Frohe Weihnacht!

 

Rennfahrer Manfred Loth: Angstfrei durchs Leben!

Wenn man das Haus von Familie Loth in Lichtenrade betritt, fühlt man sich wie in einem Museum oder gemütlichen Vereinsheim. Der Motorrad- und Motorbootrennfahrer Manfred Loth, der gerade 70 Jahre alt geworden ist, hat jede Menge Siegerurkunden und Pokale vorzuweisen, die er in seiner langen Karriere gewonnen hat.

In der Dachschräge des Einfamilienhauses hängt ein Himmel von Siegerkränzen und zeugt von vielen Siegen. Einen Teil der Trophäen hat Manfred Loth seinem Sponsor Castrol Deutschland, für eine Sammlung in Hamburg, überlassen.

Erfolge über Erfolge

Bis 1975 hat sich Manfred Loth rasend schnell auf den Rennmaschinen mit zwei Rädern fortbewegt. Danach hatte er bis 1989 große und spektakulärste Erfolge in seiner Rennbootkarriere.

Die Erfolgsgeschichte ging 1995 in das Guinnessbuch der Rekorde ein: zwölfmal Deutscher Meister (es wurden versehentlich nur 11 Titel erwähnt), fünfmal Europameister, dreimal Vize-Weltmeister, dreimal Weltmeister und als Punktbester europäischer Fahrer viermal die „Trophae Bussey“.


Dem Träger des ADAC-Sportabzeichens „Gold mit Brillanten“, der höchsten Auszeichnung des Automobil- und Motorsportclubs, wurde 1985 auch das „Silberne Lorbeerblatt“, die höchste Sportauszeichnung der Bundesrepublik Deutschland, überreicht. Bei der Verleihung stand er direkt neben dem jugendlichen Tennisstar Boris Becker.

Wie alles begann

Aber der Reihe nach: Seine Liebe zu schnellen Sportarten wurde schon im Alter von 5 Jahren geweckt, als der kleine Manfred seinen Vater auf den Hockenheimring zu einem Motorradrennen begleiten durfte. Dort war sein Vater Streckenposten. Mit 16 Jahren frisierte Manfred dann sein erstes Motorrad. Damals wohnte er noch im schwäbischen Kirchheim/Teck, bevor er 1963 nach Berlin zog.

Seine Motorradkarriere startete der Zweitakter-Fan mit 20 Jahren. Beim Steglitzer Motorsportclub ist er an das Rennfahrerleben herangeführt worden.

Das schnelle Motorradfahren konnte er in West-Berlin offiziell gar nicht üben. Die damalige Insellage der geteilten Stadt ließ nicht das Ausweichen ins Umland zu, denn man musste immer erst die Transitstrecke bewältigen: „Eine Übungsstrecke gab es damals in West-Berlin nicht.“

In seinen Anfängen hat er manchmal mit seinem lauten Motorrad in Spandau am Johannisstift geübt. Die dort an der Grenze arbeiteten Zöllner von der Westseite drückten so manches Mal die Augen zu.

Im Jahr 1964 hatte der jugendliche Zweiradfan Manfred, kurz vor seinem 21. Geburtstag, sein erstes AVUS-Rennen. Um am Rennen teilzunehmen, brauchte er noch die Einwilligung der Eltern. Zu dieser Zeit setzte die Volljährigkeit erst mit 21 Jahren ein. Mit einem Augenzwinkern erzählt Manfred Loth: „Ich konnte die Unterschrift meines Vaters besser als mein Vater!“

Erst wurde er Vater und dann ging zur letzten Runde in die AVUS-Steilkurve

Wie der schnelle Berliner erzählt, ist der 10. September 1967 immer noch etwas ganz Besonderes für ihn. Der eher bescheiden wirkende Manfred Loth zeigt dann ganz stolz den Siegerpokal seines Lebens. Damals war er knapp 24 Jahre. Für Loth, der in seiner Karriere viele hochkarätige Ehrungen und Titel eingeheimst hat, wird dieser Tag unvergesslich bleiben. Morgens wurde sein Sohn Matthias geboren, was ja schon einmalig war. Aber nur wenige Stunden später raste Manfred Loth durch die AVUS-Steilkurve. „An diesem Tag stimmte alles“, erzählt der in sich ruhende Loth begeistert. Bis dahin war er meistens nur 6ter oder 7ter in den Rennen. Aber an diesem Tag war er besonders motiviert, berichtet der rüstige Rentner.

