Manfred Piechowski: Der Reinhard Mey aus Lichtenrade

Für Musik war der Lichtenrader Manfred Piechowski schon immer zu haben! Nachdem er nun seine erste CD veröffentlicht hat, plant er Liederabende, bei denen die Besucher mitsingen können.

Es fing schon früh an, mit der Liebe zur Musik! Die erste Schallplatte war vom bekannten Liedermacher Reinhard Mey, mit 14 Jahren gründeten Buddelkastenfreunde eine Band, viele Jahre veranstaltete er mit Freunden ein „Lichtenrader Kellertheater“, seit 1990 sang er in einem Chor und noch vieles mehr an künstlerischen Aktivitäten gab es.

An das Schreiben von eigenen Liedern traute sich der Sänger und Gitarrist nicht ran. Da dachte er: „Das kann ich gar nicht!“ Piechowski erzählt, dass er zwar vor über 30 Jahren für seinen Sohn Fabian mal ein Lied geschrieben hat, aber ansonsten nahm er immer davon Abstand.

Mit der Krankheit und den Liedern stark geworden!

So „musste“ Manfred Piechowski (58) erstmal längere Zeit schwerer krank werden, um seine Liebe für eigene Lieder in deutscher Sprache zu entdecken. Die Geburtsstunde für seine neue Kleinkunst mit Gitarre war dann das Jahr 2009.

Auf einer Kur im Jahr 2011 trafen sich zwei Patienten, die beide ihre Gitarren dabei hatten. Kurz entschlossen pinnten sie ein kleines Plakat an das Schwarze Brett und luden die anderen Patienten zu einem Liederabend ein. Ein einschlägiges Motto war schnell gefunden: „Heinz trifft Manfred - Der einzige Künstler im Rollator.“ Die Veranstaltungen wurden von Mal zu Mal voller, die Künstler trugen Lieder vor und das Schönste war, wenn alle Patienten ihre Wunschtitel mitsangen: „Die Leute wollen nicht nur konsumieren.“ Bekannte deutsche und englische Lieder wurden gesungen, auch der „Kleine grüne Kaktus“ war dabei, als in der Cafeteria der Klinik so eine Art Lagerfeuerromantik aufkam. Eine gute Alternative zu Karaokeabenden war entstanden und Kontakte mit den Mitpatienten waren schnell geknüpft; denn: „Mit Musik ging alles besser!“

Auch das Lebensmotto war nun endlich gefunden, da Manfred Piechowski mit seiner neu gefundenen Liebe zur Musik eine besondere Lebensqualität gewann und so richtig entspannen konnte. Der Musiker, der im Hauptberuf im IT-Management des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg arbeitet, ist davon überzeugt: „Musik ist gesund! Nein, noch viel besser, Musik macht gesund!“

Wenn man mit Manfred Piechowski über seine künstlerischen Ambitionen spricht, blüht er richtig auf. Seine Lach- und Schmunzelfältchen, um Augen und Mundwinkeln, zeugen von einer ganz besonderen Lebensfreude!

Musik war schon immer mein Ding!

Aber, wie gesagt, seine Liebe zur Kunst und zur Musik gibt es schon lange. Die erste Band „Lazy bone“, an dessen Name sich Manfred kaum mehr erinnern konnte, fing wie viele Schülerbands ohne große Vorkenntnisse an. In der Musikschule lernte Manfred Gitarre, bevor am 17. März 1974 dann die „Chou Bananah Group“ gegründet wurde. Die Freunde spielten nicht nur in Jugendheimen, wie dem damals bekannten Mariendorfer „Bungalow“, sondern hatte auch im Kant-Kino, im Quartier Latent (beim ehemaligen Betreiber vom Quartier Latin) und sogar im ICC ihre Auftritte. Der Tagesspiegel titelte damals einen Artikel über die Band: „Ein ehrliches Konzept.“ Wenn Manfred Piechowski das Bandalbum durchblättert, kommt er immer wieder ins Schwärmen und kann kaum aufhören zu erzählen.

Im häuslichen Rahmen veranstaltete Manfred und eine kleine Theatergruppe seit 1987 ein „Lichtenrader Kellertheater“ mit verschiedenen eigenen Sketchen. Das erste Programm heiß „Beziehungskisten.“ Anfang der 90iger Jahr wurde die Kabarettgruppe „Gift & Gülle“ gegründet, die über sechs Jahre in verschiedenen kleinen Theatern von Berlin (Fürst Oblomov, Kneifzange, Quartier Latent und viele mehr) spielten. Gerne denkt Manfred Piechowski an seine gesanglichen und schauspielerischen Auftritte zurück. Dabei erinnert er sich an die besonders gelungenen Nummern „Zwei auf der Brücke“, die von einem Selbstmörder handelte, und vom „Hausmeister von der Himmelspforte.“



Macht sichtlich Freude: Das Singen im St. Konrad Gospelchor


Hier in der Salvator-Kirche in Lichtenrade...

Lange Zeit sang Manfred im jungen Lichtenrader Salvator-Kirchenchor „dis-Harmonie“ und singt seit 2010 nun mit viel Freude, zusammen mit seiner Frau Gabi, im Friedenauer St. Konrad Gospelchor mit. Nebenbei hat er als Tenor und Bass noch kleine Auftritte mit dem Männer- A cappella - Chor, die „Männers.“

Eigene Liedermacher-CD und Mitsingkonzerte

Seine wahre musikalische Liebe ist jedoch das Chanson: „Das war schon immer mein Ding!“ Wenn man ihn dann so singen hört, drängt sich der Vergleich mit dem Liedermacher Reinhard Mey einfach auf, was Manfred Piechowski durchaus auch freut.

Nun hat der Lichtenrader Liedermacher, mit einer guten Stimme, seine eigenen Lieder professionell auf eine CD gebracht. Als beschwingten Eröffnungstitel empfängt der Sänger seine Zuhörer: „Komm herein“. Etwas melancholisch, aber auch mit viel Lebensfreude, heißt es im Lied: „Lass dich bloß nicht heut besiegen, lass dich nimmer unterkriegen. Lass es wieder krachen, wackeln, füll uns jetzt ganz schnell die Tassen.“ Die Lieder zeugen von einer sehr positiven, optimistischen und auch religiösen Einstellung zum Leben.

Die Erstellung der CD „Alles nur für dich“, die 13 Lieder umfasst, hat ein ganzes Jahr in Anspruch genommen, erzählt der Liedermacher. Der CD-Verkaufpreis beträgt 8 Euro. Der Mehrerlös geht an die Kindernothilfe, die der Künstler schon sehr lange unterstützt.

Sein nächstes großes Projekt sind nun Mitsingkonzerte, zu denen er noch einige Künstlerkollegen gewinnen will. Die Idee ist, dass einige eigene Lieder präsentiert werden, was sich dann aber immer wieder damit abwechselt, dass gemeinsam mit dem Publikum bekannte Lieder gesungen werden. Wir können gespannt sein, wann es so weit es. Jedenfalls werden wir darüber berichten.

Es ist keineswegs hochgestapelt, wenn man über Manfred Piechowski sagt: „Sein Leben ist die Musik!“

Thomas Moser (auch alle Fotos)

Website von Manfred Piechowski: www.ma-pie.de

 

CPYE e. V. - Die Amerika-Entdecker: ein bisschen wie Kolumbus

Die Tempelhofer Jugendorganisation, CPYE e. V. beziehungsweise der damals noch verantwortliche Paper Press e.V, entdeckte 1985 Amerika. Das war einige Jahre nach dem Seefahrer Christoph Kolumbus im Jahr 1492. Aber wie wir heute wissen, ist Kolumbus auch nicht der erste Entdecker von Amerika gewesen.

CPYE schaut nun auf 25 Jahre seit der Gründung des Vereins zurück. Am 26. August 1988 erfolgte die Vereinsgründung durch Bernd Puhlmann und Ed Koch.

CPYE (ausgesprochen si, pi, wai, i) ist die Abkürzung der englischen Übersetzung des Vereinsnamens „Komitee zur Förderung von Jugendaustauschprojekten e. V.“

Jugendbegegnungen: Wie alles begann?

Aber der Reihe nach! Im Jahr 1978 besuchten junge Norweger Berlin und die Insel Schwanenwerder. Mit aktiven Jugendlichen aus dem Jugendfreizeitheim Mariendorf entstand eine enge Freundschaft, die sich durch jahrelange gegenseitige Besuche immer mehr festigte. Der Norwegenkontakt ist abgebrochen, da sich die Mitarbeiter aus Norwegen „zur Ruhe gesetzt haben.“

Bis 1988 war Paper Press für die Reisedurchführung der Berliner Jugendlichen zuständig, bevor dann CPYE gegründet wurde.

1984 „verschlug“ es einen ehrenamtlichen Mitarbeiter des Vereins, Mathias Nitschke, nach Marion, Kansas, einer kleinen Stadt im „Wilden Westen“. Er wohnte bei der damaligen Bürgermeisterin, Peggy Blackman, des Ortes, die dann die erste Einladung an Berliner Jugendliche in den Osterferien 1985 organisierte.

