Ein Freund, ein guter Freund...Buddelkistentreff 2014

Die Buddelkastenfreunde von der Wünsdorfer Straße treffen sich Jahr für Jahr. Sie spielten zum Ende des 2. Weltkrieges und in der Nachkriegszeit auf dem Platz in der Wünsdorfer- Ecke Blohmstraße, wo heute einige Busse ihre Endstation haben.

Im Jahre 2000 hat sich der Lichtenrader Wolfgang Graeper (74) aufgemacht, um seine alten Spielkameraden ausfindig zu machen. Er studierte ausgiebig Telefonbücher und der Eine und Andere wusste auch noch die Anschrift eines anderen ehemaligen Spielkameraden. Wolfgang Graeper, der mittlerweile auch Treffen mit Fußballfreunden und Freunden aus dem LortzingClub organsiert, erzählt, dass es immer schwieriger wird die Freunde zusammenzubekommen. Diesmal kommen 45 Freunde und Bekannte, um sich im Reitercasino „Zur Tränke“ am Schichauweg gemütlich zum Eisbeinessen zu treffen. Viele in der Gruppe der Buddelkastenfreunde sind um 1938 herum geboren.

Zum Platz direkt, wo sich sonst immer die meisten vorher getroffen hatten, kamen diesmal nur drei Kameraden.

Foto: Wolfgang Graeper mit Erhard Scheffler
Erhard Scheffler, der kürzlich über seine Kindheitserinnerungen im Lichtenrader Magazin geschrieben hat, ist extra aus dem Schwarzwald zum Treffen nach Berlin gekommen. Da doch schon einige Freunde gestorben sind und andere immer gebrechlicher werden, hat Wolfgang Graeper noch Freunde vom Kegeln und Gartenfreunde eingeladen. „Es ist aber immer noch das Buddelkastentreffen,“ sagt Graeper.

Dies steht auch auf den Grüßen beim Alpenveilchen, das jede Frau übereicht bekommt. Das Treffen in diesem Jahr müsste nach Graepers Rechnung das 17. Treffen sein, da man sich in den ersten Jahren auch zweimal getroffen hatte. In der Tränke werden gleich viele Erinnerungen ausgetauscht. Erhard Scheffler erzählt von Lausbubengeschichten, aber auch von Panzerfäusten, die man nach dem Krieg einfach vergraben hatte. Wolfgang Graeper berichtet, wie er Quitten vom Baum geklaut hat und weil sie nicht schmeckten, zurück in den Garten geschmissen hat. Viele Jahrzehnte später ist das bei einer Begegnung mit dem ehemaligen Eigentümer rausgekommen.

In der Tränke riecht es schon ganz lecker und den Gästen knurrt der Magen.


Danach freuen sie sich auf die traditionelle Tombola. Gisela und Wolfgang Graeper sind schon seit Beginn des Jahres dabei, attraktive Gewinne zusammenzutragen und liebevolle einzupacken. Viele Stunden sitzen die Freunde beim Buddelkastentreffen 2014 zusammen und quatschen sich fest. Im nächsten Jahr will man sich wieder treffen!

Thomas Moser

 

Weihnachtshaus Lichtenrade

Eine besinnliche Adventszeit für Sie, liebe Leserinnen und Leser der Internetzeitung von Lichtenrade.

... es muss ja nicht immer so bunt sein...

 

Weihnachten in der Bahnhofstraße mit der Übergabe der Weihnachtsbäume

Weihnachten hat jetzt auch in Lichtenrade Einzug halten. Der Weihnachtsmarkt an der Bahnhofstraße ist wegen der, laut Veranstalterangaben, zu kurzfristigen Genehmigung abgesagt worden. Die ungetrübte Freude richtet sich nun auf den gemeinnützigen Lichtermarkt am Dorfteich, der wieder am ersten Adventssonntag stattfindet.

Etwas Glanz in die Geschäftsstraße

Das Organisationsteam, dass bereits in diesem Jahr erfolgreich das Wein- und Winzerfest am Dorfteich durchgeführt hat, ist nun ein klein wenig zum Weihnachtsmann in der Bahnhofstraße geworden.

Die Künstlergemeinschaft Lichtpunkt 49, die Bürgerinitiative „Rettet die Marienfelder Feldmark“/BUND Bezirksgruppe Tempelhof-Schöneberg, die Bürgerinitiative Dresdner Bahn, der Trägerverein Lichtenrader Volkspark, die Aktionsgemeinschaft Bahnhofstraße und der Veranstalter Family & Friends haben sich wieder zusammengetan. Man wollte die langjährige Tradition der Aktionsgemeinschaft Bahnhofstraße wieder aufnehmen und festlich geschmückte Weihnachtsbäume in der Geschäftsstraße aufstellen.

Schulen schmücken Weihnachtsbäume

Verabredet wurden klassische Weihnachtsbäume, die von nahe gelegenen Grund- und Oberschulen geschmückt wurden.

Foto v.lks.n.re. Vertreter der Schulen: 2 Schüler der UVH, Wolfgang Spranger vom Volkspark Lichtenrade, die Künstlerin Sylvia Zeeck, Angelika Heigl von der Aktionsgemeinschaft Bahnhofstraße, Ulrich Noffz von der Käthe-Kollwitz-Grundschule und Tamara Adamzik von der Annedore-Leber-Grundschule

Ab dem 29. November kann das Ergebnis bestaunt werden. Mit dabei sind die Annedore-Leber-Grundschule, die Käthe-Kollwitz-Grundschule, das Ulrich-von-Hutten-Gymnasium und die Gustav-Heinemann-Oberschule. Auch wurde das Seniorenheim Lore-Lipschitz-Haus aktiv. Dort haben Bewohner im Rahmen des ergotherapeutischen Angebotes Weihnachtsschmuck gebastelt und zur Verfügung gestellt.

Ein künstlerischer Weihnachtsbaum ist auch dabei

Dann gab es noch eine ganz besondere Idee. Los ging es mit der Idee der Künstlerin Sylvia Zeek, die als Vision einen künstlerischen Weihnachtsbaum hatte. Bei einem Benefizkonzert der Aktionsgemeinschaft gab es einen Aufruf. Viele Drahtkleiderbügel, ausrangierte CDs und unzählige Tannenzapfen kamen zusammen. Das Geschäft von Juwelier Heigel in der Goltzstraße wurde zum Sammelpunkt und viele Lichtenrader freuten sich, etwas Positives für ihre Bahnhofstraße tun zu können.

Die Künstlerin erläutert ihr Kunstwerk

Nun ging es an die Umsetzung des Kunstbaumes. Die Sprecherin der Künstlergemeinschaft Lichtpunkt 49, Sylvia Zeeck, erläutert die Entstehungsgeschichte: „Vom ersten Advent an werden wir in der Bahnhofstraße einen freischwingenden künstlerischen Weihnachtsbaum erleben. Der Mittelstamm setzt sich aus drei zusammengesteckten Rundrohren eines Baugerüstes zusammen. Der Baum hat eine stolze Höhe von 4,50 Metern. Die typische Silhouette eines Weihnachtsbaums wird mithilfe von vier langen Strängen aus Vogelnetz symbolisiert. Herr Bockenkamp hat sich dies ausgedacht. Das Leben wird ihm durch rund 200 scheinbar zufällig aneinander gekettete Drahtbügel eingehaucht, in deren Mitte jeweils rot-, silber- oder golden-glitzernde CDs befestigt werden. Der Kleiderbügel-Weihnachtsbaum setzt sich ausschließlich aus Materialien zusammen, die dem Abfalleimer anheim gefallen wären. Sie haben ihren eigentlichen Nutzen erfüllt und finden nun ihre Wiederverwertung in diesem künstlerischen Objekt.“

Als kleines Schmankerl erhielten die Händler der Bahnhofstraße die Gelegenheit, ihr Geschäft auf besondere Weise zu präsentieren. Gefragt waren Gebrauchsgegenstände ohne großen materiellen Wert, die einen Hinweis auf das Geschäft geben. Beispielsweise hat ein Friseur einen alten Kamm und eine leer Shampooflasche und ein Anwalt ein Grundgesetzt in Miniformat beigesteuert. So können die Geschäftsleute auf ihr Läden und Berufe hinweisen.

Alles in allem stellt der Baum ein Symbol für die erfolgreiche Zusammenarbeit der Initiativen und Vereine des Bezirks im Jahr 2014 dar, so die Organisatoren.

Spenden ermöglichen Weihnachtsbäume und eine Schirmherrin

Mitgeholfen bei der Finanzierung der Tannen haben Baustadtrat Daniel Krüger (CDU), Marco Waligora vom Waligora Event & Hochzeitsservice, Familie Heuschkel von TannenTippLichtenrade mit Standort am Haus Buhr / S-Bahnhof Lichtenrade und Hildegard Brucker vom Bauernstübchen in der Bahnhofstraße 39. Michael Happe, liebevoll Bauer Happe genannt, wird bei Baumfäll- und Transportarbeiten aktiv das Vorhaben unterstützen.


Für die Aktion „Weihnachtsbäume für die Bahnhofstraße“ konnte Nicole Ludwig (Bündnis 90/Die Grünen), Abgeordnete im Berliner Abgeordnetenhaus, gewonnen werden. Ihr Tätigkeitsschwerpunkt im Abgeordnetenhaus ist der Tourismus und die Wirtschaft. Bei der Übergabe der Bäume betont sie, dass sie bei der Aktion besonders die Zusammenarbeit der vielen Vereine und Initiativen so bewundernswert findet.

Die „Übergabe“ der Weihnachtsbäume fand am 29. November  vor der Berliner Volksbank, Bahnhofstraße 50, erfolgen.

Die Lichtenrader können sich über die wieder aufgenommene Tradition freuen.

Thomas Moser






Rainer Welz von der Dresdner Bahn mit Claudia Scholz und Stefan Piltz von Family & Friends

Nicole Ludwig im Gespräch mit Michael Delor von der BI "Rettet die Marienfelder Feldmark/BUND Bezirksgruppe Tempelhof-Schöneberg


...und der Weihnachtsbaum Nr. 4:


 

Freundliches Yoga- und Kosmetik-Studio in Lichtenrade

In einem neuen freundlich ausgestatten Studio in der Wünsdorfer Straße 107 wird von Dipl. Yogalehrerin, Constanze Ziaja, Yoga und Pilates angeboten. Nachdem sie bislang im Nachbarschaftszentrum Yoga und Pilates angeboten hatte, konnte sie nun ein eigenes neues Studio mit optimalen Bedingungen einrichten. Am 25. Oktober 2014 eröffnete das Gesundheitsstudio, das fußläufig vom S-Bahnhof Lichtenrade in drei Minuten zu erreichen ist.


Den Namen des Studios „exalto-Yoga“ ist spanisch und bedeutet „sich begeistern.“ Constanze Ziaja will ihre teilweise langjährige Kundschaft immer wieder neu begeistern. Ein Angebot ist „Yoga dynamisch“, bei dem Bewegung, Atmung und Meditation nach verschiedenen Yogastilen mit Pilates kombiniert wird. „Yoga sanft“ ist sogenanntes „Hatha-Yoga“ zur Gesunderhaltung, rückengerecht und harmonisierend. Bei Pilates wird gezieltes Körpertraining zur Kräftigung speziell von Bauch- und Rückenmuskulatur gemacht. Constanze Ziaja sieht sich nicht als die „typisch esoterisch angehauchte“ Yogi-Lehrerin: „Ich kombiniere gerne verschiedene Richtungen.“ Ihr Angebot ist eher sport- und körperbetont. Medizinische Aspekte lässt sie immer wieder in ihre Arbeit einfließen.


Constanze Ziaja hat ab 2005 verschiedene Aus- und Fortbildungen gemacht und ist lizenzierte Personalfitness-Trainerin in verschiedenen Sportbereichen. Nachdem sie den Weg zu Yoga und Pilates gefunden hatte, absolvierte sie eine dreijährige Ausbildung zur Diplom Yogalehrerin: „Seit einigen Jahren gehe ich nun meinen Yoga-Weg und habe sehr viel Freude daran, mein Wissen und meine Erfahrung in den Kursen weiter zu geben.“

Die Kurse können bis zu 8 Teilnehmer umfassen, Männer sind auch herzlich willkommen. Eine Probestunde für 10 Euro wird beim Erwerb einer Zehnerkarte –mit unbegrenzter Gültigkeit-, die 100 Euro kostet, verrechnet. Mit dem Monatsabo für 35 Euro sind alle Kursbesuche und Vorträge abgegolten. Der Kursplan kann im Internet eingesehen werden und, wer will, kann die Termine unkompliziert im Internet buchen. Für ganz individuelle Trainingsgestaltung bietet Constanze Ziaja auch „Personal Traning“ an. Wer es etwas intensiver mag, der kann unter dem Motto „Yoga meets Pilates in Kagar“ auch ein Wochenende in der Nähe von Rheinsberg buchen. Constanze Ziaja freut sich über neue Yoga- und Pilates-Schüler!

Kosmetik, Fußpflege und Maniküre – Ein Gesamtpaket

In den Räumen hat sie auch Yvonne Gerber (Foto lks) aufgenommen, die nach 30jähriger Berufstätigkeit als staatlich anerkannte Kosmetikerin „hautnah“ von Kopf bis Fuß ihre Kunden, von alt bis jung, verwöhnt. Yvonne Gerber bietet Kosmetik (unter Anwendung von Klapp-Produkten), Fußpflege, Maniküre und Massage in ruhiger und angenehmer Atmosphäre in einem separaten Raum an.

Gutschein erwünscht? Gesund ins neue Jahr!

Besonders für Weihnachten werden für alle Angebote der Yogalehrerin, Constanze Ziaja, und der Kosmetikerin, Yvonne Gerber, Gutscheine zum Verschenken angeboten.

Thomas Moser

Yoga und Pilates:

exaltoYoga - Constanze Ziaja

http://www.exalto-yoga.de

Telefonische Anmeldung und Infos unter 030 / 700 982 23

Kosmetik, Fußpflege, Maniküre und Massage

Yvonne Gerber – Studio Yvonne

Tel.: 030 / 70 17 64 06 oder 0172 163 62 59

Wünsdorfer Straße 107, 12307 Berlin

 

Die Bahnhofstraße putzt sich...

Der Bericht zu der Weihnachtsbaumaktion 2014...http://weblog.lichtenrade-berlin.de/archive/2014/11/24/weihnachten-in-der-bahnhofstra-e.htm
Begonnen wurde am Freitag... Am Samstag um 13.30 Uhr findet die offizielle Übergabe der Bäume, auch des Kunstweihnachtsbaumes, statt.

Angefangen hat die Käthe-Kollwitz-Grundschule...schön..

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Mit Spaß bei der Sache..

 

Es gibt uns noch, den LortzingClub!

Etwas still war es in den vergangenen Monaten schon um uns. Das lag aber nicht daran, dass nichts passiert wäre in unserer Einrichtung, sondern dass wir zu wenig darüber geredet haben! Das soll sich nun wieder ändern.

Und: Seit September hat die Einrichtung nun eine Leiterin. Carola Thiede, eine langjährige Honorarkraft freut sich über Ihre neue Aufgabe und die Arbeit zusammen mit den Teamkolleginnen Maike Hoffmann und Steffy Scheffler!

Der LortzingClub ist eine Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung in der Lortzingstr. 16.

