Wir wollen in die Röhre und nicht auf eine Wand gucken!

Die meisten Lichtenrader wünschen sich einen Bahntunnel für die Verbindung zum geplanten Großflughafen. Die Fluglärmdiskussion in Berlin und Lichtenrade, rund um den geplanten Flughafen BER, ist erst einige Jahre alt. Über Lärm der Eisenbahn und eine Zerschneidung des Ortsteils Lichtenrade durch die Wiederinbetriebnahme der Dresdner Bahn wird schon seit über 16 Jahren diskutiert, geplant, demonstriert und abgewartet. Bei einem Tunnel würden die Lichtenrader gerne auch „in die Röhre gucken.“

Wie könnte es aussehen, wenn die Dresdner Bahn ebenerdig geführt wird...Chaos...Eine Grafik der BI Dresdner Bahn (Danke für die Genehmigung der Veröffentlichung!)

Ganz aktuell verkündet der Wahlkreis-Bundestagsabgeordnete Dr. Jan Marco Luczak (CDU), dass Bahnchef Rüdiger Grube erstmals von einer Tunnellösung für Lichtenrade gesprochen hat. Das berichteten übereinstimmend Ende Januar 2014 CDU-Bundestagsabgeordnete, die ein Treffen mit Grube hatten. Luczak fordert nun, dass das jetzige Verfahren gestoppt wird und die neue Variante geplant wird. „Das sind sehr erfreuliche Nachrichten für Lichtenrade und Berlin“, sagte Luczak gegenüber dem rbb-Fernsehen: „Ich werde den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit und Herrn Grube bitten, sich an einen Tisch zu setzen und das Projekt unter Dach und Fach zu bringen. Der Tunnel ist jetzt in greifbarer Nähe. Diese Chance dürfen wir nicht verstreichen lassen.“ Mittlerweile hat der Bundestagsabgeordnete Luczak den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit angeschrieben und einen Termin zwischen der Bahn und dem Land Berlin angeregt.

Für die Tunnellösung: M. Rawert SPD, J-M. Luczak CDU, H. Krestel FDP und von der BI Manfred Beck 
Eins ist aber auch deutlich, dass das Land Berlin sich an den Kosten zumindest beteiligen muss. Dafür hat man auch sich in der letzten Koalitionsvereinbarung auf Landesebene ausgesprochen. Es wird wohl darauf ankommen, mit welcher Summe sich das Land Berlin beteiligen wird. Der stellvertretende BI-Vorsitzende Rainer Welz betont die Wichtigkeit der Verabredung zwischen SPD und CDU auf Landesebene: „Die Schachtel im Schaufenster des Koalitionsvertrages muss mit Leben gefüllt werden. Auch habe man im vergangenen Jahr mit Staatssekretär Michael Odenwald (CDU) gesprochen. Das Bundesverkehrsministerium habe dabei Entgegenkommen signalisiert und deutlich gemacht, dass eine Tunnellösung politisch vorstellbar sei. Welz dazu: „Vorher sind wir 14 Jahre gegen ein Bollwerk der Ministerialbürokratie angelaufen.“ Die BI drängt darauf, dass die Gespräche zwischen Bund und Land, zwischen den Verkehrsstaatssekretären Michael Odenwald und von Berliner Seite Christian Gaebler (SPD), aufgenommen werden. Nach Information der Berliner Morgenpost bemüht sich der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) um einen Gesprächstermin beim neuen Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU).

Die „Bürgerinitiative Lichtenrade-Dresdner Bahn-Bahn für die Menschen“ ist von Anfang an aktiv dabei, hat sich Fachwissen erarbeitet und Spenden akquiriert, um schlimmstenfalls eine gerichtliche Auseinsandersetzung führen zu können. Für die BI ist eindeutig, wir brauchen einen Tunnel für die Menschen in Lichtenrade! Verschiedene Bundesverkehrsminister waren schon eingeschaltet. Seit Gründung der BI ist der mittlerweile 8. Bundesverkehrsminister, aktuell Dobrindt, im Amt. Eine stolze Durchlaufquote für ein Amt mit offensichtlich begrenzter Verweildauerchance.

Für die BI gibt es viele Punkte, die für eine Tunnellösung sprechen. Der Vorsitzende der BI, Manfred Beck, erläutert die Position: „Bei einer ebenerdigen Lösung würde es vielfältige Probleme bei der Unterführung der Bahnhofstraße geben. Das starke Gefälle der Bahnunterführung wäre die steilste Unterführung in Berlin. Bei Regen und Schnee könnten schnell Probleme auftreten.“ Auch sei die Schließung des Straßenüberganges Wolziger Zeile für viele Menschen ein Problem und die Kiez-Einkaufsmeile Bahnhofstraße würde eine reine Durchfahrstraße werden.

Eine andere Diskussion bringt Beck so richtig in Rage. So hat das „Bürgerforum Zukunft Lichtenrade“ einen verkürzten Tunnel vorgeschlagen. Wie das Lichtenrader Magazin in der September-Ausgabe 2013 berichtete, schlägt das Bürgerforum und der Vorsitzende, Dr. Georg Wagener-Lohse, einen kürzeren Tunnel vor, der erst nach dem Bahnhof Schichauweg mit der Absenkung beginnt. Darüber ist Manfred Beck von der BI Dresdner Bahn jedoch entsetzt. Diese Diskussion hatten wir schon mit Experten der Bahn vor über 10 Jahren und waren uns einig, dass dies gar nichts bringen würde und die Kosten auch nicht erheblich senken würde. Nach Auffassung der BI würde der kürzere Bahntunnel mit einem stärkeren Gefälle verschiedene Probleme aufwerfen und weniger Anwohner wären dann entlastet.

Die bislang von der Bahn nicht bestätigte Aussage von Grube ist eine große Hoffnung für die Anwohner in der Nähe der Bahntrasse. Die Beteiligten sind sich jedoch einig, dass „die Kuh noch längst nicht vom Eis ist“. Wichtig ist, dass die Bahn mit der Planung der Tunnellösung beginnt und Bund und Land in einem engen Abstimmungsprozess bleiben. Genauso wichtig scheint aber auch, dass in Lichtenrade selbst sich nicht die Interessenlagen der langjährigen BI und des Bürgerforums gegenseitig lähmen. Die BI hat inzwischen Bahnchef Grube um ein Gesprächstermin gebeten.

Thomas Moser (auch Fotos)
Auch im Lichtenrader Magazin 03/2014...

 

 

Verdienstmedaillen 2013 später verliehen

Ende letzten Jahres hat das Orkantief „Xaver“ die Verleihung der Medaillen verhindert. Nun war es endlich soweit. Mitte Februar 2014 ehrte der Bezirk Tempelhof-Schöneberg Bürgerinnen und Bürger für herausragendes freiwilliges Engagement mit der Verleihung von Verdienstmedaillen. 

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD) legt großen Wert darauf, dass Dank und Anerkennung für vorbildliche ehrenamtliche Arbeit ausgesprochen werden, da dieses persönliche Engagement für unsere Gesellschaft unverzichtbar ist: „Bürgerschaftliches Engagement bildet die Basis unserer Demokratie und unseres demokratischen Selbstverständnisses.“

Foto v.l.n.r.: Edgar und Ingrid Kuchenbecker, Bernd Puhlmann, Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, Klaus Assmann, Wolfgang Spranger, Maria Wilhelm

Ehrungen für engagierte Ehrenamtler

Aus Lichtenrade wurde das Ehepaar Ingrid und Edgar Kuchenbecker geehrt.

Beide sind seit 1979 Mitglieder im Schulsportverein Lichtenrade e.V (SSVL) und seit dieser Zeit ehrenamtlich in verschiedenen Funktionen im Verein besonders engagiert. Die Laudatorin Elisabeth Korte-Hirschfeld, Vorsitzende des Bezirksportbundes, würdigte dieses besondere Engagement.

