Offener Brief des Vorstandes der Bürgerinitiative Lichtenrade Dresdner Bahn e. V.

Kein Geld für die Planungen in der Bahnhofstr. vorhanden !!!

In Lichtenrade ist seit Monaten eine Diskussion zur künftigen Gestaltung der Bahnhofstraße im Gange. Neben dem vom Bezirksamt Tempelhof/Schöneberg beauftragten Planungsbüro Kohlbrenner beteiligen sich zahlreiche Gruppen aus Lichtenrade mit unterschiedlichen Auffassungen. Gleichzeitig wird verkündet, derzeit sind keine Gelder bei Bezirk und Land vorhanden. Eine genaue Summe für die Umbaumaßnahmen wird auch auf Nachfrage nicht benannt.

Wir haben von Anfang an deutlich gemacht, alle Planungen sind, nur im Zusammenhang mit einer Entscheidung über die Bauform, von der Dresdner Bahn abhängig.

Eine gute Lebensqualität in Lichtenrade und eine Verbesserung des Umfeldes an der Bahntrasse zählt auch zu unseren Zielen. Wir halten die vorliegenden Entwürfe für Wunschvorstellungen, die auch derzeit nicht finanzierbar sind.

Wir haben uns in den vergangenen 15 Jahren Fachkompetenz zum Thema Dresdner Bahn erarbeitet. Über 16.000 Einwohner in Lichtenrade haben uns mit Ihrer Unterschrift aufgefordert für eine menschenwürdige Bahntrasse zu kämpfen. Wir haben die ebenerdige Bauweise bisher erfolgreich verhindert.

Das ist unsere Aufgabe, die wir weiterhin mit großen Einsatz fortführen. Die BI Dresdner Bahn, wird sich deshalb zu den Planungen in der Bahnhofstr. nicht mehr äußern. Ist die Frage Dresdner Bahn gelöst, werden wir uns an der Umgestaltung der Bahnhofstraße beteiligen.

Für direkte Fragen zur Dresdner Bahn stehen wir weiterhin mit Sachkenntnis zur Verfügung.

BI Dresdner Bahn

27.2.2013

Wie geht es mit der Dresdner Bahn weiter? (Foto: BerLi-Press)

Die 4. Standortkonferenz zur Situation in der Bahnhofstraße findet am 7. März statt. ToM

 

Bericht aus dem Jugendhilfeausschuss vom 27. Februar 2013

Winterferien

Die Angebote in den kurzen Winterferien wurden gut genutzt. Es wurde gekocht, getanzt, geschminkt und verkleidet. Einige nutzten die freie Zeit, um im Eislaufstadion Neukölln den Kunstlauf auf Kufen zu üben. Im Kinderclub Barnetstraße und im Jugendcafé am Dorfteich haben wieder Übernachtungen stattgefunden.

Lortzingclub

Der Theaterclub im Lortzingclub hat inzwischen seine Darsteller/innen für die geplante Aufführung im Sommer gefunden. Die Proben haben bereits begonnen. Außerdem wurde der „Billardraum“ von Mitgliedern des Fördervereins Rückendeckung e.V. komplett renoviert.

Jugendkeller

Der Jugendkeller in der Finchleystraße 10 ist weiterhin wegen gesundheitsschädlichen Schimmelbefalls geschlossen. Die von der Kirche zugesagten Sanierungsarbeiten haben noch nicht begonnen. Seit Juni 2012 ist der Keller geschlossen.

Nachbarschafts- und Familienzentrum

Im Nachbarschafts- und Familienzentrum Finchleystraße fand an zwei Wochenenden ein Workshop zum Thema: „Ein festlich gedeckter Tisch“ statt. Das Angebot richtete sich an Jugendliche, die Interesse an einer Tätigkeit oder Ausbildung im gastronomischen Bereich haben.

Der Träger AHB-Berlin Süd hat für das Nachbarschafts- und Familienzentrum einmalig für das Jahr 2013 die Zusage für eine EFRE-Förderung „Zukunftsinitiative Stadtteil“ in Höhe von 46.000,00 Euro für die Bereiche Ehrenamt, Integration und Seniorenarbeit erhalten. Voraussetzung ist eine Co-Finanzierung von kommunaler Seite, die gegeben ist.

Lichtenrader Fallteams

Die Lichtenrader Fallteams haben auf der FUA (Fallunspezifische Arbeit) – Sitzung am 28.01.2013 mit der Planung für 2 Kiezbegehungen in 2013 begonnen. Ein erster Termin steht mit dem 03.06.2013 bereits fest. Es soll der Nahariyakiez begangen werden. Ein weiterer angedachter Termin für die zweite Jahreshälfte soll als Ziel den „Bildungsraum Lichtenrader Mitte“ haben.

Waschhaus

Die Targobank hat anlässlich der Eröffnung einer neuen Filiale in der Lichtenrader Bahnhofstraße am 21.02.2013 der Bezirksbürgermeisterin, Frau Angelika Schöttler, einen Scheck in Höhe von 1.500,00 Euro für das Waschhaus überreicht. Das Geld soll für dringende Renovierungsarbeiten und Beschaffung von Mobiliar, für das es bisher keine Finanzierung gab, verwendet werden

2. bis 5.4.2013 – Kinder- und Jugend-Jury

Die Planung der Veranstaltung „Kinder- und Jugend-Jury“ aus dem Jugend-Demokratiefonds Berlin ist in vollem Gange. Die Vorbereitungsgruppe (Einrichtungen aus Mfld und Lira) traf sich am Dienstag, dem 19.02.2013 erneut, um die Fixpunkte festzulegen. Die Durchführung der „Expeditionen“ ist vom 2. bis 5.4.2013 geplant. Anmeldungen von Kindern und Jugendlichen liegen schon vor.

 

Der Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümerverein Berlin-Lichtenrade e.V. informiert

Eigentümer wenden sich erneut an Abgeordnete:

Zwei Jahre nichts passiert!

In der dunklen Jahreszeit fällt es besonders auf: immer wieder fallen Straßenlaternen aus und es dauert eine ganze Zeit, bis diese repariert sind. Auf einen eklatanten Fall von Untätigkeit weist nun der Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümerverein Berlin-Lichtenrade e.V. hin.

In der Lichtenrader Goltzstraße sind die Straßenlaternen an den Kreuzungen Rehagener Straße, Haeseler Straße und Briesingstraße seit mehr als zwei Jahren ohne Funktion. Diese sollten von Gas- auf Elektrobetrieb umgerüstet werden, nur abgeschlossen wurden die Arbeiten nicht.

Daher hatte sich der Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümerverein Berlin-Lichtenrade e.V. bereits im Jahre 2010 an den Petitionsausschuss des Abgeordnetenhauses gewandt und um Abhilfe gebeten. Diese wurden auch für das Jahr 2011 in Aussicht gestellt. So heißt es in der Antwort vom 17.03.2011: Sobald es die Witterungslage zulasse, werde die Baumaßnahme beendet.“ – Nur passiert ist nichts. Die Laternen gehen immer noch nicht, die Provisorien sind ebenfalls seit langem ohne Funktion.

Daher hat der Vorstand sich nochmals an den Petitionsausschuss gewandt und hofft nun darauf, dass die Arbeiten in diesem Jahr durchgeführt werden und die Laternen im kommenden Herbst funktionieren. „Es ist unverständlich, warum das Land Berlin nicht in der Lage ist, innerhalb von zwei Jahren drei Laternen in Betrieb zu nehmen.“, so der Vorsitzende Frank Behrend.


