Bericht aus der Verwaltung des Jugendamtes: Für den Jugendhilfeausschuss am 30. April 2014

Region Lichtenrade

Osterferien 

Jugendcafé am Dorfteich. Am 15. April gab es wieder die beliebte Übernachtung nur für Mädchen. Es wurde gemeinsam gekocht, gegessen, gespielt, Geschichten erzählt und spät eingeschlafen. In der 2. Woche wurde das Projekt Jugend-Demokratiefond “Dorteichverschönerung“ aus dem letzten Jahr fortgesetzt.

Kinder- und Jugendclub Barnetstraße. Ein buntes Ferienprogramm wurde den Kindern und Jugendlichen im Gemeinschaftshaus-Haus geboten. Gemeinsam wurde „angegrillt“ und eine Oster-Rallye führte in die nähere Umgebung. Die Kinder machten Ausflüge, eine Fahrradtour und gingen schwimmen. Die „Großen“ betätigten sich überwiegend sportlich beim Minigolf und Basketball. Am Donnerstag, dem 17. April startete das Projekt „Jugend-Demokratiefond“ mit Ideen- findung und Umsetzung. In der 2. Woche fanden verschiedene Sportturniere im Haus statt. Zum Ferienausklang wurde gemeinsam gekocht und gegessen.

Lortzingclub 

Den kleinen Besucher_innen wurden verschiedene Ausflüge, verbunden mit sportlichen Aktivitä- ten wie Minigolf spielen und Bowlen, geboten. Ein Besuch der BUGA mit Picknick auf der Wiese fand statt. Am 17. April fand das große Oster-Chaos-Spiel im Lortzingclub statt. Höhepunkt am 19.April um 17.00 Uhr war allerdings das große Osterfeuer im Club. Es wurde gemeinsam mit Kinder, Eltern und Großeltern gesungen und gespielt.

Schulstation der Nahariya-Grundschule - Regelmäßig stattfindende wöchentliche Sprech- stunde der Mitarbeiterinnen des Projektes „Integrationslotsen“ des NUSZ in der Nahariya- Schule

Sie bieten Unterstützung in türkischer, russischer und arabischer Sprache an, um Brücken zwi- schen den Kulturen zu bauen. Im Elterncafe der Schulstation, welches in Kooperation mit der Evangelischen Beratungsstelle in der Domagkstr. monatlich stattfindet, stellten diese sich am 19.02. den Eltern vor. Das Elterncafé mit Kinderbetreuung findet einmal im Monat in der Schul- station statt.

Das Erzählcafé für Eltern und Kinder findet wöchentlich statt und wird sehr gut besucht. Ehren- amtliche Lesepatinnen der Schule unterstützen die Mitarbeiterinnen der Schulstation bei der Vor- bereitung und Durchführung. Das nächste Erzählcafé findet jede Woche statt.

In den Osterferien haben an zwei Tagen Schülerinnen und Schüler mit den Mitarbeiterinnen die Räume der Schulstation neu gestalten.

Von Januar bis März fand ein Mädchenprojekt zum Thema „Sicher und Stark“ statt, an den chentlichen Gruppentreffen nahmen 12 Mädchen aus den 4. Klassen teil.

Ab April gibt es eine Mädchen-Theater-AG, die von einer Schauspielerin und Theaterpädagogin und der Sozialpädagogin der Schulstation begleitet wird, um ein Stück für die Abschlussfeier der 6. Klassen zu entwickeln.

Am 10. Januar war der Beginn des Projektes zur Gesundheitsförderung „Mach dich fit, beweg dich mit!“ in Kooperation mit dem Kinder- und Jugendgesundheitsdienst Lichtenrade. Die Kinder der 1. Klassen wurden von Dr. Völger in der Schule gewogen und gemessen. In dieser Woche fanden dann die ersten Projektvormittage mit den einzelnen Klassen statt, in denen es um Ernährung, Entspannung und Bewegung geht. Im März fand ein gemeinsames Kochen von Kindern  und Eltern statt, bei dem die Eltern Informationen über die Projektvormittage erhielten und sich über gesunde Ernährung und Bewegung informieren konnten. In allen Klassenstufen finden Pro- jekte zum Sozialen Lernen statt.

Veranstaltungen

Region Lichtenrade

10.05.14, 09.00 bis 16.0033. Jahre Kinder- und Jugendhaus

Das Kinder- und Jugendhaus der Ev. Kirchengemeinde feiert am Samstag, dem 10. Mai seinen 33. Geburtstag, mit Trödelmarkt, einem Café- und Grillstand von 9.00 bis 16.00 Uhr. Zur Geburtstagsfeier spielt die Schülerband „THIS“ auf. Es darf getanzt werden!

Wald- und Naturerkundungswoche

Das Theater „Tut-mir-gut“ veranstaltet im Lortzingclub und draußen eine Wald- und Naturerkundungswoche für Kinder mit Gerhard, Carola und Jäger Jörn. Es wird ein Kostenbeitrag erhoben. Anmeldungen beim Veranstalter: Tut-mit-gut, Gerhard Hess.

 

 

Schließung des Bürgeramtes in Lichtenrade

Aufgrund einer Fortbildungsmaßnahme bleibt das Bürgeramt Lichtenrade am Donnerstag, dem 08.05.2014 ganztätig geschlossen. Dokumente können an diesem Tag nicht abgeholt werden.

Für Wählerinnen und Wähler hat die Briefwahlaußenstelle im Bürgeramt Lichtenrade in der Zeit von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

 

31. Mai: Mein Tipp - Wanderung ... Garagenkunst in Lichtenrade

Eine Wanderung über 10 km am Sa. 31. Mai 2014

Start um 10 Uhr an der Dorfkirche, Alt-Lichtenrade 109

Zu sehen sind insgesamt 54 bemalte Garagentor und 4 Fassaden.

Fotoapparat mitnehmen! An das richtige Schuhwerk denken!

Startgeld beträgt 8 Euro

Verantwortlich Günter Mehlitz (siehe auch Foto)

-Rangsdorfer Wanderungen und Radtouren-

Tel.: 033708-445040 (bitte anmelden!)

www.wanderungen-rangsdorf.de

 

Halleluja Lichtenrade: Lichtenrader Gospelchor

Ein Hauch von Sister Act weht am ersten Märzwochenende durch die Lichtenrader Dorfkirche, als der Lichtenrader Gospelchor unter der Leitung von Juliane Lahner den aus dem Kinofilm Sister Act II bekannten Gospel ‚Hail Holy Queen’  während des Frühlingskonzertes anstimmte.

