17. August: Freiluftgalerie in Lichtenrade bietet vielfältige Kunst

Wie wäre es einmal mit einem kulturellen Sonntagsausflug? Am Sonntag, den 17. August 2014 öffnen sich die Pforten der Künstlergemeinschaft „Lichtpunkt 49“ in Lichtenrade. Ein großer Garten im Rotenkruger Weg 84 wird zur abwechslungsreichen Galerie.

Das in der Sackgasse gelegene Grundstück der Künstlerin Sylvia Zeeck öffnet die Pforten für einen Tag der offenen Tür. Interessierte sind herzlich von „Lichtpunkt49“ dazu eingeladen, sich in eine kleine, kreative Lichtenrader Szene entführen zu lassen.

Hinter dem Namen „Lichtpunkt49“ verbirgt sich eine Künstlergemeinschaft, die im September 2011 ihren ersten Kunstpfad im Dichterviertel des Bezirks organisierte. 49 ist die ehemalige Postleitzahl von Lichtenrade. Die Wohnstraße der Künstler, der Rotenkruger Weg, verwandelte sich in eine kleine Freiluftgalerie , wo man in rund 20 Vorgärten der Anwohner an die 100 Ölbilder, Photos, Collagen und Aquarelle bestaunen konnte. Die Veranstaltung war sehr erfolgreich und zog viele Besucher an.

Foto von der Ausstellung 2012 (Thomas Moser)

Heute hat sich die Künstlergemeinschaft ein wenig neu orientiert. Geboten wird wieder eine bunte Open Air Ausstellung im Garten, diesmal mit interessanten Geschichten, Märchen und einer Performance von Kati Pfau. Lederarbeiten, Kupfer- und Silberschmuck wird Niels der Lichtenrader Kupferklopfer anbieten und die Künstlerin Sylvia Zeeck ist mit Aquarellen, Collagen und Ölbildern vertreten. Neugierige Besucher können an diesem Tag von 10 bis 18 Uhr in eine bunte, stimmungsvolle und klangvolle Welt eintauchen. Man kann sich gemütlich mit einen Kaffee in den Garten setzen und mit den Künstlern ins Gespräch kommen.

Vielleicht gibt es auch schon etwas von der Skulptur zu sehen, die „Lichtpunkt49“ zum Wein- und Winzerfest am Dorfteich Lichtenrade präsentieren wird, stellt die Künstlergemeinschaft in Aussicht. Lassen wir uns überraschen.

Die Künstlerinnen und Künstler hoffen natürlich auf gutes Wetter.

17. August 2014 von 10 bis 18 Uhr

Ort: Rotenkruger Weg 84

 

Schwimmen lernen in den Sommerferien

Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg sucht Spenderinnen und Spender

Die Sommerferien haben begonnen und es zieht viele Berlinerinnen und Berliner ans Wasser. Die immer wieder stattfindenden Badeunfälle zeigen, wie gefährlich dies für unerfahrene Schwimmer/innen und Nichtschwimmer/innen werden kann.

Bezirksstadträtin Sibyll Klotz ist daher der gleichen Meinung wie die DLRG: „Schwimmen lernen, ist die einzige Prävention gegen das Ertrinken.“

Deshalb unterstützt das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg seit 2007 Kinder aus einkommensschwachen Familien, die dank der Hilfe von Privatpersonen und lokalen Wirtschaftsunternehmen im Rahmen von Ferienschwimmkursen das „Seepferdchen“ erwerben können. Dies waren bisher über 500 Kinder.

Durch eine Schwimmpatenschaft wird Kindern im Alter von fünf bis sieben Jahren die kostenfreie Teilnahme am Schwimmkurs ermöglicht. Die Kosten in Höhe von 75,- Euro übernimmt eine Patin bzw. ein Pate.

Die Kinder lernen schwimmen, tauchen und vom Beckenrand springen. Am Ende des Kurses können Sie dann nicht nur schwimmen, sondern sind selbstbewusster geworden, stolz und glücklich über ihren Erfolg.

Wer den Kindern diese Möglichkeit eröffnen möchte, ist aufgerufen zu spenden.

Die Bankverbindung ist auf der Website des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg abrufbar:

http://www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg/abteilung/c/schwimmpatinnen.html

Eine Spendenquittung zur Vorlage beim Finanzamt wird bei Bedarf ausgestellt

 

27. Wein- und Winzerfest in Berlin-Lichtenrade, am Dorfteich, Alt-Lichtenrade, 13. – 14. September 2014

Newsletter Nr. 1 von Family & Friends in Kooperation mit der AG Bahnhofstraße

Lieber Wein lesen als gar keine Lektüre!

Eines der schönsten und ältesten Wein- und Winzerfeste Berlins findet immer am zweiten September-Wochenende in Lichtenrade statt. Ort des Geschehens ist diesmal wieder der idyllisch gelegene Dorfteich , wo alles seinen Anfang nahm:

Als es für die Westberliner Bevölkerung, so auch für die Lichtenrader, in den 50er Jahren mit immer mehr Schwierigkeiten verbunden war, die umliegende Umgebung zu erreichen, entschied man sich als Ersatz für die "Werder Baumblüte" eine eigene Baumblüte ins Leben zu rufen. ...
Unter Beteiligung der Lichtenrader Bürgerschaft und 26 Lichtenrader Vereinen wurde vom 7. bis zum 22. Mai 1955 das erste Baumblütenfest in Lichtenrade, rund um den Dorfteich, gefeiert. Eigens für dieses Fest wurde ein Obstwein kreiert, die "Lichtenrader Spätlese". ...
Abgerundet wurde das Fest am letzten Tag durch ein großes Feuerwerk rund um den Dorfteich. (Quelle: Marina Heimann, http://www.brueckenpfad.de/Zeitgeschichte.htm).