Wir freuen uns über alle Kinder aus Lichtenrade und Umgebung, die unser schönes altes Haus mit vielen Zimmern und seinem großen Außengelände besuchen und kennenlernen wollen.

Draußen ist viel Platz zum Toben und Fußballspielen, im Sommer gibt es sogar einen Swimmingpool!

Im Haus gibt es zahlreiche Spiele, Billard, Kicker und Tischtennis stehen ebenso bereit wie Bastelmaterial und es warten Sofas zum Chillen oder zum gemütlichen Quatschen.

Außerdem gibt es jeden Tag ein Gruppenangebot:

montags:                            Mädchengruppe mit Steffy                       16:00 bis 17:30

dienstags:                          Töpfern mit Maike                                         16:30 bis 18:00

mittwochs:                        Theater mit Carola                                         16:00 bis 17:30

donnerstags:                     Töpfern mit Maike                                         16:30 bis 18:00 und

                                               Sprachspielereien mit Gerhard                16:30 bis 18:00

Und zurzeit backen wir zusammen öfters mal Plätzchen!

Unsere Öffnungszeiten sind Montag bis Donnerstag von 13 bis 18 Uhr.

Kontakt:

Tel.:       674 64 222

Mail:     lortzingclub@ahb-berlin.org

Der Freitag ist ein Elterninitiativtag, am dem die Betreuung der Kinder durch die Eltern stattfindet. Diese Initiative ermöglicht den Kindern auch, Montag bis Donnerstag  ein warmes Mittagessen im LortzingClub zu essen (Anmeldung erforderlich).

Was war los bei uns?

Im Sommer freuten sich viele Kinder über das abwechslungsreiche Ferienprogramm mit Übernachtung, spannenden Ausflügen in die nähere und weitere Umgebung. Viele Kinder besuchten auch die „Waldwoche“, unser Kooperationsprojekt unter der Leitung von Gerhard Moses Heß.

Auch das Herbstferienprogramm war ausgebucht, wir machten uns schöne Tage in der Biosphäre Potsdam, im Naturkundemuseum, im Musiktheater und abschließend im Zoo.

Nicht zu vergessen unser großes Herbstfest, das mit allerlei Angeboten und Aktionen im Innen- und Außenbereich eine ungeahnt hohe Anziehungskraft für Lichtenrader Eltern mit ihren Kindern und auch für Neugierige aus anderen Einrichtungen hatte!

Ganz toll war auch unsere Sonderöffnung am Freitag, dem 14. November: An diesem Tag hatte die Grundschule wegen eines Studientags für die Lehrer geschlossen und der LortzingClub öffnete deshalb schon morgens.


Eltern hatten ein abwechslungsreiches Programm organisiert, ein Höhepunkt war der Besuch der Verkehrspolizei, natürlich mit Einsatzwagen und Motorrad und einer Hundestaffel, natürlich mit Hund! Die Kinder durften alles fragen und erfuhren eine Menge Spannendes über den Polizeialltag.

Wir freuen uns schon über einen nächsten Besuch!!

Der LortzingClub ist vom Donnerstag, 18. Dezember 2014 bis zum 2. Januar 2015 geschlossen.

Ab Montag, dem 5. Januar 2015, freuen wir uns auf euren Besuch!

Text und Fotos: LortzingClub

 

Naturseifen-Automat in Lichtenrade

Ein Seifen-Automat in Lichtenrade! Bereits im September 2014 wurde diese Besonderheit angebracht und ist seitdem mit einmaligen Seifen bestückt.

Regine Klimes stellt Naturseifen her und hat ihr junges Unternehmen „Hauptstadt-Seife“ im Jahr 2012 gegründet. Durch eine besonders schonende Naturseifen-Herstellung sollen die positiven Eigenschaften der Pflanzenöle hervorgehoben werden.

Beim letzten Weinfest am Dorfteich stellte die junge Unternehmerin an einem Stand ihre Seifen vor. Auf der Internetseite von „Hauptstadtseife“ können die Produktionsmethode und die verwendeten Stoffe nachgelesen werden. Die vielfältigen liebevoll handgerührten Seifen haben einen hohen Anteil von Bio-Ölen. Es werden keine tierischen Produkte, außer von der Biene, verwendet. Jede Seife ist ein Unikat, obwohl es immer nach der gleichen Rezeptur angefertigt wird. Die Produkte kann man über das Internet erwerben.

Besonders für die Lichtenrader Kunden aus der Nachbarschaft hat Regine Klimes jetzt einen Seifenautomaten aufgehängt. In der Eisnerstraße 19 in 12305 Berlin, östlich der S-Bahn-Trasse, ist der besonders duftende Automat zu finden. Dort stehen fünf verschiedene Seifen zur Auswahl.

Am 7. Dezember findet man die Jung-Unternehmerin von 12 bis 18 Uhr beim Weihnachtsmarkt im Naturpark Südgelände  im Alten Lokschuppen. Das Südgelände befindet sich am S-Bahnhof Priesterweg und ist von Lichtenrade schnell erreichbar.

Thomas Moser (Fotos: promo)

http://www.hauptstadtseife.de

 

Neue Tauchschule in Lichtenrade

Wassermänner und –frauen herzlich in neuer Tauchschule willkommen!

Eintauchen in eine andere Welt!

Wasser ist seit jeher ein faszinierendes Element. Am 1. Oktober 2014 hat nun in Lichtenrade eine Tauchschule eröffnet.

Detlef Linek, der schon vorher als Tauchlehrer tätig war, hat zusammen mit seiner Frau, Diana Linek, das Hobby zum Beruf und damit auch zur wahren Leidenschaft gemacht.

Weil das Tauchen viele Menschen in den Bann zieht, aber auch mit Ängsten verbunden sein kann, bietet die Tauchschule Linek bereits ab 30 Euro Schnuppertauchen an. So kann man herausbekommen, ob das Tauchen eine spannende Variante der Freizeitgestaltung werden könnte. Detlef Linek, der innere Ruhe und Souveränität ausstrahlt, weiß zu berichten: „Das Gefühl von Schwerelosigkeit ist eine unglaubliche Erfahrung, die jeder einmal gemacht haben sollte.“ Besonders schwärmt der Tauchlehrer von der Leichtigkeit und der Stille unter Wasser: „Ein unvergessliches Erlebnis!“

Wer ein besonderes Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenk sucht, für den ist der Tauchgutschein sicher genau die richtige Wahl. Detlef Linek: „Für uns steht neben einer fachkundigen Ausbildung die Sicherheit der Schüler an 1. Stelle. Wir verstehen es, durch individuelle Betreuung in vorwiegend kleinen Gruppen, den Lehrinhalt mit viel Spaß und Leidenschaft zu vermitteln.“

Bei Lineks kann man neben dem Schnupperangebot das Tauchen auch von der Pike auf lernen. Wer bereits Taucher ist, kann die nächste Stufe erlangen. Bei einem erfolgreichen Kursabschluss wird ein international gültiges Zertifikat (Brevet) ausgestellt. Damit ist es möglich, weltweit an Tauchbasen zu tauchen und sich eine entsprechende Ausrüstung zu leihen.

Die Theorie wird in Lichtenrade vermittelt. Zum praktischen Training im Schwimmbad geht es dann in die Berliner Mitte. Die Freiwasserübungen finden, soweit es die Temperaturen zulassen, in den Berlin-Brandenburger Seen statt. Zum echten Training geht es dann in die Berliner Mitte. Diana Linek erläutert: „Gerade in der kalten Jahreszeit bieten wir Kurse an, bei denen wir die Theorie und die Schwimmbadausbildung in Berlin machen. Die notwendigen Übungen im Freiwasser können dann am Urlaubsort, beispielsweise im Roten Meer in Ägypten, absolviert werden.“ Zum Komplettangebot der Tauchschule erläutert Diana Linek: „Wir kümmern uns dabei um die komplette Organisation, von der Buchung über den privaten Flughafentransfer bis hin zur persönlichen Betreuung unter und über Wasser am Urlaubsort.“

Die Tauchschule Linek hat sich auf die individuelle Betreuung in vorwiegend kleinen Gruppen spezialisiert. In Kooperation mit einem PADI 5 Star IDC Divecenter in Berlin wird die Nutzung des hauseigenen beheizten Pools und der Verleih der kompletten Tauchausrüstung angeboten. Diese Kooperation macht es möglich, dass die Ausbildung außerhalb üblicher Schwimmbadzeiten absolviert werden kann. Dieses quasi „rund um die Uhr“ Angebot dürfte damit besonders für Geschäftsleute interessant sein.

Wasserratten, die schon vor Jahren tauchen gelernt haben, können jederzeit ihre Kenntnisse für den nächsten Urlaub auffrischen. Die Tauchschule Linek geht ganz unkompliziert auf die individuellen Wünsche ein.

Und hier noch etwas „Taucher-Latein“ für den interessierten Wassermenschen: Es wird vieles angeboten: Vom Schnuppertauchen über den OWD (Open Water Diver) bis hin zum Divmaster, sowie spezielle Kurse wie Nitrox oder Deep. Die Kurse finden nach den PADI Standards und Verfahren und Richtlinien statt. Speziell für die Ausbildung des Rescuedivers werden auch 1.Hilfe Kurse (EFR) angeboten.

Thomas Moser

Weitere Informationen unter http://www.tauchen-lernen-berlin.de


 

Aktuelle Berichte vom Jugendamt Tempelhof-Schöneberg (Bezirksregion Lichtenrade)

Kinder- und Jugendclub Barnetstraße
Für die Verschönerung und „Teilsanierung“ der Skaterbahn in der Finchleystraße haben die Jugendlichen aus dem Barnetclub finanzielle Unterstützung aus dem Jugenddemokratiefond erhalten.
Mit Engagement und Know-how wurden die umliegenden Bänke geschliffen, vorgestrichen und lackiert. Die Skaterbahn wurde von einem Spray-Künstler mit einem schönen Graffiti neu besprüht. Eine tolle Leistung der Jugendlichen und der pädagogischen Unterstützer_innen.
Die diesjährige Halloweenparty ist gut gelungen. Die Gemeinschaftsveranstaltung mit dem Jugendcafé am Dorfteich war ein großes Highlight in diesem Jahr. Viele Kinder kamen mit ihren Eltern zu diesem Vergnügen, so dass der Jugendclub über den Nachmittag hinweg 150 Besucher_innen zählte. Es wurde ein Gruselparcour geboten und diverse Tanzspiele in der entsprechend dekorierten Disco. Die Kinder, die den Zirkusworkshop besucht hatten, konnten ihre gelernten Kunststücke aus Jonglage und Zauberei erfolgreich vor wohlwollendem Publikum präsentieren.
Jugendcafé am Dorfteich
Auch die Jugendlichen aus dem Jugendcafé am Dorfteich haben für die Fortsetzung des Dorfteich-Projekts finanzielle Unterstützung aus dem Jugenddemokratiefond erhalten und sich wieder um die Verschönerung der kleinen Parkanlage am Dorfteich gekümmert. Mit Tatendrang gingen die Mädchen und Jungen und dem pädagogischen Team an die Aufgabe heran.

Die Tütenboxen für die Hinterlassenschaften der Vierbeiner wurden neu gezimmert, gestrichen und aufgestellt, Bänke abgeschliffen und neu gestrichen. Auch diese Aktion ist eine beeindruckende Leistung aller Beteiligten.

Lortzingclub (AHB Berlin gGmbH)
Es fand ein Leitungswechsel statt. Seit dem 1. September wird der Lortzingclub von Frau Andrea Thiede mit 30 Wochenstunden geleitet.

Das Ferienprogramm in den Herbstferien war sehr gut besucht. Das Programm beinhaltete Ausflüge nach Potsdam in die Biosphäre, das Naturkundemuseum und den Besuch des ATZEMusiktheaters.
Der Besuch im Zoo wurde mit einer Extra-Führung „Der kleine Tierpfleger“ abgerundet.
Das Herbstfest am 12. Oktober hatte einen erfreulich großen Zulauf. Viele Eltern, die das Fest mit ihren Kindern besuchten, haben mit ihren Kindern getöpfert und gemalt. Enten konnten bestaunt und Riesenkarnickel gestreichelt werden. Beim Hören der Geschichten mit Musik wurden viele Würstchen und Waffeln am Lagerfeuer „verdrückt“. Es war alles in allem ein gelungenes Fest.
Schulstation Wunderinsel in der Nahariya-Schule
Das Erzählcafe wurde von 12 Kindern und einem Vater besucht. Alles lauschte der Geschichte vom „Herbstlaub“. Anschließend wurden bunte Lampions für Laternenumzüge in der dunklen Jahreszeit gebastelt.
Die Grundschule veranstaltete ab 21. November „Die Woche des Lesens“. Die Schulstation beteiligte sich mit Vorleseaktionen im Märchenzelt und bot ein Märchenquiz für Kinder an. Für Eltern fand ein Elterncafe zum Thema „Lesen in der Familie“ statt.
Kick-Sport und Jugendsozialarbeit (GSJ)
Leider musste das geplante Fußballturnier in den Herbstferien, wegen eines Unwetters abgesagt werden.

Fotos: BerLi-Press

 

Mutter-Kind-Betreuung in Lichtenrade

Im hinteren Teil der ehemaligen AWO-Senioreneinrichtung Franz-Neumann-Haus, in der Lichtenrader Augsburger Straße, wurde eine Mutter-Kind-Einrichtung eröffnet. Im sogenannten „Waldhaus“ hat nach einjähriger Umbauzeit im Juli 2014 das Mutter-Kind-Haus „Christinenhof-Waldhaus“ seinen Betrieb aufgenommen.

Die Einrichtung wird unter privater Trägerschaft von Ines Bardeck betrieben und richtet sich an junge Mütter mit ihren Kindern, die aus den verschiedensten Gründen keine eigene Wohnung haben oder sie verloren haben. Da kommen durchaus Frauen aus den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Schichten. Ines Bardeck: „Hinter nahezu jeder Frau verbirgt sich eine tragische Geschichte.“ Sie kann von Mietschulden, Wohnungsverlust, Schuldgefühlen, kranken oder toten Kindern und von Vergewaltigungen berichten, die die Frauen ertragen mussten.

Auch werden in der Einrichtung junge ausländische Mütter betreut, deren Kinder in den Herkunftsländern aus medizinischen Gründen oft keine Überlebenschance hätten. Da werden die Gesundheitskosten der Kinder in der Regel von Stiftungen und Vereinen übernommen.

Möglichst schnell in eine eigene Wohnung

Das oberste Ziel ist bei allen jungen Frauen die möglichst schnelle Unterbringung in eigenen Wohnungen und die Erlangung einer Arbeitsstelle oder Ausbildung.


Ines Bardeck und Hausmutter Marielene Schafstall

Die Hausmutter Marielene Schafstall, die in allen Fragen angesprochen werden kann, hat selbst brasilianische Wurzeln. Sie hat immer ein offenes Ohr für die Sorgen und Anliegen der Anwohnerinnen. Die Hausmutter beherrscht fünf Sprachen, wobei auch sie immer wieder an Grenzen stößt: „Dann müssen wir uns mit Händen und Füßen verständigen.“ Ein Muss für alle Beschäftigten ist das beherrschen von Englisch, da die meisten jungen Frauen sich zumindest mit einigen Brocken Englisch verständigen können.

