Zwei Weinfeste in Lichtenrade

Es wird in Lichtenrade in diesem Jahr zwei Weinfeste zu einem Termin geben. Am 13. und 14. September 2014 wird Lichtenrade zur kleinen Weinstadt.

Weinfest Nr. 1 – Das Original am Dorfteich

Das ursprüngliche Weinfest, was von der Aktionsgemeinschaft Bahnhofstraße vor fast 30 Jahren initiiert und erstmals durchgeführt wurde, zieht an den Lichtenrader Dorfteich.

Als Veranstalter hat sich die Aktionsgemeinschaft mittlerweile Family & Friends gesucht. Das letzte Weinfest und der Maientanz 2014 fand schon in dieser Kombination mit frischem Schwung und beachtlichen Erfolg statt. Nun steht das 27. Wein- und Winzerfest an. Im Slogan von Family & Friends, ursprünglich eine Spielplatz-Initiative aus Westend, wird auf die Fortsetzung der Tradition hingewiesen: „das Original am Dorfteich!“


Für den Auftakt wurde bereits ein Video mit dem Schirmherrn, dem Bundestagsabgeordneten Dr. Jan-Marco Luczak, und dem „kleinen Flaschenkönig“ gedreht. Der Trailer ist fertig und kann hier betrachtet werden: https://www.youtube.com/watch?v=2IXk6mmYSBk

Ein Film zum Weinfest am Dorfteich macht gute Laune!

Am 11. August fand so eine Art Auftakt für das Weinfest am Dorfteich statt.

Unter Mitwirkung von Dr. Jan-Marco Luczak (MdB) und verschiedenen Organisationen und Initiativen aus Lichtenrade fanden die Dreharbeiten bei schönstem Sommerwetter und in freundlicher Atmosphäre statt.


Im Mittelpunkt stand die von der Lichtenrader Künstlerin Sylvia Zeeck hergestellte Weinskulptur "Der kleine Flaschenkönig", die am Festsonntag ersteigert werden kann. Der Bundestagsabgeordnete Luczak setzte dem Flaschenkönig die Krone auf und lädt alle Lichtenrader Bürgerinnen und Bürger zum Weinfest an den Dorfteich ein. Das Video wird auch in der U-Bahn zu sehen sein.

Siebzehn Darsteller aus Lichtenrade warfen sich in Schale, um als Winzer und Händler, Künstler und Handwerker, Vertreter der örtlichen Ökumene und des bunten Volkes am Weinfest teilzunehmen.

Bei den Dreharbeiten wird um die richtigen Einstellungen gerungen...
Die kleine „Prozession“ zog vom S-Bahnhof Schichauweg zum Dorfteich. Die Fleischerei Jens Dankert (Lichtenrader Damm 35, 12305 Berlin) sorgte bei den Dreharbeiten für den Festschmaus. Am Straßenrand verfolgten Lichtenrader das bunte Treiben und wurden so schon neugierig gemacht.

Die Anfahrtbeschreibung für das Weinfest am Dorfteich:

mit dem Auto (sollte beim Weinfest lieber zu Haus bleiben): über den Lichtenrader Damm (B96) in die Groß-Ziethener Straße, nach rechts abbiegen in die Straße Alt-Lichtenrade bis zum Dorfteich.

mit den öffentlichen Verkehrsmitteln: mit der S 2 bis S-Bhf Schichauweg und von dort mit dem Bus X83 bis Groß-Ziethener Straße.

mit dem Shuttle: Das Großraumtaxi (8 Plätze) fährt zum Weinfest am Dorfteich.

Weinfest Nr. 2 – In der Bahnhofstraße

Das zweite Weinfest wird es in der Bahnhofstraße geben. Hierfür zeichnet sich das Bürgerforum Zukunft Lichtenrade e.V. verantwortlich und hat offensichtlich Jüttner Entertainment, die zum Beispiel den Köpenicker Sommer ausgerichtet haben, erstmals als Partner gefunden. Auf Anfragen von BerLi-Press gab es bislang keine Rückmeldung. Die Straßenbaustelle in der Bahnhofstraße ist beendet worden. Weitere Arbeiten werden in diesem Bereich aber offensichtlich danach wieder aufgenommen bzw. fortgesetzt.