In den Erinnerungen von Ed Koch ist nachzulesen: „Allein aus der Idee, Mathias in Kansas lediglich besuchen zu wollen, entstand unser USA-Engagement.“


2006 Denver:  stehend 2. v. links Regina Körper (langjährige Projektleiterin), 3. v. links Andie Kraft (Vorstandsmitglied), 4. V. links Nancy Brooks (langjährige damalige Organisatorin), 5. v. links Ed Koch, 6. v. links Zach Brooks (Begründer der Jugendbegegnungen mit Denver) Foto:CPYE


2012 Denver:  1. v. rechts Ed Koch (Ehrenvorsitzender und ehem. Vorsitzender), 2. v. rechts Andie Kraft (Vorstandsmitglied), 4. v. rechts Mathias Kraft (Projektleiter). Hintere Reihe 1. v. links Christian Körper (Projektleiter), 2. v. links Chris Landmann (ehem. Vorstandsmitglied), 3. v. links Reiner Hanke (Vorstandsmitglied). Vordere Reihe 1. Und 2. v. links Darryl und Marjorie Hudspeth (die amerikanischen Organisatoren) und in der Mitte Michael Hancock (Bürgermeister von Denver). Neben der Jugendbegegnungsreise hatte CPYE aus Anlass des 20jährigen Jubiläums der Begegnungen mit Denver eine Delegationsfahrt gemacht und einen Termin beim Bürgermeister bekommen (Foto:CPYE)
1992 kam ein weiteres USA-Projekt mit Ken Caryl, einem Vorort von Denver, Colorado, zustande. Die dritte Jugendbegegnung im Jahr 1995 führte dann nach Buffalo im US-Bundesstaat New York. Seit der Zeit gab es schon x Reisen mit x Jugendlichen. Die Jubiläumsreise, nach 25 Jahren USA-Jugendbegegnungen, ging dann 2010 nach Ken Caryl und San Francisco. Das war dann die 39ste Begegnungsreise. Im Jahr 2013 wurde für die Statistik bereits die 42. USA-Reise notiert. Etwas über 500 Teilnehmer nahmen alleine an den Reise über den großen Teich teil.

Reisen bildet!

An den Jugendbegegnungsreisen können Jugendliche zwischen 14 und 21 Jahren teilnehmen. Die Reisen werden von zwei ehrenamtlichen Jugendgruppenleitern begleitet. Den Jugendlichen ist bewusst, dass es sich um keine reine Ferienreise handelt. Aber die Fahrten sind auch nicht mit Vorträgen und Besichtigungen vollgestopft. Der Schwerpunkt ist jedoch das Leben in der Gastfamilie, das von fast allen Teilnehmern geradezu überschwänglich beurteilt wird.

Nach der Farewell-Party am Schluss der Reisen sind dann nicht nur die vielen Kalorien der großen Torte zu verdauen, sondern auch die vielen neuen Eindrücke.

Bis 1999 wurden auch Reisen für Erwachsene angeboten. Ed Koch erinnert sich noch gerne an die Besuche im ARD-Studio Washington mit Wolf von Lojewski oder dem RIAS-Korrespondenten Armin Amler in Malibu. Koch beschreibt die Schwierigkeiten mit der damaligen Jugendamtsleitung und den Bemühungen, einen Zuschuss aus dem Bundesjugendplan in Höhe von 8.500 DM zu erhalten: „Sollte ich jemals meine Memoiren schreiben, werde ich den Briefwechsel veröffentlichen.“ Ed Koch betont aber die gute Zusammenarbeit mit der Senatsjugendverwaltung.

2007 NBC: Besuch der Gruppe im NBC-Studio Denver. Hintere Reihe stehend 3. v. rechts Bernd Puhlmann (Vorstandssprecher), vordere Reihe 1. V. rechts Chris Landmann (damaliges Vorstandsmitglied)-Foto CPYE
USA-Sucht: Eine Sucht, die nicht heilbar ist!

Ed Koch beschreibt das besondere Gefühl seiner vielen USA-Reisen, das er nicht richtig einordnen kann. Zurzeit befindet er sich in USA-Pause: „Auch nach der 35sten Landung auf dem amerikanischen Kontinent wurde dieses aufregende Gefühl nicht zur Routine. Vielleicht bin ich USA-süchtig. Ich hoffe, dass dies nicht heilbar ist.“

Auch Chris Landmann, dessen Mutter ihn 1996 auf eine kleine Anzeige von CPYE in einer Zeitung hinwies, ist bei CYPE und Amerika hängengeblieben: „Für mich sind die USA mittlerweile zur zweiten Heimat geworden.“ Besonders betont Landmann die spürbare Freundschaft nach dem 11. September 2011: „Trotz aller Oberflächlichkeit, die den Amerikanern nachgesagt wird und die auch real erlebbar ist, wiegt die Offenheit und Gastfreundschaft, die unseren Jugendlichen und Projektleitern jedes Jahr aufs Neue entgegengebracht wird, positiv.“

So wie bei Chris Landmann, lesen Eltern und Großeltern von CPYE und machen ihre Kinder und Enkel darauf aufmerksam. Aber trotz Förderung kostet so eine Reise immerhin rund 1.400 Euro (ohne Taschengeld). Das kann sich nicht jeder leisten. Manchmal hilft ein besonderer Anlass, wie der achtzehnte Geburtstag oder das bestandene Abitur, um beim familiären Sponsoring der Jugendlichen so großzügig zu sein.

Seit 1997 hat CPYE auch die Trägerschaft über den jährlichen bezirklichen Rocktreff und das Spielfest übernommen.

Zum jetzigen Vereinsvorstand gehören Bernd Puhlmann, Andi Kraft und Reiner Hanke. (FOTO: BerLi-Press)

Reiner Hanke, Vorstandsmitglied, hat uns zum Jubiläum folgendes Interview gegeben.

Was macht CPYE so einzigartig?

Reiner Hanke: Wir sind ein kleiner, aber feiner anerkannter freier Träger aus ehrenamtlichen Aktiven und einer der wenigen Vereine in Berlin, der Jugendbegegnungen mit den USA organisiert.

Welche ganz besonderen Erlebnisse verbinden sie mit den USA-Reisen?

Welches ganz besondere Erlebnis verbinden Sie mit den USA-Besuchen? 

Reiner Hanke: Die Erfahrungen beim Aufenthalt in den Gastfamilien sind unvergleichlich, die Einblicke in die amerikanischen Lebensverhältnisse unbezahlbar. Da zehrt man ein Leben lang von. Die Beziehungen mit unseren amerikanischen Organisatoren und Gesprächspartnern sind sehr herzlich und persönlich, so dass über die Jahre echte Freundschaften entstanden sind.

Was wünschen Sie sich für CPYE in der Zukunft? 

Reiner Hanke: Genug engagierte deutsche und amerikanische Freiwillige, damit wir die Jugendbegegnungen fortführen können.

Wir wünschen CPYE noch viele erfolgreiche Jahre mit Jugendbegegnungen!

Es werden noch Teilnehmerinnen und Teilnehmer für die nächste Fahrt gesucht: Ostern…vom 11 bis 27. April 2014 

Thomas Moser

Alles über den Jugendaustausch: www.cpye.de

Bericht und Fotos vom Jubiläumsfest am 24. August 2013

 

Fluglärm doch über Lichtenrade und Mahlow-Nord?

Urteil gefährdet Nachtruhe in Lichtenrade!

Die Bürgerinitiative „Lichtenrade/Mahlow-Nord gegen Fluglärm e.V.“ informiert:

Das Oberverwaltungsgericht Berlin Brandenburg (OVG) hat, mit Urteil vom 19. September 2013, der Klage der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow in Teilen stattgegeben. Für den „Tag“ hat das OVG entschieden, dass die geraden Westabflüge über die Ortsmitte Mahlows rechtmäßig sind. Für die Nacht gäbe es unter Lärmgesichtspunkten günstigere Streckenalternativen, als den geraden Abflug von der Nordbahn.


Frank Henkel, Simon Lietzmann von der BI und J-M. Luczak

Das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung (BAF) hat für die Nachtperiode von 22:00 bis 6:00 Uhr eine nördlich, längs der L76 verlaufende Abflugroute in die Verhandlung eingeführt. Durch diese Route drohen Lichtenrade und Mahlow-Nord erneut nächtliche Überflüge. Dieses Flugverfahren droht aber auch, den mühsam ausgehandelten Flugroutenkompromiss scheitern zu lassen. Die Bewohner von Lichtenrade und Mahlow-Nord fühlen sich an die Zeit erinnert, wo sie zu Tausenden auf die Straße gehen mussten, um den Vertrauensschutz einzufordern, den die Festlegungen des Planfeststellungsbeschlusses (PFB) wie auch die Aussagen von Politikern, Verwaltung und Flughafengesellschaft begründet haben.

Ein Nachtflugverbot ist die Hauptforderung

Auf der Website der BI heißt es weiter:

Sollte der Flugroutenkompromiss scheitern, müssten alle Flugverfahren erneut auf den Tisch. Die Konsequenz aus dem Urteil des OVG ist die Aufforderung an die Deutsche Flugsicherung (DFS), endlich metropolenabgewandte Flugrouten zu entwickeln, um Berlin und den dichtbesiedelten, sogenannten Speckgürtel von Überflügen freizuhalten. Sollte der im PFB niedergelegte unabhängige Parallelbetrieb dies verhindern, so muss dieser von der Politik auf den Prüfstand gehoben werden. Zudem brauchen die Flughafenanwohner ein konsequentes Nachtflugverbot von 22:00 bis 6:00 Uhr, damit auch die Schwerstbetroffenen wenigstens in der Nacht eine Lärmpause erhalten.

Bernd Röstel, der Sprecher der BI: „Die Bürger von Lichtenrade und Mahlow-Nord werden sich nicht mit Überflügen abfinden – weder am Tag noch in der Nacht.“

Heute Reinickendorf und morgen Lichtenrade?

Der Bundestagsabgeordnete Jan-Marco Luczak bittet Bundesverkehrsminister um Unterstützung

Der Bundestagsabgeordnete und erneute Wahlkreisdirektkandidat Dr. Jan-Marco Luczak (CDU) schrieb am 20. September direkt an den zuständigen Verkehrsminister Dr. Peter Ramsauer. Unter der Überschrift „Vertrauenschutz sicherstellen – kein Überflug von Lichtenrade“ unterstützt er das Anliegen der Bürgerinitiative und vieler Bürger. Luczak weist auf den Flugroutenkompromiss hin und betont: „Die jetzt ins Gespräch gebrachte Nordumfliegung von Blankenfelde steht in klarem Widerspruch diesem in der Sache richtigen Kompromiss.“ Der Abgeordnete bittet, gegen das Urteil in die nächste Instanz zu gehen. Das wird wohl aber sowieso auch die Gemeinde Blankenfelde machen, da man dort auch am Tag entlastet werden will. Luczak wendet sich vor allem ganz entschieden gegen die vom Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung (BAF) ins Gespräch gebrachte Streckenführung über Lichtenrade.

