Schülerin war ein Jahr in China

Nicole Buchmin (18) ist Schülerin der Gustav-Heinemann-Gesamtschule in Marienfelde. Sie wohnt in Lichtenrade. Bereits mit 16 Jahren war sie für ein Jahr als Austauschschülerin in China. Nach einem intensiven Auswahlverfahren hat sie diese besondere Chance erhalten.

Japanisch in der Schule, dann ging es aber doch nach China!

Eigentlich sollte die Reise nach Japan gehen, zumal Nicole schon seit der 7. Klasse Japanisch in der Schule lernte. Dann kam aber alles anders! In Japan gab es 2011 das schwere Erdbeben mit Tsunami und den katastrophalen Atomreaktor-Super-GAU in Fukushima. Japan stand nicht mehr auf dem Programm und Nicole entschied sich für China. Sie besuchte einen Sprachkurs an der Volkshochschule und wurde intensiv auf den Auslandsaufenthalt vorbereitet. In einer Vorbereitungstagung erzählten ehemalige Austauschschüler ausführlich von ihren Erfahrungen.

Das Ganze wurde organisiert über das Deutsche Youth For Understanding Komitee e. V. (YFU).

Für die gemeinnützige Organisation ist es wichtig: „Ein Jahr im Ausland mit YFU bedeutet viel mehr als nur eine Fremdsprache lernen.“ Und genau diese Erfahrung hat auch die junge Nicole gemacht.

„Ein Jahr in China hat mich sehr verändert!“

Das Jahr führte die Jugendliche zu einer Familie nach Shanghai. Während ihre eigene Tochter ein Jahr in den USA verbrachte, nahmen sie Nicole bei sich auf. Dafür unterbrach die Schülerin die 11. Klasse in Berlin und hat es auch nie als eine verschenkte Zeit angesehen. In China besuchte sie die Schule, erhielt nebenbei Sprachunterricht und hat noch viel von der fremden Kultur gelernt.



Nicole mit der Gastfamilie...beim Geburtstag der Gastcousine...
Bei Nicole Buchmin merkt man im Gespräch, dass die junge Frau schon einiges erlebt hat und sich viele Gedanken macht. „Der Aufenthalt hat mich sehr verändert“, erzählt Nicole. „ Durch den Abstand konnte ich mein Leben hier in Deutschland aus einer anderen Perspektive sehen und habe nebenbei auch viel über mich selbst gelernt.“

Mit einem Stipendium wurde es möglich!

Für einen Auslandsaufenthalt, auch über die gemeinnützige Organisation YFU, kommen erhebliche Kosten von einigen tausend Euro zusammen. Nicole konnte es sich auch nur leisten, weil sie dabei erheblich finanziell unterstützt wurde: „Ohne das Stipendium der Stiftung Mercator wäre es mir und meiner Familie nicht möglich gewesen!“

 Jährlich nutzen etwa 1.200 Jugendliche aus Deutschland die einmalige Chance dieses intensiven Auslandsaufenthalts.

Nach dem Austausch ist Nicole nun selbst ehrenamtlich bei YFU tätig und will damit etwas zurückgeben. Nur weil so viele Menschen ehrenamtlich mitarbeiten, können die Kosten so gering wie möglich gehalten werden. Für Nicole, die selbst noch drei Geschwister hat, ist es wichtig, dass viele Jugendliche diese Chance erhalten! Das Austauschjahr soll nicht von der finanziellen Situation der Familien abhängen! Damit möglichst viele Schüler ein Austauschjahr machen können, arbeitet YFU mit vielen Stiftungen und Firmen zusammen, die verschiedene Stipendien für die YFU-Austauschschüler vergeben. Darüber hinaus vergibt YFU auch selbst einkommensabhängige Stipendien für alle 40 Austauschländer.

Gastfamilien gesucht!

Dringend gesucht werden Gastfamilien, die Jugendliche aus aller Welt ein Jahr aufnehmen können. Zwar hat sich der Begriff der Gastfamilien eingebürgert, für YFU ist es jedoch wichtig, dass die Austauschschüler mehr als nur ein Gast sind: „Er oder sie ist wie ein Familienmitglied, das den Alltag ein Jahr lang bereichert und ergänzt.“ Auch die Gastfamilien werden auf den Aufenthalt von YFU vorbereitet.

Mit YFU kommen jedes Jahr rund 600 Austauschschüler aus aller Welt nach Deutschland. Damit dieses Jahr auch wieder Austauschschüler nach Berlin kommen können, sucht YFU auch Gastfamilien hier. Momentan verbringen etwa 20 der 600 Schüler ihr Jahr in Berlin. Sie möchten das Land, die Sprache und vor allem die Menschen kennen lernen. Die Mädchen und Jungen zwischen 15 und 18 Jahren und gehen hier für ein Jahr zur Schule.

Die Gastfamilien bieten Unterkunft, Verpflegung und viele Einblicke in den Alltag. Dafür werden auch die Familien selbst viel über die andere Kultur lernen und internationale Freundschaften schließen. Wer Interesse hat, kann sich auf der Website der Organisation näher informieren und dann persönlich beraten lassen.

Erfahrungen fürs Leben!

Nicole Buchmin hat jetzt in Berlin eine Tandem-Partnerin aus Taiwan. So kann sie ihre chinesischen Sprachkenntnisse in Deutschland weiter vertiefen und die Tandempartnerin lernt auch besser die deutsche Sprache.

Für Nicole ist klar: „Auf jeden Fall will ich noch einmal nach China!“ Auch ist es für die Schülerin sehr wahrscheinlich, dass sie ihre Erfahrungen im Ausland für ihr Studium und den späteren Beruf nutzen wird! Eins spürt man ganz deutlich bei Nicole: Sie brennt für ihr neues Ehrenamt und für das fremde Land!

Thomas Moser

Weitere Infos: http://www.yfu.de  

Bericht in der Berliner Morgenpost/Likes erwünscht!: http://bezirke.morgenpost.de/tempelhof-schoeneberg/schuelerin-war-ein-jahr-in-china

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