Autobrand auf dem Kirchhainer Damm

Berlin-Lichtenrade, 31. Januar 2015 Elisabeth Neumeister hat heute um circa 10.52 Uhr zufällig einen Autobrand auf dem Kirchhainer Damm in Lichtenrade beobachtet und fotografiert. Die Fotografin interessiert sich eher für Wildtiere und Natur: "Ich wollte eigentlich kein brennendes Auto fotografieren." Wir danken für die Fotos! Das Auto brannte mitten auf der Straße. Nach ersten noch nicht bestätigten Informationen soll es sich um einen mit Gas betriebenen Opel handeln, der auf der B 96 in Richtung Stadtgrenze unterwegs war. Die 48jährige Fahrerin soll mit Verbrennungen ins Krankenhaus gekommen sein; sie soll in der Nähe kurz vorher getankt haben. ToM






Fotos: Elisabeth Neumeister

 

Das Tannenhof-Winterturnier 2015 - 31. Januar und 1. Februar 2015

Fast schon als kleine Tradition könnte man das Sportturnier bezeichnen, dass der soziale Träger Tannenhof Berlin-Brandenburg jeden Winter austrägt. Denn zum 8ten Mal findet dieses Event für Suchthilfe-Einrichtungen und cleane Teams statt und begeistert inzwischen – auch schon wiederholt – Gäste aus dem europäischen Ausland. Am kommenden Samstag und Sonntag werden beispielsweise Teams aus der Ukraine und Österreich mit dabei sein. Auch das Sportangebot ist vielfältiger geworden: Seit letztem Jahr gibt es neben dem Hallenfußball- auch ein Hallenvolleyball-Turnier.

Berlin, 26.01.2015 Entstanden ist das Winterturnier aus einer Idee des Tannenhof-Fußballteams, welches sich ein kleines, familiäres Hallenturnier mit befreundeten Teams aus der Berliner Drogenliga für die kalten Monate gewünscht hatte. Inzwischen ist das Turnier so beliebt geworden, dass – neben den schon erwähnten internationalen Gästen – immer wieder auch Gast- und Ehrenteams aus der Region mitmachen.

In diesem Jahr sind z.B. Tasmania Berlin und die Hertha-Union-Freunde mit Mannschaften vertreten und setzten so auch ein deutliches Ausrufezeichen für drogen- und gewaltfreien Sport. Der Kontakt zu diesen Teams kam vor allem auf Initiative des Trainers vom Tannenhof-Fußballteam, Herrn Stephan Wuthe und dem Teambetreuer, Pedro Fernandez zustande.

Herr Fernandez ist auch für die Turnierleitung und Vor-Ort-Organisation verantwortlich und freut sich schon sehr auf das kommende Wochenende: „Es haben sich insgesamt acht Gruppen angemeldet, das ist toll! Der Tannenhof ist mit seinem Gesamtteam und der Mannschaft vom Therapiezentrum „Die Pfalzburger“ mit dabei. Auch das es wieder einen Volleyball-Tag gibt, freut mich sehr.“

Austragungsort ist die Mehrzweckhalle in Großziethen, die über ein Foyer und Zuschauer-Tribünen verfügt und somit ideal ist für die Veranstaltung, denn Sportinteressierte sind herzlich eingeladen vorbeizukommen. Die Spielerinnen und Spieler freuen sich über jede Unterstützung und für das leibliche Wohl (zu Selbstkostenpreisen) während der Sportpausen ist auch für Fans gesorgt.

Großziethen liegt direkt vor den „Toren der Stadt“ bzw. nahe dem Stadtteil Lichtenrade, der seit über 30 Jahren Heimat- und Ursprungsbezirk des Gesamtträgers Tannenhof Berlin-Brandenburg ist. Der Träger ist inzwischen mit rund 20 Standorten bzw. Einrichtungen in Berlin und Brandenburg vertreten und betreibt unter anderem in Königs Wusterhausen für den Landkreis Dahme-Spreewald die dortige Suchtberatungsstelle.

Gespielt wird am Samstag wie Sonntag von 9:00 bis ca. 17:00 Uhr, die Anschrift ist Friedhofsweg 2, 12529 Schönefeld/OT Großziethen, der Eintritt ist kostenfrei.

 

Buchlesung über Lichtenrade und mehr

Der ehemalige Lichtenrader Günter Huth stellte am 23. Januar 2015 sein Buch „Erinnerungen 1937 – 1997“ im Familienrestaurant Reisel vor. Lichtenrade war für Günter Huth immer etwas Besonderes. Hier ist er am 29. April 1937 geboren und hier hat er viele Jahre seiner Kindheit verbracht. Im „Lichtenrader Magazin“ wurden und werden regelmäßig Auszüge aus dem Buch veröffentlicht.



Zusammen mit seinem Freund Norbert Schmidt (Foto lks), der mit seiner sonoren Stimme durch die Lesung führte, ließ Günter Huth (77) die Vergangenheit lebendig werden. Der hintere Saal im Restaurant Reisel platzte aus allen Nähten. Rund 100 eher ältere Zuhörer folgten gebannt den Ausführungen und den vorgelesenen Buchabschnitten. Huth hat eine Art Geschichtsbuch geschrieben. Bei der Lesung kam immer wieder der „Weißt du noch - Effekt“ bei den interessiert lauschenden Zuhörern auf. An mehreren Stellen konnte man im Publikum ein wissendes Nicken und auch Schmunzeln sehen.

Günter Huth erzählt anschaulich, was ihm privat, politisch und beruflich bewegt hat. Huth sagt; dass es keine „schriftstellerische Glanzleistung“ ist, sondern eher nüchterne Aufschreibungen sind. Damit stapelt der rüstige Rentner eindeutig tief.

Die ersten Tage seines Daseins dokumentiert er mit Hilfe vom „Berliner Lokal-Anzeiger.“ Die Familie lebte im Abendrotweg 9 und die Kriegs- und Nachkriegsjahre sind für Huth ganz lebendig. Seine Bunkererfahrung in der Maffeistraße, wo sich heute der Lichtenrader Tennisclub befindet, waren sehr prägend. Die entbehrungsreichen Nachkriegsjahre waren für Günter Huth letztendlich aber eine schöne Jugendzeit im beschaulichen Lichtenrade. Er erinnert sich an den Schwarzmarkt, an Hamstertouren und den Erlebnissen mit den Lebensmittelkarten beim Lichtenrader Fleischer. Mit dem Fahrrad fuhren die Kinder zum Seebad Mahlow, sie „knödelten“ im Wäldchen mit dem Fußball und besuchten sehr gerne den amerikanischen Jugendclub in der Lortzingstraße. Hier war für viele Lichtenrader Kinder ein zweites Zuhause. Es gab ein kleines Schwimmbad und jede Menge Angebote für Kinder und Jugendliche. Später erzielte Günter als Torwart beim Fußball im LBC sportliche Erfolge.

Seine Ausbildung zum Industriekaufmann machte er in den chemischen Werken in Marienfelde. Eine lange berufliche Karriere schloss sich an: AEK Großmaschinen Fabrik, Borsig, Thyssen Bandstahl und die Stahlwerke der Peine-Salzgitter AG waren Stationen im bewegten beruflichen Leben von Günter Huth. Seine Familie und seine Frau waren offensichtlich immer ein wichtiger Anker für Huth. So berichtet er liebevoll von seiner Frau Helga und seinem Sohn Thomas, die auch bei der Lesung dabei waren. Vor dem Mauerfall war Huth in seinen beruflichen Funktionen auch in Verhandlungen mit der DDR involviert. Wie er später aus seiner Stasi-Akte erfuhr, wurde er als „Wirtschaftsschädling der DDR“ in der Kategorie Nummer 15 geführt.

Weitere Themen im Buch sind die 600 Jahr-Feierlichkeiten im Jahr 1975 in Lichtenrade, die Maueröffnung am Kirchhainer Damm und sein 60. Geburtstag am 29. April 1997.

Die Lesung hat neugierig gemacht und war für die wenigen jüngeren Besucher eine Art lebendige Geschichtsstunde.

Thomas Moser

Das Buch ist im März 2011 erschienen. Die 2. Auflage ist von November 2012 und umfasst 903 Seiten. Der Preis beträge 29,90 Euro (ISBN: 978-3-00-033136-7)


Alle Fotos: Thomas Moser

 

Aufenthaltsqualität in der Bahnhofstraße verbessern!