Unmut gab es von Winzern, dass das Bürgerforum Zukunft Lichtenrade auch mit der Tradition (27. Weinfest) wirbt, obwohl dies für diesen Veranstalter das erste Weinfest ist und im Vorfeld keine Einigung mit der Aktionsgemeinschaft stattfand.

Zwei Weinfeste -  eine Chance oder?

Zwei konkurrierende Veranstalter buhlen um die Gunst der Lichtenraderinnen und Lichtenrader und der anderen Besucher. Der direkte Vergleich macht zumindest neugierig. Es gibt aber auch Beteiligte –zum Beispiel das Unternehmernetzwerk Lichtenrade („Da kann doch nicht wahr sein!“), die es ärgert, dass ein zweites Weinfest ins Rennen geht. Das Unternehmernetzwerk unterstützt das Bürgerforum.

Die Befürchtung ist sicher nicht gänzlich von der Hand zu weisen, dass die Konstellation mit zwei konkurrierenden Veranstaltern Lichtenrade schaden könnte. Zurzeit stehen jedenfalls die beiden Gruppen unversöhnlich nebeneinander oder besser gesagt gegeneinander. Selbst ein Minimalkonsens der beiden Initiativen scheint nicht möglich zu sein. Gegenseitige Schuldzuweisungen werden artikuliert. Konfliktmanagement scheint jedenfalls nicht die Stärke der Beteiligten zu sein.

Na dann (trotzdem): Prost! … und für Lichtenrade wünschen wir ein gutes Gelingen!

Thomas Moser (alle Fotos von den Trailer-Aufnahmen von Thomas Moser)

Lars Hombach
am  18. August 2014  um  17:32



Ihr aktueller Beitrag vom 16. August zu den Weinfesten sowie Ihre bisherige Berichterstattung zu diesem Thema sind aus unserer Sicht leider sehr einseitig geprägt. Sie erwecken bei Lesern ohne weiterführende Hintergrundinformationen den Eindruck, als wenn sich das Bürgerforum Zukunft Lichtenrade e. V. in ungebührender Weise in eine Thematik hineingedrängt hätte. Dabei nennen Sie nicht die Fakten, die zu dem auch für die Händler der Bahnhofstraße unbefriedigenden Doppel-Weinfest geführt haben. Ich wäre Ihnen daher sehr verbunden, wenn Sie diese Informationen veröffentlichen würden:


 



  1. Die AG Bahnhofstraße hat Ende 2012 verkündet, dass sie mit sofortiger Wirkung keine Straßenfeste mehr organisieren und veranstalten möchte und sich zudem als Verein auflösen wird.

  2. Aus diesem Grund haben sich bereits für 2013 mehrere Veranstalter um die Durchführung der Straßenfeste beworben.

  3. Die genehmigende Behörde im Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg hat daraufhin beschlossen, die Feste in 2013 zu verlosen. So fanden 2 Maifeste mit unterschiedlichen Ausrichtern sowie ein Weinfest und Weihnachtsmarkt mit unterschiedlichen Ausrichtern statt. Family & Friends waren einer davon und haben ihr Maifest zum Unmut der beteiligten Aussteller und der Bahnhofstraßenhändler nur einen Tag vor der Veranstaltung abgesagt.

  4. Um das für alle Beteiligten unbefriedigende Losverfahren und parallele Veranstaltungen gleichen Inhalts zu vermeiden, hat das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg im Frühjahr 2014 einen für alle verbindlichen Kriterienkatalog für die Vergabe von Straßenfesten vorgegeben. Dazu gehört u. a. die Einreichung eines ausführlichen Konzepts für die Veranstaltung.