Eigenheimerverband Deutschland e.V. rät:

Keine voreilige Prüfung für Heizöltanks durchführen!

Derzeit müssen Heizöltanks ab 10.000 l, Erdtanks und Tankanlagen in Wasserschutzgebieten alle fünf Jahre durch einen Sachverständigen (TÜV, Dekra etc.) geprüft werden. Nunmehr plant die Bundesregierung, dass auch Heizöltanks von 1.000 l bis 9.999 l zu prüfen sind. Die neue Verordnung ist noch nicht beschlossen, soll aber im Laufe dieses Jahres in Kraft treten

Der Eigenheimerverband Deutschland weist darauf hin, dass leider unseriöse Geschäftemacher bereits jetzt diese Absicht ausnutzen und versuchen, Aufträge für die Prüfung und die Sanierung von Heizöltanks zu gewinnen. Da die Verordnung noch nicht in Kraft ist, ist noch unklar, unter welchen Bedingungen und zu welchen Terminen diese Prüfpflicht umgesetzt wird. „Wir raten daher dringend davon ab, bereits jetzt Prüfungen oder gar Reparaturen als Ergebnis solcher Prüfungen in Auftrag zu geben.“, so Heinrich Rösl, Präsident des Eigenheimerverband Deutschland e.V.

 

7. März: Standortkonferenz Nr. 4

Datum: 20.02.2013

An alle Anwohnerinnen und Anwohner,

interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie

Grundstückseigentümer und Betriebe

Einladung zur vierten Veranstaltung der Standortkonferenz zur Zukunft es Zentrums von Lichtenrade

Sehr geehrte Bewohnerinnen und Bewohner in Lichtenrade,

die dritte Veranstaltung der Standortkonferenz war geprägt durch eine intensive Diskussion über die Vor- und Nachteile der zwei vorgestellten Leitbildentwürfe. Das Leitbild 2 soll nun präzisiert und mit kurz bis mittelfristigen Vorschlägen untersetzt werden, die die positive Entwicklung des Lichtenrader Zentrums unterstützen.

Informationen zu dem vorgestellten Leitbild 1 "Stabilisierung" und Leitbild 2 "Qualifizierung" finden Sie im Internet unter www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg.

Unter der Moderation der Planergemeinschaft Kohlberenner eG lade ich Sie herzlich zur vierten Veranstaltung der Standortkonferenz am

Donnerstag, 7. März 2013 von 18.30 Uhr bis 21.30 Uhr,

im Gemeinschaftshaus Lichtenrade, Lichtenrader Damm 198-212 (Eingang Barnetstraße) 12305 Berlin

ein.

Mit dieser Veranstaltung wird das vorläufige Endergebnis zum Leitbild der Standortkonferenz für die Zukunft des Zentrums von Lichtenrade vorgestellt. Ziel ist es, das mit Ihnen abgestimmte Leitbild an die politischen Gremien des Bezirks zur Entscheidung weiterzuleiten.

Ich freue mich darauf Sie persönlich begrüßen zu dürfen.

Mit freundlichen Grüßen

Sibyll Klotz

Info zur 3. Standortkonferenz auch in der Internetzeitung von www.lichtenrade-berlin.de -

3. Lichtenrader Standortkonferenz: Nicht kleckern, sondern klotzen  Direktlink:

http://weblog.lichtenrade-berlin.de/archive/2013/01/25/3-lichtenrader-standortkonferenz--nicht-kleckern--sondern-klotzen.htm

 

 

Familienzentrum sucht großen Schrank! Sachspende willkommen

Das Nachbarschafts- und Familienzentrum in der Finchleystraße sucht für den "Gastronomiekurs für Jugendliche", ein ehrenamtliches Projekt, einen großen zweitürigen Schrank. Schön wäre es, wenn der Schrank abschließbar ist. Bei dem Schrank kann es sich jedoch auch um einen großen Büro- oder Küchenschrank handeln. Das ganze Übungsmaterial in Form von Tellern, Gläsern, Tischdecken, Tassen usw. soll darin verstaut werden.

Der Schrank kann auch abgeholt werden.

Die Ehrenamtskoordination, Angelika Döll, freut sich über die Sachspende.

Kontakt: Nachbarschafts- und Familienzentrum Finchleystraße (DI 10-13 Uhr, Tel. 70767019. Für AB bitte lange klingeln lassen!)

 

Keine Asylbewerbereinrichtung nach Lichtenrade

21. Februar 2013 Anfang November 2012 wurde auf Senatsebene laut darüber nachgedacht, ob die ehemalige Senioreneinrichtung „Georg-Kriedte-Haus“ am Kirchhainer Damm 74 in Lichtenrade zu einer Dauerunterkunft für circa 250 bis 300 Asylbewerber werden soll.

Diese Überlegung ist nunmehr vom Tisch, wie der Lichtenrader Bundestagsabgeordnete Dr. Jan-Marco Luczak (CDU) in einer Presseerklärung vom gestrigen Tag mitteilte: „Das geplante Asylbewerberheim am Kirchhainer Damm kommt definitiv nicht!“


Luczak vor der ehemaligen Senioreneinrichtung (Foto Thomas Moser)
Sozialsenator Mario Czaja teilte dem Abgeordneten schriftlich mit, dass „die Senatsverwaltung davon Abstand genommen hat, Flüchtlinge am Standort Kirchhainer Damm unterzubringen.“ Er bezog sich dabei auf die „zahlreichen Briefe, Hinweise und Anrufe“, die von Luczak kamen. Der Standort sei wegen seiner cityfernen Lage „keine optimale Lösung“; es fehle auch an schulischer und sozialer Infrastruktur. Der Senator hob hervor, dass Tempelhof- Schöneberg bereits einen „überdurchschnittlichen Beitrag“ bei der Unterbringung von Flüchtlingen leiste. Ein weiterer Standort wäre daher ein „falsches Signal“, solange andere Bezirke sich nicht adäquat beteiligten. Czaja führt aus: „Tempelhof-Schöneberg gehört zu den Bezirken, die sich langjährig in besonderem Maße bei der Unterbringung von Asylbewerbern und Flüchtlingen engagieren und bereits mit den vollständig ausgelasteten Standorten Marienfelder Allee und Trachenbergring einen im Landesvergleich überdurchschnittlichen Beitrag zu dieser gesamtstädtisch wahrzunehmenden Aufgabe leisten.“

Luczak zeigte sich sehr erfreut, dass es gelungen ist, eine weitere Belastung für Lichtenrade zu verhindern: „Die Entscheidung der Senatsverwaltung ist ein wichtiges Signal an die Bezirke, die bislang kaum Plätze zur Unterbringung zur Verfügung gestellt haben. Die müssen sich jetzt bewegen!“

In die Zukunft gewandt ergänzte Luczak: „Jetzt geht es darum, eine wirtschaftlich sinnvolle Nachnutzung für das Georg-Kriedte-Haus zu finden. Das kann zum Beispiel ein Studentenwohnheim sein, wie es die CDU-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Tempelhof-Schöneberg beantragt hat.“ Dieser Antrag wurde in der BVV mit der Mehrheit von SPD und Grünen abgelehnt.

Die ehemalige Senioreneinrichtung wurde im Jahr 2011 aus finanziellen Gründen geschlossen. Das Haus steht seitdem leer.

