60 Jahre Notaufnahmelager Marienfelde

Der vollständige Bericht ist unter "Nachbarn-News" hier nachzulesen: http://weblog.thomasmoser-berlin.de/archive/2013/04/14/60-jahre-notaufnahmelager-marienfelde.htm
Festakt mit Bundespräsident Joachim Gauck, Bürgermeister Frank Henkel und Zeitzeugen


Am 14. April 2013 erinnerte Bundespräsident Joachim Gauck und Bürgermeister und Senator für Inneres und Sport von Berlin Frank Henkel bei einem Festakt an die Eröffnung des Notaufnahmelagers Marienfelde vor 60 Jahren durch Bundespräsident Theodor Heuss. Im ehemaligen Notaufnahmelager und heutigen Übergangswohnheim für Flüchtlinge und Asylbewerber würdigten sie vor 140 geladenen Gästen die Bedeutung des Ortes für die deutsch-deutsche und die Migrationsgeschichte der Stadt. Nach der Rede des Bundespräsidenten und dem Statement von Bürgermeister Frank Henkel schilderten Zeitzeugen im Gespräch ihre persönlichen Erfahrungen als Flüchtlinge.

Fotos: BerLi-Press (mehr Fotos siehe Link oben!)

 

Grüne Klassenzimmer


In der Marienfelder NABU-Naturschutzstation wurde zum Saisonstart das „Grüne Klassenzimmer“ eröffnet.

Der Hauptstützpunkt der Naturschutzstation liegt am Diedersdorfer Weg 5, direkt am Rand des ehemaligen Müllberges. Seit Jahren wird das circa 400.000 große Gelände als Freizeitpark genutzt.


Björn Lindner, der einzige Naturranger in Berlin, erzählt seinen kleinen und großen Gästen viel Interessantes über die Station und über den Schutz der Tiere. Besonders liegen ihm die Knoblauchkröte und die Zauneidechse am Herzen. Hier können die Tiere auch mal direkt betrachtet werden. „Morgen kommen die Kröten aber wieder zurück in die Natur“, erzählt Lindner den faszinierend lauschenden Kindern.



Die „Grünen Klassenzimmer“ auf der Naturschutzstation sprechen alle Sinne an. Es geht um Fühlen, Hören, Sehen, Schmecken und Riechen im Wechsel mit spielerischer Bewegung und das Verständnis für Flora und Fauna. Dazu gibt es, neben den eigentlichen „Klassenzimmern“ für den Unterricht im Freien und der Natur-Baude für Unterricht bei Regen, noch 14 Stationen. Hier können die Kinder die Natur für sich erleben und entdecken. In den Sommerferien können interessierte Kinder wieder freiwillig die Schulbank drücken, um künftig bei den Junior-Rangern mitmachen zu können.

Heute war auch das Deutschlandradio in Marienfelde. Kinderreporter vom Radio Kakadu befragten die erfahrenen Junior-Ranger zu ihrer Arbeit.

Björn Lindner redet nicht nur, sondern setzt auch Vieles um. Für den Natur-Ranger ist es ein umfassendes Konzept: „Naturschutz, Landschaftspflege, die Erholung der Bevölkerung und Bildung müssen Hand in Hand gehen!“

Lindner veranstaltet regelmäßig Führungen für Interessierte und arbeitet eng mit Kindertagesstätten und Schulen zusammen. Die kleinsten Naturschützer, die JuniorRanger „Zwiebelfrösche“ unterstützen Björn Lindner bei seiner Arbeit. Diese NABU-Kindergruppe ist für Kinder im Alter von 7 bis 12 Jahren konzipiert. Umweltstadtrat Oliver Schworck (SPD) hat die Schirmherrschaft für die „JuniorRanger“ von Anfang an übernommen. Schworck erklärt den Kindern heute: „Ich werde mich dafür einsetzen, dass euer Junior-Ranger-Diplom im Schulzeugnis berücksichtigt wird.“

Am Eröffnungstag sind Vertreter vom NABU und vom Marienfelder „UnternehmensNetzwerk Motzener Straße e.V.“ gekommen, die die Naturschutzstation immer wieder gerne unterstützen. So ist es gelungen, dass endlich Strom in das grüne Klassenzimmer gelegt werden konnte. Künftig sollen Filme und das Internet das Angebot der Naturschutzstation ergänzen. Auch die BSR war zum Saisonstart vertreten. Die Stadtreinigung ist wegen des ehemaligen Müllbergs in diesem Stadtrandbereich engagiert und kooperiert eng mit der Naturschutzstation. So wird in Kürze Vorort eine Mülltrennstation eingerichtet werden. Mit dem bezirklichen Umwelt- und Naturschutzamt gibt es eine enge Zusammenarbeit. Der Amtsleiter Thomas Kossick überzeugte sich persönlich davon, dass die Naturschutzstation für den Saisonstart gerüstet ist.

Die JuniorRanger haben im Winter nicht geruht und zum Beispiel einen Amphibien-Kontrollzaun errichtet. JuniorRangerin Daniela schreibt in ihrem Bericht, dass der Schäfer Martin über Schafe und Hühner berichtet hat: „Bei Schafen kommt es leider immer wieder vor, dass von Besuchern falsches Futter über den Zaun geworfen wird. Unter anderem kann Kohl für Schafe tödlich sein, da er zu starken Blähungen führt und von ihnen nicht verdaut werden kann.“

Jetzt ist der Frühling aber mit aller Kraft gekommen und die Arbeit in Marienfelde kann so richtig losgehen!

