5.9.: Demonstration gegen die ebenerdige Dresdner Bahn +++ Lichtenrader auf die Straße


 

CDU-Wahlkampfauftakt in Lichtenrade + Ministerin von der Leyen besucht das Gemeinschaftshaus

Zum Bundestags-Wahlkampfauftakt hat der Direktkandidat Dr. Jan-Marco Luczak die Bundesarbeitsministerin Dr. Ursula von der Leyen eingeladen.

Dr. Jan-Marco Luczak (re) und Florian Graf begrüßen die Ministerin.
Der CDU-Direktkandidat für den Bundestagswahlkreis Tempelhof-Schöneberg, Dr. Jan Marco Luczak, hatte zum Wahlkampfauftakt in das Lichtenrader Gemeinschaftshaus eingeladen. So ein bisschen Bayerische Wahlkampfstimmung kam auf. Mit Musik, Bier und Brezeln wurde das Gefühl angesprochen und für das leibliche Wohl gesorgt.


Der große Saal war bis zum letzten Platz gefüllt. Nach Veranstalterangaben kamen rund 500 Gäste.

Beim Kulturprogramm präsentierte der junge Joseph Feinstein seine kraftvolle Musik mit Gitarre.


Der Sonari-Chor, ein Männerchor aus Tempelhof-Schöneberg, erfreute die eher etwas älteren Besucher.

Als besonderer Gast kam die Bundesarbeitsministerin Dr. Ursula von der Leyen.

Der Tempelhof-Schöneberger CDU-Kreisvorsitzende und CDU-Fraktionsvorsitzende im Abgeordnetenhaus, Florian Graf, begrüßte die Besucher und besonders die Ministerin. Graf schreibt auf seiner Facebook-Seite: Als Vorsitzender der CDU Tempelhof-Schöneberg freue ich mich, dass unser Bundestagsabgeordneter so prominente Unterstützung bekommt. So kann es weitergehen!“

Der Direktkandidat Jan-Marco Luczak interviewte die Ministerin zu den verschiedensten Themen.

Dabei sprach er besonders die teils schwierige Situation der jungen Menschen in Europa an.


Für die Fragerunde der Besucher nahm sich von der Leyen reichlich Zeit und blieb keine Antwort schuldig.


Die Fragen waren durchaus kritisch. Ob Europa und die Situation rund um die Griechenland-Hilfen, die Frage nach kleinen Renten und geringe Löhne, von denen man nicht leben kann: Ursula von der Leyen nahm die Zuhörer mit ihren Beiträgen weitestgehend gefangen und mit ihrem engagierten Wesen und ihrem Lächeln wurde sie freundlich von den Zuhörern in Lichtenrade aufgenommen.

Eine Gruppe besonders interessierter Gäste hatte eine außergewöhnlich lange Anreise. 14 junge Nachwuchspolitiker aus Uganda, die sich auf Einladung der Konrad-Adenauer-Stiftung über den deutschen Wahlkampf informieren, haben aufmerksam die Diskussion mit der Ministerin verfolgt.

Gastgebern Luczak fast die Veranstaltung kurz aus seiner Sicht zusammen: „Tolle Diskussionen, tolle Stimmung, toller Abend!“ ToM


Gruppenbild mit Dame, 2 Herren und der JU

Fotos: Thomas Moser -BerLi-Press

 

1.9.: Spendenlauf zur Verschönerung des Lichtenrader Dorfteichs

Fleißig waren sie, die Kinder und Jugendlichen vom Jugendcafé am Dorfteich. In den letzten Wochen haben sie die Verschönerung des Dorfteichs in Angriff genommen. Das Jugendcafé ist nur einige Schritte davon entfernt.

Beschmierte Bänke wurde grundbehandelt und mit Farbe frisch gestrichen. Dann wurden noch Boxen für Tüten aufgestellt, die die Hundehalter zur Entsorgung der Hundehäufchen anregen sollen. Diese Boxen wurden selbst entwickelt und gebaut.