5.     In diesem Kriterienkatalog heißt es u. a. wörtlich: „Insbesondere eine Häufung von Veranstaltungen gleicher oder sehr ähnlicher Thematik und an gleicher Stelle (also z. B. mehrere Weihnachtsmärkte, Adventsmärkte bzw. wiederholte Straßenfeste gleicher Thematik in einer Straße/ Straßenzug) ist mit der Gewährleistung eines möglichst uneingeschränkten Gemeingebrauchs und der Verkehrsfunktion der Straßen sowie mit den zur Verfügung stehenden Verwaltungskapazitäten nicht vereinbar.“ 


6.     Im gleichen Beschluss heißt es unter Punkt I. Veranstaltungen, 1. Absatz: „Eine Liste der oben erwähnten, durch gewerbliche Veranstalter oder auch lokale Initiativen o.ä. bisher durchgeführten „Traditionellen Veranstaltungen“, an denen der Bezirk grundsätzlich festhalten möchte, wird diesem Beschluss angelegt.“ Zu diesen Veranstaltungen gehört gemäß Liste unter der lfd. Nr. 7 das „Wein- und Winzerfest“ in der Bahnhofstraße an einem Wochenende



  1. Gemäß diesem Kriterienkatalog hat sich das Bürgerforum Zukunft Lichtenrade e.V. daher um das Wein- und Winzerfest 2014 in der Bahnhofstraße beworben.

  2. Im Mai hat das Bürgerforum vom Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg den offiziellen Zuschlag für das Wein- und Winzerfest 2014 in der Bahnhofstraße erhalten. Alle anderen Bewerber haben eine entsprechende Absage erhalten, u.a. auch Family & Friends mit ihrem Kooperationspartner AG Bahnhofstraße.

  3. Statt diese Entscheidung des Bezirksamtes „sportlich“ zu nehmen, haben Family & Friends nach dieser Absage des Bezirksamtes ein paralleles Wein- und Winzerfest am nicht einmal 300 Meter Luftlinie von der Bahnhofstraße entfernten, unter Naturschutz stehenden Lichtenrader Dorfteich beantragt und dieses auch Mitte Juli genehmigt bekommen.

  4. Diese Genehmigung irritiert viele Beteiligte, weil der Kriterienkatalog des Bezirksamtes parallele, thematisch ähnliche Feste am gleichen Standort ausschließt.

  5. Ganz abgesehen davon, schaden zwei parallele Feste den Winzern und anderen Ausstellern sowie den erstmals in die Planung und Umsetzung eingebundenen Bahnhofstraßen-Händlern. Weil in diesem Fall Konkurrenz vermutlich das Geschäft nicht belebt, sondern alle Beteiligten schädigt.


 


Der größte Teil der Händler in der Bahnhofstraße, nämlich 78 von 106 Händlern/Gewerbetreibenden, haben sich Anfang diesen Jahres per Unterschrift für eine Ausrichtung der künftigen Straßenfeste durch das Bürgerforum Zukunft Lichtenrade e.V. und gegen die AG Bahnhofstraße ausgesprochen. Das liegt u.a. daran, dass in der AG Bahnhofstraße kaum noch Händler vertreten sind, weil sie sich seit Jahren nicht mehr von der AG vertreten fühlen. Die Bahnhofstraße benötigt aber seit langem dringend frischen Wind. Z. B. durch die Einführung eines Geschäftsstraßenmanagements, gemeinsame Aktivitäten etc. Entsprechende Vorschläge und Forderungen der Händler hat die AG seit Jahren immer wieder abgelehnt.


 


Die Händlerinitiative ist froh darüber, dass gemeinsam mit dem Bürgerforum zukunftsgerichtete Aktivitäten, wie beispielweise die Teilnahme am Zentren-Wettbewerb „Mittendrin“, umgesetzt werden. Der Einzug in die Finalrunde dieses Wettbewerbes ist für uns Motivation und Bestätigung, dass es Wege gibt, die Bahnhofstraße für alle Lichtenrader attraktiver zu machen. Auch die am letzten Freitag von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung veröffentlichte Nachricht, dass die Bahnhofstraße ab 2015 als eines von vier Berliner Gebieten im Rahmen des Förderprogramms „Aktive Zentren“ unterstützt wird, macht uns Mut.


 


Die Bahnhofstraßenfeste sind dabei übrigens ein ganz wichtiger Baustein: Sie können für eine hohe Identifikation der Lichtenrader mit ihrer Geschäftsstraße sorgen und die Lichtenrader Einkaufsmeile über die Stadtteilgrenze hinaus bewerben. Deshalb ist es aus unserer Sicht so wichtig, dass diese Aktivitäten „aus Lichtenrade für Lichtenrade“ organisiert werden.


 


Lars Hombach


Sprecher der Händlerinitiative Bahnhofstraße


 

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