Die Rahmenbedingungen waren an diesem besonderen Renntag für Motorradfahrer sogar äußerst schlecht, denn es war Schmuddelwetter. Die Feuchtigkeit auf der AVUS-Strecke kann man auf den Schwarz-Weiß-Fotos gut erkennen. Manfred Loth stieg auf seine 125er Bultaco und dann ging es mit 18 PS los.

Die AVUS, sonst eine normale Autobahn, wurde zweimal im Jahr für Rennen freigegeben. Die überhöhte Nordkurve war am Ende der Autobahn, wo Besucher von den Tribünen das Renngeschehen verfolgen konnten. Gleich dahinter reckt sich der Funkturm in die Höhe, der heimkommenden West-Berliner Reisenden, besonders in den Zeiten der geteilten Stadt, ein Berlin-Gefühl vermittelte.

Die Fotos zeigen die Backsteine in der Steilwand-Kurve, in der viele, teils tödliche, Unfälle passierten: „In den Fugen war Gras und Moos und es war schon sehr gefährlich!“ Aber Angst kennt Manfred Loth in seinem Leben nach wie vor nicht, wie er glaubhaft versichert: „Außerdem war ich jung und ehrgeizig!“ Mit über 200 km/h raste Loth über die Strecke und gewann sein erstes Rennen. Diesen spektakulärsten Erfolg verfolgten rund 30.000 Schlachtenbummler am Rand der Berliner Rennstrecke. Manfred Loth ist besonders stolz darauf, dass er als erster Berliner ein Motorradrennen auf der AVUS gewonnen hat. Sein Sieg ging dann auch in die Geschichtsbücher ein, weil ein Tag später die gefährliche Klinkerstein-Steilwandkurve abgerissen und der Streckenabschnitt entschärft wurde.


Die einst verkaufte Siegermaschine hat sich der ehemalige Rennfahrer vor Jahren zurückgekauft und wieder technisch fit gemacht. Das Siegermotorrad steht als Prachtstück in seinem Dachboden-Museum. Für das Foto klettert Manne Loth, trotz aktueller Knieprobleme, auf sein Lieblingsstück. Dem 125er Motorrad folgte 1968 eine 250er Bultaco-Rennmaschine. Aber 1971 fuhr er dann in der 250er und 350er Klasse mit Yamaha und errang jede Menge Siege.

Viele andere Maschinen, die er wieder aufgebaut hatte, hat er mittlerweile seiner Frau zu Liebe abgegeben. An seinen vielen Motorrädern hat er immer gerne selbst rumgeschraubt.

Während seiner Motorradkarriere startete der schnelle Berliner bei vielen internationalen Rennen und war jährlich bei rund 30 Veranstaltungen, oft erfolgreich, dabei.

Rennboote waren die neue Leidenschaft

Zu den Rennbooten kam Manfred Loth durch den bekannten Bootsmotorenhersteller Dieter König. Nachdem Loth einen sogenannten „Proprider“ testen durfte, war seine neue Leidenschaft geweckt: „Mit 150 Sachen mit der Nasenspitze über die Wasserfläche, da kann von Langeweile keine Rede sein“. Da Manfred Loth im Alter von 32 Jahren kaum noch eine Chance gesehen hat, als Werksfahrer Motorrad zu fahren, kam der neue Sport für den talentierten und mutigen Mann gerade rechtzeitig. Er zeigt die Fotos von den Rennen: „Bei Vollgas gleitet man auf dem Luftpolster über das Wasser. Nur der Propeller und die Stabilisierungsflosse sind noch im Wasser.“ Für die filigrane Kunst, diese Rennraketen zu beherrschen, war seine Motorraderfahrung sehr hilfreich. Sein Erfolgsrezept: „Ich hatte immer ein gutes Gefühl für Geschwindigkeit, Weg und Zeit.“ Was für den normalen Betrachter von Rennen nicht vorstellbar ist, hat Loth für sich immer „nur“ als kalkulierbares Risiko eingestuft.

Gerne erinnert sich Manfred Loth, der in den verschiedensten Klassen Rennen fuhr, an seine vielen Reisen innerhalb von Europa, nach Amerika, Afrika und Russland zurück. Seine immerhin über 2.000 Trophäen zeugen von den weiten Reisen und den vielen Erfolgen. Von den Unfällen in seiner Sportlerkarriere will Loth am Liebsten nicht so viel erzählen.

