Eine Schriftstellerin stellt ihren ersten Roman vor!

Science-Fiction und Fantasy in der realen Welt!

Sie schreibt für ihr Leben gern! Maria Hertting sprüht vor Freude, wenn sie über ihre große Liebe, dem Schreiben, spricht: „Ich war immer schon eher der schriftliche Typ.“ Ende des letzten Jahres ist ihr erster Roman und im Mai 2014 ein Fantasy-Kinder- und Jugendbuch entstanden.


Seit ihrer Kindheit schrieb Maria Hertting Gedichte und Geschichten. Maria Hertting (65) ist in Berlin geboren und lebt seit Jahren in Lichtenrade.

Deutsch war schon immer mein Lieblingsfach.

Die Lehrerin für Biologie und Chemie arbeitete an einer Gesamtschule: „Als ich mich entschied Lehrerin zu werden, hat mich meine Biologie- und Chemielehrerin inspiriert. Aber Deutsch ist immer mein Faible gewesen.“

Sie hatte früh geheiratet und zwei leibliche Kinder groß gezogen. Nebenher ist kaum Zeit für andere Beschäftigungen geblieben. Nach dem Tod ihres Mannes im Jahr 2004 adoptierte sie, ganz offiziell aus Amerika, ein drittes Kind. Dem jetzt 10jährigen Sohn Christopher schenkt sie ihre ganze Liebe und Aufmerksamkeit. Ob Schüler oder eigene Kinder: Kindern galt von jeher ihre Liebe. Jetzt gehört Christopher der Nachmittag und in ihrer freien Zeit schreibt Maria Hertting.

Ich habe einen starken Willen!

Nach der Adoption reduzierte sie erst die Arbeitszeit und gab nach zwei Jahren ihren Beruf ganz auf. So konnte sie sich voll und ganz ihrem Sohn und der Schriftstellerei widmen. Tagsüber, nach der Schule, steht ihr Sohn Christopher im Mittelpunkt. Wenn Sie am Vormittag und am Abend ohne Terminverpflichtung zu Hause sitzt, kann sich das Schriftstellerherz von Maria Hertting entfalten.

Maria Hertting macht einen lebensfrohen und in sich ruhenden Eindruck. Wenn Sie sich was in den Kopf gesetzt hat, will sie es auch umsetzten: „Wenn ich mir etwas ganz doll wünsche, dann habe ich auch einen starken Willen!“ Maria Hertting ist im positiven Sinne des Wortes neugierig und geht offen an Dinge ran: „Ich denke, man muss viel ausprobieren. Entweder es klappt oder klappt nicht. Meine Wünsche erreiche ich meistens Stück für Stück.“

Der erste Roman: Eine utopische Geschichte

Im November 2013 hat sie ihren ersten Roman „F6103“ veröffentlicht. Das Thema hatte sie schon lange im Kopf. Die 676 Seiten sind innerhalb von drei Jahren entstanden.


Es ist eine fantastische Geschichte, die Sciencefiction-Fans in ihren Bann zieht. In der Geschichte, die im 24. Jahrhundert spielt, werden Menschen eines totalitären Weltenstaates als Eigentum des Staates angesehen. Krankheiten sind ausgerottet und die Lebenserwartung hat sich erhöht. F 6103 wächst in der Welt auf, in der ein Computer die Auswahl der Spermien übernimmt. Hier gibt es keinen Platz für Emotionen oder sogar Liebe. F 6103 hat aber genug davon und kämpft für ein selbstbestimmtes Leben. Hat sie aber die Kraft, um die unbekannte Welt zu entdecken? Maria Hertting schreibt aus der Sicht einer Frau und das Wasser spielt dabei eine besondere Rolle. Das Leben der Protagonistin wird mit einem Fluss verglichen, der aus der Mutterquelle entspringt und sich über viele Hindernisse hinweg im Ozean verliert. So beschreibt jedes Kapitel einen Lebensabschnitt von F 6103 und wird mit dem Aspekt des Wassers eingeleitet und endet auch so. Diese Wasserteile sind extra gekennzeichnet, heben sich vom eigentlichen Romantext ab und stören so den Lesefluss nicht. „Wasser ist aber sozusagen die Trägerquelle des Romans“, erklärt Maria Hertting. Die Schriftstellerin ließ sich dabei auch von ihren ehemaligen Lehrfächern Biologie und Chemie inspirieren.

