Der Lichtenrader rbb-Moderator Daniel Gäsche hat neues Buch geschreiben

Daniel Gäsches neues Buch „Eingereist & Abgetaucht – Illegal in Deutschland“erscheint im März 2014. Nach der Juppy-Biografie „Aus dem Leben eines Revoluzzers“ und „Born to be wild – Die 68 er und die Musik“ hat sich der Autor auf ganz andere Spurensuche begeben. Daniel Gäsche ließ sich von vielen Menschen, die ohne Papiere in Deutschland leben, ihre Schicksale erzählen. Ein junger Brasilianer lebt seit zehn Jahren ohne Papiere in Deutschland, schläft in eiskalten Kellern, putzt Büros. Er träumt davon, eines Tages aus dem Schatten zu treten und ganz normal durch Berlin gehen zu können. Viele Menschen trifft Daniel Gäsche.

Uns erzählt Daniel Gäsche, wie er zu dem Thema kam und welche Schwierigkeiten er bei der Recherche hatte:

Wie entstand die Idee und was ist Motivation beim Schreiben gewesen?

Meine Frau, die Brasilianerin ist, hat mich für das Thema sensibilisiert. Dank Ihrer Hilfe habe ich Menschen kennengelernt, die in der Illegalität leben oder den Weg aus der Schattenwelt ins Licht geschafft haben. Je mehr ich vom Leben und den Umständen in der Illegalität erfuhr – die tägliche Angst, in der U-Bahn kontrolliert, die Furcht, an die Polizei verraten zu werden, all die Schwierigkeiten, die sich für Menschen ohne Papiere ergeben –, desto größer wurde meine journalistische Neugier und ich musste unbedingt weiter recherchieren. So ging ich auf Spurensuche, begleitete Menschen, die als „illegal“ bezeichnet werden, hörte ihre Schicksale. Außerdem befragte ich Politiker aus verschiedenen Lagern und besuchte Kirchenvertreter, Polizisten und Ärzte  vor Ort, wo sie mit „Illegalen“ zusammentreffen. Alle haben Handlungsbedarf signalisiert, alle haben erkannt, dass das Thema endlich aus der „Tabuzone“ geholt werden und Lösungen gefunden werden müssen.

Welche Schwierigkeiten gab es bei der Recherche (ggf. ein besond. Problem)?

Zum Einen ist es schwer, das Vertrauen von Menschen zu gewinnen, die hier ohne Papiere leben. Sie sind aus verständlichen Gründen misstrauisch. Sie werden kriminalisiert, nur weil sie keinen Aufenthaltstitel besitzen. Zum Anderen war es richtig schwierig, Genehmigungen zu erhalten, um beispielsweise den Abschiebegewahrsam in Berlin oder Eisenhüttenstadt besuchen zu dürfen. Auch die Ausländerbehörde Berlin hat „dichtgemacht“, verweigerte Interviews. All das zeigt, wie sensibel das Thema ist und wie richtig die Entscheidung war, darüber ein Buch zu schreiben.

Daniel Gäsche ist 1968 in Berlin/West geboren, lebt dort und studierte Publizistik, Geschichte und Germanistik an der FU Berlin. Seit 30 Jahren ist er journalistisch tätig, u.a. für den RIAS Berlin, Radio Hundert 6, dem SFB, dem infoRadio und seit 2003 ist er Moderator beim rbb. Das Lichtenrader Magazin besuchte erst kürzlich Daniel Gäsche beim rbb (Ausgabe Februar 2014).


 Das Buch

Daniel Gäsche

Eingereist und abgetaucht 

Illegal in Deutschland

224 Seiten

Broschur 13,5 x 22 cm

ISBN 978-3-86189-866-5

14,90 Euro [D]

 E-Book

ISBN 978-3-86189-964-8

9,99 Euro [D]

Erscheint im März 2014

Militzke-Verlag

 

 

Bürgerversammlung – Und was nun?

Für den 25. März 2014 hatte die Bezirksverordneten-Vorsteherin Petra Dittmeyer zu einer Lichtenrader Einwohnerversammlung in das Gemeinschaftshaus eingeladen. Das Thema lautete: „Standortentwicklung Lichtenrade – Lebensader Bahnhofstraße gestalten!“

Initiiert wurde die Versammlung von der Lichtenraderin Jacqueline Lucke, die wissen wollte, was sich seit den letzten Verabredungen zur Situation in der Bahnhofstraße getan hat. Sie äußerte den Wunsch, dass der stiefmütterliche Zustand der Bahnhofstraße doch zu einem gemeinsamen Handeln führen sollte.

Im Gemeinschaftshaus Lichtenrade blieben viele Sitze im großen Saal unbesetzt. Circa 130 Teilnehmer informierten sich und diskutierten an diesem Abend über die Planungen rund um die Einkaufsmeile. Das gesamte Bezirksamtskollegium und die Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler standen Rede und Antwort. Auch waren viele Bezirksverordnete aus allen Fraktionen Gäste der Veranstaltung. Die große Beteiligung der Bezirkspolitik wurde sehr positiv aufgenommen. Viele Vertreter von Vereinen und Initiativen waren gekommen und gaben kurze Statements ab. Der „einfache“ Bürger war an diesem Abend deutlich in der Minderheit.