Seine Rennleidenschaft hat Manfred Loth nebenberuflich durchgeführt, sonst hätte er sich die teuren „Hobbys“ gar nicht leisten können. Als Gas- und Wasser-Installateur hatte er einen verständnisvollen Chef, der im Gegenzug mit den Erfolgen von Loth bei seinen Geschäftspartner punkten konnte. Aber auch die Sponsoren, die er mit den Erfolgen fand, waren für die Finanzierung der Lothschen Leidenschaft notwendig.

Nach insgesamt 28 Jahren Rennsport, Motorrad und Motorboot, beendete der „sympathische Vollgaspilot“ 1989 seine Sportlerkarriere.

Motorrad und Bundestag

Nach seiner Rennfahrerkarriere hat Manfred Loth von 1999 bis 2011 in der Motorsportgruppe beim Bundestag eine Gruppe geleitet. Er wurde als erfolgreicher Motorsportler gefragt ob er Interesse hätte und sagte auch gleich zu. Er denkt gern an die Jahre zurück, wo er viele interessante Persönlichkeiten aus der Politik kennengelernt hat. Besonders gerne erinnert er sich an den verstorbenen SPD-Politiker Peter Struck, der leidenschaftlicher Motorradfahrer war. Mit über 200 Personen ging es zu den unterschiedlichsten Zielen und Loth erzählt von den aufwendigen Vorbereitungen im Sicherheitsbereich: „Wir haben selbst erst kurz vor der Fahrt die Route überreicht bekommen.“ In der Motorradgruppe hat Manfred Loth viele Freunde gefunden.

Sein Leben: Sport und der besondere Kick

Wenn man Manfred Loth als ein bisschen „verrückt“ bezeichnet, nimmt er es einem nicht übel: „Wenn ich mir etwas in den Kopf setze, mache ich es auch!“ So springt er heute immer noch gerne beim Tandem-Fallschirmsprung mit und wundert sich nur, wenn andere kurz vor dem Absprung nervös werden. „Das ist doch ein Kick, wenn man paar tausend Meter im freien Fall unterwegs ist. Es ist alles nur eine Kopfsache“ analysiert Manfred Loth sachlich seine Angstlosigkeit, die fast schon übermenschlich wirkt.

Auch der Kilimandscharo war vor Loth nicht sicher: Mit fast 6.000 Meter hat er das höchste Bergmassiv in Afrika erklommen.

Jetzt hält sich der gut trainierte Manfred Loth dadurch fit, dass er sehr viele lange Radtouren, mit meistens 120 Kilometern am Tag, in und um Berlin bewältigt.

Dadurch paßt der drahtige Sportler heute noch in seine alten Lederkombis, die im privaten „Museum“ hängen.

Bei der Lichtenrader Meile hat er oft als Walker mitgemacht und 2013 auch gesiegt. Gewinnen will Manfred Loth möglichst schon!

Manfred Loth und seine Frau wohnen seit 38 Jahren im ruhigen Lichtenrade, direkt am Stadtrand. In seinem Leben braucht Loth aber nicht nur beschauliche Ruhe, sondern auch immer wieder Herausforderungen. Man spürt, dass seine Frau Helga die schnellen Vorlieben ihres Mannes nicht immer nur mit Entspannung verfolgen konnte. So ist sie nicht gerne auf dem Motorrad mitgefahren. Sie weiß jedoch auch, dass ihr Manfred, der sich manchmal noch ein Motorrad ausleiht, zum Glücklichsein immer auch ein Stück seiner ganz eigenen sportlichen Freiheit braucht.

Wenn wir Manfred Loth „Hals- und Beinbruch“ wünschen, wünschen wir ihm natürlich genau das Gegenteil!

Thomas Moser



Alle Fotos Thomas Moser

 

 

Grüße vom Schwarzwald...

Der ehemalige Lichtenrader Erhard Scheffler schickt regelmäßig Weihnachtsgrüße und ist, nach wie vor, mit Lichtenrade sehr verbunden.

An dieser Stelle beste Weihnachtsgrüße und ein gesundes/gesünderes neues Jahr an Erhard Scheffler, allen ehemaligen und jetzigen Lichtenradern!

