zu tragen - ein Angebot, das ebenfalls im Nirwana des Bundesverkehrsministeriums verhallt sei. "Die SPD-Fraktion fordert die CDU auf, ihr politisches Rollenspiel, bei dem vor Ort Unterstützung versprochen und bei den zuständigen Stellen des Bundes das Gegenteil getan wird, endlich zu beenden. Ich erwarte von der CDU zu einem gemeinsamen Engagement für die Tunnellösung in Lichtenrade zurückzukehren. Das Thema ist zu wichtig für plattes Wahlkampfgetöse", so der Fraktionsvorsitzende abschließend.

Foto und Vorbemerkung: Thomas Moser

 

Eine Lichtenrader Zeitungsente - Aber die Entscheidung wird kommen…

Die Lichtenrader Internetzeitung berichtete am 16. August 2015 von einer Information des Tagespiegels, dass das Eisenbahn-Bundesamt zur ebenerdigen Führung der Dresdner Bahn durch Lichtenrade schon eine Entscheidung getroffen hat. Es fehle nur an einer Veröffentlichung des Beschlusses. Dies ist eindeutig falsch, wie heute der Stellvertretende Vorsitzende der Bürgerinitiative Lichtenrade-Dresdner Bahn, Rainer Welz, bestätigt.

Künftig Chaos im Tunnel und hohe Lärmschutzwände? (Dank an die BI Dresdner Bahn zur Veröffentlichung der Grafik)

Diese neue Information wurde heute auch über die Berliner Morgenpost verbreitet. In der Morgenpost heißt es dazu: „Die Arbeiten zum Planfeststellungsbeschluss für die 560 Millionen Euro teuren Fernbahnstrecke durch Lichtenrade seien weit fortgeschritten, aber noch nicht abgeschlossen, sagte Heike Schmidt vom Eisenbahn-Bundesamt auf Anfrage der Berliner Morgenpost.“

Im Januar bei der Bürgerkonferenz: Rainer Welz (Mitte) und Manfred Beck (re) von der BI Lichtenrade-Dresdner Bahn im Gespräch mit Patrick Liesener (Bezirksverordneter der CDU-Fraktion)

Für BI-Vertreter Welz ist wichtig, dass endlich auch auf Berliner Ebene Gelder für einen Tunnel in den Haushalt eingestellt werden: „Nur so kann das Bundesverkehrsministerium auch die Ernsthaftigkeit von Berlin erkennen.“

Neben dem CDU-Fraktionsvorsitzenden im Abgeordnetenhaus, Florian Graf, äußerte sich in den letzten Tagen auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Jan-Marco Luczak für eine Tunnellösung: „Die Forderung nach einem Tunnel war und ist immer eine politische – dafür ist nach wie vor noch Raum!“ Weiter sagt Luczak: „Ich begrüße, dass das Land Berlin dazu bereit ist, seinen Anteil an den Mehrkosten für den Tunnelbau zu übernehmen. Das muss jetzt aber auch schwarz auf weiß dokumentiert werden.“

Das Eisenbahn-Bundesamt kann nur über die ebenerdige Variante entscheiden. Diese Entscheidung wird auch kommen und es kann erwartet werden, dass ein entsprechender Planfeststellungsbeschluss erlassen wird…früher oder etwas später. Offensichtlich kann jetzt nur eine politische Lösung helfen, damit die Bahn neue Pläne mit einen Tunnel einreicht.

Thomas Moser

Der letzte Bericht in der Lichtenrader Internetzeitung: http://weblog.lichtenrade-berlin.de/archive/2015/08/16/wird-lichtenrade-zu-l-rmenrade.htm

 

11.- 13.9.: Wein- und Winzerfest am Dorfteich - Ein tolles Programm und viel wartet auf Sie!

28. Wein- und Winzerfest in Berlin-Lichtenrade,

am Dorfteich, Alt-Lichtenrade, 11. – 13. September 2015

... rund um den Dorfteich mit den Four Shops!

In vino veritas!

Eines der schönsten und ältesten Wein- und Winzerfeste Berlins findet immer am zweiten September-Wochenende in Lichtenrade statt. Ort des Geschehens ist diesmal wieder der idyllisch gelegene Dorfteich, Alt-Lichtenrade. Damit geht das Weinfest den Ort zurück, wo alles seinen Anfang nahm, denn rund um den Lichtenrader Dorfteich fand in den 50er Jahren das erste innerstädtische Baumblütenfest als Pendant zum damals im Ostteil der Stadt gelegenen Baumblütenfest in Werder statt. Vom 11. - 13. September 2015 präsentieren ca. 30 Winzer aus allen deutschen Anbaugebieten sowie Österreich, Frankreich, Spanien und Portugal ihre edlen Tropfen im südlichsten Stadtteil Berlins. Menschen, die Wein machen, treffen auf diejenigen, für die sie das tun: persönlich, kompetent und vor allem gut gelaunt!