Positiv ist festzuhalten, dass diese Versammlung das Thema Bahnhofstraße am Köcheln hält. Der Eindruck hatte sich eingestellt, dass nach den Standortkonferenzen etwas Stillstand eingetreten ist. Die Stadtentwicklungsstadträtin Dr. Sibyll Klotz informierte über die neue „Koordinierungsstelle lokales Planen und Handeln“ in der Organisationseinheit Sozialräumliche Planungskoordination. Die Übersicht über den Stand der geplanten Maßnahmen für das Stadtteilzentrum Lichtenrade wurde vorgestellt und ist im Internet auf der Bezirksseite hinterlegt. Die Stadträtin informierte über angeschobene Änderungen des Flächennutzungs- bzw. Bebauungsplanes. Auch ist für das Gebiet der Nahariyastraße die Einrichtung eines Quartiersmanagements geplant.

Es wurden die mittelfristigen Planungsschritte für die Bahnhofstraße vom Bezirksamt betont. Klar ist jedenfalls, dass der Bezirk zumindest für die Haushaltsjahre 2014/2015 keine Gelder für Umbaumaßnahmen oder für ein Straßenmanagement eingeplant hat. Große finanzielle Sprünge wird sich das Bezirksamt wohl auch nicht in den Folgejahren leisten können. Bezirksbürgermeisterin Schöttler erläuterte die Situation und sprach die Initiativen an, dass man über verschiedene Wege versucht an andere Fördergelder heranzukommen. Bezirksbürgermeisterin Schöttler und Stadträtin Klotz zeigten sich punktuell ratlos, wie man die unterschiedlichen Interessen der Lichtenrader unter einen Hut bekommen soll. Besonders wichtig für weitere Planungen wird es sein, dass nur die gemeinsamen Ziele und Vorstellungen eine Chance zur Umsetzung haben werden.

Weitere Themen waren der Zustand der Straßen, ein fehlendes Verkehrskonzept, Fahrradstreifen und die Parkraumsituation in der Bahnhofstraße und natürlich auch die Feste (gesonderter Bericht folgt in den nächsten Tagen). Über das ehemalige Haus Buhr am S-Bahnhof, das seit einiger Zeit unter Denkmalschutz steht, wurde kontrovers diskutiert. Auch die offenen Planungen rund um die Dresdner Bahn wurden problematisiert. Einige parteipolitisch unterschiedliche Schwerpunkte wurden deutlich. Die CDU, vertreten war auch der Bundestagsabgeordnete Dr. Jan-Marco Luczak, wünschen sich auch kurzfristige Maßnahmen. Einig ist man sich jedoch, dass die positive Entwicklung von Lichtenrade wichtig ist und hierbei die Parteiinteressen keine Rolle spielen sollten. Zufriedenheit scheint bei allen Betroffenen darin zu bestehen, das man sich im März 2013 auf ein gemeinsames „Leitbild für die Entwicklung und Qualifizierung der Bahnhofstraße“ einigen konnte, das Maßstab für das weitere Handeln sein wird.

Einige zusätzliche Infos wurden gegeben. Für das ehemalige Georg-Kriedte-Haus am Kirchhainer Damm, das vom Liegenschaftsfond verwaltet wird, finden Gespräche mit einem Freien Träger statt, der hier betreute Unterkünfte für wohnungslose Menschen plant.

Die Ökumenische Umweltgruppe informierte über das 1. Lichtenrader Modefrühstück vor der alten Mälzerei. Die Veranstaltung wird am 28. Juni stattfinden. Die Carl Zeiss Oberschule wird dort Mode präsentieren.

Thomas Moser

 

 

Informationen des Jugendamtes +++ Region Lichtenrade

KICK-Lichtenrade

Bei KICK-Lichtenrade (Träger: Gesellschaft für Sport und Jugendsozialarbeit, GSJ) wird es einen Personalwechsel geben. Der Mitarbeiter J. Lindhorst, der sich mit seinen Angeboten einen Namen gemacht hat, wird seinen Arbeitsvertrag zum 1. April beenden. Der Träger sucht einen geeigneten Nachfolger.

Das Boxtraining (Kick-Projekt) wird weiterhin im Mehrzweckraum des KJC Barnetstraße durchgeführt, nachdem es ursprünglich bis zur Schließung wegen Wasserschadens im Jugendkeller stattfand. Dieser Raum wird vom Jugendkeller jetzt als Musikzimmer eingerichtet.

Jugendkeller

Der Jugendkeller Lichtenrade hat den Ausbau des „Musikzimmers“ fast abgeschlossen. Es werden noch Instrumente für die Ausstattung gesucht. Dann können die jugendlichen Besucher_innen ihrem Bedürfnis zu musizieren nachkommen. Es fehlen in Lichtenrade generell geeignete Proberäume für Nachwuchsmusiker.