 

Weißgerber Lesezirkel: Ein Herz für kleine Fußballer

Trainingsanzüge für die Lichtenrader Fußball Kids

Der Weißgerber Lesezirkel greift ab sofort dem Lichtenrader Fußball Verein BC25 unter die Arme. Die Lichtenrader Jugend zu unterstützen ist für den Weißgerber Lesezirkel eine Herzensangelegenheit. „Wir sponsern seit vielen Jahren das Jugendcafé am Dorfteich und den Lortzing Club in Lichtenrade“, so Ute Weißgerber-Knop. Durch freundschaftliche Kontakte hat es sich ergeben, dass die Chefin von den kleinen vier- bis fünfjährigen Fußballern hörte, die vor kurzer Zeit angefangen haben, in der Lichtenrader Lutherhalle zu trainieren. Da die Fußballmannschaft erst neu gegründet wurde, fehlen die finanziellen Mittel, um die Kids zu unterstützen. „Es ist wichtig, das alle Kinder die gleiche Kleidung tragen, denn dadurch wird der Teamgeist gefördert“, sagt Andre Fisahn, Trainer der G-Jugend. So hat sich Ute Weißgerber-Knop kurzfristig entschlossen, das kleine Fußballteam zu unterstützen und sponserte die Trainingsanzüge im Wert von über 660,00 EUR. Nachdem Fotos gemacht wurden, verteilte die Chefin vom Weißgerber Lesezirkel Kinderhefte und die Kleinen waren ganz aus dem Häuschen.

Foto promo: Lichtenrader Fußball Verein BC25- G-Jugend, Trainer Andre Fisahn und Ute Weißgerber-Knop Chefin vom Weißgerber Lesezirkel

 

Weihnachtsbaum-Versteigerung für das Jugendcafé

Das Lichtenrader Jugendcafé am Dorfteich freut sich über eine Spende, die eine Weihnachtsbaumversteigerung einbrachte.

Der Weihnachtsmarkt in der Bahnhofstraße hatte an zwei Adventswochenenden seine Tore geöffnet. Am letzten Veranstaltungstag, dem 3. Advent, wurde zu einer Versteigerung des festlich geschmückten Weihnachtsbaumes, der vor der Veranstaltungsbühne stand, aufgerufen.


Letztendlich hat der Spender des Baumes, Markus Bassin, den Baum selbst für 60 Euro ersteigert. Bassin betreibt in der Bahnhofstraße das Geschäft „Spiel Film Musik“ und war auch beim Weihnachtsmarkt als Händler vertreten. Markus Bassin findet die Arbeit vom Jugendcafé so wichtig, dass er selbst den Baum ersteigert hat. Sein Geschäft wird im Januar in die Wünsdorfer Straße 98 umziehen.

Der Veranstalter des Weihnachtsmarktes, Joachim Jentsch, hatte den Schmuck und den Ständer für den Baum gespendet. Er steigerte selbst mit und legte letztendlich auch noch Geld in die Spendenbox. Mit den weiteren beim Publikum gesammelten Spenden kamen so 223,79 Euro zusammen.

Die Spendenbox wurde der Vorsitzenden vom Förderverein Dorfteich e.V., Andrea Friese, und Ersin (13) vom Jugendcafé übergeben. Andrea Friese ist selbst ehrenamtlich in der Einrichtung tätig. Die Leiterin vom Jugendcafé, Rosa Martins Samuel, freut sich über den Erlös der Aktion: „Eine tolle Idee mit der Versteigerung. Wir können jeden Cent gut für die Arbeit mit den Kindern gebrauchen!“

Die kommunale Jugendeinrichtung hat ein modernes Internet-Café und zahlreiche Angebote für Mädchen und Jungen ab 13 Jahren.

Thomas Moser

http://www.online-lira.de 

 

 

Kita-Neustart mit Nikolaus

Zum Neustart hat die Lichtenrader „Kindertagesstätte Blohmstraße“ am Nikolaustag eingeladen. Auf Initiative vom Unternehmernetzwerk Motzener Straße wurde die Kita bereits 2009 gegründet.