Thomas Moser

Ausführliche Informationen: http://www.berlin-marienfelde.de/natur/station.shtml

 

30. Lichtenrader Meile am 2. Juni 2013 – Sie können teilnehmen!

 

Bereits die 30. Lichtenrader Meile findet in diesem Jahr statt. Am 2. Juni 2013 geht es durch Lichtenrade und Marienfelde, durch Wald und Flur. Der Treffpunkt an diesem Sonntag ist auf dem Parkplatz von Werzalit (Schichauweg 52 / Imhoffweg). Eine Fahrverbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln besteht mit der S-Bahn (S 2 - Schichauweg) mit einem Fußweg und/oder mit dem Bus X 83 (Haltestelle Poleigrund). Veranstalter ist der VfL Lichtenrade und der SSV Lichtenrade.

Los geht es um 8.30 Uhr mit den Bambini und kurz danach mit den Schülerinnen und Schülern.


Quelle: Open street map - Website LM

Um 9.30 Uhr beginnt dann der Lauf über 7,5 km bzw. über 15 km und kurz danach wird die Strecke für die Walker (Walking und Nordic Walking) freigegeben. Gegen einen geringen Organisationsbeitrag ist man dabei.

Für die Zeitnahme steht ein modernes elektronisches Zeitnahmesystem zur Verfügung.

Anmeldeschluss ist der 27. Mai 2013. Anmelden kann man sich im Internet. Hier ist auch der Streckenverlauf abgebildet und man erfährt noch weitere Informationen.

Da es sich um den 30. Jubiläumslauf handelt, wird in Kürze auch noch ein längerer Bericht erscheinen.

Hauptsponsor ist wieder EDEKA Gayermann. ToM

http://www.lichtenrader-meile.de

 

Kinder und Jugendliche - Eigenverantwortliche Mittelvergabe!

Kinder und Jugendliche sollen Demokratie erleben und gestalten können. Durch ihre eigene und direkte Beteiligung erlernen und vertiefen sie ihre Fähigkeiten Demokratie zu leben und die Gesellschaft aktiv mitzugestalten. Dazu müssen Werte, Regeln und Abläufe von Demokratie und Partizipation lebendig vermittelt werden. Partizipation wird am besten durch das eigene Handeln, Erproben und Erleben erlernt.

Im Rahmen des Jugenddemokratiefonds Berlin haben die Fach-AG Beteiligung und das Kinder- und Jugendparlament in Tempelhof-Schöneberg deshalb die Jugendjury 2013 organisiert. Zusammen mit den in den Regionen ansässigen Freizeiteinrichtungen, Schulen und Netzwerken werden drei Regionaljurys gebildet.

jury in Lichtenrade-Marienfelde

vom 2. bis 5. April 20013

Ein Projekt der Regionen Lichtenrade und Marienfelde

Kinderetage, G-Haus, Jugendcafé am Dorfteich, 3D Medienhaus, Kinder- und Jugendhaus der ev. Kirchengemeinde Lichtenrade, Jugendkeller Finchleystraße, Kick-Projekt, haus of fun, LortzingClub

4000€ wurden im Rahmen der Jugendjury am 5. April 2013 vergeben

Ein Bericht der Kinder und Jugendlichen:

„Am Dienstag nach Ostern haben wir uns alle um  11 Uhr im LortzingClub getroffen.

Wir alle, das waren viele Kinder aus unterschiedlichen Einrichtungen aus Lichtenrade und Marienfelde. 

Jedenfalls waren wir so um die 65 Kinder und Jugendliche!

Zuerst wurden wir alle begrüßt und noch einmal erzählt, worum es in dieser Woche gehen soll. Wir sollten uns nämlich in Gruppen gute Projekte ausdenken und für die Umsetzung sollten wir insgesamt 4000,-€ bekommen.  Und wer das Geld bekommt und wie viel, darüber entscheidet eine Jury, die aus Jugendlichen besteht. Die Erwachsenen dürfen da gar nicht mitreden. Das ist schon klasse.

Jedenfalls sollten wir am Mittwoch und Donnerstag Ausflüge durch Lichtenrade und Marienfelde machen, andere Einrichtungen besuchen und uns aufschreiben, was uns besonders auffällt. 

Also, nachdem alles nochmal erklärt wurde, begann der Tag mit Kennenlernspielen. Und danach gab es eine große Chaos-Rallye. Wir mussten zuerst würfeln und dann die gewürfelte Zahl suchen.  Auf dem Gelände waren Zettel mit Nummern versteckt.  Und dann mussten wir als Gruppe eine Aufgabe erfüllen, die diese Nummer hatte. Oder was erraten und so. Das war ganz schön anstrengend und dauerte echt lange, hat aber auch viel Spaß gemacht. 

Danach gab es leckeres Essen und Schokoladenpudding als Nachtisch. Und nach dem Essen haben wir alle eine Testrallye durch Lichtenrade gemacht. Wir hatten Zettel, auf denen stand, wo wir lang sollten und wir mussten Fragen beantworten. Einige aus unserer Gruppe sind dann allerdings bei der Tierärztin gelandet, weil sie Eichhörnchenbabys gefunden hatten, die wohl aus dem Nest gefallen waren. Die waren schon ganz schwach und sind dann, glaube ich, auch leider gestorben. Die Tour war etwas lang und es war sehr kalt!

Am Mittwoch haben wir uns wieder um 11 Uhr getroffen und haben dann unsere erste richtig Expedition gemacht. Wir sind ins G-Haus gegangen und haben dann noch zwei Spielplätze „getestet“. Unterwegs haben wir dann in der Wünsdorfer Strasse eine Grünfläche entdeckt, die sich ganz prima für einen Spielplatz eignen würde. Zum Schluss sind wir zum Grillen, wo wir wieder alle anderen getroffen haben. Um 16 Uhr war dann der zweite Tag schon wieder vorüber.

Am Donnerstag haben wir uns an der S-Bahn getroffen und sind nach Marienfelde gefahren, um das Medienhaus 3D zu besuchen. Dort konnten wir in der Sporthalle boxen und spielen. Dann haben wir einen Spielplatz getestet und bewertet. Wie das ging, haben wir schon einen Tag vorher gelernt.