Für die Senioreneinrichtung war die Sozialstadträtin Dr. Sibyll Klotz (Bündnis 90/Die Grünen) zuständig. In einem Interview mit der Lichtenrader Internetzeitung erklärte die Stadträtin Ende Januar 2013, dass die Einrichtung „aus Sicht der Flüchtlinge“ ungeeignet sei. Aber auch als Studentenwohnheim sieht Sibyll Klotz den Standort des Hauses als „überhaupt nicht geeignet“ an.

Weiter heißt es in dem Interview von Klotz: „Übel finde ich allerdings, wie die Bezirks-CDU gegen die Aufnahme von Flüchtlingen in Lichtenrade Stimmung macht. Deshalb ist es mir wichtig zu sagen: Flüchtlinge sind in Tempelhof-Schöneberg willkommen, und ich bin mir ganz sicher, dass die übergroße Mehrheit der Lichtenraderinnen und Lichtenrader das genau so sieht!“

Für den Bundestagsabgeordneten Luczak stellt sich die Lage anders dar. So berichtet er, dass zahlreiche Anwohner Bedenken geäußert hatten. Darunter waren auch die Anwohner des AWO-Seniorenheims Marie-Juchacz, die sogar eine eigene Unterschriftensammlung starteten.

Jan-Marco Luczak, selbst Lichtenrader, freut sich jedenfalls über die Entscheidung. Seine Erwägungen sieht Luczak jedoch auch als grundsätzlich an: „Hier (in Lichtenrade - Anm. der Redaktion) haben wir bereits die Jugendarrestanstalt Berlin. Dadurch wird das Sicherheitsgefühl der Menschen nicht unerheblich beeinträchtigt. Auch der vierspurige Ausbau des Kirchhainer Damms, die nervenraubenden Diskussionen um die neuen Flugrouten und den Ausbau der Dresdner Bahn stellen eine erhebliche Belastung für den Ortsteil da. Eine weitere Belastung erscheint mir daher nicht zumutbar. Das würde zudem die Gefahr bergen, dass die Akzeptanz in der Bevölkerung, die das hohe Gut des Asylrechts verdient, Schaden nimmt.“ Für Jan-Marco Luczak ist wichtig, dass, nach monatelanger Unruhe und Sorge der Menschen, „jetzt die Lichtenrader endlich aufatmen können".

Thomas Moser

Die Vorgeschichte in der Internetzeitung - LINK-

Das vollständige Interview mit Dr. Klotz -LINK-

 

 

Der Frauenmärz 2013 und die „Lebenslinien“

Jedes Jahr ist es wieder spannend, was für ein Programm für den Frauenmärz in Tempelhof-Schöneberg auf die Füße gestellt werden konnte. Quasi bis zur letzten Minute hat die Initiatorin, Ute Knarr-Herriger, am Programm gefeilt und auf die letzten Zusagen gewartet: „Es ist wieder ein spannendes und abwechslungsreiches Programm geworden.“

Ute Knarr-Herriger, sonst für die dezentrale Kulturarbeit im Bezirk zuständig, ist besonders in der Vorbereitungsphase zum Frauenmärz mit jeder Menge Überstunden und Engagement dabei. Der Frauenmärz soll so ein bezirklicher Höhepunkt werden! Im Jahr 2013 wird schon der 28. Frauenmärz gefeiert. Die Veranstaltung hatte im Bezirk Tempelhof, in einem noch etwas kleineren Rahmen, seinen Ursprung. Was aus der engagierten Zusammenarbeit von Musikschule, Volkshochschule und Bürgerinnen und Bürgern zum Thema Frauenemanzipation begann, ist eine feste Institution im Bezirk Tempelhof-Schöneberg geworden. Die zuständige stellvertretende Bezirksbürgermeisterin und Bezirksstadträtin für Bildung, Kultur und Sport, Jutta Kaddatz (CDU), ist „stolz auf die lange Tradition vom Frauenmärz.“

Jutta Kaddatz und Ute Knarr-Herriger freuen sich auf den Frauenmärz
Das Motto vom diesjährigen Frauenmärz lautet „Lebenslinien.“ Im Programm heißt es einleitend: „Wenn wir auf diesem Planeten landen, starten wir unseren ganz persönlichen Lebensentwurf. Diese Lebenslinien fallen so unterschiedlich aus, wie es Menschen gibt. Manche schauen kurz vorbei, lächeln und drehen um, andere werfen sich mitten hinein ins Getümmel. Dieses bunte Ganze begegnet sich, agiert miteinander, entfernt sich voneinander.“ Nun sollen im Frauenmärzmonat einige Lebenslinien-Fäden aufgenommen und näher betrachtet werden. Die Aufforderung der Veranstalter heißt dann auch ganz einfach: „Kommen Sie doch mit!“

Der beliebte Höhepunkt vom Frauenmärz ist die Eröffnungsveranstaltung, die in diesem Jahr am 1. März um 19 Uhr im Gemeinschaftshaus Lichtenrade (Lichtenrader Damm/Ecke Barnetstraße) starten wird. Die Kulturstadträtin Jutta Kaddatz wird die Veranstaltung eröffnen. Kids vom ufaCircus werden durch verschlungene Lebenslinien beeindrucken. Ein Traumtanztheater und die Improvisationsschauspieler von „frei.wild“ werden ihre eigenen Lebenslinien-Interpretationen zeigen. Die bekannte blinde Sängerin Joana Zimmer bringt ihre musikalische Einzigartigkeit und ihre Power-Balladen zu Gehör.

Die Ausnahmekünstlerin Cora Frost, die in keine Schublade passt, hat schon weltweit mit ihrer lyrischen Musik und mit ihren anderen Künsten beeindruckt. Nun ist Cora Frost auch beim Frauenmärz!

Es werden aber noch jede Menge weitere interessante Veranstaltungen im März präsentiert. Besondere Filme werden gezeigt, eine Fotoausstellung eröffnet und außergewöhnliche Lesungen präsentiert. Ein Leckerbissen ist dabei sicher am 24. März die Veranstaltung der Tempelhofer Autorengruppe.

Sechs Jahre nach dem Mord an Hatun Sürücü in Tempelhof, wird am 10. März der rbb-Film „Verlorene Ehre - Der Irrweg der Familie Sürücü“ im Rathaus Schöneberg präsentiert und diskutiert. Am 15. März findet an gleicher Stelle die Unternehmerinnenmesse des UTS statt. Einen Tag später lädt die Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD) zu einem Kiezspaziergang rund um den Schöneberger Gasometer ein. Den Sternenkinder, wie man liebevoll die Fehlgeburten unter 500 Gramm nennt, wird am 16. März auf dem Alten St. Mätthäus-Kirchhof gedacht. Neben dem Improvisationstheater „Die Improtanten“, am Abend des 16. März, wird auch die beliebte Damen-Kabarettgruppe „Kabarett Korsett“ vom 22. bis 24. März im Gemeinschaftshaus Lichtenrade gastieren. Ein Frauenmärzfrühstück findet am 17. März statt. Die vielen weiteren Veranstaltungen sind auch dem Flyer zu entnehmen, der an öffentlichen Stellen ausliegen wird. Auch wird auf die Links am Ende des Berichtes verwiesen.