Ehrenamtliches Engagement und verständnisvolle Partner

Auch Wolfgang Spranger, der Vorsitzende des Trägervereins Lichtenrader Volkspark, wurde mit der Verdienstmedaille geehrt. Seit 1982 ist er aktives Vereinsmitglied und seit 2006 dessen Vorsitzender. Mit den wenigen aktiven Mitgliedern hält er den Park in Lichtenrade am Leben. Wolfgang Spranger engagiert sich aber auch in anderen Bereichen im Bezirk und hilft tatkräftig bei vielen Veranstaltungen. Für dieses außergewöhnliche und nicht selbstverständliche soziale Engagement wurde Wolfgang Spranger mit der Verdienstmedaille gewürdigt. Die Laudatio für Wolfgang Spranger hielt die Bezirksverordnetenvorsteherin Petra Dittmeyer (CDU). Sie betonte, dass der Geehrte im ganzen Bezirk bekannt ist und auch regelmäßig die Sitzungen der BVV besucht. Die BVV-Vorsitzende würdigt ihn als einen sehr guter Organisator, Motivator und Netzwerker, der auch die Patenschaft zum Landkreis Cham (Niederbayern) mit Leben erfüllt. Aus Cham kommt seit 30 Jahren der Weihnachtsbaum für das Rathaus Tempelhof. Am Schluss der Rede dankte Petra Dittmeyer ausdrücklich der Ehefrau Gisela: „Ein so langes ehrenamtliches Engagement gelingt nur, wenn der Partner dafür Verständnis hat und mitzieht.“

Wolfgang Spranger und Petra Dittmeyer

Vielfältige Aktivitäten wurden ausgezeichnet

Bernd Puhlmann ist Mitbegründer des Komitees zur Förderung von Jugendaustauschprojekten e.V. (CPYE) und seit dessen Gründung im Jahr 1988 Vereinsvorsitzender. Für seine langjährige ehrenamtliche Arbeit wurde ihm die Verdienstmedaille verliehen. Der Vorsitzende der SPD-Fraktion, Jan Rauchfuß, war der Laudator für Puhlmann.

Auch Klaus Assmann war bei den Geehrten. Er wurde für sein Engagement im sozialen Bereich geehrt. Selbst erblindet, leitet er seit 10 Jahren die Bezirksgruppe Tempelhof-Schöneberg des Allgemeinen Blinden- und Sehbehindertenvereins Berlin. Die Grüne Bezirksverordnete Elisabeth Kiderlen nahm die Ehrung vor.

Die Würdigung von Maria Wilhelm wurde von der stellvertretenden BVV-Vorsteherin Martina Zander-Rade (Grüne) vorgenommen. Maria Wilhelm ist im Jahr 1997 als Spätaussiedlerin nach Deutschland gekommen. Seit 2001 ist sie im Integrationszentrum Harmonie e.V. ehrenamtlich tätig und erteilt in großem Umfang Deutschunterricht.

Förderpreis für Stadtteilzeitung

Zeitgleich verleiht der Bezirk immer einen Förderpreis. Mit dem Förderpreis 2013, der mit 1.000 € dotiert ist, wurde das ehrenamtliche Redaktionsteam der „Stadtteilzeitung Schöneberg-Friedenau-Steglitz“ ausgezeichnet.

Die Stadtteilzeitung konnte 2013 ihr 10-jähriges Jubiläum feiern. Seit 2003 erarbeitet eine Redaktion, bestehend aus etwa 20 Ehrenamtlichen, zehn Ausgaben pro Jahr in einer Auflagenstärke von 10.000 Stück, die kostenlos der Nachbarschaft zur Verfügung gestellt werden.

Die Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement, Frau Hella Dunger-Löper (SPD) nahm an der Feierstunde teil. Eine würdevoll gelungene Festveranstaltung!

Thomas Moser

 Fotos von Lothar Duclos (DANKE!)

 

AkzepTANZ beim Frauenmärz in Tempelhof-Schöneberg

Eine bunte Veranstaltungsreihe soll es wieder werden. Jedes Jahr wird bis zur letzten Minute überlegt, geplant, angefragt und koordiniert. Für den Frauenmärz, eine traditionelle Veranstaltung in Schöneberg-Tempelhof, wird alljährlich immer wieder ein besonders buntes und anspruchsvolles Programm auf die Bühne gezaubert.


Ute Knarr-Herriger, sonst für die dezentrale Kulturarbeit im Bezirk zuständig, ist besonders in der Vorbereitungsphase zum Frauenmärz mit jeder Menge Überstunden und Engagement dabei. Der 29. Frauenmärz wird unter dem Motto „AkzepTANZ“ begangen. Im Programm heißt es dazu: „Akzeptanz ist ein aktives Einverstanden-sein, also den Kreis zu öffnen und Andere und Anderes willkommen zu heißen. Für ein besseres, verständigeres Miteinander. Weit mehr als nur Toleranz! Tanz, eine perfekte Form, sich anders auszudrücken, eine eigene Sprache, die international verstanden wird. Tanz hilft über „Lücken“ hinweg, öffnet Herzen und kann sie auch retten. Also, tanzt, tanzt, tanzt!“

Die Frauenmärz-Veranstaltungen stehen unter dem Motto: Von Frauen für Frauen. Aber Männer sind auch immer herzlich willkommen.

Eröffnungsveranstaltung mit vielen Höhepunkten


Die beliebte große Eröffnungsveranstaltung findet wieder im Gemeinschafthaus Lichtenrade in der Barnetstraße statt. Die Tore öffnen sich am 7. März. Um 19 Uhr startet das Programm, das wieder von der zuständigen Stadträtin Jutta Kaddatz eröffnet wird. Jutta Kaddatz (CDU) ist stellvertretende Bezirksbürgermeisterin und Bezirksstadträtin für Bildung, Kultur und Sport und „stolz auf die lange Tradition vom Frauenmärz.“

Mit eröffnen wird Heike Hennig, Autorin, Regisseurin, Choreografin und Gast-Professorin am Institut für Theater-Wissenschaften der Universität Leipzig, den Frauenmärz. Sie ist durch ihre innovative Arbeit und ausgeprägte künstlerische Positionen hervorgetreten und wird über die Landesgrenzen hinweg als „herausragende Vertreterin des zeitgenössischen Tanzes“ wahrgenommen.

Tanzen und Theater

AkzepTANZ wird durch das junge Tanzpaar Johann Rachstein und Natalia Mariankowska vom bezirklichen Tanzsportclub Blau-Silber Berlin e.V. auf die Bühne gebracht.

Der Circus Sonnenstich wird die Zuschauerinnen in eine andere Welt führen. Das zirzensische Programm wurde kontinuierlich zu einer eigenen, bezaubernden Sprache weiterentwickelt und „ein fein gewobener, sanfter Flow in eine Zauberzirkuswelt“ entsteht.

Mit Cha-Cha-Cha vom Feinsten werden Robert Beitsch und Anastasia Bodnar die Gäste beeindrucken. Luft anhalten und staunen ist im Programm versprochen. International tanzen sie für Berlin beim Wold Dance Concile. Viktoria Lapidus ist der lebende Beweis dafür, dass auch Frauen mit Rubensfiguren den Rhythmus im Blut haben. Mit ihrer Comedy-Hula Hoop-Nummer wird sie die Blicke auf sich ziehen.

Das Improvisationstheaters „frei.wild“ wird aus aufgeschnappten Inhalten und Wortfetzen ein witziges, im wahrsten Sinne des Wortes einmaliges Programm gestalten. „Spot an“ heißt es auch für das „House Of Melodie“, die „Voguing“, einen Tanzstil der 60er Jahre aus den Harlemer Ballrooms der homosexuellen Subkultur, präsentieren.

Petra Schwarz wird wieder durch das Programm führen, Süßes und Salziges wird von der ufaBäckerei angeboten und die attraktive Tombola lockt wieder mit attraktiven Gewinnen. Der Eintritt ist frei.

Frauenmärz hat Tradition

Die Veranstaltung hatte im Bezirk Tempelhof, in einem noch etwas kleineren Rahmen, seinen Ursprung. Was aus der engagierten Zusammenarbeit von Musikschule, Volkshochschule und Bürgerinnen und Bürgern zum Thema Frauenemanzipation begann, ist eine feste und beliebte Institution im Bezirk Tempelhof-Schöneberg geworden.

Viele Politikerinnen jeglicher Couleur wie Ingrid Holzhüter, Hanna-Renata Laurien, Jutta Limbach, Carola von Braun, Ingrid Stahmer, Regine Hildebrand, Renate Künast, Antje Vollmer, Brigitte Zypries und viele andere unterstützten den Frauenmärz von der ersten Stunde an. Mit gefördert wird der Frauenmärz natürlich auch von zahlreichen männlichen Unterstützern und steht, auch wenn er von Frauen gemacht ist, für alle offen, für Frauen und Männer.

Thomas Moser

Freitag, 7. März 2014, Beginn 19 Uhr, rechtzeitiges Erscheinen wird empfohlen!