Erlernen von alltäglichen Dingen und eine hohe Erfolgsquote

Das Wichtigste bei der Unterbringung ist oft, dass erst ganz alltägliche Dinge und die Einhaltung von Regeln und Sauberkeit erlernt werden müssen. Auch einfachste Tischregeln, der richtige Umgang mit dem Trennen von Müll und auch die sparsame Verwendung der Heizung müssen einigen Müttern erst vermittelt werden.

Durch Spielangebote erlernen die Mütter, wie sie sich verlässlich selbst um ihre Kinder gut kümmern können. Für die Mütter kann die Praxis durch Vorleben viel leichter erlernt werden. Oft sind große Erfolge zu verzeichnen. Die Erfolgsquote, das Leben in einer eigenen Wohnung bzw. eine Arbeit oder Ausbildung, liegt laut Auskunft der Betreiberin bei 80 Prozent.

Wichtig ist immer wieder das Erlernen von deutschen Sprachkompetenzen, damit sie überhaupt später eine wirkliche Chance zum eigenständigen Leben haben. Von vielen, besonders auch dunkelhäutigen Müttern, kann sie berichten, wie engagiert sie sich um viele Dinge kümmern.

Außenansicht im Herbst
Das Angebot in der vollstationären Einrichtung ist im Regelfall auf 3 bis 6 Monate angelegt. Wegen der angespannten Wohnungsmarktsituation muss der Aufenthalt öfters verlängert werden. Hinzu kommen Probleme bei negativen Schufa-Auskünften und auch die Hautfarbe spielt bei der Wohnungsvermittlung eine große Rolle. Schwarzafrikanische Mütter haben bei der Unterbringung in Lichtenrader Kitas große Probleme und wurden abgewiesen. Die Einrichtungsleiterin Ines Bardeck erzählt fassungslos, dass in den gleichen Kitas quasi zeitgleich ohne Probleme hellhäutige Kinder einen Platz bekamen.

Zwei Wohngruppen in einem Haus

Es werden 13 Plätze für Mütter mit einem Kind und 10 Plätze für Mütter mit zwei Kindern in zwei Wohngruppen angeboten. Die Frauen leben mit ihren zumeist sehr kleinen Kindern im Alter von 0 bis 12 Jahren (Mädchen auch bis zum Alter von 18 Jahren) im Gruppenverbund zusammen. Es gibt eine 24stündige Betreuung durch sozial erfahrene Mitarbeiterinnen. Die tatsächliche Betreuung richtet sich nach dem individuellen Bedarf.

Beim Rundgang durch die Einrichtung spürt man die Gelassenheit und Ruhe der Betreuerinnen im Umgang mit den Bewohnerinnen.

Jede Familie hat ein einfach aber freundlich eingerichtetes Zimmer und sie teilen sich ein Bad mit einer anderen kleinen Familie.

Es gibt auf beiden Etagen jeweils eine kleine Küche und einen Waschraum mit Waschmaschinen.

In nächster Zeit wird noch der Eingangsbereich erweitert und für einen Gemeinschaftsraum und einen Aufenthaltsraum für Beschäftigte wird das Haus noch aufgestockt.

Kein Grund zur Sorge

Die unmittelbare Nachbarschaft wird jetzt auch mit Flyern von der Arbeit der Mutter-Kind-Einrichtung informiert. Viele Nachbarn gehen offen auf die neue Einrichtung zu. Es gibt aber auch, wie Ines Bardeck erzählt, unerfreuliche Begegnungen. Da treten besonders ausländerfeindliche Haltungen zutage. Da sorgt der dunkelhäutige engagierte Vater für Irritationen, der das Kind abholt und zu einer Kita fährt. Auch sind Anwohner über Männer auf dem Grundstück irritiert. Neben vereinzelten Besuchs-Vätern arbeitet in der Einrichtung ein Hausmeister und in der Bauphase müssen sich die verschiedensten Handwerker auf dem Grundstück aufhalten. Und das sind meistens Männer. Ines Bardeck betont, dass es mit den Anwohnerinnen und Besuchern noch nie zum Ärger mit Nachbarn kam. Das bestätigt auch die Polizei. Ines Bardeck spricht aus jahrelangen positiven Erfahrungen mit einer zweiten Einrichtung. Für die Einrichtungsleiterin ist klar: „Wenn sich Frauen dann doch nicht an Regeln halten, müssen sie die Einrichtung verlassen.“ Aufgenommen werden auch keine psychisch- oder suchtkranke Frauen und auch keine Frauen, die vor häuslicher Gewalt geschützt werden müssen. Dafür ist die Einrichtung nicht ausgelegt.

Eine Frau vom Bau ist Chefin: Die Welt etwas besser machen!

Die Lichtenraderin Ines Bardeck hat ihr Hauptstandbein in der Bauwirtschaft. So ist sie eher zufällig zur ersten Einrichtung gekommen, weil sie ein Gebäudeensemble erworben hatte. Mittlerweile absolvierte sie die verschiedensten Fortbildungen im sozialen Bereich und ist mindestens zweimal in der Woche persönlich in der Einrichtung. Die Frage drängt sich auf, warum betreibt eine Frau vom Baugewerbe so eine Einrichtung? Für Ines Bardeck ist klar: „Ich habe sehr schnell gemerkt, dass der Bedarf sehr hoch ist und die Frauen in dieser Situation einen Halt suchen, der ihnen oft nicht angeboten werden kann. Die Plätze in meiner anderen Einrichtung haben nie ausgereicht und ich musste zu häufig Frauen wegen Platzmangels abweisen. Das ist unglaublich schwer, weil viele Schicksale sehr traurig sind und diese Frauen wirklich Hilfe brauchen.“ Schmunzelnd fügt sie hinzu: „Eigentlich möchte ich die Welt nur ein bisschen besser machen.“

Mutter-Kind und kein weiteres Heim

Der größere vordere Teil der ehemaligen Senioreneinrichtung steht seit Jahren leer. Ein privater Investor versucht das Grundstück zu verkaufen. Vermutlich wird es an dieser Stelle Wohnungsbau geben. Es gibt Sorgen von Anwohnern, dass hier -wie am Kirchhainer Damm- vielleicht eine Flüchtlingsunterkunft einziehen könnte. Dazu erklärt Stadträtin Dr. Sibyll Klotz: „Nach der Eröffnung des Mutter-Kind-Hauses sehe ich dort -in einem allgemeinen Wohngebiet- keinen weiteren Spielraum.“ Die Stadträtin für Gesundheit, Soziales, Stadtentwicklung ergänzt, dass sie auch keine Anhängerin von so großen Einrichtungen ist.

Thomas Moser (auch Fotos; bis auf Innenansicht Zimmer)


 

Julie Sue: Ein Leben zwischen Rock ‘n’ Roll und Gospel

Sie ist mit Gesang groß geworden und sieht sich in vielen Musikrichtungen aufgehoben.

Juliane Lahner (35) hat zwischenzeitlich ein Jahr nicht singen wollen und ist heute wieder bei der Musik angekommen. Nach vielen Wegen und Umwegen ist der Gospel ihre innere Heimat geworden und hat ihr die Musik wieder zurückgebracht. Im „Lichtenrader Gospelchor“ fühlt sie sich wohl und aufgehoben. Ab und an schlüpft sie jedoch in die Rock ´n´ Roll-Rolle und rockt die Bühnen. Ihr Künstlername „Julie Sue“ spiegelt die Affinität zu den 50er Jahren wieder.

Wie Julie Sue ihren Elvis fand

Juliane lebt mit ihrem Mann Michael und zwei Kindern (8 und 9 Jahre alt) in Lichtenrade. Von ihren Bekannten und Freunden wird sie Jule genannt. Sie strahlt ausgeglichene unbändige Lebensfreude aus, die einfach nur anstecken kann. Ihren Mann Michael, der gerne in die Elvis-Rolle schlüpfte, hat Jule über diese musikalische Schiene kennen und lieben gelernt. „Elvis“ suchte eine Sängerin und fand eine Freundin und Ehefrau!

Ein Mädchen beginnt ihre musikalische Karriere

Juliane wächst in Berlin-Karlshorst auf und entdeckte früh ihre Liebe zur Musik. Zur Einschulung 1985 hat sie die Wahl, ob sie sich für Ballett oder für eine musikalische Schulförderung entscheidet. Schnell stand nach dem Vorsingen fest: Die Musik und der Chor sollten es sein. Mit 7 Jahren, in der 2. Klasse, stand sie dann das erste Mal vor über 400 Leuten auf einer Bühne. Lange bot der renommierte Canzonetta-Kinderchor ihr eine musikalische Heimat. Der Chor sang beispielsweise in mehreren Fernsehshows, wie „Showkolade“ oder „Kein schöner Land“ mit Gunther Emmerlich und besuchte 1990 als erster ostdeutscher Kinderchor das Rathaus Schöneberg, den damaligen Sitz vom Regierenden Bürgermeister und vom Abgeordnetenhaus. Die vielen Reisen, auch in die USA, blieben Juliane in guter Erinnerung. Das wohl größte Erlebnis war der Auftritt 1993 beim Sängerfestival in Tallin/Estland. Das estnische Liederfest begeistert durch die Atmosphäre in der großen Arena direkt am Meer. Sie kann sich noch gut an die Gänsehautatmosphäre erinnern, wie zum Schluss die über 75.000 Sängerinnen und Sänger die estnische Nationalhymne anstimmten. Die musikalischen Erfahrungen der ersten Jahre sind „die Basis für alles,“ betont Juliane Lahner.

Zeitweise in drei Bands gesungen: Swing in den Füßen und Jazz im Kopf!

Mit 18 Jahren gründete sie den Gospel-A-capella-Chor „One Voice“ und sang in den verschiedensten Bands. Teilweise sang sie in drei Bands gleichzeitig. Soul, Funk, Pop, Rock ‘n’ Roll und Jazz: Noch heute fühlt sich Julie Sue den verschiedensten Musikgenres verbunden. „Ich habe immer gesungen,“ erzählt sie. Ab 1999 war sie u.a. Sängerin bei der Berolina-Bigband, bei den Berlin Blues Brothers, beim „Rock 'n'Roll Hot Orchestra“ oder unterstützte zum Beispiel Edo Zanki mit dem Gospelchor „Spirited“. Neben den vielen Auftritten in renommierten Gala- und Partybands bei Bällen, Empfängen und Messen war der Auftritt in einem polnischen Salzbergwerk in einer Tiefe von 250 Metern besonders beeindruckend.

Die Zeitabläufe verschwimmen in der Vita von Juliane Lahner oft und gehen Hand in Hand. Nebenbei arbeitete sie immer wieder in anderen Berufen. Diese Arbeiten, ob als Kellnerin, Animateurin, Kinderbetreuerin oder im Veranstaltungsmanagement, sicherten ihr immer ein Leben mit und für die Musik. Über viele Jahre lebte sie als professionelle Sängerin von der Musik.

Heute singt sie immer mal wieder bei Rock ‘n’ Roll- und Swing-Veranstaltungen und hat andere musikalische Auftritte. Mit „Long John& His Ballroomkings“, der ehemaligen Begleitband von Rock ‘n’ Roll -Legende Wanda Jackson, steht Julie Sue nach acht Jahren immer noch auf der Bühne. Das Motto: „Rockabilly Musik im Herzen, Swing in den Füßen und Jazz im Kopf.“ Im Rahmen von „Julies Lounge“ begeistert sie mit unterschiedlichen Musikstilen zusammen mir ihrem Pianisten.

Julie Sue will mit ihrer Musik die Menschen „einfach nur unterhalten!“

Ein Jahr ohne Musik und der Gospel rettet ihr Leben

In der ersten „Popstars“-Castingshow bei RTL II im Jahr 2000, aus der die „No Angels“ hervorgegangen sind, kam Juliane unter die letzten 12 Kandidaten und hätte einfach nur auf ihre Leistung stolz sein können. Statt dessen fiel sie in ein großes Loch und zweifelte an ihren musikalischen Fähigkeiten. Ein Jahr sang sie gar nicht mehr, bis sie zu einer New York-Gospeltournee durch Kirchen eingeladen wurde. „Der Gospel hat mein Leben gerettet, nicht nur musikalisch,“ erzählt berührt Juliane Lahner. Und weiter berichtet sie mit glänzenden Augen: „Die Gospelmusik und die Texte haben meinen Blick und mein Herz nach oben geöffnet.“ Im Jahr 2008 ließ sich Juliane Lahner dann zusammen mit ihren Kindern taufen.

Der Postbote brachte den Gospelchor

Schon seit sechs Jahren gibt es den „Lichtenrader Gospelchor“ der evangelischen Kirchengemeinde. Der Chor suchte eine neue Chorleiterin. Ein Chormitglied bekam den Hinweis auf Jule, wußte aber nicht, wie sie zu erreichen war. Der Postbote wurde angesprochen, Juliane Lahner und ihr Mann wurde aus den Erzählungen heraus beschrieben, und tatsächlich konnte der Briefträger helfen. So stand die Chorfrau eines Tages vor der privaten Haustür und fragte einfach: „Wollen sie unseren Chor leiten? Wir brauchen dringend ihre Hilfe.“ Irgendwie überrollt sah Juliane Lahner aber auch die Herausforderung und ließ sich auf den „Lichtenrader Gospelchor“ ein.

Bei einer öffentlichen Probe
Die jetzige ehrenamtliche Chorleiterin hat den Chor so richtig musikalisch in Schwung gebracht. Seit einem Jahr prägt Jule den Chor mit ihrer professionellen Ausbildung und mit vielen musikalischen Erfahrungen. Heute findet der Lichtenrader Gospelchor über die Bezirksgrenzen hinaus Beachtung. Die besondere Qualität des Chores, die man gut spüren kann, ist die innere Strahlkraft und die Freude der Sängerinnen und Sänger. „Der Chor gibt mir viel zurück und verzückt mich immer wieder,“ erzählt die Musikerin begeistert. Manchmal, ganz selten, stimmt sie ausnahmsweise auch selbst ein Lied an. Bei den Proben steht der Chor und der Gospel im Vordergrund. Beim Abschiedskonzert eines Workshops im Lichtenrader Gemeinschaftshaus beeindruckte Jule dann auch die Chormitglieder mit ihrer einzigartigen Stimme.

Ein Hauch von Sister Act in Lichtenrade


Ob in der Gedächtniskirche beim Gospelchortreffen, bei vielen Stadtteilfesten oder in der Dorfkirche: Der Chor wird von Mal zu Mal spürbar besser. Jeden Donnerstag trifft sich der Chor um 18.00 Uhr im Gemeindezentrum in der Goltzstrasse 33 in Berlin-Lichtenrade. Die Sängerinnen und Sänger sind von 11 bis über 80 Jahren, lachen gemeinsam, reden miteinander, kümmern sich umeinander, klatschen und singen gemeinsam. Und dieses Lebensgefühl macht den Flair des Chores aus. Ein Hauch von Sister Act wehte durch die Lichtenrader Dorfkirche, als der Lichtenrader Gospelchor den aus dem Kinofilm „Sister Act I“ bekannten Gospel ‚Hail Holy Queen’ während des Frühlingskonzertes anstimmte. Lebensfreude, Spaß und Energie pur!



Fotos einer öffentlichen Probe
Den Chor und seine musikalische Leiterin konnte man gut bei der Arbeit auf einer öffentlichen Probe beobachten. Anlässlich einer Vernissage der Gruppe „Freies Malen“ zeigte der Gospelchor in der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche im Rackebüller Weg sein Können. Eine etwas andere Vernissage, die unter dem Motto „Hören und Sehen – Ein Fest für die Sinne“ gut besucht war.