Schulrallye

Am 11. April veranstaltet die Annedore-Leber-Grundschule, Schulsozialarbeit und Lehrerinnen, erneut eine Schulrallye mit den 5. Klassen. In enger Kooperation mit den Kinder- und Jugendeinrichtungen Lichtenrade lernen die Schüler_innen die Einrichtungen und ihre speziellen Angebote kennen.

Bildungsraum Lichtenrade Mitte

Der Bildungsraum Lichtenrade Mitte hat sich am 17. Februar erneut getroffen. Besprochen wurden die Entwicklungen in den einzelnen Bereichen, Aktivitäten wie Schulrallye (siehe vorhergehender Punkt), das gemeinsame Sommerfest der Annedore-Leber-Grundschule und Theodor-Haubach-Schule und Überlegungen zur Bildung einer gemeinsamen Öffentlichtkeitsplattform für den Bildungsraum Lichtenrade Mitte.

Jugend-Demokratiefond

Die Teilnahme der Lichtenrader Einrichtungen an dem Jugend-Demokratiefond (2. Teil) und die Bildung einer Kinderjury sind auch in 2014 gewährleistet. Die Vorbereitung findet in den Einrichtungen statt.

Kooperation zwischen Schule und Jugendhilfe

Das zweite Treffen „Kooperation zwischen Schule und Jugendhilfe“, Region Lichtenrade, fand am 17. März statt. Das Schwerpunktthema war „Elternarbeit gemeinsam und erfolgreich gestalten“.

24.05.14 – Fest der Nachbarn

Das Outreach Team im Waschhaus nimmt das „Fest der Nachbarn“, welches am 24. Mai europaweit stattfinden wird, zum Anlass, um 10 Jahre Streetwork im Nahariya Kiez mit den Nachbarn zu feiern. Dazu sind alle in der Zeit von 13 bis 18 Uhr herzlich eingeladen.

 

25.3. Bürgerversammlung im Gemeinschaftshaus +++ Die Zukunft der Bahnhofstraße u.a.

Liebe Nachbarn und Freunde in Lichtenrade, ich möchte Sie darauf aufmerksam machen, dass aufgrund einer Einladung der Bezirksverordnetenversammlung am kommenden Dienstag, 25. März um 18:00 im Gemeinschaftshaus Lichtenrade eine Bürgerversammlung stattfindet. Diese Einladung geht auf den Antrag eines Bürgers oder einer Bürgerin zurück. Das Anliegen bzw. der Gegenstand der Beratung ist ziemlich allgemein formuliert, jedenfalls geht es um die Lebensqualität in unserem Ortsteil und um die Verkehrssituation auf der Bahnhofstraße. Immerhin wäre dies eine weitere Gelegenheit, den Mitgliedern der BVV ( soweit sie anwesend sein werden) gegenüber auszusprechen, was uns auf den Nägeln brennt.

Mit freundlichen Grüßen

Ökumenische Umweltgruppe Lichtenrade

Reinhart Kraft


Foto: BerLi-Press

 

 

 

Lichtenrade-Pfarrer-Lütkehaus-Platz: Wochenmarkt verschoben

Der für Samstag (15.3.2014) angekündigte Bauern-Wochenmarkt in Lichtenrade findet aus technischen Gründen leider nicht bzw. zu einem späteren, noch nicht genannten Termin statt. Schade.... 

 

 

Berliner Geschichten: Zwischen Bomben und Bienenstich

Der Radiomacher Hans Karl Schmidt ist extra nach Berlin gekommen, um sein Hörbuch „Zwischen Bomben und Bienenstich“ vorzustellen.

Im Rahmen der Veranstaltung „Rudow liest“, die bereits im dritten Jahr stattfindet, konnte „Atze“ Hans Karl Schmidt für eine Lesung gewonnen werden.

Eine bittersüße Geschichte

Es wurde eine bittersüße Geschichtsstunde aus dem Alltag, die Schmidt mit viel Charme und Tiefgründigkeit in der alten Dorfschule Rudow präsentierte. Der große Veranstaltungsraum war bis auf den letzten Platz gefüllt. Den richtigen Bienenstich gab es dann in der Pause.

 

 

Hans Karl Schmidt (82) ist in Berlin in der Nähe vom Lietzensee aufgewachsen. Er lebte mit seiner Mutter in den Wirren der Zeit des Nazi-Terrors in Berlin. Mit seinen Freunden Ede und Popel macht Hänschen Berlin unsicher und wächst vom kleenen Piefke zum jungen Mann heran, der als Flakhelfer im Splittergraben für den Kriegseinsatz vorbereitet wird.

Mit seiner Lesung ist es Hans Karl Schmidt gelungen, die Zuhörer mit auf eine Zeitreise in seine Jugend zu nehmen. Der Radiomacher ist Baujahr 1931 und hat seine Kindheit im sogenannten „Dritten Reich“ verbracht. Hans Karl Schmidt kann die Kleinigkeiten des alltäglichen Lebens in seinen Geschichten lebendig werden lassen. Wer kennt noch den Ruf nach „Brennholz für Kartoffelschalen“, hat Kinderlandverschickungen erlebt, hat als Jugendlicher bei der Rübenernte helfen müssen oder Appelkähnen aus Werder hinterhergeschaut? Ein besonders schönes Geschenk der Mutter an Hans war ein Kaleidoskop, das mit den wechselnden Formen und Farben viele Kinder in dieser Zeit in Verzückung versetzte. Die eine oder andere selbst erlebte Geschichte wird beim Zuhörer im Kopfkino wieder lebendig und manches Mal geht ein Raunen durch die Reihen.