Ort der Eröffnungsveranstaltung:

 Gemeinschaftshaus Lichtenrade   Lichtenrader Damm/Ecke Barnetstraße   12305 Berlin

Weitere Informationen und das gesamte Programm UNTEN oder unter www.dezentrale-kulturarbeit.de oder www.frauenmaerz.de

Auch im Lichtenrader Magazin 03/2014:

Das weitere Frauenmärz-Programm:

Chansontheater Cat with Hat

8. März (Samstag) 18.30 Uhr

Das Duo Tanja Buttenborg (Akk, voc) u. Anja Gessenhardt (voc) präsentiert Geschichten und Lieder rund um die Sehnsucht. Frech und clownesk, charmant und elegant, treffsicher und träumerisch spielen sie mit Nähe und Distanz, mit Macht und Ohnmacht, mit eigenen heimlichen und unheimlichen Sehnsüchten und denen des Publikums.

Die Lieder, die sie singen, sind Geschichten, die sie spielen, eigene Stücke aber auch Klassiker der Musikgeschichte. Das Publikum wird von Anfang an auf charmante Weise in das Geschehen einbezogen. Für das letzte Lied werden die Sehnsüchte des Publikums aus dem Hut gezogen, so gibt es in jeder Show einen neuen, einzigartigen und sehr persönlichen Song für die Gäste.

Eine Veranstaltung der Frauenbeauftragten Tempelhof-Schönebergs in Kooperation mit BEGINE – Treff und Kultur für Frauen e.V. zum Internationalen Frauentag

Eintritt frei!

Ort: BEGINE Potsdamer Straße 139 10783 Berlin

 

Lesung: Fern der Freiheit

9. März (Sonntag) 11 Uhr

Wir begegnen ihnen in der U-Bahn, auf der Straße und auf Plätzen: Menschen, die sich unangepasst benehmen. Sie reden mit sich selbst, werden manchmal laut. Sie stören, sie verstören uns. Schnell gehen wir ihnen aus dem Weg, meiden den Kontakt, sei es aus Angst, sei es aus Unverständnis. Was sind das für Menschen? Warum sind sie so? Akzeptieren kann man nur, was man kennt.

Die Sozialpädagogin Margarete Radeck stellt exemplarisch das Leben eines psychisch erkrankten Menschen zwischen Normalität und Verrücktheit dar, das die Banalität und die Absurdität des Alltags mit einer psychiatrischen Störung schildert.

Eintritt frei!

Ort: Rathaus Schöneberg Theodor-Heuss-Saal John-F.-Kennedy-Platz 10820 Berlin

 

9. März (Sonntag) 16 Uhr

SonntagsKino: Tanz mit der Zeit

Die Karrieren im klassischen Ballett enden früh, spätestens Mitte 30. Die Choreografin Heike Hennig hat die einst führenden Mitglieder des Leipziger Balletts auf die Bühne zurückgeholt. Der Film von Trevor Peters ist eine anrührende, bewegende Dokumentation. Sie zeigt nicht nur das außergewöhnliche Ergebnis der tanzenden 80jährigen auf der Bühne der Oper Leipzig, sondern der Film ist auch ein warmes Plädoyer für ein aktives, würdevolles Leben in reiferen Jahren.

Bei Kaffee und Kuchen genießen wir diesen wunderbaren Film im kleinen Kino im Rathaus Schöneberg.

Eintritt frei!

Ort: Rathaus Schöneberg Theodor-Heuss-Saal John-F.-Kennedy-Platz 10820 Berlin

 

11. März (Dienstag) 19:30 Uhr

Diskussion: Frauen bei der Bundeswehr?!  Perspektiven & Akzeptanz von Soldatinnen

Die neue Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat die ersten Themen gesetzt: Wie sind Familie und Beruf für weibliche Soldaten vereinbar? Wie sieht die Karriereplanung von Frauen bei der Bundeswehr aus? Über aktuelle Entwicklungen und die Akzeptanz von weiblichen Soldaten diskutiert Dr. Jan-Marco Luczak CDU MdB gemeinsam mit dem Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages Hellmut Königshaus und der Kommandantin eines Kriegsschiffes.

Eintritt frei!

Ort: Rathaus Schöneberg Casino John-F.-Kennedy-Platz 10820 Berlin

 

12. März (Mittwoch) 20Uhr

Krimi – Lesung: „Unglückskeks“ oder auch: Angermüllers achter Fall

Undurchsichtig. Keiner weiß, wovor Sophie Angst hat, denn nach einer Kopfverletzung kann sie weder sprechen noch schreiben. Befindet sie sich in Gefahr? Kommissar Georg Angermüller muss das Rätsel um einen toten Chinesen auf den Schienen bei Reinfeld ergründen. Der Lübecker Ermittler und sein Team recherchieren lange ohne greifbaren Erfolg, müssen sich über ignorante Kollegen und ihren obersten Chef ärgern - und essen öfter mal, nicht nur mit Stäbchen, bis sie endlich der Lösung des Falles näher kommen … Die Krimi-Autorin Ella Danz berichtet.

Eine Kooperation mit dem TKK- Tempelhofer Kunst- und Kulturverein

Eintritt frei!

Ort: Bezirkszentralbibliothek Eva-Maria-Buch-Haus Götzstr.8/10/12 12099 Berlin

 

13. März (Donnerstag) 20 Uhr

Szenische Lesung: Beim nächsten Liebhaber wird alles anders!

Frauen und ihre Liebhaber - eine literarische Reise durch die Buchwelt der letzten 150 Jahre. Von Madame Bovary, über Gaby Hauptmanns „Hengstparade„ zu Ingrid Nolls „Ladylike„. Wie Frauen mit ihren Liebhabern umgehen, wie Liebhaber mit Frauen verfahren, hören und sehen Sie in der Lesung szenischem Spiel, mit viel Witz vorgetragen, von der Schauspielerin Monica Gruber. Ein amüsanter und nachdenklicher Abend für Frauen und ihre Ehemänner.

Eintritt frei!

Ort: Mittelpunktbibliothek Schöneberg Hauptstr. 40 10827 Berlin

 

14. März (Freitag) 14 Uhr – 19 Uhr

Messe: Kreativ. Vernetzt. Vielfältig: Frauen unternehmen

Nach diesem Erfolg öffnen sich nun zum zweiten Mal die Türen des Rathauses Schöneberg für die Unternehmerinnenmesse des UTS. Dieses Mal haben sich rund 50 Freiberuflerinnen und Selbstständige aus Tempelhof und Schöneberg angemeldet und präsentieren ihre Produkte und Dienstleistungen von A wie Architektur bis W wie Werbung. In Workshops, Seminaren und Vorträgen können sich die Besucherinnen und Besucher über das Angebot informieren, mitmachen und diskutieren.

Weiteres: www.frauenunternehmen-messe.de.

Eintritt frei!

Ort: Rathaus Schöneberg John-F.-Kennedy-Platz 10820 Berlin

 

14. März (Samstag) 20 Uhr – 1 Uhr

Disco: Let’s Dance!

Nach getaner Arbeit hinein ins Wochenende! Querbeet durch alle Stilrichtungen! Auf engstem Raum mit viel Spaß einfach nur tanzen! Das ist das Motto des heutigen Abends. Also runter vom Sofa und: Let’s dance!

Eintritt frei!

Ort: Rathaus Schöneberg Souterrain John-F.-Kennedy-Platz 10820 Berlin

 

15. März (Samstag) 14 Uhr und 20 Uhr

TanzMusikTheater: Pilotinnen - Kindheitstraum und Größenwahn

Der Boden unter den Füßen verschwindet – abtauchen, aufsteigen. Mit Stimme, Körper, Loopstation und einem Zelt erkunden Katharina Wunderlich und Lina Fai den Luftraum, innere Räume und deren Grenzbereiche. Sie träumen vom freien Flug, werden eingesogen in virtuelle Welten, ringen mit der Erdanziehung und machen sich auf den Weg, sich selbst zu begegnen. Zeitgenössische Tanzperformance und atmosphärische Livemusik greifen ineinander. Ready for take off – Starterlaubnis erteilt!

Eintritt frei!

Ort: Weiße Rose Kulturzentrum Martin-Luther-Straße 77 10825 Berlin

 

21. März (Freitag)

Politische Tagesfahrt

Der Tempelhof-Schöneberger Bundestagsabgeordnete Dr. Jan-Marco Luczak (CDU) lädt zur ersten politischen Tagesfahrt der neuen Legislaturperiode ein. Die Fahrt steht unter dem Motto des diesjährigen Equal Pay Days am 21. März und richtet sich daher insbesondere an Frauen. Geplant sind u.a. ein Gespräch im Bundesverteidigungsministerium zum Thema "Frauen bei der Bundeswehr", eine Diskussion mit Jan-Marco Luczak sowie ein Besuch auf der Reichstagskuppel. Anmeldungen aus dem Bezirk werden ab sofort entgegengenommen unter: jan-marco.luczak@bundestag.de, Tel.: 030 22772867, Fax 030 22776978. Mit  folgenden Angaben und einem gültigen Ausweis: Vor- und Nachname, Geburtsdatum, Geburtsort, Anschrift, E-Mail-Adresse und Telefonnummer für Rückfragen.