Foto Gospelchor Lichtenrade-Manfred Keller / Foto lks. Chorleiterin Juliane Lahner
Im Mittelpunkt des abwechslungsreichen Programm unter dem Motto ‚Give Him Glory’ stand die Lobpreisung Gottes. Die fast 300 Besucher der bis auf de letzten (Steh-)Platz gefüllten Kirche unterstützten den Chor dabei, in dem sie in Klatschen und Refrain mit einfielen. Im Sinne des Gospels ein gelungener Gemeindegesang.

Auch der am Ende des Konzertes gespendete Applaus sowie der Obolus von über 700 € sind eine schöne Belohnung für den Chor. Die Hälfte des gesammelten Betrages geht an die Gemeinde.

Kirsten Lierau

Neue Termine

18. Mai :Tanz in den Mai vor der Dorfkirche;

28. Juni:  Frühstück vor der Mälzerei, organisiert von der ökumänischen Umweltgruppe

06.Juli: Reisesegen

 

Frohe Ostern!

 

17. und 18. Mai 2014: 5. Lichtenrader Maientanz am Dorfteich

Stadtteilfest und Kunsthandwerkermarkt in Berlin-Lichtenrade, 17. – 18. Mai 2014 

Frisch, Frech, Frühling … 

Kultur, Kulinarisches, Kunsthandwerk & Kinderprogramm im Kiez!

Frisch und Frech geht’s im Frühling im südlichsten Stadtteil Berlins zu. Der Lichtenrader Maientanz ist schon seit einigen Jahren das Frühlings-Pendant zum herbstlichen Wein- und Winzerfest, der diesmal am idyllisch gelegenen Lichtenrader Dorfteich stattfindet. Dort finden sich neben Anbietern verführerischer Spezialitäten die erlesene Auswahl einiger Winzer aus diversen deutschen Weinbaugebieten ein. Kunsthandwerker der Extraklasse präsentieren ihre wunderbaren Keramiken, Malereien, Schmuckstücke, Kleidung, Schmiedekunst, Patchwork & Co. ...

"Frühling ist die Jahreszeit, in der der Winterschlaf aufhört und die Frühjahrsmüdigkeit beginnt." - (Emanuel Geibel; dt. Dichter)


Die Gabys

Magical Mystery Band
Und um diese zu vertreiben, spielen beim Lichtenrader Maientanz Berlins beste Frauen-Partyband, die Gabys (Sa, 17 Uhr) und die Beatles! Doch die Beatles in Berlin? Ist das möglich? Fast! Denn die Magical Mystery Band (So, 18 Uhr) spielt die Beatles wie die Beatles die Beatles heute spielen würden.


The Beez
Ihr Mix aus Comedy und Fun-Pop ist längst zum Kult geworden und brachte Leadsänger Rob Rayner ins Vox- Promidinner, wo er gekochtes Känguru servierte. In ihrem Programm "Love, Beez & Happiness" bietet die deutsch-australisch-amerikanische Spaßcombo The Beez (So, 15 Uhr) eine Trilogie aus törichtem Humor, treffsicheren Stimmen und traumhaften Instrumentalisten. Wenn The Beez spielen, geht die Sonne auf, ein honigsüßer Duft liegt in der Luft, wohltuende Melodien erklingen, gehen direkt unter die Haut und bereiten ein angenehmes Kribbeln. Was will man mehr!

Darüber hinaus steht die Live-Übertragung des DFB-Pokalfinales aus dem Berliner Olympiastadion auf Großbildleinwand auf dem Programm.

Ort: Lichtenrader Dorfteich, Alt-Lichtenrade, 12309 Berlin

Sonnabend, 17.05.2014, 11:00 - 23:00 Uhr

Sonntag, 18.05.2014, 11:00 - 20:00 Uhr

Umsonst & Draußen

Family & Friends e. V.

www.family-and-friends-eV.de

kontakt@family-and-friends-eV.de

in Kooperation mit:

Aktionsgemeinschaft Lichtenrade e. V.
Angelika Heigl
http://www.ag-bahnhofstrasse.de/

und unter Mitwirkung von

BI Rettet die Marienfelder Feldmark, BUND Bezirksgruppe Tempelhof-Schöneberg

sowie Trägerverein Lichtenrader Volkspark


Kunsthandwerk lockt...

 

 

Rainer Anders: Der Modellbauer aus Leidenschaft

LINK: Bericht Berliner Morgenpost

Spannend, was sich so in einem Einfamilienhaus alles verbergen kann.


Ein Spielparadies für große Eisenbahnfans ist auf dem Dachboden des Hauses von Rainer Anders in Lichtenrade zu finden.

Modellbahnen selbst gebaut

Andere setzen sich zu Haus vor dem Fernseher. Rainer Anders ist eher in seiner Kellerwerkstatt zu finden.

Rainer Anders (62), der frühpensionierte Lehrer, ist Handwerker aus Leidenschaft und hat ein ganz besonderes Hobby. Er baut Eisenbahnmodelle der Spurweite IIm, oder bekannter als Spur G wie Gartenbahn, und alles was zu einer Modellbahn gehört. Häuser, Figuren, Straßenlaternen, Signale, Weichen und Landschaften: alles hat die ganz persönliche Note von Rainer Anders. Anders kauft sich nämlich nur die aller notwendigsten Materialien, meistens nutzt er Alltagsgegenstände, die sich in seinen Schatzkästen angesammelt haben.

Ausstellung war großer Erfolg

Erst im Februar hat er die Gartenbahnausstellung im Pfarrsaal der Salvator-Gemeinde mit seinen Prunkstücken bereichert. Hier bestaunten die Besucher seine selbstbebaute Rangierlok „Köf“, den Sanitätszug und besonders das Modell der Straßenbahn 99, denn diese fuhr noch bis September 1961 nach Lichtenrade. 

Die „99“ hat er nach einem großen Vorbild, das jetzt an der Kleinmachnower Schleuse steht, als Modell gestaltet. Er hat hunderte Fotos gemacht, alles akribisch notiert und dann einen eigenen Bauplan erstellt. Die alten Schilder hat er von der echten Straßenbahn im Museums-Depot abfotografiert und dann so verkleinert, dass sie vom Original nicht mehr zu unterscheiden waren.