Der Gospelchor und die Chorleiterin Juliane Lahner sind mittlerweile ein fester Bestandteil in der Lichtenrader Musiklandschaft geworden.

Gospel-Weihnachtskonzert

Das nächste große Konzert „Christmas Gospel - WHEN THE SAINTS GO MARCHIN IN” findet am 13. Dezember um 18 Uhr in der Dorfkriche Lichtenrade statt. Der Eintritt ist frei; um Spenden wird gebeten.

Thomas Moser (auch Fotos)

http://www.julie-sue.de

http://www.lichtenrader-gospelchor.de


 

Weihnachten in der Bahnhofstraße

Weihnachten wird jetzt auch in Lichtenrade Einzug halten. Der Weihnachtsmarkt an der Bahnhofstraße ist wegen der, laut Veranstalterangaben, zu kurzfristigen Genehmigung abgesagt worden. Die ungetrübte Freude richtet sich nun auf den gemeinnützigen Lichtermarkt am Dorfteich, der wieder am ersten Adventssonntag am 30. November 2014 stattfindet.

Etwas Glanz in die Geschäftsstraße

Das Organisationsteam, dass bereits in diesem Jahr erfolgreich das Wein- und Winzerfest am Dorfteich durchgeführt hat, ist nun ein klein wenig zum Weihnachtsmann in der Bahnhofstraße geworden.

Die Künstlergemeinschaft Lichtpunkt 49, die Bürgerinitiative „Rettet die Marienfelder Feldmark“/BUND Bezirksgruppe Tempelhof-Schöneberg, die Bürgerinitiative Dresdner Bahn, der Trägerverein Lichtenrader Volkspark, die Aktionsgemeinschaft Bahnhofstraße und der Veranstalter Family & Friends haben sich wieder zusammengetan. Man wollte die langjährige Tradition der Aktionsgemeinschaft Bahnhofstraße wieder aufnehmen und festlich geschmückte Weihnachtsbäume in der Geschäftsstraße aufstellen.

Schulen schmücken Weihnachtsbäume

Verabredet sind vier klassische Weihnachtsbäume, die von nahe gelegenen Grund- und Oberschulen geschmückt werden. Ab dem 29. November wird das Ergebnis zu bestaunen sein. Bislang mit dabei sind die Annedore-Leber-Grundschule, die Käthe-Kollwitz-Grundschule, das Ulrich-von-Hutten-Gymnasium und die Gustav-Heinemann-Oberschule. Auch wird das Seniorenheim Lore-Lipschitz-Haus aktiv. Dort werden Bewohner im Rahmen des ergotherapeutischen Angebotes Weihnachtsschmuck basteln und zur Verfügung stellen.

Ein künstlerischer Weihnachtsbaum ist auch dabei

Dann gab es noch eine ganz besondere Idee. Los ging es mit der Idee der Künstlerin Sylvia Zeek, die als Vision einen künstlerischen Weihnachtsbaum hatte. Bei einem Benefizkonzert der Aktionsgemeinschaft gab es einen Aufruf. Viele Drahtkleiderbügel, ausrangierte CDs und unzählige Tannenzapfen kamen zusammen. Das Geschäft von Juwelier Heigel in der Goltzstraße wurde zum Sammelpunkt und viele Lichtenrader freuten sich, etwas Positives für ihre Bahnhofstraße tun zu können.

Nun ging es an die Umsetzung des Kunstbaumes. Die Sprecherin der Künstlergemeinschaft Lichtpunkt 49, Sylvia Zeeck, erläutert die Entstehungsgeschichte: „Vom ersten Advent an werden wir in der Bahnhofstraße einen freischwingenden künstlerischen Weihnachtsbaum erleben. Der Mittelstamm setzt sich aus drei zusammengesteckten Rundrohren eines Baugerüstes zusammen. Der Baum hat eine stolze Höhe von 4,50 Metern. Die typische Silhouette eines Weihnachtsbaums wird mithilfe von vier langen Strängen aus Vogelnetz symbolisiert. Herr Bockenkamp hat sich dies ausgedacht. Das Leben wird ihm durch rund 200 scheinbar zufällig aneinander gekettete Drahtbügel eingehaucht, in deren Mitte jeweils rot-, silber- oder golden-glitzernde CDs befestigt werden. Der Kleiderbügel-Weihnachtsbaum setzt sich ausschließlich aus Materialien zusammen, die dem Abfalleimer anheim gefallen wären. Sie haben ihren eigentlichen Nutzen erfüllt und finden nun ihre Wiederverwertung in diesem künstlerischen Objekt.“

Als kleines Schmankerl erhalten die Händler der Bahnhofstraße die Gelegenheit, ihr Geschäft auf besondere Weise zu präsentieren. Gefragt waren Gebrauchsgegenstände ohne großen materiellen Wert, die einen Hinweis auf das Geschäft geben. Beispielsweise hat ein Friseur einen alten Kamm und eine leer Shampooflasche und ein Anwalt ein Grundgesetzt in Miniformat beigesteuert. So können die Geschäftsleute auf ihr Geschäft hinweisen.

Alles in allem soll der Baum ein Symbol für die erfolgreiche Zusammenarbeit der Initiativen und Vereine des Bezirks im Jahr 2014 darstellen, so die Organisatoren.

Spenden ermöglichen Weihnachtsbäume und eine Schirmherrin

Mitgeholfen bei der Finanzierung der Tannen haben Baustadtrat Daniel Krüger, der Bundestagsabgeordnete Dr. Jan-Marco Luczak (beide CDU), Marco Waligora vom Waligora Event & Hochzeitsservice, Familie Heuschkel von TannenTippLichtenrade mit Standort am Haus Buhr / S-Bahnhof Lichtenrade und Hildegard Brucker vom Bauernstübchen in der Bahnhofstraße 39. Michael Happe, liebevoll Bauer Happe genannt, wird bei Baumfäll- und Transportarbeiten aktiv das Vorhaben unterstützen.

Tannentipp unterstützt auch die Weihnachtsbaumaktion
Für die Aktion „Weihnachtsbäume für die Bahnhofstraße“ konnte Nicole Ludwig (Bündnis 90/Die Grünen), Abgeordnete im Berliner Abgeordnetenhaus, gewonnen werden.

Die „Übergabe“ der Weihnachtsbäume wird am 29. November um 13.30 Uhr vor der Berliner Volksbank, Bahnhofstraße 50, erfolgen.

Die Lichtenrader können sich über die wieder aufgenommene Tradition freuen.

Thomas Moser (Archivfotos auch Th. Moser)

 

 

Crêpes bei der Suppenküche Lichtenrade

Das EDEKA-Reichelt-Geschäft in der Lichtenrader Goltzstraße1 kooperiert mit der Suppenküche in Lichtenrade.

So konnte sich am 22. November der Vorraum des Geschäftes in eine Crêperie der Suppenküche verwandeln. Die Crêpes waren sehr beliebt. Die fleißigen Helferinnen und Helfer der Suppenküche freuten sich über Spenden. Das Urteil über die Crêpes war eindeutig: „Sehr lecker!“

Geschäftsinhaber Alexander Kruse (Foto vorne lks) kooperiert sehr gerne mit der Suppenküche. Am Pfandautomat gibt es eine sogenannte „Spendentaste.“ Seit dem die Suppenküche diese „Pfandspenden“ erhält, hat sich die Spendenfreudigkeit deutlich erhöht. Alexander Kruse spendet selbst auch Lebensmittel für die Suppenküche, damit Hilfebedürftige sonntags ein richtiges warmes Essen und noch verwertbare Lebensmittel erhalten können.

Das eine Auto der Suppenküche (vor dem Schaufenster) ist mit Werbung von Reichelt-Edeka bestückt. So kann der Unterhalt für das Auto sichergestellt werden.

Für ein anderes Auto, dass auch für den Lebensmitteltransport benötigt wird, steht noch die ganze Werbefläche zur Verfügung.

Die Leiterin der Suppenküche, Alex Benkel (Foto 3.v.lks), hofft, dass hier auch bald Sponsoren gefunden werden.

Thomas Moser (auch alle Fotos)

http://www.suppenkueche-lichtenrade.de




 

Lesung bei Reisel am 23.1.: Erinnerungen 1937-1997

Günter Huth, geboren am 29. April 1937 in Berlin-Lichtenrade, stellt in seinen Erinnerungen 1937 - 1997 die sechzig Jahre bis zu seinem Ausscheiden aus der Stahlindustrie in sechs Sequenzen (6 x 10 = 60 Jahre) dar.

Im Lichtenrader Magazin erscheinen Auszüge aus den „Erinnerungen“.

Günter Huth ließt aus seinen „Erinnerungen“ am 23. Januar 2015, um 18 Uhr, im Restaurant Reisel, Alt-Lichtenrade 83. Telefonische Anmeldung: 030-745 84 48.

Er beschreibt und dokumentiert zunächst den ersten Tag seines Daseins mit Hilfe der Zeitung „Berliner Lokal-Anzeiger“ und beginnt mit seinen eigenen Erinnerungen: Der Evakuierung der Familie von Berlin nach Goslin bei Posen, die durch den Bombenterror auf Berlin ab 1943 notwendig wurde, schildert weiter die Flucht vor der russischen Armee von Goslin nach Berlin und Erlebnisse nach deren späteren Einzug in Berlin-Lichtenrade.

Obwohl die Nachkriegsjahre (ab “Stunde Null“ = 8. Mai 1945) voller Entbehrungen waren - Berlin lag in Schutt und Asche - schmälerten sie nicht seine schöne Jugendzeit im beschaulichen Berlin-Lichtenrade, auf das er immer wieder zurückkommt. Diese Jahre wurden zunächst geprägt durch Schule und Ausbildung, später durch den Berufsanfang und beruflichen Aufstieg. Hier beschreibt er nicht nur seine Tätigkeiten bei den Firmen Chemische Werke Marienfelde, Berlin, AEG Großmaschinen Fabrik, Berlin, Brown-Boveri, Baden/Schweiz, Borsig AG, Berlin, Thyssen Bandstahl, Berlin und Stahlwerke Peine-Salzgitter AG, P + S, Salzgitter, sondern auch einen Teil der jeweiligen Unternehmensstrukturen, deren Lieferprogramme und technischen Ausstattungen.

Begleitend hierzu nehmen die Krisenjahre der deutschen Stahlindustrie einen breiten  Raum in seinen Ausführungen ein.

Gleichzeitig setzt er sich mit den politischen Ereignissen, vor allem mit der Ost/West- und Berlinpolitik sowie mit dem Unrechtsstaat “DDR“ intensiv und kritisch unter Einbeziehung seiner Stasi-Akte auseinander.

Entstanden ist ein sehr persönliches Dokument unter zeitgleicher Betrachtung der jeweiligen politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in Deutschland von 1937 bis 1997.

Das Buch ist für Lichtenrader sicher auch eine gute Weihnachtsgeschenk-Idee!

Erschienen im Selbstverlag

Gestaltung / Produktion: hatline communications, Berlin

Evalin-Hardcover / Einband dunkelblau 903 Seiten hiervon 190 farbig Preis: 29,90 Euro

ISBN: 978-3-00-033136-7
http://www.guenterhuth.de

 

 

Ganz persönlich: Jugendamt ehrt Ehrenamtler

Wann haben Sie, in Zeiten von SMS und Mail, die letzte handschriftlich geschriebene Einladung erhalten?

Seit vielen Jahrzehnten pflegt Walter Strutz im Auftrag des Jugendamtes diese ganz persönliche Note der Wertschätzung ehrenamtlicher Arbeit. Zum Jahresabschluss werden langjährige Ehrenamtler in einem feierlichen Rahmen gewürdigt.

Ein abwechslungsreiches und würdevolles Programm wird auf die Beine gestellt.



Klassische und andere Musik, die Ehrung der ehrenamtlichen Jubilare, ein Festvortrag und ein schmackhaftes Buffet bilden den Rahmen, auf den sich die engagierten Helferinnen und Helfer Jahr für Jahr freuen. Die Einladung zum Jahresabschlussfest sprach Bezirksstadtrat Oliver Schworck und die Geschäftsführerin vom Nachbarschaftsheim Schöneberg, Bianca Thiede, aus.

Bürgerschaftliches Engagement wird mittlerweile vielerorts groß geschrieben. Das war nicht immer so, da professionelle Helfer um ihre Arbeit fürchteten. Die Meinung hat sich mittlerweile durchgesetzt, dass die richtige Mischung es ausmacht.

Das Jugendamt Tempelhof-Schöneberg, vor der Bezirksfusion das Jugendamt Tempelhof, setzt schon seit Jahrzehnten, als besonderes zusätzliches Angebot, gerne ehrenamtliche Helferinnen und Helfer in Familien ein. So können alltägliche Sorgen von Familien etwas erträglicher gemacht werden. Seit über 35 Jahren weist Walter Strutz im Auftrag des Jugendamtes den ehrenamtlichen Helfern in Tempelhof-Schöneberg den Weg. Im Auftrag des Jugendamtes und in Zusammenarbeit mit dem Nachbarschaftsheim Schöneberg wird zum Ende des Jahres eine würdevolle Veranstaltung organisiert. Die Feierstunde hat mittlerweile Tradition und wird gerne besucht. Es ist auch immer eine ganz persönliche Note von Walter Strutz enthalten. Seine Familie und viele Freunde werden in den Ablauf dieser besonderen Jahres-Abschluss-Veranstaltung eingebunden. Diese Tradition des feierlichen Jahresabschlusses gibt es schon seit 1978.


Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler bedankt sich in erster Linie bei den ehrenamtlichen Helfern. An den „Kümmerer und Motor“ Walter Strutz und an seine Familie geht der besondere Dank der Bezirksbürgermeisterin. Walter Strutz, der auch fünf Jahre nach seinem Ruhestand für die ehrenamtlichen Helfer Freund und Ansprechpartner war, wird im nächsten Jahr diese Tätigkeit beenden. Die vielen Enkelkinder seiner großen Familie werden sich jedoch freuen.

Jugendstadtrat Oliver Schworck dankt den vielen engagierten Helferinnen und Helfern: „Wenn nicht der Staat und die Gesellschaft, wer soll sonst den Ehrenamtlern danken? Meinen ganz besonderen Dank an dieser Stelle für die vielen Stunden des Einsatzes!“

Den traditionellen Festvortrag hielt in diesem Jahr der ehemalige Staatssekretär Thomas Härtel. Härtel ist mittlerweile selbst ehrenamtlich im „Berliner Beirat für Familienfragen“ tätig. Der Beirat berät den Senat in Fragen der Familienpolitik und gibt Impulse für familienpolitische Maßnahmen.


Thomas Härtel betont den Wert des Ehrenamtes und dass die Unterstützung ehrenamtlicher Arbeit bedeutend ist. Für ihn ist in diesem Zusammenhang die umfassende und ressortübergreifende Betrachtung der Familien besonders wichtig.

Nach dem feierlichen Teil des Festaktes freuten sich alle auf das traditionelle Butter-Lindner-Buffet.


Foto v.lks.n.re. der ehemalige Jugendamtsdirektor Wolfgang Mohns, Walter Strutz, Michael Lindner, Oliver Schworck
Michael Lindner ließ es sich auch in diesem Jahr nicht nehmen, der Ehrung beizuwohnen. Butter Lindner sponsert seit Jahren einen Teil des außergewöhnlich leckeren Buffets.