Die Radiostimme erzählt von der Jugend für die Jugend

Hans Karl Schmidt hat eine angenehme sonore Stimme, die es den Zuhörern bei den Geschichten nicht langweilig werden lässt. Das Berlinische „jeht ihm jut“ von der Hand, aber auch andere Stimmen und Dialekte kann Schmidt unaufdringlich und liebevoll lebendig werden lassen.

Der staunende Junge Hans Karl erlebt Berlin und seine kleine Welt. Der große Schmidt präsentiert seine Geschichten frech, gefühlvoll und verschmitzt. Im zweiten Teil seiner Lesung, wenn es um seinen Flaghelfereinsatz bei der Hitlerjugend geht, ist die Kost eher schwer verdaulich. Für Hans Karl Schmidt ist es wichtig, dass er nicht nur alte Geschichten erzählt. Er besucht Schulklassen und er will den ganz normalen Wahnsinn in seiner Jugend für die heutigen Kinder lebendig werden lassen.

Auf der Website vom Hörbuch-Verlag heißt es dazu passend: „Scheinbar leichten Fußes, aber dennoch emotional und eindrucksvoll, schafft es der Künstler, Erinnerungen einer ganzen Generation an eine Zeit des Wahnsinns, der Propaganda und der Willkür in kurzen Geschichten in Worte zu fassen, Erinnerungen an Gefühle, an unerwartete Reaktionen anderer, an Menschen und Orte und an andere prägende Erlebnisse.“

Das Hörbuch „Berliner Geschichten“ von Hans Karl Schmidt, bereits 2005 produziert, ist ein Juwel unter den Hörbüchern.

Vom Tellerwäscher zum Radiomann

Hans Karl Schmidt wanderte 1954 nach Kanada aus. Vom Tellerwäscher bei Woolworth und über andere Tätigkeiten kam er zum Radio in Montreal. Er fing mit deutschsprachigen Sendungen für Einwanderer an und lernte erst einmal richtiges Sprachdeutsch.

1960 kehrte er nach Deutschland zurück und begann als Programmgestalter und freier Moderator beim RIAS in Berlin. Camillo Felgen holte ihn nach Luxemburg, wo er als „Atze“ im Berliner Dialekt eine recht lose Zunge für die damaligen Zeiten hatte. Seine eher seriöse Stimme kennt man noch vom WDR oder dem Hessischen Rundfunk. Heute im Rentenalter produziert Schmidt regelmäßig eigene Radiosendungen im Internet: http://www.radio-landeck.de . Das ist ein unaufgeregtes besonderes „Radio Atze“ mit einem etwas anderen Musikmix!

In seinem nächsten Projekt will „Atze“ Radiogeschichten erzählen. Eins ist sicher, Schmidt hat viel erlebt und kann viel und spannend erzählen. Da kann man nur gespannt sein. Hans Karl Schmidt wird wieder Berlin besuchen.

Berliner Geschichten – NCA-Hörbuch mit Musik von und mit Hans Karl Schmidt

Doppel-CD oder als mp3 zu beziehen / ISBN 3-86562-205-4

Thomas Moser

 


Hans Karl Schmidt (re) mit seinem Radiofreund Peter Sturm

Fotos: BerLi-Press / Thomas Moser

 

 

 

100 Jahre Rathaus Schöneberg +++ Karten zu gewinnen!!!

Was haben der fünfte Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland Karl Carstens, der US-amerikanische Boxer Joe Louis, „Brown Bomber“ genannt, der französische Schauspieler Louis de Funès, der deutsche Maler August Macke und der Oscar-Preisträger Sir Alec Guinness mit dem Rathaus Schöneberg gemeinsam?

Sie alle haben im Jahr 2014 ihren 100. Geburtstag!!

Das Jubiläum des steinernen Wahrzeichens und weltweiten Symbols für den Freiheitswillen des westlichen Berlin soll gebührend begangen werden.

Aus diesem Anlass laden Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler und Bezirksverordnetenvorsteherin Petra Dittmeyer am Freitag, dem 11. April 2014 in das Rathaus Schöneberg zu einer Festveranstaltung ein.

Bei der Veranstaltung für geladene Gäste wird der Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika John B. Emerson eine Festrede halten. Die ehemaligen Regierenden Bürgermeister Eberhard Diepgen und Walter Momper fungieren als Zeitzeugen und erzählen aus ihrer Zeit im Rathaus Schöneberg, als dieses noch Sitz der Berliner Regierung war.

Anschließend bietet ein Empfang in der Brandenburghalle - in der schon John-F.-Kennedy und die Queen gespeist haben – die Gelegenheit, Gedanken auszutauschen und in der Fotoausstellung des Künstlers Volker Wartmann „Verschlusssache - Geheimnisvolle Orte im Rathaus Schöneberg“ neue Blickwinkel des Hauses zu entdecken.