Nach Herzenslust kann gefachsimpelt werden. Oder der laue Abend bei einem Fläschchen Wein genossen werden, dazu ein passender Snack – von Flammkuchen bis zu Käsespezialitäten - bei Live-Musik und mit guten Freunden!

Apropos Live-Musik: Den Anfang machen am Freitag More Town Soul (Fr, ab 19 Uhr). Wie der Name schon andeutet, hat sich die 10-köpfige Berliner Band dem Soul aus den großen Zeiten der Wilson Picketts, Aretha Franklins und James Browns verschrieben. Mit tollen Soul-Stimmen und fetzigen Bläsersetzen sorgen sie für Party-Stimmung am Lichtenrader Dorfteich.


Weiter geht's am Samstag mit Düsseldorfs durchgeknalltester Band, den legendären Four Shops (Sa und So, ganztägig). Das Schlagzeug in den Einkaufswagen gestellt und ab um den Lichtenrader Dorfteich! Bunt, schrill und mobil zieht das ungewöhnliche Quartett über das Pflaster und lässt im Retrolook mit Afrofrisur und riesigen Sonnenbrillen den Charme der 70er Jahre wieder auferstehen. Ob Songs von Stevie Wonder, The Temptations oder Earth, Wind and Fire - wenn das Schlagzeug anrollt, kommt auch das Publikum in Bewegung!


Am Samstagabend beschließt der Berliner Neo-Crooner Lenard Streicher & Band (Sa, ab 19 Uhr). Wenn die fünf Herren im edlen Zwirn die Bühne am Dorfteich betreten, bleibt kein Auge trocken und kein Bein ruhig stehen. Ihre einzigartige Mischung aus Swing, Jump & Jive, Rockabilly, Boogie und Rock'n'Roll und einer gehörigen Portion Live-Entertainment lässt keine Wünsche offen.

Der Sonntag beginnt traditionell mit einem ökumenischen Gottesdienst (So, ab 11 Uhr), gefolgt vom Lichtenrader Gospelchor (So, ab 12 Uhr).

Den Abschluss bildet das 1997 von der Pianistin Bettina Erchinger gegründete Berliner Damenorchester Salome (So, ab 18 Uhr). Handgemacht und mundgeblasen spielt, singt und tanzt es sich in einer temporeichen Fahrt durch eine Mischung aus Swing, Soul & Rock’n‘Roll. Mit Charme und Tempo, frech und stilvoll bieten acht zauberhafte Ladies außergewöhnliches Entertainment.


Aber was wäre ein Straßenfest ohne Streetacts? Aus Frankreich kommt Gilbert, le Saltimbanque de Paradis, einer der letzten Vertreter jener fast ausgestorbenen Spezies von Artisten, die mit ihren sensationellen und auch kuriosen Darbietungen auf der Straße das Publikum in ihren Bann zogen. Er fasziniert das Publikum mit Zaubertricks und komischen Nummern, begleitet von der kleinen imaginären Flohdame Fifine, die mit waghalsigem Salto von einem hohen Turm ins Wasserbecken springt. Und niemand speit so großartige Feuerfontänen wie Gilbert, der einst vor dem Pariser Centre Pompidou die Straßenartistenszene organisierte und schon mit vielen Großen dieser Welt wie Audrey Hepburn, Anthony Perkins oder den Bee Gees gearbeitet hat.

Der VerwirrRealist spielt mit den Sinnen und der Wahrnehmung seiner Zuschauer. Und was mit einem einfachen Trick beginnt, endet in einem Gemeinschaftserlebnis, bei dem alle (bis auf einen) genau sehen, wie das Kunststück funktioniert, es aber dennoch nicht glauben können. In der Zeit dazwischen wandern Spielkarten aus dem Spiel zurück in die Kartenschachtel, durchdringen Ringe seinen gefesselten Körper, Bälle verwandeln sich unter Bechern in Kartoffeln und Eier tauschen die Plätze mit Zitronen …

The Sideshow Charlatans – zwei Aufschneider, die sich übersinnlich geben. Ein charmanter Impresario präsentiert eine Hand voller Attraktionen, vereint in der Person der unheimlich begabten und vielfach talentierten Ms. Thomson. Sie fängt Geschosse mit den Zähnen auf, liest Gedanken, überträgt Berührungen und beschwört Poltergeister. Es sind falsche Wunder in einem Kuriositätenkabinett voller skurriler Illusionen.