Eintritt frei!

 

22. März (Samstag) 20 Uhr

Impro-Theater: Die ImproTanten

Die ImproTanten: wilde 13 Frauen und ein Pianist schmeißen sich ins Zeug nach Ihren Vorgaben. Jeder Abend ein einmaliges Erlebnis, jede Figur nur im Hier und Jetzt, jeder Satz neu und für diesen Moment und jede Melodie, jedes Lied eine einzigartige Komposition. Mit Ihrer Hilfe erleben wir, was uns gemeinsam bewegt...

Die ImproTanten – Wiederholungstäterinnen und neue Kursteilnehmerinnen der VHS Tempelhof-Schöneberg. Der Pianist – Peter Bleckmann. Die Leitung – Dorothee Wendt

Eine Veranstaltung der Volkshochschule Tempelhof-Schöneberg.

Eintritt frei!

Ort: Kolleg der VHS-Schöneberg Nürnberger Str. 63 10787 Berlin

 

22. März (Samstag) 20 Uhr – 1 Uhr

Tanz: Betti’s Ballhaus

Wo immer das Damenorchester Salome zu hören ist, können die Füße nicht still stehen bleiben. Wie ein Reflex setzen sich die Töne sofort in Tanzbewegungen und gute Laune um! Egal, ob gut geübter Tänzer oder nicht, ob zu zweit oder allein: ab, auf die Tanzfläche! Das ist gelebte AkzepTANZ!

Michael Sacher vom mala junta führt uns in den argentinischen Tango ein und Anna Porzelt mit ihrem Partner Roman Dashuber in den Balboa, eine Form des Swings. Balboa ist elegant, verspielt und so subtil, dass man selbst zu schnellster Musik beneidenswert lässig übers Parkett gleiten kann... . Durch den Abend führt uns gekonnt charmant Carola Söllner, unsere Conférencière. Also: tanzen und einfach Spaß haben, der große Willy-Brand-Saal macht es möglich!

Eintritt frei!

Ort: Rathaus Schöneberg John-F.-Kennedy-Platz 10820 Berlin

 

23. März (Sonntag) 16 Uhr

SonntagsKino: Frauen sind Heldinnen

Egal ob in Brasilien, Indien oder Kenia: Der Streetart-Künstler JR stieß an den chaotischsten Orten auf einzigartige Frauen. Sie alle stehen mit beiden Beinen fest im Leben. Lachen und Weinen liegen bei ihnen stets nah beieinander, und mitunter blicken sie sogar dem Tod ins Auge. Er machte sie mit seinen monumentalen Fotografien zu Heldinnen. Doch anstatt seine Werke im Museum auszustellen, verwandelte er ganz Dörfer, Slums und Favelas in Galerien, indem er ihre Fotos in Riesenformaten in ihrer Umgebung plakatiert.

Bei Kaffee und Kuchen genießen wir diesen wunderbaren Film im kleinen Kino im Rathaus Schöneberg.

Eintritt frei!

Ort: Rathaus Schöneberg Theodor-Heuss-Saal  John-F.-Kennedy-Platz 10820 Berlin

 

28. März   20 Uhr

29. März   20 Uhr

30. März   16 Uhr

Freitag - Sonntag

Kabarett Korsett: „... heiter bis bissig“

In unserem 19. Bühnenjahr stellen wir fest „Mir liebet Schwobn“. Ach „... hast du schon gehört“, wir haben wirklich „gut beobachtet“ und sind uns sicher, „dass bisschen Sex“ ist „Völkerverständigung“ nach dem Motto „Einer für Alle“

Leitung: Dorothee Wendt.

Eine Veranstaltung der Albert-Einstein-Volkshochschule Tempelhof-Schöneberg.

Vorbestellungen sind dringend erforderlich! Tel. 88677322 Iris Oldenburg  oder frauenstimmen-online@gmx.de Petra Tschorn. Die Eintrittskarten müssen bis spätestens 30 Min. vor Beginn abgeholt werden.

Eintritt frei!

Ort: Gemeinschaftshaus Lichtenrade Lichtenrader Damm/Ecke Barnetstraße 12305 Berlin

 

29. März Samstag 20 Uhr – 1 Uhr

Tanzparty: LebensLust

Raus aus dem Alltag, rein in Lebensfreude, Lachen und Tanz – einen ganzen Abend lang! Eine bunte Mischung aus Disko- und Paartanz erwartet Euch getreu unserem Motto „von ABBA bis Rosenstolz mit einem Hauch von Walsa bis Salsa“. Bringt Eure Freundinnen mit und tanzt mit uns! Ladies only.

Eintritt 6€- 8€

Ort: Pinellodrom, Dominicusstr. 5-9, 10823 Berlin

 

29. März (Samstag) 20 Uhr

Performance & Gespräch: WER WEIß ... WEIßES WISSEN  und beyond

Wo findet Pippi Langstrumpf‘s Vater seinen Reichtum? Warum heißt es „entdecken“, wenn Weiße reisen? Wessen Wissen gilt als Wissen? Wessen Wahrheit steht in Schulbüchern?

blank: wer_weiß? ist eine performative Collage über die Auseinandersetzung zweier weißer Performer_innen mit dem was sie (nicht) wissen. Die Gruppe meet MIMOSA zeigt blank:wer_weiß? Und lädt zum anschließenden Publikumsgespräch mit Sharon D. Otoo

Eintritt frei!

Ort: Rathaus Schöneberg Goldener Saal John-F.-Kennedy-Platz 10820 Berlin

 

30. März (Sonntag) 17 Uhr

Autorenlesung: Aus der Reihe tanzen?!

Wie soll es laufen? Schritt für Schritt, immer brav eingereiht - oder sollte man aus der Reihe tanzen? Und wie steht es dann mit der Akzeptanz? Antworten finden Sie vielleicht in den Texten von LIT, der Tempelhofer Autorengruppe mit Helga Gensow, Rotraud Hellhake, Eva Jagnow, Evelyn Lenz, Ursula Schorsch,Ute Seiderer, Ingrid Walter, Dr. Gerhard Weil, Käthe Wetzel und Ute Malkowsky-Moritz, Leitung und Moderation.

Eintritt frei!

Ort: Salon der Leo Kestenberg Musikschule Alt-Mariendorf 43 12107 Berlin

 

28. Februar – 4. April 8 Uhr – 21 Uhr

Fotoausstellung: Via Baltica – Menschen und Städte in Estland

Gesangs- und Tanzfeste haben sowohl in Estland als auch in Lettland und Litauen eine alte Tradition. 1989 gab es in den baltischen Staaten die „singende“ Revolution: im Zuge der Loslösungsbestrebungen der baltischen Republiken von der Sowjetunion bildete sich eine beherzte Menschenkette zwischen Tallinn und Vilnius. Sie sangen Freiheitslieder.

Claudia Quaukies zeigt in ihrer Ausstellung Fotos von der estnischen Lebensfreude, der Natur und den Städten.

Eine Veranstaltung der VHS Tempelhof-Schöneberg.

Eintritt frei!

Ort: VHS-Galerie Barbarossaplatz 5 10785 Berlin Foyer im 1. Stock

Jedes Jahr wird bis zur letzten Minute überlegt, geplant, angefragt und koordiniert. Für den Frauenmärz, eine traditionelle Veranstaltung in Schöneberg-Tempelhof, wird alljährlich immer wieder ein besonders buntes und anspruchsvolles Programm auf die Bühne gezaubert.

 

 

 

 

Bauernmarkt in Lichtenrade

Der Termin 15. März ist aus technischen Gründen gestrichen!!! Wir informieren...

 

Pressespiegel Berliner Woche

Mal in eigener Sache ... tja, 10 Jahre ist es her mit der Website, aber das Jubiläum ist für mich erst im nächsten Jahr (Feb. 2015)!

 

Geschichtswerkstatt Lichtenrade: Fotos von Lichtenrade gesucht

Die Geschichtswerkstatt Lichtenrade sucht Fotos von Lichtenrader Ecken, die sich verändert haben. Bestimmt schlummern in Ihren Alben auch noch Schätze.