Auch das 27. Wein- und Winzerfest am Dorfteich ist für sich genommen das Original: Von der AG Bahnhofstraße e. V. im Jahre 1987 ins Leben gerufen - und damit das größte und älteste seiner Art - erfreut es sich Jahr für Jahr großer Beliebtheit beim genussfreudigen und kunstbeflissenen Publikum. Ein Filmbeitrag erzählt davon: http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=LTyYozs9AqM.

Wein- und Winzerfest 2013 in der Bahnhofstraße mit Family & Friends

Am 13. und 14. September 2014 präsentieren ca. 30 Winzer aus allen deutschen Anbaugebieten sowie Österreich, Frankreich, Spanien und Portugal ihre edlen Tropfen im südlichsten Stadtteil Berlins. Menschen, die Wein machen, treffen auf diejenigen, für die sie das tun: persönlich, kompetent und vor allem gut gelaunt! Nach Herzenslust kann gefachsimpelt werden. Oder der laue Abend bei einem Fläschchen Wein genossen werden, dazu ein passender Snack – von Flammkuchen bis zu Käsespezialitäten - bei Live-Musik und mit guten Freunden!

Apropos Live-Musik: Wie viele Musiker braucht man wohl, um auf einer großen Open-Air-Bühne Stimmung zu verbreiten? Vier oder Fünf sind üblich. Und Zwei? Unmöglich! Nicht wenn man Harald Krüger und Walt Bender heißt. Zusammen bilden „der beste Jerry Lee Lewis der Republik“, wie die Süddeutsche Zeitung den Heidelberger Ausnahme-Pianisten Harald Krüger titulierte und der kongeniale Walt Bender, einer der begnadetsten Schlagzeuger unseres Landes - ein unschlagbares Duo! Wenn sich ein Elvis-Verschnitt und ein energiegeladener Duracell-Hase zusammentun, kann auch nur ein vielversprechender Musik-Mix dabei herauskommen. Von Rock’n’Roll über Pop, Schlager, Deutsch-Rock … und vor allem endloser Spaß! Krüger & Bender (Sa, ab 15 Uhr) sehen eben nicht nur gut aus, sie sind auch gut!

Mit Krüger Rockt! (Sa, ab 19 Uhr), bekannt von vielen Deutschen Weinfesten, betritt die schärfste Rock’n‘Roll Band seit Einführung der Anschnallpflicht die Bühne. Elvis kann post mortem froh um das Glück der frühen Geburt sein. Die abgefahrenste Rock’n’Roll Show südlich von Spitzbergen. Zieht euch nicht zu warm an, denn es wird heiß - ganz heiß! Und liebe Väter, schließt eure Töchter weg, denn „Krüger Rockt! ist back in town“.

Handgemacht und mundgeblasen: Das 1997 von der Pianistin Bettina Erchinger gegründete Berliner Damenorchester Salome (So, ab 18 Uhr) spielt, singt und tanzt sich in einer temporeichen Fahrt durch eine Mischung aus Swing, Soul & Rock’n‘Roll. Mit Charme und Tempo, frech und stilvoll bieten acht zauberhafte Ladies außergewöhnliches Entertainment.

Die sympathische Berliner Cajun- und Zydeco-Band Colinda (So, ab 15 Uhr) zeigt in der klassischen Cajun-Besetzung mit Geige, Akkordeon, Gitarre und Waschbrett, dass auch der Berliner Sumpf mit Two-Steps, Walzer und Polkas den Bären zum Steppen bringt.

Und alle Besucher unter Schwertmaß (und vermutlich auch wieder viele darüber) werden ihren Spaß beim Mitmachzirkus "Zirkusträume" haben.

Scheckübergabe 2013 mit Dr. Jan-Marco Luczak und Frank Henkel
In diesem Jahr findet findet es unter der Schirmherrschaft von Dr. Jan-Marco Luczak statt, der seine schützende Hand über das Fest am Dorfteich hält. Weiterhin wirken am Gelingen mit: BI Rettet die Marienfelder Feldmark e. V., BUND Bezirksgruppe Tempelhof-Schöneberg, Trägerverein Lichtenrader Volkspark e. V. und der Künstlergemeinschaft Lichtpunkt49. Unter der fachlichen Anleitung von der Künstlerin Sylvia Zeeck entsteht auch dieses Jahr wieder die Skulptur zum Weinfest,, die am Festsonntag unter Liebhabern versteigert werden wird.

Das Winzerfest ist in jedem Falle eine Reise nach Berlin und bis nach Lichtenrade wert!