Die Bahnhofstraße in Lichtenrade soll sich verändern: So könnte der Konsens aller Beteiligten der Bürgerkonferenz lauten.


Zur Zukunft der Einkaufsstraße wurde für den 24. Januar 2015 zu einer Bürgerkonferenz eingeladen und circa 150 Lichtenrader folgten der Einladung. Im Rahmen der vierstündigen Veranstaltung konnten in einer überwiegend konstruktiven Art und Weise Argumente ausgetauscht und die weiteren Schritte geplant werden.

Es gab lange Diskussionen im Vorfeld

Bereits Anfang 2013 konnte nach langen Diskussionen mit Bürgerbeteiligung in der Perspektivenwerkstatt „Standortkonferenz Stadtteilzentrum Lichtenrade“ ein Leitbild für die Entwicklung und Qualifizierung der Bahnhofstraße verabschiedet werden. Auf Antrag der bezirklichen sozialräumlichen Planungskoordination ist die Bahnhofstraße im letzten Jahr in das Förderprogramm „Aktive Zentren (AZ)“ aufgenommen worden. Damit verbunden ist eine erhebliche finanzielle Förderung.

Grundlage ist jedoch, dass ein „Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK)“ mit einer breiten Bürgerbeteiligung entwickelt und genehmigt wird. Als Auftaktveranstaltung gab es im Dezember auf dem Lichtenrader Bauernmarkt einen gut besuchten Informationsstand. Ab diesem Zeitpunkt waren ganz konkrete Vorschläge von Bürgerinnen und Bürgern gefragt. Rund 200 Vorschläge konnten im Vorfeld zusammengetragen werden. Der Prozess zur Entwicklung des ISEK wurde dem Büro für Stadt- und Regionalplanung „die raumplaner“ übertragen.

Eine produktive Bürgerkonferenz und die Aufregung um die Dresdner Bahn

Die Aula des Ulrich-von-Hutten-Gymnasiums in Lichtenrade war gut gefüllt. Bürgerinnen und Bürger und viele Vertreter von Initiativen und Vereinen waren gekommen. Für einen guten und fairen Ablauf der Veranstaltung sorgten „die raumplaner“ und besonders die Hauptverantwortliche Sabine Slapa.

Dr. Sibyll Klotz und die Moderatorin Sabine Slapa

Das Ergebnis war eine lebendige produktive Bürgerveranstaltung um die Zukunft von Lichtenrade. Kränkungen und Enttäuschungen der letzten Monate, die zwischen den verschiedenen Gruppen auch im Zusammenhang mit den Straßenfesten entstanden sind, blieben weitestgehend außen vor.

Stadträtin Dr. Sibyll Klotz mit dem Koordinator aus dem Bezirksamt Jens-Peter Eismann

Die Stadträtin für Stadtentwicklung, Dr. Sibyll Klotz, zeigte ihre Zufriedenheit über die engagierte Lichtenrader Bürgerschaft. In ihrer Eröffnung wies sie darauf hin, dass Grabenkämpfe zwischen den verschiedenen Gruppen die finanzielle Förderung verhindern beziehungsweise gefährden würde. Sie äußert ihr Unverständnis über die Äußerungen von Verkehrssenator Andreas Geisel. Geisel lehnte den Tunnel für die Dresdner Bahn aus zeitlichen und finanziellen Gründen ab. In der Bezirksverordnetenversammlung von Tempelhof-Schöneberg wurde als Reaktion auf Geisels Äußerungen erst kürzlich ein fraktionsübergreifender Antrag für die Tunnellösung verabschiedet.

Manfred Beck von der BI Dresdner Bahn
Die erste viertel Stunde der Bürgerkonferenz wurde für Diskussionen über die Dresdner Bahn verwandt. Von der Bürgerinitiative Lichtenrade–Dresdner Bahn setzte sich der Vorsitzende Manfred Beck für den Tunnel ein: „Alles andere macht die Bahnhofstraße kaputt!“ Er erklärte, dass die Aspekte der Dresdner Bahn bei den Diskussionen berücksichtigt werden müssen. Beck stellte aber auch klar, dass der Verein nicht die Entwicklungen in der Bahnhofstraße blockieren will.

Auch Stadträtin Klotz stellt fest, dass die Dresdner Bahn nie ausgeklammert werden kann. Andererseits ist ungewiß, wann diese Frage entschieden wird und das kein weitere 15 Jahre mehr gewartet werden kann: „Es geht um die Attraktivität der Bahnhofstraße und darum muss man kompromißbereit sein.“

Sibyll Klotz betont, dass die 100-prozentige Förderung im Rahmen der Aktiven Zentren ein Riesenvorteil ist.

Lichtenrade wird gefördert

Sabine Slapa von den raumplanern erläuterte den weiteren Ablauf der Veranstaltung und gab einen Überblick über die bisherigen Fördergebiete. Das Beratungsbüro hat schon Erfahrungen in anderen Gebieten, zum Beispiel in der Karl-Marx-Straße in Neukölln-Nord, gesammelt.

In Lichtenrade müssen schnell erste Ergebnisse erzielt werden, zumal schon für die zweite Jahreshälfte Gelder für weitere Planungen zur Verfügung stehen könnten.

In vier Arbeitsgruppen wurden intensiv die Details diskutiert. In der ersten Phase wurden Handlungsbedarfe entwickelt. Die Themenfelder waren Handel und Gewerbe, Mobilität und Verkehr, Baukultur, Gestaltung und Lebensqualität. Es wurden Stärken und Schwächen analysiert. In einer zweiten Runde ging es dann um konkrete Maßnahmen.

Eine bessere Aufenthaltsqualität: Zukunft Flaniermeile Bahnhofstraße

In allen Arbeitsgruppen gab es eine gepflegte und offene Diskussionskultur.



In vielen Beiträgen ging es um die fehlende Aufenthaltsqualität in der Bahnhofstraße und um Ideen, wie man dies verbessern kann. Heute fährt „der typische Lichtenrader“ zu einem Geschäft, in eine Apotheke oder zum Arzt und dann wieder nach Hause. Eine „Verweilkultur“ im Sinne von Flanieren gibt es nicht.

Es wurden kulturelle Möglichkeiten angesprochen, um die Identifikation mit dem Kiez zu erhöhen.

Verschiedene Entwicklungsziele wurden entwickelt.

Kultur nach Lichtenrade

Eine Arbeitsgruppe Kultur könnten diese Fragen und Ideen zukünftig bündeln.


In der Zusammenarbeit aller Händler und Grundeigentümer sollten die Aspekte der Aufenthaltsattraktivität diskutiert werden. Maßnahmen im privaten Bereich werden aber im Zweifel schwerer durchzusetzen sein. Im öffentlichen Raum könnte dies schneller gehen und eine Strahlkraft für andere Projekte sein. Konkret wurde der kleine Park gegenüber vom S-Bahnhof Lichtenrade genannt, der ein stiefmütterliches Leben führt. Ein Spielplatz könnte dort die Attraktivität erhöhen.

Die Bahnhofstraße ist lang

In dem Zusammenhang wurde deutlich, dass die Bahnhofstraße in einem größeren Abschnitt betrachtet werden muss. Dieser würde dann von der Prinzessinnen-/Hilbertstraße bis zur „Lichtenrader Spinne“ beim Café Obergfell gehen.

Ein Verkehrsentwicklungskonzept, einen Kümmerer und ein Autobriefkasten

Die Erarbeitung eines Verkehrsentwicklungskonzeptes wurde als eine wesentliche Maßnahme für die nächste Zukunft eingestuft. Es geht dabei um die Einbeziehung der Interessen aller Bevölkerungsgruppen.

Ein Geschäftsstraßenmanagement mit einem „Kümmerer“ müsste sich mit schnell umzusetzenden konkreten Maßnahmen auseinandersetzen.

So wurde in einem Vorschlag als Stauvermeider vor der Post ein „Drive-In-Briefkasten“ an der Tankstelle angeregt.

Auch junge Experten sind gefragt

Für die Aufenthaltsqualität in der Bahnhofstraße könnte eine Art „Runder Tisch“ für ein konstruktives Miteinander sorgen. Das aktive bezirkliche Kinder- und Jugendparlament wird bei der weiteren Diskussion beteiligt werden. Ein Expertenworkshop wird am 12. Februar die andiskutierten Punkte vertiefen und konkretisieren.