Die Idee kam von einer Mädchengruppe, die beim Jugend Demokratiefond Berlin dafür Mittel beantragt hatte und bewilligt bekam.

Zwei Mädchen, Miriam T. (12) und Natalie P. (13), vom Jugendcafé waren bei der Mittelvergabe dabei. Immerhin 500 Euro gab es für die Aktivitäten. Das ganze Projekt konnte gestartet werden, nachdem die Anfangsschwierigkeiten mit den Genehmigungen überwunden waren. Die acht Mädchen trafen sich an einigen Nachmittagen und legten Hand an die Bänke.

Vom Kinder- und Jugendparlament freut sich Sarah Anderson (15), die auch bei dem Projekt mitgeholfen hat, über die gelungene Aktion.

Die fleißigen Maler...
Jetzt will man noch mehr Aufmerksamkeit für das Projekt und auch Unterstützung für den Förderverein.

Am 1. September wird um 12 Uhr der 1. Sponsorenlauf rund um den Dorfteich gestartet. Alle, ob groß oder klein, können mitlaufen. Jeder Teilnehmer überzeugt vorher eine oder mehrere Personen, pro Runde einen bestimmten Betrag zu spenden. Das können beispielsweise fünfzig Cent oder ein Euro sein. Wem das zu kompliziert ist, kann natürlich auch so spenden und erhält, auf Wunsch, eine Spendenquittung. Auch kann man für 3 Euro im Monat Fördermitglied werden.

Geschäftsleute und Firmen haben die Gelegenheit, mit einem besonderen Sponsoring auf sich aufmerksam zu machen: info@online-lira.de

Die Strecke beträgt pro Runde 400 Meter. Es zählt nur die Anzahl der Runden und nicht das Tempo! Joggen, gehen oder walken, alle Laufstile sind erlaubt. Die Sponsoren bezahlen im Anschluss vor Ort oder überwiesen den Betrag an den Förderverein.

Der Förderverein Dorfteich e. V. wird die gespendeten Mittel für Projekte, Ausflüge, Anschaffungen und Aktivitäten des Jugendcafés am Dorfteich verwenden. Außerdem übernimmt der Förderverein die Patenschaft für das Dorfteichverschönerungsprojekt.

Nach dem Lauf gibt es eine “Siegerehrung“ und im Jugendcafé wird mit Grill und Buffet gefeiert!

Der Dorfteich und die Grünanlagen haben die Verschönerung verdient und auch nötig. Vielleicht kommen ja noch einige schöne bunte Bänke dazu. Die Anlagen und Einrichtungen am Dorfteich sollten jedenfalls in der Zukunft pfleglicher behandelt werden. ToM

 

 

 

Jutta Kaddatz: Stellungnahme zu den Außenklassen

Ohne Kenntnis des Dringlichkeitsantrages der Fraktionen der GRÜNEN und SPD, hat uns die Bildungsstadträtin Jutta Kaddatz folgende Stellungnahme übermittelt:

Foto: Jutta Kaddatz (BerLi-Press)

Acht Schülerinnen und Schüler der Steinwald-Schule mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“, die an der Taunus-Grundschule als sogenannte Außenklasse beschult wurden, werden seit Beginn des Schuljahres 2013/14 an der Steinwald-Schule auch räumlich am Schulstandort geführt. Die umfänglichen Bauarbeiten an der Steinwald-Schule konnten inzwischen erfolgreich abgeschlossen werden, sodass ein Einzug der Schülerinnen und Schüler am Schulstandort möglich wurde. Bei der Maßnahme handelt es sich in erster Linie um eine innere Schulangelegenheit, die nach lang andauernden, ausführlichen Abstimmungsgesprächen mit der regionalen Schulaufsicht, der Schulleitung und dem Schulträger umgesetzt wurde. 