Luczak betont besonders den Vertrauensschutz auf den Bestand politischer Aussagen, den auch die Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Flugroutendiskussion betont hatte.: „Für die Glaubwürdigkeit von Politik ist es von eminenter Wichtigkeit, dass das Vertrauen der Menschen nicht enttäuscht wird.“

Spätestens beim nächsten Stammtisch der Bürgerinitiative, am 7. Oktober 2013 um 19.30 Uhr im Wirtshaus zum Josef im Vereinsheim des VfL Lichtenrade, Kirchhainer Damm 68, 12309 Berlin, wird über das weitere Vorgehen diskutiert werden. ToM 

 www.lichtenrade-gegen-fluglaerm.de


Alle Fotos: Thomas Moser -BerLi-Press

 

 

Dresdner Bahn und der Tunnel: Reden ja, aber wer fängt an?

Stellungnahmen, zeitnah zur Bundestagswahl, zum Thema Dresdner Bahn von

Mechthild Rawert (SPD) und Dr. Jan-Marco Luczak (CDU)

Prüfen und entscheiden Sie selbst…!

 v.re.n.lks. M. Rawert SPD, J-M. Luczak CDU, H. Krestel FDP und von der BI Manfred Beck
Nachfolgendend werden ungekürzt Pressemitteilungen bzw. Veröffentlichungen zum Thema „Dresdner Bahn in den Tunnel“ veröffentlicht. Mittlerweile hat der Staatssekretär Michael Odenwald (Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung) dem Stadtentwicklungssenator Michael Müller ein direktes Gesprächsangebot unterbreitet.

Zur Frage, wer wann was hätte tun müssen und warum nicht, haben mittlerweile die Bundestagsdirektkandidaten von SPD und CDU Stellungnahmen bzw. Veröffentlichungen abgegeben, die ungekürzt im Folgenden veröffentlicht werden.

1.)    CDU – Dr. Jan-Marco Luczak

2.)    SPD - Mechthild Rawert

Zu 1.) Veröffentlichung auf der Website vom CDU-Bundestagsdirektkandidaten Dr. Jan-Marco Luczak (MdB) vom 10. September 2013:

Am Donnerstag folgten über 1.000 Menschen dem Aufruf der Bürgerinitiative Dresdner Bahn, um für die Tunnellösung in Lichtenrade zu demonstrieren. Die Bahn will die Zugstrecke mitten durch Lichtenrade bauen - bis zu 6 m hohe Schallschutzmauern würden den Ortsteil in zwei Hälften spalten. Die Demonstranten hielten zahlreiche Plakate hoch auf denen sie forderten, dass stattdessen ein Tunnel gebaut wird. Jan-Marco Luczak will Nägel mit Köpfen machen. In seiner Rede machte er klar, dass die Tunnellösung kommen muss. Dafür müsse das Land Berlin und der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit zu den Zusagen stehen, sich an der Finanzierung zu beteiligen.

Schluss mit dem Schwarze-Peter-Spiel bei der Dresdner Bahn!
 

Luczak: Wowereit muss auf Bund wegen Berliner Finanzierungsanteil an Mehrkosten für den Tunnel aktiv zugehen  

Der Bundestagsabgeordnete Dr. Jan-Marco Luczak (CDU) hat den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) erneut in einem Brief aufgefordert, endlich mit dem Bund und der Bahn konkrete Vereinbarungen über die Finanzierung der Mehrkosten für die Tunnellösung bei der Dresdner Bahn zu treffen. Damit soll er der im Berliner Koalitionsvertrag von SPD und CDU auf Drängen der Berliner CDU ausdrücklich aufgenommenen Festlegung nachkommen, sich für die Tunnellösung einzusetzen und dabei auch einen eigenen Berliner Kostenanteil anzubieten. Ein erster Appell von Luczak an Wowereit war erfolglos geblieben.

Luczak, der selbst Lichtenrader ist, setzt sich seit vielen Jahren für die Tunnellösung bei der Dresdner Bahn in Lichtenrade ein. In vielen Gesprächen hat er erreicht, dass Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer in einem Interview die Tunnellösung bei der Dresdner Bahn in Lichtenrade für möglich erklärt hat. Dies aber nur, wenn das Land Berlin sich an den Mehrkosten beteilige: „Ich erwarte, dass der rot-schwarze Koalitionsvertrag in Berlin mit Leben gefüllt wird.“, so der Minister.

Diese Erwartungshaltung des Bundes brachte auch der zuständige Staatssekretär aus dem Bundesverkehrsministerium, Herr Michael Odenwald, zum Ausdruck. Bei einer Ortsbegehung Lichtenrades auf Einladung von Luczak sagte er: „Mit Blick auf den Berliner Koalitionsvertrag von SPD und CDU erwarte ich, dass das Land Berlin sich an den Bund wendet und deutlich macht, dass es den Tunnel will und auch bereit ist, sich an den Mehrkosten zu beteiligen.“

Dazu Luczak in seinem aktuellen Brief an Wowereit: „Das Land Berlin ist hier in einer Bringschuld – schließlich geht es um Menschen in Lichtenrade, also Berliner Bürger!“ Im Koalitionsvertrag heiße es zudem, dass Berlin sich für die Tunnellösung „einsetzen“ werde: „Das ist die klare Zusage, sich aktiv um die Tunnellösung zu bemühen. Berlin kann und darf sich daher nicht auf eine abwartende Position zurückziehen und mit dem Finger auf Bund und Bahn zeigen. Es muss Schluss sein mit diesem Schwarze-Peter-Spiel! Wowereit darf die Lichtenrader nicht im Stich lassen und muss aktiv auf den Bund mit einem Angebot zugehen.“

Zu 2.) Pressemitteilung der SPD-Bundestagsdirektkandidatin Mechhild Rawert (MdB) vom 18. September 2013:

Dresdner Bahn: Politische Spitze des Bundesverkehrsministeriums lässt Lichtenrader Bürgerinnen und Bürger bewusst in Unkenntnis

Anlässlich des anstehenden Gespräches 1.Oktober 2013 zwischen VertreterInnen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt und dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) erklärt Mechthild Rawert, Bundestagsabgeordnete und Direktkandidatin aus Tempelhof-Schöneberg:

Das Land Berlin wird sich an den Mehrkosten für die „Tunnellösung“ in Lichtenrade beteiligen und dem Bundesverkehrsministerium liegt seit längerem eine Terminanfrage zur „Dresdner Bahn“ vor - auf diese Sachverhalte hat Staatssekretär Christian Gaebler, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, bereits auf der Kundgebung der Bürgerinitiative Dresdner Bahn e.V. am 5. September 2013 hingewiesen. Und die BI Lichtenrade-Dresdner-Bahn e.V. bestätigt auf ihrer Website, dass der Regierende Bürgermeister Wowereit bereits 2012 in zwei Briefen bestätigt hat: „Das Land Berlin wird sich in erheblichem Umfang an den Mehrkosten beteiligen. Voraussetzung ist, die Entscheidung für einen Tunnel wird vom BMVBS angeordnet. Gleichzeitig sollte das Eisenbahnbundesamt (EBA) das Planfeststellungsverfahren stoppen.“

Damit ist auch öffentlich geklärt, dass die Aussagen von Jan-Marco Luczak (MdB), CDU-Direktkandidat, das Land Berlin würde sich seiner Verantwortung entziehen, durch ständige Wiederholung nicht wahrheitsvoller wird.

Vielmehr ist die politische Gemengelage eindeutig: Die CDU-geführte Bundesregierung und die Deutsche Bahn AG wollen eine ebenerdige Verlegung der Fernbahngleise und der SPD-geführte Senat sowie die Bürgerinitiativen und die Anwohnerinnen und Anwohner wollen hierfür eine Tunnellösung! Ich selber kämpfe wie die Lichtenrader Bürgerinnen und Bürger auch seit Jahren für die Tunnellösung.

Aber was macht das Bundesverkehrsministerium? Es drückt sich vor einer klaren Aussage hinsichtlich seiner künftigen Planungen zur Dresdner Bahn! Meine schriftliche Frage an die Bundesregierung hinsichtlich der rechtlichen Grundlagen und dem Zeitpunkt für einen Stopp der Planfeststellungsverfahren zur „Dresdner Bahn“ wurde am 16. September 2013 vom Parlamentarischen Staatssekretär Enak Ferlemann in Form einer Nicht-Antwort beantwortet:

„Der Vorhabenträger Deutsche Bahn AB beantragt beim Eisenbahn-Bundesamt (EBA) die Feststellung eines Plans zum Bau oder Änderung einer Betriebsanlage einer Eisenbahn. Eine Weisung zum Stopp eines solchen Verfahrens durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) könnte nur bei schweren formalen Verstößen erfolgen. Unabhängig davon kann der Vorhabenträger seinen Antrag auf Planfeststellung zurückziehen.“

Die Absicht, Abstand von der ebenerdigen Bauweise der Schnellzugleise quer über die Bahnhofsstraße zu Gunsten eines Tunnelbaus nehmen zu wollen, sieht anders aus! Nach dieser Antwort erwarte ich keine politische Weisung für einen Planfeststellungsstopp. Das bedeutet für die BI: Klagen beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig.