Die von den Arbeitsgruppen gewählten Vertreterinnen und Vertreter haben die Aufgabe, die Ergebnisse der Gruppe zu kommunizieren. Sie sind in diesem Zusammenhang nicht als Interessenvertreter ihrer Initiativen und Vereine gefordert. Für den 31. März ist ein Bezirksamtsbeschluss zum ISEK geplant. Das Bezirksparlament soll am 22. April abstimmen, bevor am 30. April in einer Abschlussveranstaltung die Bürger informiert werden.

Am Schluss der Bürgerkonferenz wurden die Maßnahmen von allen Teilnehmern gepunktet und so konnte eine Priorisierung erkannt werden. Damit wurde dem Wunsch nachgekommen, dass die Bürgerkonferenz ein Votum entwickelt. Die meisten Punkte erhielten der Vorschlag für ein Verkehrsentwicklungskonzept und für die Entwicklung eines Geschäftsstraßenmanagements.

Thomas Moser (auch alle Fotos

Auch mit dabei ... (nur eine kleine "Auswahl")...

vom Volkspark Lichtenrade Manfred Könings und Wolfgang Spranger

CDU-Bundestagsabgeordneter Dr. Jan-Marco Luczak im Gespräch

Andrea und Ingrid Kühnemann (SPD-Fraktion der BVV)

Alle Fotos Thomas Moser

 

Neu in Lichtenrade: „Kinderhof Lichtenrade“

Am 22. Januar 2015 lud der Tannenhof Berlin-Brandenburg e. V. die verschiedenen Vernetzungspartner zur Facheröffnung vom „Kinderhof Lichtenrade“ ein. Vor über einem Jahr erfuhr der soziale Träger, dass der ehemalige „Lichtenrader Hof“, ein Restaurant mit Biergarten, zu verkaufen ist. Kurz entschlossen griff der Träger zu und hat im letzten Jahr innerhalb der Gebäude viel umgebaut und eine neue freundliche Jugendhilfeeinrichtung geschaffen.

Zwei Tagesgruppen für Kinder im Grundschulalter sind vom Dorfteich einige hundert Meter weiter nach Alt-Lichtenrade 78 gezogen. Weitere Tagesgruppen gibt es in der alten Feuerwache, die sich auch in Alt-Lichtenrade befindet, und in einem Bauernhof in Marienfelde. Insgesamt hat der Tannenhof fünf Tagesgruppen.

Im vorderen Gebäudeteil, wo früher Pensionsgäste übernachteten, wurde eine zweite Wohngruppe für Kinder aufgemacht. Diese „Wohngruppe Kinderhof“ deckt eine 24 Stunden Betreuung ab und bietet Platz für 8 Kinder mit einem intensivtherapeutischen Betreuungsbedarf. Die zweite Wohngruppe „Haus am Hügel“ wurde im Mai 2011 in Lichtenrade eröffnet. Der Träger Tannenhof Berlin-Brandenburg hat in der Lichtenrader Mozartstraße seinen Ursprung. Im Jahr 1979 wurde dort eine Suchttherapieeinrichtung eröffnet, in der die Mitnahme von Kindern suchtkranker Eltern möglich war.

Der „Kinderhof Lichtenrade“ weitet mit der Eröffnung das Jugendhilfeangebot aus und stellt es mit neuen Räumlichkeiten auf eine zuverlässige Grundlage.

Begrüßt wurden die Gäste vom Geschäftsführer des Trägers, Dipl. Psychologe Horst Brömer (Foto re. mit Dipl. Psych. Klaus Seifried) , und der Fachteamleiterin Babett Schott.

In der Eingangshalle des Tagesgruppengebäudes versammelten sich die Besucher.


Der Vorstandvorsitzende vom Tannenhof, Dr. Bert Flemming, erzählte anschaulich, wie es zum Kauf der Einrichtung kam. Lange Zeit zu Überlegen gab es nicht, da der Verkauf an Dritte fast schon perfekt war. Die Voreigentümerin, die auch der Eröffnung beiwohnte, war jedoch vom Tannenhof-Konzept so überzeugt, dass der Zuschlag an den Jugendhilfeträger ging.

Beim Rundgang durch die Einrichtung zeigte sich die Voreigentümerin über die Umbauten sehr angetan.


Der Gastredner Jugendstadtrat Oliver Schworck wünschte den Mitarbeitern der neuen Einrichtung viel Erfolg. Der Stadtrat zeigte in seinem Grußwort die Entwicklung des Trägers und dessen Angebote auf und gab so einen ausführlichen historischen Abriss: „Der Tannenhof ist ein ´gebürtiger´ Lichtenrader, denn er hat den Ursprung in der Mozartstraße.“ Mit dem Jugendamt und den zuständigen Senatsverwaltungen werden in enger Kooperation die Fachkonzepte des Trägers abgestimmt. Schworck führt aus: „Die hohe Fachlichkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Tannenhofs wird geschätzt.

Babett Schott (lks) mit Jugendamtsvertreter/innen
Seit Jahren befinden sich beide, Jugendamt und Tannenhof, in einem regelmäßigen Qualitätsdialog, von dem beide Seiten profitieren. Hervorzuheben ist die seit vielen Jahren bestehende und hervorragende Zusammenarbeit mit dem Tannenhof.“

Schulrätin Gabriele Langel-Carossa hielt einen Kurzvortrag über die erfolgreiche Zusammenarbeit der Schule mit den Tagesgruppen. In der neuen Einrichtung werden die Kinder der dortigen Tagesgruppen und der zwei stationären Wohneinrichtungen beschult.

Für die Durchführung der Beschulung gibt es eine intensive Zusammenarbeit mit Lichtenrader Schulen. Von der Annedore-Leber-Grundschule war auch Schulleiterin Tamara Adamzik und der Leiter des Schulpschologischen Beratungszentrums Tempelhof-Schöneberg,Dipl. Psych. Klaus Seifried, Gast bei der Eröffnung.

Die Leiterin der Tages- und Wohngruppen für Kinder, Babett Schott, erläuterte das pädagogische Konzept, bevor sie einigen Kindern symbolisch einen gebackenen Schlüssel zur Einrichtungseröffnung übergab.

Der süße „Schlüssel“ wurde von Stadtrat Schworck und Dr. Bert Flemming angeschnitten und fand reißenden Absatz.


Neben dieser Leckerei beköstigte der Küchenmeister vom Tannenhof, Daniel Schade, mit seinen bekannten lukullischen Zaubereien die Gäste. Die Küche vom Tannenhof beliefert ihre Einrichtungen regelmäßig mit Mittagessen.



So gestärkt konnte man sich die Räumlichkeiten der Tagesgruppe einschließlich der vier kleinen Klassenräume und die Zimmer der Kinder in der Wohngruppe ansehen. Die meisten Kinder öffneten gerne ihre Räume für die Besucher.

Damit der Start der Einrichtung gut gelingen möge, ließen im Hof der Einrichtung Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom Tannenhof, sowie die Gäste bunte Luftballons in den Himmel steigen. Der Hof, der jetzt noch das alte Ambiente hat, wird in der nächsten Zeit noch kindgerecht umgestaltet.

Thomas Moser (auch Fotos)

Rede zur Facheröffnung des Kinderhofs Lichtenrade am 22.1.2015 von

Gabriele Langel-Carossa, Schulrätin für Grund-und Sonderschulen in Tempelhof/Schöneberg:

 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kinder,

Bruno Bettelheim (amerikanischer Psychoanalytiker 1903-1990) schrieb schon 1979 „Liebe allein genügt nicht“ und bezog diese Äußerung auf Kinder, die aufgrund psychischer Störungen im normalen Alltag nicht mehr zurechtkamen.

Ist denn in der Erziehung die vielbesprochene Liebe und Zärtlichkeit gemeint oder ist diese Liebe eine eher weniger dramatische Bereitwilligkeit, es sich einige Mühe kosten zu lassen, auf die ausgesprochenen oder unausgesprochenen Bedürfnisse des Kindes einzugehen?