Fotos für eine kleine Ausstellung: Natur und Geschichte

Am Sonntag, den 15. Juni 2014 findet wieder das Fest zum „Langen Tag der Stadtnatur“ in den Lichtenrader Blohmgärten statt. Diesmal wird das Motto des Festes „Natur und Geschichte“ sein. Der Zusammenhang zwischen diesen beiden Themen liegt gerade bei der Marienfelder Feldmark mit ihrer unmittelbaren Nähe zum ehemaligen Grenzstreifen nah. In Berlin gibt es viele Grünflächen, die eng mit der Geschichte der Stadt verknüpft sind: Mauerstreifen, Park am Gleisdreieck und Südgelände, ehemalige Müll- oder Trümmerberge und nicht zuletzt das Tempelhofer Flugfeld können als Beispiele genannt werden. Gerade beim ehemaligen Flugfeld wird es künftig darum gehen, die Nutzung so zu gestalten, dass weder die historischen Aspekte – und hier insbesondere die Geschichte der Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen auf dem Flugfeld – noch die Funktion als grüne Lunge der Stadt und Naherholungsgebiet verloren gehen.

Auch Fotos der 60er bis 80er Jahre gesucht

Die Stadt hat sich in den letzten Jahren rasant verändert und auch vor Lichtenrade haben diese Veränderungen nicht halt gemacht. Zwar gibt es immer noch relativ viel Grün, welches es zu bewahren gilt. Aber erinnern Sie sich noch, wie es hier früher aussah? Für junge Menschen und Zugezogene unvorstellbar und für Alteingesessene sicher auch ein bisschen nostalgisch soll eine Fotoausstellung mit einem Vergleich bestimmter Lichtenrader Ecken dies beim Fest der Stadtnatur zeigen. Wir freuen uns, wenn Sie in Ihren Fotoalben Bilder finden, die hierzu einen Beitrag liefern könnten und Sie uns die Fotos zur Verfügung stellen würden. Natürlich würden wir die Fotos duplizieren und Sie erhalten Ihre Originale so schnell wie möglich zurück Dabei geht es nicht nur um die wirklich uralten und sehr seltenen Fotos aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, auch in den 60er, 70er und 80er Jahren gab es hier noch Ecken, die heute kaum wiederzuerkennen sind.


Bahndamm zwischen Buckower Chaussee und Schichauweg

Vielleicht können die Fotos von Andreas Bräutigam, aus dem Jahr 1982, ermuntern, selbst mal in alten Fotokisten zu stöbern.

Wenn Sie interessante Fotos beisteuern könnten, freut sich die Geschichtswerkstatt über Ihre Rückmeldung.

Ansprechpartnerin für die Fotos ist Ruth Zantow, Geschichtswerkstatt-Lichtenrade / Berliner Geschichtswerkstatt per Mail  geschichtswerkstattlichtenrade@t-online.de 

Tel.: 215 44 50.

 Kontaktmöglichkeit gerne auch über postmaster@lichtenrade-berlin.de

 

 

Tempelhofer Jugendclub kann dank einer Spende seine Angebote und Kurse erweitern

Erinnerung an die Zeit der Kindheit

(Berlin – 18. Februar 2014): Der Weißgerber Lesezirkel spendierte dem LortzingClub in Lichtenrade 500 Euro für Renovierungsarbeiten. Ute Weißgerber-Knop übergab den Scheck an Daniel Bona, Leiter des Jugendclubs. Anwesend waren auch Roland Stähle, Geschäftsführer der AHB-Berlin Süd gGmbH und Beatrix Veenhoven, pädagogische Sachbearbeiterin im Jugendamt Tempelhof-Schöneberg. Während Daniel Bona die Chefin vom Weißgerber Lesezirkel anschließend durch das Haus begleitete, erinnerte sie sich gerne an die Zeit ihrer Kindheit, wo sie viele Stunden im LortzingClub verbrachte. „Ich bastelte Männchen aus Kastanien oder spielte Blockflöte. Ab und zu gab es ein Puppenspiel und es wurden Puppen aus Pappmaché hergestellt. Oder zu Weihnachten wurde ein Adventskranz angefertigt. Ich habe den Club wirklich heute noch in sehr guter Erinnerung. Umso mehr liegt mein Interesse darin, den Jugendclub auch weiter zu unterstützten“, sagt Ute Weißgerber-Knop, Inhaberin des Weißgerber Lesezirkel.

Der LortzingClub will in diesem Jahr seine Öffnungszeiten und seine Angebote erweitern. „Dank der Spende des Weißgerber Lesezirkel können wir jetzt alle Räume nutzen. So können auch unter anderem Kurse in Musik und Tanz angeboten werden“, berichtet Daniel Bona. Zum Schluss hatte Ute Weißgerber-Knop noch Kinderhefte verschenkt, worüber sich die Kinder sehr freuten.


Foto: Lothar Weißgerber und Ute Weißgerber-Knop übergeben Daniel Bona den Scheck / Foto Heidrun Huß (Weißgerber Lesezirkel)

 

Markt-Bummel soll wieder Einkaufserlebnis werden und der Neujahrsempfang der Grünen

Bündnis 90/Die Grünen von Tempelhof-Schöneberg starten, zusammen mit der SPD-Fraktion, eine Initiative zur Stärkung der Wochenmärkte. Folgend ist die Presseerklärung der Grünen veröffentlicht.

Beim Neujahrsempfang der Grünen am 18. Februar ging es auch um bezirkliche und Berliner Themen. Den Mittelpunkt stellte aber die Europawahl dar. Diesem Thema widmete sich die Bundestagsabgeordnete Renate Künast. Die Gäste aus den anderen Fraktionen, vom Bezirksamt und von vielen Initiativen begrüßte die Stadträtin Dr. Sibyll Klotz. Auch waren verschiedene Abgeordnete der Grünen aus dem Abgeordnetenhaus vertreten. In einer kleinen Gesprächsrunde erläuterte Renate Künast, dass sie sich zur Frage der Dresdner Bahn und der angestrebten Tunnellösung auch direkt mit den Bundestagsabgeordneten Dr. Jan-Marco Luczak (CDU), Mechthild Rawert (SPD) und Azize Tank (Die Linke) zusammensetzten möchte.





Fotos: BerLi-Press (Thomas Moser)

 

Grüne: Bezirk muss Händler stärker unterstützen

Lebhaftes Treiben auf dem Winterfeldplatz, gähnende Leere dagegen am Tischenreuther Ring und selbst vor dem Rathaus Schöneberg: Sieben Wochenmärkte gibt es in Tempelhof-Schöneberg, doch nur die vom Winterfeldplatz, von der Crellestraße und vom Wittenbergplatz ziehen wirklich Käufer und Händler in Scharen an. Durch unterstützende Maßnahmen sollte der Bezirk nun insbesondere den beiden Sorgenkindern vom John-F.-Kennedy-Platz und vom Tirschenreuther Ring zu mehr Umsatz verhelfen, fordern die Fraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen in der Bezirksverordnetenversammlung. Bis zum September soll das Bezirksamt dafür ein Konzept vorlegen.

Eine mögliche Hilfe für die schwächeren Märkte könnte nach Vorstellung von Grünen und SPD auch eine vorübergehende Senkung der Standgebühren oder Rabatte für Markthändler mit langfristigen Mietverträgen bedeuten. Gemeinsam mit ortsansässigen Geschäften und Straßengemeinschaften sollen außerdem Konzepte zur Schaffung einer attraktiven Marktatmosphäre geschaffen werden. Beispielsweise könnten Sitzgelegenheiten vor allem älteren Marktbesuchern den Aufenthalt angenehmer gestalten.  Und schließlich soll der Bezirk den Bekanntheitsgrad seiner Wochenmärkte durch eine kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit vergrößern.

Ziel aller Maßnahmen, so Rainer Penk, wirtschaftspolitischer Sprecher der grünen Fraktion, müsse es sein, den Bummel über die Märkte des Bezirkes zu einem Einkaufserlebnis werden zu lassen, bei der die Kunden vor allem ein reichhaltiges Angebot regionaler Produkte finden.

Davon sind aber die schwächeren unter den Bezirks-Märkten momentan aber noch weit entfernt. Von der zur Verfügung stehenden Marktfläche sind auf dem John-F.-Kennedy-Platz überhaupt nur zwölf Prozent fest an „Monatshändler“ vermietet, am Tirschenreuther Ring sogar nur elf Prozent.

 

Schulwettbewerb der Umweltinitiative Teltower Platte

Berlin-Lichtenrade. Einen echten Winter hatten wir diesmal nur ansatzweise – aber es werden noch ein paar Wochen vergehen, bis wir den Frühling tatsächlich erleben können. Bis dahin helfen Sonne und blauer Himmel als Inspiration, was uns denn bald alles blühen wird.