Walter bedankt sich ganz galant bei seiner Frau

Walter Strutz wird nun endgültig in den wohlverdienten Ruhestand gehen. Im Bezirksamt wird man sich Gedanken machen, welche Form der Ehrung es in der Zukunft geben wird.

Thomas Moser
Viele langjährige Ehrenamtler wurde geehrt:






Alle Fotos: Thomas Moser

 

Der Pfau hinter Stacheldraht

Die letzten Feierlichkeiten des 25jährigen Jubiläums zum Fall der Mauer sind vorbei. Ein Kunstwerk der Lichtenrader Künstlerin Sylvia Zeeck erinnert auch weiterhin an dieses freudige Ereignis.

Das Gefieder vom stolzen und schönen Pfau ist von Stacheldraht durchzogen. „Der Pfau symbolisiert für mich das Besondere!“ erläutert die Künstlerin.

Sie erinnert sich an ihre Kindheit, in der sie oft bei Verwandten im Ostteil der Stadt zu Besuch war. Die Mutter kam aus Erkner und lernte ihren späteren Mann aus Mariendorf auf einer Party kennen. Nach einer kurzen Zeit zog das Paar Anfang August 1961, kurz vor dem Bau der Mauer am 13. 8. 1961, zusammen nach Lichtenrade. Die gesamte Familie der Mutter lebte aber weiterhin in Erkner. Die damals kleine Sylvia wurde als drittes Kind 1965 geboren: „Nach Ost-Berlin als Tagesbesucher einzureisen war für mich ein wichtiger Teil meiner Kindheitserinnerung.“ Sie spürte die Kälte beim Grenzübertritt und die soziale Wärme bei der Oma und beim Onkel. Dieses Spannungsfeld und das „herausputzen“ bei den Zusammentreffen an Feiertagen empfand die kleine Sylvia als etwas ganz Besonderes. Der Pfau im Kunstwerk soll dieses Besondere symbolisieren.

Der bittere Beigeschmack wird im Kunstwerk durch den Stacheldraht dargestellt, der sich unscheinbar durch das schöne Pfauengefieder zieht. Die Pfauenaugen stellen symbolhaft die ständige staatliche Kontrolle dar, die Sylvia und wohl die meisten Besucher beim Besuch der DDR und auch im Transitverkehr empfunden haben.

Sylvia Zeeck erinnert sich noch an die Micki Maus und BRAVO-Hefte, die zu den jungen Verwandten mit rüber geschmuggelt worden sind. Damals schien sich ein großer Teil des Gesprächstoffs um diese westlichen Erzeugnisse zu ranken. Dann der entscheidende Tag des Mauerfalls am 9. November 1989. Die Hoffnung war groß. Aber die privaten Kontakte von früher, die dann ohne Probleme möglich gewesen wären, fanden nicht statt: „Wir hatten uns plötzlich nichts mehr zu sagen!“ All diese persönlichen Erfahrungen sind in das Kunstwerk von Sylvia Zeeck mit eingeflossen.

Zur Zeit ist der Pfau im Schaufenster bei den Friseuren „Erdmann & Schmitt“ in der Lichtenrader Bahnhofstraße 55 zu bestaunen.

Thomas Moser

Fotos privat

 

Christbaum aus dem Bayerischen Wald für Berlin

Seit mehr als 30 Jahren wird zu Beginn der Weihnachtszeit ein Christbaum aus dem Landkreis Cham nach Berlin gebracht.

Der Baum im Jahr 2013...Es wurde die Partnerschaft 30 Jahre mit dem Landkreis Cham gefeiert.

Anlass dazu ist die Patenschaft zwischen dem Landkreis und dem Trägerverein Lichtenrader Volkspark e.V. in Berlin-Tempelhof, die vor mehr als 30 Jahren ins Leben gerufen wurde und nach wie vor intensiv gepflegt wird. Ursprüngliches Ziel war es in Berlin einen kleinen „Naturpark Oberer Bayerischer Wald“ entstehen zu lassen. Dank vieler Spenden und der Unterstützung der in der „Region der Zukunft“ ansässigen Baumschulen wurde der Volkspark zu einer „Oase der Erholung“ für alle Generationen in der pulsierenden Millionen-Metropole Berlin. Als besonderes Zeichen der Verbundenheit leuchtet alljährlich, seit 1984, vor dem Rathaus in Tempelhof ein Christbaum aus dem Landkreis Cham. Heuer stammt der wunderschöne Baum aus der Gemeinde Tiefenbach / Stein, gestiftet von der Familie Braun, Landgasthof Steiner Wirt. Besonders hervorzuheben ist natürlich das Engagement der Firma Max Schierer aus Cham, die auch in diesem Jahr den Baum wieder kostenlos nach Berlin transportiert. Über die Christbaumspende aus dem Bayerischen Wald freuen sich Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, Bezirksstadtrat Oliver Schworck und der Vorsitzende des Volksparkvereins Wolfgang Spranger. Ganz besonders aber alle Bewohner dieses Stadtteils von Berlin. Dass diese Patenschaft lebendig ist, zeigen auch die alljährlichen Vereinsausflüge der Berliner in den Landkreis Cham.

Landrat und Bezirkstagspräsident der Oberpfalz, Franz Löffler, zeigt sich sehr dankbar, dass Bürgerinnen und Bürger aus seinem Landkreis engagiert und aktiv zur Erhaltung der Patenschaft beitragen.

Die Übergabe des Weihnachtbaumes, bei der auch MdB Karl Holmeier und Unternehmer Max Schierer anwesend sein werden, erfolgt am Donnerstag, den 27. November 2014 vormittags. Gefällt wurde der Baum einen Tag vorher.

Zur Geschichte der Weihnachtsbaumspende:

  1. Die Patenschaft für den Lichtenrader Volkspark

Der Vorsitzende des Trägervereins Lichtenrader Volkspark, Norbert Junge verbrachte1983 bereits mehrere Jahre im Kötztinger Land seinen Urlaub.
Zufällig lernte er im Lindnerbräu Kötzting den Chefredakteur der Kötztinger Zeitung, Diether Reithner kennen und schilderte ihm sein Anliegen.
Der daraus resultierende Zeitungsartikel über den Lichtenrader Volkspark weckte auch das Interesse des damaligen Landrats Ernst Girmindl. Viele Jugendgruppen und Vereine hatten Ihre Unterstützung zugesagt. Eine groß angelegte Spendenaktion aus dem Landkreis Cham wurde gestartet. Der Naturparkverein Oberer Bayerischer Wald, 39 Städte und Gemeinden aus dem Landkreis Cham sowie mehr als 10 Baumschulen beteiligten sich daran.

Gestiftet wurden Pflanzen, Sträucher, Ruhebänke, Tische, Schnittholz usw. – Gesamtwert von ca. 100.000,-- Euro.

In Berlin entstand auf einer Fläche von 4,5 ha ein kleiner „Naturpark Oberer Bayerischer Wald“. Wegeführungen und Landschaftsbezeichnungen wie Osser, Kaitersberg, Hohenbogen usw. wurden angelegt.

1983 übernahm der Landkreis Cham die Patenschaft für den Lichtenrader Volkspark, welche in erster Linie ideeller Natur ist, in zweiter Linie natürlich mit den Baumspenden etc. materiell unterstützt wurde.

Nicht ganz ohne Hintergedanken: Der Landkreis Cham wollte touristisch wieder mehr im damaligen WEST-Berlin werben und hier bot diese Patenschaft eine sehr gute Plattform.

Eine lebendige gegenseitige Partnerschaft entwickelte sich. Der Lichtenrader Volkspark zeigt diese Verbundenheit zum Landkreis Cham u.a. mit der jährlich stattfindenden Vereinsfahrt nach Cham (30 – 40 Personen), von Cham aus wurden vom BLSV-Kreisjugendleiter Fahrten nach Berlin durchgeführt und von dort betreut.

Es versteht sich von selbst, dass aufgrund der langjährigen Kontakte auch eine enge Verbundenheit zum ehemaligen Bezirksamt Berlin-Tempelhof entstand.

Um diese entsprechend zu untermauern und ein äußeres Zeichen dafür zu setzen, spendet der Landkreis Cham nun schon seit bereits 31 Jahren einen Weihnachtsbaum für Berlin.

Es versteht sich von selbst, dass diese Partnerschaft nicht einseitig ist, sondern von beiden Seiten aktiv gelebt wird.

  1. Die Besonderheiten

Alljährlich wird aus dem Landkreis Cham ein Christbaum nach Berlin geschickt. Gestiftet wird dieser Baum entweder von Bürgerinnen und Bürgern des Landkreises oder von Gemeinden. Nur mit der immerwährenden Unterstützung des Unternehmers Max Schierer, der den Baum kostenlos nach Berlin transportiert, ist es möglich, nun schon seit mehr als 30 Jahren einen Christbaum zu spenden.

Aufgestellt wird der Baum in Berlin vor dem Rathaus Tempelhof. Die offizielle Übergabe des Baumes erfolgt am 27.11.2014.

Der Christbaum aus dem Landkreis Cham steht dort bis Weihnachten.

Der Baum ist eine wunderschön gewachsene ca. 40 Jahre alte und 17 m hohe Fichte und stammt aus dem Anwesen der Familie Braun, Landgasthof Steiner Wirt in Stein / Tiefenbach. Gefällt wird der Baum am 26.11.2014 unter Aufsicht des Bürgermeisters Ludwig Prögler aus Tiefenbach. Verladen wird er vor Ort dann sofort auf einen Lastwagen der Fa. Schierer. Allen Beteiligten gebührt höchster Dank für Ihre Unterstützung

  1. Der Transport

Je nach Wetterlage dauert der Transport ca. acht Stunden. Die Fichte sollte aber spätestens am nächsten Tag ab 8.00 Uhr in Berlin sein, da dort das Aufstellen des Baumes geplant ist.

Dank dem Unternehmer Max Schierer aus Cham ist der Transport kostenlos und bis dato ist der Baum immer rechtzeitig in Berlin angekommen.

Die Spender aus dem Landkreis Cham:

1.          1984                Alois Mühlbauer, Zettisch
2.          1985                Gemeinde Grafenwiesen
3.          1986                Markt Lam
4.          1987                Gemeinde Hohenwarth
5.          1988                Stadt Waldmünchen
6.          1989                Markt Falkenstein
7.          1990                Gemeinde Michelsneukirchen
8.          1991                Stadt Furth im Wald
9.          1992                Domazlice (Partnerstadt von Furth im Wald)
10.        1993                Gemeinde Chamerau
11.        1994                Ehepaar Grahl, Stadt Kötzting
12.        1995                Gemeinde Arrach
13.        1996                Gemeinde Rimbach
14.        1997                Herr Seidl, Gasthaus Sölln, Engelshütt
15.        1998                Herr Hunger, Gasthof Ödenturm, Chammünster
16.        1999                Stadt Waldmünchen
17.        2000                Stadt Kötzting
18.        2001                Gemeinde Waffenbrunn
19.        2002                Herr Karl-Heinz Stöberl, Gasthof Stöberl, Lam
20.        2003                Markt Neukirchen b.Hl.Blut, Bgm. Josef Berlinger
21.        2004                Stadt Waldmünchen, Frau Hermine Ascherl
22.        2005                Ernst Hunger, Gasthof Oedenturm, Chammünster
23.        2006                Josef Schmaderer, Maiberg, 93494 Waffenbrunn
24.        2007                Georg Lukas, Kreisrat und Sägewerksbesitzer Kritzenast/WÜM
25.        2008                Rotter Sieglinde, Obere Arndorfer Str. 15, 93444 Bad Kötzting
26.        2009                Vogl Alfons, Beckendorf 79, 93444 Bad Kötzting
27.        2010                Gemeinde Tiefenbach
28.        2011                Gemeinde Arrach, Familie Achatz, Ottenzell
29.        2012                Markt Stamsried, Familie Oswald
30.       2013                Stadt Furth im Wald
31.      2014                 Landgasthof Steiner Wirt, Familie Braun, Stein 40, 93464 Tiefenbach, www.steiner-wirt.de

 

Friedensbotschaft aus Lichtenrade: Sprecht, streitet, aber tötet nicht!“

Am 18. November 2014 schickte das Georg-Büchner-Gymnasium aus Lichtenrade eine großangelegte Friedensbotschaft in die Welt. Die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums formierten sich auf dem Sportplatz direkt an der Schule zu einer großen Friedenstaube.

„Sprecht, streitet, aber tötet nicht!“ Unter diesem Motto haben der Lehrer Falk Stendel und die Lehrerin Daniela Pierags sowie einige engagierte Schüler und Schülerinnen die „WhiteDoveChallenge“ ins Leben gerufen. Sie engagieren sich schon mehrere Jahre im Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.

Im Rahmen der Aktion wollte die Schule eine große Friedensbotschaft initiieren und bildlich festhalten. Dazu bekleideten sich die Schülerinnen und Schüler mit weißen T-Shirts.

Die Aufnahmen des Projekts werden an zehn befreundete Schulen mit der Aufforderung verschickt, ebenfalls eine Friedensbotschaft auf die Beine zu stellen, zu dokumentieren und an weitere zehn Schulen zu senden.

Ebenso wie Vertreter des Weltfriedensdienstes e.V., der als Partner das Projekts unterstützt hat, war auch Bundestagsabgeordnete Renate Künast dabei. Sie ließ sich vom Projekt begeistern und hat die Schirmherrschaft übernommen. Im Anschluss fand eine lebhafte Diskussion zur Frage „Können wir Kriege verhindern?“ mit Renate Künast, Helge Swars vom Weltfriedensdienst und mit der Jungoffizierin Manja Wollweber von der Bundeswehr statt.

Mit dieser WhiteDoveChallenge wollen die Schüler gegen die brutale Gewalt, die gerade unsere Welt besonders zu erschüttern scheint, ein Zeichen setzen: „Angesichts der vielen blutigen Konflikte auf unserer Erde stellt sich die Frage, was unsere Welt eigentlich noch zusammenhält. Mit der WhiteDoveChallenge wollen wir ein Zeichen gegen Krieg, Vertreibung und Gleichgültigkeit setzen.“ ToM

Fotos: © GBG Berlin by Karolina Schmidt

 

Nominierung für den KAUSA-Medienpreis

Der rbb-Moderator Daniel Gäsche hat in seinem im März 2014 erschienenen Buch „Eingereist und abgetaucht – Illegal in Deutschland“ eine ganz aktuelle Problematik aufgegriffen. Das rbb/Electronic Media School-Projekt „Die Unsichtbaren“ ist quasi eine filmische Umsetzung des Buches. Nunmehr ist der Film für den „KAUSA-Medienpreis“ nominiert worden.

Der Medienpreis wird bereits zum fünften Mal vom Bundesministerium für Bildung und Forschung verliehen. Mit diesem Preis möchte die Bundesregierung junge Journalistinnen und Journalisten auszeichnen, die ohne Vorurteile über Bildungswege von Migrantinnen und Migranten berichten. Die Gewinnerinnen und Gewinner des KAUSA Medienpreises 2014 werden im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung in Berlin bekannt gegeben. Die Hauptperson des Beitrages, Daniel Gäsche, ist auch zur Verleihung am 4. Dezember 2014 in die Akademie der Künste eingeladen worden.