Die modernen Lebensumstände machen es Eltern schwer, ein Milieu zu schaffen, in dem sich sowohl ihre eigenen legitimen Bedürfnisse als auch die Bedürfnisse ihrer Kinder relativ leicht befriedigen lassen. Darum ist Liebe allein nicht genug sondern sie muss von Seiten der Eltern durch absichtliches Bemühen ergänzt werden. Aber immer mehr Eltern ermüden in diesem Kampf, das Leben für ihre Kinder in einer Welt unverständlicher Eindrücke vernünftig einzurichten. Viele erschöpfte Eltern müssen feststellen, dass sie sich nicht mehr die Mühe machen, z.B. die Medien abzustellen und die Konzentration des Kindes auf das Miteinander zu lenken. Es ist weitaus mühsamer das „nein“ durchzusetzen. Es ist einfacher, das Kind wegzusperren, es sich selbst und seinem Medienkonsum zu überlassen.

Es wäre so wichtig, das Kind seine Entdeckungen und Erfahrungen machen zu lassen. Für die Eltern besteht die Ausgabe unter anderem darin, die Fantasie zu nutzen, das Kind vor gefährlichen Situationen zu schützen.

Wird das Kind nur reglementiert oder weggeschickt, verliert es die Freude am Entdecken und an seiner eigenen Entdeckerfreude.

Die Hauptaufgabe in dieser Einrichtung besteht darin, gebrochene, kleine Persönlichkeiten zu ermutigen, ihre Kreativität und Phantasie wieder zu entdecken und weiter zu entwickeln.

Mein Start hier in Berlin 2012 begann damit, dass ich zunächst eine „Besichtigungstour! Durch die Einrichtung machte und mir damit ein Bild machen konnte, in welchen Räumen die Kinder lebten. Dem folgten viele Gespräche mit Frau Schott und Frau Deparade, die ich hier stellvertretend für alle anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nennen möchte.

Ich saß in Hilfekonferenzen, in denen Lebensumstände deutlich wurden, die ein schnelles Reagieren erforderten, sprich eine Aufnahme in TaLi. So lernte ich „unkonventionelle“ Zusammenarbeit kennen. Wir verständigten uns darüber, was diesen Kindern fehlte und wie eine mögliche Unterstützung aussehen könnte. Hier lernte ich den fachlichen Rat von Frau Schott und Frau Deparade (als Projektleiterin des schulischen Teils dieses Projektes) schätzen.

Anfänglich trafen wir uns halbjährlich in größerer Runde in den Steuergruppen, in denen wir diskutierten, wie die Institution TaLi mehr im Bezirk verankert werden könnte, mehr Ressource zur Verfügung gestellt werden könnte, insbesondere im Schulbereich.

Dieses Projekt steht in Zeiten der Inklusion im Spannungsfeld von Aussonderung versus integrativer Beschulung.

Wie am Anfang erwähnt, stellte Bruno Bettelheim schon in den 70 gern die überforderten Eltern dar. Mit fortschreitender Digitalisierung, mehr Stress am Arbeitsplatz, eine erhöhte Arbeitslosigkeit nimmt die Problematik der Verhaltenskreativität der Kinder zu.

Ich konnte hier erleben, dass es eine enge Verzahnung zwischen Schule und Träger gab, hier seien die beiden Schulleitungen Frau Peters-Brose und Frau Adamzik erwähnt, die durch unermüdliches Engagement dieses Projekt unterstützen und immer wieder darauf achten, dass entsprechende Ressourcen zur Verfügung stehen.

Schon frühzeitig kündigte Frau Schott diesen Umzug an und bereitete die Steuergruppe im Rahmen einer Besichtigungstour auf dieses Areal vor.

Ich bin froh, dass wir Dank intensiver Zusammenarbeit, manchmal über sehr kurze Wege, den Kindern hier neue Lebenswelten eröffnen können, dass die Pädagoginnen und Pädagogen, die hier arbeiten, den Kindern immer wieder den Weg in die Normalität ermöglichen. Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen Beteiligten für ihr Engagement, für ihren Mut und ihr Vertrauen in die Kinder und ihre Eltern danken.

In diesem Sinne freue ich mich weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit.

 

Äußerungen zu Geisels Dresdner Bahn-Äußerungen

Stimmen zum Vorstoß von Verkehrssenator Andreas Geisel (SPD), die geplante Bahnstrecke durch Lichtenrade (Dresdner Bahn) aus Zeit- und Kostengründen nicht in einen Tunnel zu legen.

NEU: Nr. 5 BVV-Beschluss und Nr. 6 Stellungnahme der BI Lichtenrade-Dresdner Bahn

Wird ergänzt, sofern Stellungnahmen vorliegen (Stand 23.1.2015):

Es liegen zur Zeit folgende Äußerungen vor:

1.)    Grundeigentümerverein Lichtenrade

2.)    Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD)

3.)    Bundestagsabgeordneter Dr. Jan-Marco Luczak (CDU)

4.)    Bundestagsabgeordnete Renate Künast (Grüne)

5.)    Beschluss in der BVV (Antrag CDU, SPD und Grüne)

6.)    Stellungnahme der BI Lichtenrade – Dresdner Bahn

7.)    Bundestagsabgeordnete Mechthild Rawert (SPD)


Dank an die BI Dresdner Bahn zur Veröffentlichung der Grafik.

1.)    Grundeigentümervereins Lichtenrade e.V.

Dresdner Bahn muss in den Tunnel!

Der neue Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel (SPD) hat sich für eine ebenerdige Führung der Dresdner Bahn durch Lichtenrade und gegen die von den Lichtenradern seit mehr als 15 Jahren geforderte Tunnellösung ausgesprochen. Er begründet dies mit den für eine ebenerdige Variante günstigeren Baukosten, einer kürzeren Bauzeit und der Vermeidung einer langjährigen Unterbrechung des S-Bahn Verkehrs.

„Senator Andreas Geisel fällt mit seiner Aussage den Lichtenradern in den Rücken.“, so Frank Behrend, Vorsitzender des Grundeigentümervereins Lichtenrade e.V. „Die Begründung zeugt leider von fehlender Ortskenntnis und geht von falschen Voraussetzungen aus.“ Der Bau eines Tunnels würde im Schildvortrieb erfolgen, so dass die S-Bahn während der Bauzeit weitgehend ungestört fahren könne. Und wenn die Deutsche Bahn sich vor 10 Jahren für die Tunnellösung entschieden hätte, wären ein Tunnel und somit der Bahnanschluss an den Flughafen BER bereits fertiggestellt. „Wir fordern den Senator auf, sich an die Koalitionsvereinbarung von SPD und CDU halten, in der der Tunnel vereinbart ist, und an die Zusage des Senats, vertreten durch Staatssekretär Christian Gaebler, aus dem Jahr 2013, dass das Land Berlin für einen Tunnel eintritt und sich auch an den Kosten beteiligen wird.“, so die Lichtenrader Grundeigentümer.

 

2.)    Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD):

Seit Jahren steht der Bezirk mit seiner Forderung nach einer Tunnellösung für die Dresdner Bahn in Lichtenrade an der Seite der Bürgerinnen und Bürger und der Bürgerinitiative in Lichtenrade.

„Wir fordern weiterhin, dass eine Tunnellösung in Lichtenrade realisiert wird, wie es im Koalitionsvertrag und vielen Bekräftigungen durch den Senat als Ziel des Landes Berlins bestätigt wurde. Lebensqualität ist ein langfristiges Gut für die Menschen in Lichtenrade und darf nicht kurzfristigen Überlegungen geopfert werden.“

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler bekräftigt damit die Haltung des Bezirks Tempelhof-Schöneberg und fordert den Senat und das Abgeordnetenhaus auf, die Weichen für einen Tunnel zu stellen!

3.)    Bundestagsabgeordneter Dr. Jan-Marco Luczak (CDU) hat einen Brief an den Regierenden Bürgermeister von Berlin Michael Müller (SPD) geschrieben.

Normalerweise hält sich ein neuer Senator 100 Tage zurück, um sich in sein Ressort einzuarbeiten. Wenn Herr Geisel dies auch getan hätte, dann wüsste er, dass das Land Berlin sich glasklar für eine Tunnellösung ausgesprochen hat. Dies ist auf Druck der CDU ausdrücklich im Koalitionsvertrag so festgelegt. Der Regierende Bürgermeister Müller hat diesen seinerzeit als SPD-Landeschef unterschrieben. Ich erwarte, dass Herr Müller Wort hält und seinen Senator zur Ordnung ruft. Der Tunnel muss kommen - die Menschen in Lichtenrade dürfen nicht verunsichert werden!