Angelika Schöttler, Rainer G. Jahn, Renate Wilkening

Der letzte Träger der Einrichtung stand kurz vor der Insolvenz und beim Trägerwechsel mussten einige Hürden gemeistert werden. Das Nachbarschaftszentrum der ufa-Fabrik „NUSZ“ ist jetzt Träger der Kita. Das NUSZ ist im Kita-Bereich etabliert und hat reichhaltige Erfahrungen. Aktuell ist die Einrichtung mit 56 Kinder belegt und kann zur Zeit bis zu 60 Plätze anbieten. Wegen der großen Nachfrage verfolgt man den Plan, dass die großzügig gestaltete Einrichtung auf 80 Plätze ausgebaut wird. Die Kindertagesstätte ist besonders für die Kinder von Eltern gedacht, die im Industriegebiet der angrenzenden Marienfelder Motzener Straße arbeiten oder in der Nachbarschaft wohnen.

Die NUSZ-Geschäftsführerin, Renate Wilkening, begrüßte die Kinder, die Eltern und die Ehrengäste der Veranstaltung. Mit den Worten von Hermann Hesse begann Renate Wilkening ihre kleine Dankesrede: „Und jedem neuen Anfang wohnt ein Zauber inne.“ Mit viel Kraft und Energie hat man, gemeinsam mit Rainer G. Jahn vom Unternehmernetzwerk, die Schwierigkeiten nach der Übernahme der Einrichtung bewältigt. Wilkening will den Kindern ein „Rüstzeug für das Leben vermitteln“ und freut sich über die neue Perle in der Perlenkette der anderen Einrichtungen. Besonderen Dank zollte Renate Wilkening den engagierten Eltern und dem Förderverein der Kita.

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler ließ es sich nicht nehmen, beim offiziellen Neustart dabei zu sein. Sie ist dankbar, dass der erfahrene Träger NUSZ in die Bresche gesprungen ist und so den Lichtenrader Standort sichern konnte. Als Nikolausgeschenk brachte die Bezirksbürgermeisterin einige Schlitten mit.


Rainer G. Jahn
vom Unternehmensnetzwerk schaut optimistisch in die Zukunft der betriebsnahen Kita. Das Netzwerk hat in der Vergangenheit bereits erhebliche Summen an diesem Kita-Standort investiert. „Wir werden die Kita auch weiter finanziell unterstützen,“ verspricht Jahn vom Unternehmernetzwerk. Bereits im Sommer soll in einen Wasserspielplatz investiert werden. Zum Neustart übergab Rainer G. Jahn erst einmal eine Spende über 500 Euro.

Er freut sich auch, dass eine Kooperation mit dem NaturRanger Björn Lindner (re) initiiert werden konnte. Mit Vattenfall plant man, über eine Förderung von Kitas und Schulen, eine Solaranlage auf dem Dach der ehemaligen Betriebskantine zu errichten.

Jugendamtsleiter Wolfgang Mohns und Beatrix Veenhoven, pädagogische Sachbearbeiterin im Jugendamt, sind auch zum Neustart erschienen. Wolfgang Mohns: „Ich freue mich sehr über die gute Kooperation vom Träger mit dem Unternehmensnetzwerk Motzener Straße!“

Die kommissarische Leiterin der Kita, Elke Kirschenhofer, ist glücklich über den gelungenen Neustart. Die Elternvertreterin, Nina Lein, und die Vorsitzende des Fördervereins, Daniela Butzke, bedankten sich besonders bei den liebevollen Erzieherinnen und Erziehern: „Es ist positiv, wie toll sich das Ganze neu entwickelt hat.“ Die Berliner Volksbank übergab dem Förderverein eine Spende von 3.500 Euro, die gut für die Arbeit mit den Kindern eingesetzt werden kann.

Bevor es dann zum leckeren Advents-Kuchenbuffet ging, bedankten sich die aufgeregten Kinder gesanglich: „Lasst uns froh und munter sein…“

Die Kita hat für die verschiedenen Altersstufen fünf Gruppenräume, die sich auf rund 630 Quadratmeter Fläche verteilen. Es werden Krippenkinder und Kinder bis zum Vorschulalter liebevoll und individuell umsorgt. Die langen Betreuungszeiten, von 6 bis 18 Uhr, sind besonders für berufstätige Eltern ausgelegt, um den Anforderungen zwischen Familie und Beruf gerecht werden zu können.