Ergänzt wird das Lichtenrader Weinfest durch eine große Kunsthandwerkermeile. Künstler und Kunsthandwerker stellen hier ihre Produkte aus, lassen sich bei der Arbeit über die Schulter schauen und verkaufen ihre selbst gefertigten Kunst-Stücke an Ort und Stelle. Genau das Richtige, um sich jahreszeitgemäß auszustatten. Und ob praktisch-schön, überraschend-edel oder überflüssig-genial - sie haben immer eines gemeinsam: Sie sind originell - und - original!

Das Winzerfest ist in jedem Falle eine Reise nach Berlin und bis nach Lichtenrade wert!

Datum:           Freitag, 11. September 2015, 16.00 – 23.00 Uhr

                      Sonnabend, 12. September 2015, 12.00 – 23.00 Uhr
                      Sonntag, 13. September 2015, 10.00 – 20.00 Uhr

Ort:                am Dorfteich, Alt-Lichtenrade, 12309 Berlin

Eintritt:           kein Eintritt & draußen

 

5. September von 10 bis 13 Uhr: Rosengrüße aus der Bahnhofstraße

Am Samstag, den 5. September, laden viele Händler und Dienstleister der Bahnhofstraße zu mehr Einkaufsspaß ein. Unter dem Motto „Offen für Einkaufsspaß: Die Bahnhofstraße!“ werden von den teilnehmenden Geschäften nicht nur Rosen und Ballons verteilt: Besonders praktisch sind die kostenlosen, etwa 38 x 42 cm großen Stoff-Einkaufsbeutel. Sie tragen das neue Logo der Bahnhofstraße, in dem die Alte Mälzerei mit lila-weinroten Konturen über die Bahnhofstraße „wacht“.

Sorgen für ein Lächeln und verteilen am 5. September kleine Präsente in der Bahnhofstrasse: Die „Blütenzauber“-Walk-Acts (Foto: Walk-Act Blütenzauber/Jutta Schönherz/Contraire on stage)

Außerdem werden während der Aktionszeit Blütenmädchen von 10 bis 13 Uhr  auf der Lichtenrader Einkaufsmeile unterwegs sein und die kleinen Präsente verteilen. Die teilnehmenden Geschäfte erkennt man an riesigen, orangefarbenen Ballons, die das Logo von „MittendrIn Berlin! Die Zentren-Initiative“ tragen. Ganz individuell werden die Geschäfte Ihre Gäste auch mit kleinen Erfrischungen und Leckereien versorgen.

MittendrIn Berlin!: Katalysator für Geschäftsstraßen

„MittendrIn Berlin! Die Zentren-Initiative“ ist eine Aktion des Landes Berlin, der IHK Berlin und der privaten Wirtschaft. Gemeinsame Absicht ist es, mit neuen Impulsen die Berliner Zentren und Geschäftsstraßen zu stärken. Handel, Gewerbetreibende, Bürgerinnen und Bürger werden aufgerufen, zusammen Verantwortung für ihren Standort zu übernehmen und diesen aktiv mitzugestalten.

Das Konzept „Offen für alle: Die Bahnhofstraße!“ vom Bürgerforum Zukunft Lichtenrade e.V. und der Händlerinitiative Bahnhofstraße ist eins von vier siegreichen Projekten im aktuellen Wettbewerb „MittendrIn Berlin! Die Zentren-Initiative 2014/15“.

Barrieren einebnen, eine neue Willkommenskultur schaffen

Der Titel ist gleichzeitig Programm: „Offen für alle: die Bahnhofstraße!“ meint nicht nur Barrierefreiheit, bezogen auf die Mobilitätseinschränkungen, sondern betrachtet das Thema als ganzheitlichen Ansatz. Barrieren aller Art, für Alt und Jung, „Eingeborene“ und „Zugereiste“ sollen öffentlichkeitswirksam aus dem Weg geräumt werden. Ziel ist, aus vielen einzelnen Händlern mit den Bürgern und Vermietern eine über die Stadtteilgrenzen hinaus anziehende Flaniermeile mit einer neuen Willkommenskultur zu machen, ein ebenerdiges Einkaufserlebnis.