4.)    Bundestagsabgeordnete Renate Künast

Es scheint fast so, als habe Andreas Geisel die Entscheidung im Alleingang getroffen. Selbst die CDU, als Koalitionspartner scheint bei der Absage an die Tunnelvariante vor den Kopf gestoßen zu sein.

Die vorgebrachten Gründe (Kosten/Zeit/S-Bahn-Unterbrechung) für den Bau einer oberirdischen Trasse kann ich so nicht nachvollziehen und zeigen von mangelnder Orts- und Sachkenntnis. Für den Stadtteil und auch für die Stadt Berlin ist die Tunnelvariante die bessere Lösung. Wenn es aber bei der Entscheidung bleiben sollte, wird sich durch eine Klage der Bürgerinitiative Lichtenrade e.V. auch die Fertigstellung der oberirdischen Variante weit hinaus zögern und damit die Kosten in die Höhe treiben.

5.)    Antrag von CDU, SPD und Grüne - beschlossen in der BVV am 21. Januar 2015

Das Bezirksamt wird ersucht, sich umgehend gegenüber dem Stadtentwicklungssenator und dem Regierenden Bürgermeister klar und deutlich für eine Tunnellösung zu positionieren und zu verdeutlichen, dass der Bezirk Tempelhof-Schöneberg an der Seite der Bürgerinnen und Bürger steht und vehement erneut eine Tunnellösung für die sog. Dresdner Bahn in Lichtenrade einfordert.

Für eine ebenerdige Lösung ist die Schall- und Lärmschutzproblematik für die Anwohner/innen genauso wenig gelöst wie der Umstand, dass für diese Variante ein Autotunnel gebaut werden muss, der den S-Bahnverkehr über einen langen Zeitraum unterbrechen und nie zu einer zufriedenstellenden Verkehrssituation beitragen wird.

Der Vorstoß des Senators für Stadtentwicklung und Umwelt, Andreas Geisel vom 19. Januar 2015, die Tunnellösung für die Dresdner Bahn durch den Berliner Ortsteil Lichtenrade aufgeben zu wollen, ist nicht akzeptabel, ignoriert den Bürgerwillen und steht im Widerspruch zum bisherigen parteiübergreifenden Konsens.

Die Mitteilung zur Kenntnisnahme ist der Bezirksverordnetenversammlung zu ihrer Sitzung im Februar 2015 vorzulegen.

Begründung:

Die Äußerungen des neuen Senators für Stadtentwicklung und Umwelt, Andreas Geisel (SPD), wonach er eine ebenerdige Trassenführung auch durch den Lichtenrader Ortsteil befürwortet, sind weder in der Sache akzeptabel noch entsprechen sie dem Koalitionsvertrag zwischen SPD und CDU. Vielmehr befürwortet inzwischen auch der Vorstandsvorsitzende der DB-AG die Tunnellösung für die Trassenführung der Dresdner Bahn durch Lichtenrade, so dass eine baldige Lösung der seit 17 Jahren strittigen Planungen in Aussicht steht. Dies muss von allen verantwortungsbewussten Politikern mit getragen und unterstützt werden, um die Wohn- und Lebensqualität der 50.000 Menschen in Lichtenrade auf Dauer zu gewährleisten.

Eine ebenerdige Trassenführung würde für die Menschen in Lichtenrade bedeuten:

-          Meterhohe Schallschutzwände würden den Ortsteil in zwei Teile spalten,

-          Lärm und Erschütterungen würden die Lebensqualität nachhaltig beeinträchtigen,

-          ein Verkehrskollaps der Bahnhofstraße als Lebensader Lichtenrades wäre die Folge,

-          der Verkehrszuwachs würde den Einzelhandel in der Bahnhofstraße gefährden – auch traditionelle Straßenfeste wären nicht mehr möglich,

-          die bisherige Ringbuslinie müsste eingestellt werden – viele ältere Menschen wären in ihrer Mobilität erheblich beeinträchtigt.

Daher muss mit vereinten Kräften und parteiübergreifend darauf hingewirkt werden, dass die Planungen so schnell wie möglich im Sinne der Tunnellösung für die Bahn abgeschlossen werden.

6.)   Stellungnahme der BI Lichtenrade – Dresdner Bahn

KEINE „ GEISELHAFTUNG“  FÜR  LICHTENRADE !!!

Weiß Senator Geisel was in seinem Haus abläuft?

Er gibt eine Pressekonferenz  u.a. auch zur ebenerdigen Trassenführung der Dresdner Bahn in Lichtenrade. Gleichzeitig sitzt ein Vertreter seiner Verwaltung mit Bund und Bahn am Verhandlungstisch  und bespricht die Finanzierung  einer Tunnellösung. Unter dem Gesichtspunkt schnelle Entscheidung  für die genaue Kostenfrage  haben alle Beteiligten  über 17 Jahre gebraucht !!!!!

Inzwischen könnten längst Züge durch den Tunnel fahren.

Weiß Senator Geisel, dass in seinem Hause  unter dem Titel  Aktive Zentren  für die Bahnhofstr. in Lichtenrade Millionenbeträge  für eine erhöhte Attraktivität  und eine bessere Verkehrsgestaltung in Aussicht gestellt werden? Eine Veranstaltung für geladene Bürger folgt der anderen!

Bei ebenerdiger Trassenführung der Dresdner Bahn wird der Ortsteil durch meterhohe Schallschutzwände wie zu Mauerzeiten zerschnitten. Zusätzliche Verkehre werden auf die Bahnhofstr, gelenkt. Die Einwohner Lichtenrade freuen sich dann über die erhöhte Attraktivität beim Einkaufen in der Bahnhofstr,

Im Übrigen, die vom Senator  so beiläufig erwähnten Probleme  viele LKW’s zum Transport der Erdmassen  und zusätzliche Baustellenverkehre werden bei einer Tunnelbauweise zur Freude der Anwohner erheblich minimiert.

Der Verkehr konzentriert sich  auf zwei Stellen

–      Einstieg am Bahnhof  ( Buckower Chaussee oder Schichauweg ) und Ausstieg an der Landesgrenze

Genau deshalb haben wir den Schildvortrieb vorgeschlagen. Dabei  werden alle Anwohner  von Lärmbelästigungen einer wandernden Baustelle bei ebenerdiger Bauweise verschont.

Und ganz zum Schluss Herr Senator Geisel schauen Sie in den Koalitionsvertrag. Vereinbart wurde die Tunnelbauweise in Lichtenrade  mit Beteiligung des Landes Berlin, auch der damalige SPD Chef Michael Müller hat Ihn unterschrieben. Vielleicht fragen Sie Ihn einmal. Eine erhebliche Abweichung von diesem Vertrag  innerhalb einer Wahlperiode hat wohl Konsequenzen innerhalb der Koalition.   

Über 50000 Einwohner Lichtenrades möchten nicht von einer „Geiselhaftung „ betroffen sein.

7.)    Bundestagsabgeordnete Mechthild Rawert

Ich stehe - wie seit Jahren - hinter der Forderung der Lichtenrader Bevölkerung nach einer Tunnellösung für die Dresdener Bahn. Ich stehe für eine hohe Lebens- und Wohnqualität der hier lebenden 50.000 BürgerInnen. Es gäbe auch gar keinen Grund für eine Meinungsänderung: Die Schall- und Lärmschutzproblematik für die Anwohner/innen ist bei einer ebenerdigen Lösung immer noch ungelöst. Der angedachte Autotunnel schafft mehr neue Probleme, als dass er alte vermeintlich löst.

 

 

Senator Geisel schützt Lichtenrade vor Lastwagen!

Dafür soll die Dresdner Bahn aber oberirdisch verlaufen…

20. Januar 2015 Das hat in Lichtenrade wie eine mediale Bombe eingeschlagen! Der neue Verkehrssenator Andreas Geisel (SPD), keine hundert Tage im Amt, zeigt was er will und wie er tickt. Ob dies parteiintern und mit dem Koalitionspartner abgesprochen ist, darf bezweifelt werden.

Worum geht es? Andreas Geisel sieht den Tunnel in Lichtenrade für die Dresdner Bahn für ziemlich unwahrscheinlich an.