Wir sind dann wieder nach Lichtenrade gefahren und haben das Jugendcafé am Dorfteich und den Dorfteich besucht.  Wir haben uns unterwegs oft Notizen gemacht, wenn uns was aufgefallen ist. Zum Schluss haben wir noch die Bahnhofstraße getestet und auch die besten Eisläden besucht und dort die leckersten Eissorten getestet.

Dann war auch schon der letzte Tag da. Am Freitag haben wir uns um 11 Uhr wieder im LortzingClub getroffen, zusammen mit den anderen. Oli hat wieder alle begrüßt und genau erklärt, wie der Tag ablaufen soll. Zu Beginn sollte sich jede Gruppe einen Raum suchen, sich auf ein Projekt einigen und das auch auf einem Flipchart aufschreiben. Auch, was es kosten wird.

Dann gab es Mittagessen. Nach einer Pause sind wir dann alle rumgelaufen und haben uns die verschiedenen Projekte angeschaut. Immer zwei Kinder aus der Gruppe haben das Projekt erklärt und auf Fragen geantwortet.

Und aus jeder Gruppe sind dann zwei Kinder in die Jugendjury gewählt wurden. Nach dem gegenseitigen Anschauen war wieder Spiel-Pause; nur die Jugendlichen aus der Jury haben sich in einen Raum zurückgezogen und überlegt, welches Projekt wie viel Geld bekommt. Die Jury hat dann gemeinsam überlegt, wie die Entscheidungen gefällt werden sollen. Also zum Beispiel, dass alles ohne Streit ablaufen soll und natürlich demokratisch. Und das alle Projekte vielen anderen helfen sollten.

Danach wurde in einer konzentrierten Jurysitzung gemeinsam das Geld an die Projekte vergeben. Dabei wurde viel diskutiert und gesprochen, aber schließlich  wurde – ganz ohne Hilfe von Erwachsenen – eine gute Lösung gefunden.

Hier die Projekte und die Ergebnisse:

⁞ Das Kinder- und Jugendhaus (Kreative Peanuts) wollen einen vielfältigen Beachbereich anlegen. Die Gruppe wollte 1.800 € und bekam 700 €.

⁞ Die Kinderetage vom Gemeinschaftshaus wollten 500 € für neue Sportgeräte. Die Gruppe bekam 500 €.

⁞ Die Jugendetage vom Gemeinschaftshaus will den Jugendkeller wieder aufbauen und braucht 900 €. Sie bekam 700 €.

⁞ Der LortzingClub möchte eine Grünfläche in der Wünsdorfer Straße mit Bänken, Trampoline  und Tischtennisplatten neu gestalten. Das sollte 2.300 € koste. Die Gruppe bekam 1.000 €.

⁞ Das 3D Medienhaus braucht Material zum Hüttenbauen. Das würde 730 € kosten. Es gab  600 €.

⁞ Das Jugendcafé am Dorfteich möchte den Dorfteich mit Hundetütenkästen ausstatten und die Bänke neu streichen. Das würde ca. 750 € kosten. Die Gruppe bekam 500 €.

Alle waren sehr zufrieden mit der Entscheidung der Jury.

Es war ein tolles Gefühl, ein eigenes Projekt entwickeln zu können und dafür dann auch richtig Geld zu bekommen. Und nun freuen wir uns auf die Umsetzung „unserer“ Projekte!
Fotos: Kinder- und Jugendparlament-Oliver Schmidt

 

Die "Gute Tat" kommt in den Lortzingclub

Am Freitag, den 12.4.2013 ist es soweit. Die Stiftung „Gute Tat“ kommt in die Kinder-und Jugendfreizeiteinrichtung Lortzingstraße 16 in Lichtenrade, um zu renovieren, verschönern und vieles mehr.


(Foto: BerLi-Press)
Der Lortzingclub liegt am südlichen Rand der Region Lichtenrade und ist seit jeher bekannte und in der Region etablierte Einrichtung der Jugendförderung Tempelhof- Schöneberg. Der Club befindet sich der in der Trägerschaft der AHB-Berlin Süd gGmbH, die die Einrichtung in Kooperation mit dem Jugendamt seit vielen Jahren erfolgreich betreibt.

Wie in allen Bereichen der öffentlichen Hand sind auch die Mittel der Einrichtung stark begrenzt, so dass zwar der laufende Betrieb mit den tollen, überregional bekannten Angeboten aufrecht erhalten werden konnte, aber notwenige Renovierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen nur bedingt umsetzbar waren.

Das soll sich jetzt ändern:

Die Stiftung Gute Tat hat sich bereit erklärt, sich der anfallenden Arbeiten anzunehmen und durch den gezielten Einsatz von Ehrenamtlichen dem Club zu neuem Glanz zu verhelfen. Am kommenden Freitag wird das Erdgeschoss mit einem neuen Anstrich versehen, der Garten zurecht gemacht und der Teich neu gestaltet. Die notwendigen Sachmittel wie Farbe, Schutzkleidung und Werkzeug werden vom Träger AHB-Berlin Süd gGmbH aus Eigenmittel zur Verfügung gestellt.

Bei dem Projekt werden sich über 30 Ehrenamtliche beteiligen, um die ganze Arbeit schaffen zu können. (Quelle PM AHB-Berlin Süd)

 

 

Für den Erhalt der Kleingartenkolonie und gegen das geplante Logistikzentrum

Einwohnerantrag und Einwohnerversammlung:

Seit einiger Zeit wird intensiv über den Kampf der Betroffenen berichtet, dass die Kleingartenkolonie in der Säntisstraße in Mariendorf erhalten bleiben soll. Nachdem nun bekannt wurde, dass an dieser Stelle ein Logistikzentrum erbaut werden soll und pro Jahr 40.000 LKW-Fahrten erwartet werden, wehren sich auch viele Bürger gegen die Planungen.