Mit der Modellbahn im Kreis fing alles an

Rainer Anders hat schon immer gerne gewerkelt und gebaut. So hat es sich selbst einen Sommergarten an sein Haus gebaut oder auch viele Möbelstücke liebevoll getischlert. Lehrer war Anders für Physik, Chemie und Arbeitslehre und konnte so auch seine handwerklichen Leidenschaften ein Stück weit in den Unterricht mit einbringen. Aber wie es dann früher oft war, wurde die erste Modellbahn gekauft, als ein Kind kam. Sein Sohn ist 1987 geboren und bald fuhr die Eisenbahn an den Wochenenden im Wohnzimmer immer im Kreis um sein Kind. Die Bahn musste jedoch, wie es in vielen Familien üblich war, immer wieder abgebaut werden. Dann kam die Überlegung, die Anlage auszuweiten und fest im Dachboden aufzubauen. Davon war auch sein Sohn begeistert und hat gerne mitgeholfen.

Der Dachboden ist 9 mal 3,50 Meter groß. Die Schienenlänge der 45 Millimeter-Anlage, wie sie heute fest installiert ist, hat Rainer Anders nie nachgemessen. Er schätzt sie auf circa 70 Meter.

Die Anlage ist wie eine kleine Stadt mit vielen Details. Ob es das Liebespaar ist, die blinde Frau und ihr Hund oder der pinkelnde Mann.

Alles wurde liebevoll gestaltet und die Eisenbahnen ziehen hier ihre großen Runden.

Kinderaugen würden übergehen und sicher wären auch computerverwöhnte Kids, zumindest die Kleineren, begeistert.

Einmal im Jahr: Die „Lira-Gängster“ zu Besuch

Einmal im Jahr bewundern die Anlage die „Lira-Gängster“, eine Gruppe von Männern, die sich jeden Monat treffen und in ihrem Eisenbahn-Modellbahnhobby schwelgen. Immer im Mai sind sie bei Rainer Anders. In diesem Jahr will er seine neue Dampflok vorführen. Zur Zeit ist sie noch im Bau und die meisten der 600 klitzekleinen Messingnieten sind verarbeitet. Man nennt sie auch „Hopsnieten“, weil sie immer weghopsen.


Materialkosten waren für das aktuelle Modell rund 100 Euro. Alles andere sind Materialien, die Rainer Anders im Laufe der Zeit gesammelt hat: „Wegschmeißen gibt es nicht.“ Als fertigen Bausatz würde man jedoch um die 2.500 Euro bezahlen müssen, weiß Anders zu berichten. Die Lok von Rainer Anders ist jedoch unbezahlbar, da er unendlich viele Stunden daran gewerkelt hat. Für jeden Winter nimmt sich Anders ein Modellbahnprojekt vor.

Der Künstler der Gartenbahner wird für die einmaligen Ergebnisse seiner Fummelei von seinen Eisenbahnkollegen anerkennend bewundert…vollkommen zu Recht!

Mit Ruhe und Gelassenheit

Das schöne beim Modellbau ist für Anders, dass immer wieder Schwierigkeiten und Überraschungen auftauchen: „Damit muss man leben und die Probleme eben lösen.“ Für Rainer Anders ist das Bauen das Interessante bei seinem Hobby. Rainer Anders strahlt dabei eine Geduld, Ruhe und Gelassenheit aus, die sicher auch beim Bohren von 600 Löchern und das Einbringen von Nieten notwendig ist. „Andere sitzen in der Kneipe und ich eben im Keller“, berichtet Rainer Anders über seine stundenlangen Modellbauaktivitäten.

Eine beeindruckende Gartenbahnanlage

Seine Anlage präsentiert er mit sichtlichem Stolz.

Den Inselbahnhof Eiswerder hat er nach Fotos gebaut. Jede einzelne Schindel wurde aus Birkensperrholz zugesägt und gefeilt.




Neben der „Köf“, der roten Rangierlok, zeigt Rainer Anders den „Glaskasten“, eine kleine Dampflok, die bis ins letzte Detail liebevoll nachgebaut wurde.



Ein weiteres Meisterstück ist der blaue Bauzug mit Kranwagen und der Schienenbus aus der Zeit nach dem 1. Weltkrieg, der im Original von einem LKW umgebaut wurde. Viele weitere Dinge sind auf der Anlage zu entdecken, wie der Schweinewaggon oder die Streckenkontrolle als Schienenbus.

Fast alles wird selbst gebaut: „Fantasie ist notwendig“

Die Materialien zur Herstellung der Modelle sind hauptsächlich Polystyrol und Balsaholz. Für Schornsteine wird auch mal eine Spritze genommen oder umlackierte Knöpfe sind dann Lüfter. Rainer Anders ist bei seinen Ersatzmaterialien sehr erfinderisch. Die Gestänge der Dampfloks werden teilweise selbst aus Messing gefertigt. Auch komplizierte Drehgestelle hat der Modellbahnfummler Anders schon in seiner Werkstatt hergestellt. Die feinen Holzstrukturen bei den Eisenbahnanhängern ritzt er mit seinem Fingernagel ein. So ist der Modellbauer so manche Stunde mit schleifen, feilen und löten beschäftigt.

Für den Modellbauer sammeln seine Vereinskollegen alles Mögliche an Krimskrams, was ihnen in die Finger kommt. So wird eine Kappe für Feuerzeuggas zum Dampfdom für eine Lok, ein anderer Schornstein ist im ersten Leben ein Tischbein gewesen oder Zigarrenröhrchen sind ein Luftdruckkessel.

Die Modellbauten und Bahnen entstehen im Maßstab 1:22. Oft kann nur nach Fotos gebaut werden, da Baupläne nicht vorhanden sind. „Es kommt aber auch immer auf die richtigen Proportionen an. Dabei ist immer Fantasie notwendig, damit das Endprodukt auch gut aussieht,“ weiß Anders zu berichten.