Datum:            Sonnabend, 13. September 2014, 11.00 – 23.00 Uhr
                       Sonntag, 14. September 2014, 11.00 – 20.00 Uhr
Ort:                 am Dorfteich, Alt-Lichtenrade, 12305 Berlin

V. i. S. d. P. Family & Friends e. V., Claudia Scholz und Stefan Piltz, in Kooperation mit der AG Bahnhofstraße e. V.


 

 

Zum Ende der Berlin-Blockade vor 65 Jahren: „Im Zeichen der Luftbrücke“

Im Mai vor 65 Jahren wurde die Berliner Blockade beendet. Da hatte der Autor Hans-Ulrich Schulz (63) noch gar nicht das Licht der Welt erblickt. Aktuell hat der engagierte Heimatforscher und Philatelist eine vollkommen überarbeitete und erweiterte Auflage seines Buches „Im Zeichen der Luftbrücke“ herausgebracht.

Die Berliner Luftbrücke diente während der Blockade vom 24. Juni 1948 bis 12. Mai 1949 der Versorgung der West-Berliner Bevölkerung durch Flugzeuge der Westalliierten. Heute noch sichtbares Zeichen der Verbundenheit ist das Luftbrückendenkmal vor dem Hauptgebäudekomplex des ehemaligen Flughafens Tempelhof, das von Berlinern liebevoll „Hungerharke“ genannt wird.

Ein spannendes Geschichtsbuch und Katalog von Postdokumenten

Das meist farbig bebilderte Buch ist bestückt mit jeder Menge zeitgeschichtlicher Informationen, die teilweise so noch gar nicht bekannt waren oder auch in Vergessenheit geraten sind. Die erste Ausgabe des Buches ist schon seit Jahren vergriffen. Hans-Ulrich Schulz erzählt, dass er die zweite erweiterte Auflage gänzlich überarbeitet hat: „Zwischenzeitlich gibt es neue postgeschichtliche Erkenntnisse und Belege.“

Das über 270 seitige Werk ist ein „Katalog und Handbuch der Blockade- und Luftbrückenbelege“. Das klingt zwar etwas trocken, bezeichnet aber genau die Ursprungsintention des Autors. Er wollte einen Katalog über wichtige postalische Belege dieser Zeit herausbringen. Herausgekommen ist ein über viele Jahre recherchiertes Geschichtsbuch mit vielen interessanten Details.

Spannende Details zur Blockade und Luftbrücke

Wer weiß heute noch, dass es vor der eigentlichen Blockade eine sogenannte „Paketblockade“ gab? „Nach dem der Alliierte Kontrollrat am 20. März 1948 seine Arbeit einstellte, nahmen die Verkehrsbehinderungen in die westlichen Berliner Sektoren ständig zu“, heißt es im neu verlegten Buch. Weiter heißt es: „Die ersten Vorboten der Blockade im Postverkehr gab es durch die am 1. April 1948 nicht offiziell ausgesprochene Beförderungssperre der Sowjets.“ Pakete und Päckchen durften nicht von Berlin in die Westzonen befördert werden.

Ein anderes Kapitel berichtet über die eingesetzten Sunderland Flugboote, die auf der Havel landeten. Nur diese Flugzeuge konnten Salz in großen Mengen transportieren, da die Flugboote, die „immun“ gegen Meerwasser sein mussten, auch das Salz transportieren konnten, das sonst die elektrischen Leitungen von normalen Flugzeugen zum Korrodieren gebracht hätte. Das Buch ist angereichert mit weiteren interessanten Kapiteln von Günter Steinbock und Dr. Wolfgang Elsner. Abgerundet wird das Buch vom Tagebuch einer Insulanerin. Hier sind Tagebuchaufzeichnungen der Modejournalistin Ruth Andreas-Friedrich nachzulesen. In der „Chronologie der Berliner Luftbrücke“ werden die Ereignisse aus den unterschiedlichsten Quellen zusammen getragen. Das Hauptaugenmerk lag dabei auf der postalischen Entwicklung des Luftverkehrs und auf zeitgeschichtlichen Aspekten. Die letzten 80 Seiten beinhalten den Katalog der Blockade- und Luftbrückenbelege. Dieser Katalogteil ist für interessierte internationale Sammler erstmalig auch in englischer Sprache übersetzt worden.

Ein Sammler mit Leib und Seele

Hans-Ulrich Schulz, der Mariendorfer Sammler mit Leib und Seele, ist seit dem achten Lebenjahr Briefmarkensammler. Er hat aber mit der Zeit immer mehr seinen Schwerpunkt auf das Sammeln heimat- und postgeschichtlicher Belege über Berlin-Tempelhof gelegt.

Ein Highligt jeder Luftbrückensammlung: Die Ankündigungskarte des MWST "Luftbrücke Berlin" mit der persönlichen Unterschrift von Dr. Holthöfers.

Postkarte an Colonel Whitefoord mit Mai-Feier-Stempel


Plusbrief individuell mit Logo der Stiftung Luftbrückendank zugunsten der Stiftung anlässlich "60 Jahre Luftbrücke" mit einem Rosinenbomber (DC 3) noch ab Zentralflughafen Tempelhof auf einem Rundflug über Berlin und Potsdam befördert.