Die Unzufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger hat deutlich zugenommen.

Im folgenden veröffentlichen wir Auszüge aus PaperPress zu den neuesten Entwicklungen (www.paperpress-newsletter.de – Nr. 492 J – 10.04.2013):

Nun haben die Betroffenen das Heft des Handelns selbst ergriffen und einen Einwohnerantrag eingeleitet. Mit dem Sammeln der dazu erforderlichen Unterschriften wurde heute offiziell begonnen. Kommen die erforderlichen Unterschriften zusammen, muss sich die BVV mit dem Antrag beschäftigen. Auf Initiative der Piraten-Fraktion in der BVV Tempelhof-Schöneberg findet am Dienstag, dem 23. April 2013, ab 19 Uhr im Gemeinschaftshaus Lichtenrade, Barnetstraße/Ecke Lichtenrader Damm eine Einwohnerversammlung statt. Bei dieser Gelegenheit will die so genannte „Süd-Allianz gegen die geplanten Logistikzentren und für den Erhalt der Kolonie“ auch Unterschriften sammeln.

Foto: PaperPress
Im Hotel Landhaus Alpinia in der Säntisstraße, unweit der Kolonie, trafen sich heute die Vertreter der Süd-Allianz zum offiziellen Start der Unterschriftenkampagne: Wolfgang Spranger, Vorsitzender des Trägervereins Volkspark Lichtenrade e.V., Michael Delor, Sprecher der Bürgerinitiative Marienfelder Feldmark und BUND Bezirksgruppe Tempelhof-Schöneberg, Andreas Schwager, Vorsitzender des Vereins Grüner Säntispark e.V., und Frank Behrend, Vorsitzender des Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümervereins Lichtenrade e.V. (Foto v.l.n.r.)

Andreas Schwager gab zu Beginn der Veranstaltung einen kurzen Abriss über die Entwicklung der Geschichte, die mit dem Verkauf der Kolonie an einen Investor 2009 begann. In einer 96-seitigen, zweiteiligen Broschüre wurde die Berichterstattung von paperpress seit 2010 bis heute dokumentiert.

Frank Behrend wies in seinen Ausführungen darauf hin, dass die Anwohner der Säntisstraße und Umgebung von den geplanten Logistikzentren langfristig betroffen sein werden. Die zu erwartende Lärm- und Feinstaubbelastung passe einfach nicht zu dem, was heute gefordert werde. Außerdem sei das Straßennetz für die zu erwartende Belastung von 40.000 LKW-Bewegungen im Jahr nicht ausgelegt. Michael Delor sieht die Gefahr, dass man wegen des zu erwartenden Verkehrs die Säntisstraße eventuell erweitern werden muss. Außerdem wies er auf unangenehme Zusatzbelastungen für die Gegend durch Verschmutzung durch die Fahrer hin. In anderen Straßen kann immer wieder beobachtet werden, dass sich kaum jemand an die vorgegebenen An- und Abfahrtzeiten hält. Wolfgang Spranger wies darauf hin, dass auch Lichtenrade von den Logistikzentren betroffen sei, schließlich müssen die LKW erst einmal zur Säntisstraße kommen und von dort aus wieder zurückfahren…

Inzwischen sind rund 240 Widersprüche gegen die bereits erteilten Bauvorbescheide beim Bezirksamt eingegangen…

Es wird mehrere Straßenaktionen geben, auf denen Unterschriften gesammelt werden.

Feste Zeiten gibt es in der Geschäftsstelle des Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer Vereins in der Lichtenrader Rehagener Straße 34, (im Haus der Berliner Volksbank), montags und freitags von 17 bis 19 Uhr und mittwochs von 9 bis 12 Uhr. Unterschreiben darf jeder, der im Bezirk Tempelhof-Schöneberg wohnt und mindestens 16 Jahre alt ist.

 

Einwohnerantrag gemäß § 44 Bezirksverwaltungsgesetz Erforderliche Maßnahmen des Bezirksamts zur Rettung der Kleingärten der Bahn-Landwirtschaft in der Säntisstraße 95-127, 12277 Berlin sowie zum Schutz der Anlieger in der Säntisstraße, Zehrensdorfer Straße, Richard-Tauber-Damm und Buckower Chaussee vor Lärmbeeinträchtigung.

Die unterzeichnenden Einwohner empfehlen der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) des Bezirks Tempelhof-Schöneberg gemäß § 44 BzVwG, folgenden Beschluss zu fassen:

Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg hat den Beschluss der BVV vom 17.02.2010 über die Erhaltung der Kleingartenkolonie an der Säntisstraße nicht bzw. nicht mit dem erforderlichen Nachdruck und unter Ausschöpfung aller gebotenen tatsächlichen und rechtlichen Mittel umgesetzt.

Der Fortbestand der Kolonie ist aufgrund dieser Versäumnisse ernsthaft gefährdet. Zugleich ist der Schutz der Wohnruhe der Anlieger der Säntisstraße, Zehrensdorfer Straße, Richard-Tauber-Damm und Buckower Chaussee in diesem Bereich nicht mehr gewährleistet.