Ich begrüße das geplante Gespräch über die Trassenführung der „Dresdner Bahn“ zwischen dem BMVBS und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt. Hier muss das Bundesverkehrsministerium deutlich Farbe bekennen und folgende Kernfragen beantworten:

  • Beabsichtigt das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS), die beim Eisenbahn-Bundesamt vorliegenden Pläne der Deutschen Bahn zum ebenerdigen Bau der Gleise für den Fern- und Regionalverkehr durch eine Weisung zu stoppen ja oder nein?
  • Wie hoch veranschlagt das BMVBS die zusätzlichen Mehrkosten für den Tunnelbau?
  • Unter welchem Titel hat das BMVBS zusätzliche Mehrkosten in die kurz- und mittelfristige Haushaltsplanung ab 2014 eingestellt?
  • Hat das BMVBS Anlass zu glauben, dass der Vorhabenträger Deutsche Bahn AG seinen Antrag auf Planfeststellung für alle bzw. einzelne Prüfverfahren der drei Planfeststellungsabschnitte zur „Dresdner Bahn“ zurückziehen will ja oder nein?

Auf die wegen der Länge der Planungszeit nicht mehr stimmigen früheren Prognosen, auf die erheblichen Veränderungen der Gesetzeslage und die Nichtbeteiligungsmöglichkeiten der seit 2000 nach Lichtenrade Zugezogenen hat der Anwalt der Bürgerinitiative Lichtenrade-Dresdner-Bahn e.V., Alexander von Aretin, schon vor Monaten verwiesen und gefordert, das Planfeststellungsverfahren einzustellen und neu aufzurollen.  

Für mich steht fest: Der Tunnel in Lichtenrade eignet sich nicht für Wahlkampfspiele auf Kosten der Lichtenrader Bürgerinnen und Bürger.


Alle Fotos von der Demo am 5.9.2013. Alle Parteien, auch Bündnis 90/Die Grünen und die FDP, unterstützen einen Tunnel! (alle Fotos BerLi-Press/Thomas Moser)

Bericht von der Demo: Internetzeitung

Sorry, die unterschiedliche Formatierung/Schriftgröße ließ sich aus techn. Gründen leider nicht korrigieren! ToM

 

 

Eine lange Städtepartnerschaft und ein Weinberg in Berlin

Bad Kreuznach, Berlin Tempelhof-Schöneberg und ein Weinberg!

Ein Weinberg, mitten in der Stadt Berlin, feiert sein 25jähriges Jubiläum. Um es vorweg zu nehmen, der Wein schmeckt, kann aber nicht regulär käuflich erworben werden! Die Trauben an den 200 Rebstöcken für den „Schöneberger Nahe-Freund“ wachsen am künstlich angelegten Weinberg am Sachsendamm.

Es ist kaum zu Glauben, was Berlin und der Bezirk Tempelhof-Schöneberg zu bieten hat.

In unmittelbarer Nähe südlich vom Bahnhof Südkreuz, zwischen S-Bahn, Stadtautobahn und Kleingärten liegt der Schöneberger Weinberg. Das Gelände der Gartenarbeitsschule, dass sich hinter großen Büschen und Bäumen versteckt, ist ein Idyll der Natur und man vergisst fasst den Lärm der Großstadt, der an dieser Stelle nur wenige Meter entfernt ist. Wo sonst viele Schüler unter fachkundiger Anleitung hautnah Natur erleben, sähen, anpflanzen und ernten dürfen, ist anlässlich des Jubiläums zu einer kleinen Feier geladen worden.

Rüdiger Jakesch kennt "seinen" Wein...



Der Weinberg ist mit großer Unterstützung vom Kreis Bad Kreuznach entstanden, mit dem seit 50 Jahren der Bezirk Schöneberg, jetzt Tempelhof-Schöneberg, eine enge Partnerschaft verbindet. Eine Delegation aus Bad Kreuznach ist extra zu diesem Anlass angereist. Der 1. Kreisbeigeordnete, Hans-Dirk Nies, hat zur Unterstützung auch Winzerinnen und Winzer mitgebracht, die jedes Jahr tatkräftig bei der Beschneidung der Rebstöcke in Schöneberg helfen. Von Bezirksseite kümmert sich mit viel Engagement der „Förderverein für den Weinberg und die Gartenarbeitsschule“ ehrenamtlich um die Erhaltung der großen Anlage und um die Finanzierung wichtiger Projekte. Es ist besonders für die Bürgermeister des Bezirkes Tempelhof-Schöneberg eine Ehre und Verpflichtung, aktiv und tatkräftig das Anliegen der Gartenarbeitsschule, die schon im Jahr 1922 im Rahmen der Reformschulbewegung entstand, zu unterstützen.

An den Jubiläumsfeierlichkeiten nahmen jede Menge Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus dem Bezirk teil. Die Bezirksverordnetenvorsteherin Petra Dittmeyer (CDU) und die jetzt amtierende Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD) haben zum Festakt geladen. Die im Förderverein sehr aktiven ehemaligen Schöneberger Bürgermeister Michael Barthel (SPD) und Rüdiger Jakesch (CDU) konnten viel über die Arbeit am Weinberg und über die edlen Tröpfchen berichten. Bei der Erkundung des großen Geländes, bei herrlichstem Sonnenschein, war die ehemalige Schöneberger Bürgermeisterin Dr. Elisabeth Ziemer (Bündnis 90/Die Grünen) dabei. Auch für die Bürgermeister a.D. Dieter Hapel (CDU) und Ekkehard Band (SPD) war die Teilnahme an den Jubiläumsfeierlichkeiten wichtig.

Bei den Aktivitäten rund um die Gartenbauschule und den Weinberg beeindruckt besonders die dauerhaft praktizierte Koalition der bezirklichen Garten- und Weinbergfreunde. Im Wein liegt offensichtlich nicht nur die Wahrheit, sondern auch ein Stück gelebte überparteiliche Verbindung.


Ulrike Herpich-Behrens (2.v.re), ehemalige Stadträtin, ist auch im Förderverein. Schwarze Tomaten, schmecken die...

Hans-Dirk Nies und Angelika Schöttler beim Rundgang

Wer nascht denn da? Dieter Hapel und Rainer Kotecki (ehemaliger BVV-Vorsteher)


Unter fachkundiger Anleitung der hier beschäftigten Meister und Lehrer wurde das Gelände vorgestellt.


Es ging vorbei an den verschiedenen Teichen, den Schaubeeten, der Kräuterspirale, vielen Obstbäumen, den schwarzen Tomaten und der herrlichen Blumenpracht. Zur Gartenbauschule gehören auch noch ein Bienenhaus, ein Waldlehrpfad und ein Tier- und Spielhof.

Michael Barthel (lks) kennt viele Wein-Geschichten.

Rüdiger Jakesch in seinem Element.
1988 wurde auf Initiative des damaligen Bezirksbürgermeisters Rüdiger Jakesch der Weinberg angelegt. Zusammen, mit Michael Barthel, wissen sie viel zu erzählen.

Nach 3 Jahren Pflege war es dann soweit, der Jungfernwein konnte 1992 gekeltert werden. Wie dieser erste Jahrgang geschmeckt hat, wird leider für immer ein Rätsel bleiben, denn der Wagen mit der Jungfernernte wurde gestohlen.

Seit damals wird der Weinberg Jahr für Jahr gepflegt. Die Ernteergebnisse werden in Tempelhof-Schöneberger Partnerschaftskreis in Bad Kreuznach gekeltert. Die Weinflaschen werden nach Berlin gebracht und stehen dem Bezirk für repräsentative Zwecke zur Verfügung. Verkostet werden kann der Wein nur einmal im Jahr, am Tag der offenen Tür von der Gartenarbeitsschule. Gegen eine größere Spende kann man den "Schöneberger Nahe-Freund" beim Verein erhalten.



Im Jahr 2012 konnten 408 Flaschen vom „Schöneberger Nahe-Freund“ gekeltert werden. Jetzt, Mitte September, konnte bereits ein Mostgewicht von 75 Grad Öchsle festgestellt werden. Der Festdelegation wurden zum Schluss des Besuchs einige ältere leckere Weinjahrgänge direkt am Weinberg kredenzt.

Das Ergebnis der Verkostung.
Der „Schöneberger Nahe-Freund", der Weinberg und die lange Partnerschaft mit Bad Kreuznach sind etwas Besonderes, dass nicht nur in feierlichen Politikerreden, sondern auch im praktizierten Miteinander eine wichtige Rolle spielt. Immer wieder waren es vor allem Jugendliche, die nach Berlin oder Bad Kreuznach reisten. Schülerlotsen, Schulklassen, Vertreter der Sportjugend, Jugendfeuerwehren, Theater- und Musikgruppen. Eine Konstante waren auch die regelmäßigen Seniorenfahrten.

Zum feierlichen Höhepunkt der Städtepartnerschaft ging es dann zu einem Empfang in den Goldenen Saal im Rathaus Schöneberg. Zum 25jährigen Weinberg-Jubiläum war eine Ausstellung zusammengestellt, die Brassgirls unterhielten musikalisch mit „Chianti-Wein“ und „Griechischer Wein“ und in einer Podiumsrunde wurde ein Rückblick auf die lange Zusammenarbeit und die weiteren partnerschaftlichen Aktivitäten geworfen.

Die Verkostung vom Schöneberger Riesling-Jahrgang 2012 war ein besonderer Höhepunkt der Jubiläumsveranstaltung. Auf eine weitere gute Partnerschaft! Na dann, Prost!

Thomas Moser

Alle Fotos: Thomas Moser -BerLi-Press
 

 

 

TUNNELLÖSUNG IN LICHTENRADE

Die Bürgerinitiative Lichtenrade Dresdner-Bahn e.V. - Bahn für die Menschen -(Mitglied in der Bundesvereinigung gegen Schienenlärm) gibt am 14. September 2013 folgende Presseerklärung raus:

Foto von der Demonstration am 5. September in Lichtenrade (Foto: Thomas Moser)

DER ZUG NIMMT FAHRT AUF

15 Jahre kämpft die Bürgerinitiative Lichtenrade-Dresdner-Bahn e.V. für den Tunnel in  Lichtenrade. Wie wir aus gut unterrichteten Kreisen erfahren, hat das Bundesverkehrsministerium den Senat nunmehr zu direkten Gesprächen eingeladen.