Frühsommer 1948- Die Douglas C-47 in der Entladereihe vor den Tempelhofer Hangars.
Jede Menge historischer Postkarten, Briefe und Fotos sind im Besitz des Sammlers: „Ich bin täglich am Ball, ob ich noch interessante neue Belege finde.“ Hans-Ulrich Schulz, von seinen Kollegen und Freunden „Uli“ genannt, arbeitet im Hauptberuf als Sozialarbeiter im Jugendamt – genau in seinem Kiez Mariendorf. Im nächsten Jahr wird er in den Ruhestand gehen, aber weiterhin intensiv seinem heimatgeschichtlichem Hobby nachgehen: „Langweilen werde ich mich sicherlich nicht, denn ich habe noch viele Projekte vor“, erzählt Uli begeistert. Hans-Ulrich Schulz hat beispielsweise schon diverse Veröffentlichungen zur Postgeschichte der Berliner Flughäfen und zur Luftpost herausgebracht.

Das Buch als Geschenk für Geschichtsinteressierte

Die Neuerscheinung des Buches „Im Zeichen der Luftbrücke“ (ISBN 978-394384463-4) , erst einmal in einer Auflage von 200 Exemplaren gedruckt, ist zum Preis von 29,90 Euro in den inhabergeführten Tempelhofer Buchhandlungen, sowie im Fliegerladen „Take off“ am Tempelhofer Damm 2, direkt am Platz der Luftbrücke, erhältlich. Es kann aber auch vom Verlag Morgana-Edition (Peter Morgen, Am Dorfanger 11, 12529 Schönefeld, pm@morgana-edition.de Telefon 030-32 89 12 93) verschickt werden (plus Versandkosten 2 Euro innerhalb von Deutschland, 6 Euro innerhalb der EU). Herausgegeben wurde das Buch mit finanzieller Unterstützung der Stiftung zur Förderung der Philatelie und Postgeschichte.

„Im Zeichen der Luftbrücke“ ist als Geschenk für geschichtlich interessierte Berliner sicher genau das Richtige! Ein spannendes geschichtliches Buch mit Suchtfaktor!

Thomas Moser


Alle Fotos: Thomas Moser

Dokumente: Hans-Ulrich Schulz

 

MittendrIn Berlin! Lichtenrade ist in der 2. Runde!

Die erste Entscheidung im aktuellen Wettbewerb „MittendrIn Berlin! Die Zentren-Initiative 2014/15“ ist gefallen. 18 Berliner Standortkooperationen und Netzwerke reichten ihre Projektideen ein. Eine Fachjury nominierte acht Beiträge für die Qualifizierung in der zweiten Runde.

Lichtenrade ist auch dabei! Das Konzept vom Bürgerforum Zukunft Lichtenrade e.V. kam in die zweite Runde.

Das Bürgerforum Zukunft Lichtenrade e. V. hat sich zum Ziel gesetzt, die Bahnhofstraße in Lichtenrade zu einer anziehenden Flaniermeile zu entwickeln und eine einladende Willkommenskultur zu etablieren. Existierende Barrieren wie Mobilitätsbarrieren, „Einkaufsbarrieren“ oder auch „Aufenthaltsbarrieren“ sollen sukzessive abgebaut werden. Im Abstand von vier Wochen wird der Abbau der Barrieren mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen in Szene gesetzt. Um ein langfristig starkes Netzwerk aufzubauen, möchte das Bürgerforum neue Formen der Zusammenarbeit testen und den Einsatz neuer Technologien erproben.

Zur Zeit bauen die Berliner Wasserwerkt in der Bahnhofstraße...

Die erste Entscheidung im aktuellen Wettbewerb „MittendrIn Berlin! Die Zentren-Initiative 2014/15“ ist gefallen. 18 Berliner Standortkooperationen und Netzwerke reichten ihre Projektideen ein. Unter dem Motto „Standort Zukunft“ waren sie aufgefordert, sich mit den Anforderungen ihrer Geschäftsstraßen in zwanzig oder dreißig Jahren Gedanken zu machen. Wie können die Kieze z.B. auf den demografischen Wandel reagieren oder die die Möglichkeiten von Smart-Phone-Technologien für sich nutzen?

In den kommenden Monaten haben die acht nominierten Standortinitiativen Gelegenheit, ihre Ideenskizzen zum Thema „Standort Zukunft“ zu konkretisieren und ihre lokalen Netzwerke weiter auszubauen. Für diese Qualifizierung erhalten sie als Starthilfe jeweils 4.000 € und werden darüber hinaus mit einem Vor-Ort-Coaching und einer Kreativwerkstatt unterstützt.

Im November 2014 wird in einer zweiten Jurysitzung die endgültige Entscheidung fallen, welche bis zu drei Projekte sich über ein Preisgeld von insgesamt 100.000 € freuen können. Die prämierten Projekte werden im Sommer 2015 realisiert.

Die Fachjury nominierte am 17. Juni 2014 folgende acht Beiträge für die Qualifizierung in der zweiten Runde:

  Berlins Hollywood: Zurück in die Zukunft (Pankow)

  Treffpunkt Alexanderplatz (Mitte)

  Zukunft Bergmannkiez – ein urbanes Pilotprojekt (Friedrichshain-Kreuzberg)

  Karlshorst dabei! Das Zentrum für die Hosentasche (Lichtenberg)

  ...die Bahnhofstraße Köpenick bewegen... (Treptow-Köpenick)

  Rallye-App – Entdecke deinen Kiez (Friedrichshain-Kreuzberg)

  Offen für alle: die Bahnhofstraße! (Tempelhof-Schöneberg)

  Vielfalt inklusive – kleine App mit großer Wirkung (Charlottenburg-Wilmersdorf)

Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup, Staatssekretär für Bauen und Wohnen, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt: „Die Attraktivität Berlins als Metropole, als Stadt mit kurzen Wegen, in der Menschen gerne leben, arbeiten und zu Besuch sind, resultiert auch aus der Vitalität und Vielfältigkeit der Berliner Geschäftsstraßen und Zentren. Die lokalen Netzwerke und Standortgemeinschaften sind für diese Lebendigkeit entscheidend. Sie zu stärken, ist ein wichtiges stadtentwicklungspolitisches Ziel. Ich freue mich, dass der Wettbewerb „MittendrIn Berlin!“ im nunmehr siebten Durchgang weiterhin eine große Resonanz erfährt. Den lokalen Initiativen, die Ideen entwickelt und eingereicht haben, danke ich für ihr Engagement. Ich bin neugierig, wie sich die ausgewählten Netzwerke weiter qualifizieren.“

Christian Wiesenhütter, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Berlin: „Die von den Standortkooperationen bei „MittendrIn“ eingereichten Beiträge zeigen, dass sich die Akteure ideenreich und praktisch damit auseinandersetzen, wie die Zukunft ihres Kiezes aussehen könnte. Die Händler vor Ort müssen reagieren auf eine insgesamt wachsende Stadt. Die Ansprüche der Kundschaft werden sich aber auch – etwa durch den demografischen Wandel oder das Angebot des Online-Handels - verändern. Mit MittendrIn wollen wir die Berliner Netzwerke dabei unterstützen, die für ihren Standort passende Idee zu finden und zu realisieren.“

Am 10. März 2014 gaben der Senator für Stadtentwicklung und Umwelt, Michael Müller, sowie IHK-Vizepräsident Stephan Schwarz in der GALERIA Kaufhof am Alexanderplatz den Startschuss zur mittlerweile siebten Runde der gemeinsamen Initiative. Ziel des Wettbewerbsverfahrens ist es, lokale Netzwerke in den Berliner Zentren und Geschäftsstraßen in ihren Aktivitäten zu unterstützen, um die Standorte fit für die Zukunft zu machen.

Stadtentwicklungssenator Michael Müller:

„Berlin ist zukunftsfähig und die Berliner Geschäftsstraßen und Zentren tragen diese Zukunftsfähigkeit mit. Für die Antworten auf Fragen des demografischen Wandels, des Umgangs mit neuen Technologien und der Verbesserung des Service sind gute Ideen der lokalen Akteure gefragt. Mit der Zentren-Initiative unterstützen wir die für Berlin charakteristischen Einkaufsstraßen, die Zentren, aber auch die Orte, an denen sich Start-up-Unternehmen ansiedeln. Berlin gehört die Zukunft und das werden uns die Wettbewerbsbeiträge sicherlich beweisen.“

IHK-Vizepräsident Stephan Schwarz:

„Wir sind gespannt auf den Einfallsreichtum der engagierten Berliner in ihren Geschäftsstraßen. Ich bin überzeugt, dass die heute bei Kunden und Touristen beliebten Kieze sich auch als „Standort Zukunft“ einen Namen machen werden. Allein die neuen Technologien bieten vielfältige Möglichkeiten, um bewährte und beliebte Formen des Einkauf- und Ausgehverhaltens in den Berliner Zentren mit zukünftigen Anforderungen zu verknüpfen. Mit „MittendrIn Berlin!“ haben wir ein erfolgreiches Instrument, mit dem wir die Kreativität, aber auch die Verantwortung der Unternehmer für ihren Standort anregen und unterstützen können. Nicht zuletzt erhoffen wir uns von den eingereichten Projekten auch eine Modellwirkung auf möglichst viele Berliner Zentren.“

Zusammengetragen von BerLi-Press: http://www.mittendrin-berlin.de

Fotos: Thomas Moser

Website Bürgerforum Zukunft Lichtenrade: http://www.zukunft-lichtenrade.de

 

31. August notieren: Sommerfest im Blohmgarten

Vom Komposthaufen zum Traumgarten  - der Blohmgarten wird fünf -

Vor fünf Jahren wurden vom damaligen Stadtrat für Natur und Umwelt Oliver Schworck und der Geschäftsführerin des Nachbarschafts- und Selbsthilfezentrums in der ufafabrik (NUSZ) Renate Wilkening der zehnjährige Pachtvertrag für das rund 5000 m² Grundstück in der Blohmstraße 71 -73 in Lichtenrade unterschrieben. Das Gelände liegt zwischen dem Lichtenrader Wäldchen und einem Fußgänger/Radweg, der zum nahe gelegenen Stadtrand führt. Das dort befindliche Naherholungsgebiet entstand aus dem ehemaligen „Mauerstreifen“, auf dem sich seltene Tier- und Pflanzenarten angesiedelt haben.

Ursprünglich war ein großer Flurbereich als Industriereserve ausgeschrieben, was die Bürgerinitiative auf den Plan rief. Sie konnte Absichten wie ein Glasfaserwerk, einen Grenzübergang oder eine Groß-Klärschlammverbrennungsanlage zu errichten verhindern. Nach Protestaktionen wurde das Gebiet 1987 von Industriereserve in Landwirtschaftsfläche umgewidmet.