Das Bezirksamt wir daher dringend aufgefordert, unverzüglich folgende Maßnahmen zu ergreifen:

1. Beauftragung eines externen Gutachtens zur Grundstückshistorie und zur Rechtslage

Für die Klärung des planungs- und bauordnungsrechtlichen Umganges mit der Koloniefläche ist ein externes Gutachten zu beauftragen. Dieses soll zunächst die historische Entwicklung der Eigentumsverhältnisse des Grundstücks und die Planung, Realisierung und ehemalige Nutzung der Gleisanlage auf dem Koloniegrundstück sowie der vorhandenen Gleisanlagen in dem gesamten Bereich zwischen Säntisstraße, Mariendorfer Damm, Buckower Chaussee und dem Trassenverlauf der Dresdener Bahn, darstellen bzw. aufbereiten. Darüber hinaus soll das Gutachten die Rechtslage untersuchen und hierbei insbesondere klären, welche rechtlichen Möglichkeiten des Bezirksamts noch bestehen, den Erhalt der Kleingartenanlage zu sichern und ob bzw. gegebenenfalls in welcher Höhe die zum Erhalt der Kolonie erforderlichen Maßnahmen mit Entschädigungs- bzw. Schadensersatzansprüchen des Investors/Eigentümers verbunden sein können. Ferner soll das Gutachten klären, ob bzw. inwieweit das Bezirksamt in der Vergangenheit,sämtliche ihm zu geboten stehenden Möglichkeiten der Wahrung und Einbeziehung der Interessen der Kleingärtner beachtet hat, und Empfehlungen für das weitere Vorgehen aussprechen.

2. Aufnahme von Verhandlungen mit den maßgeblichen Trägern öffentlicher Belange

Das Ergebnis der historischen und juristischen Begutachtung ist dem Eisenbahn-Bundesamt, der Deutschen Bahn AG, der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung sowie der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt zur Kenntnis zu geben. Anschließend sollten entsprechende Gespräche aufgenommen werden. Ziel der Aufnahme von Gesprächen mit der Deutschen Bahn AG soll es dabei sein, die Auswirkungen des Ausbaus der Dresdener Bahn für das Koloniegelände und der Säntisstraße zu klären. Ferner soll in diesen Gesprächen erörtert werden, welche Auswirkungen die von der Deutsche Bahn AG geplante Unterführung der Bahntrasse der Dresdener Bahn für das Koloniegrundstück und die Säntis-straße haben könnte. Das weitere Verwaltungsverfahren ist unter Beachtung der Präsidial-verfügung des Präsidenten des Eisenbahn-Bundesamtes vom 31.10.2005, durchzuführen. Ziel der Verhandlungen mit den zuständigen Senatsverwaltungen soll es sein, das Koloniegrundstück aus dem Entwicklungskonzept für den produktionsgeprägten Bereich zu entlassen und den Flächennutzungsplan dergestalt zu ändern, dass die Kolonie erhalten werden kann, wobei auch zu klären ist, welche Ersatzgrundstücke dem Investor/Eigentümer vom Land Berlin eventuell zur Verfügung gestellt werden können.

3. Einleitung weiterer erforderlicher Maßnahmen und Verhandlungen mit dem Investor

Es sind alle rechtlich zulässigen und tatsächlich vorhandenen Möglichkeiten zu nutzen, die Kolonie Säntisstraße zu erhalten und eine Bebauung durch Logistikunternehmen auf der Grundlage der erteilten Bauvorbescheide sowie zugunsten anderer Vorhaben zu verhindern. Hierzu soll zunächst ein Bebauungsplan aufgestellt und eine Veränderungssperre erlassen werden mit dem Ziel, die Kolonie kurzfristig als Dauerkleingarten gemäß § 1 Abs. 3 BKleingG auszuweisen. Der Investor/Eigentümer soll unverzüglich aufgefordert werden, ein Lärm- und Verkehrsgutachten zu den aktuellen und geplanten Bauvorhaben in der Säntisstraße 89 und der Koloniefläche vorzulegen und dieses dem Bezirksamt und der BVV zugänglich zu machen. In dem Gutachten sind auch die Auswirkungen für die Anrainer in Bezug auf die infolge der beantragten Bebauung zu erwartende Feinstaubentwicklung darzustellen.

Mit dem Investor/Eigentümer ist ein Gespräch mit dem Ziel zu führen, dass die angestrebten Bauvorhaben nicht umgesetzt und eventuell begründete Entschädigungsforderungen auf ein Minimum reduziert werden. Die Möglichkeiten der Stellung eines Ersatzgrundstücks für den Investor/Eigentümer sind auszuloten.

Das Bezirksamt soll alle Abstimmungen zwischen den Beteiligten koordinieren und steuern, damit zügig ein positives Ergebnis im Interesse der betroffenen Kleingärtner und der Anrainer erzielt werden kann. Der BVV ist kontinuierlich und zeitnah, spätestens zu jeder Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, zu berichten. Die Ergebnisse sind in einer weiteren Einwohnerversammlung darzustellen.

Begründung:

Gemäß Antwort des Bezirksamtes auf eine Kleine Anfrage hat es das Bezirksamt versäumt, den Forderungen des Antrages Drs. Nr.1326/XVIII vom 17.02.2010 nachzukommen. Es wurde durch das Bezirksamt sogar eingeräumt, dass der Beschluss der BVV zum Erhalt der Kolonie Bahn-Landwirtschaft in der Säntisstraße den über das Bezirksamt hinaus zuständigen Stellen erst drei Jahre nach der Beschlussfassung übersandt wurde. Darüber hinaus wurden bisher weder Untersuchungen, z. B. gemeinsam mit der Deutschen Bahn AG, zu der historischen Entwicklung der Grundstücke und den daraus resultierenden Folgen veranlasst noch Verhandlungen mit dem Investor/Eigentümer und den Senatsverwaltungen für den Erhalt der Kolonie geführt. Eine – soweit erkennbar – erforderliche Freistellung des Koloniegeländes von Bahnbetriebszwecken durch bestandskräftigen förmlichen Bescheid liegt ebenfalls nicht vor. Inzwischen hat das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg von Berlin eine Baugenehmigung und zwei Bauvorbescheide für die Errichtung von Logistikzentren, die direkt im räumlichen Zusammenhang mit der Kolonie stehen, erteilt. Die für die Anrainer in der Säntisstraße, Zehrensdorfer Straße, Richard-Tauber-Damm und Buckower Chaussee daraus resultierenden negativen Folgen in Bezug auf Lärm- und Feinstaubbeeinträchtigungen sind bisher weder untersucht noch festgestellt worden. Es existieren jedoch verschiedene juristische Einschätzungen, wonach es für eine Bebauung des Areals einer Freistellung von Bahnbetriebszwecken bedarf sowie ein (noch nicht rechtskräftiges) Urteil, woraus sich erhebliche Bedenken gegen die planungsrechtliche Grundlage für eine Bebauung und Kündigung der Kleingartenkolonie auf der Grundlage der geltenden Rechtsvorschriften ergeben.