„Krimis könnte ich überhaupt nicht schreiben“, erzählt die Autorin. Das Schreiben ist für mich wie ein Strohhalm: „Wie ein Schauspieler kann ich in eine andere Rolle schlüpfen. Beim Schreiben kann ich meine Fantasie ausleben.“

Ein fantastisches Fantasy-Kinder- und Jugendbuch

Mit ihrem ersten Kinderbuch „Mein Freund vom Stern Iso´Oktarus – Eine Reise durch Raum und Zeit“ will Maria Hertting auch Kinderherzen in eine Fantasiewelt entführen. Das Jugendbuch ist für das Alter von 10 bis 100 Jahren geeignet und lässt sich für Jüngere besonders gut vorlesen. In dem Buch hat Maria Hertting „lehrermäßig“ ihr Chemie- und Biologiewissen eingebracht.


Die Autorin fragt: Ist es dir schon mal so ergangen, dass du nicht wusstest, ob die Fantasie dir einen Streich spielt oder ob das Abenteuer, das du gerade erlebst, wirklich stattfindet? Genauso ergeht es Christopher. Ein Lichtwesen von einem anderen Stern sucht Kontakt zu ihm und Chris erlebt unglaubliche Abenteuer. In der Schule wächst aber der Druck und zu Hause fühlt er sich nicht angenommen. Kurzerhand verschwindet er mit dem anderen Stern Uraxis in eine andere Welt. Er sieht die Erde und die Menschen nun in einem anderen Licht. Kommt Christopher wieder nach Hause zurück?

Die Schriftstellerin besucht selbst Schulklassen und freut sich über die neugierigen Fragen der Kinder. Für die erste Lesung ihres Jugendbuches besuchte sie eine 5. Klasse der Schule ihres Sohnes, der John-F.-Kennedy-Schule. Die Kinder waren trotz heißer Temperaturen begeistert bei der Sache. Als ehemalige Lehrerin weiß Maria Hertting ganz genau, was Kinder interessiert und wie man sie mit Geschichten fesseln kann.

Das Wichtigste ist der andere Mensch!

Ein wenig Autobiografisches ist in den Romanen enthalten, erzählt Maria Hertting. Andererseits muss sie immer darauf achten, dass keine Rückschlüsse auf reale Personen gezogen werden können. Daher eignet sich ein in die Zukunft gerichtetes Thema besonders gut.

Nachgefragt, welchem Genre sich die Schriftstellerin zugehörig fühlt, antwortet sie: „Ich bin eine Autorin, die das Fantastische und Utopische in der realen Welt und in jedem Menschen sucht und findet.“

Sie ist ein christlicher Mensch, obwohl sie so nicht aufgewachsen ist. Sie hat im Laufe ihres Lebens viel ausprobiert. Dazu gehört auch der Glaube. Das Wichtigste ist jedoch für Maria Hertting immer der Mensch, der ihr gerade gegenübersitzt. Dies spürt man beim Gespräch auch zu jeder Zeit.

Maria Hertting könnte es sich in ihrer freien Zeit zu Hause gemütlich machen. Wenn sie aber abends lange wach ist, kann sie gut schreiben.

Die Schriftstellerin Maria Hertting wäre keine wirkliche Schriftstellerin, wenn sie nicht schon ein neues Werk in Arbeit hätte. Diesmal ist es kein Fantasy Buch! Das Buch, das so gut wie fertig ist, handelt von einem Sektenaussteiger. In einem anderen neuen Projekt will sie den Syrienkonflikt aus Kindersicht aufbereiten. Langeweile kommt im Haus von Maria Hertting nie auf: „Ich bin so ein quirliger Typ. Ich arbeite an mehreren Sachen. Ich hab jetzt ein paar Kurzgeschichten und Gedichte geschrieben, die vom Verlag angenommen worden sind.

„Ich wollte immer viel in meinem Leben“, sagt die Autorin. Und viel hat Maria Hertting auch schon erreicht!

Thomas Moser

„F6103“ im united PC Verlag veröffentlicht

Erschienen am 6. November 2013 -Fantasie-Roman-

(Softcover, Format: 13,5 x 21,5 cm, ISBN: 978-3-7103-0776-8, 676 Seiten, € 21,30).

Mein Freund vom Stern Iso’Oktarus. Eine phantastische Reise durch Raum und Zeit“ ist für die Lesestufe ab 10 Jahre geeignet. -Kinder- und Jugendbuch-

Erschienen am 12. Mai 2014 im Schweitzerhaus Verlag (Softcover, 12,4 x 19,2 cm, 248 Seiten, ISBN: 978-3-86332-026-3, Preis: € 12,50).

http://www.mariahertting.de

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