Thomas Moser (auch alle Fotos)
Weitere Fotos:







 

 

Bündnis für Bildung hat Arbeit aufgenommen

Das Bündnis für Bildung Lichtenrade – bestehend aus der Kita Töpis Feldmäuse, Käthe-Kollwitz-Grundschule, Megamix e.V. und dem Verein für soziale Beratung e.V. hat kürzlich seine Arbeit aufgenommen. Es wird bis 10. August 2014 gefördert.

Wesentlicher Bestandteil des eingereichten Konzeptes „aktiv.inklusiv.integrativ! Kreativ!“ sind Einstiegs-, Erkundungs-, Begleitangebote für Eltern, Kurse sowie Präsentationen. Da das Konzept die Kriterien für Sonderprojekte erfüllt, verfügt es über eine besonders gute finanzielle Ausstattung.

Und so ist praktisch alles möglich, was sich viele Einrichtungen der frühkindlichen und kindlichen Bildung wünschen, die Finanzen vor Ort aber leider nicht zulassen. Zielgruppe sind Lichtenrader Kinder von 3 bis 12 Jahren. Der Fokus liegt darauf, Bildungszugänge zu Bereichen zu ermöglichen, die wegen individueller oder sozialer Nachteile normalerweise erschwert sind.

Das Konzept sieht dabei ein möglichst breit gefächertes Angebot vor, wobei Kultur hier auch als Kultur des Alltags zu verstehen ist, also Kultur der Höflichkeit ebenso wie ein schön gedeckter Tisch inklusive Tischmanieren in verschiedenen Kulturen o.ä., aber auch Gartenkultur in verschiedenen Ländern, gestaltende Künste, u.v.m..

Der Kurs findet in der Käthe-Kollwitz-Grundschule statt und erreicht Kinder im Alter von 7 bis 11 Jahren. Er beinhaltet kreativ-ökologisch-handwerkliche Inhalte und bemüht sich auf diese Weise um möglichst ganzheitliches Lernen.

In den Osterferien ist ein Trickfilmworkshop für die Grundschulkinder geplant.

In „Töpis Feldmäusen“, Träger Jugend- und Sozialwerk gemeinnützige GmbH, konnte dank einer vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Kitaleitung und Vorgesetzten sowie flacher Hierarchien der für das Projekt erforderliche Kooperationsvertrag von der Kitaleiterin selbst unterschrieben werden. Bis Weihnachten finden mehrere Theaterbesuche mit Kindern statt. Sie gehören zum „ Erkundungsmodul“. In der Finanzierung enthalten ist eine großzügige Ausstattung für Honorare Künstler, pädagogische Aufbereitung, Helfer, Eintritte, Fahrgeld, Verpflegung, etc. Der erste Künstler war bereits vor Ort. Die Kinder freuten sich über „ Emil und das große Märchenabenteuer“, ein Mitmachtheater vom Kindertheater Muck & Co.

Quelle: Megamix e.V. und Verein für soziale Beratung Wendepunkt e.V. www.ideenforscher.net / www.paperpress-newsletter.de – Nr. 500 O – 14.12.2013


Unterstützt auch von der BI Rettet die Marienfelder Feldmark

 

 

Sinnvolle Vernetzung: Unternehmer-Netzwerk Lichtenrade dankt ehrenamtlichen Helfern

Stellvertretend für die vielen sozialen und karitativen Unternehmen im Stadtteil, hat das Unternehmer-Netzwerk Lichtenrade (UNL) ehrenamtliche Helfer der Suppenküche und des Jugendcafé am Dorfteich zum weihnachtlichen Gänsebraten eingeladen. „Wir möchten ihre so wichtige Arbeit würdigen und betonen, dass wir ihr Engagement bewundern und gerne unterstützen“ fasste Karl Wachenfeld, Vorsitzender des UNL, den Dank der Netzwerkmitglieder zusammen.

Anteil bedürftiger Kinder steigt

Die Lichterader Suppenküche sorgt mit ehrenamtlichen Helfern und gespendeten Lebensmittel bereits im achten Jahr jeden Sonntag dafür, das durchschnittlich rund 130 Gäste eine warme Mahlzeit bekommen. Laut Alex Benkel von der Suppenküche macht vor allem der steigende Anteil bedürftiger Kinder Sorgen: Er ist in den letzten Jahr von 6 auf mittlerweile 25 Prozent gestiegen.