Bei den Veranstaltungen rund um den Frauenmärz sind Frauen und Männer herzlich willkommen. Die Veranstalterinnen des Frauenmärzes laden ein: „Entdecken Sie Ihre Lebenslinien und lernen Sie Lebenslinien Anderer kennen!“

Thomas Moser (auch Foto)

http://www.joanazimmer.com/

http://www.corafrost.de/

http://www.frauenmaerz.de

 

Das komplette Programm:

Eröffnungsveranstaltung 1. März Freitag 19 Uhr (Eintritt frei)

> Eröffnung durch Jutta Kaddatz (CDU), Bezirksstadträtin für Bildung, Kultur und Sport und Stellvertretende Bezirksbürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg

... Lebenslinien auf die Bühne gebracht von:

> den Kids vom ufaCirkus mit beeindruckend verschlungenen Lebenslinien. Leitung Nina Krispin

> Katharina Wunderlich (Tanz) und Lina Fai (Musik) zeigen Ausschnitte aus ihrer neusten Produktion ›Pilotinnen‹, ein TanzTraumTheater.

> der blinden Sängerin Joana Zimmer. Sie ist von Geburt an blind. Schon mit 15 Jahren bahnte sie sich erfolgreich ihren Weg durch die verschiedensten Berliner Jazzclubs.

> frei.wild, den Schauspielern des Improvisationstheaters. Inspiriert von aufgeschnappten Inhalten, Wortfetzen, geben sie eine eigene Interpretation von ›Lebenslinien‹ – witzig und spritzig auf der Bühne.

> Cora Frost, die Ausnahmekünstlerin. Sie passt in keine Schublade. Sie steht dem Chanson recht nah, und ein ›Danke‹ fällt oft recht lyrisch aus. »Wenn es Cora Frost nicht gäbe, man müsste sie erfinden ...«

> Durch das Programm führt Petra Schwarz, freie Journalistin.

Es gibt Süßes und Salziges von der ufaBäckerei, und nicht nur in der Pause lockt die Tombola.

Ort: Gemeinschaftshaus Lichtenrade

Lichtenrader Damm · Ecke Barnetstraße · 12305 Berlin

 

Film 3. März Sonntag 19 Uhr (Eintritt 12.- und 8.-€)

Peggy Parnass ist Schauspielerin, Kolumnistin, Gerichtsreporterin und Autorin. 1934 in Hamburg geboren, wurde sie als Verfolgte des Nationalsozialismus mit ihrem kleinen Bruder nach Schweden evakuiert. Ihre Eltern sah sie nie wieder. Peggy Parnass galt als die deutsche Instanz für Differenzen im moralischen Rechtsempfinden im Nachkriegsdeutschland. Nach wie vor ist die couragierte und viel geehrte Frau politisch aktiv. Ein Dokumentarfilm, ausgewählte Kurzfilme sowie gelesene Ausschnitte aus ihrem kürzlich veröffentlichten Buch entwerfen ein Bild ihrer Lebenslinie.

Ort: Varieté Salon · ufaFabrik · Viktoriastraße 10–18

12105 Berlin

 

Krimilesung 5. März Dienstag 20 Uhr (Eintritt frei)

Katzenmond – Ein Fall für zwei Ausgerechnet die Mordkommission hätte es nun nicht sein müssen, findet Hauptkommissar Hendrik Liebermann, als er die Antwort auf sein Versetzungsgesuch nach Potsdam in den Händen hält. Leichen stören seinen Nachtschlaf. Der ist allerdings noch früher hin, als er befürchtet hatte. Auch Kater Serrano ist ruhelos.

Christine Anlauff liest aus ihrem zweiten Band der Krimiserie um Kater Serrano und Kommissar Liebermann.

Eine Kooperationsveranstaltung mit dem TKK-Tempelhofer Kunst- und Kulturverein und der Stadtbibliothek Tempelhof-Schöneberg.

Ort: Bezirkszentralbibliothek · Eva-Maria-Buch-Haus

Götzstraße 8 | 10 | 12 · 12099 Berlin

 

TanzMusikTheater 7. März Donnerstag (Eintritt 8/6 € online: www.linafai.de 6 €)

Pilotinnen – Kindheitstraum und Größenwahn Der Boden unter den Füßen verschwindet – abtauchen, aufsteigen. Mit Stimme, Körper, Loopstation und einem Zelt erkunden Katharina Wunderlich und Lina Fai den Luftraum, innere Räume und deren Grenzbereiche. Sie träumen vom freien Flug, werden eingesogen in virtuelle Welten, ringen mit der Erdanziehung und machen sich auf den Weg, sich selbst zu begegnen. Zeitgenössische Tanzperformance und atmosphärische Livemusik greifen ineinander. Ready for take off – Starterlaubnis erteilt!

Ort: Weiße Rose Kulturzentrum · Martin-Luther-Straße 77

10825 Berlin

 

Theater 8. März Freitag 19 Uhr (Eintritt 5/7 €)

Bertha, stirb endlich! Unter den Vampiren auf Burg Schreckenstein ist alles wie immer: man stänkert und feiert, man lästert und langweilt sich. Doch dann: Bertha, blutjunge 564 Vampirjahre alt, wird plötzlich sterbenskrank, und mitten in den Glauben an Unsterblichkeit tritt erstmals der Tod. Was tun? Kurzerhand schieben die blutsaugenden Verwandten Bertha ins Hospiz ab, natürlich nur zu ihrem Besten.

Die Senioren-Theatergruppe Spätzünder vom Theater der Erfahrungen haben wieder einen nachdenklichen Lacher konzipiert. Schnell Karten sichern!

Ort: ufaFabrik · Viktoriastraße 10–18 · 12105 Berlin

 

Fotoausstellung 8. März Freitag 19 Uhr (Eintritt frei)

Der Baikalsee: Die blaue Perle Sibiriens Der Baikalsee ist das größte Süßwasserreservoir der Erde, auch bekannt als der ›Brunnen der Erde‹. Es findet sich dort eine einzigartige Pflanzen- und Tierwelt. Z. B. die Baikalrobbe oder der Omul sind endemisch, das heißt nur dort anzutreffen. Claudia Quaukies zeigt in der Ausstellung Fotos von Natur, Menschen und Städten.

Zur Eröffnung begrüßt Sie Jutta Kaddatz, Stadträtin für Bildung, Kultur und Sport. Die Märchenerzählerin Maria Schild führt Sie in den Schamanismus ein, und Jacqueline Lorenz liest aus gewählten Texten.

Ort: VHS-Galerie Barbarossaplatz 5 · 10785 Berlin

Foyer im 1. Stock

 

Schau-Spiel 9. März Samstag 20 Uhr (Eintritt frei)

Am Anfang war die Frau Die Geschichtenerzählerin Birgit Hägele macht sich auf den Weg zurück ins Paradies und entwirft mit viel Witz und Charme scheinbar dringend nötige neue Schöpfungsgeschichten für Adam, Eva und die Schlange. Es muss doch bitte nach Gottes Willen möglich gemacht werden, auf Erden Ehefrau, Geliebte und Single gleichzeitig in einer Person zu sein und daneben selbstverständlich Kinder zu bekommen und eine glanzvolle Karriere zu starten, ohne sich zu verbiegen?! Schauen wir einmal, ob es gelingt, auf diese drängenden Fragen eine passende Antwort zu finden. Cornelia Ottinger unterstützt sie musikalisch auf dieser Suche.

Ort: Goldener Saal · Rathaus Schöneberg

John-F.-Kennedy-Platz · 10820 Berlin

 

Film 10. März Sonntag 16 Uhr (Eintritt frei)

Verlorene Ehre – Der Irrweg der Familie Sürücü Sechs Jahre nach dem Mord an Hatun Sürücü versucht eine Dokumentation, die Hintergründe der Tat zu beleuchten. Die beiden rbb-Reporter Matthias Deiß und Jo Goll recherchieren dort, wo es am ehesten Erklärungen gibt: in der Familie.