Plattform für Lichtenrade

„Lichtenrade soll schöner und lebenswerter werden“: Trotz der unterschiedlichen Ausrichtungen der einzelnen Vereine und Akteure, steht dieser Konsens für eine große Gemeinsamkeit der Mitglieder des Bürgerforum Zukunft Lichtenrade e. V. Ob Kunst- und Kulturschaffende, Sportvereine, Ökumenische Umweltgruppe, Grundeigentümer, Unternehmer oder Einzelmitglieder: Alle eint eine große Bereitschaft, mit den anderen Mitgliedern zu gemeinsamen Lösungen zu kommen, weil im öffentlichen Raum nur gemeinsame Vorhaben eine echte Chance zur Realisierung haben. Das Bürgerforum wurde von den Beteiligten initiiert, um eine allen Interessierten offene Plattform für die öffentliche Diskussion der Lichtenrader Probleme aber auch der nutzbaren Chancen des Stadtteils zu bilden. Interessenten finden weitere Infos unter www.zukunft-lichtenrade.de.

Quelle: Bürgerforum Zukunft Lichtenrade

 

Wird Lichtenrade zu Lärmenrade?

16. August 2015 Es deutete sich schon in den letzten Wochen an, dass es um den Bahntunnel durch Lichtenrade nicht gerade gut aussieht.

Nun berichtet der Tagesspiegel am 15. August 2015, dass das Eisenbahn-Bundesamt die ebenerdig von der Bahn beantragte Trassenführung akzeptiert hat. Der entsprechende Planfeststellungbeschluss wurde noch nicht veröffentlicht.

Dem Eisenbahn-Bundesamt lag jedoch auch keine Tunnel-Variante vor. Daher konnte die Behörde nur über die vorliegende ebenerdige Variante entscheiden. Dabei ist zu prüfen gewesen, ob der Bau zulässig ist, die eingereichten Unterlagen vollständig, plausibel und darüber hinaus technisch umsetzbar sind. Offensichtlich scheint dies vom Bundesamt bestätigt zu werden. Ob noch Auflagen oder Ähnliches damit verbunden sind, ist nicht bekannt.

Chaos auf Lichtenrader Straßen und hohe Wände durch Lichtenrade

Wenn die Planung so umgesetzt werden sollte, würden hohe Lärmschutzwände Lichtenrade zerschneiden.

Bei der ebenerdigen Variante wird der Übergang Wolziger Zeile dauerhaft geschlossen...


...Jetzt finden hier "nur" Bauarbeiten statt...


Der künftig geschlossene Bahnübergang an der Wolziger Zeile würde den Kraftfahrzeugverkehr durch die verbleibenden Querungsmöglichkeiten führen und dort für größere Belastungen sorgen. Am jetzigen S-Bahnhof Lichtenrade wird bei der ebenerdigen Variante eine steile Unterführung für den gesamten Verkehr von der Bahnhofstraße nach Lichtenrade-West gebaut werden. Hier wird erwartet, dass es wegen der engen baulichen Möglichkeiten zu erheblichen Problemen kommen wird.

Künftig Chaos im Tunnel und hohe Lärmschutzwände? (Dank an die BI Dresdner Bahn zur Veröffentlichung der Grafik)
Die Bahn wollte von Anfang an ebenerdig bauen. Viele Lichtenrader Bürgerinnen und Bürger unterstützten seit 18 Jahren die Bürgerinitiative Lichtenrade-Dresdner Bahn bei ihrem Kampf für einen Tunnel. Auch in der Koalitionsvereinbarung auf Berliner Ebene von SPD und CDU wurde die Tunnellösung für die Bahn durch Lichtenrade, die auch im engen Takt den künftigen BER-Flughafen bedienen soll, favorisiert. Es geht in erster Linie um die zusätzlichen Kosten für einen Tunnelbau, die Berlin offensichtlich nur zu einem Teil finanzieren wollen würde. Für die Bürgerinitiative ist klar, dass man in letzter Konsequenz gegen die Entscheidung klagen würde und auch schon seit Jahren entsprechende Beträge zurückgelegt hat.

Die Demonstration im September 2013
Dort ärgert man sich sehr darüber, dass die Entscheidung in den Ferien getroffen wurde. In sozialen Netzwerken wurden sofort Stimmen laut, die erneute Bürgerproteste fordern.