(Foto Thomas Moser)

Zum entstehen die Idee des Buches erklärte Daniel Gäsche: „Meine Frau, die Brasilianerin ist, hat mich für das Thema sensibilisiert. Dank Ihrer Hilfe habe ich Menschen kennengelernt, die in der Illegalität leben oder den Weg aus der Schattenwelt ins Licht geschafft haben. Je mehr ich vom Leben und den Umständen in der Illegalität erfuhr – die tägliche Angst, in der U-Bahn kontrolliert, die Furcht, an die Polizei verraten zu werden, all die Schwierigkeiten, die sich für Menschen ohne Papiere ergeben –, desto größer wurde meine journalistische Neugier und ich musste unbedingt weiter recherchieren. So ging ich auf Spurensuche, begleitete Menschen, die als „illegal“ bezeichnet werden, hörte ihre Schicksale. Außerdem befragte ich Politiker aus verschiedenen Lagern und besuchte Kirchenvertreter, Polizisten und Ärzte  vor Ort, wo sie mit „Illegalen“ zusammentreffen. Alle haben Handlungsbedarf signalisiert, alle haben erkannt, dass das Thema endlich aus der „Tabuzone“ geholt werden und Lösungen gefunden werden müssen.“

Thomas Moser 

www.die-unsichtbaren.de

https://www.kausa-medienpreis.de

 

 Das Buch

Daniel Gäsche Eingereist und abgetaucht Illegal in Deutschland

224 Seiten Broschur 13,5 x 22 cm ISBN 978-3-86189-866-5 - 14,90 Euro [D]

 E-Book

ISBN 978-3-86189-964-8 - 9,99 Euro [D]

Militzke-Verlag

 

25 Jahre Mauerfall – Gemeinsame Erinnerung vor den Toren von Lichtenrade

Ohne Vergangenheit keine Zukunft

Eine Woche nach dem 9. November 2014, 25 Jahre nach dem Fall der Mauer, wurde vor den Toren von Lichtenrade, am ehemaligen Grenzweg, den Maueropfern gedacht. Die Feierlichkeit wurde gemeinsam vom Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg und der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow organisiert.

Am S-Bahnhof Lichtenrade startete der von Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (Foto re) geführte Kiezspaziergang mit vielen Informationen. Gemeinsam mit der Landrätin Kornelia Wehlan (Foto lks), dem Bürgermeister der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow, Ortwin Baier, und dem Europaabgeordneten und Vater des Mauerwegs, Michael Cramer, ging es mit den rund 200 Interessierten in Richtung Süden.

Der ebenfalls gut besuchte Naturspaziergang wurde vom Leiter der Umweltinitiative Teltower Platte, Markus Mohn, geleitet und startete westlich vom Kirchhainer Damm. Unter dem Motto „Grünstreifen statt Grenzstreifen“ konnte über die vielfältigen Aktivitäten der Initiative berichtet werden, wie aus dem einstigen Todesstreifen eine lebendige Landschaft geworden ist.

An der Erinnerungsstele des Mauertoten Herbert Kiebler trafen sich die rund 300 Teilnehmer der Spaziergänge.


Der Ehrenvorsitzende des Fördervereins Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde, Harald Fiss, berichtete über die Menschen, die an der Grenze zu Lichtenrade zu Tode gekommen sind. Gemeinsam wurde der Toten in einer Schweigeminute gedacht und Blumen niedergelegt.


Anschließend gab es östlich der B 96 am ehemaligen Grenzstreifen ein kleines Fest. Die Offiziellen von Tempelhof-Schöneberg und vom Landkreis und der Gemeinde sprachen abschließende Worte.


Landrätin Kornlia Wehlan zeigt die Grenzöffnung im Foto


"Vater der Mauerwegs (Neuzeit)" Michael Cramer mit der Landrätin

Bürgermeister Ortwin Baier
Der Chor „Schöneberger Klangkörper“ (Wunder geschehn), das Trompetenensemble der Kreisschule Teltow-Fläming „Blechschaden und „Chaplin´s Barbeit, ein Trio der Musikschule „Regenbogen“ rundeten die gelungene Veranstaltung ab.



Auch die Bildhauerin Kerstin Becker, die das Mauerdenkmal an der B96 zum 20. Jahrestag des Mauerfalls entwarf, war vor Ort und erläuterte ihr Kunstwerk.

Thomas Moser

Zur vertiefenden Information verschiedene Auszüge der Rede von Harald Fiss:

Ich möchte mich hier und heute in der Hauptsache mit dem Mord an Herbert Kiebler beschäftigen, an dessen Stele wir versammelt sind, wohlwissend, dass ca. 800 m in westlicher Richtung ein weiterer DDR-Bürger auf seiner Flucht in den Westen von Grenzsoldaten in einer wahren Schussorgie erschossen worden ist.

274 Einschläge wurden auf der Lichtenrader Seite gezählt und weitere 12 Schüsse in den Rücken von Eduard Wroblewski. Eduard Wroblewski wohnte in Zahna und hatte aus seiner Tätigkeit bei der Reichsbahn genaue Ortskenntnisse über die stillgelegte S-Bahn-Trasse, die ihm aber letztlich nichts nutzten.

Wohlwissend weiterhin, dass an der Grenze zwischen Lichtenrade und Großziethen Horst Kullack Opfer der Mauer wurde, worüber aber bereits bei der Einweihung der ersten vier Stelen vor 5 Jahren ausführlich erinnert wurde.

Wohlwissend, dass es lange Zeit Vermutungen auf einen Mauertoten gab, der am 12. Oktober 1979 vergeblich versucht hatte, mit einem Brückenlegepanzer aus der nahe gelegenen Kaserne die Grenze zwischen Waldblick und Lichtenrade zu durchbrechen. Entgegen allen Vermutungen (auch für ihn war auf West-Berliner Seite ein Gedenkkreuz errichtet worden) hat dieser NVA-Soldat aber nach jüngsten Recherchen trotz schwerer Verletzungen überlebt.

Wohlwissend letztendlich, dass an eben dieser Mauer im Jahre 1990, also nach dem Fall der Mauer, im Abschnitt Marienfelde/Großbeeren der 14jährige Christoph-Manuel Bramböck beim Mauerpicken auf grausame Art umgekommen ist.

….

„Erinnerung braucht einen Ort“. Dieser Spruch des französischen Gegenwartsphilosophen Pierre Nora passt sehr gut zu diesem Ort, an dem wir uns versammelt haben.

Die Umwandlung zum Mauerweg bzw. Mauerradweg ist 2001 begonnen und 2007 vollendet worden, sagen wir, fast vollendet worden, denn immer noch steht – wie gerade Sie in Blankenfelde-Mahlow wissen - die Realisierung der Unterquerung der S 2-Trasse aus.

Der Mauerweg 2007, so will ich ihn mal nennen, wies damals bereits einige Zeichen des Gedenkens an Maueropfer auf. Nicht systematisch, sondern abhängig von familiärem oder bürgerschaftlichem Engagement. Während zur Geschichte der Berliner Mauer im Rahmen der Umwidmung vielfältige Informationsstelen entstanden, wurde an die Maueropfer nur partiell und in der Regel auch nur mit Geburts- und/oder Todesdatum erinnert.

Im Süden Berlins gab es lediglich ein Gedenkkreuz für Horst Kullack, der als Großziethener Bürger bei einem Fluchtversuch am 31.12.1971 durch Schüsse der Grenzsoldaten lebensgefährlich verletzt wurde und drei Wochen später im Krankenhaus Königs Wusterhausen verstarb. Aber auch an diesem Gedenkkreuz, das 1988 auf Lichtenrader Seite errichtet worden war, ging bzw. fuhr man vorbei, da es am Mauerweg selbst keinen Hinweis auf das ca. 100 m entfernte Kreuz gab.

Es bedurfte, wie so manchmal im Leben eines Zufalls, um diese unbefriedigende Situation zu verändern.

Ich hatte im April 2009 in dieser Angelegenheit auch Kontakt mit Herrn Dr. Hans-Hermann Hertle, der damals gerade zusammen mit Frau Dr. Maria Nooke die Arbeiten an der Dokumentation über „Die Todesopfer an der Berliner Mauer von 1961 bis 1989“ abgeschlossen hatte.

Ja und bei diesem Gespräch fragte mich Herr Dr. Hertle, ob ich denn wüsste, dass es an der südlichen Grenze West-Berlins, und zwar in Mahlow, noch zwei weitere Todesopfer gegeben habe, nämlich Herbert Kiebler und Eduard Wroblewski. Ich wusste es nicht und war schockiert.

Wenn man das so sagen darf, war dieser Hinweis von Hans-Hermann Hertle die Initialzündung für die Errichtung der Stelen für die Maueropfer, so wie Sie es hier am Beispiel von Herbert Kiebler sehen. Mir wurde schlagartig klar, dass der Mauerweg seinem Namen nur gerecht wird, wenn er neben den Informationsstelen auch auf die damals bekannten 136 Mauertoten hinweist und damit erreicht wird, dass die Maueropfer im öffentlichen Gedächtnis bleiben und die Angehörigen einen zusätzlichen Ort der Trauer haben.

Meine Forderung damals lautete: „Die Erinnerung an alle Maueropfer muss jetzt auch Teil des Berliner Mauerweges werden“ und ich schlug vor, die ersten vier Stelen an einem geschichtsträchtigen Datum, dem 09.11.2009, dem 20. Jahrestag des Mauerfalls, aufzustellen.

Ich komme jetzt zu Herbert Kiebler. Wir schreiben den 26.Juni1975.

Ich zitiere auszugsweise aus der schon genannten Dokumentation und Sie können das auch hier an der Stele nachlesen: „Herbert Kiebler saß mit seiner Clique in einer Mahlower Gaststätte. In den Abendstunden endete ein Streit mit einer Schlägerei, in der Herbert Kiebler den Kürzeren zog. Er fühlte sich von seinen Kumpanen nicht nur körperlich verletzt. Der kleinen Schwester sagte er, er wolle „nach drüben“. In einem Abschiedsbrief schrieb er seiner Mutter: „Auf Wiedersehen im Knast oder in West-Deutschland“. Herbert Kiebler überwandt hier an dieser Stelle gegen 0:30 Uhr des 27.Juni1975 den Grenzsignalzaun und bewegte sich in Richtung Kfz-Sperrgraben. Nach seiner Entdeckung eröffneten zwei Grenzpolizisten aus 100 m Entfernung das Feuer, obwohl sie ihn leicht ohne Waffengewalt hätten festnehmen können. Von mehreren Kugeln in Brust und Kopf getroffen, verblutete Herbert Kiebler noch am Tatort.

Die Todesschützen wurden 2001 wegen Totschlags oder Beihilfe zum Totschlag zu Bewährungsstrafen von 24 und 15 Monaten verurteilt.“

Das, was die Familie Kiebler hier erfahren und erleiden musste, war aber kein Einzelfall, sondern die Methode und die Regel eines menschenverachtenden Systems.

Da Fluchtvorgänge sofort nach der schriftlichen Meldung der Grenztruppen von den Organen der Staatssicherheit übernommen wurden (federführend waren die Stasi-Abteilungen IX in Berlin und Potsdam, die wiederum eng mit der der Hauptabteilung I in der Normannenstraße zusammen arbeiteten), erließ die Stasi eine „Ordnung für die Bearbeitung von Leichenvorgängen“

Für das Redemanuskript vielen Dank an Harald Fiss!





Alle Fotos Thomas Moser

 

Bahnhofstraße in Lichtenrade: Auftakt im Förderprogramm „Aktive Zentren“

Das Gebiet um die Bahnhofstraße im Berliner Bezirk Tempelhof-Schöneberg, Ortsteil Lichtenrade, wurde für die Aufnahme in das Programm „Aktive Zentren“ der Städtebauförderung ausgewählt. Grundlage für eine Förderung ab 2015 ist die Erstellung eines Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK), mit der das Berliner Stadt- und Regionalplanungsbüro „die raumplaner“ beauftragt wurde.


Bezirksstadträtin für Gesundheit, Soziales, Stadtentwicklung, Dr. Sibyll Klotz: „Es ist ein großer Erfolg, dass die Bahnhofstraße in das Förderprogramm Aktive Zentren aufgenommen wurde. Die Erarbeitung des ISEKs unter breiter Beteiligung der Öffentlichkeit wird die Grundlage für den erforderlichen Senatsbeschluss im Frühjahr 2015 sein und ist damit ein weiterer Baustein für die Entwicklung und Qualifizierung der Bahnhofstraße zu einem Stadtteilzentrum mit besonderem Flair.“

Bei der Erarbeitung des ISEKs wird besonderer Wert auf einen dialogorientierten Prozess gelegt. So soll, gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, der Politik, Gewerbetreibenden und lokalen Initiativen und Akteuren, in den nächsten Monaten das Konzept erarbeitet und dem Gebiet damit ein Handlungsrahmen für die Städtebauförderung gegeben werden. Ziel ist es dabei zunächst die Stärken und die Schwächen des Gebietes aufzunehmen, um im Anschluss zielgerichtet Vorschläge zu erarbeiten, welche Entwicklungen das Gebiet zukünftig nehmen kann.

Das ISEK ist auch als die Fortführung der bereits vorangegangenen Planungen zu sehen. Insbesondere das 2013 im Rahmen mehrerer Standortkonferenzen gemeinsam erarbeitete und verabschiedete „Leitbild für die Entwicklung und Qualifizierung der Bahnhofstraße“ stellt eine wichtige Grundlage der weiteren Arbeit dar. Die bereits festgelegten Schwerpunkte und Handlungsfelder werden so aufgegriffen und vertieft.

Quelle:Präsentation 7.3.2013  Planergemeinschaft Kohlbrenner

Schüler der UvH vor ihrer "Bahnhofstraße der Zukunft" auf der 3. Standortkonferenz am 24.1.2013

Urs Kohlbrenner, Sibyll Klotz und Sigmund Kroll (Amtsleiter Stadtplanung)

Bezirksstadträtin Dr. Klotz: „Ich lade alle interessierten Bürgerinnen und Bürger aus Lichtenrade bereits heute dazu ein, aktiv und konstruktiv bei der Erarbeitung des Konzeptes mitzuwirken. Eine öffentliche Auftaktveranstaltung wird noch in diesem Jahr durchgeführt.“

Zu Terminen und öffentlichen Aktionen wird der Bezirk entsprechend rechtzeitig über die Presse informieren.

Aktuelle Entwicklungen werden darüber hinaus regelmäßig auf der Internetseite des Bezirksamts Tempelhof-Schöneberg veröffentlicht:

http://www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg/organisationseinheit/sozialraumplanung/lichtenrade-bahnhofstr.php

Die Federführung bei der Koordination „Aktives Zentrum Bahnhofstraße / Lichtenrade“ hat Bezirkskoordinator Jens-Peter Eismann von der Organisationseinheit Sozialraumorientierte Planungskoordination des Bezirksamts Tempelhof-Schöneberg.