Eine junge Türkin probiert ein selbstbestimmtes Leben. Sie arbeitet und erzieht ein Kind. Sie möchte lieben, wen sie will, und glauben, was sie will, und dabei nicht die Geborgenheit und Anerkennung ihrer Familie verlieren.

Nach dem Film Gedankenaustausch mit Matthias Deiß und Jo Goll, so wie Gün Tank, Integrationsbeauftragte Tempelhof-Schöneberg, Moderation Ebru Ta˛sdemir, Radyo Metropol.

Ort: Kino · Rathaus Schöneberg · John-F.-Kennedy-Platz

10820 Berlin

 

Messe 15. März Freitag 14-22 Uhr (Eintritt frei)

Kreativ. Vernetzt. Vielfältig: Frauen unternehmen Zum ersten Mal öffnen sich die Türen des Rathauses Schöneberg für die Unternehmerinnenmesse des UTS. Rund 40 Freiberuflerinnen und Selbständige aus Tempelhof und Schöneberg präsentieren ihre Produkte und Dienstleistungen. In Workshops, Seminaren und Vorträgen können sich die Besucherinnen und Besucher über das Angebot informieren, mitmachen und diskutieren. Die Messe steht unter der Schirmherrschaft von Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler.

Weitere Infos: www.frauenunternehmen-messe.de .

Ort: Rathaus Schöneberg · John-F.-Kennedy-Platz

10820 Berlin

 

Lesung 15. März Freitag 20 Uhr (Eintritt frei)

Die undankbare Fremde Irena Brezná, in der Tschechoslowakei geboren, verschlägt es in die Schweiz, einen sicheren Hafen von bizarrer Saturiertheit, ein von Zäunen verstelltes Paradies voller Ordnungshüter und Kehrmaschinen – zu viel Widerspruch für ein Mädchen wie sie. Da bleibt nur noch die Rebellion. Amüsant, temperamentvoll und wunderbar ungerecht! Passend zur aktuellen Integrationsdebatte.

Ort: Mittelpunktbibliothek Schöneberg · Hauptstraße 40 10827 Berlin

 

Kiezspaziergang 16. März Samstag 14 Uhr (Umsonst & draußen)

Im Zeichen des Frauenmärzes Die Bezirksbürgermeisterin

Angelika Schöttler lädt zu einem rund 2stündigen Kiezspaziergang durch Schöneberg und Friedenau ein. Ausgehend vom Leuthener Platz führt die Route zu Orten, die einen Zusammenhang mit berühmten Frauen in unserem Bezirk haben, so u.a. Marlene Dietrich, Hildegard Knef, Annedore Leber. Auch der neue Ost-West- Grünzug und das Gelände um den Schöneberger Gasometer bieten Anlass für interessante Informationen.

Treffpunkt: Leuthener Platz · 10829 Berlin

 

Gedenken 16. März Samstag 15.30 Uhr (Umsonst & draußen)

Sternenkinder Mit ›Sternenkinder‹ werden liebevoll die Kinder bezeichnet, die still-, fehlgeboren oder mit weniger als 500 Gramm Geburtsgewicht sterben. Sie haben bis dato kein Recht auf einen Eintrag in das Personenstandsregister und damit auch kein Anrecht auf eine reguläre Bestattung. Sie sind Klinikmüll.

Auf dem Alten St.-Matthäus-Kirchhof bietet EFEU e.V. seit 2008 In den ›Gärten der Sternenkinder‹ Ruhe- und Gedenkstätten. Wir wollen diese bunten Stätten besuchen, uns informieren, verweilen.

Danach im Mausoleum berührende Klänge mit ›Liquid Soul‹: Beate Gatscha und Gert Anklam.

Treffpunkt: Alter St.-Matthäus-Kirchhof

Großgörschenstraße 12–14 · 10829 Berlin

 

Impro-Theater 16. März Samstag 20 Uhr (Eintritt frei)

drei – zwei – eins – los! Jeder Abend ein einmaliges

Erlebnis. Wir improvisieren vor Ihren Augen und mit Ihrer Hilfe. Sie locken uns aus der Reserve, Sie geben vor, was dann doch ganz anders kommt.

Die ImproTanten – 11 Kursteilnehmerinnen der VHS Tempelhof-Schöneberg: Bettina Sunderhoff, Conny Winter, Dorky Siegl, Heike Manleitner, Katharina Nedela, Laura Hahnenstein, Maike Hauschild, Petra Winkler, Regina Hermann, Stella Seitz, Ulrike Amoore

Der Pianist – Peter Bleckmann

Die Leitung – Dorothee Wendt

Eine Veranstaltung der VHS Tempelhof-Schöneberg

Ort: Theodor-Heuss-Saal · Rathaus Schöneberg

John-F-Kenedy-Platz · 10820 Berlin

 

Frauenmärzfrühstück 17. März Sonntag 10 Uhr (Fuffet 8,50 €, Getränke extra)

Mit dem Mattea B. haben sich Tanya Hackfort und Ellen Moroff einen Traum erfüllt. 45 Sitzplätze: kuschelig eng erwartet uns ein leckeres Buffet. Schwungvolle Unterbrechung mit Antje Rietz und Bettina Erchinger.

Platzreservierung: ute.knarr-herriger@ba-ts.berlin.

Ort: MATTEA B. · Frankenstraße 13 · Ecke Kyffhäuser Straße

10781 Berlin

 

Film 17. März Sonntag 16 Uhr (Eintritt frei)

Wüstenblume Die hübsche Somalierin Waris Dirie wird von dem Starfotografen Terry Donaldson entdeckt. Es folgt eine steile Karriere. Doch die junge Frau verbirgt ein tragisches Schicksal: Genitalverstümmelung. Es sprechen Vertreterinnen von Mama Afrika e.V., Terre des Femmes, Familien Zentrum Balance, sowie Jeanne-Martin Cissé.

Moderation Juliane Hielscher, ZDF

Ort: Varieté Salon · ufaFabrik · Viktoriastraße 10–18

12105 Berlin

 

Vernissage 21. März Donnerstag 19 Uhr (Eintritt frei)

Das Frauenmuseum Berlin e.V. Das Frauenmuseum Berlin e.V. zeigt künstlerische Positionen aus den Bereichen der Fotografie, Wandzeichnung, Grafik, Installation und Bildhauerei. Caroline Armand, Angela Bröhan, Judith Brunner, Jana Debrodt, Esther Glück, Andrea Golla, Harriet Groß, Susanne Kienbaum, Birgit Knappe, Rachel Kohn, Nina Neumeier, Ev Pommer, Annette Roch, Susanne Ruoff, Fiene Scharp, Anja Sonnenburg, Renate Wiedemann.

Montag bis Freitag 9–18 Uhr

Ort: Galerie im Rathaus Tempelhof · Tempelhofer

Damm 165 · 12099 Berlin

 

Kabarett Korsett 22./23. März Fr/Sa 20 Uhr/ 24. März So 16 Uhr (Eintritt frei)

WIR und andere Katastrophen Im 18. Bühnenjahr treffen die Damen vom Kabarett Korsett im ›Fundbüro‹ auf ›Lady DaDa‹, hoffen im ›Fliederbusch‹ auf ›das kleine Wunder‹, denn der ›Teufel‹ ist so ›Bella Bella‹.

Leitung: Dorothee Wendt. Eine Veranstaltung der

Albert-Einstein-Volkshochschule Tempelhof-Schöneberg.