Bis zur Grundstücksübergabe als Pachtland an das NUSZ wurde die Fläche vom Grünflächenamt des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg als Lager- und Aufbereitungsplatz für Strauch- und Baumschnitt verwendet. Im Sommer 2009 bestimmten noch Berge aus kompostierter Erde und Strauchwerk das Gelände, das schließlich geebnet und für die weitere Nutzung als Interkultureller Generationengarten vorbereitet wurde.

Mittlerweile wird der „Blohmgarten“ von 27 garteninteressierten Familien aus fünf Nationen, Kindergruppen aus der benachbarten Kita Blohmstraße, Nachbarn und Besuchern oft und gerne genutzt. Menschen zwischen 1,5 und 70 Jahren wirken im Blohmgarten zusammen. Hier kommen Gartenprofis und Neulinge zum Einsatz. Mit viel Herz und Hand wurde in den letzten fünf Jahren aus der Kompostieranlage eine gärtnerische Oase.

Das ist ein Grund zum Feiern. Besuchen Sie am Sonntag, den 31. August 2014 zwischen 12:00 und 17:00 den Blohmgarten zum Sommerfest mit buntem Kinder- und Unterhaltungsprogramm.

Das erwartet Sie:

Mitmachaktion Bau kleiner Insekten-Hotels mit unserem ansässigen Imker, Trommelworkshop für Kids, Kinderschminken und kleine Spiele. Informationen für Klein und Groß wie eine Schautafelausstellung über fünf Jahre Blohmgarten, das Lernmobil vom Landesgartenverband, Führungen mit dem Natur-Ranger Björn Lindner, unsere Kräuterhexe Frauke gibt Tipps zum Thema „Gesundheit aus dem Garten“. Musiker aus den Einrichtungen des Nachbarschaftszentrums werden für Unterhaltung sorgen, genau wie der eigens ins Leben gerufene „Blohmgarten-Chor“  und die Kita Blohmstraße wird das Mitmachmusical „Die kleine Raupe Nimmersatt “ aufführen.

Es gibt eine Vernissage von Bildern einer Gärtnerin. Handarbeiten und Produkte aus dem Blohmgarten können Sie käuflich erwerben.

Die Gärtnerinnen und Gärtner werden Sie mit Getränken, Kaffee, Kuchen und Kräftigem vom Grill gut versorgen und freuen sich auf Ihren Besuch.

Fotos: Thomas Moser

 

NEU: Bezirksbroschüre Tempelhof-Schöneberg

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler zeigt Ihnen neue Seiten des Bezirks

„Sie ist da!“

Foto BA T-S

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler hält erfreut die neue Bezirksbroschüre in ihren Händen:

„Der Wegweiser soll Ihnen helfen, den Bezirk (besser) kennenzulernen, Ihnen eine Unterstützung bieten, die richtige Ansprechpartnerin/ den richtigen Ansprechpartner für Ihre Lebenssituation zu finden und Ihnen vielleicht neue Anreize bieten, Ecken zu erkunden, in denen Sie noch nicht waren.

Gerne auch mit mir gemeinsam bei einem der monatlichen Kiezspaziergänge?“

Für die kleinen Bewohnerinnen und Bewohner unseres Bezirks gibt es die Möglichkeit, die Bezirksbürgermeisterin zu treffen und mal an dem Schreibtisch zu sitzen, an dem schon so bekannte Menschen wie Ernst Reuter und Willy Brandt gearbeitet haben. Einfach das Bezirksquiz in der Broschüre mitmachen und gewinnen!

Die neu erschienene  Bezirksbroschüre für Tempelhof-Schöneberg „Zwischen Großstadt und Idylle“ für 2014/15 ist ab sofort in allen Bürgerämtern und in verschiedenen Einrichtungen des Bezirks kostenlos erhältlich. Auch in dieser Ausgabe können wir wieder einen Stadtplan des Bezirkes anbieten.

Sie finden auch im Internet die Broschüre als PDF:

http://www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg/derbezirk/allgemeines/bezirksbroschuere.html

 

Deutschlands tollste Kindertore: Voten für Jeremy aus Lichtenrade!

Fußballbegeisterte Kinder können ihre besonders gelungenen Tore zur Abstimmung stellen. Das „Tor der Monats“ bei den Großen ist bekannt. Für Kids gibt es jetzt etwas Vergleichbares unter www.stollenstrolche.de .

Der 10jährige Jeremy besucht die Nahariya-Grundschule, kommt nach den Sommerferien in die 6. Klasse und spielt beim Lichtenrader BC 25 engagiert Fußball.

Bei einem Benefizhallenturnier beim SC Borsigwalde schoss Jeremy im März 2014 ein beeindruckendes Tor in die linke obere Ecke. Der LBC gewann dieses zu Gunsten der Kinderhilfe gespielte Turnier.

Mit diesem Tor hat sich Jeremy bei den Stollenstrolchen beworben und kam in die Auswahl der besten Fünf. Jetzt bitten Jeremy und sein fußballbegeisterter Vater Torsten Kretschmann um Unterstützung beim Voting für Jeremy.

Um die Stimme abgeben zu können, muss man sich kurz anmelden. Dann kann man in der Zeit vom 7. Juli (10 Uhr) bis zum 14. Juli (16 Uhr) jeden Tag einmal für Jeremys Super-Tor voten.