Es ist deshalb nunmehr dringend geboten, die Versäumnisse der Vergangenheit nachzuholen und endlich dem erklärten Bürgerwillen nachzukommen.

Berlin, den 10.04.2013

 

 

Gartensaison 2013 eröffnet

Der Interkulturelle Generationengarten Lichtenrade hat nun offiziell den Namen „Blohmgarten“ erhalten. Die Geschäftsführerin vom Nachbarschaftszentrum NUSZ in der ufa-Fabrik, Renate Wilkening, hat mit der Namensnennung auch gleichzeitig die Saison 2013 eröffnet. Pünktlich mit den ersten Sonnenstrahlen und den etwas wärmeren Temperaturen wollen die Gärtner im Süden von Berlin, in der Blohmstraße 71-73, wieder loslegen.


Zusammen mit der Bürgerinitiative „Rettet die Marienfelder Feldmark“, der BUND Bezirksgruppe Tempelhof-Schöneberg und dem NUSZ wurde ein circa 5.000 quadratmetergroßes Grundstück für gärtnerische Nutzung erschlossen. Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg hat das Gelände zur Verfügung gestellt.


Wer gerne ein kleines Gartenstück beackern will und dabei den Kontakt mit anderen Menschen nicht vermissen will, ist hier genau richtig. Für einen Teilnehmerbeitrag von monatlich 10 € kann man 20 Quadratmeter zur freien Nutzung bearbeiten. Hier werden Erfahrungen, Kenntnisse und Fertigkeiten im Bereich Gärtnern direkt weiter gegeben. Die Idee ist, dass Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Wurzeln sowie engagierte Gartenliebhaber gemeinsam eine ökologisch orientierte Natur-Oase erschaffen. 2011 hat der Rundfunk Berlin-Brandenburg im Rahmen der Aktion „96 Stunden“, zusammen mit vielen Helfern, den Garten in Lichtenrade tatkräftig unterstützt und u.a. einen eigenen Brunnen gebohrt.


Verantwortliche Ansprechpartner sind Hinrich Scheffen, der als verspäteter Osterhase die Kinder mit Naschereien beschenkte, und Heidi Simbritzki-Schwarz. Sie sind über die gute Resonanz beim Frühlingsstart erfreut. Drei Nachfragen auf ein kleines Gartenstück gab es. „Weitere Interessenten sind herzlich willkommen“, erläutert Hinrich Scheffen. Thomas Moser (auch Fotos)

Eckdaten für die Nutzung:

· Beetgröße pro Teilnehmer/Innen und Familie ca 20 m²

· 10,00 € Aufnahmebeitrag

· 10,00 € Teilnehmerbeitrag pro Monat

· Geräte und Werkzeuge werden gestellt

· Es gibt Leitlinien für die Nutzung des IKGGs

· Gemeinschaftsarbeit ist ein fester Bestandsteil des IKGGs

Anmeldung / Informationen:

Heidi Simbritzki Tel. und Fax 75 50 31 46, buero@nusz.de

Hinrich Scheffen, mobil unter 0163-414 62 05

 

Stand nach der Standortkonferenz Nr. 4 in Lichtenrade

Am 07.03.2013 fand der vierte Termin der Standortkonferenz zur Zukunft des Zentrums von Lichtenrade statt. Auf diesem wurde das erarbeitete Leitbild Qualifizierung und Entwicklung der Bahnhofstraße zu einem Stadtteilzentrum mit besonderem Flair“ vorgestellt und von einer deutlichen Mehrheit der anwesenden Bürgerinnen und Bürger befürwortet. Das Leitbild ist das Ergebnis der ersten Stufe der Perspektivenwerkstatt „Standortkonferenz Stadtteilzentrum Lichtenrade“. An diese soll eine zweite Stufe anschließen, bei der die ggf. erforderlichen weiteren Schritte zur Neugestaltung des Gebiets erfolgen. Auch hierbei ist eine aktive Bürgerbeteiligung vorgesehen.

Foto: 3. Standortkonferenz -BerLi-Press
Auszüge aus den Papieren der Planergemeinschaft Kohlbrenner

Unabhängig von der Entscheidung zum Ausbau der Dresdener Bahn und der Verlagerung der S-Bahnhaltestelle Lichtenrade soll die Bahnhofstraße als Zentrum Lichtenrades weiterentwickelt, d.h. qualifiziert (weiterentwickelt, verbessert, ausgebaut), gestärkt werden. Dies soll auch in Zukunft in einem Beteiligungsprozess der Akteure vor Ort und der Öffentlichkeit erfolgen. Der Prozess soll durch die Politik im Bezirk unterstützt und die Ressourcen im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten dafür bereitgestellt werden.


Quelle:Präsentation 7.3.2013  Planergemeinschaft Kohlbrenner

Voraussetzung für die Entwicklung des Stadtteilzentrums ist ein stufenweise realisierbares, integriertes Konzept für den Gesamtraum mit Vorschlägen zur Qualifizierung in den folgenden Bereichen:

Qualifizierung der Nutzungsstruktur:

- u.a. Konzentration des Einzelhandels an der Bahnhofstraße,

- Erweiterung des Angebot für Jüngere

- Erweiterung des kulturellen Angebots.