Vorbestellungen Telefon 765 03 643 oder

frauenstimmen-online@gmx.de

Ort: Gemeinschaftshaus Lichtenrade · Lichtenrader Damm Ecke Barnetstraße · 12305 Berlin

 

Lesung 22. März Freitag 20 Uhr (Eintritt frei)

Auf & davon . . . ›Suche ins Ungewisse‹ Erwachsenwerden, die erste Liebe, die ersten Reisen ohne Eltern. Sich lösen. Die junge Frau nimmt ein Stipendium in Norwegen an. Findet sie, wonach sie sucht?

Evelyn Lenz hat ihr erstes Buch fertig geschrieben und wird es uns verraten.

Traum:Urlaub – Aber wie?‹ Mit diesem Buch halten Sie eine Art Schatzkarte für Ihren ganz persönlichen Traum:Urlaub in der Hand! In Interviews erzählen Prominente spannende Reiseanekdoten. Die Autorinnen Vivien Manazon und Petra Schwarz bringen Sie Ihrem Traum:Urlaub Seite um Seite ein Stück näher.

Ort: Bibliothek Rathaus Schöneberg

John-F.-Kennedy-Platz · 10820 Berlin

 

Kunstvergnügen 23. März Samstag 19 – 24 Uhr (Eintritt frei)

[grün.es|Eli´xier] in Partylaune Was für eine Verbindung: Kunst & Cocktailparty! Dieser Samstagabend gehört uns. Runter vom Sofa, rein in die Tanzschuhe und los geht es. Erleben, mitmachen, genießen. Das Atelier Natalis ist mit seinen Naturfarben dabei, Erica Freyer lockt mit ihren Tanzanimationen ... und nicht die Cocktails zu vergessen, mit und ohne Alkohol. Wir sehen uns?! Ladies only!

Ort: Nachbarschaftsheim · Schöneberg e.V. · Holsteinische Straße 30 · 12161 Berlin

 

Wendepunkte 24. März Sonntag 17 Uhr (Eintritt frei)

Lebenslinien ... Manchmal verlaufen sie kontinuierlich, lang(weilig) in eine Richtung, immer geradeaus – und dann gibt es die spannenden Momente! Erzählt von LIT, Tempelhofer Autorengruppe mit Helga Gensow, Rotraud Hellhake, Eva Jagnow, Evelyn Lenz, Ursula Schorsch,

Ute Seiderer, Ingrid Walter, Dr. Gerhard Weil, Käthe Wetzel

und Ute Malkowsky-Moritz Leitung und Moderation

Ort: Salon der Leo Kestenberg Musikschule

Alt-Mariendorf · 4312107 Berlin

 

Eigentümer wehren sich gegen Logistikzentrum an der Säntisstraße

Nach den Kleingärtnern an der Säntisstraße organisieren sich nun auch die Eigentümer der angrenzenden Grundstücke und Wohnungen und wollen sich gegen das mögliche Logistikzentrum wehren.

Foto von der Versammlung (Foto: HMGV)
Auf Einladung des Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümervereins Berlin-Lichtenrade e.V. kamen am Donnerstag Abend (14.02.2013) rund 150 Haus- und Wohnungseigentümer in  Kirchengemeinde Mariendorf Süd am Mariendorfer Damm.

Frank Behrend (Fotoarchiv: BerLi-Press)
Nach einer Einführung durch den Vorsitzenden Frank Behrend informierte Andreas Schwager vom Verein Grüner Säntispark e.V. die Anwesenden über den Hintergrund und den aktuellen Sachstand.

Andreas Schwager (Fotoarchiv: BerLi-Press)
So dann nahmen Vertreter des Bezirksamts Tempelhof-Schöneberg Stellung und beantworteten zahlreiche Fragen.

Wesentliches Problem für die Anwohner an der Säntisstraße, dem Richard-Tauber-Damm und den angrenzenden Wohnstraßen ist der zu erwartende zusätzliche LKW-Verkehr. Nach dem derzeitigen Stand ist von mehr als 30.000 zusätzlichen LKW-Fahrten pro Jahr auszugehen. Dies trifft auf das Unverständnis der Eigentümer, da überall versucht wird, Lärm- und Umweltbelastungen durch den Verkehr zu reduzieren, hier aber ohne Not über 30.000 LKW-Fahrten ins Stadtgebiet geholt werden. Auch sind die Straßen, die zu der zukünftigen Zufahrt an der Schwechtenstraße führen, für einen derartigen Verkehr nicht ausgelegt.

Am Ende der Veranstaltung waren die anwesenden Eigentümer einig, gemeinsam mit den Kleingärtnern sich gegen den Bau eines Logistikzentrum zu wehren. Über weitere Aktivitäten werden sich zeitnahe der Verein Grüner Säntispark e.V. und der Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümervereins Berlin-Lichtenrade e.V.verständigen. (HWGV)

Eine ausführliche Stellungnahme der Stadträtin Dr. Sibyll Klotz ist in der Internetzeitung nachzulesen:
http://weblog.lichtenrade-berlin.de/archive/2013/02/11/stadtr-tin-klotz-informiert-zur-situation-in-der-s-ntisstra-e.htm


Foto BerLi-Press

 

Elektrobuslinie oder Straßenbahn nach Lichtenrade

M 76 als Elektrobus nach Lichtenrade?

Am 12. Februar 2013 reichte die Fraktion der CDU in der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg einen Antrag ein, der die Einführung einer Elektrobuslinie nach Lichtenrade zum Gegenstand hatte. Der Antrag lautet: „ Die Bezirksverordnetenversammlung empfiehlt dem Bezirksamt, sich bei den Berliner Verkehrsbetrieben dafür einzusetzen, dass eine Elektrobusverbindung in Tempelhof-Schöneberg eingeführt wird. Hierbei soll auch geprüft werden, ob die Buslinie M76 zwischen U-Bahnhof Walther-Schreiber-Platz und dem S-Bahnhof Lichtenrade als Elektrobuslinie im Bezirk in Betracht käme.“

In der Begründung wird ausgeführt: „Voraussichtlich werden im Frühjahr 2014 die ersten BVG-Elektrobusse auf der Buslinie 147 zwischen Hauptbahnhof und Ostkreuz fahren. Die Busse werden ohne Oberleitung betrieben und gewähren eine schadstofffreie Personenbeförderung durch die BVG. Dieses Projekt wird durch das bundesweite Programm „Schaufenster Elektromobilität“ gefördert, mit dem die Hauptstadtregion eine Vorbildfunktion bei der Elektromobilität im öffentlichen Nahverkehr einnimmt.

Die Inbetriebnahme einer Elektrobuslinie in Tempelhof-Schöneberg wäre nicht nur ein Aushängeschild für Berlin, sondern auch für den Bezirk. Hierfür könnte die Buslinie M76 eine geeignete Strecke sein, um die Alltags- und Massentauglichkeit der Elektrobusse zu testen.“

Wieder eine Straßenbahn nach Lichtenrade?

Ein sicherlich interessanter Antrag der CDU, der auch für die zukünftige Entwicklung in der Lichtenrader Bahnhofstraße einen neuen Aspekt einbringt.

Ein weiterer Aspekt der Verkehrspolitik könnte nach Meinung des Autoren doch auch sein, dass wieder eine Straßenbahn nach Lichtenrade geführt wird. Ausgangspunkt wäre Alt-Mariendorf. Auf dem Mariendorfer und Lichtenrader Damm fuhr bis September 1961 die Straßenbahn 99 nach Lichtenrade. Der breite Mittelstreifen zeugt immer noch von der ehemaligen Straßenbahntrasse. Mit einigen innovativen Ideen, wie zum Beispiel die Engstelle in der Bahnhofstraße verkehrstechnisch zu überbrücken wäre, könnte für Lichtenrade etwas Altes wieder ganz Neu entstehen.