Die Aufnahme der Schülerinnen und Schüler der sogenannten Außenklasse am Schulstandort Hanielweg wird in erster Linie mit dem Wohlbefinden von Schülerinnen und Schülern begründet.  

Im Rahmen eines Elternabends zu Beginn des Schuljahres 2013/14 am Schulstandort, an dem die regionale Schulaufsicht teilnahm, wurden die Eltern über die räumlichen Veränderungen der Außenklasse informiert. In der Diskussion brachten die Eltern ihre große Zufriedenheit mit dem Wechsel des Standortes zum Ausdruck. Sie finden alle Räume und die Möblierung der Steinwaldschule sehr hell und freundlich und die Flure farblich gut abgestimmt. Die anwesenden Eltern haben sich positiv geäußert zum Wechsel an die Steinwaldschule. Eine Mutter äußerte Kritik an der Anzahl und Beschaffenheit der Räumlichkeiten für die betreffenden Kinder, die Anregungen konnten inzwischen im Raumkonzept der Schule berücksichtigt werden. 

Die Schulleiterin bestätigte, dass die Schülerinnen und Schüler gut angekommen sind und sich zufrieden über den neuen Standort zeigten.  

Die Umsetzung der Integration ist in unserem Bezirk bereits sehr weit voran geschritten, auch durch die fortlaufende Unterstützung des Schulträgers. Die Anzahl der Schülerinnen und Schüler, die integrativ beschult werden, nimmt beständig zu, u.a. auch an den Gymnasien, sich dieser Aufgabenstellung mit steigender Bereitschaft  widmen.

Die bisherige Form der sogenannten Außenklasse an der Taunus-Grundschule entspricht jedoch nicht der im Land Berlin angestrebten Form einer inklusiven Beschulung. Lediglich das Fach Sport wurde, neben einer Teilnahme an einigen Projekten, in Teilen gemeinsam unterrichtet. Im Rahmen des Schwimmunterrichts und der Projektarbeit wäre dies auch zukünftig an der Steinwald-Schule möglich.

Den betreffenden Eltern wurde im Rahmen des Elternabends durch die Schulaufsicht mitgeteilt, dass für den Fall, dass eine integrative Beschulung gewünscht wird, im Bezirk entsprechende Plätze zur Verfügung gestellt werden.
Beim Schulträger gingen keinerlei Beschwerden zum Standortwechsel ein. Die Umzugsmaßnahmen sind bereits weitgehend abgeschlossen.

 

 

Außenklassen in der Grundschule im Taunusviertel


...hier ein etwas älteres Foto, als es um die Schließung der Grundschule ging (Foto: BerLi-Press)
Folgender Dringlichkeitsantrag wurde für die BVV-Sitzung am 21.8.2013 eingereicht:

Dringlichkeitsantrag zur BVV am 21.08.2013

der Fraktionen GRÜNE und SPD

Inklusion statt Exklusion: Außenklassen an der Grundschule im Taunusviertel erhalten – Umzug sofort stoppen

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

Die Bezirksverordnetenversammlung empfiehlt dem Bezirksamt, sich bei den zuständigen Stellen dafür einzusetzen, dass ein Umzug der Außenklasse an der Schule im Taunusviertel in die Räumlichkeiten der Steinwald-Schule mit sofortiger Wirkung gestoppt wird und der Unterricht weiterhin an der Schule im Taunusviertel erfolgt.

Ferner müssen umgehend der Sachverhalt nicht nur mit den betroffenen Eltern und Lehrkräften, sondern auch mit dem Beratungs- und Unterstützungszentrum, dem jugendpsychologischen Dienst geklärt sowie sämtliche Gremien wie u.a. der Schulausschuss, die AG Inklusion, der Bezirksschulbeirat angemessen beteiligt werden.

Weiterhin muss geklärt werden, warum am 20.08.2013 der Unterricht für die Kinder der Außenklasse zum „Kistenpacken“ ausgefallen ist, obwohl für ALLE Schüler/innen Schulpflicht besteht.