Im Berliner  Koalitionsvertrag verankert ist eine schnelle Realisierung der Dresdner Bahn in Tunnelführung. Seit 2011 hat der Senat jedoch keine Gespräche mit dem Bundesverkehrsministerium begonnen.

Am 26. August besuchte Staatssekretär Michael Odenwald Lichtenrade. Bei dem „Vor-Ort-Termin“ konnte der Vorstand der Bürgerinitiative Lichtenrade Dresdner Bahn e.V. gemeinsam mit unserem Bundestagsabgeordneten Dr. Jan-Marco Luczak den Staatssekretär auf die negativen Auswirkungen in Lichtenrade hinweisen. Er sprach sich dafür aus, dass der Berliner Senat umgehend das Gespräch mit dem Ministerium suchen müsse.

Die BI Lichtenrade- Dresdner-Bahn fordert nunmehr vom Senat die Formulierung aus dem Koalitionsvertrag mit Leben zu erfüllen. Danach will sich das Land Berlin an den Mehrkosten für einen Tunnel beteiligen. Die Protestdemonstration vom  5. September 2013 mit über 1000 Teilnehmern war ein deutliches Signal der Lichtenrader Bevölkerung.

Unseren Landesvater Klaus Wowereit fordern wir auf, sorgen Sie mit dafür, dass das Planfeststellungsverfahren gestoppt wird und schützen Sie über 50.000 Einwohner in Lichtenrade vor Lärm und Erschütterung. Bei geplanten über 600 Zügen in 24 Stundenhat die Gesundheit der Menschen oberste Priorität.

Berlin , den 14. September 2013

BI Dresdner Bahn

Der Vorstand

 

Der "Blohmgarten" blüht und gedeiht!



Zu einem gemütlichen Gartenfest hat der Lichtenrader „Blohmgarten“, der Interkulturelle Generationengarten direkt am Stadtrand, eingeladen. Die kleinen Gartenanteile sind belegt und es wächst und blüht an allen Ecken und Enden.





Eine herrliche Gartenpracht, die sich da unter Trägerschaft des Nachbarschafts- und Selbsthilfezentrums der ufa-Fabrik „NUSZ“ in den letzten Jahren entwickelt hat. Die Gärtnerinnen und Gärtner zeigen stolz ihre kleinen Gartenanteile, jedes Stückchen Erde ein Unikat. Die einen Naturfreunde finden eher Blumen interessant und die anderen „experimentieren“ mit viel Gemüse und mit Kräutern.

Ralph Lewinski betreut mit einigen Freunden eine kleine Fläche und freut sich immer über das leckere Gemüse, das er ernten kann. Für das NUSZ und auch für Ralph Lewinski wäre noch eine Kräuterspirale ein kleiner Traum. Lewinski hat sich schon intensiv mit Heilkräutern beschäftigt.

Im nächsten Jahr wird dann noch die Zusammenarbeit mit dem benachbarten Kindergarten, der einige hundert Meter in der Blohmstraße liegt, intensiviert. Der Kindergarten wird seit einiger Zeit auch vom NUSZ betrieben.

Heute genießen die Besucher und Gärtner aber die Leckereien vom Grill, die köstlichen Salate und Kuchen und nehmen dann noch ein Glas Honig von den Blohmgarten-Bienen mit. ToM
Fotos: Thomas Moser

 

 

Ein wunderbares Wein- und Winzerfest in Lichtenrade!

Das 26. Wein- und Winzerfest ist ein voller Erfolg! Ohne wenn und aber und ohne Bauschmerzen und Bedenken, kann man schon nach den ersten Stunden der Öffnung dem neuen und alten Veranstalter gratulieren!


Fast waren die Feste in der Lichtenrader Bahnhofstraße schon totgesagt. Die Qualität der Feiermeile hat in den Jahren deutlich nachgelassen. Die Aktionsgemeinschaft hatte aus wirtschaftlichen Gründen im Jahr 2012 den Weihnachtsmarkt nicht mehr selbst durchgeführt. Auch gab es eine große Unzufriedenheit vieler Einzelhändler in der Bahnhofstraße. Der Veranstalter Jentsch ist kurzfristig eingesprungen und hatte sich um Änderungen und Qualitätsverbesserungen bemüht. Jetzt gehen mehrere Veranstalter ins Rennen und Bezirksstadtrat Daniel Krüger sah sich veranlasst, ein Losverfahren für die Vergabe durchzuführen. Aber damit sind viele Veranstalter unzufrieden.

Fakt ist jedenfalls, dass für das Wein- und Winzerfest der neue Veranstalter Family & Friends, in Kooperation mit der Aktionsgemeinschaft Bahnhofstraße, den Zuschlag gekommen hat.

Und hier unsere Kurzeinschätzung vom 26. Wein- und Winzerfest 2013: Super Wetter, gut gestellte Weinverkostungen, Essstände und Sitzgruppen, besondere kunsthandwerkliche Stände, endlich kein Ramsch-Markt mehr, mehrere attraktive Kinderspielgeräte und überall eine Liebe zum Detail erkennbar! Auch der neue Standort der Bühne entfaltet seinen Reiz. Rundum ein gelungenes Fest in einer deutlich erkennbaren neuen Qualität! So können langsam auch die Lichtenrader ihre Bahnhofstraße wieder als Feiermeile genießen. Ein höheres Niveau der Feste wird letztlich auch für die ganze Einkaufsstraße und für die Einzelhändler ein Gewinn sein. Künftige Veranstalter werden sich daran messen lassen müssen. 


Wir sind gespannt. Der Weihnachtsmarkt auf der Bahnhofstraße wird, zumindest nach dem Ergebnis des Losverfahrens, wieder von Joachim Jentsch veranstaltet werden. Man hört von einigen Lichtenrader Gruppen, dass man grundsätzlich gegen das Losverfahren, notfalls auch gerichtlich, vorgehen möchte.

Die Veranstalter haben das Wein- und Winzerfest 2013 unter ein Motto gestellt: „Das Leben ist zu kurz, um schlechten Wein zu trinken!“ (Johann Wolfgang von Goethe - 1749 – 1832).Na dann Prost!


Hagen Kliem, Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft, begrüßt die Gäste.


Frank Henkel freut sich über die Spenden.


Alex Benkel, von der Lichtenrader Suppenküche, kann jeden Cent für die Arbeit gut gebrauchen.


Der Berliner Bürgermeister und Sportsenator Frank Henkel beehrte die Lichtenrade Veranstaltung und freute sich besonders, dass die Aktionsgemeinschaft Bahnhofstraße fünf Jugendabteilungen von Lichtenrader und Marienfelder Sportvereinen, sowie die Lichtenrader Suppenküche, mit einem Scheck über jeweils 333,33 Euro, insgesamt also 2.000 Euro, beglücken konnte.


Der Schirmherr vom Wein- und Winzerfest, der Lichtenrader Bundestagsabgeordnete und erneute Wahlkreisbewerber, Jan-Marco Luczak (CDU), eröffnete das Wein- und Winzerfest vor dem glänzenden Kunstwerk „Flaschenkaktus" der Künstlergemeinschaft Lichtpunkt49.


Die Künstler Sylvia Zeeck und Thomas Seemann haben diesen Kaktus aus Weinflaschen und Kleiderbügeln extra für das Wein- und Winzerfest erschaffen.
 



Nach der feierlichen Eröffnung fuhren die geladenen Ehrengäste „standesgemäß“, hoch auf einer historischen Postkutsche, durch die Bahnhofstraße. Auch die BVV-Vorsitzende, Petra Dittmeyer, ließ sich in der Kutsche über die Feststraße schaukeln.


Dann gingen Henkel und Luczak den Weg der Feiermeile per pedes zurück, konnten dabei viele Lichtenrader sprechen und genossen sicherlich auch noch ein Tröpfchen Wein.
  

An zwei Tagen können es sich nun die Lichtenrader und ihre Gäste gut gehen lassen. Mit Wein und Bier, Weib und Mann, Musik und Leckereien ist für fast alles gesorgt. Die gute Stimmung müsste sich dann automatisch einstellen. 



Die neuen Veranstalter Family & Friends; hier Claudia Scholz und Stefan Piltz.
Wir sind überzeugt, dass sich eine gute Qualität der Feste positiv auf Lichtenrade auswirken wird! Die Bahnhofstraße hätte es verdient! Herzlichen Glückwunsch an die Veranstalter! Politik und Verwaltung sollten diese Art von innovativen Festen für den Kiez fördern, damit auch weiterhin Veranstalter schöne Feste wirtschaftlich stemmen können.

Die Spenden gingen an die Suppenküche Lichtenrade, den Jugendabteilungen des LBC 25, SV Adler Berlin1950, Schulsport Lichtenrade, VFL Lichtenrade 1894 und TSV Marienfelde 1890.

Thomas Moser

 

 

Kinderhaus Tannenhof feiert 30-jährige Erfolgsgeschichte!

Wie gefährdet sind Kinder suchtkranker Eltern?

Der ausführliche Bericht zum Jubiläum, mit einem Kurz-Interview, ist auf der Lichtenrader Internetseite zu finden: http://weblog.lichtenrade-berlin.de/archive/2013/09/03/30-jahre-kinderhaus--eine-einrichtung-feiert-jubil-um.htm


In Deutschland wachsen zwischen 16-22% der Kinder in suchtbelasteten Familien auf, wie aktuelle Zahlen aus der Suchtlandschaft belegen. In Berlin-Lichtenrade wurde vor exakt 30 Jahren eine Hilfeeinrichtung eröffnet, welche speziell Kinder betreut, deren Eltern sich für eine Drogentherapie entschieden haben. Damit wurde eine Vorreiterrolle eingenommen. Am 6. und 7. September wird nun groß gefeiert!