Nach heutigen Presseangaben führte Geisel aus, dass der Tunnel die angestrebte Inbetriebnahme der Gleise für Fern- und Regionalverkehr sowie für den Airport-Express weiter verzögern würde und außerdem auch teurer wäre als die bislang von der Bahn favorisierte ebenerdige Variante mit meterhohen Schallschutzwänden quer durch Lichtenrade. Dass der Tunnel nicht zum Nulltarif zu bekommen ist, damit hat Geisel sicher recht. Ein neues Argument bringt der Senator, indem er von einer vier Jahre langen Unterbrechung der S-Bahn spricht und dass das Baumaterial sich in unzähligen Lastwagen durch die Straßen von Lichtenrade quälen würde. Die Lichtenrader, die seit vielen Jahren für die Tunnellösung kämpfen, sehen sich bei soviel mitfühlender Anteilnahme nicht ernst genommen. Soviel kann gesagt werden, ohne vorher durch eine Bürgerversammlung ein Meinungsbild herstellen zu lassen. Geisel wird so zitiert, dass sich Berlin den Tunnel nicht leisten könne, weder zeitlich noch finanziell. Das ist deutlich!

...das will Geisel...

Dank an die BI Dresdner Bahn zur Veröffentlichung der Grafik.

Seit über 15 Jahren kämpft die Bürgerinitiative Lichtenrade – Dresdner Bahn e.V. für die Tunnellösung. Am 5. September 2013 kam es in Lichtenrade zu einer Demonstration. Alle Vertreter der Parteien setzten sich für die Tunnellösung ein. Im Koalitionsvertrag nach der Berliner Abgeordnetenhauswahl einigten sich SPD und CDU, sich beim Bund für die Tunnellösung, unter Berücksichtigung des entsprechenden Landesanteils, einzusetzen. Selbst Bahnchef Rüdiger Grube ließ im Januar 2014 erstmalig erkennen, dass auch er den Tunnel unterstützt. Das war ein Hoffnungsschimmer selbst für die jahrelangen Aktiven in der Bürgerinitiative.

Die Demonstration im September 2013 (Foto Thomas Moser)
Nun kann spekuliert werden, ob der neue Senator Geisel noch nicht zum Lesen der Koalitionsvereinbarung kam oder ob hier ganz bewusst ein Kontrapunkt gesetzt werden sollte. Auch ist nicht bekannt, ob der Senator weiß, dass im Fall der weiteren Planung der ebenerdigen Strecke mit einem jahrelangen Rechtsstreit durch alle Instanzen und damit auch mit erheblichen Verzögerungen zu rechnen ist. Die Bürgerinitiative hat jedenfalls über 50.000 Euro auf ihrem Rechtshilfekonto. Der Vorsitzende der BI, Manfred Beck, betont zwar immer wieder, dass sie auf die Vernunft der Politik setzen. Es wird jedoch kein Zweifel daran gelassen, dass sie sich nicht scheuen, alle rechtstaatlichen Mittel auszunutzen. Auch werden Lichtenrader Bürger sicher nicht kampflos das Feld räumen und zu erneuten Bürgerprotesten aufrufen.

Es gab in der Vergangenheit immer wieder Planungsänderungen. Ein Planfeststellungsverfahren für den Streckenabschnitt durch Lichtenrade wurde nie abgeschlossen. Im Laufe der Jahre gab es die verschiedensten Gespräche mit den verschiedensten Politikern auf allen Ebenen und aus allen Parteien. Viele Verkehrsminister sind in der Zwischenzeit gegangen und gekommen. Berlins Senator Geisel lenkt jetzt zweifelsohne viel Aufmerksamkeit auf seine ersten forschen Schritte.

In einem Schreiben vom 17. Juli 2014 schlugen Manfred Beck und Rainer Welz von der BI die Gründung eines Projektbeirates vor. Staatssekretär Michael Odenwald teilte am 26. August mit, dass die Notwendigkeit eines solchen Projektbeirates „derzeit nicht gegeben ist.“ Zur Begründung heißt es: „In dem … Gespräch zwischen dem Bund, der Deutschen Bahn AG und dem Land Berlin zu den Randbedingungen für ein mögliches Umschwenken auf eine von Ihnen für den Ortsteil Lichtenrade geforderte Tunnellösung wurde vereinbart, das nach einer gutachterlichen Aufbereitung der Tunnelvarianten durch die Deutsche Bahn AG insbesondere zum vorgeschlagenen „kurzen Tunnel“ das Gespräch im Spätherbst 2014 fortzusetzen.“ Nach Abschluss dieser Gespräche signalisierte man wieder weitere Gesprächsbereitschaft mit der BI Dresdner Bahn. Diese Gespräche erwartete man für das Frühjahr 2015.

Bei den ganzen Aspekten ist die Frage der Flughafeneröffnung, die nach den jetzigen Planungen für 2017 angekündigt ist, noch völlig offen. Die Öffnung des BER war schon vor Jahren vorgesehen.

Alle aktuellen Äußerungen in den sozialen Medien signalisieren deutlich, dass viele Lichtenrader erbost sind und sich Geisels Argumenten nicht so einfach beugen werden. Das sollte Senator Andreas Geisel einfach nur wissen.

Thomas Moser

 http://www.dresdner-bahn.de

 

Bahnhofstraße in Lichtenrade - Bürgerkonferenz am 24. Januar 2015

Mit einer Bürgerkonferenz am 24. Januar 2015 im Ulrich-von-Hutten Gymnasium wird der nächste Schritt bei der Erstellung des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) für die Aufnahme der Bahnhofstraße/ Lichtenrade in das Förderprogramm „Aktive Zentren“ (AZ) getan.

In der Zeit von 14 bis 18 Uhr haben Bürgerinnen und Bürger, Händler und Gewerbetreibende, Eigentümer, Bürgerinitiativen, Vereine und alle weiteren Akteure der Bahnhofstraße die Möglichkeit, ihre Ideen und Wünsche in den Prozess einzubringen.

Mitte Dezember 2014 wurde schon auf dem Markt über die Zukunft der Bahnhofstraße diskutiert. (Foto: Thomas Moser)

Aufgabe der Bürgerkonferenz wird es sein, zum einen die erarbeitete Stärken- und Schwächen-Analyse zu diskutieren und zu ergänzen. Zum anderen soll es aber auch bereits darum gehen, konkrete Maßnahmen für die analysierten Defizite zu entwickeln und somit die ersten Ziele des zukünftigen AZ-Gebiets Lichtenrade/ Bahnhofstraße festzulegen.

Bezirksstadträtin für Gesundheit, Soziales, Stadtentwicklung, Dr. Sibyll Klotz: „Nachdem mit der Auftaktveranstaltung im Dezember bereits der erfolgreiche Grundstein für die Erarbeitung des ISEKs gelegt wurde, freue ich mich jetzt, dass mit der Bürgerkonferenz der nächste Schritt getan wird. Hier geht es darum, gemeinsam die Grundlage des Fördergebietes „Aktive Zentren“ zu erarbeiten und somit den zukünftigen Handlungsrahmen abzustecken.“

Noch bis zum 23. Januar 2015 gibt es die Möglichkeit, Ideen, Hinweise und Wünsche für die Bahnhofstraße im Bürgeramt in der Briesingstraße 6 einzureichen. Diese Möglichkeit wird es dann am 24. Januar auf der Bürgerkonferenz selbst zunächst das letzte Mal geben. Alle Bürgerinnen und Bürger sind also aufgerufen, ihre Meinung einzubringen und dazu beizutragen, dass das ISEK auf ein stabiles Fundament gestellt wird.

Die öffentliche Abschlussveranstaltung im Rahmen der Erarbeitung des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts findet am 30. April 2015 in der Zeit von 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr im Ulrich-von-Hutten-Gymnasium statt. Zu diesem Termin wird der Bezirk noch einmal rechtzeitig über die Presse informieren.

Aktuelle Entwicklungen werden darüber hinaus regelmäßig auf der Internetseite des Bezirksamts Tempelhof-Schöneberg veröffentlicht:

http://www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg/organisationseinheit/sozialraumplanung/lichtenrade-bahnhofstr.php

 

Hinweis zum Gedenkkreuz des Mauertoten erwünscht!

Die Fraktion der CDU in der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg beantragt die Anbringung eines Hinweisschildes zum Gedenkkreuz in der Wittelsbacher Straße. Der Antrag wurde vom Bezirksverordneten Patrick Liesener eingebracht und soll am Mittwoch (21. Januar 2015) in der BVV behandelt werden.