Begründung:

Vor sieben Jahren wurde die Außenklasse der Steinwald-Schule u.a. an der Elisabeth-Rotten-Schule eingerichtet. Dort bestand sie vier Jahre bis zum Umzug der Steinwald-Schule in die Räume der Elisabeth-Rotten-Schule. Die Kinder der Außenklasse sind dann vor drei Jahren in die Räumlichkeiten der Grundschule im Taunusviertel gezogen. Auch dort wurden die Kinder sehr erfolgreich in den Schulalltag integriert. Die Kinder lernen, sich gemeinsam mit den anderen Kindern im Alltag durchzusetzen und zu behaupten. Ihr Selbstwertgefühl wird gestärkt und sie lernen, Herausforderungen anzunehmen und zu meistern. Das verhilft ihnen zu einem selbstgestalteten und eigenständigen späteren Leben. Einige Schüler/innen der Außenklassen schaffen sogar einen Übergang in die ISS und haben somit die Chance auf einen Abschluss und eine Berufsausbildung auf dem ersten Arbeitsmarkt.

Nachdem nun die Steinwald-Schule fertig saniert wurde, haben die betroffenen Eltern, deren Kinder nach den Ferien selbstverständlich von ihren Lehrer/innen wieder in den Räumen der Schule im Taunusviertel unterrichtet wurden, am Mittwoch vor einer Woche (14.08.2013) Kenntnis erhalten, dass ihre Kinder in die Steinwald-Schule zum 21.08.2013 „zurückziehen“ werden, obwohl diese nie vorher im Schulgebäude der Steinwald-Schule unterrichtet wurden, die meisten sogar ausschließlich in den Räumen der Taunus-Schule, wo diese sogar den Hort gemeinsam mit den Regelklassenkinder besuchen. Inklusion wird also gelebt und soll nun rückgängig gemacht, die Kinder „exkludiert“ werden.

Dieses Vorhaben muss mit sofortiger Wirkung auch vor dem Hintergrund, dass Tempelhof-Schöneberg Modellbezirk für Inklusion ist, gestoppt werden.

Berlin, den 20. Aug. 2013

Oltmann, Zander-Rade

Rauchfuß

 

 

 

Sommertour durch Lichtenrade

SPD-Politiker besuchen zur Zeit viele Einrichtungen in Tempelhof-Schöneberg. Lichtenrade war eine der vielen Stationen. Heute wurde das Tiele-Winkler-Haus und das Zentrum I, sowie das Kinderhaus, vom TANNENHOF Berlin-Brandenburg e.V. besucht. Beide Einrichtungen haben ihren Sitz in der Mozartstraße.

Im Sommer hört man immer wieder, dass einzelne Politiker der unterschiedlichsten Parteien auf Sommertour gehen, um sich ihre Bereiche mal hautnah anzuschauen. Schon im letzten Jahr, ganz ohne Wahlkampf, ist die Jugendhilfeausschussvorsitzende von Tempelhof-Schöneberg, Marijke Höppner, durch jede Menge Jugendhilfeeinrichtungen gereist. Sie war auch in Lichtenrade und konnte sich so für ihre neue Tätigkeit einen guten Überblick über Aktivitäten und Sorgen der Einrichtungen machen.

In diesem Jahr ist es natürlich auch ein bisschen Wahlkampf, wenn die Parteienvertreter ganz intensiv durch den Kiez tingeln und allgegenwärtig zu sein scheinen. Es ist jedoch immer für die besuchten Träger und Einrichtungen wichtig, dass auch ihre Arbeit und ihre Sorgen wahrgenommen werden.

Die SPD-Vertreter, besonders die Bundestagsabgeordnete Mechthild Rawert, sind vom Schöneberger Norden bis zum südlichsten Zipfel in Lichtenrade unterwegs. Die Wahlkreiskandidatin wurde begleitet von Marijke Höppner, Hermann Zeller, dem BVV-Ausschussvorsitzenden für Gesundheit, Dr. Jörg Tänzer vom Sozialausschuss und Dr. Rainer Baack vom Gesundheitsausschuss.