Nur eine politische Lösung kann eine Klage verhindern, wehrhafte Lichtenrader und verschiedene Tunnelvarianten

Abwenden kann die Entscheidung des Eisenbahn-Bundesamtes offensichtlich nur eine politische Lösung zwischen der Bahn, dem Bund und Berlin. Der Bau wird sich so oder so verzögern, da sich die Lichtenrader wie die Gallier wehren wollen, wie es scheint. Auch die Kostenschätzung für die ebenerdige Variante wurde vom Bund schon von 400 Millionen Euro auf voraussichtlich 560 Millionen Euro Baukosten nach oben korrigiert. Dabei sind Verzögerungen durch mögliche Klagen gegen die Entscheidung noch gar nicht eingerechnet. Für eine Tunnellösung wird von zusätzlichen Kosten von 95 bis 130 Millionen Euro, je nach Länge des Tunnels, ausgegangen. Die Bürgerinitiative fordert die längere Tunnellösung vom Schichauweg bis zur Landesgrenze nach Brandenburg. Eine kürzere Variante der Tunnellösung wurde zwischenzeitlich von einer anderen Lichtenrader Initiative, dem Bürgerforum Zukunft Lichtenrade, eingebracht. Dies wird jedoch von der Bürgerinitiative aus technischen Gründen abgelehnt. Außerdem wäre damit nicht Lichtenrade-Nord geschützt, wie der Vorsitzende der Bürgerinitiative, Manfred Beck, immer wieder betont. Die gesamte Bezirkspolitik in Tempelhof-Schöneberg unterstützt eine Tunnellösung. In einer kürzlich einberufenden Pressekonferenz übte man den Schulterschluss mit verschiedenen Lichtenrader Initiativen, die alle eine Tunnellösung unterstützen.

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler neben Manfred Beck, im Hintergrund v. lks. Thomas Schmidt, Frank Behrend, Lars Hombach; vorne lks.MdA Oliver Friederici (CDU) Foto: Gerd Bartholomäus 
Lärm von der Schiene und von oben

Es bleibt abzuwarten, ob politische Lösungen die ebenerdige Variante noch verhindern können. Sonst wird in Lichtenrade vermutlich erneut zu Protesten aufgerufen werden, zumal die Flugrouten zu den Nacht- bzw. Abendzeiten auch über Lichtenrade und Mahlow-Nord führen sollen. Während der Nachtstunden darf nach einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes die Ortsmitte von Blankenfelde-Mahlow in der Zeit von 22 bis 6 Uhr nicht überflogen werden.

Auch gegen Fluglärm protestierten die Lichtenrader/innen schon...
Die Bürgerinitiative „Lichtenrade/Mahlow-Nord gegen Fluglärm“ unterrichtete aktuell, dass es bei der Verhinderung der Nordüberfliegung von Mahlow-Nord einen Rückschlag gab. Die Gemeindevertreter von Blankenfelde-Mahlow stimmten erwartungsgemäß, aber äußerst knapp, für einen Beschluss zuungunsten besonders von Mahlow-Nord. Auch in der Fluglärmkommission konnte die sogenannte Nordüberfliegung trotz Protesten nicht verhindert werden.

Zu den genauen Hintergründen wird auf der Website der Fluglärm-BI informiert.

Thomas Moser (auch Fotos, sofern nicht gesondert gekennzeichnet)

http://www.dresdner-bahn.de

http://www.lichtenrade-gegen-fluglaerm.de

 

Ein junger Politiker in der Bezirkspolitik: Lichtenrade hat eine große Chance!

Vor einem Jahr ist der junge CDU-Politiker Patrick Liesener (26) in die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) von Tempelhof-Schöneberg nachgerückt. Auf seiner Webseite betont er, dass ihm der Ortsteil Lichtenrade besonders am Herzen liegt. Die letzten 4 Jahre wohnte er in Lichtenrade, nachdem er direkt an der Bezirksgrenze Buckow/Lichtenrade groß geworden ist. Neben dem Gesamtbezirk ist ihm Lichtenrade jedoch nach wie vor wichtig, obwohl er erst vor einigen Wochen mit seiner Frau zurück nach Buckow gezogen ist. Hier hat das junge Paar dann das passende Zuhause gefunden.

Mittlerweile hat Patrick Liesener schon sein 10-jähriges CDU-Parteijubiläum feiern können. So eine „Ochsentour“ sieht dann im Lebenslauf so aus: Eintritt in die CDU und in die Junge Union im Jahr 2005, in mehreren Funktionen in der Jungen Union, auch berlinweit, Bürgerdeputierter im Gesundheitsausschuss und im Jahr 2014 dann in die BVV nachgerückt. Viele Zwischenstationen lagen noch dazwischen.