MittendrIn Berlin steht auch vor einer Entscheidung

Bei der Aktion „MittendrIn Berlin! Die Zentren-Initiative 2014/15“ des Landes Berlin, der IHK Berlin und der privaten Wirtschaft geht es nun in die Endrunde. Das Bürgerforum Zukunft Lichtenrade e.V. kam mit ihren Vorstellungen zur Bahnhofstraße in Lichtenrade, mit 7 weiteren Bewerbern, in die zweite Runde. Die konkretisierten Vorstellungen wurden nun abgegeben. Den bis zu drei Preisträgern erwartet ein Preisgeld von insgesamt 100.000 Euro. Die Entscheidung wird noch im November 2014 erwartet. Die Umsetzung der Ergebnisse soll dann im Sommer 2015 erfolgen. ToM

 

 

So smart ist Lichtenrade – Jugendliche gegen Rassismus, Gewalt und Homophobie

Unter dem Motto „Hausregeln für Einrichtungen in Lichtenrade“ gegen Ausgrenzung, Rassismus, Mobbing und Homophobie waren Jugendliche im Vorfeld aufgerufen, Ideen zum Thema zu entwickeln. Die Kinder und Jugendlichen diskutierten mit ihren Betreuern_innen sehr ausführlich über Vorkommnisse und eigene Erfahrungen mit Mobbing, Gewalt und Ausgrenzung. Viele haben bereits Gewalterfahrungen machen müssen. Auf Fotos stellten sie ihre Ängste, aber auch ihre Wünsche für die Zukunft dar.

Auf einer Rallye durch die Freizeiteinrichtungen wurde versucht, den neuen 7. Klassen der Theodor-Haubach-Schule und Carl-Zeiss-Schule das Thema „Diskriminierung im Alltag“ in Workshops nahe zu bringen. Die Schüler_innen wurden von den Klassenlehrer_innen und Schulsozialarbeiter_innen begleitet.

Die Ergebnisse des Aktionstages (Jugendversammlung) vom 28.8.2014 werden hier präsentiert.

Beteiligte Jugendfreizeiteinrichtungen: Kinder- und Jugendclub Barnetstraße, Jugendkeller, Jugendcafé am Dorfteich und das Kinder- und Jugendhaus.

Beatrix Veenhoven, Sozialraumkoordination/OS (Quelle KiTS aktuell Nr. 855)

 

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler treffen

Kinderquiz lösen und „Wie ist des Rätsels Lösung?“ – lautet die spannende Frage des Bezirksquizes der diesjährigen Bezirksbroschüre von Tempelhof-Schöneberg.

Noch bis zum 30. November 2014 können Kinder im Alter zwischen 6 und 14 Jahren das Quiz mit Bezirksfragen errätseln.

Ein kleiner Bezirkshirsch weist in der Broschüre den Weg zu den Lösungen. Ein Tipp sei noch erlaubt, wer den Bezirk kennt und weiß, dass das Rathaus Schöneberg dieses Jahr 100 Jahre geworden ist und der Bezirk Schöneberg sogar schon 750 Jahre, der ist schon auf guten Weg zum Lösungswort.

Der Preis ist ein Treffen mit Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler in ihrem historischen Büro des Rathauses Schöneberg, in dem schon Bürgermeister Willy Brandt und Ernst Reuter gearbeitet haben. Zu diesem kleinem Empfang wartet auf die Gewinnerin oder dem Gewinner noch eine kleine Überraschung.

Also los geht’s – die Broschüre ist in den Bürgerämtern und der Pressestelle des Bezirkes zu erhalten oder im Internet www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg/derbezirk/allgemeines/bezirksbroschuere.html einzusehen.  Das Rätsel befindet sich unter der Rubrik „Kinder, Jugend und Familie“ auf Seite 145.

Einsendeschluss ist der 30. November 2014

Schickt das Lösungswort an das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg von Berlin, Pressestelle, John-F.-Kennedy-Platz, 10820 Berlin

 

 

 

30. November: 38. Lichtenrader Lichtermarkt

Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg veranstaltet am 30. November 2014, zum 1. Advent, den traditionellen Lichtenrader Lichtermarkt.

In der Zeit von 13 bis 19 Uhr werden dort wieder ca. 90 Stände von Vereinen und Organisationen ihr Angebot rund um den Dorfteich an der alten Dorfkirche in Lichtenrade präsentieren und die Besucherinnen und Besucher in vorweihnachtliche Stimmung versetzen.

Lichtenrader Lichtermarkt

Sonntag, 30.11.2014, 13 – 19 Uhr

Alt-Lichtenrade - Dorfteich Lichtenrade

Viele gemeinnützige Organisationen werden sich, wie die Jahre zuvor, rund um den Teich herum platzieren und verschiedenste Bastel- und Handarbeiten, Keramik, Holzwaren, Imkererzeugnisse, Nostalgisches, kunstgewerbliche Arbeiten und Spielsachen zum Verkauf anbieten. Kulinarisch werden Köstlichkeiten wie Grillfleisch, Suppe und, was an kalten Tagen natürlich nicht fehlen darf, Glühwein und Kinderpunsch an den weihnachtlich geschmückten Ständen angeboten.

Der Lichtenrader Lichtermarkt ist nicht gewinnorientiert. Die Einnahmeüberschüsse werden sozialen Zwecken zugeführt.

Absage des Weihnachtsmarktes in der Lichtenrader Bahnhofstraße!
Der Weihnachtsmarkt in der Bahnhofstraße ist nach Auskunft des Veranstalters Joachim Jentsch abgesagt. Er war zum Schluss der einzige Bewerber. Die Bewerbung wurde jetzt zurückgezogen. Als Grund wird von Jentsch die lange Bearbeitungszeit seines Antrages angegeben. Er hat danach die Genehmigung, trotz mehrfacher Nachfragen, erst nach 18 Monaten am 11.10.2014 erhalten. Da waren schon die Hälfte der interessierten Aussteller abgesprungen. ToM

 

Bürgerinitiative: Bundesverwaltungsgericht verschont mehrere 10.000 Fluglärm-Betroffene

Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zu den geraden Abflugrouten am zukünftigen Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) wird von der BI Lichtenrade/Mahlow-Nord mit Erleichterung aufgenommen. Mehrere 10.000 Neubetroffene ohne Lärmschutz bleiben dadurch am Tage verschont, darunter rund 4.500 Neubetroffene in Mahlow-Nord, so die Bürgerinitiative. Auch Kinder profitieren vom Urteil: 8.500 Kinder in den Kitas und Schulen von  Lichtenrade, Mahlow-Nord und Großbeeren werden tagsüber von Fluglärm oberhalb von 45db verschont.

Auf hochwertigen Lärmschutz kommt es jetzt an


Bernd Röstel (lks) mit dem MdB Dr. Jan Marco Luczak
„Jetzt muss es darum gehen, den Flugbetrieb so zu strukturieren, dass die Belastung der Flughafenanwohner so gering wie möglich ausfällt“, sagt Bernd Röstel, Sprecher der Bürgerinitiative Lichtenrade/Mahlow-Nord. „Bei aller Erleichterung übersehen wir nicht die Schwerstbelastung der Bewohner im Kerngebiet von Blankenfelde-Mahlow.“ Die Brandenburger Landesregierung ist jetzt aufgefordert, bei der Flughafengesellschaft FBB strikt daraufhin zu wirken, dass endlich ein qualitativ hochwertiger Lärmschutz gewährt und in die Gebäude eingebaut wird.

Das Bundesverwaltungsgericht hat gestern endgültig die geraden Abflugrouten von der Nordbahn Richtung Westen (25R) bestätigt. Danach ist tagsüber von 6:00 bis 22:00 Uhr der Überflug des Ortskerns der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow bei An- und Abflügen zulässig. Dies entspricht – zumindest in Teilen – der Festlegung durch den Planfeststellungsbeschluss von 2004 für den Flughafen Berlin Schönefeld, auf den eine Vielzahl der Anwohner im Flughafenumfeld vertraut hatten.

Während der Nachtstunden von 22:00 bis 6:00 Uhr darf die Ortsmitte von Blankenfelde-Mahlow nicht überflogen werden und verschafft den Bewohnern dadurch eine Lärmpause.

Der Tempelhof-Schöneberger Bundestagsabgeordnete Dr. Jan-Marco Luczak erklärt zum Urteil des Bundesverwaltungsgerichts: „Dieses Urteil ist ein großer Erfolg und ein gutes Signal für die Lichtenrader. Es ist richtig, dass der unzumutbare Lärm nicht auf noch mehr Menschen verteilt wird. Bereits im Planfeststellungsverfahren wurde uns mehrfach zugesagt, dass Lichtenrade von dem Fluglärm verschont bleibt. Das Urteil bestätigt nun den Vertrauensschutz der Bürgerinnen und Bürger. Das begrüße ich ausdrücklich.“


Fotos: Thomas Moser

Ergänzung: Durch die Nacht-Lärmpause für Blankenfelde-Mahlow wird es, trotz der verringerten Flugfrequenz, zu erhöhten Belastungen in Lichtenrade kommen. Wegen des Nachtflugverbotes von 0 bis 5 Uhr ist die Zahl der Überflüge auf der Nordroute jedoch stark begrenzt. ToM

http://www.lichtenrade-gegen-fluglaerm.de

 

Berliner Modedesignerin gibt Recycling Kurse in Brasilien

"Das Müllproblem hier ist unerträglich"

Belem/Brasillien - Die brasilianische Modedesignerin Carol Santos aus Berlin-Lichtenrade hat in ihrer Heimatstadt Belem in Para, im Nordosten Brasiliens, 1500 Kilometer östlich von Manaus entfernt, einen dreitägigen Upcycling-Kurs in der öffentlichen Schule, Maria do Carmo, gegeben.


Das Problem in Brasilien: Müllberge ohne Ende soweit das Auge reicht - mittendrin Urubus, Aasgeier, für die der Abfall ein gefundenes Fressen ist

"Es ist wichtig, aufgrund der Müllproblematik hier in Brasilien ein Zeichen zu setzen und zu zeigen, wie sinnvoll ein nachhaltiger Umgang mit Abfall ist. Die riesigen Müllberge von Plastikflaschen und Milchkartons sowie anderen Resten unserer Wegwerfgesellschaft in den Straßen und an den Stränden sind unerträglich. Hier muss endlich was getan werden.

Carol Santos erklärt den Schülerinnen die Machart.
Ich möchte mit meiner Arbeit einen kleinen Anstoss geben und eine Diskussion auslösen", so die 38 Jahre alte Künstlerin, die Milchkartons in wundervolle Damenhandtaschen und Armreifen verwandelt und aus Plastikflaschen Spielzeughubschrauber zaubert.


Daniel Gäsche, rbb-Reporter und Ehemann von Carol Santos, half fleißig mit. Hier entstanden aus Plastikflaschen zwei Hubschrauber.

Ende Oktober waren drei Tage lang 35 Kinder der Schule voller Eifer dabei und zeigten dabei erstaunliches kreatives Talent.

"Wir sind sehr dankbar, dass eine Berliner Designerin, die hier in unserer Stadt geboren ist, drei Tage lang den Kindern ihre Philosophie näher gebracht hat. Es ist wichtig, dass schon die Jüngsten an das Thema herangeführt werden. Wir müssen jetzt endlich anfangen, das Müllproblem in den Griff zu bekommen", sagte der Direktor der Schule, Keuson Parente.

Auch TV LIBERAL, der regionale Ableger des größten Fernsehsenders REGE GLOBO, berichtete über das außergewöhnliche Seminarprojekt in seiner Mittagssendung. Am Ende präsentierten alle Schüler glücklich ihre Taschen, Portemonnaies und Armreifen.

Und alle waren sich einig: "So einen Kurs wollen wir am liebsten jede Woche machen." DG
Fotos Privat

 

Ein Deutscher in Brasilien.

Das löst großes Interesse aus. So beispielsweise im Fußballstadion in Belem beim Spiel des heimischen Klubs Paysandu gegen Tupi aus Minas Gerais.

Ich darf sogar auf der Ehrentribüne Platz nehmen darf. Was für eine Anerkennung für jemanden, der aus dem Land des Fussballweltmeisters kommt.

Als Carlos Estácio, stadtbekannter Reporter von Radio Clube, dem größten Sender des Bundesstaates Para hört, dass ich aus Deutschland komme und mir die Partie anschaue, bittet er sofort um ein Interview.

Thema natürlich das 1 zu 7 , die große "Tragödie" des brasilianischen Fußballs. Nunca máis - nie wieder versichern mir hier alle, wird es so eine Pleite geben. Ich bin natürlich ein höflicher Gast und verspreche, dass so ein Spiel wohl einmalig bleiben werde. Obwohl man das ja nie wissen kann.

Das Spiel selbst bietet rustikalen Fußball, kein brasilianischer Ballzauber.

Aber die 30.000 Fans machen mächtig Stimmung, stehen bei jedem Angriff ihrer Mannschaft, den in blau-weiß gestreiften Trikots spielenden Gastgebern von Paysandu, die in diesem Jahr ihr 100- jähriges Vereinsjubiläum feiern, auf. Es wird gejubelt, gezittert, viel geflucht, gebetet, gehofft, gezittert. Fußball und Religion, das wird mir an diesem Nachmittag, gerade im katholischen Belem bewusst, sind quasi eins. Was auffällt: Es gibt bei diesem Spiel keinen Showfirlefanz, keine Musikbands, keine Beschallung, keinen stressigen Stadionsprecher: Fußball pur - einfach herrlich! Und trotz aller Leidenschaft und Lärm. Es bleibt fair auf dem Rasen und auf den Rängen und das, obwohl Fans hier reihenweise Bengalos an der berittenen Polizei vorbei ins Stadion befördern. Ach ja, die Polizei: Rund 20 Militärpolizisten sind rund ums Spielfeld verteilt, ihre Präsenz macht Eindruck. In der Halbzeitpause spielt eine kleine Band in den Stadiongängen, es wird Samba getanzt, es herrscht eine lockere Leichtigkeit. Am Ende siegt die Heimmannschaft 2 zu 1, die Fanmassen verlassen erstaunlich diszipliniert das Stadion, vor dem Fanartikelhändler Trikots und Fahnen verkaufen und die kleinen Imbisse, deren Grills im Kofferraum der Autos aufgestellt sind, bieten die köstlichen kleinen Fleischspieße namens "Gatinho" nun billiger an, schließlich will keiner das ganze Essen nach Hause fahren. "Drei zum Preis für 5 Real", schreit ein Händler (umgerechnet ca. 1,75.-Euro) und ein typischer barscher, ruppiger, aber lustig gemeinter Ausruf wie "Filha da Puta" (die Übersetzung spare ich mir an dieser Stelle!) darf nicht fehlen. Es ist 18.00 Uhr, nun beginnt die lange Samstagnacht in Belem.

Einen Tag später dann Begegnung mit DEM brasilianischen und lateinamerikanischen Fernsehsender schlechthin, REDE GLOBO, der zum dominierenden GLOBO-Konzern gehört. Der regionale Ableger, also gewissermaßen der rbb vom Bundesstaat Para, TV LIBERAL, dreht mit dem bekannten Reporter Fabiano Villela eine Reportage auf dem legendären und größten Markt Lateinamerikas, dem Ver-o-Peso.

Hier gibt es alles - von frischem Fisch, Gemüse, Gewürzen über Fussballtrikots, Ledersandalen und natürlich jede Menge Tinkturen und Düfte.

Thema des Beitrags: Parfüms, die das Liebesleben anregen.

Dazu werden auch meine Frau Caroline Rego dos Santos Gäsche und ich interviewt. Der Beitrag wird in einer der berühmtesten brasilianischen TV-Shows, Mais Vocé, ausgestrahlt, moderiert von Anna Maria Braga und einem animierten, sprechenden Papagei.