Bereits im Sommer 1979 begannen engagierter Fachkräfte in Berlin-Lichtenrade die Arbeit mit drogenabhängigen Menschen und dem Aufbau einer suchttherapeutischen Einrichtung. Dafür konnten die dortigen Gebäude und ein parkähnliches Areal in der Mozartstraße genutzt werden, welches schon immer sozialen Zwecken gewidmet war und seit 1901 unter dem Namen „Tannenhof“ bekannt ist. Dieser Name wurde für die Einrichtung übernommen und diente später auch dem Trägerverein als Anregung. So heißt die Einrichtung noch heute „Tannenhof Zentrum I“ und der Gesamtverein inzwischen offiziell „TANNENHOF Berlin-Brandenburg e.V.“!


Der Fachtag wurde von Ellen Martin, Leitung Suchtpräventionsfachstelle Südbrandenburg, moderiert.

Eröffnung durch Dr. Bert Flemming, Vorsitzender TANNENHOF Berlin-Brandenburg e.V.

Begrüßung durch Horst Brömer, Geschäftsführer vom Tannenhof.

Die Ehrengäste zum Fachtag.

Grußworte der Staatssekretärin Sigrid Klebba.

Jugendstadtrat Oliver Schworck vertritt den Bezirk Tempelhof-Schöneberg.

Grußworte von Thomas Legl, Vorsitzender der Föderation euro-TC, der später noch über "Interkulturelle Beobachtungen zu posttraumaischen Belastungsstörungen" sprach.


Dr. Matthias Brockstedt, Leiter des Kinder- und Jugendgesundheitsdienst Berlin-Mitte, machte es plastisch: "Das riecht nach Kindesmisshandlung, der Gebrauch aller Sinne im Jugendhilfesystem".

Die systemische Therapeutin, Regina Riedel, sprach über "Systemisches Arbeiten mit Suchtfamilien".



Manuela Dewitz, Therapeutische Leitung Tannenhof Zentrum I (lks) und

Heike Tzschoppe, Leitung Kinderhaus Tannenhof, sprachen über "Neue Drogen und die Mitaufnahme, Betreuung und Behandlung von Kindern".

Eine kurze Pause war dann doch angesagt.

Regionalleiterung Annegret Cornelius im Gespräch mit Stadtrat Schworck.

Ausstellung: "Kinderhaus und kleine Künstler".

Internationaler Besuch: Paolo Stocco, Präsident des Comunità di Venezia (Italien) und Ehrenpräsident euroTC, über den "Tannenhof Mutter-Kinder-Therapiezentrum als europäisches Modell für Behandlungseinrichtungen" referierte auf Englisch.

Schlussworte vom Geschäftsführer Horst Brömer über "Mut und Zuversicht: Die Behandlung von suchtkranken Eltern mit ihren Kindern lohnt sich", bevor es zum sehr leckeren Buffet des Küchenmeisters Daniel Schade ging.
In jener Anfangszeit der Suchttherapie war die parallele Mitbetreuung von Kindern oder gar die direkte Mitaufnahme von Kindern aus suchtbelasteten Familien überhaupt nicht üblich, obwohl die Beziehung zum eigenen Nachwuchs für Suchtkranke häufig ein zentraler Punkt im Leben der Eltern und damit wichtigste Motivation in der Therapie war und ist.

Aufbauend auf dieser Erkenntnis wurde erstmalig 1982 eine süchtige Mutter mit ihrem Kind im Tannenhof aufgenommen. Da der Bedarf an Kinderbetreuung während der stationären Therapiephase bereits damals sehr groß war, erfolgte 1983 die Anerkennung der Kindergruppe im Tannenhof! Damit wurden völlig neue Wege beschritten und in die Suchttherapie der Eltern wurden erstmalig auch die Begleit- und Folgebelastungen für die Kinder mit einbezogen.

Seit dem wird im Tannenhof und seinem Kinderhaus parallel zur Sucht-Rehabilitationsbehandlung sehr erfolgreich mit den Kindern und Eltern ein pädagogisch-therapeutisches Konzept umgesetzt:

Seit 1983 insgesamt 639 Kinder betreut und es bewies sich, dass die Erfolgsquote bei der Suchttherapie der Mütter/Eltern deutlich höher ist, wenn die Kinder während der Therapie mit dabei sind. Alleine in den letzten 5 Jahren wurden ca. 200 Kinder betreut, während Ihre Eltern im Haupthaus des Tannenhof Zentrum I die stationäre Therapie absolvieren.

Sein 30-jähriges Bestehen hat das Kinderhaus mit einem Fachtag sowie einem großen Kinderfest gefeiert. Zum Fachtag kamen als Laudatoren unter anderem Sigrid Klebba als Berliner Staatssekretärin für Jugend und Familie sowie Jugend-Bezirksstadtrat Oliver Schworck. (Text Tannenhof)

Alle Fotos: Thomas Moser

 

Lichtenrade-Dresdner Bahn: Über 1.000 Demonstranten für einen Tunnel!

Seit 15 Jahren kämpft die „Bürgerinitiative Lichtenrade Dresdner Bahn e. V.“ gegen den ebenerdigen Ausbau der Bahnstrecke durch Lichtenrade. Die Demonstration am 5. September sollte klar machen: „Wir kämpfen weiter für den Tunnel!“ 


Es gab in der Vergangenheit immer wieder Planungsänderungen. Ein Planfeststellungsverfahren für den Streckenabschnitt durch Lichtenrade wurde nie abgeschlossen. Die Bahn lehnt nach wie vor aus Kostengründen die von der BI geforderte Tunnellösung ab. Die Bürgerinitiative will notfalls gerichtlich gegen die Zerschneidung des Ortsteils vorgehen, würde aber eine politische Lösung im Vorfeld bevorzugen.




„Eine Mauer 28 Jahre drumherum, jetzt eine Mauer 100 Jahre mittendurch“ steht auf einigen der Plakate. Die Befürchtungen, besonders der Zerteilung des Ortsteils, sind bei den Demonstranten groß. Die Zerschneidung ihres Kiezes will keiner der Demonstranten. Ein Meer von Plakaten wird hier getragen. Lichtenrader Vereine, Initiativen und auffällig viele, eher ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger, haben sich an diesem Protest beteiligt.



Die Sorgen sind vielfältig. Neben der hohen Lärmschutzwand und dem geschlossenen Bahnübergang an der Wolziger Zeile, werden die unterschiedlichsten Einschränkungen für die Bürger und den Einzelhandel erwartet. Besonders problematisch wird die Untertunnelung für die Straße gesehen, die wegen der Örtlichkeiten sehr steil ausfallen müsste.



Der Demonstrationszug ging zum S-Bahnhof Lichtenrade.


Auf dem Parkplatz vor der katholischen Salvator-Kirche fand die Kundgebung statt. Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler ließ Grußworte und die Unterstützung des Bezirksamtes übermitteln.


Um es vorweg zu nehmen: Alle folgenden Rednerinnen und Redner aller Parteien unterstützten eine Tunnellösung.


Von der Landesebene ist der Staatssekretär der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Christian Gaebler (SPD), gekommen, um den Demonstranten die Grüße des Regierenden Bürgermeisters, Klaus Wowereit, auszurichten. Gaebler betont, dass der Senat zu seinen Zusagen einer finanziellen Beteiligung steht.

Die Wahlkreisbewerber für den Bundestag waren auch vertreten. Und so kurz vor der Bundestagswahl blieb es dann auch nicht ganz aus, dass trotz der grundsätzlichen Übereinstimmung für eine Tunnellösung, die Schuldigen für den Stillstand bei jeweils anderen öffentlichen Stellen gesucht wurden.

Der CDU-Direktkandidat, Dr. Jan-Marco Luczak (CDU), forderte den Regierenden Bürgermeister auf: „Wowereit muss wegen des Berliner Finanzierungsanteils an den Mehrkosten für den Tunnel aktiv auf den Bund zugehen!“.


Die Bundestagsabgeordnete und SPD-Bewerberin Mechthild Rawert betont, wie auch Luczak, ihre Bemühungen um eine Tunnellösung. Ihre Hauptforderung geht jedoch an den Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, ein Planfeststellungsverfahren mit der Tunnelvariante vorzulegen. Erst so sei es dem Berliner Senat möglich, die zugesagte finanzielle Beteiligung zu konkretisieren.


Der Vorsitzende der BI, Manfred Beck, hält nichts vom Hin und Her und dem Schwarze-Peter-Spiel. Er appelliert an den Bund und das Land Berlin: „Setzen sie sich endlich bei einer Tasse Kaffee zusammen und klären sie das weitere Vorgehen. Wir spendieren auch gerne die Kekse.“


Der Bundestagsabgeordnete der FDP, Holger Krestel, sagte in einer kurzen Rede auch seine Unterstützung zu.


Wahlkreiskandidatin von Bündnis 90/Die Grünen, Renate Künast, ließ sich von Lisa Paus vertreten, die auf den Vorschlag einer verkürzten Tunnellösung hinwies. Dieser Vorschlag wurde erst vor einigen Wochen von Renate Künast und dem Bürgerforum Lichtenrade vorgestellt. Die Bürgerinitiative Dresdner Bahn betont, dass diese Variante schon vor Jahren geprüft und wieder verworfen wurde.