Seine schulische Laufbahn schloss Patrick Liesener in der Marienfelder Gustav-Heinemann-Schule ab und war in dieser Zeit auch Vorsitzender des Bezirksschülerausschusses: "Ich war noch der letzte Jahrgang, der mit Karl Pentzliehn (Redaktion: ehemaliger langjähriger Schulleiter) das Abitur machen durfte. Bei ihm hatte ich auch den Politik-Wissenschafts-Kurs."

Das Interview mit Patrick Liesener

LICHTENRADER INTERNETZEITUNG: Wo war bei Ihnen der "Trigger-Punkt" für den Start in die Politik?

PATRICK LIESENER: Es fing bei mir schleichend vor 10 Jahren an, kurz bevor ich in die CDU eingetreten bin. Meine Verwandten sind sich bei großen Familientreffen bei der Politik oft in die Haare gekommen. Ich wollte dann nicht nur diskutieren, sondern mitmachen. Da hat mein Vater gesagt: Schau dir alle Parteien an, bevor du dich für eine entscheidest. Das habe ich dann auch wirklich gemacht. Dann bin ich in Tempelhof bei der Jungen Union gelandet. Da war der jetzige Bundestagsabgeordnete Jan-Marco Luczak Kreisvorsitzender der Jungen Union. Es war kurz vor dem Wahlkampf. Das hat mir gut gefallen. Eine meiner ersten Aktionen war, Plakate im Innenhof des Rathauses Schöneberg zu kleistern. Die Schule hat aber beim Interesse für Politik schon eine große Rolle gespielt. In die Gustav-Heinemann-Schule wurden viele Politiker zu Gesprächen eingeladen. Eines meiner ersten Gespräche, bei denen ich teilnahm, war in diesem Zusammenhang mit Angela Merkel, als sie CDU-Parteivorsitzende war. Man merkt dann schon schnell, in welche Richtung man sich eher hingezogen fühlt.

LICHTENRADER INTERNETZEITUNG: Haben Sie Schwerpunkte in der Politik?

PATRICK LIESENER: Ja, ich war vor meiner BVV-Zeit schon einige Jahre Bürgerdeputierter im Gesundheitsausschuss. Dies wollte ich als Bezirksverordneter gerne weitermachen, weil ich da schon Erfahrung mit einigen relevanten Themen hatte. Gerade die Gesundheitspolitik auf kommunaler Ebene ist für mich ein unterschätztes Themengebiet. Es ist ein breites Gebiet, das fängt bei Einschulungsuntersuchungen des Gesundheitsamtes an und hört bei Legionellen-Richtlinien von der EU auf. Der zweite Schwerpunkt ist der Stadtentwicklungsausschuss. Das hat sich mit meinen Schwerpunkt Lichtenrade gut verbunden, als es mit dem ISEK-Verfahren (Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts für die Aufnahme der Lichtenrader Bahnhofstraße in das Förderprogramm „Aktive Zentren“ -AZ) und den einzelnen Bürgerkonferenzen losging.

Ich sehe in diesem Verfahren Probleme, weil sich da viele Menschen nicht mitgenommen fühlen. Da gibt es viele Kommunikationsbarrieren. Für mich ist es wichtig, dass man nicht erst große Hoffnung und Illusionen weckt. Enttäuschungen sind bei städteplanerischen Projekten nie ein guter Begleiter. Aufklärung kommt da manchmal zu kurz. In diesem Zusammenhang möchte ich auch die die letzte Kampagne zum Bürgerhaushalt "Ran an die Bouletten" nennen. Da wurden aus meiner Sicht Erwartungen geweckt, die gar nicht einzuhalten waren.

LICHTENRADER INTERNETZEITUNG: Was macht mehr Freude und was nervt in der Bezirkspolitik?

PATRICK LIESENER: Was nervt, sind wirklich die knappen Kassen. Ich habe mich da für eine Straßenlaterne in der Carl-Steffeck-Strasse starkgemacht. Wir sprechen da über einen kleinen fünfstelligen Betrag. Die Gelder sind dafür einfach nicht da. Da kann ich mich noch soviel mit Einwohnern treffen. Ich versuche jetzt über einen anderen Weg an Gelder zu kommen. Das ist sehr mühsam. Und nervt manchmal. Aber was toll ist, dass man ganz konkret dort, wo man seinen Lebensmittelpunkt hat, Dinge anpacken und bewegen kann. Das fängt bei solchen Dingen an, dass man auf Altkleidercontainer hinweist, die an bestimmten Stellen stören. Dann kann man schon den Stadtrat mal direkt ansprechen.

LICHTENRADER INTERNETZEITUNG: Ist die Auseinandersetzung in der eigenen Partei oder mit dem politischen Gegner anstrengender?