Kein Elektrobus, sondern eine Oldtimervariante....


früher fuhr hier die Straßenbahn

Thomas Moser (auch Fotos)

 

Unfall Groß-Ziethener Straße

Schon am 17. Januar 2013 ist eine 14-jährige Schülerin auf dem Schulweg, beim Überqueren der Groß-Ziethener Straße / Ecke Alt-Lichtenrade, von einem Pkw angefahren und schwer verletzt worden. Das Mädchen ist einen Tag danach an den Unfallfolgen gestorben. Der Baum am Straßenrand wurde zu einem kleinen Mahnmal. Die Anwohner sind immer noch entsetzt.

Ob der Unfall ursächlich mit dem Wasserrohrbruch an der Kreuzung und der Ampel zusammenhängt, die zeitweise außer Betrieb war, ist nach Informationen der Redaktion noch nicht geklärt. Offensichtlich wurde der Unfall nicht von Zeugen beobachtet. ToM

Foto: BerLi-Press

 

Immer noch Winter...


Der Interkulturelle Generationengarten "Blohmgarten" vom Nachbarschaftszentrum NUSZ immer noch im Winterschlaf. Dahinter entsteht ein Biotop mit NaturRanger Björn Lindner...

...noch nicht vor bei, der Winter. Aber Straßenschäden findet man in Berlin reichlich. Hier in der Blohmstraße von Lichtenrade: Stresstest für Autos und Fahrräder!

Fotos: Thomas Moser -BerLi-Press

 

TARGOBANK eröffnet neue Filiale in Berlin-Lichtenrade

Spende für das „Waschhaus“

Die TARGOBANK eröffnete in Anwesenheit von Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler in der Bahnhofstraße 15 in 12305 Berlin-Lichtenrade eine neue Niederlassung. Damit setzt die Tochter der französischen Genossenschaftsbank Crédit Mutuel ihre Expansionsstrategie fort und eröffnet die erste von zehn für 2013 vorgesehenen neuen Filialen in Deutschland.


R. Siebenäuger, W. Essmann, T. Sekula, A. Schöttler (v.lks.n.re)

Anlässlich der Neueröffnung einer Filiale in Lichtenrade hat die TARGOBANK eine Jugendeinrichtung im Ortsteil, nämlich das Waschhaus, mit einer Spende bedacht. Im Rahmen der Eröffnungsfeier übergab Tanja Sekula eine Spende über 1.500 Euro zugunsten des Waschhauses in Lichtenrade. Das Waschhaus ist ein pädagogisch betreuter Stützpunkt für Jugendliche, die im Wohngebiet durch Streetworker betreut werden. „Diese Unterstützung kam gerade zur rechten Zeit. Die angespannte finanzielle Situation des Waschhauses hatte keine der dringend benötigten Anschaffungen mehr zugelassen. Das Geld, das etwa zum Kauf neuer Einrichtungsgegenstände notwendig ist, steht nun durch diese Spende zur Verfügung“, sagte Willy Essmann, Projektleiter von Outreach Mobile Jugendarbeit Berlin.

In Zeiten, in denen sich viele Banken aus dem Filialgeschäft zurückziehen, investieren wir gegen diesen Trend und eröffnen bundesweit neue Filialen“, sagt Vertriebsdirektor René Siebenäuger. „Außerdem modernisiert die TARGOBANK das bestehende Filialnetz. Neben Erweiterungen zählen dazu auch Umzüge an kundenfreundlichere Standorte.“

In der Hauptstadt ist die Düsseldorfer Privatkundenbank nun mit 25 Filialen vertreten. Die Kundenberater der TARGOBANK betreuen im Großraum Berlin derzeit rund 215.000 Kunden. „Viele Kunden informieren sich heutzutage im Internet über Konditionen, doch die große Mehrheit legt weiter Wert auf die persönliche Beratung in der Filiale“, sagt Tanja Sekula, Filialleiterin in Lichtenrade. „Mit unserer neuen Niederlassung bekennen wir uns zum Standort Berlin und wollen unsere Position als Hausbank für Privatkunden festigen“, so Sekula.

Das Team in der Filiale in Lichtenrade
Die neue Filiale in der Bahnhofstraße verfügt über eine gute Verkehrsanbindung. Auf mehr als 320 Quadratmetern Fläche können Kunden Girokonten und Sparbücher eröffnen, Kredite aufnehmen und sich in Vermögensfragen beraten lassen. „Wir freuen uns, dass wir die rund 3.000 Kundinnen und Kunden, die wir bislang schon in Lichtenrade haben, nun auch vor Ort betreuen können. Mit diesen großzügigen Räumlichkeiten schaffen wir die räumlichen Voraussetzungen, noch mehr Kundinnen und Kunden zu gewinnen und noch mehr Kundenberater einzustellen“, so Sekula weiter.

 

Stadträtin Klotz informiert zur Situation in der Säntisstraße

Unter der Überschrift „Eigentümer gegen Logistikzentrum an der Säntisstraße“ informierte der Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümervereins Berlin-Lichtenrade e.V. in einer Pressemitteilung über Bauvorbescheide für ein Logistikzentrum in der Säntisstraße. Es werden zukünftig, sofern diese Planungen Wirklichkeit werden, 30.000 LKW-Fahrten pro Jahr erwartet. Der Eigentümerverein lädt zu diner Versammlung der Einwohner am 14. Februar um 19 Uhr in der Kirchengemeinde Mariendorf Süd (12107 Berlin, Mariendorfer Damm 342) ein. (Link zur Pressemitteilung: http://weblog.lichtenrade-berlin.de/archive/2013/02/04/eigent-mer-gegen-logistikzentrum-an-der-s-ntisstra-e.htm

Nunmehr informiert die zuständige Stadtentwicklungsstadträtin, Dr. Sibyll Klotz, vorab über den Stand in der Säntisstraße:

Die Anwohnerinnen und Anwohner in der Umgebung der Grundstücke Säntisstraße 89 und 95-129 sowie die Pächterinnen und Pächter der Kleingartenkolonie (diese über ihren Vorstand) werden am kommenden Wochenende über den Sachstand bezüglich der Planungen für das Gelände der Kleingartenkolonie Säntisstraße aus Sicht des Bezirksamtes in Form einer Hauswurfsendung informiert. Dabei sind zur planungsrechtlichen Beurteilung des Gebietes Stellungnahmen des Rechtsamtes, der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt sowie des Eisenbahn-Bundesamtes herangezogen worden. Auch der aktuelle Stand der eingegangenen Bauanträge und der Anträge auf Vorbescheide wird dargestellt.

Sibyll Klotz , Bezirksstädträtin für Gesundheit, Soziales, Stadtentwicklung
wirbt mit dieser Information um Verständnis dafür, dass der Bezirk nicht anders handeln konnte und verspricht, eingehende Bauanträge einer genauen Prüfung unter Einbeziehung des Umwelt- und Naturschutzamtes sowie des Tiefbauamtes zu unterziehen.