Die Zukunft der Gartenbahn „Marke Eigenbau“

„Ich kann noch nicht sagen, was mit der Anlage passiert.“ Für Rainer Anders wird es immer schwerer, unter und über der Anlage im Spitzboden die notwendigen Arbeiten zu erledigen. Sein Sohn wird aus Platzgründen die Anlage nicht übernehmen können. Eine Möglichkeit sieht Rainer Anders darin, dass die Anlage mal in ein Museum kommt: „Ich weiß es aber wirklich noch nicht.“ 

Rainer Anders geht voll und ganz in seinem Hobby auf. Ein Leben ohne Eigenbau kann man sich bei Anders nicht vorstellen.

Thomas Moser (auch alle Fotos)

Weitere Fotos:












Alle Fotos: Thomas Moser -BerLi-Press-

 

 

Gewährung von Sachmitteln für freiwilliges Engagement in Nachbarschaften (FEIN)

Baustadtrat Daniel Krüger teilt mit, dass dem Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg auch in diesem Jahr wieder Sachmittel zur Förderung des ehrenamtlichen Engagements zur Verfügung stehen.

Diese Mittel sollen ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger und nicht gewinnorientiert arbeitende gesellschaftliche Initiativen unterstützen, die mit ihrem Engagement und selbst organisierten Aktivitäten die Aufwertung und Verbesserung der öffentlichen Infrastruktureinrichtungen in der Nachbarschaft als Ziel haben.

Die Förderung beträgt je Einzelmaßnahme höchstens 3.500 €.

Gefördert werden z.B. Farben für Renovierungen, Pflanzungen oder Maßnahmen für eine saubere Stadt, bezogen auf folgende Einrichtungen und Anlagen: Schulen einschließlich Horte, Kindertagesstätten, Begegnungsstätten und Nachbarschaftsheime, Seniorenfreizeiteinrichtungen oder sonstige soziale Einrichtungen, Sport- und Grünanlagen, öffentliche oder öffentlich zugängliche Straßen und Plätze.

Eine Förderung von Projekten im Quartiersmanagementbereich ist hier nicht möglich.

Anträge können auch formlos unter Angabe von Zweck, Art, Umfang sowie Zeitrahmen und Kosten des Vorhabens beim Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg von Berlin, Abt. Bauwesen, Stabsstelle z. Hd. Frau Uschmann, John-F.-Kennedy-Platz, 10825 Berlin eingereicht werden (Tel. 90277- 2262, Zimmer 3095 im Rathaus Schöneberg).

Dort erhalten Sie auch gerne individuelle Beratung oder vorbereitete Antragsformulare.

 

Fotoausstellung im Rathaus Schöneberg - Geheimnisvolle Orte und besondere Perspektiven

Ein Rathaus präsentiert sich selbst in einer Fotoausstellung. 100 Jahre sind Grund genug, sich die geheimnisvollen Orte im Rathaus Schöneberg näher anzuschauen.

Das jedenfalls hat sich der Fotograf Volker Wartmann gedacht, als er über mehrere Monate mit seiner Kamera die besonderen Orte näher erkundete und aus besonderen Perspektiven abbildete. Nicht jeder Besucher kommt überall hin, aber es gibt auch viele öffentliche Ecken, die die Schönheit des Rathauses ausmachen.

Herausgekommen ist eine wunderbare Fotoausstellung, die einen ganz besonderen Fokus auf dieses denkmalgeschützte Haus wirft. In einer alten getäfelten Telefonzelle steht verlassen das Porträt des ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, der in diesem Haus einige Jahre als Regierender Bürgermeister residierte. Volker Wartmann kann sich noch gut an den Tag erinnern, an dem er dieses Bild fand. Zwei Stunden ging er durchs Rathaus und fand kein Motiv. Durch Zufall machte er dann die Tür zur alten Telefonzelle auf und fand das Weizsäcker-Foto. Dies, in Kombination mit einem einfachen dort stehenden Papierkorb, war für Volker Wartmann ein besonderer Glücksfall. Ein anderes schönes Motiv ist der große künstliche Adventskranz, der im ehemaligen Tresor der Stadtkasse auf seinen Einsatz für die Weihnachtszeit wartet.

Die ehemalige Bierstube im Rathaus mit Alt-Bundespräsident Theodor Heuss

Das Fotokunstprojekt ist aus Mitteln der Dezentralen Kulturarbeit des Bezirkes Tempelhof-Schöneberg gefördert worden.

So ließ es sich die Kulturstadträtin und Stellvertretende Bürgermeisterin Jutta Kaddatz auch nicht nehmen, die Gäste bei der Ausstellungseröffnung im Rahmen der Feierlichkeiten zum Rathausjubiläum zu begrüßen. Spannend fand sie ein Bild aus dem Vorraum der Brandenburghalle, wo sich über die Jahre -kaum wahrnehmbar- auf einer alten Tapete graue Flecken in Kopfhöhe gebildet haben. Kaddatz sieht dies als Zeugnis davon, dass dort viele Menschen am Rande von Sitzungen gesessen und heiß diskutiert und beraten haben.

Das Lieblingsbild von Kaddatz ist die Abbildung der Fresken in der Bierstube. „Ich wusste gar nicht, dass in diesem Hause eine ehemalige Bierstube existiert.“ In diesem verschlossen Raum vor der Kantine, der auch als Trinkhalle bezeichnet wird, sind Original-Fresken von 1929 zu sehen. Abgebildet ist der erste Bundespräsident Theodor Heuss, der seit 1920 auch Bezirksverordneter in Schöneberg war. Unter dem Fresko der Tafelrunde steht das Motto: „Hart für das Wohl der Gemeinde befehden sich oben die Geister. Unten versöhnt sie des Weins Frieden gebietender Geist.“

Der Blick hinter die Kulissen

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler eröffnet die Ausstellung, die noch bis zum 27. April 2014 im Foyer vom Rathaus Schöneberg geöffnet ist.

Angelika Schöttler würdigt die Fotos, die nicht nur das übliche Klischee bedienen: „ Es ist ein ganz besonderer Blick im Rathaus und auf das Rathaus.“ Angelika Schöttler findet auch die „anderen Blickwinkel“ und das widersprüchliche der Räume und Gänge spannend. Der „Blick hinter die Kulissen“ ist faszinierend gelungen. So ist Angelika Schöttler auch von dem Bild angetan, wo der Rathausturm aus einer Aktenkammer heraus aufgenommen wurde.

Zur Ausstellungseröffnung kamen auch die ehemaligen Bezirksbürgermeister Michael Barthel, Rüdiger Jakesch (Foto v.l.n.r) und Dieter Hapel.