PATRICK LIESENER: Naja, politische Auseinandersetzungen finde ich immer dann anstrengend, in der eigenen Partei oder auch mit dem politischen Gegner, wenn die andere Seite nicht für Argumente offen ist.

LICHTENRADER INTERNETZEITUNG: Sie arbeiten beruflich im Bundestag?

PATRICK LIESENER: Ja, ich arbeite seit 2013 bei der direkt gewählten Bundestagsabgeordneten und ehemaligen Familienministerin, Dr. Kristina Schröder, als persönlicher Referent. Ich bin aber eigentlich gelernter Medienkaufmann und habe beim Axel-Springer-Verlag gelernt und dort vier Jahre Online-Marketing im Bereich der Zeitung DIE WELT gemacht. Dann habe ich mich mal auf gut Glück beworben. Das hat dann auch geklappt.

LICHTENRADER INTERNETZEITUNG: Sie wissen auch, wie man politisch die Ideen "verkauft"?

PATRICK LIESENER: Ja, aus Marketing-Gesichtspunkten auf jeden Fall. Das ist für mich auch der Grund, warum ich als Bezirksverordneter entschieden habe -obwohl ich weiß, dass es eine Menge Arbeit macht- auch eine eigene Homepage zu betreiben. Das war bei mir von Anfang an der Anspruch. Denn es ist doch für die Wähler schön, wenn sie sehen können, was ich mache und für was ich mich einsetze, und dass ich nicht nur in den Sitzungen da bin.

LICHTENRADER INTERNETZEITUNG: Ihre Perspektive für die Zukunft? Berufspolitiker?

PATRICK LIESENER: Möchte ich nicht planen, weil das von ganz vielen Umständen abhängig ist. Ich kann es mir persönlich vorstellen, ja. Aber dann maximal Landesebene, weil ich nah dran bleiben will und der Gegend was zurückgeben möchte, in der ich gelebt habe und lebe. Das ist mir wichtig.

LICHTENRADER INTERNETZEITUNG: Abschließend für Lichtenrade… Wo sehen sie in der nächsten Zukunft -vielleicht in den nächsten zehn Jahren- Chancen und Möglichkeiten?

PATRICK LIESENER: Ich glaube, Lichtenrade hat eine ganz große Chance, weil es starke Initiativen und Menschen gibt, die sich sehr für den Ortsteil einsetzen. Wenn sich dann alle auf ihre eigenen Stärken konzentrieren, kann für Lichtenrade viel erreicht werden. Für mich hängt noch alles von der Entscheidung zur Dresdner Bahn ab und ich würde es begrüßen, wenn bald eine Entscheidung getroffen wird... die für mich natürlich am liebsten Tunnellösung heißt. Für die Lichtenrader ist die Klarheit wichtig. Es gibt nicht nur in Vereinen und Initiativen viele Ideen. Ich merke es auch in den sozialen Netzwerken, dass die Menschen viele Ideen und Vorstellungen zu Lichtenrade haben. Die lassen sich jedoch erst dann konkret umsetzen, wenn man an diesem Punkt Klarheit hat.

Mit Patrick Liesener sprach Kiezreporter Thomas Moser im Rahmen vom Rocktreff/Spielfest 2015


Vor Beginn der Bürgerkonferenz im Januar: Patrick Liesener mit Rainer Welz und Manfred Beck von der BI Lichtenrade-Dresdner Bahn (v.l.n.r.)

Bei der Bürgerkonferenz/Patrick Liesener ist ein gewählter Vertreter

Fotos: Thomas Moser

 

LICHTENRADE BITTE AUFWACHEN! DRESDNER BAHN OHNE TUNNELLÖSUNG ! PROBELAUF IN LICHTENRADE !

Eine Presseerklärung der  Bürgerinitiative Lichtenrade - Dresdner Bahn e.V. - Bahn für die Menschen vom 4. August 2015

Vom 3. bis 31. August 2015  können Einwohner in Lichtenrade erleben wie sich die Verkehrsbelastung in der Bahnhofstraße ohne Tunnellösung  entwickelt. Wegen Gleisbauarbeiten endet die S Bahn in Lichtenrade. Der Bahnübergang Wolziger Zeile ist in dieser Zeit gesperrt, der Verkehr wird über die Hilbertstr. und Briesingstr. auf die Bahnhofstraße umgeleitet.