Qualifizierung des öffentlichen Raumes:

- u.a. Beseitigung von Missständen und Erhöhung der Aufenthaltsqualität (Gehwege,

Plätze, Begrünung),

Qualifizierung des städtebaulichen Erscheinungsbildes:

- Beseitigung störender Provisorien und Gestaltungselemente

- bauliche Ergänzungen in Baulücken

Umsetzung dieser Maßnahmen zur Qualifizierung bedarf es

- einer Marketingstrategie

- (Entwicklung eines Images der Bahnhofstraße als Stadtteilzentrum),

- Geschäftsstraßenmanagement unter Einbeziehung der Akteure vor Ort, der Bürger.

Diese allgemeinen Ziele zur Stärkung und Verbesserung sind für die drei Schwerpunktbereiche

- westlicher Schwerpunktbereich, d.h. westlicher Eingang um den SBahnhof,

- mittlerer Schwerpunktbereich Bahnhofstraße zwischen Steinstraße und Einmündung Goltzstraße,

- östlicher Schwerpunktbereich, d.h. östlicher Eingang bis zur Einmündung der Goltzstraße

zu konkretisieren, weil unterschiedliche, z.T. aber voneinander abhängige Ansätze erforderlich sind.

Das Ziel der Qualifizierung wird nur stufenweise und über einen längeren Zeitraum möglich sein. D.h. neben Maßnahmen mit geringem Planungs- und Kostenaufwand, die kurzfristig (Zeitfenster bis fünf Jahre) realisiert werden können, sind auch Maßnahmen, die erst längerfristig (Zeitfenster bis 15 Jahre) entwickelt und umgesetzt werden können, vorzusehen.

Alle aufgeführten Maßnahmen erfordern in allen drei Schwerpunktbereichen sowohl hohe private als auch öffentliche Investitionen und die Bereitschaft aller, das gemeinsame Ziel des Ausbaus der Bahnhofstraße zu einem funktionierenden Stadtteilzentrum zu unterstützen.

Aus diesem Grund ist die Etablierung eines Managements zur Steuerung der einzelnen erforderlichen Arbeitsschritte und der Unterstützung der Gewerbetreibenden zur Initiierung geschäftsstraßentypischer Aktionen anzustreben.

Diese sollte durch die öffentliche Hand mitfinanziert werden.

1 Westlicher Schwerpunktbereich

Leitziele für den westlichen Schwerpunktbereich:

Für den gesamten Bereich rund um den S-Bahnhof Lichtenrade wird die Erarbeitung eines umsetzungsorientierten Standortentwicklungskonzeptes vorgeschlagen, unter Einbeziehung des Grundstücks Haus Buhr, der Mälzerei sowie des Pfarrer-Lütkehaus-Platzes und der Kreuzung Hilbertstraße/ Prinzessinnenstraße. 

Das Konzept muss folgende Vorgaben beachten:

- Verlagerung des Einzelhandels an die Bahnhofstraße.

- Wohnen und ergänzende Nutzungen im Bereich Mälzerei,

- Berücksichtigung denkmalpflegerischer Belange und Erhalt des Hains,

- Einhaltung wichtiger räumlicher Bezüge,

- Aufwertung des Pfarrer-Lütkehaus-Platz als öffentlicher Platz unter Einbeziehung der Kirche,

- Prüfung eines Ersatzangebotes für den wegfallenden P&R

- Mögliche Verlagerung der Busendhaltestelle

2 Mittlerer Schwerpunktbereich

In den Diskussionen innerhalb der Standortkonferenz kristallisierten sich für den mittleren Schwerpunktbereich Missstände v.a. in Gestaltungsdefiziten in den Bereich Gehwege, der Gewährleistung der Verkehrssicherheit, der fehlenden Querungsmöglichkeiten innerhalb der Straßenverkehrsfläche und der Parkplatzbewirtschaftung heraus. Diese wurden in dem gesamten Bereich der mittleren Bahnhofstraße identifiziert.

Innerhalb der konkurrierenden Akteursgruppen bestehen unterschiedliche Bedarfsvorstellungen an Stellplätzen im Zentrumsbereich. Teilweise werden diese als Dauerparkplätze genutzt und stehen für Kurzparken innerhalb der Ladenöffnungszeiten nicht mehr oder nur eingeschränkt zur Verfügung. Mit der zusätzlichen Reduzierung der öffentlichen Stellplätze innerhalb der P&RFläche erhöht sich der Parkdruck für Langzeitparker.

Zugunsten des Kurzzeitparkangebots innerhalb des Zentrums sollten die Stellplätze für Langzeitparker jedoch deutlich reduziert werden. Als Grundlage dafür ist ein Parkraumbewirtschaftungskonzept zu erarbeiten. Durch ein Bewirtschaftungskonzept mit Kurzeitparken können das vorhandene Potenzial sinnvoller genutzt und möglicherweise die zzt. vorhandenen Stellplatzflächen sogar reduziert und für Aufenthaltsflächen genutzt werden.

Aufgrund der Funktion der Bahnhofstraße als Durchgangsstraße kommt es zu Konflikten zwischen dem motorisierten und dem Fahrradverkehr. Zur Verbesserung der Sicherheit der Radfahrerinnen und Radfahrer soll als erste Maßnahme ein Angebotsstreifen für den Fahrradverkehr entlang der gesamten Bahnhofstraße in den öffentlichen Straßenraum mit aufgenommen werden.

Die Ausführung soll in der für Berlin typischen Markierung und in einer ausreichenden Breite (1,5 m plus 0,5 m Sicherheitsstreifen) erfolgen.

Eine einheitliche Ausweisung einer Tempo 30-Zone wird von der Senatsverkehrsverwaltung abgelehnt.

3 Östlicher Schwerpunktbereich


Im östlichen Schwerpunktbereich gibt es derzeit geringen Verbesserungsdruck als in den beiden anderen Schwerpunktbereichen. Aus diesem Grund sind die vorgeschlagenen Maßnahmen weniger relevant für die Qualifizierung.