Sinnvolle Freizeitgestaltung für Jugendliche

Auch im Jugendcafé am Dorfteich von Lichtenrade steht der Nachwuchs im Mittelpunkt. Zielgruppe sind Mädchen und Jungen ab 13 Jahren. Ihnen steht dort unter anderem ein Internet-Café zur Verfügung. Neben jeder Art von gewaltfreien Computerspielen werden dort Computer-, Internet-, HTML- und Grafikkurse, Textverarbeitung, Bildbearbeitung und Homepagegestaltung angeboten. In der digitalen Werkstatt können die Jugendlichen digitale Bildbearbeitung umsetzen, Videos drehen und samt Musik schneiden. Außerdem bietet das Jugendcafé Streetdance-Kurse, gemeinsame sportliche Aktivitäten und eine Hausaufgabenbetreuung an.

Unternehmer engagieren sich in und für Lichtenrade

Das Unternehmer-Netzwerk Lichtenrade besteht seit 3 Jahren und verknüpft Unternehmer aus den unterschiedlichsten Branchen. Die meisten Mitglieder arbeiten nicht nur in Lichtenrade, sondern leben auch dort. Entsprechend drehen sich die Aktivitäten auch um lokale Projekte: Bereits im zweiten Jahr wird eine Schülerfirma des UvH-Gymnasiums unterstützt. In Zusammenarbeit mit dem VfL Lichtenrade werden freie Schulpraktika, Praktika, Ausbildungs-, Teilzeit- und Vollzeitarbeitsplätze angeboten. Und selbstverständlich gibt es für die Netzwerk-Mitglieder eine ganze Reihe von unternehmerisch orientierten Informationsveranstaltungen. Mehr Infos zum UNL auf www.un-lichterade.de .

Karl Wachendfeld (UNL), Alex Benkel und Roland Abeling (Suppenküche),  Rosa Martins Samuel (Jugendcafé), Thomas Schmidt (UNL) und Andrea Friese (Vors. Förderverein Dorfteich e.V.)
Foto/Bericht UNL

 

 

100 Stände beim Lichtenrader Lichtermarkt

Der Lichtermarkt am Lichtenrader Dorfteich zählt zu den schönesten Weihnachtsmärkten in Berlin.

Mit dabei: BVV-Vorsteherin Petra Dittmeyer, Volksparkchef Wolfgang Spranger, Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (v.l.n.r.)
Die Kulisse am historischen Ortskern von Lichtenrade, direkt am Dorfteich, sorgt für die gute Adventsstimmung. Das Besondere ist jedoch, dass eine schöne Auswahl an Kunsthandwerk und jede Menge Selbstgemachtes angeboten wird. Für die kulinarische Versorgung ist auch reichlich gesorgt.

Die Lichtenrader Suppenküche!




Viele Kindertagesstätten, Schulen, Sportvereine, Jugendhilfe-, Behinderten- und Senioreneinrichtungen, Parteien, Kirchen, Vereine und gemeinnützige Initiativen kommen jedes Jahr wieder. Der Jugendhilfebereich ist mit Kitas und Tagespflegeeinrichtungen vertreten.

Die Imker aus Lichtenrade!


Mit dabei sind beispielsweise auch der Träger CPYE e.V. mit Jugendreisen, das Nachbarschaftszentrum NUSZ von der ufa-Fabrik und der Tannenhof.


Der Tannenhof Berlin-Brandenburg: Ein wunderschöner Stand!

Sie sind alle mit attraktiven Ständen nach Lichtenrade gekommen. Die Träger kommen in der Regel aus Lichtenrade und aus Tempelhof-Schöneberg.


Die "Gärtner" vom Blohmgarten..."betrieben" vom NUSZ



Traditionell hat auch das Jugendcafé am Dorfteich, die kommunale Kinder- und Jugendeinrichtung ganz in der Nähe, geöffnet. Hier konnten die Besucher gemütlich den Tag ausklingen lassen und die leckeren Hamburger verkosten.

Der Lichtermarkt, der immer am 1. Advent stattfindet, ist ein gemeinnütziger Weihnachtsmarkt, der vom Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg organisiert wird. Die Einnahmeüberschüsse werden sozialen Zwecken zugeführt.

Thomas Moser (auch alle Fotos)

 

 

Oh Tannenbaum: 30 Jahre Partnerschaft mit dem Landkreis Cham

Zur feierlichen Illuminierung des Weihnachtsbaumes wurde in diesem Jahr vor dem Rathaus Tempelhof eine kleine Feier ausgerichtet.