Ein Bild von Bauarbeiten 2007 / Der Bahnübergang Wolziger Zeile wird bei der ebenerdigen Bahn-Lösung geschlossen werden (Foto: Th. Moser)
Die Bürgerinnen und Bürger von Lichtenrade können sich somit selbst ein Bild über die Situation machen. Bei ebenerdiger Trassenführung der Bahn wird die Belastung durch einen Straßentunnel zwischen der Kreuzung Hilbert-/ Wünsdorfer Str. und der Kreuzung Stein-/ Briesingstr. noch gesteigert.

Nach Ferienende erfolgt sicher eine weitere Zunahme im Straßenverkehr. Planungen des Bezirksamtes, die Bahnhofstraße mit jeweils einer Fahrspur pro Richtung umzubauen und einen Bummelboulevard zu entwickeln, werden sicherlich die Aufenthaltsqualität nicht fördern.

Die Bürgerinitiative Lichtenrade Dresdner Bahn e.V kämpft seit 18 Jahren für eine Tunnellösung. Die Einwohner sollen nachhaltig vor Lärm und Erschütterung geschützt werden. Über 600 Zugbewegungen in 24 Stunden gehören in den Tunnel. Leider konnten sich Entscheidungsträger bei Bund, Land und Bahn bis heute zu keiner Lösung verständigen. Anfang des Jahres 2015 schien eine Lösung greifbar und zaghaft wurde ein Termin für Ende April genannt. Nun sind schon wieder 7 Monate in diesem Jahr vergangen und diverse Nachfragen blieben bis jetzt ohne Erfolg.

Daher unsere Bitte an Sie liebe Einwohner in Lichtenrade unterstützen Sie uns weiter für eine Tunnellösung der Dresdner Bahn.Schreiben sie an die Entscheidungsträger per Brief oder e Mail .

Dr. Rüdiger Grube Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn Potsdamer Platz 2 10785 Berlin

Michael Müller Reg. Bürgermeister Rathausstr.15 10178 Berlin

Alexander  Dobrindt Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur lnvalidenstr. 44 10115 Berlin

Soll es wirkich so in Lichtenrade aussehen? Dank an die BI Dresdner Bahn zur Veröffentlichung der Grafik

Bei den aktuellen Bauarbeiten endet die S-Bahn in Lichtenrade (Foto Moser)

 

Lichtenrade-Website zeigt neues Gesicht! Aktueller Bericht vom Berliner Abendblatt

Zum lesen anklicken!

Berliner Abendblatt vom 1.8.2015

 

Faire Zukunft in Lichtenrade

Mit einer Verkostung von leckeren Keksen und köstlicher Schokolade, Kaffee und Orangensaft sowie fruchtigem Chardonnay stellte Eva Reisberg, die Mutter der Inhaberin von Evas Seidenfloristik in Alt-Lichtenrade 129, Ende Juli 2015 Fairtrade-Waren vor, die neu in das Sortiment aufgenommen wurden.

Eva Reisberg und Doris Deom (BUND Tempelhof-Schöneberg) begrüßten die Kunden -Foto: HDKeitel

Die Kunden, die zum Teil bisher noch wenig Bezug zu Fairem Handel hatten, freuten sich über die Gelegenheit, bei einer „fairen" Tasse Kaffee oder einem „fairem" Glas Wein Informationen über den Fairen Handel und die Kampagne Fair Trade Town Tempelhof-Schöneberg zu bekommen. 

Auch Michael Delor (BUND Bezirksgruppe Tempelhof-Schöneberg) unterstützt FAIRTRADE
Fairer Handel steht für langfristige und faire Handelsbeziehungen, stabile und transparente Preisgestaltung, vernünftige Arbeitsbedingungen und nachhaltige Anbaumethoden in den Herkunftsländern. Wer den Fairen Handel unterstützt, hilft den Kleinproduzenten, ihre Lebensbedingungen aus eigener Kraft zu verbessern. Um „FAIRTRADE“ im Bezirk zu etablieren, haben örtliche Initiativen und Vereine verschiedene Aktivitäten gestartet.

So werden beim Wein- und Winzerfest am Lichtenrader Dorfteich vom 11. bis 13. September neue und bewährte Fairtrade-Partner vorgestellt, und Kostproben werden beim Fairen Frühschoppen am Sonntag, den 13. September ab 12.00 Uhr angeboten. DD/ToM

Informationen unter: https://www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg/derbezirk/fairtrade-town/index.php

 
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Hier wird jetzt in lockerer Folge von aktuellen Lichtenrader Geschehnissen berichtet. Eine Art "AKTUELLE INTERNETZEITUNG" könnte man auch sagen...
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