Im abschließenden Statement der BI ging der stellvertretende Vorsitzende, Rainer Welz, auf die nicht einheitliche Vorgehensweise einiger Lichtenrader Initiativen ein: „Auf einen fahrenden Zug aufzuspringen ist keine Unterstützung!“

Für die Bürgerinitiative sind die langjährigen Verzögerungen unerfreulich, zumal sie grundsätzlich den Ausbau der Dresdner Bahn unterstützen. Andererseits sieht die BI aber auch den Vorteil, dass die von der Bahn gewollte ebenerdige Bauweise bisher vom Eisenbahnbundesamt nicht genehmigt wurde: „Wir stehen gemeinsam zu unserem Lichtenrade und wir wollen die Lebensqualität erhalten!“

Thomas Moser




Alle Fotos: Thomas Moser

 

30 Jahre Kinderhaus: Eine Einrichtung feiert Jubiläum!

Das „Kinderhaus“ vom Tannenhof steckt schon längst nicht mehr in den Kinderschuhen!

Das Kinderhaus-Straßenansicht (Foto: BerLi-Press)

Eine etablierte und bundesweit anerkannte Einrichtung, zur Betreuung von Kindern mit drogenabhängigen Eltern, feiert ihr 30zig jähriges Jubiläum.

(Foto: BerLi-Press)
Der Geschäftsführer vom TANNENHOF Berlin-Brandenburg e. V., Horst Brömer, ist begeistert von diesem „tollen Erfolgsmodell Kinderhaus“.

Schöne Räume und ein großes Gelände mit Spielplatz

Direkt an der Lichtenrader Mozartstraße liegt das große Grundstück vom TANNENHOF. Die roten Klinkersteine vom Kinderhaus leuchten fast bei Sonnenschein, auch wenn hohe Bäume das Grundstück an vielen Stellen überschatten. Die Räume sind hell und freundlich ausgestattet. Hier im Haus und auf dem grünen Grundstück werden Kinder im Alter von 0 bis 12 Jahren betreut.



(Fotos -3- TANNENHOF Berlin-Brandenburg e.V.)
In der stationären Reha-Einrichtung werden drogenabhängige Frauen und Männer ab 18 Jahre therapiert. Sie haben den körperlichen Entzug hinter sich und nehmen an einer in der Regel sechsmonatigen Entwöhnungsbehandlung teil. Diese Maßnahme wird vom Renten- bzw. Krankenversicherungsträger finanziert.

Für die Betreuung der Kinder werden 16 teilstationäre Plätze im Rahmen von Jugendhilfeleistungen zur Verfügung gestellt. Es gibt die „Sonnenkäfer“ – Gruppe, die für die ganz kleinen Kinder zur Verfügung steht. Die „Stadtpiraten“ sind dann die etwas älteren Kinder ab 3 Jahren.

Wie fing alles an?

Im Juli 1979 wurde der Tannenhof Berlin-Brandenburg e. V. gegründet, der damals noch unter dem Namen „Drogenhilfe Tübingen in Berlin e. V.“ seine Arbeit begann. Anfang der 1980er Jahre wurde primär der Fokus auf die süchtigen Eltern gelegt und die Folgebelastungen für die Kinder wurden in vielen Therapieeinrichtungen nur wenig mit einbezogen. Im Sommer 1982 wurde die erste suchtkranke Mutter mit ihrem Kind aufgenommen. 1983 hat die Kindergruppe ihre Anerkennung erhalten.

Die Kinder motivieren oft ihre suchtkranken Eltern!

Die Eltern wohnen mit ihren Kindern in speziell ausgestatten Räumen im Haupthaus. Brömer ist sehr stolz darauf, dass deutlich mehr Eltern die Therapie regulär beenden und die Abbrüche signifikant zurückgegangen sind. Die Beziehung zu den eigenen Kindern ist für suchtkranke Eltern häufig eine wichtige Motivation für die Therapie. Der Erfolg beruht laut dem Geschäftsführer im Wesentlichen darauf, dass man im Tannenhof die therapeutischen Notwendigkeiten und die menschlichen Aspekte verbindet. So wird parallel zur Sucht-Rehabilitationsbehandlung der Eltern gemeinsam mit den Kindern und Eltern ein pädagogisch-therapeutisches Konzept umgesetzt.

Was verbirgt sich hinter dem fachlichen Ansatz?

Die Familientherapeutin Heike Tzschoppe ist die Leiterin vom Kinderhaus. Mit dem sogenannten Zentrum I arbeiten die Fachkräfte ganz eng in Teams zusammen.

Die verantwortlichen systemischen Familientherapeuten beschreiben ihren lösungsorientierten Ansatz so: „Wir wenden uns den Familien respektvoll mit großer Neugier zu, unterbreiten Ihnen verlässliche Beziehungsangebote, hinterfragen vorangegangene Lösungsversuche, indem wir das bestehende System mit Fragen irritieren, aus dem Gleichgewicht bringen und somit einen Raum schaffen neue Lösungen zu erproben. Dabei stehen die Bedürfnisse der Kinder auf eine entwicklungsfördernde Familienatmosphäre im Vordergrund.“ 

Seit 1983 wurden 639 Kinder betreut. Davon wurden in den letzten fünf Jahren circa 200 Kinder begleitet. 

Der Träger TANNENHOF Berlin-Brandenburg e. V. hat noch mehr Angebote!

Das Gesamtangebot des Trägers umfasst inzwischen die Betreuung von Kindern mit erhöhtem Betreuungsbedarf, bei denen nicht zwangsläufig ein Suchthintergrund vorhanden ist. So gibt es noch weitere Tagesgruppen in Lichtenrade und Marienfelde und eine stationäre Wohngruppe.

Neben der Suchthilfe an verschiedenen Standorten ist der Träger auch im Bereich Prävention, Schule und Ausbildung tätig. Auch wird eine ambulante Rehabilitation mit tagesklinischer Betreuung für Psychosomatik angeboten.

Und jetzt wird gefeiert!

Anfang September wird „30 Jahre Kinderhaus“ mit einem Fachtag, einem Festakt und einem großen Kinder- und Sommerfest für alle Bewohner, Ehemaligen und Teams der Einrichtungen begangen. Besonders das Ehemaligentreffen findet immer wieder großen Anklang.

Wir wünschen dem Träger, den Eltern und besonders den Kindern weiterhin viel Erfolg!

Thomas Moser

Interview mit der Leiterin vom Kinderhaus Tannenhof, Heike Tzschoppe, Dipl.-Sozialpädagogin:

(Foto TANNENHOF Berlin-Brandenburg e.V.)

Warum ist das Kinderhaus wichtig?

H. Tzschoppe: Weil wir mit Familiensystemen arbeiten und mit der Entwicklung der Eltern die Entwicklung der Kinder einhergeht.

Ist die Arbeit eher anstrengend oder eher erfüllend?

H. Tzschoppe: Sie ist sehr erfüllend und abwechslungsreich, weil jede Familie die Fachkräfte vor neue Herausforderungen stellt und Entwicklung schnell sichtbar und erlebbar wird. 

Was wünschen Sie sich für die Zukunft des Kinderhauses?

H. Tzschoppe: Ich wünsche mir, dass noch viel mehr Eltern den ersten Schritt, ihr Leben im Sinne ihrer Kinder zu verändern, wagen und sich für eine stationäre Therapie im Zentrum I entscheiden. 

 


www.tannenhof.de

 

 

Wein- und Winzerfest mit Lichtpunkt49

In Vino veritas, im Wein liegt die Wahrheit…

Fotomontage: Lichtpunkt49

Jedenfalls hat Wein schon zu vielerlei schöpferischen Dingen angeregt. So kann man zum diesjährigen Wein- und Winzerfest in Lichtenrade erstmals Kunstgenuss aus dem Kiez bewundern. Letztens waren es noch riesige Pilze aus Plastikbechern, die am langen Tag der StadtNatur die Besucher zum Staunen brachten. Nun hat sich das Lichtenrader Künstlerduo “Lichtpunkt49“, Sylvia Zeeck und Thomas Seemann, etwas neues zum Wein- und Winzerfest ausgedacht. Was lag da näher, als eine Skulptur aus Weinflaschen zu bauen. Das Ergebnis der Arbeit: : Ein Weinflaschen-Kaktus als Präsentationsobjekt für beispielsweise edle und empfehlenswerte Weine.

Die Skulptur wurde designt aus einem Holzpfahl, Kleiderbügeln und leeren Weinflaschen. Die Krönung ist eine Champagnerflasche. Erblühen soll der Riesenkaktus am 7. September. Am zweiten Tag soll das außergewöhnliche Präsentationsobjekt zugunsten von „Lichtpunkt49“ versteigert werden. Die beiden Künstler wollen mit dem Erlös eine finanzielle Unterstützung für weitere Kunstwerke zu kulturellen Veranstaltungen bekommen. Das Duo sucht übrigens noch Unterstützung für die gemeinsamen Aktionen. Wer Interesse hat mitzuwirken, oder auch beispielsweise bei einem Event künstlerisch unterstützt werden will, kann Sylvia Zeeck und Thomas Seemann beim Wein- und Winzerfest persönlich sprechen.

Thomas Moser


 

 

 

Kulturhistorische Ausstellung von einer Lichtenrader Künstlerin

Hermione von Preuschen 1854 – 1918

Diese kulturhistorische Ausstellung in der Galerie im Tempelhof Museum erinnert an eine bemerkenswerte Frau: Hermione von Preuschen war eine der auffallendsten Künstlerpersönlichkeiten des ausgehenden 19. und des beginnenden 20. Jahrhunderts. Sie setzte sich über alle Konventionen ihrer Zeit hinweg und führte ein erfolgreiches, unabhängiges Leben als Malerin und Schriftstellerin. Zahlreiche Reisen führten sie rund um die Welt.

