Hat der Tunnel in Lichtenrade eine Chance?

Lange Zeit war von der Diskussion, rund um die Dresdner Bahn in Lichtenrade, nichts mehr zu hören.

Viele Lichtenrader Bürger fordern, dass die Züge durch Lichtenrade, auch zum geplanten Flughafen BER, nicht ebenerdig durch ihre Wohngebiete fahren sollen. Hohe Lärmschutzwände sind geplant, die jedoch als Teilung des Ortsteils mit vielen weiteren Problemen gesehen werden. Die geforderte Tunnellösung lehnte die Bahn bislang wegen der Mehrkosten in zweistelliger Millionenhöhe ab.

Bundesverkehrsminister über den Lichtenrader Tunnel

Durch eine aktuelle Äußerung des Bundesverkehrsministers, Peter Ramsauer (CSU), ist wieder Bewegung in die Diskussion gekommen. Die Mehrkosten dafür könne der Bund und die Deutsche Bahn nicht allein stemmen. In der aktuellen Berliner Koalitionsvereinbarung hatten sich SPD und CDU für eine Tunnelführung der Dresdner Bahn durch Lichtenrade bekannt und wollten sich mit einem Landesanteil an den Mehrkosten beteiligen.

Die Bürgerinitiativen fordern einen Tunnel

In einer Pressemitteilung der „Bürgerinitiative Lichtenrade Dresdner Bahn“ heißt es nun: „Uns platzt der Kragen, wie wir, die Bürger, am „Nasenring“ durchs Land geführt werden. Es ist erschreckend, wie der Wille von über 50 000 Menschen in Lichtenrade und die Aussagen der Landesregierung von Bund und Bahn ignoriert werden. Mit dem Feigenblatt Planfeststellungsverfahren wird suggeriert die Anwohner könnten mitreden!

Luczak (re) mit Vertretern der BI und dem Lokalreporter Keitel (lks)  Foto: Website Luczak
Weiter führt die BI aus: „
Seit 1997 treten wir dafür ein, dass die Dresdner Bahn im Bereich Lichtenrade in Tunnellage geführt werden soll. Bahn und Bund sind aber der Meinung eine ebenerdige Bauausführung ist ausreichend. In dem seit 14 Jahren dauerndem Planfeststellungsverfahren ist diese Bauform eingebracht worden. Mehr als 4000 Einwendungen wurden im Jahr 2000 gegen diese Bauart eingelegt. Mehrfach wurde die Planung nachgebessert und ergänzt. An der ebenerdigen Bauweise wurde permanent festgehalten.“

Offensichtlich soll noch 2013 die Genehmigung der ebenerdigen Bauweise abgeschlossen werden! 

Der Vorsitzende der BI, Manfred Beck, stellt deutlich klar: „
Dagegen werden wir klagen, 16.364 Einwohner Lichtenrades haben uns dazu aufgefordert!

Auch der Vorsitzende des Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümervereins Berlin-Lichtenrade e.V., Frank Behrend, meldet sich zu Wort: „Wir begrüßen es, dass im Bundesverkehrsministerium nun ein Umdenken begonnen hat und eine Tunnellösung nicht mehr kategorisch ausgeschlossen wird.“ Weiter heißt es vom Eigentümerverein; „Aufgrund der engen Bebauung entlang der Bahntrasse wären viele Grundstückseigentümer vom Ausbau betroffen. Daher unterstützt der Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümerverein Berlin-Lichtenrade e.V. die Bürgerinitiative Dresdner Bahn seit vielen Jahren bei ihrer Arbeit.“

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Luczak macht Druck

Der Lichtenrader Bundestagsabgeordnete, Dr. Jan-Marco Luczak (CDU), wendete sich am 27. Mai 2013 in einem Brief direkt an den Regierenden Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit.

Darin forderte der Abgeordnete: „Ich möchte Sie daher herzlich bitten und fordere Sie auf, jetzt zeitnah mit dem Bundesverkehrsministerium und der Deutschen Bahn konkrete Vereinbarungen für die Finanzierung der Mehrkosten für den Tunnel zu finden. Die Tunnellösung scheint nun nach über 15 Jahren endlich in greifbare Nähe gerückt zu sein. Lassen Sie diese Chance für die 50.000 Menschen in Lichtenrade nicht ungenutzt verstreichen!“

Auch wurde an diesem Wochenende, beim 37. Landesparteitag der CDU Berlin, ein Initiativantrag von Luczak eingebracht und ist angenommen worden. Luczak: "Jetz ist Wowereit am Zug, endlich für den Tunnel zu sorgen!"

 

 

Thomas Moser

 

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