Tiele-Winckler Haus

An diesem Tag stand als Erstes das Tiele-Winckler-Haus auf dem Programm, dass direkt an der Stadtgrenze in der Lichtenrader Mozartstraße liegt.


M. Höppner, M. Rawert, B. Wohland, H. Scherer, J. Tänzer, H. Zeller (v.lks.n.re)

Die Einrichtung hat in Lichtenrade drei Häuser, die Menschen mit geistiger Behinderung in Wohngruppen betreuen. Das besuchte Haupthaus liegt am grünen Stadtrand und strahlt schon, wenn man das Grundstück betritt, eine große Ruhe aus. Das Motto der Einrichtung ist: Die Bewohnerinnen und Bewohner sind eigensinnig und sollen es sein!

Begrüßt wird die Delegation von der Einrichtungsleiterin Bettina Wohland und der Regionalleiterin Helena Scherer. Besonders viele Sorgen macht der Einrichtung das Begutachtungsverfahren zur Einstufung der betroffenen Menschen in verschiedene Schweregrade. Der vorhandene Leitfaden schränkt die Gutachter so ein, dass man besonders den Problemen von Menschen mit Mehrfachbehinderung nicht gerecht wird und der Träger nicht immer flexibel genug agieren kann. Bei den Menschen sind kleine Ziele und kleine Erfolge in der täglichen Arbeit der Einrichtung schon sehr wichtig. Besonders problematisch wird es gesehen, dass die einzelnen Menschen, die oft keine Familie mehr haben, für ihre Rechte selbst kämpfen müssen.

Mechthild Rawert hört aufmerksam zu und nimmt für die kommende Wahlperiode Anregungen für die anstehenden Diskussionen mit.

Die 72jährige Bettina Suckau sitzt im Rollstuhl und strahlt die Besucher an. Sie freut sich, dass sie Mechthild Rawert kennt, die beim letzten Sommerfest vom Tiele-Winckler-Haus bei der Hutmodenschau mitgemacht hat.


Bettina und Marijke verstehen sich, auch ohne viel Worte...

Sie zeigt stolz ihr Zimmer, das sie sich mit einer Mitbewohnerin teilt. Jeder hat einen kleinen abgetrennten Bereich. Die Einrichtungsleiterin Bettina Wohland erläutert, das Zweibettzimmer hier die Ausnahme sind und es künftig nur noch Einzelzimmer geben wird. Helena Scherer weißt auf die Probleme hin, für kleine Gruppen bezahlbaren Wohnraum in der Stadt zu finden.

Die Einrichtung, die seit 1991 existiert, hat 39 Plätze. Es leben Frauen und Männer im Alter von 22 bis 86 Jahren im Tiele-Winckler-Haus. Hier legt man Wert auf Selbstständigkeit, Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung. Die Einrichtung ist rollstuhlgerecht ausgelegt.

An diesem Vormittag, wie auch sonst in der Woche, trifft man relativ wenig Bewohner an. Sie werden in der Umgebung in Tagesförderstätten betreut. Das Leben kehrt dann so langsam ab Mittag ein, erläutert Bettina Wohland.





Bettina S. freut sich über Mechthild Rawert
Große Sorgen macht der Einrichtungsleiterin, wenn die Dresdner Bahn hier ohne Tunnel ausgebaut wird. Dann werden 10 Meter von ihrem schön angelegten Garten wegfallen und die Bewohner werden unmittelbar neben den Lärmschutzwänden leben müssen.

Tannenhof Berlin-Brandenburg

Danach ging es zur Rehabilitationseinrichtung für Drogenabhängige, dem Tannenhof, der nur einige hundert Schritte entfernt in der Mozartstraße 32 – 36 sein Zentrum 1 und das Kinderhaus betreibt.