Mit dem Beginn des 2. Schulhalbjahres ruft die Umweltinitiative Teltower Platte daher auf, an ihrem Schulwettbewerb mit dem Thema „Der Wald erwacht – was passiert nach dem Winter?“ teilzunehmen.

Der Wettbewerb richtet sich speziell an die Grundschulen im Süden Berlins (sowohl in den südlichen Ortsteilen Berlins als auch den nördlichen der Landkreise Dahme-Spreewald, Teltow-Fäming und Potsdam-Mittelmark) und ist gleichermaßen ein Aufruf zu mehr Fantasie und Kreativität und zu mehr Draußensein und Natur.

Um einen der attraktiven Klassenausflüge im Wert von jeweils 100 Euro zu gewinnen, sollen die teilnehmenden Klassen in gemeinsamer Gruppenarbeit z.B. eine Zeichen- oder Fotomappe, eine Sammlung mit Gedichten oder Kurzgeschichten, eine Collage oder aber auch etwas Gebasteltes entstehen lassen. Die kreativen Werke sollen zeigen oder beschreiben, wie sich die Schülerinnen und Schüler das Erwachen des Waldes vorstellen. Für das Mitmachen bieten sich z.B. Kunst-, Deutsch- oder Naturwissenschaftsstunden an.

Jeweils drei Klassen der 1. bis 3. und der 4. bis 6. Klasse erwartet als Gewinn ein erlebnisreicher Ausflug an die Grüne Stadtkante im Berliner Süden. Gemeinsam mit Umweltpädagogen vom „Waldhaus Blankenfelde“ wird dann einen Schultag lang der Wald vor unserer Haustür spielerisch entdeckt und mit den Sinnen wahrgenommen. Außerdem pflanzt jede Gewinnerklasse einen eigenen Baum (eine Trauben-Eiche als Baum des Jahres 2014), der bei einem von der Umweltinitiative spendierten Picknick mit einer Paten-Plakette getauft wird.

Bis zum 12. März 2014 können die Wettbewerbsbeiträge eingereicht werden. Schon wenig später, am 23. März, werden die Preisträger im Rahmen des „Tag des Waldes“ gekürt und prämiert, und auch die Wettbewerbsbeiträge werden ab diesem Tage ausgestellt.

Ein Flyer mit den Details zum Wettbewerb ist bei der Umweltinitiative Teltower Platte erhältlich.

Mehr Informationen auch unter www.teltowerplatte.de


 

Platz in der Jugendarrestanstalt in Lichtenrade

Lichtenrader Magazin Februar 2014

zum Lesen: Bericht anklicken!!!

Der Bericht zur JAA-Eröffnung im Mai 2012

 

Saitenspringer Berlin & friends: Singen tut gut!

„Musik liegt in der Luft“, hat einst Caterina Valente gesungen. In Didis Weinvertrieb ist es Wirklichkeit geworden. Seit einigen Monaten finden in unregelmäßigen Abständen Mitsingkonzerte in Lichtenrade statt. Sie sind schnell ausverkauft und die Zuhörer, oder besser gesagt Mitsängerinnen und Mitsänger, sind begeistert. Die „Saitenspringer Berlin & friends“ bringen musikalische Freude nach dem Motto: „Singen macht Spaß, Singen tut gut, Singen macht munter und singen macht Mut!“

Die 4 köpfige „Boygroup“ präsentiert die Musik mit viel Freude in einer beachtlichen Qualität. Es werden Oldies und Ohrwürmer von damals bis heute gesungen und jeder ist aufgefordert mitzusingen. Ob von den Beatles, Simon & Garfunkel, Cat Stevens, Elvis, Rocco Granata, Hannes Wader, Udo Jürgens, Freddy, Jonny Cash, Reinhard Mey bis zu Balou der Bär. Da darf es ruhig auch mal eine Schnulze sein. Bei den Capri Fischern, beim Griechischen Wein, Marina oder Marianne Rosenberg gibt es kein Halten mehr. Das aktive Mitsingen des Publikums ist mehr wie Karaoke. In lockerer Stimmung ist so etwas wie Lagerfeuerromantik zu spüren. Ob in deutscher oder englischer Sprache. Es ist für Jeden etwas dabei.

In Didis Weinvertrieb in der Lichtenrader Dossestraße, wo die Kiezkonzerte stattfanden, geht es gemütlich zu. Hier wird man zu fairen Preisen verwöhnt. Ein passender Rahmen für das Mitsingkonzert! Am Ende des Abends freuen sich die Musiker über Spenden.

Andreas Butz,
Stefan Radig, Manfred Piechowski und Clemens Wanzek
Drei Gitarren und ein Keyboard werden von Andreas Butz, Manfred Piechowski, Clemens Wanzek und Stefan Radig bedient. Die Musiker sind auch in anderen Chören aktiv. Der Liedermacher Manfred Piechowski, kürzlich als Reinhard Mey von Lichtenrade beschrieben, hat auch eigene Lieder geschrieben und komponiert. Einige dieser Songs findet man im Programm wieder. Liedertexte liegen aus oder werden mit Beamer an die Wand geworfen.



Mit Spaß, aber hoch konzentriert, bei der Probe

Für die nächsten Konzerte ist ein größerer Raum von Nöten, da die Anmeldungen die bisherigen Platzkapazitäten gesprengt haben. So ist man zum „Wilde Oscar“ nach Charlottenburg ausgewichen. Für das erste große Konzert im Februar, mit Platz für 150 Mitsänger, sind keine Karten mehr erhältlich. Zwei neue Konzerte stehen fest. Aber rechtzeitiges Anmelden ist empfehlenswert.

Der unverwechselbare Livesound der Jungs geht unter die Haut und schenkt dem Publikum einen aktiven glücklichen Abend. Bei dem einen und anderen Lied ist nur Zuhören angesagt: Zurücklehnen, zuhören und einfach genießen!

Die „Saitenspringer Berlin & friends“ bieten etwas ganz Besonderes und Einzigartiges. Wenn es nach den Musikern gehen würde, müsste die Musik vom Arzt verschrieben werden. Sie sind sich sicher: „Musik ist Medizin!“

Die nächsten Konzerte: 26. April und 22. Juni, jeweils um 18 Uhr, im „Wilde Oscar“, Niebuhrstr. 59/60, Berlin-Charlottenburg. Anmeldung per Mail kultur@wildeoscar.de oder telefonisch unter 030-680 53 500

http://www.ma-pie.de/saitenspringer%20home.htm

Thomas Moser (auch Fotos)

 

 

Jahres-Pressegespräch mit Bezirksbürgemeisterin Angelika Schöttler

Candelight-Dinner mit der Bezirksbürgermeisterin (ein Bericht von Ed Koch/Quelle siehe unten, ergänzt mit Fotos von Thomas Moser)

Zu Beginn eines jeden Jahres lädt Tempelhof-Schönebergs Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD) die Lokalpresse zu einem Candelight-Dinner in die Ratsstuben des Rathauses Schöneberg ein.


Foto: Ed Koch

Auf 48 Seiten, plus zusätzlicher Informationen, steht alles, was im Bezirk im letzten Jahr wichtig war und vor allem künftig von Bedeutung sein wird. Gleich am Anfang steht das Bekenntnis der Bürgermeisterin zu ihrem Bezirk: „Tempelhof-Schöneberg ist für mich der schönste Bezirk in Berlin - bunt, vielfältig und liebenswert. Ich bin stolz, hier Bürgermeisterin zu sein.“

Fast bescheiden klingt die Aussage: „2013 haben wir einiges erreicht – wir haben den Wirtschaftsstandort gestärkt, somit Arbeitsplätze geschaffen und Projekte begonnen, die die Lebensqualität steigern werden. Für 2014 heißt es konkret: weiter Strukturen schaffen, die sich selber tragen!“

Man merkt, dass der Bereich Wirtschaftsförderung, den Angelika Schöttler selbst verwaltet, ihr besonders am Herzen liegt. „Den Wirtschaftsstandort Tempelhof- Schöneberg auszubauen, Arbeitsplätze zu schaffen und die Lebensqualität aller hier beheimateten Menschen zu sichern“, steht dabei auf ihrer Liste ganz oben. Das gelingt, wie wir wissen nicht überall. Die Kleingärtner der Marienfelder Säntisstraße, die Ende 2013 ihre Parzellen räumen mussten, werden darin keine Verbesserung ihrer Lebensqualität sehen, und ob überhaupt und wenn ja neue Arbeitsplätze auf dem Gelände geschaffen werden, muss man geduldig abwarten.