Für die musikalische Untermalung sorgte Gert Anklam, der mit seinen Saxofon-Inspirationen den Glockenklang der Freiheitsglocke in die Ausstellung trug.

Einfache Sitzecken und Regierende Bürgermeister

Fotograf und Journalist Volker Wartmann, Jahrgang 1964, fing mit der Kamera einfache Sitzecken, Gardrobenständer vor historischen Beschriftungen, Archivräume mit Ordneransammlungen, das ehemalige Kino und die alte getäfelte Verwaltungsbibliothek ein.

Plaudert mit Besuchern: Volker Wartmann nach der Ausstellungseröffnung
Für Wartmann war es spannend Räume zu sehen und zu fotografieren, die er auch bei seinen Recherchen vorher nicht entdeckt hatte: „Normalerweise kommt da kein Mensch rein.“ Neben den „geheimnisvollen Orten“ war für den Fotografen das „alltägliche und die Tristesse der Amtsflure reizvoll.“

Im Arbeitszimmer der Bürgermeisterin, das auch abgelichtet wurde, führten bereits alle Regierenden Bürgermeister von West-Berlin ihre Amtsgeschäfte: Ernst Reuter, noch im Gemälde verewigt, Walther Schreiber, Otto Suhr, Willy Brandt, Heinrich Albertz, Klaus Schütz, Dietrich Stobbe, Hans-Jochen Vogel, Richard von Weizsäcker, Eberhard Diepgen und Walter Momper.

Fotoband für die Ewigkeit

Dass die Ausstellung später wiederholt wird, davon ist Bürgermeisterin Angelika Schöttler überzeugt. Ganz sicher bleiben die Fotos dauerhaft im Bildband des Westkreuz-Verlages erhalten. Mit seinen Fotografien eröffnet Wartmann den Betrachtern eine neue Sichtweise auf das weltbekannte Berliner Wahrzeichen. Die ansprechende Aufmachung des Bildbandes präsentiert auch noch viele Fotos, die den Weg nicht in die Ausstellung gefunden haben. Auch ein wunderbares Geschenk!

Thomas Moser

Die Verantwortliche der Dezentralen Kulturarbeit, Ute Knarr-Herriger, freut sich über die Ausstellung.

Volker Wartmann „Verschlusssache – Geheimnisvolle Orte im Rathaus Schöneberg“

ISBN 978-3-944836-08-9 für 24,90 € (60 Seiten, 29,7 x 21 cm, Hardcover)

Auch (versandkostenfrei) direkt im Westkreuz-Verlag Berlin/Bonn, Töpchiner Weg 198/200, 12309 Berlin

 

 

RegioBörse im Gemeinschaftshaus Lichtenrade +++ Aussteller/innen gesucht

 

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler lädt Vereine, Verbände, Projekte, Initiativen und andere Akteure aus Lichtenrade, die bürgerschaftlich engagiert gemeinnützig tätig sind, und dafür freiwillig oder ehrenamtlich aktive Menschen suchen, zur Teilnahme an der ersten RegioBörse in das Gemeinschafthaus Lichtenrade ein.                                                           

Sonnabend, 13.09.2014 von 11.00 – 18.00 Uhr, 

Gemeinschaftshaus Lichtenrade,

Barnetstr. 11, 12305 Berlin


Anmeldungen zur RegioBörse nimmt das Ehrenamtsbüro Tempelhof-Schöneberg gern per Email ehrenamtsbuero@ba-ts.berlin.de bis zum 30.04.2014 entgegen und steht unter der Rufnummer 030 / 90277 – 6050 / 6051 für Rückfragen zur Verfügung.

Die Ehrenamtsbörsen der vergangenen drei Jahre im Rathaus Schöneberg haben gezeigt, dass das Interesse groß ist, sich in persönlichen Gesprächen über konkrete Engagementangebote im Bezirk zu informieren und sich im eigenen Kiez zu engagieren, sagte Angelika Schöttler. Teilnehmende Vereine aus Lichtenrade hätten den Wunsch nach einer noch dezentraleren Veranstaltung geäußert und so wurde die Idee einer RegioBörse entwickelt.

Unter dem Motto: „ Engagiert im Kiez“ ruft die Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler zum Mitmachen auf und hofft auf rege Teilnahme!

Als Aussteller kann man unmittelbar das Gespräch mit vielen Interessierten führen und individuell und kompetent beraten. Gemeinsam mit den beteiligten Vereinen und Organisationen will das Ehrenamtsbüro Tempelhof-Schöneberg den Börsenbesucherinnen und –besuchern zeigen, wie vielfältig und unterschiedlich die Möglichkeiten zum freiwilligen Engagement in Lichtenrade sind.

Im Rahmen der RegioBörse soll auch eine Leistungsschau der Rettungsdienste wie z.B. der Freiwilligen Feuerwehr, des Technischen Hilfswerks, der Johanniter und der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft etc. stattfinden, denn auch diese Organisationen sind auf engagierte, freiwillige Helferinnen und Helfer angewiesen und bieten interessante und nicht alltägliche Möglichkeiten, sich zu engagieren.

Die Besucherinnen und Besucher haben die Möglichkeit sich die bezirkliche Seniorenfreizeitstätte und den Jugendeinrichtung im Gemeinschaftshaus Lichtenrade mit ihren vielfältigen Programm anzusehen. Für das leibliche Wohl und die musikalische Umrahmung wird gesorgt.

 

 

BUCH-VERLOSUNG "Eingereist & Abgetaucht - Illegal in Deutschland"

Wir berichteten über das neue Buch des Lichtenrader rbb-Moderators Daniel Gäsche....

Jetzt können wir 1 Buch verlosen (unter Ausschluss des Rechtsweges). Bitte bis zum 11.4.2014 eine Mail an postmaster@berli-press.de: Stichwort: Ich will das Buch von Daniel Gäsche.

Die Verlosung hat stattgefunden. Die glückliche Gewinnerin Dagmar C. ist verständigt. Das Buch ist unterwegs! Herzlichen Glückwunsch!