H. Brömer und M. Rawert
Vom Vorstand des Tannenhofes Berlin-Brandenburg e. V. begrüßten Wolfgang Penkert und der Geschäftsführer Horst Brömer die Besuchergruppe. Das Kinderhaus, das in den nächsten Tagen sein 30zigstes Jubiläum feiert, und die großen grünen Außenanlagen mit den Ausbildungsplätzen im Gartenbaubereich werden besichtigt.




Im Kinderhaus

Längstseite Mitte W. Penkert, am Ende B. Knoblich (Pressesprecher)
Für die Fachinformationen hat der Tannenhof die Gäste in sein Turmzimmer geführt, dass einen guten Überblick über das Grundstück bietet.

H. Tzschoppe, B-Th. Donnerhack, M. Dewitz (v.lks.n.re)
Beim Fachaustausch informieren die Therapeutische Leiterin und der Ärztliche Leiter vom Zentrum I, Manuela Dewitz und Dr. Bernd-Thomas Donnerhack, sowie die Leiterin vom Kinderhaus, Heike Tzschoppe, die aufmerksam lauschenden Besucher.

In der stationären Reha-Einrichtung werden drogenabhängige Frauen und Männer ab 18 Jahre betreut. Sie haben den körperlichen Entzug hinter sich und nehmen an einer in der Regel sechsmonatigen Entwöhnungsbehandlung teil. Diese Maßnahme wird vom Renten- bzw. Krankenversicherungsträger finanziert. Die Dauer wurde mit den Jahren erheblich reduziert. Das Besondere am Tannenhof ist, dass hier seit 30 Jahren auch Kinder von suchtkranken Eltern mitaufgenommen werden. Das Kinderhaus im roten Backsteinhaus bietet im Rahmen der Jugendhilfe familientherapeutische Betreuung und Beratung an.

Es gibt 40 Plätze für Erwachsene und 16 Kinder können aufgenommen werden. Horst Brömer ist begeistert von diesem „tollen Erfolgsmodell Kinderhaus“. Die Eltern wohnen mit ihren Kindern in speziell ausgestatten Räumen im Haupthaus. Brömer ist sehr stolz darauf, dass deutlich mehr Eltern die Therapie regulär beenden und die Abbrüche signifikant zurückgegangen sind. Der Erfolg beruht laut dem Geschäftsführer im Wesentlichen darauf, dass man im Tannenhof die therapeutischen Notwendigkeiten und die menschlichen Aspekte verbindet.

Für die Eltern wird ein spezielles Coaching und Elterntherapiegruppen angeboten. Die vielfältigen Angebote des Kinderhauses sind speziell auf die Bedürfnisse von Kindern suchtkranker Eltern ausgerichtet.

Aber auch mit Problemen hat der Träger zu kämpfen. So werden bestimmte notwendige Familientherapieformen nicht von den Kranken- und Rentenversicherungsträgern abgerechnet. Für den Tannenhof wäre es wichtig, dass besondere Notwendigkeiten in der Eltern-Kind-Betreuung auch finanziell unterstützt werden würden.

Das Zentrum I vom Tannenhof und das Kinderhaus arbeiten eng als Team zusammen. Im Zentrum I wurden seit 1979 circa 3.000 sogenannte Rehabilitanden behandelt. Zwanzig Prozent davon waren Eltern mit Kindern. Rund 600 Eltern waren mit 720 Kindern in der Einrichtung. Das durchschnittliche Alter lag bei den Eltern bei 29 Jahren.

Die Einrichtungsleiterin Manuela Dewitz erläutert, dass im Drogenbereich die Methamphetamine (Crystal) ein stark wachsendes Problem sind. Bei 35 Prozent der Patienten war das die Hauptdroge. Bei den Diagnosen sind ansonsten die Opiate (Heroin) mit 25 Prozent und Cannabis mit 18 Prozent vertreten.