Was den Wirtschafts- und Tourismussektor anbelangt, so spielt die Musik eindeutig im Schöneberger Teil des Bezirks. So wird viel über die relativ kurze Maaßenstraße berichtet, die den Winterfeldt- mit dem Nollendorfplatz verbindet, aber ein hohes Aufkommen an Gastronomie hat und somit für Berlin-Besucher höchst interessant ist. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Bahnhof Südkreuz. Hier hat sich ein Unternehmensnetzwerk gegründet. Aber auch der Tempelhofer Damm, die viel befahrene B 96 steht im Fokus der Bürgermeisterin. Unter der Überschrift Geschäftsstraßenmanagement probiert der Bezirk, am Tempelhofer Damm ein Standortmanagement aufzubauen. Im Vorgriff auf die zu erwartende Berliner Gesetzesgrundlage, sollen die Chancen für ein BID (Business Improvement District) ausgelotet werden.

Ein anderer wichtiger Standort im Süden ist das große Areal von Schindler an der Mariendorfer Ringstraße, das man nun „Schindler Campus“ nennt. „Die Idee der Firma Schindler ist es, das große Areal mit seinen denkmalgeschützten Hallen sukzessive zur Visitenkarte von Schindler Deutschland auszubauen. Das beinhaltet die Schaffung moderner Büro- und Arbeitsräume, den Aufbau eines Trainings- und Weiterbildungszentrums für die Mitarbeiter/innen ganz Deutschlands und der effizienten Nutzung der bestehenden Flächen. Auch Schindler verfolgt hier den Gedanken der E-Mobility, sowie die Verknüpfung mit Kunst und Kultur.“ Damit Besucher, die zu Schindler wollen und dem Taxifahrer die Ringstraße als Adresse angeben, nicht erst nach Marzahn-Hellersdorf, Reinickendorf oder Steglitz-Zehlendorf fahren müssen, um ihr Ziel zu erreichen, heißt das Gelände seit Oktober 2013 offiziell „Schindler Platz“. Der befindet sich zwar auf dem Privatgrundstück des Unternehmens, soll aber dennoch Eingang in den Berliner Stadtplan und somit ins Navigationsgerät finden, ohne das die meisten Taxifahrer aufgeschmissen sind.

Bildungsstandort Tempelhof Schöneberg

Der Bezirk möchte aber auch als Bildungsstandort wahrgenommen werden. „Neben dem guten Kita- und Schulsystem verfügt Tempelhof-Schöneberg auch über Hochschulangebote. Neben der UDK, der HWR Berlin und dem TU-Campus-EUREF gibt es seit dem 6. Januar 2014 eine neue Hochschule im Bezirk. Die neue Hochschule hat im ehemaligen BVG-Gebäude am Kleistpark ihre neue Stätte gefunden. Die Hochschule der populären Künste (HdPK) ist eine private, staatlich anerkannte Fachhochschule, die insgesamt acht Bachelor-Studiengänge in den Bereichen Medienmanagement, Mediendesign, Musikproduktion sowie Audiodesign offeriert.“

Fachkräftesicherung

„Viel zu viele Schülerinnen und Schüler verlassen die Schule ohne Abschluss und Perspektive“, beklagt die Bürgermeisterin. „Dass Schule und Unternehmen an einem Strang ziehen können, zeigt das erfolgreiche Projekt „RingPraktikum“. Das Gesamtvolumen des zweijährigen PEB (Partnerschaft, Entwicklung, Beschäftigung) Projektes, angesiedelt beim Unternehmensnetzwerk Großbeerenstraße, beträgt 310.000 Euro, davon werden 100.000 Euro Kofinanzierung durch den Bezirk erbracht, 210.000 Euro werden aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: 2.000 Praktikumstage in 30 Tempelhofer Unternehmen aus vier Berufszweigen wurden seit 2012 mit 130 Schülerinnen und Schülern der neunten Klasse aus fünf Schulen realisiert. Die Praktikant/innen haben praktische Arbeiten in der Metallverarbeitung, Elektronik, kaufmännische Aufgaben oder Gestaltungsherausforderungen im Druck- und Medien- Bereich gemeistert. In zusätzlichen 3.200 AG-Stunden wurde nach dem regulären Schulunterricht die Vorbereitung für den Einsatz in den Betrieben geleistet. Aus den Praktika wurden gezielt 25 Mentees gewonnen sowie über das Netzwerk- Mentoring-Programm durch die betrieblichen Mentoren gefördert und so an die Ausbildungsbetriebe gebunden. Die ersten zehn Mentees haben ihren Schulabschluss absolviert und gehen im September in Ausbildung. Der Erfolg überzeugt. Das Netzwerk Großbeerenstraße gewann mit dem Projekt ‚RingPraktikum’ im Wettbewerb ‚Potenzial Mitarbeiter - Unternehmen machen Zukunft’ 2013 von der IHK Berlin im Dezember des letzten Jahres einen Sonderpreis.“

Ausbildung

Endlich ist der Bezirk wieder in der Lage, seinen Auszubildenden eine Zukunft durch Übernahme anzubieten. Das Bezirksamt bildete und bildet zwar regelmäßig in den Berufen Verwaltungsfachangestellte/r, Kauffrau/ Kaufmann für Bürokommunikation, Gärtner/in (Garten-/ Landschaftsbau), Vermessungstechniker/in und Fachangestellte/r für Medien- und Informationsdienste aus, konnte aber nach bestandenem Abschluss kaum jemand übernehmen. Das ist nun wieder möglich.

„Rund 1.500 zusätzliche Ausbildungsplätze wurden in den letzten 15 Jahren in unserem Bezirk durch die Verbundausbildung in kleineren Betrieben geschaffen“, berichtet Frau Schöttler. „Bei der Verbundausbildung übernehmen die Betriebe mindestens 50 % der Ausbildung. Der Träger des Regionalen Ausbildungsverbundes, die BBZ gGmbH berät die Unternehmen bei der Schaffung und Gestaltung von Ausbildungsplätzen sowie bei den vertraglichen Erfordernissen.“

Rechtsextremismus


Gegendemonstration bei NPD-Aufzug (hier vor der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde) am 13.4.2012
 
„Rechtsextremismus ist leider auch ein Problem in Tempelhof- Schöneberg“, sagt die Bürgermeisterin. „Mein Anliegen ist es, alle Kräfte gegen Rechtsextremismus zu mobilisieren und gemeinsam zu handeln! Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg steht für Weltoffenheit sowie Akzeptanz und positioniert sich klar gegen menschenverachtende und nationalistische Ideologien. Als Bezirksbürgermeisterin werde ich mich daher mit allen Mittel auch weiterhin aktiv dafür einsetzen, dass Tempelhof- Schöneberg ein vielfältiger und multikultureller Bezirk bleibt, in dem Menschen verschiedenster Herkunft friedlich miteinander zusammenleben können.“


Auf der Gegendemonstration

Vor dem Rathaus Schöneberg/Gegendemo bei Veranstaltung 2010 der rechten Organisation "Pro Deutschland"
Sexuelle Vielfalt


Rathaus Friedenau zeigt Flagge (Foto BA T-S)
mit Angelika Schöttler und Oliver Schworck

Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg hat eine der größten Queer-Communitys der Welt. Das Gebiet rund um den Nollendorfplatz gehört historisch wie gegenwärtig zu den bekanntesten Regenbogenkiezen der Welt. Bereits seit Anfang der 1920er Jahre entwickelte sich hier ein vielfältiges Angebot, schwul-lesbische Erfahrungen zu sammeln und Netzwerke für Lesben, Schwule, Transsexuelle, Transgender und Intersexuelle zu etablieren. In den Jahren zwischen 1933 und 1945 folgte eine Phase staatlicher Unterdrückung und systematischer Verfolgung. Auch in den ersten beiden Jahrzehnten nach Gründung der Bundesrepublik Deutschland waren LSBTI-Personen von diskriminierender Gesetzgebung und Ausgrenzung betroffen. Erst Anfang der 70er Jahre konnte sich das queere Leben im Schöneberger Regenbogenkiez wieder entwickeln. Heute ist der Kiez wieder ein Anziehungspunkt für queere Menschen. Allerdings macht die hohe Anzahl von Übergriffen deutlich, dass die Akzeptanz der sexuellen und geschlechtlichen Vielfalt nicht von allen Menschen in unserer Gesellschaft getragen wird.