Sie haben die einmalige Gelegenheit, für diese besondere Geburtstagsfeier Karten zu gewinnen! Senden Sie einfach bis zum 23. März 2014 eine Postkarte (Datum des Poststempels) oder eine E-Mail mit dem Stichwort „100 Jahre Rathaus Schöneberg“

an folgende Adressen:

Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg

Büro der Bezirksbürgermeisterin

10820 Berlin

oder

bzbm@ba-ts.berlin.de

Unter den Einsendern werden 20 mal zwei Karten verlost. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Foto: Thomas Moser

 

 

Frauenmärz 2014: AkzepTANZ praktizieren

Das Motto vom bezirklichen Frauenmärz 2014 lautet „AkzepTANZ". Dem Bezirk Tempelhof-Schöneberg, seiner Kulturstadträtin Jutta Kaddatz (CDU) und der umtriebigen Organisatorin, der Leiterin der dezentralen Kulturarbeit, Ute Knarr-Herriger, ist eine grandiose Auftakt-Veranstaltung gelungen.

AkzepTANZ, die Wortspielerei im Titel, die ein aktives Einverstandensein mit der besonderen Bewegung des Tanzes kombiniert, soll Brücken bauen und Herzen öffnen. Im Lichtenrader Gemeinschaftshaus ist dieses Konzept voll und ganz aufgegangen. Nun steht ein ganzer Monat mit interessanten Veranstaltungen, von Frauen für Frauen, an.

Das sehr feinfühlig abgestimmte Programm verzauberte die Gäste der Eröffnung.

Heike Hennig schreitet zum Podium


...hier mit der Veranstalterin Ute Knarr-Herriger
Zur Eröffnung sprach die Autorin, Regisseurin, Choreografin und Gastprofessorin Heike Hennig, die als herausragende Vertreterin des zeitgenössischen Tanzes einen Einstieg in das Motto "AkzepTANZ" vermittelte. Die stellvertretende Bürgermeisterin und Stadträtin Jutta Kaddatz übernahm die Begrüßung der Besucherinnen und der Ehrengäste.


Ute Knarr-Herriger, Ekkehard Band, Jutta Kaddatz, Angelika Schöttler
Viele bezirkliche Vertreterinnen und Vertreter der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) waren gekommen. Die BVV-Vorsteherin Petra Dittmeyer (CDU), die Stellvertreterinnen Martina Zander-Rade (Die Grünen) und Ingrid Kühnemann (SPD), sowie die Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD) mit ihrer Mutter, Stammgäste vom Frauenmärz, waren dabei. Der ehemalige Bezirksbürgermeister Ekkehard Band und der ehemalige BVV-Vorsteher Rainer Kotecki gaben sich auch die Ehre.

Das leckere Gebäck der ufaBäckerei konnte in der Pause die angeregten Gespräche versüßen.

Tanz wurde in verschiedenen Richtungen vermittelt.

Klassischen Tanz  in geradezu anmutiger Grazie zeigte ein zwölfjähriges Tanzpaar, dass man nur so staunen konnte.


Cha-Cah-Cah vom Feinsten präsentierten die Berliner Meister Robert Beitsch und Anastasia Bodnar vom bezirklichen Tanzsportclub Blau-Silber Berlin e.V.. Unter dem Motto "Respect for Voguing" wurde vom „House Of Melody" ein Tanzstil der 60er Jahre aus den Harlemer Ballrooms der homosexuellen Subkultur gezeigt.





Die Künstlerinnen und Künstler vom Circus Sonnenstich, junge Menschen mit geistiger Behinderung, vermittelten in ihren Präsentationen viel Eleganz, Grazie und Anmut. Die Gäste staunten über die bewundernswerten akrobatischen Einlagen.

Einen besonderen Höhepunkt hat sich die Veranstalterin Ute Knarrr-Herriger ausgedacht. Die beiden grundverschiedenen Tanzrichtungspärchen interpretierten hinreißend, ohne Vorbereitung, einen gemeinsamen improvisierten Tanz: Praktizierte AkzepTANZ auf der Bühne.


Das Improvisationstheater "frei.wild" hat schon 2013 das Publikum begeistert. Die Impro-Künstlerinnen und Künstler nahmen Themen der Veranstaltung und viele Zurufe aus dem Publikum spontan auf. Es wurde soviel gelacht, dass bei vielen Gästen die Tränen in den Augen standen.



Der glamouröse Abschluss wurde von der Artistin Viktoria Lapidus geboten, die mit viel Frauenpower zeigte, dass auch Frauen mit Rubensfigur den Rhythmus im Blut haben. Eine sensationelle und farbenprächtige Präsentation.

 

Blumensträuße für alle Mitwirkenden, auch für die fleißigen weiblichen Geister im Hintergrund der Veranstaltung, wurden von Jutta Kaddatz am Schluss der Veranstaltung übergeben.

Eine wirklich gelungene und fein abgestimmte Veranstaltung!