Hermione von Preuschen gilt als Begründerin des Historischen Stilllebens. 1887 erregte sie mit ihrem Bild Mors Imperator große Aufmerksamkeit: Das Gemälde zeigt ein Skelett mit den Herrschaftszeichen eines Königs und wurde als Majestätsbeleidung gewertet. Als Schriftstellerin war die Künstlerin mit Theodor Storm und Lou Andreas-Salomé befreundet und fand mit ihren Gedichten und Gemälden das Interesse von Rainer Maria Rilke. Die letzten 10 Lebensjahre verbrachte Hermione von Preuschen in Lichtenrade, wo sie in ihrer Villa Tempio Hermione Kunstausstellungen und Feste veranstaltete, die in der Berliner Gesellschaft weite Beachtung fanden. Die Ausstellung zeigt Gemälde von Hermione von Preuschen und präsentiert umfangreiches Text- und Bildmaterial zu Leben und Werk aus dem Archiv zur Geschichte von Tempelhof und Schöneberg.

Am 06.09. – 03.11. 2013, Mo, Mi 10 – 16 Uhr, Di, Do 10 – 18 Uhr, Fr 10 – 14 Uhr,

So 11 – 15 Uhr, am ersten Mittwoch im Monat geschlossen.

Im Tempelhof Museum, Alt - Mariendorf 43, 12107 Berlin

www.hausamkleistpark.de

Eintritt frei

 

 

Die BI Rettet dei Marienfelder Feldmark bittet um Unterstützung für eine Veranstaltung

Vielfältig nachhaltig für Berlin – zeig, was du machst!

 

 

Berlin 21 e.V. bietet Initiativen, Projekten, Vereinen und anderen Interessengemeinschaften die Möglichkeit, sich und ihr Engagement für eine nachhaltige Entwicklung der Stadt(region) in vielfältiger Form einem breiten Publikum zu präsentieren.

Wir, die Bürgerinitiative Rettet die Marienfelder Feldmark/BUND Bezirksgruppe Tempelhof-Schöneberg, unterstützen diese Veranstaltung und werden in unserem Vortrag auf alle Initiativen eingehen, die sich bewerben und auch am 19. September erscheinen.

Alle Initiativen, Projekte und Organisationen, die sich auf nachhaltige Weise um die Entwicklung Berlins bemühen, sind aufgerufen, sich am Projekt "Vielfältig nachhaltig für Berlin – zeig, was du machst!" zu beteiligen. Dabei wollen wir auch solche Initiativen vorstellen, die sich selbst bisher nicht als Teil der Nachhaltigkeitsbewegung verstehen.

Ziel ist es, einen Überblick über Akteure und Aktivitäten einer nachhaltigen Entwicklung in Berlin zu erstellen, um neue Allianzen zu initiieren und mittelfristig eine gemeinsame Nachhaltigkeits-strategie für Berlin zu entwickeln.

Zur Präsentation der Projekte werden drei Instrumente genutzt:

·                                 eine virtuelle Ausstellung auf „berlin21.net“

·                                 ein gedruckter Katalog

·                                 eine Veranstaltung in Tempelhof-Schöneberg am 19. September

Jetzt mit dabei sein!

Füllen Sie einfach den Fragebogen aus und seien Sie mit dabei!

Der Fragebogen hat einen Umfang von sechs Seiten. Auf der 6. Seite haben Sie die Möglichkeit, einige Fotos und auch Ihr Logo (unterstützte Dateifomate: jpg-, jpeg-, png- oder gif-Datei) hochzuladen.
Ihre eingegebenen Daten werden beim "umblättern" zwischengespeichert und Sie können mit diesen Daten weiterarbeiten, sofern Sie den gleichen PC mit der durch die Zwischenspeicherung hinterlegten IP-Adresse nutzen! Haben Sie den Fragebogen vollständig ausgefüllt und senden ihn dann ab, wird Ihnen automatisch der komplette Datensatz an die von Ihnen angegebene E-Mail-Adresse zugesandt.

Zum Fragebogen

Wir freuen uns auf alle Teilnehmenden, denen eine nachhaltige Entwicklung der Stadt am Herzen liegt! Zum Fragebogen geht es hier.

Virtuelle Ausstellung

Zu den veröffentlichten Projekten geht es hier.

Kontakt: vielfalt@berlin21.net
und Bimfeldmark@aol.com 

Veranstaltungen 

"Vielfältig nachhaltig für Berlin - zeig, was du machst!" auf Bezirke-Tour

Ab Sommer 2013 werden die Initiativen in sechs Veranstaltungen vorgestellt und mit interessierten BerlinerInnen sowie Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung zu ausgewählten Themen diskutieren. Dabei gibt es auch die Gelegenheit, sich untereinander und mit lokalen Verbündeten zu vernetzen.

Schon durchgeführt:

·                                 Auftaktveranstaltung am 5. Juni auf dem RAW-Gelände

·                                 Dokumentation der Auftaktveranstaltung

·                                 Pankow am 15. August

und in unserem Bezirk:

·                                Tempelhof-Schöneberg am 19. September

 Für unsere Powerpointpräsentation könnt Ihr mir einen kleinen Text und 2 bis 3 Bilder und das Logo per Email unter Bimfeldmark@aol.com  bis 13 . 9. zuschicken. 

Mit umweltfreundlichem Gruß

Micha Delor

 

 

 

 

1. Sponsorenlauf in Lichtenrade: Rennen für das Jugendcafé

Der erste Sponsorenlauf, rund um den Lichtenrader Dorfteich, stellte den Höhepunkt von den Sommeraktivitäten des Jugendcafés dar. Das Jugendcafé ist nur einige Schritte vom Dorfteich entfernt.


Seit Wochen sind die Kinder und Jugendlichen vom Jugendcafé am Dorfteich aktiv. Sie wollen nicht nur ihren Jugendclub attraktiv gestalten, sondern auch ihr unmittelbares Umfeld. Sie haben einige Bänke am Dorfteich nach einer Grundbehandlung bunt bemalt und selbst gebaute Hundetüten-Boxen, zur Entsorgung der Hundehaufen, aufgestellt.



Die Idee kam von einer Mädchengruppe, die beim Jugend Demokratiefond Berlin dafür Mittel beantragt hatte und bewilligt bekam. Zwei Mädchen, Miriam T. (12) und Natalie P. (13), vom Jugendcafé waren bei der Mittelvergabe dabei. Immerhin 500 Euro gab es für die Aktivitäten.

Die Gruppe nach letzten Malaktion...
Das ganze Projekt konnte gestartet werden, nachdem die Anfangsschwierigkeiten mit den Genehmigungen überwunden waren. Die acht Mädchen trafen sich an einigen Nachmittagen und legten Hand an die Bänke.


Jetzt wollte man noch mehr Aufmerksamkeit für das Projekt und auch eine weitere Unterstützung des Fördervereins. Jeder konnte beim 1. Sponsorenlauf mitlaufen. Es kam nicht auf Schnelligkeit an, sondern auf die Zahl der Runden, die circa 400 Meter lang sind.


Die Läufer suchten sich Sponsoren oder die Sponsoren suchten sich ihre Läufer.

So unterstützte das Unternehmernetzwerk Lichtenrade und der Weißgerber Lesezirkel die Aktivität und schickte ihre Läufer ins Rennen. Als weiterer Sponsor war 1x2 Siebdruck und das Jugendamt Tempelhof-Schöneberg dabei.





Für das Jugendamt ließ es sich Jugendamtsleiter Wolfgang Mohns nicht nehmen, die Strecke im sportlichen Lauftempo zehnmal zu umrunden. Vom benachbarten Jugendclub Waschhaus schickte das Outreach-Team den Betreuer Wolfgang Zeiser ins Rennen, der im Start-Ziel-Bereich immer noch genügend Kraft für einige lustige Einlagen hatte. Sonst unterstützen viele Eltern, Großeltern und Verwandte die Laufrunden ihrer Kinder. Und so
kamen einige Runden für den guten Zweck zusammen.

Der Läufer vom Unternehmernetzwerk Lichtenrade.
Vom Unternehmernetzwerk war Thomas Schmidt gekommen, um den Teilnehmern die T-Shirts überzustreifen.


Vom Weißgerber Lesezirkel ließen es sich die Seniorchefs Lothar und Helga Weißgerber nicht nehmen, die Jugendeinrichtung zu unterstützen. „Es ist dem Unternehmen und der Leitung vom Lesezirkel Weißgerber eine Herzensangelegenheit, die verschiedensten Jugendeinrichtungen zu unterstützten“, erläutert die Pressesprecherin Heidrun Huß das Engagement des ehemaligen Lichtenrader Unternehmens. Lothar Weißgerber erinnert sich immer noch gerne daran, wie er als Kind und Jugendlicher im Lichtenrader LortzingClub seine Freizeit verbrachte.

Teilgenommen haben insgesamt 34 Läufer und es kam eine Spendesumme von beachtlichen 786 Euro zusammen.

Alle Teilnehmer waren Sieger und jeder erhielt eine Siegerurkunde. In der Altersgruppe bis 10 Jahre hat Louis mit 31 Runden den Ehrenplatz erlaufen. In der Gruppe bis 20 Jahren haben die Geschwister Tuma 39 Runden geschafft und in der Altersgruppe ab 20 Jahre hat Patrick für die gute Sache 32 mal den Dorfteich umrundet. Die Ehrung der Läufer fand in der Jugendeinrichtung statt.



Die Kinder hatten selbst nach den vielen Runden noch soviel Energie, dass sie Fußball spielen konnten. Anschließend ging es zu leckeren Bratwürsten, den köstlichen Salaten und dem reichhaltigen Kuchenbuffet.




Die Fördervereinsvorsitzenden, Stephan Samuel und Andrea Friese, freuen sich über weitere Unterstützung ihrer Aktivitäten. Fördermitglieder sind herzlich willkommen.

Thomas Moser (auch Fotos)

Website vom Jugendcafé und vom Förderverein: http://www.online-lira.de

 
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Hier wird jetzt in lockerer Folge von aktuellen Lichtenrader Geschehnissen berichtet. Eine Art "AKTUELLE INTERNETZEITUNG" könnte man auch sagen...
Viel Spaß dabei!
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