Ehrenamt

„Die Ausübung eines Ehrenamtes ist ein Gewinn für die Gesellschaft und bietet auch Entfaltungsmöglichkeiten für jeden Einzelnen. Dieses Potential wollen wir fördern.“ Tempelhof-Schöneberg ist einer der wenigen Bezirke, der sich um freiwilliges Engagement mit der Einrichtung einer zentralen Servicestelle, dem Ehrenamtsbüro, professionell kümmert. Dies ist sowohl einer Initiative der Bezirksverordnetenversammlung als auch des Bezirksamtes zu verdanken. Das Ehrenamtsbüro, das nunmehr seit drei Jahren besteht, wird auch 2014 seine erfolgreiche Arbeit, die auch der guten Zusammenarbeit mit nahezu 100 Organisationen im Bezirk zu verdanken ist, fortsetzen.“

Personal

Altersbedingt werden etwa 300 der knapp 2.000 Beschäftigten der Bezirksverwaltung diese in den nächsten zwei Jahren verlassen. Tempelhof-Schöneberg und Neukölln gehören zu den wenigen Bezirken, die auch Außeneinstellungen vornehmen dürfen. Das liegt im Wesentlichen daran, dass hier in der Vergangenheit schon kräftig Personal abgebaut wurde. Andere Bezirke müssen nun nachziehen. In Tempelhof-Schöneberg gilt: Kein Personalabbau 2014 und 2015.

„Deswegen geht es jedoch dem Bezirk nicht gut“, sagt Frau Schöttler einschränkend. „Die Abwärtsspirale konnte zwar zunächst gestoppt werden, die Bezirke mussten aber auch akzeptieren, dass die zum Stichtag 31.12.2011 festgestellte Zahl der Vollzeitstellen die Grundlage und damit Obergrenze für den Personaleinsatz der nächsten Jahre sein wird. Und hierbei handelt es sich um ein niedriges Niveau. Dies bedeutet auch, dass bei jedem Aufgabenzuwachs – unabhängig von der Frage, ob es sich um neue Aufgaben oder um Fallzahlensteigerungen handelt – mit dem Senat verhandelt werden muss, ob die Zielzahl erhöht wird. Die Erfahrungen bisher sind keine guten, weil diese Verhandlungen sehr zäh verlaufen.“

Finanzen

Natürlich ein schwieriges Thema. Wir ersparen unseren Leserinnen und Lesern die Details. 421 Millionen Euro für 2014 und 428 Millionen Euro für 2015 stellen Abgeordnetenhaus und Senat dem Bezirk zur Verfügung. Das klingt viel, ist es aber angesichts der vielen Leistungen, die zu erbringen sind, eben doch nicht. Also: sparen an allen Enden.

Am meisten bringt es, wenn man sich vom Tafelsilber trennt. Dazu gehört das alt ehrwürdige Rathaus Friedenau, seit Neustart nach dem Zweiten Weltkrieg traditionell Sitz des Jugendamtes des Bezirks Schöneberg. Auf dem Stuhl des Jugendstadtrates saßen schon Alfred Gleitze und viele Jahre später seine Tochter Angelika Schöttler. Wenn eine Kommune damit beginnt, ihre Rathäuser zu veräußern, dann kann das kein gutes Zeichen sein.

Das Abgeordnetenhaus hat am 11. Dezember 2013 der Übertragung des Rathauses Friedenau ins Sondervermögen des Landes Berlin zugestimmt. Somit wird das Gebäude zukünftig von der Bim GmbH verwaltet. Wenn das Jugendamt Tempelhof-Schöneberg aus dem Rathaus Friedenau im Jahr 2015 ausgezogen ist, wird das Finanzamt für Fahndung und Strafsachen dort einziehen“, teilt die Bürgermeisterin mit. Das Rathaus wurde bereits rückwirkend zum Jahresbeginn 2013 übertragen, was den großen Vorteil hat, nicht mehr im Haushalt des Bezirks zu erscheinen. Gegenwärtig ist das Bezirksamt Mieter im ehemals eigenen Gebäude. Das soll sogar rund 100.000 Euro preiswerter sein, als der bisherige Unterhalt. In diesem stecken aber auch so genannte „budgetunwirksame“ Kosten, die der Finanzsenator stets zu Ungunsten der Bezirke festlegt. Undurchschaubare Rechenspiele werden hier angewandt, und niemand wehrt sich. Und somit weiß auch keiner, ob das Geld, das der Finanzsenator dem Bezirk von der Globalsumme allein deshalb abzieht, weil er Gebäude besitzt, dem tatsächlichen Wert entspricht. Ein trauriges Kapitel. Zu vermuten steht, dass der Senat die Bezirke mit diesen „budgetunwirksamen“ aber geldwirksamen Kosten übers Ohr haut.

Und nun: eine Tasche – andere Tasche. Das Rathaus Friedenau wird künftig den Bezirkshaushalt nicht mehr belasten, dafür aber weiterhin den Berliner Steuerzahler. Unterm Strich wird nichts gewonnen.

Und was geschieht mit dem Jugendamt? „Das Jugendamt soll zukünftig im Gesundheitshaus in der Rathausstraße in Mariendorf untergebracht werden, nur die regionalen Dienste für Friedenau und Schöneberg ziehen ins Rathaus Schöneberg“, verkündet die Verwaltungschefin. Anfang 2015 soll das geschehen. Gegenwärtig baut man das Haus in der Rathausstraße um. Das Geld dafür hat das Abgeordnetenhaus zur Verfügung gestellt, rund sechs Millionen Euro. Die Renovierungs- und Umbaumaßnahmen haben bereits begonnen. Im Rathaus Schöneberg sieht die Situation etwas anders aus. Da kommen Denkmal- und Brandschutz mit den Wünschen des Bezirksamtes immer noch nicht zusammen. Die Regionalen Dienste des Jugendamtes für Friedenau und Schöneberg können derzeit nicht damit rechnen, auch Anfang 2015 umzuziehen. Einen Zwischenstandort schließt die Bürgermeisterin nicht aus. Darauf, ob wirklich alle Umzugspläne pünktlich erfolgen werden, schließt natürlich niemand eine Wette ab. Die Erfahrungen mit Projekten dieser Art sind bekannt. Den Mitarbeitern kann man nur raten, sich schon mal Umzugskartons zu besorgen und sich zwischendurch dann und wann von unnötigem Zeug zu trennen.

Die gastronomischen Anrainer des Breslauer Platzes werden zukünftig nicht mehr liebenswürdige Sozialpädagogen in ihren Einrichtungen bewirten, sondern Finanzfahnder. Die Wirte sollten ihre Registrierkassen darauf einstellen. Handschriftliche Belege werden wohl bald mit Skepsis beäugt.

Was noch?

Das Rathaus Schöneberg wird in diesem Jahr 100! 1914 war kein gutes Jahr für eine feierliche Eröffnung, denn der Erste Weltkrieg begann. Am 11. April 2014 soll ein Festakt zum Geburtstag stattfinden, allerdings nur für 200 geladene Gäste. Für die Schöneberger gibt es dann am 13. April ein Open-Air Konzert. „Es soll eigens für diesen Zweck komponierte Musik als Hommage an das Rathaus gespielt werden. Die Art der Musik soll sowohl junges als auch älteres Publikum ansprechen.“ Da sind wir mal gespannt: Hoffentlich nicht Heino und Rammstein.

Weihnachtsstimmung vor dem Rathaus Schöneberg
Übrigens: 2017 wird das Rathaus Friedenau 100 Jahre alt. Wer feiert dann?

Während die Herausgabe einer Briefmarke mit dem Rathaus Schöneberg 1949 kein Problem darstellte, ist dieser Wunsch des Bezirks vom Bundesfinanzministerium zum 100sten Geburtstag abgelehnt worden.

Selbst entscheiden kann jedoch der Bezirk, welches Absendermotiv er auf seine Briefe druckt.

Nicht nur zum Rathaus-Jubiläum gibt es Veranstaltungen im Bezirk, sondern auch zu allen möglichen anderen Anlässen. Der Frauen-März steht wieder im Kalender, am 27. März wird im Bezirk auch der GirlsDay begangen, nicht aber der für Boys. Die Bürgermeisterin setzt ihre Kiezspaziergänge fort, das Mai- und Spargelfest wird schon vorbereitet. Der Kulturlustgarten Ende Mai steht zwar nicht im Programm, findet aber trotzdem statt, wenn auch nicht mehr im Volkspark Mariendorf, sondern auf der Trabrennbahn. Im Juli gibt es nur eine aufgeführte Veranstaltung, nämlich den Rocktreff und das Spielfest. Ende November lädt der Bezirk wieder zum Lichtenrade Lichtermarkt ein und der Kalender schließt mit dem Turmblasen am 24. Dezember. Vor uns liegen also noch elf spannende Monate in Berlins schönstem Bezirk.

Ed Koch  

Quelle: PaperPress Nr. 502 Februar 2014

Fotos Ed Koch, BA T-S und ohne Bezeichung von Thomas Moser

 

 
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