(näheres hier: http://weblog.lichtenrade-berlin.de/archive/2014/03/26/der-lichtenrader-rbb-moderator-daniel-g-sche-hat-neues-buch-geschreiben.htm )

Daniel Gäsches neues Buch „Eingereist & Abgetaucht – Illegal in Deutschland“ erschien im März 2014. Nach der Juppy-Biografie „Aus dem Leben eines Revoluzzers“ und „Born to be wild – Die 68 er und die Musik“ hat sich der Autor auf ganz andere Spurensuche begeben. Daniel Gäsche ließ sich von vielen Menschen, die ohne Papiere in Deutschland leben, ihre Schicksale erzählen. Ein junger Brasilianer lebt seit zehn Jahren ohne Papiere in Deutschland, schläft in eiskalten Kellern, putzt Büros. Er träumt davon, eines Tages aus dem Schatten zu treten und ganz normal durch Berlin gehen zu können. Viele Menschen trifft Daniel Gäsche.

 

Wir sind Weltmeister!

 

Nach einem nervenaufreibenden Weltmeisterschaftsturnier jubelten am Ende die Fußballspieler der UvH.

Bei der Weltmeisterschaft der Schulen, an der insgesamt 32 Schulen aus allen 16 Bundesländern teilnahmen, vertrat die UvH das Bundesland Berlin und stellvertretend die Nationalmannschaft Russlands. Schon in den Vorrundenspielen (27.03.2014)  überzeugte unsere Mannschaft und zog trotz einer Niederlage im abschließenden Gruppenspiel letztlich souverän in die Finalrunde (28.03.2014) ein.

Nach einem hohen Sieg im Achtelfinale gegen Portugal (7:0 gegen die Gottlieb-Daimler-Oberschule Ludwigsfelde) wurden die folgenden Partien zunehmend schwerer. Glänzend vom Trainer Kolja Hentschel (Studienreferendar an der UvH für die Fächer Sport und Physik) eingestellt, überzeugten die Spieler mit großem Einsatz und teilweise überragender Spieltechnik und besiegten im Viertelfinale die Gastgeber der Herbert-Tschäpe-Oberschule in Blankenfelde/Dahlewitz (Team Iran) in einer aufgeheizten Atmosphäre mit 1:0. Noch spannender verlief das Halbfinale. Erst im Neunmeterschießen siegte die Mannschaft dank einer herausragenden Torwartleistung mit 5:3 gegen Kamerun (Gesamtschule Hermannsburg aus Bremen).

Im Endspiel  gegen Uruguay (Reichenbach-Gymnasium Ennepetal / Nordrheinwestfalen) fielen lange Zeit keine Tore. Die beiden stärksten Mannschaften des Turniers waren zunächst darauf bedacht, keine Fehler zu machen. Mit zunehmender Spieldauer wurden beide Teams mutiger und erarbeiteten sich hochkarätige Chancen. Auch die Festigkeit des Torgehäuses wurde von beiden Seiten mehrfach geprüft.  Drei Minuten vor Schluss fiel dann das erlösende Tor zum 1:0. Der Rest ist nun schon Geschichte… Die UvH holt sich den Weltmeistertitel der Schulen. Herzlichen Glückwunsch an die Spieler und Betreuer!

Im Rahmen der Siegerehrung gratulierte auch Jürgen Croy (ehemaliger Nationaltorwart der DDR) unserem Team. Und dann war da noch die Sache mit dem WM-Pokal…

Wir bedanken uns bei den Schülerinnen und Schülern sowie Lehrerinnen und Lehrern der Herbet-Tschäpe-Oberschule für ein unglaublich gut organisiertes Turnier und möchten euch für diese beeindruckende Leistung ganz herzlich gratulieren. (Bericht UvH)

 

Zweiter Platz beim Businessplanwettbewerb JUNIOR TECH!


Beim Businessplanwettbewerb JUNIOR TECH - IDEENREICH SCHULE hat die Schülerfirma "GMR - Green Mobility Rent" des Ulrich-von-Hutten Gymnasiums den zweiten Platz erreicht. Der Leistungskurs Politikwissenschaft (Kooperationskurs mit dem Georg-Büchner-Gymnasium) plante dafür eine Mietwagenstation für Elektroautos am neuen Flughafen BER in Schönefeld. Damit haben die Schülerinnen und Schüler genau das im Wettbewerb vorgegebene Thema - die Energiewende - getroffen. Die Geschäftsidee überzeugte die Jury insbesondere aufgrund ihrer realistischen Annahmen zur Zukunft der Elektromobilität und der engen Kooperation mit außerschulischen Partnern. Zu nennen sind hier in erster Linie die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg und das Innovationszentrum Berlin (InnoZ), die als Experten den Schülerinnen und Schülern mit Rat und Tat zur Seite standen. Am Ende musste man sich nur der Schülerfirma des Schüler-Instituts für angewandte Informatik - SITI e.V. aus Havelberg (Sachsen-Anhalt) geschlagen geben, die den Wettbewerb verdient gewonnen hat. 
 

Die feierliche Preisvergabe durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fand am 01.04.2014 im Alten Umspannwerk Ost in Berlin-Friedrichshain statt. Der zweite Preis ist mit 400,- Euro dotiert.

Lichtenrade gratuliert den beteiligten Schülerinnen und Schülern
des Ulrich-von-Hutten-Gymnasiums zu ihren herausragenden Leistungen! 

 

 

100 Jahre Rathaus Schöneberg + Veranstaltungen und mehr...

Ein Gebäude feiert einen runden Geburtstag.

Foto: Thomas Moser
Aber nicht ein beliebiges Haus wird 100 Jahre alt, sondern das vielen Berlinern, besonders aus Zeiten der geteilten Stadt bekannte Rathaus Schöneberg. Es streckt sich mit seinem Rathausturm majestätisch in den Himmel. Der Sandsteinbau wird durch den 70 Meter hohen Turm geprägt.

Hier tagte von 1949 bis 1993 das Berliner Abgeordnetenhaus und es war bis zum Umzug in das „Rote Rathaus“ der Amtssitz des Regierenden Bürgermeisters. Von der Eingemeindung nach Groß-Berlin im Jahr 1920, bis zur Bezirksfusion, war das Haus Sitz des Bezirkes Schöneberg. Friedenau gehörte ab 1920 zu Schöneberg. Im Jahre 2001 ist Berlin in 12 Bezirke aufgeteilt worden. Seit dieser Zeit ist das Rathaus Schöneberg das Rathaus des gemeinsamen Bezirkes Tempelhof-Schöneberg. Hier sitzt u.a. die Bezirksbürgermeisterin und die Bezirksverordneten tagen in diesen Räumlichkeiten.