Thomas Moser (auch Fotos)

 

 

Vom Jugendhilfeausschuss: Mitteilungen der Verwaltung/Region Lichtenrade

Lortzingclub

Im Lortzingclub ist seit dem 01.01.14 eine zusätzliche pädagogische Mitarbeiterin tätig. Die Öffnungszeit konnte auf 4 Tage erweitert werden. Zusätzliche Angebote für die Wochenenden sind geplant. Die Winterferien wurden genutzt, um die Räume zu renovieren. Neuanschaffungen wurden getätigt.

Am 12.02.14 übergab der Lesezirkel Weißgerber erneut einen Scheck an eine Freizeiteinrichtung in Lichtenrade. Diesmal wurde der Lortzingclub mit 500,00 € für die pädagogische Jugendarbeit bedacht. Die Firma Weißgerber unterstützt seit vielen Jahren Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit in kommunaler oder freier Trägerschaft.

Winterferien

In den Winterferien haben in den Jugendeinrichtungen verschiedene Sportturniere wie Snooker und Tischtennis unter reger Beteiligung der Jugendlichen stattgefunden.

Der Kinder- und Jugendclub Barnetstraße kann durch Sponsoring mit seinen Kindern und Jugendlichen viele Bundesligaspiele besuchen. Es gibt regelmäßig Einladungen im Bereich Handball, Basketball, Eishockey und Fußball. Gruppen bis zu 15 Personen nehmen diese Einladungen mit Begeisterung wahr.

Fotoausstellung in der Briesingstraße „Kaleidoskop – Lichtenrade im Goldenen Rahmen“

Seit dem 06.02.14 stellen Jugendliche aus dem Kinder- und Jugendclub Barnetstraße in der zweiten Etage der Briesingstraße ihre Fotos aus. Mit Unterstützung einer Mitarbeiterin der Einrichtung haben sie in einem Fotoworkshop „ihr“ Leben in Lichtenrade im Bild festgehalten. Es werden Menschen und Orte gezeigt, die das Leben der Jugendlichen in Lichtenrade ausmachen - sehr sehenswert.

Ein weiteres Fotoprojekt ist bereits in Planung zum Thema „Rassismus“. Dieses Thema wird aktuell in den Jugendeinrichtungen in Lichtenrade diskutiert. Die Jugendlichen im Barnetclub arbeiten mit Begeisterung an Fotos zum Thema, um sie in der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Schulstation Wunderinsel an der Nahariya Grundschule

Im Januar stellten sich die Mitarbeiterinnen des neuen Projektes „Integrationslotsen“ (Träger NUSZ) vor. Sie bieten Unterstützung in türkischer, russischer und arabischer Sprache an, um Brücken zwischen den Kulturen zu bauen.

Im Elterncafe der Schulstation stellte sich im Januar Frau Mroczynski vom Präventionsteam des Polizeiabschnitts 47 vor. Sie beantwortete Fragen der Eltern zur Gewaltprävention und rund um die persönliche Sicherheit. Im Februar stellt sich die Ev. Beratungsstelle mit ihrer Arbeit und ihren Beratungsangeboten den Eltern vor.

Das Erzählcafé für Eltern und Kinder findet wöchentlich statt und wird sehr gut besucht. Ehrenamtliche Lesepatinnen der Schule unterstützen die Mitarbeiterinnen der Schulstation bei der Vorbereitung und Durchführung.

Am 11.02.14 startete eine neue Koch-AG für Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen. Seit Januar 2014 besteht ein Mädchenprojekt zum Thema „Sicher und Stark“. Wöchentlich nehmen 12 Mädchen aus den 4. Klassen am Gruppentreffen teil.

Ebenfalls im Januar 2014 begann das Projekt „Mach dich fit, beweg dich mit!“ in Kooperation mit dem Kinder- und Jugendgesundheitsdienst Lichtenrade. Die Kinder der 1. Klassen wurden von Dr. Völger in der Schule gewogen und gemessen. In Folge dieser Untersuchungen finden die ersten Projektvormittage mit den einzelnen Klassen statt, in denen es um Ernährung, Entspannung und Bewegung geht. Im März wird dann ein gemeinsames Kochen mit Kindern und Eltern stattfinden, bei dem die Eltern Informationen über die Projektvormittage erhalten und sich über gesunde Ernährung und Bewegung informieren können.

Zwei neue Klassen haben im Januar mit wöchentlich stattfindenden Einheiten zum sozialen Lernen in der Schulstation begonnen.

Die Kiezrunde Lichtenrade

Die Kiezrunde Lichtenrade fordert mit einem Flyer in Postkartengröße die Anwohner_innen, Vereine, soziale Einrichtungen, Gewerbetreibende und Wohnungsbaugesellschaften auf, sich stärker in ihrem Kiez zu engagieren. In der Kiezrunde werden Veranstaltungen sowie Aktivitäten gemeinsam geplant und durchgeführt. Es gibt Raum für eigene Ideen und Wünsche. Mit dem regelmäßigen Austausch sollen Schwierigkeiten im Kiez benannt und möglichst ausgeräumt werden, um die Lebensqualität der hier lebenden Menschen zu verbessern

RAG Lichtenrade

Am 19.Februar traf sich die RAG Lichtenrade (Arbeitsgemeinschaft nach § 78 SGB VIII) in der Schulstation der Nahariya Grundschule mit dem Schwerpunktthema „Basiswissen Inklusion, Projekt ABBa: Analyse, Beratung, Barrieren abbauen“. Als Referentin ist Frau Pohl, Gesellschaft für sozialkulturelle Arbeit (GskA) eingeladen.