Foto: privat

Der Monatsgewinn von 1.000 € geht an das gesamte Team und an den Verein des Torschützen. Mitmachen können Jungs und Mädchen im Alter bis 12 Jahre.

Jeremy spielt in der 3. E-Jugend und geht jetzt in die D-Jugend. Der kleine Fußballzauberer spielt im zentralen Mittelfeld und hat in 14 Saisonspielen 23 Tore erzielt und 20 Tore vorbereitet, berichtet stolz sein Vater.

"Stollenstrolche" ist ein monatliches Web-TV-Format, bei dem attraktive Preise für die tollsten und außergewöhnlichsten Tore und Torszenen aus dem Nachwuchsfußball vergeben werden. Familien, Trainer und Freunde des beliebtesten Ballsports sind aufgerufen, ihre "kleinen Stars in Szene“ zu setzen.

Vom 7. bis 14. Juli 2014 hier für Jeremy voten: www.stollenstrolche.de

Thomas Moser

 

Erste „Senioren - Bezirksverordnetenversammlung“ in Tempelhof- Schöneberg

Die Vorsteherin der Bezirksverordnetenversammlung, Frau Petra Dittmeyer, übernimmt die Schirmherrschaft der ersten „Senioren- Bezirksverordnetenversammlung (BVV)“ im Bezirk.

Petra Dittmeyer. Hier in anderer Mission: Die Schirmherrin vom Rockfest (Foto: Thomas Moser)

Ziel ist die  Bedeutung der Seniorenpolitik als Querschnittsaufgabe der kommunalen Politik sichtbar zu machen. Daher werden ausschließlich Themen behandelt, die den älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern über 60 am Herzen liegen und als Anträge und Anfragen eingereicht werden. Rede und Antwort steht dann das gesamte Bezirksamt, also die Bezirksbürgermeisterin sowie alle Bezirksstadträtinnen und Bezirksstadträte.

Die öffentliche „Senioren-BVV“ findet statt

am Dienstag, dem 25.11.2014, von 16 bis 19 Uhr,

im Saal der BVV im Rathaus Schöneberg,

John-F.-Kennedy Platz, 10825 Berlin:

Anträge und Anfragen können schriftlich bis zum 30.09.2014 per Post an den Vorsitzenden der Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg, Herrn Dr. Kohler, Rathaus Tempelhof, Tempelhofer Damm165, 12099 Berlin, oder per E-Mail an seniorenvertretung@ba-ts.berlin.de, eingereicht werden. Anfang Oktober werden die eingegangenen Unterlagen dann dem Bezirksamt zur Vorbereitung der „Senioren-BVV“ übergeben.

 

Dr. Hans Kollwitz, Sohn von Käthe Kollwitz, wohnte in Lichtenrade

Der Mediziner Dr. Hans Kollwitz (1892-1971), ältester Sohn von Käthe Kollwitz, trat in die Gesundheitsverwaltung ein, wurde 1928 Schularzt und nach 1945 stellvertretener Amtsarzt in Berlin-Tempelhof. Er ließ sich nach dem Zweiten Weltkrieg vorzeitig pensionieren und stellte nun seine gesamte Freizeit in den Dienst, am Werk seiner Mutter zu arbeiten. Er veröffentlichte erstmals ihre Tagebücher und Briefe in Auswahlbänden, unterstützte Ausstellungen und gab einen Band mit Fotografien ihrer Plastiken heraus.

Dr. Hans Kollwitz, in den 1930er Jahren, Fotograf unbek., Käthe Kollwitz Museum Köln, Schenkung Jutta Bohnke-Kollwitz © Erbengemeinschaft Kollwitz

1920 heiratete er Otthilie Ehlers (1900-1963), die wie seine Mutter ebenfalls Grafikerin war. Sie illustrierte unter anderem auch Kinderbücher und fertigte Holzschnitte und Holzstiche von überwiegend ostpreußischen Landschaften an.

Trotz eines eher melancholischen und nach innen gekehrten Naturells verstand sie es, in ihrer Lehrtätigkeit an verschiedenen Berliner Volkshochschulen, lebendige Kontakte zu ihren Schülern zu knüpfen und diese nachhaltig zu beeindrucken und zu beeinflussen.

Zusammen bekamen sie 1921 Sohn Peter, 1923 zwei Töchter Jutta und Jordis und 1930 Sohn Arne.

Der Sohn Peter fiel 1942 im Zweiten Weltkrieg an der Ostfront in Russland mit 21 Jahren.

Er war im Gedenken an den jüngeren Bruder des Vaters benannt worden, der im Ersten Weltkrieg 1914 an der Front bei Esen in Belgien mit 18 Jahren fiel.

Professor Dr. Arne Kollwitz war Urologe und viele Jahre Medizinischer Direktor des Francikus-Krankenhauses in Berlin-Charlottenburg.

Dr. Hans Kollwitz wohnte mit seiner Familie seit 1922 in der Abendrot-Siedlung1 in dem Reihenhaus, Waldweg 29 /Ecke Grenzweg. 1939 kaufte er das Nachbarhaus mit Grundstück Nummer 302 dazu. Im Dachgeschoss richtete sich Otthilie Ehlers-Kollwitz ihr Atelier ein. Das Erdgeschoß wurde vermietet.

Der Luftangriff auf Berlin am 3. Dezember 1943 hatte besonders Lichtenrade getroffen.