Die Freiheitsglocke, gestiftet von den Amerikanern, ist besonders den älteren Berlinern in Erinnerung und läutet heute noch laut und weit vernehmlich. Der Radiosender RIAS übertrug das Schlagen der Freiheitsglocke an jedem Sonntag um 12 Uhr. Die der amerikanischen „Freedom Bell“ nachempfundene größte profan genutzte Glocke Berlins erklingt täglich im Schlagton e: Ihr Klang erinnert und mahnt an das mit ihr verbundene Freiheitsgelöbnis.

Unvergessen auch die Rede von John F. Kennedy, die er am 26. Juni 1963 auf einer gesondert gebauten Tribüne vor dem Rathauseingang des überfüllten Platzes hielt. Die Worte Kennedys „Ich bin ein Berliner“ sind unvergessen.

Im April wird der Geburtstag, im Rahmen von schmalen Haushaltskassen, bescheiden, aber feierlich begangen.

Wie und wann wird gefeiert?

Bereits am 4. April um 18.00 Uhr wird eine Foto-Ausstellung im Foyer des Rathauses eröffnet. Gezeigt werden Bilder aus dem Buch „Verschlusssache – geheimnisvolle Orte im Rathaus.“

Am 11. April findet die Festveranstaltung statt. Hierfür konnten sich Bürgerinnen und Bürger bewerben. 20 Karten wurden verlost. Natürlich werden auch die verschiedensten Ehrengäste erwartet. Der Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika, John B. Emerson, wird die Festrede halten. Als Zeitzeugen berichten die ehemaligen Regierenden Bürgermeister Eberhard Diepgen (CDU) und Walter Momper (SPD). Ansonsten ist es eine geschlossene Veranstaltung. Zum Festakt eingeladen haben die Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD) und die Bezirksverordnetenvorsteherin Petra Dittmeyer (CDU).

Am 13. April, einem Sonntag, gibt es für Alle um 19.30 Uhr ein Open-Air-GlockenKlang-Konzert direkt vor dem Rathaus. Das Ganze steht unter dem Motto „Freedom Bells & Wishom Voices“ – ein Konzert für Notglocken, Elektronik und Voices.

Der Stadtteil Schöneberg ist von besonderer Bedeutung für die Geschichte der Elektronischen Musik. Vor etwa 44 Jahren gründete die Band Tangerine Dream in Schöneberg ihr erstes Studio.

Im Spannungsfeld von Freiheitsglocke und Berliner Schule überraschen fünf Musiker mit einer Auftragskomposition zu Ehren des 100jährigen Rathausjubiläums, wobei die Freiheitsglocke auch eine gewichtige Rolle spielen wird.

Die Federführung liegt dafür bei der Kulturstadträtin Jutta Kaddatz (CDU). Die Bezirksbürgermeisterin Schöttler wird das Konzertpublikum begrüßen. An diesem Tag wird es auch eine Reihe von Rathausführungen geben. Hier ist dann auch der imposante „Goldene Saal“ zu bestaunen.

Eine Gedenkmünze und ein Buch

Darüber hinaus gibt das Bezirksamt eine Gedenkmünze heraus, die bei der „Staatlichen Münze Berlin“ ab Anfang April zu erwerben ist und vom Bezirksamt als Präsent oder bei Auszeichnungen vergeben wird. Der Bezirk hätte sich auch eine Sonderbriefmarke gewünscht. Dieser Wunsch wurde jedoch vom Bundesfinanzministerium abgelehnt.


Historische Briefmarke

Aktuelles Logo

Die Untere Denkmalschutzbehörde des bezirklichen Stadtentwicklungsamtes, unter Federführung der Stadträtin Dr. Sibyll Klotz (Bündnis 90/Grüne), wird zudem in der „Blauen Reihe“, die bekannte, denkmalgeschützte Sehenswürdigkeiten im Bezirk beschreibt, ein Buch über das Rathaus Schöneberg herausgeben.

Im Februar 2014 führte der Kiezspaziergang von Angelikas Schöttler durch das Rathaus Schöneberg. Circa 250 Bürgerinnen und Bürger nahmen daran teil. Die Berliner Abendschau berichtete darüber.

Bereits im November 2013 fand eine beeindruckende Ausstellung Hundertjähriger statt: „100 Jahre Rathaus Schöneberg – Hochzeit, Schwarzmarkt und Randale – Hundertjährige erzählen.“

Wie wurde vor 100 Jahren gefeiert?

1914 wurde das Rathaus Schöneberg, als Rathaus der reichen Stadt Schöneberg, weit vor den Toren Berlins fertig gestellt. Die Stadtverordnetenversammlung tagte erstmals im Rathaus am 25. März 1914. Weges des Ausbruchs des 1. Weltkrieges wurde kein großes Fest zur Eröffnung gefeiert.

Es begann eine wechselvolle Geschichte. Während des 2. Weltkrieges wurden Teile vom Rathaus Schöneberg stark zerstört. Aber nach dem Krieg wurde dort, oft unter den widrigsten Umständen, wieder gearbeitet. Der Wiederaufbau war 1955 abgeschlossen.

Das große Rathaus: Lust und Last

Der Bezirk hat ein großes repräsentatives Rathaus, das gerne als Filmkulisse genutzt wird. Auch finden hier die verschiedensten kulturellen Veranstaltungen statt. Aber die großen Räumlichkeiten machen sich in der Budgetierung des Bezirkes negativ bemerkbar. Weitere aktuelle Probleme sind die neuesten Brandschutzbestimmungen und die Probleme bei den dafür notwendigen Umbauten, da der Denkmalschutz immer ein gewichtiges Wort mitzureden hat.

Jetzt wird aber erst einmal gefeiert.

Thomas Moser

 

 

Streit um Straßenfeste

Wie schon öfters berichtet, gibt es in Lichtenrade, rund um die Gestaltung und Organisation der Feste auf der Bahnhofstraße, schon seit längerer Zeit viel Unruhe. Verschiedene Gruppen und Veranstalter scheinen sich unversöhnlich gegenüber zu stehen.

Will Lichtenrade überhaupt noch Straßenfeste?