Bildungsraum Lichtenrade Mitte

Am 13.2.2014 traf sich der Bildungsraum Lichtenrade Mitte im Nachbarschafts- und Familienzentrum Finchleystraße zur Planung der Aktivitäten für 2014.

 

Vorschläge für die Tempelhof-Schöneberger Verdienstmedaillen und den Förderpreis 2014

Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg möchte auch in diesem Jahr ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger des Bezirks mit der Verdienstmedaille auszeichnen. Daneben kann ein mit 1.000 € dotierter Förderpreis für freiwilliges, bürgerschaftliches Engagement verliehen werden.

Im Bezirk engagieren sich Bürgerinnen und Bürger auf vielfältige Art und Weise. Im sozialen, kulturellen und gesundheitlichen Bereich, in der Jugendarbeit und im Sport, um nur einige Engagementfelder zu nennen, leisten sie einen wesentlichen Beitrag für den Zusammenhalt und das Funktionieren der Gesellschaft. Dieses vielfältige und lebendige Engagement ist wesentlicher Bestandteil unseres demokratischen Gemeinwesens.

Mit dieser Auszeichnung soll dieses uneigennützige Engagement, das vielmals im Stillen erbracht wird, anerkannt und gewürdigt werden.

Die Verdienstmedaille wird an Personen verliehen, die sich durch ihre außerordentliche, herausragende und nachhaltige Leistung (mindestens 8 Jahre) für die Allgemeinheit insbesondere im sozialen, kulturellen oder wirtschaftlichen Bereich um den Bezirk verdient gemacht haben.

Neben der Verdienstmedaille kann ein Förderpreis, der mit 1.000 € dotiert ist, vergeben werden. Mit dem Förderpreis sollen vorbildliche Leistungen von Personen, Gruppen oder Projekten, die im Dienst der Gemeinschaft und im Bezirk erbracht wurden, öffentlich anerkannt und gefördert werden.

Beide Auszeichnungen sollen zugleich zu eigenverantwortlichem, gemeinnützigem Handeln und zu bürgerschaftlichem Engagement für das Gemeinwohl ermuntern.

Die Ausschreibung der Verdienstmedaille als offener Wettbewerb erfolgt unter der Schirmherrschaft von Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler. Eine Jury wird jeweils die eingehenden Vorschläge sichten und über die Ehrungen entscheiden.

Die schriftlichen Vorschläge und ihre Begründungen nimmt das Ehrenamtsbüro bis zum 31.07.2014 (Poststempel) entgegen.

Kontakt:

Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg von Berlin

Ehrenamtsbüro

John-F.-Kennedy-Platz

10825 Berlin

ehrenamtsbuero@ba-ts.berlin.de

 

6 Monate: Baustelle Bahnhofstraße

Die Lichtenrader Bahnhofstraße wird zur Großbaustelle.

Die "neue" Verkehrsführung...und die Ruhe vor dem Sturm...
Nicht etwa, dass jetzt die Bahnhofstraße umgestaltet wird, nein, die Berliner Wasserbetriebe führen umfangreiche Erdarbeiten am öffentlichen Entwässerungsnetz durch. Seit einigen Wochen konnte man schon Vorarbeiten beobachten. Das Verkehrschaos in der Bahnhofstraße wird dadurch sicher nicht besser!

Ab 3. März wurde die Bahnhofstraße, zwischen Mellener Straße und Lichtenrader Damm/Goltzstraße, zur Einbahnstraße in Richtung Osten. In die Gegenrichtung werden die Busse und der gesamte Verkehr über die Löptener- und Mellener Straße zurück zur Bahnhofstraße geführt.

Laut Auskunft der Berliner Wasserbetriebe ist mit einer Bauzeit von 6 Monaten zu rechnen. Die Arbeiten sind dringend notwendig. Es erfolgt eine Kanalinstandsetzung und gleichzeitig werden auch alte Trinkwasserrohre ausgewechselt. Die Arbeiten sind auf dem Gehweg und auf der Fahrbahn notwendig  ToM

Foto: Die Vorarbeiten haben gegonnen...
und jetzt ist der tägliche Stress angesagt:





Fotos Thomas Moser

 

 