Tags darauf folgt der Besuch bei TV LIBERAL in Belem, der Hauptstadt des Bundesstaates Para. Hier zeigt mir Fabiano Villela, der sowohl von der größten katholischen Prozession Brasiliens, dem Cirio, als auch von den Wahlen als Reporter live berichtet, die Redaktion und die Studios. Auf den PCs erblicke ich die mir vertraute INews Software, die wir beim rbb ja vor der Einführung von Open Media auch verwendeten. In den Studios werden Vormittag- und Abendsendungen, Sportshows und natürlich Sondersendungen wie die Wahlberichterstattung (Polittalk der beiden Gouverneurskandidaten Jatene vom Neves -Lager und dem Dilma-Vertreter Helder) produziert.

Autogramme von Daniel Gäsche

Nach einer einstündigen Senderbesichtigung, verbunden auch mit einem kurzen Gespräch beim Chefredakteur, überreiche ich dann Fabiano Villela, einen rbb-Geschenkebeutel, vollgepackt mit Handy-Cleaner, rbb-Block, Schlüsselanhänger, Kugelschreiber, rbb-Sonnenhut (bei täglich 35 Grad durchaus sinnvoll). Die Sachen bekommen einen Ehrenplatz bei TV LIBERAL. Und fest steht: Der rbb ist nun auch am Amazonas bekannt.

Daniel Gäsche, Moderator beim rbb, aus Belem do Para

Etwa 1500 km östlich von Manaus




 

Der Lichtenrader Chor lädt zu einem Adventskonzert ein.

Im Gemeinschaftshaus Lichtenrade, Barnetstraße 11, 12305 Berlin-Lichtenrade, werden am Samstag, dem 29. November 2014 ab 16.00 Uhr weihnachtliche Lieder und Gedichte vorgetragen unter der Leitung von Andreas Harmjanz.
Deutsche und internationale Lieder versetzen unsere Besucherinnen und Besucher in eine besinnliche Vorweihnachtsstimmung.

Gastchor ist der Gemischte Chor KönigsWusterhausen e.V. unter Leitung von Andreas Wiedemann und Stefanie Haupt.

Der Eintritt ist frei.

In der Konzertpause besteht die Gelegenheit, einen Imbiss und Getränke oder Kaffee und Kuchen zu erhalten.

Am 08. Dezember 2014 wird der Lichtenrader Chor auf dem traditionellen Weihnachtsmarkt auf dem Gendarmenmarkt ab 18.00 Uhr singen und einen Querschnitt weihnachtlicher Musik darbieten.

 

Bester Wein aus Schöneberg

Der Wein vom Schöneberger Weinberg wurde geerntet. Und es scheint ein gutes Tröpfchen zu werden.

Zur Weinlese hatten die ehemaligen Schöneberger Bürgermeister, Rüdiger Jakesch und Michael Barthel, zusammen mit der amtierenden Bezirksbürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg, Angelika Schöttler, aufgerufen. In der Gartenarbeitsschule am Sachsendamm werden seit Jahren die Rebstöcke gehegt und gepflegt. Mittlerweile ist der Wein in Bad Kreuznach, der Partnergemeinde von Tempelhof-Schöneberg, angekommen und wird dort gekeltert.

Die „Allgemeine Zeitung“ (Rhein Main Presse) berichtet in der Ausgabe vom 16. Oktober 2014 ganz begeistert von der guten Qualität des Produktes. Peter Cech, PR & Marketing Winzergenossenschaft Rheingrafenberg, zu den gelieferten Trauben: „Von der fachlichen Pflege ihres Weinbergs verstehen sie etwas.“ Die Weinernte wurde von Reiner Jäck, der in diesen Tagen 75 Jahre alt geworden ist, mit einem Kleintransporter zur Winzergenossenschaft Rheingrafenberg angeliefert. Jäck gilt als Ideengeber, Organisator und Macher, hat jahrelang beim Berliner Wirtschaftssenator Elmar Pieroth im Büro gearbeitet und ist so etwas wie ein Botschafter in Berlin für Nahe-Weine. Sechs Stunden Fahrt, einschließlich einiger Staus, waren von Berlin ins Rhein-Main-Gebiet zu bewältigen. Die erforderlichen amtlichen Begleitpapiere zum Transport des Weines hatte er natürlich dabei, denn Wein darf man in Deutschland nicht so einfach durch die Gegend fahren.

Die Waage der Winzergenossenschaft zeigte deutlich mehr als 500 Kilogramm an und das Mostgewicht der Riesling-Trauben wurde mit über 80 Grad Oechsle, einem beachtlichen Ergebnis, ermittelt.


Kerngesunde Trauben aus Berlin: Rainer Schönheim (links), Harald Skär (2. von links) als KreisVertreter sowie Kulturbotschafter und Kurier Reiner Jäck (3. von links) und Helmut Weck nahmen die kostbare Fracht in Empfang. „Einmal etwas Gutes aus Berlin!“, so lautete die einhellige Meinung.
Foto: Bernd Hey

Der Wein wurde in Meddersheim von Harald Skär, Presse und Öffentlichkeitsarbeit des Landkreises Bad Kreuznach, dem zweiten Vorsitzenden der Winzergenossenschaft Rheingrafenberg Rainer Schönheim und dem geschäftsführenden Vorstand Helmut Weck empfangen. Alle packten beim Entladen tatkräftig mit an.

Auf dem Schöneberger Weinberg wird die Anlage streng beobachtet und rechtzeitig werden Fäulnisnester rausgeschnitten. Die ehemaligen Schöneberger Bürgermeister und der Förderkreis beobachten aufmerksam das Wachstum. Der Weinberg wurde auf Initiative des damaligen Bezirksbürgermeisters Rüdiger Jakesch angelegt und seit der Zeit wird der „Schöneberger Nahe-Freund“ liebevoll gepflegt. 2013 feierte der Weinberg sein 25jähriges Jubiläum. Die Partnergemeinde Bad Kreuznach hatte sich von Anfang an bereiterklärt, die Produkte der Schöneberger weiterzuverarbeiten. Nicht alle Ergebnisse waren von Anfang an Gaumenfreuden, aber mittlerweile kann sich der Wein aus Berlin durchaus sehen und schmecken lassen. Das fertige Produkt der 200 Rebstöcke steht im Bezirk Tempelhof-Schöneberg dann jedoch nur für repräsentative Zwecke zur Verfügung.

Verkostung vor dem Weinberg in Schöneberg September 2013 (Foto Thomas Moser)

Rüdiger Jakesch in seinem Element (Foto Thomas Moser)
Jetzt werden die Trauben aus Berlin, wie schon seit vielen Jahren, in der Winzergenossenschaft Rheingrafenberg in Meddersheim gekeltert und ausgebaut. Wenn der Wein nach einigen Monaten ausgebaut und gereift ist, wird er in Flaschen abgefüllt und begibt sich wieder auf die Reise nach Berlin ins Rathaus Schöneberg. Dann kann man sich auf einen hervorragenden Riesling freuen, sofern man bei einer Verköstigung dabei sein darf.

Eine gelebte und lebendige Partnerschaft Berlin-Tempelhof-Schöneberg mit Bad Kreuznach, die auf der angenehmsten Weise durch die Kehle rinnt!

Thomas Moser

Foto Thomas Moser

 

Ehrung für ehrenamtliches Engagement: Grünstreifen statt Grenzstreifen!

Markus Mohn ist Helfer-Herzen-Preisträger 2014

Die Umweltinitiative Teltower Platte ist seit über 20 Jahren dabei, den ehemaligen Grenzstreifen als besondere Naturoase für die Süd-Berliner anzulegen und zu erhalten.

Markus Mohn ist der Kopf dieser Initiative und wurde nun erneut für seinen ehrenamtlichen Einsatz ausgezeichnet. Von der Drogeriekette „dm“ erhielt Markus Mohn am 8. Oktober 2014 die Auszeichnung „Helfer-Herzen – Der dm-Preis für Engagement.“ Als Dankeschön wurde ein Scheck über 1000 Euro für die Arbeit der Umweltinitiative überreicht. 1100 Menschen erhielten deutschlandweit ihre Auszeichnungen. Die kleine Feierstunde fand im Einkaufszentrum „Boulevard“ in Steglitz statt, bei der 40 Berliner Preisträger gekürt wurden.

Bild 1991 von Aufforstung an der Nachtbucht, mit Blick über den noch klar erkennbaren Todesstreifen, bereits mit den Pflanzfurchen mit den jungen Setzlingen sowie die alleeartige Bepflanzung entlang des Mauerwegs.

Am 19. März 1991 pflanzte Markus Mohn als 18jähriger bei der beginnenden Aufforstung des Grenzstreifens, an der Nachtbucht westlich von Lichtenrade -unweit der Wolziger Zeile-, seine ersten Bäumchen. Der Verein „Aktiver Tierschutz e.V.“ hatte seinerzeit in den Osterferien die Bepflanzung konkret organisiert und war eine von mehreren Institutionen, die sich in der Bürgerinitiative Regionalausschuß Berlin-Süd zusammengeschlossen hatten. Diese Bürgerinitiative nannte sich dann später in Umweltinitiative Teltower Platte um.

Bereits am Tag der Deutschen Einheit 2005 wurde die Umweltinitiative Teltower Platte mit dem Umweltpreis des Landes Brandenburg für ihren Einsatz an der Grünen Stadtkante im Berliner Süden ausgezeichnet. Damals übergab der heutige Ministerpräsident, Dietmar Woidke, als Brandenburgischer Umweltminister den Preis.

Das Motto der Umweltinitiative lautet „Grünstreifen statt Grenzstreifen.“ Ziel aller Bemühungen ist es, dass die stadtnahen und attraktiven Erholungsgebiete entlang der Berliner Stadtgrenze, zwischen Kleinmachnow und Großziethen, gestaltet und erhalten werden. Auf der Website des Vereins heißt es u.a. dazu: „ Es geht um die Schaffung und Wahrung einer durchgängigen Grünzäsur zwischen dem dichtbesiedelten Berlin und den südlich angrenzenden Siedlungsbereichen Brandenburgs sowie um die Sicherung und Entwicklung eines vielstrukturierten Biotopverbundes mit vielfältigen Lebensräumen für wertvolle Flora und Fauna.“

Aktuelles Foto von einer Streuobstwiese. Angelegt von der Teltower Platte (Foto Thomas Moser)
Zu den Aktivitäten der 20 Aktiven gehört die Betreuung von zahlreichen Projekten. So trifft man entlang der Grünen Stadtkante im Berliner Süden auf circa 30 Hektar Aufforstungsflächen, mehrere wiederhergestellte Kleingewässer, angelegte Schichtholzhecken, Alleen und Wegeverbindungen sowie weitere Einzelgestaltungen. Mittlerweile steht die Bewahrung des Geschaffenen im Mittelpunkt. Mit gezielten Arbeitseinsätzen, an denen sich gerne interessierte Menschen beteiligen können, versucht man die Vorhaben umzusetzen. Markus Mohn: „Außerdem versuchen wir auf regionale Planungen und Entwicklungskonzepte Einfluß zu nehmen - das erfordert eine enge, aber durchaus kritische Auseinandersetzung sowie Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden und Landnutzern.“ In zwanglosen Sitzungen wird der Informationsaustausch mit anderen haupt- und ehrenamtlichen Akteuren der Region gesucht. Mit Aushängen, Veranstaltungen und Radtouren werden fundierte Informationen an Interessierte weitergegeben.

Herzlichen Glückwunsch und Danke an Markus Mohn und seine Initiative!

Thomas Moser 

http://www.teltowerplatte.de

Alle Foto, sofern nicht gekennzeichnet, Markus Mohns bzw. UI Teltower Platte






 

Straßenbaumpflanzungen Herbst 2014: Stadtbaumkampagne und Spenden

Neue Bäume auch für Lichtenrade

Foto: Thomas Moser

Um den zunehmenden Verlust von Bäumen an den Berliner Straßen entgegenzuwirken, wurde von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt in Zusammenarbeit mit den Berliner Bezirken im Herbst 2012 die Stadtbaumkampagne gestartet. Ziel der Kampagne ist es, bis 2017 bis zu 10.000 zusätzliche Bäume an Berlins Straßen zu pflanzen.

Durch diese Kampagne war es im Bezirk Tempelhof-Schöneberg bereits im Frühjahr 2013 möglich, insgesamt 200 Straßenbäume, in teilweise seit vielen Jahren offenen Baumstandorten neu zu pflanzen.

Auch in diesem Herbst 2014 werden in Tempelhof-Schöneberg im Zuge der Stadtbaumkampagne wieder neue Bäume gepflanzt. Für die Bepflanzung stehen 171 freie Standorte zur Verfügung, bei der Festlegung der Standorte wurde darauf Wert gelegt, in den südlichen Bezirksregionen die teilweise lückenhaften Straßenbaumreihen wieder zu schließen.

Wie überall in der Stadt Berlin können auch im Bezirk Tempelhof-Schöneberg aus finanziellen Gründen nicht alle freien Baumstandorte zeitnahe neu bepflanzt werden. Umso erfreulicher ist es, wenn einzelne Anwohnerinnen und Anwohner, Bürgerinitiativen oder ansässige Firmen durch eine Spende einen Beitrag zur Pflanzung von Straßenbäumen leisten. Ganz aktuell können zusätzlich 11 Bäume in diesem Herbst aus Spendenmitteln gepflanzt werden. Der zuständige Bezirksstadtrat Daniel Krüger bedankt sich bei den Spendern für die Initiative und die Spendenbereitschaft.

Eine Übersicht über die aktuellen Baumpflanzungen können auf der Internetseite des Bezirkes Tempelhof-Schöneberg unter www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg/organisationseinheit/natur/baumpflanzungen.html eingesehen werden.

Informationen zur Stadtbaumkampagne sind unter www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/stadtgruen/stadtbaeume/kampagne/index.shtml abrufbar.

Nach Abschluss der Herbstpflanzungen werden im Bezirk Tempelhof-Schöneberg annähernd 37.000 Straßenbäume einen wertvollen Beitrag zum besseren Stadtklima leisten.

 

Ausbildungsplätze

Das Straßen- und Grünflächenamt des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg von Berlin bietet zum 1. August 2015 Ausbildungsplätze zur Gärtnerin / zum Gärtner in der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau an.

Voraussetzung für die Ausbildung ist mindestens die Berufsbildungsreife (früher: Hauptschulabschluss) sowie eine gute körperliche Belastbarkeit. Positiv sind weiterhin ein technisches Verständnis und die Fähigkeit zur selbstständigen Arbeit.

Die vollständigen Bewerbungsunterlagen (Kopien der letzten beiden Zeugnisse bzw. Schulabschlusszeugnis, Zeugnisse von Praktika, tabellarischer Lebenslauf) sollten bis zum 15. Januar 2015 an das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg von Berlin, Straßen- und Grünflächenamt, StraGrün Z 4, 10820 Berlin übersandt werden.

Es wird gebeten, auf die Verwendung von Klarsichthüllen und Schnellheftern zu verzichten, da diese aus Kostengründen nicht zurückgesandt werden können.

Frauen sind in diesem Ausbildungsberuf unterrepräsentiert, sie werden deshalb besonders ermuntert sich zu bewerben. Bewerbungen von Menschen mit Migrationshintergrund sind erwünscht. Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt

 
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Hier wird jetzt in lockerer Folge von aktuellen Lichtenrader Geschehnissen berichtet. Eine Art "AKTUELLE INTERNETZEITUNG" könnte man auch sagen...
Viel Spaß dabei!
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