Diese Frage lässt sich nicht eindeutig beantworten. In den letzten Jahren waren viele Lichtenrader von den Festen rund um die Bahnhofstraße enttäuscht. Was alles Mal vor über 30 Jahren sehr harmonisch und engagiert mit der Aktionsgemeinschaft Bahnhofstraße e.V. begann, gestaltete sich mit den Jahren schwierig.

Foto: Thomas Moser
Das Zugpferd, dass Wein- und Winzerfest, feierte 2012 sein 25jähriges Jubiläum. Kurz danach hat die Aktionsgemeinschaft bekannt gegeben, dass sie keine Feste mehr selbst organisieren werden. Viele Geschäftsleute der Bahnhofstraße waren mit den Festen und mit der Aktionsgemeinschaft sowieso unzufrieden, andererseits beteiligten sich die Einzelhändler der Bahnhofstraße selbst kaum an den Festen. Der Weihnachtsmarkt war zu weiten Teilen zu einer Sauf-, Fress- und Billigeinkaufsmeile verkommen.

Trotz kurzer Vorbereitung im Jahr 2012 führte der Händler Joachim Jentsch den Weihnachtsmarkt durch. Er war dabei um eine gute Kooperation mit den Geschäftsleuten der Bahnhofstraße bemüht. Die Qualität der folgenden Feste konnten jedoch nicht erkennbar gesteigert werden. Dann kam wieder die Aktionsgemeinschaft Bahnhofstraße ins Spiel. Sie suchten sich als Veranstalter die Initiative „Family & Friends e.V.“, die in Westend schon seit einigen Jahren Feste organisieren. Letztendlich kam es für die Vergabe der Feste zu einer Verlosung im Bezirksamt, die wiederum auch zu heftigen Reaktionen bei den Betroffenen führte. „Family & Friends“ sagte wegen der schlechten Wetterverhältnisse kurzfristig den Maientanz im Jahr 2013 ab, konnten dann aber mit einem gelungenen Wein- und Winzerfest überzeugen.

Streit um die Feste geht weiter

Das Bezirksamt hat mittlerweile für alle Straßenfeste ein Konzept zum Genehmigungsverfahren vorgelegt, an dem sich die Veranstalter messen lassen müssen. Wenn gleichwertige Bewerbungen vorliegen, ist ein Losverfahren vorgesehen.

Der Streit um die Durchführung der Feste in Lichtenrade wird jetzt immer massiver. Das 2012 gegründete „Bürgerforum Zukunft Lichtenrade“ und die neue „Händlerinitiative Bahnhofstraße“ wollen nicht mehr fremdbestimmt sein. In einem Flugblatt heißt es, dass man sich mit einem professionellen Dienstleister selbst um die Feste bewerben will und für die Bahnhofstraße ein eigenes Profil entwickeln möchte. Ein Versuch der Initiativen, sich mit „Family& Friends“ als Durchführer zusammenzutun, ist gescheitert. Die Vorstellungen waren und sind sehr unterschiedlich. Man scheint zwei verschiedene Sprachen zu sprechen. Jetzt greifen die beiden Lichtenrader Initiativen in einem Flugblatt „Family & Friends“ an. Es wird gemutmaßt, dass Überschüsse nicht in Lichtenrade bleiben und die Lichtenrader Händler „wieder mal kein Mitspracherecht“ haben. „Family & Friends“ findet die Vorstellungen der Initiativen für abwegig und irreal. Für sie ist es in erster Linie wichtig, ein gutes Fest abzuliefern; dann kann man auch über die Überschüsse reden. Außerdem ist es in der Tradition mit der Aktionsgemeinschaft Bahnhofstraße auch weiterhin geplant, Spenden für Lichtenrader Initiativen und Vereine zur Verfügung zu stellen.

Das „Bürgerforum Zukunft Lichtenrade“ und die „Händlerinitiative Bahnhofstraße“ auf der einen Seite, und „Family & Friends“ und die Aktionsgemeinschaft auf der anderen Seite, werben nun mit verschiedenen Unterschriftslisten für ihre Sache. Ob man damit die jeweiligen Ziele erreichen wird, darf bezweifelt werden. Eine einvernehmliche Einigung scheint im Augenblick jedoch nicht möglich zu sein. Vielleicht belebt ja auch Konkurrenz das Geschäft? Jeder sollte die Möglichkeit haben, sich zu beweisen. Andererseits ist es für die Veranstalter und die Qualität von Festen wichtig, dass eine zuverlässige langfristige Planung möglich wird.

Was steht fest? Der Maientanz diesmal am Dorfteich!

Der Maientanz 2014 wird erstmalig am Dorfteich stattfinden. Die Bahnhofstraße ist wegen Bauarbeiten circa 6 Monate teilweise gesperrt. So bot sich der Umzug zum Dorfteich an. Der Maientanz wird am 17. und 18. Mai 2014 stattfinden. Veranstalter wird „Family & Friends“ in Kooperation mit der Aktionsgemeinschaft Bahnhofstraße sein. Die Veranstalter haben eine ausgedehnte Kunst- und Handwerkermeile mit einem Schmiede-Stand angekündigt. Ein Höhepunkt wird die Übertragung des DFB-Pokalfinales auf eine Großleinwand sein. Vielleicht finden die Lichtenrader ja so viel Vergnügen am neuen Standort, dass sich der Dorfteich dann auch für weitere Veranstaltungen erschließt. Für das Wein- und Winzerfest im September 2014 wird man abwarten, wer den Zuschlag erhalten wird und ob die Bahnhofstraße wieder für Feste zur Verfügung steht. Wichtig dürfte sein, dass das Wein- und Winzerfest durchgeführt wird. Wenn erst einmal ein Lücke entsteht, werden die Winzer ohne Probleme in andere Bezirke ausweichen können. Das dürfte dann auch der Tod dieser Traditionsveranstaltung für Lichtenrade sein. Aber soweit ist es noch längst nicht…

Froh können alle sein, dass der weihnachtliche gemeinnützige Lichtermarkt am Dorfteich quasi außer Konkurrenz läuft und viel Anklang bei den Besuchern findet.

Thomas Moser

 
Über mich
Internetzeitung von www.lichtenrade-berlin.de!
Hier wird jetzt in lockerer Folge von aktuellen Lichtenrader Geschehnissen berichtet. Eine Art "AKTUELLE INTERNETZEITUNG" könnte man auch sagen...
Viel Spaß dabei!
Mehr über mich
Archiv
21Publish - Cooperative Publishing