Anfang September wird „30 Jahre Kinderhaus Tannenhof“ mit einem Fachtag und einem großen Kinder- und Sommerfest für alle Bewohner, Ehemaligen und Teams der Einrichtungen begangen. Besonders das Ehemaligentreffen findet immer wieder großen Anklang.

Die Reise geht weiter

Für die SPD-Delegation geht die Rundreise im Bezirk weiter. Für Mechthild Rawert ist der Besuch der vielen Einrichtungen auch außerhalb des Wahlkampfes wichtig: „In der öffentlichen Wahrnehmung und gesellschaftlichen Anerkennungskultur spielen Gesundheits-, Sozial- und Queerprojekte häufig eine Nebenrolle. Deshalb mache ich bewusst auf diese Einrichtungen aufmerksam.“ Die Bundestagsabgeordnete betont die Notwendigkeit von selbstbestimmter und selbstständiger Lebensführung.

In den nächsten Tagen werden noch sehr viele Einrichtungen von Mechthild Rawert und ihren Kolleginnen und Kollegen aus der Bezirks- und Landespolitik besucht.

Thomas Moser (auch Fotos)

 

 

 

Der LortzingClub lebt (und wie!!!) ... trotz Dornröschen-Schlaf

Dornröschen war ein großer Erfolg!

Sommertheater im LortzingClub in Lichtenrade. Seit Jahren findet in den Sommerferien ein Theaterprojekt mit Kindern großen Anklang. Der Höhepunkt ist die Aufführung vor aufgeregten Eltern, Großeltern und Geschwistern, die am Ende der Theaterwoche stattfindet.

Die großen Bäume auf dem Grundstück der Jugendfreizeitstätte halten die bullige Hitze ein wenig ab. Das obligatorische „Warm-up“ ist für die Kinder immer etwas ganz Besonderes. Nicht das es kalt wäre, aber die Konzentration auf die kommende Aufgabe wird sehr ernst genommen. Die 40 Lichtenrader Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren stehen im Kreis. Oliver Schmidt, noch bis vor kurzem Einrichtungsleiter und „Märchentheaterdirektor“, richtet die Aufmerksamkeit der Kinder auf die kommende Aufgabe. Augenschließen, sich konzentrieren, Arme nach oben und alles rausschreien. Das was spielerisch aussieht, ist der letzte wichtige Punkt in der langen Vorbereitung.



An fünf Tagen haben die Kids mit viel Elan und Engagement, bunten Requisiten und verrückten Ideen „Dornröschen“ als Theaterstück auf die Bühne gestellt. Zum achten Mal findet nun der Märchenzauber statt. Die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler schlüpfen in fantasievolle Rollen und wurden zu geheimnisvollen Wesen, zu bunten Märchenlandbesuchern und wagemutigen Helden. Dornröschen im LortzingClub ist schon eine ganz besondere Märcheninterpretation. Aber auch hier gibt es natürlich den hundertjährigen Schlaf nach einem Fluch. Das Stück kommt fast ohne Text aus, überrascht dafür aber mit vielen tollen Ideen.






Als Stammbesucher sieht man, dass die Märcheninterpretation in diesem Jahr besonders künstlerisch war und die klassische Musik überwog. Wer kleinkindhaftes Kindertheater erwartet, wird hier immer wieder überrascht. Mit viel Ernsthaftigkeit, aber mit viel Freude, Power und Esprit sind alle Kinder hundertprozentig bei der Sache. Da wird nicht gekichert oder der Oma mal zugewunken. Nein, hier sind kleine Profis voll und ganz bei der Sache. Die Kinder sprechen betont, langsam, deutlich und verständlich.


Die stellvertretende Einrichtungsleiterin Maike Hoffmann, eine versierte und erfahrene Theaterpädagogin, hat das ganze Spielgeschehen genau im Blick. Fast wie von unsichtbarer Hand, mit kleinen Zeichen, gibt sie im Hintergrund notfalls die Einsätze und somit den Kindern jederzeit die notwendige Sicherheit.