Das Haus der Familie Kollwitz wurde stark beschädigt und war danach nicht mehr bewohnbar. Die Familie fand im Abendrotweg eine Unterkunft3.

Fehlendes Baumaterial in den ersten Nachkriegsjahren erschwerte den Wiederaufbau des Hauses Waldweg 29. Mit viel Eigeninitiative gelang es das Haus mit einem Flachdach wieder bewohnbar zu machen. Die Enge des Hauses sorgte schon bald für den Wiederaufbau des alten Dachstuhls, der der Familie Kollwitz mehr Wohnraum brachte.

Waldweg
29/30 in den Nachkriegsjahren Das Haus Nr. 29 mit Notdach. Blickrichtung: > auf den Grenzweg

Franziusweg
42/44/46/48 Ende der 50er Jahre Der Gehweg naturbelassen und der Fahrweg gepflastert. Blickrichtung: vom Grenzweg >

Der Waldweg verlief von der Maffeistraße bis zum Grenzweg und wurde 1949 in den Franziusweg einbezogen, so dass der gesamte Franziusweg neu nummeriert werden musste.

Otthilie Ehlers-Kollwitz starb 1963 im Alter von 63 Jahren in Lichtenrade.

Dr. Hans Kollwitz starb 1971 in Dahlem, wo er seine letzten Lebensjahre verbrachte.

Das Ehepaar fand seine letzte Ruhe auf dem Heidefriedhof in Mariendorf; Grabstätte im Feld A VI.

Heute stehen die Kinder von Dr. Hans Kollwitz der „Erbengemeinschaft Käthe und Hans Kollwitz“ vor.

Dietrich Seidlitz / Januar 2014

Herrn Professor Dr. Arne Kollwitz danke ich sehr für die freundliche und aufgeschlossene Beantwortung meiner Fragen ebenso für die Zurverfügungstellung der Fotografien.

1 Die Abendrot-Siedlung ist eine Kleinhaussiedlung mit Gartenstadtcharakter, die in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg entstand. Sie wurde nach den Zielen des neuen Wohnungsbaus errichtet: wenig Aufwand, geringe Kosten, gesunder Wohnraum und für breitere Bevölkerungsgruppen vorgesehen.

Frisches Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten und die Kleintierhaltung bereicherte den Speisezettel der Familie und zudem noch preiswert.

In dem Buch LICHTENRADE – „Ein Dorf in Berlin von Wilfried Postier, herausgegeben vom Verlag Lichtenrader Bücherstube Klaus Schlotmann, 1983“ ist auf der Seite 52 die Postkartenansicht „Siedlung Berlin-Lichtenrade“ mit dem Bilduntertitel „In der Künstlersiedlung am Franziusweg wohnten Künstler und Schriftsteller wie Otthilie Ehlers-Kollwitz und Paul Fechter“ zu finden.

Eine Gedenktafel am Haus Franziusweg 48 (vorm. Waldweg 32) erinnert an Paul Otto Heinrich Fechter (1880-1958), den Journalisten, Schriftsteller und Literaturhistoriker, der von 1921 bis 1958 in Lichtenrade lebte.

Die Abendrot-Siedlung wird begrenzt durch den Grenzweg, den Friedensweg, die Maffeistraße und den Wirtschaftsweg, der hinter den Grundstücken Franziusweg (bis 1949 Waldweg) verläuft.

2 In den Berliner Adressbüchern von 1920-1943 der Zentralen Landesbibliothek Berlin ist der Arzt Dr. Hans Kollwitz als Eigentümer des Hauses Waldweg 29 eingetragen. Als Eigentümer des Hauses Waldweg 30 ist er es 1930/31, danach wechseln die Eigentümer. Zuletzt gehörte es der Witwe K. Geier. Ab 1939 ist Dr. Hans Kollwitz wieder als Eigentümer zu finden.

3 Zwangseinquartierung war in den Kriegs- und Nachkriegsjahren eine amtliche Anweisung um tausende von Menschen vor der drohenden Obdachlosigkeit zu bewahren. Jeder Haushalt hatte ohne Wenn und Aber, je nach Größe des bewohnbaren Hauses oder der zur Verfügung stehenden Wohnung, eine oder mehrere Personen aufzunehmen.

Viele verloren durch die Luftangriffe der Alleierten ihr Zuhause, andere durch Flucht und Vertreibung.

Da hieß, man musste zusammenrücken. Oft mussten ein Erwachsener und ein Kind in einem Bett schlafen.

Quellen: www.zlb.de/besondere-angebote/berliner-adressbuecher.html

www.berliner.de/ba-tempelhof-schoeneberg/ … /abendrotsiedlung-start.html

www.kultur.de/museum/kaethe-kollwitz-museum/ottilie-ehlers-kollwitz-zeichnen

www.google.de/bilder-von-hans-kollwitz

www.berlin.friedpark.de/such/gedenkstaette.php?gdst_id=2350

und eigene Recherchen

Vielen Dank an Dietrich Seidlitz!

...wird auf der Lichtenrade-Website bei Persönlichkeiten eingearbeitet...

 
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Hier wird jetzt in lockerer Folge von aktuellen Lichtenrader Geschehnissen berichtet. Eine Art "AKTUELLE INTERNETZEITUNG" könnte man auch sagen...
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