Im Antrag heißt es:

Die Bezirksverordnetenversammlung wolle beschließen:

Das Bezirksamt wird ersucht, in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Teltow-Fläming am Mauerweg einen Hinweis auf das Gedenkkreuz in der Wittelsbacher Straße zu errichten.

Begründung: Am Ende der Wittelsbacher Straße steht ein Kreuz zum Gedenken an den Mauertoten Horst Kullack, der an dieser Stelle im Jahr 1972 versucht hatte, nach Lichtenrade zu flüchten und dabei von Schüssen der Grenzsoldaten tödlich verletzt wurde. Vom Ende der Wittelsbacher Straße führt ein ca. 80 Meter langer Pfad auf den Mauerweg, aber leider gibt es am Mauerweg an diesem Abzweig zur Wittelsbacher Straße keinen Hinweis auf das Gedenkkreuz, weshalb Passanten unwissend an dem Weg vorbeigehen. Unwissenheit verhindert hier ein würdiges Gedenken.

Fotos: Thomas Moser

 

MittendrIn Berlin! gewonnen und der Appell: "Wir müssen an einem Strang ziehen"

Der Vorsitzende des Grundeigentümervereins Berlin-Lichtenrade e.V., Frank Behrend, hat den Leitartikel der aktuellen Monatsinformation "Der Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer" (01/2015) der "Internetzeitung Lichtenrade" zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt. Wir drucken dies gerne als Leserbrief ab.

Gewonnen!

Kurz vor Weihnachten gab es noch ein Geschenk für Lichtenrade, insbesondere die Bahnhofstraße: Die Entscheidung im aktuellen Wettbewerb „MittendrIn Berlin! Die Zentren-Initiative 2014/15“ war gefallen. Das Konzept „Offen für alle: Die Bahnhofstraße!“ vom Bürgerforum Zukunft Lichtenrade e.V. und der Händlerinitiative Bahnhofstraße ist eins von vier siegreichen Projekten.

Der damals Noch-Stadtentwicklungssenator und heutige Regierende Bürgermeister Michael Müller sowie IHK-Präsident Dr. Eric Schweitzer übergaben die Auszeichnungen. Die insgesamt vier Preisträger des Wettbewerbs erhalten Preisgelder in Höhe von zusammen 110.000 €. Diese Mittel geben der Bahnhofstraße die Chance, gemeinsam mit den Akteuren vor Ort die Anfänge für ein künftiges und nachhaltiges Geschäftsstraßenmanagement zu installieren.

Foto Brunner/IHK - Frank Behrend in der Mitte (weitere Erläuterungen unten)

Hierzu sind zahlreiche Veranstaltungen und Aktivitäten geplant, mit denen die Bahnhofstraße als Einkaufsstraße attraktiver und bekannter gemacht werden soll. Wir werden jeweils darüber berichten und uns als Verein auch an einigen Aktionen beteiligen.

Viele Lichtenrader finden die Bahnhofstraße als Einkaufsstraße wichtig. Allerdings geben wir zu wenig Geld in Lichtenrade aus sondern fahren lieber in die Gropiuspassagen und die Schloßstraße – oder kaufen im Internet ein. Und wundern uns dann, dass der klassische Einzelhändler in der Bahnhofstraße langsam ausstirbt und Billigläden an deren Stelle treten. Dieser Entwicklung gilt es entgegen zu treten. Hierfür müssen aber alle an einem Strang ziehen:

-          Die Lichtenrader müssen sich nicht nur verbal zur Bahnhofstraße bekennen, sondern hier auch einkaufen gehen.

-          Die Ladeninhaber müssen Ideen einwickeln, wie sie für neue Kunden attraktiv sein und im Wettbewerb der Großstadt bestehen können.

-          Die Hauseigentümer in der Bahnhofstraße sollten die ein oder andere Investition tätigen, um die Gebäude, insbesondere die Ladenbereiche attraktiver zu gestalten; und bei der Auswahl der Mieter wäre es schön, wenn vielleicht mal der ein oder andere Unternehmer zum Zuge kommt, der ein Sortiment bietet, welches in der Bahnhofstraße nicht schon x-mal vorhanden ist.

-          Und letztendlich ist insbesondere der Bezirk Tempelhof-Schöneberg gefragt, nicht nur schöne Worte zu verlieren, sondern auch im täglichen Verwaltungshandeln deutlich zu machen, dass die Lichtenrader Bahnhofstraße ein wichtiges Stadtteilzentrum ist.

Für uns Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer ist ein lebenswertes Wohnumfeld wichtig, damit unsere Immobilien ihren Wert behalten und Wohnungen gut vermietbar sind. Daher begrüßen wir jegliche Aktivitäten, die unsere Einkaufsstraße attraktiver machen.

Frank Behrend

1.Vorsitzender

Foto oben: Brunner/IHK: Übergabe der Auszeichnung an das Bürgerforum Zukunft Lichtenrade e. V. für den Wettbewerbsbeitrag „Offen für alle: Die Bahnhofstraße!“ - v.ln.r.: Alexander Boether (Jury-Mitglied „Mittendrin“), Tanja Müller-Ziegler (Vorstandsmitglied Berliner Sparkasse), Dr. Georg Wagener-Lohse (Bürgerforum), Frank Behrend (Grundeigentümerverein Lichtenrade), Volker Mönch (Bürgerforum), Michael Müller (Senator für Stadtentwicklung und Umwelt), Dr. Eric Schweitzer (Präsident IHK Berlin)

 

Die „Drei Könige“ in der Suppenküche und eine Spende

18. Januar 2015 Die Suppenküche Lichtenrade wird in diesem Jahr 10 Jahre alt. Zum Jahresbeginn besuchten die Sternsinger vom Kindermissionswerk traditionell die soziale Einrichtung am Graben in der Finchleystraße 11. Gekleidet als „Die Heiligen Drei Könige“, sangen die Kinder und segneten das Haus und dessen Besucher.


„Segen bringen, Segen sein“ - Gesunde Ernährung für Kinder auf den Philippinen und weltweit! So lautet das Motto der diesjährigen Aktion vom Dreikönigssingen, an der sich die Mädchen und Jungen als Sternsinger und zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer in etwa 12.000 Pfarrgemeinden beteiligten. In Lichtenrade wurden über 100 Haushalte und verschiedene Institutionen besucht. Die Kinder kommen hauptsächlich von der katholischen Salvator-Gemeinde und einige von der evangelischen Gemeinde in Lichtenrade.

Nach der Weihnachtsgeschichte (Matthäus-Evangelium) wurden die Weisen aus dem Morgenland durch den Stern von Betlehem zu Jesus geführt: „Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr großer Freude erfüllt.“ Nun reisen nach einer katholischen Tradition Kinder singend durch die Straßen und tragen symbolisch den Stern als Zeichen für Christus mit sich. „20*C+M+B+15“ schreiben Sie über Wohnungseingangstüren. Lateinisch stehen die Buchstaben C+M +B für „Christus Mansionem Benedicat“ – Christus segne dieses Haus. Im Volksmund spricht man hingegen auch von einer Bezeichnung für die 3 Könige "Caspar, Melchhior und Balthasar".

Die jungen Könige bekamen als Dank für Ihren Besuch eine Suppe ausgeschenkt.

Spende der AOK wurde erfreut angenommen!

Eine zusätzliche Gabe, diesmal nicht von den drei Weisen aus dem Morgenland, brachte der Vertreter der „AOK Nordost – Die Gesundheitskasse“.

Der Niederlassungsleiter Marko Bertram überreichte den symbolischen Scheck an die Leiterin der Suppenküche, Alex Benkel-Abeling. Seit einigen Jahren verschickt die AOK keine Weihnachtskarten mehr. Vom Erlös werden wohltätige Organisationen unterstützt. So kamen 600 Euro zusammen, die Marko Bertram mitbringen konnte. Bertram erläutert: „Mitarbeiter schlagen einen Verein oder eine Institution vor. Drei Vereine werden berücksichtigt und in diesem Jahr war die Suppenküche dabei.“

Marko Bertram überzeugte sich davon, dass die Suppenküche das Geld dringend benötigt und das es hier gut angelegt ist. Sonntag für Sonntag werden Bedürftige beköstigt und erhalten danach auch Lebensmittel, die von den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern in der Woche von den Geschäften eingesammelt werden.