Ziel sollte sein, mit minimalen Anforderungen das Gesamtbild "freundlicher" zu gestalten.

Durch gezielte Maßnahmen wie die Etablierung neuer Veranstaltungen, Aufbesserung der Situation auf privaten Grundstücken in den Gehwegbereichen, Erarbeitung von Konzeptionen zur gemeinsamen Schaufenstergestaltung, Sanierungs- und Gestaltungsmaßnahmen an Fassaden und Gebäuden, etc. innerhalb der aufgeführten privaten Belange kann der Gesamteindruck der Bahnhofstraße als Geschäftsstraße eine deutliche Stärkung erfahren und zusammen mit öffentlichen Investitionen ebenso wesentlich zur Stabilisierung des Zentrums beitragen. Gegebenenfalls ist die kurzzeitige Unterstützung eines Managements erforderlich. Die Einrichtung des Managements sollte durch die öffentliche Hand mitfinanziert werden.

Quelle: Website vom BA Tempelhof-Schöneberg (Planergemeinschaft Kohlbrenner eG www.planergemeinschaft.de)

Die kompletten Unterlagen im Netz: http://www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg/organisationseinheit/planen/lichtenrade-bahnhofstr.html

 

BI Dresdner Bahn im Ulrich-von-Hutten-Gymnasium - Ein Thema auch für die Jugend!

Schon lange zerbricht sich der Vorstand der BI „Lichtenrade-Dresdner Bahn e.V.“ den Kopf darüber, wie man das Thema Dresdner Bahn auch an die jungen Leute heranzutragen kann.

„Aber diese Gruppe ist schwer zu erreichen,“ sagt der Vorsitzende der BI Manfred Beck.

Jetzt hatte die Bürgerinitiative die Gelegenheit mit den Schülern der Ulrich-von-Hutten Schule über ihr Anliegen und das Anliegen vieler Menschen in Lichtenrade, den geplanten Ausbau der Dresdner Bahn durch Lichtenrade, zu diskutieren.

Die Bürgerinitiative bedankt sich bei der Schulleitung und dem Lehrer Herrn Dannenberg.

Manfred Beck, Michael Dannenberg, Rainer Welz (v.lks.n.re/Foto-BI)
Auf der Homepage der Schule ist dazu ein entsprechender Bericht veröffentlicht.

Lesen Sie hier den Bericht:

Dresdner Bahn“ – ein Zukunftsthema für Lichtenrade

Expertenrunde mit Manfred Beck und Rainer Welz an der UvH

Am 22.02.2013 besuchten die Vorstandmitglieder der „Bürgerinitiative Lichtenrade - Dresdner Bahn e.V.“, Manfred Beck und Rainer Welz, den Wahlpflichtkurs Sozialwissenschaft (9. Klasse) im Unterricht. Dabei ging es in erster Linie um die Planungen zum Neubau der „Dresdner Bahn“ –Trasse, aber auch um die Tätigkeit und das politische Engagement von Bürgerinitiativen im Allgemeinen.

In einem Eingangsreferat erläuterten unsere Gäste zunächst den Planungsprozess zur „Dresdner Bahn“ –Trasse seit 1997 und begründeten somit, warum sich die Bürgerinitiative zu diesem Thema engagiert.

Anschließend wurden die unterschiedlichen Varianten der Bauausführung (ebenerdig oder Tunnellösung) ausgiebig diskutiert. Insbesondere die negativen Auswirkungen auf die Bevölkerung Lichtenrades bei einem ebenerdigen Bau der Strecke wurden dabei berücksichtigt. So spielt der Lärm eine Rolle, der sich bei Anbindung der Trasse an den BBI vervielfachen würde. Paradoxerweise würden dann auch Lärmschutzmaßnahmen die Lebensqualität der Lichtenraderinnen und Lichtenrader verschlechtern. Durch den Bau einer Lärmschutzwand käme es zu einer Zweiteilung des Ortes. Ähnliches gilt auch für die Verkehrsführung. So ließe sich die Bahnstrecke (durch das hohe Zugaufkommen) kaum noch überqueren, bzw. die Unterführung in der Bahnhofstraße würde zu einer Verdichtung des Verkehrs und zu erhöhten Emissionen im Unterführungsbereich führen.

Einhellig wurde die Meinung vertreten, dass weder Schülerinnen und Schüler noch die BI „Dresdner Bahn“ gegen ein Ausbau der Strecke sind, sondern lediglich eine Tunnellösung befürworten. Die Bahn müsse für die Menschen da sein und könne nicht gegen die Menschen in Lichtenrade ihre Planungen durchsetzen wollen. Außerdem müsse sich die Bahn positionieren und die (Mehr-)Kosten für die Tunnellösung transparent gegenüberstellen.

Deutlich wurde außerdem, dass die erfolgreiche Arbeit einer Bürgerinitiative von vielen Faktoren abhängig ist. Entscheidend sind das persönliche Engagement der Mitglieder und des Vorstands, dann aber auch die Kontakte zur Politik (Entscheidungsträgern). Bei dem Thema „Dresdner Bahn“ zeigt sich, dass auch Spezialkenntnisse nötig sind, um mit Vertretern der Bahn, Behörden und der Politik auf Augenhöhe diskutieren zu können. Daneben spielen auch die Unterstützer außerhalb der Bürgerinitiative (16.000 Unterschriften) eine Rolle sowie die finanziellen Mittel.

Der Erfolg der BI bemisst sich darin, dass der Bau der ebenerdigen Trasse bisher verhindert worden ist. Um aber langfristig für die junge Generation Planungssicherheit zu erhalten, sollten sich Bahn und Politik langfristig für die Tunnellösung entscheiden.

Quelle: www.uvh-online.de

 
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