Das Publikum applaudiert begeistert, alle Spielleiter sind über den Ablauf glücklich und die jugendlichen Theaterhelferinnen, Caroline Keil und Melek Müller, können sich nun endlich entspannen.

Abschied von Oliver Schmidt

Schon vor Beginn der Theateraufführung wurde Oliver Schmidt als ehemaliger Einrichtungsleiter, der auch die Märchenzauber-Reihe konzipiert hat, feierlich verabschiedet.

Dirk Paelecke, Oliver Schmidt und der neue Einrichtungsleiter Daniel Bona
Im Namen des Träger AHB-Berlin Süd gGmbH, dankte der Geschäftsführer, Dirk Paelecke, ausdrücklich für die erfolgreiche Arbeit und übergab einen Blumenstrauß und einen Bildband über Asien.

Irmgard Beckmann, Beatrix Veenhoven mit "Olli"
Für das Jugendamt Tempelhof-Schöneberg fand die Regionalleiterin Irmgard Beckmann, die von der pädagogischen Sachbearbeiterin Beatrix Veenhoven begleitet wurde, anerkennende Worte. Oliver Schmidt wird zwar den LortzingClub verlassen, er wird aber als Beschäftigter des Jugendamtes der Jugendförderung treu bleiben.

Über das Geschenk der Eltern, eine kleine „Oliver-Puppe“, freute sich der große Oliver ganz besonders und nahm dies auch zum Anlass, allen Kindern und den aktiven Eltern für ihre Unterstützung zu danken.

Der neue Einrichtungsleiter, Daniel Bona, konnte sich bei den Eltern und Kindern vorstellen. Etwas aufgeregt schien er schon, zumal die Fußstapfen von Oliver Schmidt sicher recht groß sind. Aber auch Daniel Bona ist der Theaterarbeit sehr verbunden. Er warb dafür, dass der LortzingClub und der Förderverein Rückendeckung weiterhin unterstützt wird.

Etwas schade ist es, dass der Träger -zumindest bislang- die bisherige informative Website vom LortzingClub nicht übernommen hat. Diese Seite wurde von Oliver Schmidt selbst mit Leben gefüllt und finanziert. Es wäre doch gelacht, wenn man in der heutigen medialen Zeit nicht schnell wieder guten Internetersatz anbietet.

Eine Spende für die Spende

Der LortzingClub ist seit 2012 Kontaktstelle vom Deutschen Kinderhilfswerk. Im Rahmen der Aktion „Kindercent“ haben Kinder und Jugendliche vom LortzingClub für ihre Sache geworben und insgesamt 312,66 Euro gesammelt. 50 Kinder nahmen an der Aktion teil. „Ich habe bei der Aktion die Erfahrung gemacht, dass es gar nicht so einfach ist, Menschen davon zu überzeugen, ihr Kleingeld für den guten Zweck zu spenden. Aber viele Leute haben wir überzeugen können, dass auch nur ein Cent hilft“, so die fünfzehnjährige Caroline vom LortzingClub.

Der Regionalleiter vom Deutschen Kinderhilfswerk, Michael Kruse, ist beeindruckt vom Ergebnis der Sammlung. Das Kinderhilfswerk hat den Betrag verdoppelt. So konnte Michael Kruse für Lichtenrader Kinder- und Jugendeinrichtungen einen Scheck über beachtliche 625,32 Euro übergeben.

Thomas Moser (auch alle Fotos)

www.dkhw.de/kindercent

Hier steht hoffentlich auch bald eine Internetseite mit den interessanten Angeboten vom LortzingClub…hoffe ich!!!

 

 

 
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Hier wird jetzt in lockerer Folge von aktuellen Lichtenrader Geschehnissen berichtet. Eine Art "AKTUELLE INTERNETZEITUNG" könnte man auch sagen...
Viel Spaß dabei!
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