Mittlerweile kommen hier durchschnittlich 150 Gäste. Mit 10 Besuchern fing es vor 10 Jahren an. In der Suppenküche muss man seine Bedürftigkeit nicht nachweisen. Wie Frau Benkel-Abeling betont, gehört dies zum Konzept der Suppenküche. Armut ist nicht eine Frage von Bescheinigungen. Wenn man die Suppenküche jedoch besucht, sieht und spürt man, wie Armut aussieht. Marko Bertram von der AOK wurde das Konzept erläutert und durch die Suppenküche geführt.

In der Suppenküche sind über 50 ehrenamtliche Helfer aktiv. Neue Unterstützung ist hier immer gerne willkommen. So sucht die Suppenküche auch jemand, der die Homepage pflegt und aktuell hält. Die Öffentlichkeitsarbeit ist für diese Institution, die sich nur über Spenden finanziert, überlebenswichtig.

Jetzt kann sich die Suppenküche erstmal darüber freuen, dass ihnen am 25. Februar der mit 1000 Euro dotierte Förderpreis vom Bezirk Tempelhof-Schöneberg überreicht wird.

Thomas Moser (auch Fotos)

http://www.sternsinger.org

http://www.aok.de/nordost/index.php





Alle Fotos: Thomas Moser

 

Chefin und Mitarbeiter sammelten Sachspenden

Berlin – 15. Januar 2015 Ute Weißgerber-Knop, Inhaberin des Weißgerber Lesezirkel, besuchte in Lichtenrade ein Heim, in dem Kriegsflüchtlinge Unterkunft gefunden haben. Dort leben Menschen, die ihre Heimat, ihre Wohnung, Familie und Freunde fluchtartig verlassen mussten. Sie haben alles verloren. Ute Weißgerber-Knop hatte sich bei der Heimleitung erkundigt, wie man diesen Familien helfen kann. So sammelte und kaufte sie Kleidung, Spielsachen, Möbel, Geschirr und Kosmetikartikel. „Viele Gegenstände stehen bei uns herum, zu schade, um sie wegzuwerfen, aber wir benötigen sie nicht mehr. Wie schön, wenn man damit anderen sogar noch helfen kann“, äußert die Chefin des Weißgerber Lesezirkel. Sie berichtete Ihren Mitarbeitern, Freunden, Bekannten und der Familie von dem Lichtenrader Heim und konnte viele zum Mitmachen motivieren. So kamen große Mengen an Sachspenden zusammen und es ergab sich eine neue Zusammenarbeit mit dem Verein „Die Chance“ in der Mohriner Allee. Der Verein kümmert sich um die Förderung der Jugend-, Familien- und Altenhilfe, sowie um die Hilfe für sozial bedürftige Menschen.

Das neue Spielzimmer Foto: Heidrun Huß
Somit konnten verschiedene Möbel für die Unterkünfte der Flüchtlinge organisiert und zur Verfügung gestellt werden.

Außerdem spendet der Weißgerber Lesezirkel Zeitschriften für die Familien und die Mitarbeiter des Heimes. Sicherlich kann man nicht ungeschehen machen, was die Familien alles durchmachen mussten, aber man kann ihnen hier in Deutschland das Leben ein bisschen lebenswerter machen. Die Kinder leiden am meisten und deshalb ist es um so schöner, dass jetzt seit Dezember ein Spielzimmer im Flüchtlingsheim eingerichtet wurde. Auch die Lichtenrader Bürger haben ihre Hilfe angeboten. (WGLZ)

 

 

Tatort Lichtenrade: Sturm Felix "räumt auf"

Am Sonntag (11. Januar 2015) zur besten Tatortzeit in der Prinzessinnenstraße in Lichtenrade. Die Feuerwehr fällt einen Baum!



Die Hälfte ist geschafft. Danke Feuerwehr!
Fotos Thomas Moser

 

Zum neuen Jahr: Lichtenrader Unternehmer empfangen

Die Zeit der Neujahrsempfänge hat im Januar Hochkonjunktur. Erstmals hatte das Unternehmer-Netzwerk Lichtenrade Mitglieder und Vernetzungspartner zum Neujahrsempfang am 14. Januar in „Didis Weinvertrieb“ eingeladen. Der Vereinsvorsitzende Karl Wachenfeld begrüßte die Gäste.

Aus der Bezirkspolitik waren die Stadträte Oliver Schworck (SPD) und Daniel Krüger (CDU) Gäste in Lichtenrade. Von den Grünen war der Bezirksverordnete Ulrich Hauschild beim Empfang.

Wachenfeld (lks) und der 2. Vorsitzende, Thomas Schmidt, freuten sich über die Gäste aus dem politischen Raum.

Daniel Krüger und Volker Mönch

Ulrich Hauschild und Karl Wachenfeld kennen sich schon lange.


Stadtrat Oliver Schworck konnte mit Thomas Schmidt herzhaft lachen.

Beteiligung in Lichtenrade erwünscht


Der 2. Vorsitzende vom Bürgerforum Zukunft Lichtenrade e. V., Volker Mönch (Foto lks), erläuterte die anstehenden Projekte rund um die Bahnhofstraße. Das Bürgerforum hatte den Wettbewerb der Zentren-Initiative „MittendrIn Berlin“ gewonnen.

Lichtenrade und die Bahnhofstraße wurden in das Förderprogramm im Rahmen der Aktiven Zentren aufgenommen. Grundlage für die konkrete Förderung ist die Erstellung eines integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK).

In diesem Zusammenhang wird in verschiedenen Bürgerbeteiligungsverfahren um die besten Ideen gerungen. Mönch rief zur aktiven Teilnahme auf und betonte die Wichtigkeit dieser Maßnahmen für Lichtenrade: „Sonst werden wir wohl in den nächsten 100 Jahren nicht mehr diese Chancen erhalten.“ In diesem Sinne plädierte er dafür, dass man nicht erst auf eine endgültige Lösung für die Dresdner Bahn warten sollte und jetzt die Bahnhofstraße weiter entwickelt.


Markus Bassin im Gespräch

Apotheker Lars Hombach vom Bürgerforum, der auch die Bahnhofstraßen-Initiative vertritt, unterhielt sich angeregt mit Markus Bassin, der für die Außendarstellung des Vorstandes vom UNL zuständig ist.

Vom „Lichtenrader Magazin“ sprach Chefredakteur Gerd Bartholomäus mit Karl Wachenfeld. Das Ehepaar Linek unterhielt sich angeregt mit vielen Geschäftspartnern.
Diana und Detlef Linek, die eine neue Tauchschule in Lichtenrade aufgemacht haben, sind als Selbständige für Werbung in Lichtenrade (ImmoCom 2001) unterwegs.

So gab es noch viele anregende Gesprächsrunden.

Das Unternehmer-Netzwerk will bewegen!

Das UN-Lichtenrade hatte Ende 2010 ihr erstes Treffen und seit Mai 2013 ist es ein eingetragener Verein. Fast 50 Mitglieder haben sich dort zusammengeschlossen. Die Mitglieder treffen sich regelmäßig einmal im Monat.

Das Netzwerk arbeitet mit örtlichen Schulen zusammen. Es wurde ein Projekt „Architektur & Schule“ am Ulrich von Hutten Gymnasium mit der „Bauhaus-Kooperation Berlin Dessau Weimar“ unterstützt.

Auch die Suppenküche Lichtenrade wurde schon verschiedentlich vom Netzwerk bedacht. Zuletzt war im Dezember Thomas Schmidt und Sohn Patrick dort quasi als Weihnachtsmann unterwegs.

Für Thomas Schmidt und dem UN-L ist es im nächsten Jahr ein großes Anliegen, dass die Lichtenrader Unternehmer für die Ausbildung von jungen Leuten verstärkt aktiv werden. So sollen besonders Schulpraktika angeboten werden, bei denen die Schüler mehrere Unternehmen kennenlernen können.

Didi war überall!
Das Resümee des Abends: Ein Neujahrsempfang mit vielen interessanten Gesprächen. „Didi“, von Didis Weinvertrieb in der Lichtenrader Dossestraße 4, war ein perfekter aufmerksamer Gastgeber.

Thomas Moser (auch Fotos)

http://www.un-lichtenrade.de/
http://www.zukunft-lichtenrade.de/
http://www.didisweinvertrieb.de/

 
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Hier wird jetzt in lockerer Folge von aktuellen Lichtenrader Geschehnissen berichtet. Eine Art "AKTUELLE INTERNETZEITUNG" könnte man auch sagen...
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