Schon seit 30 Jahren spendet der Landkreis Cham/Bayern prächtige Tannen für den Rathausvorplatz am Tempelhofer Damm. Entstanden ist diese Tradition über eine langjährige Patenschaft des Landkreises Cham mit dem Volkspark Lichtenrade.

Wolfgang Spranger, Karl Holmeier (MdB) und Fuhrunternehmer Max Schierer (v.l.n.r.)
Volksparkchef Wolfgang Spranger: „Der Landkreis Cham unterstützt den Volkspark Lichtenrade seit 1981 mit vielen Spenden im Wert von damals rund 200.000 DM. Uns verbindet eine innige Freundschaft. Wir sagen: Danke!“ In Lichtenrade ist seit dieser Zeit, mit viel ehrenamtlichen Engagement, eine Oase für die Bevölkerung entstanden. Hügel und Wege erinnern an die jahrelange Verbundenheit mit den Freunden aus dem Bayerischen Wald. So entstand aus dem Nichts, am Rande eines Hochhausviertels in Berlin Tempelhof, ein kleiner „Naturpark Oberer Bayerischer Wald“.

In diesem Jahr ist es eine 18 Meter hohe und prächtige Fichte, die aus der Parkanlage des Voithenberg´schen Gutes von der Stadt Furth im Wald gestiftet wurde. Als Zeichen der Dankbarkeit hat der Bezirk Tempelhof-Schöneberg, mit Unterstützung des NaturRangers Björn Lindner, eine Gedenktafel anfertigen lassen und auf einem stabilen Natursockel angebracht.

Die feierliche Enthüllung der Tafel nahmen der Landrat von Cham, Franz Löffler, Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, der Vorsitzende des Trägervereins Lichtenrader Volkspark e. V., Wolfgang Spranger, Bezirksverordneten-Vorsteherin Petra Dittmeyer, Bezirksstadtrat Oliver Schworck und der Bundestagabgeordnete für den Landkreis Cham, Karl Holmeier (Fotos: v.l.n.r.), vor.



Die Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler begrüßte die Delegation aus dem Landkreis Cham. Angelika Schöttler wusste zu erzählen, dass vor 30 Jahren, damals noch mit dem Landrat Ernst Girmindl, die Patenschaft entstanden ist: „Dank der vielen Spenden ist der Park in Lichtenrade heute ein echter Volkspark geworden, in dem sich die Menschen wohlfühlen.“ Damals hat man im Landkreis Cham eine groß angelegte Spendenaktion gestartet. Viele Pflanzen, Bänke und Tische im Volkspark stammen vom Landkreis Cham. Landrat Franz Löffler und der MdB Karl Holmeier übergaben die Tanne.


Löffler würdigte die Partnerschaft, die bis heute anhält. Es finden jährlich gegenseitige Besuche statt.


Aber es hilft nicht der beste Baum in Bayern, wenn er noch nicht in Tempelhof ist. Der Transport ist schwierig und kostenintensiv. Da ist dann der Fuhrunternehmer Max Schierer in die Bresche gesprungen. Zur Würdigung hat sich der Bezirk Tempelhof-Schöneberg entschlossen, stellvertretend für die vielen engagierten Bürgerinnen und Bürger aus dem Landkreis Cham, den Unternehmer Max Schierer, der den Weihnachtsbaum seit 30 Jahren kostenlos nach Berlin transportiert, die Verdienstmedaille des Bezirkes Tempelhof-Schöneberg zu verleihen. Oft hat Max Schierer den Transport auch persönlich übernommen. Er zeigte sich von der überraschenden Ehrung sehr gerührt.


Vom ungemütlichen Novemberwetter ließen sich die Festgäste nicht abschrecken. Sie lauschten den weihnachtlichen Klängen des Lichtenrader Chores und Max Eibl mit seiner Bläsergruppe „Pearl Brass“ aus dem Landkreis Cham: „Oh Tannenbaum, wie grün sind deine Blätter!“

Thomas Moser (auch Fotos)

 
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Hier wird jetzt in lockerer Folge von aktuellen Lichtenrader Geschehnissen berichtet. Eine Art "AKTUELLE INTERNETZEITUNG" könnte man auch sagen...
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