Rechte Tendenzen auch in Lichtenrade

Bei den Aufklebern fängt es an…

Im Jahrespressegespräch schnitt die Bezirksbürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg, Angelika Schöttler, die unterschiedlichsten Themen an. Neben der Wirtschaftsförderung, dem Jubiläum 100 Jahre Rathaus Schöneberg, dem Flächenmanagement und der Personalentwicklung, war für die Bürgermeisterin auch der Rechtsextremismus ein wichtiges Thema: „Rechtsextremismus ist leider auch ein Problem in Tempelhof-Schöneberg. Mein Anliegen ist es, alle Kräfte gegen Rechtsextremismus zu mobilisieren und gemeinsam zu handeln!“ Angelika Schöttler betont: „Ich bin mir sicher, dass der Kampf gegen rechtsextreme, rechtspopulistische und rassistische Verhaltensweisen und Einstellungsmuster eine breite Vernetzung in der Zivilgesellschaft sowie die kontinuierliche Stärkung der demokratischen Kultur in unserem Bezirk erfordert. Dabei ist es wichtig, ein möglichst großes Spektrum an demokratischen Kräften und Institutionen einzubeziehen.“

Der Rechtsextremismusbericht für den Bezirk Tempelhof-Schöneberg wurde im Dezember 2012 vorgestellt und dann im Jahr 2013 im Bezirk diskutiert. Im Vorwort heißt es von der Bürgermeisterin: „Leider sind aber auch in Tempelhof-Schöneberg immer wieder Vorfälle mit rechtsextremen, rechtspopulistischen oder rassistischen Hintergrund zu beobachten.“

Eine wichtige Rolle bei der Erstellung des Berichtes hat die enge Zusammenarbeit mit der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (mbr) und der Opferberatungsstelle ReachOut gespielt.

Im Bericht heißt es: „Nach Auskunft der mbr tauchen vorwiegend im Ortsteil Lichtenrade immer wieder rechtsextreme Sprühereien und Aufkleber auf. Die mbr berichten weiter, dass rund um den S-Bahnhof Lichtenrade und im John-Locke-Kiez, sowie zeitweise im Umfeld der Theodor-Haubach-Schule und der Ulrich-von-Hutten-Oberschule regelmäßig NS-Symbole, geschichtsrevisionistische, antisemitische und gegen Linke gerichtete Parolen angebracht werden. Einige Sprühereien sind mit `Freie Nationalisten Tempelhof` versehen.“ Weiter heißt es: „Dem Lagebericht der mbr ist zu entnehmen, dass nicht von einem festen rechtsextremen Personenzusammenhang, sondern eher von spontan angelegten Aktionen rechtsextrem(orientierter)er Jugendcliquen ausgegangen wird. Der S-Bahnhof Lichtenrade wird mitunter als Treffpunkt von rechtsextrem(-orientierten) Jugendlichen genutzt.“

Übergriffe auch anderen Teilen vom Bezirk

In Friedenau gab es den Überfall auf den Rabbiner Daniel Alter und es wurden diverse Stolpersteine, die zum Gedenken an Opfer der NS-Zeit in Bürgersteigen eingesetzt wurden, mit Farbe übersprüht. Hiergegen gab es eindrucksvolle Solidaritätsbekundungen und Demonstrationen.

Im Bericht wird ausgeführt, dass der Bezirk Tempelhof-Schöneberg für Weltoffenheit sowie Akzeptanz steht und sich klar gegen menschenverachtende und nationalistische Ideologien positioniert: „Alle in der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg vertretenden Parteien treten offen für ein vielfältiges und tolerantes Tempelhof-Schöneberg ein. Durch das Aufhängen des Transparentes mit der Aufschrift ´Tempelhof-Schöneberg für Demokratie und Toleranz gegen Rassismus, Extremismus und Gewalt´ zeigt der Bezirk zu entsprechenden Anlässen öffentlich `Flagge` gegen nationalistische, rechtsextremistische und rassistische Haltungen.“

Auch gegen einen Aufzug der NPD in Marienfelde protestierten lautstark viele Bürger, demokratische Parteien und Initiativen.

Aufbau eines Netzwerkes und Zivilcourage

Für Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler ist es wichtig, dass „eine breite Vernetzung gegen rechtsextreme Aktivitäten und die Stärkung der demokratischen Kultur in unserem Bezirk“ entsteht. Für eine gut vernetzte Bürgergesellschaft sieht Schöttler besonders in Marienfelde, Friedenau und Schöneberg Nord positive Tendenzen. Für andere Teile im Bezirk, so auch in Lichtenrade, wünscht sich die Bürgermeisterin in dieser Frage eine größere Vernetzung. Im Rechtsextremismusbericht wird aber auch eingeräumt, dass eine erfolgreiche Vernetzungsarbeit Zeit benötigt. Es gilt bestehende Vernetzungsstrukturen zu festigen und die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Akteuren zu intensivieren.

Eines ist aber sicher, dass rechtsextreme Tendenzen „im Kleinen“ schon im Alltag kritische Aufmerksamkeit zu schenken sind. Das fängt mit Aufklebern und gedankenlosen Äußerungen von Vorurteilen an. Schweigen und wegschauen ist der Nährboden für rassistisches und fremdenfeindliches Gedankengut. Da sollte sich jeder von uns, also die sogenannte Zivilgesellschaft, selbst an die Nase fassen.

Thomas Moser

Auch im Lichtenrader Magazin 03/2014


 

 
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Hier wird jetzt in lockerer Folge von aktuellen Lichtenrader Geschehnissen berichtet. Eine Art "AKTUELLE INTERNETZEITUNG" könnte man auch sagen...
Viel Spaß dabei!
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