Der vollständigen Text des Informationsschreibens wird im folgenden veröffentlicht:

Sehr geehrte Pächterinnen, sehr geehrte Pächter,

sehr geehrte Anwohnerinnen und Anwohner,

in den letzten Wochen konnten Sie in der lokalen Presse die Berichterstattung über das Gelände Säntisstraße 95-129 mit der Kleingartenkolonie sowie dem Grundstück Säntisstraße 89 verfolgen. Um irreführende Informationen zu korrigieren, möchte ich Sie mit diesem Brief über den aktuellen Sachstand zu den beiden Grundstücken informieren.

Die Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg hat im Februar 2010 ihren Willen bekundet, die Kleingartenanlage Säntisstraße zu erhalten. Das Bezirksamt ist dabei aufgefordert worden, gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung im Rahmen des geltenden Rechts auf eine langfristige Sicherung der Kleingartenanlage hinzuwirken. In der Sitzung des Stadtenwicklungsausschusses im November 2012 ist das Bezirksamt ersucht worden, eine erneute rechtliche Prüfung der planungsrechtlichen Situation im Bereich der Eisenbahnlandwirtschaft Säntisstraße durch das Rechtsamt zu veranlassen. Dabei sollte insbesondere geprüft werden, welche rechtlichen Mittel zur Verfügung stehen, um die bestehende Kleingartenkolonie dauerhaft zu sichern, ohne Schadensersatzpflichten für den Bezirk zu provozieren.

Die Prüfung des Rechtsamtes hat Folgendes ergeben:

    1) „Ein Antrag nach § 23 Allgemeines Eisenbahngesetz (AEG) setzt die Eisenbahnbetriebsbefangenheit des Flurstücks 1164 voraus, die nach bisherigen Ermittlungen eindeutig nicht gegeben ist. Hiervon gehen übereinstimmend das Bezirksamt … und die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung sowie das Eisenbahnbundesamt aus.“

    2) „Eine dauerhafte Sicherung der Kleingartenanlage ist nur im Wege der Bauleitplanung möglich, namentlich durch Festsetzung einer Grünfläche mit der Zweckbestimmung Dauerkleingärten (§ 9 Nr. 15 BauGB) in einem Bebauungsplan. Diese Möglichkeit hat das Bezirksamt jedoch nicht, weil der Flächennutzungsplan dort eine gewerbliche Baufläche darstellt und Bebauungspläne nach § 8 Abs. 2 S. 1 BauGB zwingend aus dem Flächennutzungsplan zu entwickeln sind.“

    Ergänzend hierzu hat das Bezirksamt die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt bezüglich einer Änderung des Flächennutzungsplans angeschrieben. Diese lehnt gegenwärtig eine Änderung ab. „Die Fläche ist im gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Wirtschaft erarbeiteten und vom Senat beschlossenen Stadtentwicklungsplan Industrie und Gewerbe als Entwicklungsgebiet für den produktionsgeprägten Bereich (EpB-Gebiet) ausgewiesen. Hierbei handelt es sich um eine ca. 10 ha gewerbliche Potenzialfläche innerhalb eines großflächigen, zusammenhängenden Gewerbebandes entlang der Dresdner Bahn“, heißt es zur Begründung.

    Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass die Bezirksverordnetenversammlung im Jahr 2005 einen Beschluß gefasst hat, der im betreffenden Gebiet gewerbliche bzw. industrielle Nutzungen auch weiterhin festgeschrieben hat. Dieser Beschluß wurde im Rahmen der Überführung des B-Planes XIII-B1, eines generellen Bebauungsplanes (B-Planes), der die meisten Gewerbe- und Industriegebiete im Alt-Bezirk Tempelhof, auf die Baunutzungsverordnung 1990 umstellte, getroffen.

    Auch das Eisenbahn-Bundesamt ist nochmals bezüglich einer Eisenbahnbetriebsbefangenheit angeschrieben worden. In der Antwort von Dezember 2012 heißt es, „dass nach den Erkenntnissen des Eisenbahn-Bundesamtes das Flurstück 1164 niemals Bahnbetriebszwecken gedient hat. Daher unterliegt das Flurstück der kommunalen Planungshoheit.“

    Diese Aussagen bestätigen die Erkenntnisse, die das Bezirksamt seit 2010 für das Grundstück der Kleingartenanlage gewonnen und nach denen es gearbeitet hat. Eine langfristige Sicherung der Kleingartenanlage war und ist dem Bezirksamt aufgrund der planungsrechtlichen Situation nicht möglich. Eine entsprechende Information der BVV ist u.a. im Rahmen der Beantwortung einer Mündlichen Anfrage in der Sitzung der BVV am 31.08.2011 erfolgt.

    Nach der Willensbekundung der Bezirksverordnetenversammlung zum Erhalt der Kleingartenkolonie vom Februar 2010 hat das Bezirksamt in mehreren Gesprächsterminen versucht, zwischen dem neuen Eigentümer des Geländes und den Vertreterinnen und Vertretern der Kolonie zu vermitteln, um so den Verkauf des Geländes an die KleingärtnerInnen zu ermöglichen. Am Ende sind diese Gespräche jedoch offenbar an den Preisvorstellungen des Investors gescheitert.

    Aufgrund der planungsrechtlichen Grundlage für die genannten Grundstücke, ist es dem Stadtentwicklungsamt nicht möglich gewesen, alle gestellten Vorbescheidsanträge negativ zu bescheiden. Seit 2009 sind für das Grundstück Säntisstraße 95-129 insgesamt 7 Vorscheidsanträge gestellt worden.

    Ein Antrag ist negativ beschieden worden, zwei weitere Anträge sind zuständigkeitshalber an die Senatsverwaltung überwiesen worden. Für einen weiteren Antrag ist gegen die Rückstellung des Antrags Widerspruch eingelegt worden. Eine endgültige Entscheidung liegt hier noch nicht vor.

    Für insgesamt 3 Anträge sind Vorbescheide erlassen worden. Diese sind 3 Jahre gültig, so dass der jüngste Vorbescheid noch eine Gültigkeit bis 2015 hat, die beiden anderen in 2013 auslaufen. Diese Vorbescheide bedeuten jedoch nicht, dass auf dem Gelände mit dem Bau begonnen werden kann, denn ein dafür notwendiger Bauantrag liegt bisher nicht vor. In einem Vorbescheid werden lediglich die von den antragstellenden Personen gestellten Einzelfragen beschieden. Bei den erteilten Vorbescheiden ging es jeweils nur um planungsrechtliche Fragen, die aufgrund der Ausweisung des Geländes als Gewerbe- und Industriegebiet (gewerbliche Wachstumsreserve) positiv zu bescheiden waren. Fragen zu Lärm- und Umweltbeeinflussungen waren wegen der Fragestellung nicht zu berücksichtigen. Diese müssten im Rahmen eines Bauantrages ebenso geklärt werden wie die Frage, über welche Straße die Grundstücke erschlossen werden würden. Erst im Anschluss könnte eine Baugenehmigung erfolgen, die dann mit entsprechenden Auflagen versehen werden würde. Auf Erteilung der Baugenehmigung besteht allerdings für den Eigentümer ein Rechtsanspruch.

    Für das Grundstück Säntisstraße 89 sind bereits Bauanträge gestellt worden, von denen zwei positiv beschieden worden sind, ein weiterer Antrag befindet sich momentan in der Prüfung. Vor Erteilung der Baugenehmigungen sind Stellungnahmen des Umwelt- und Naturschutzamtes sowie des Tiefbauamtes eingeholt worden. Die beschiedenen Bauanträge enthalten aufschiebende Bedingungen. Ein Baubeginn, der dem Stadtentwicklungsamt auch angezeigt werden muss, kann somit bisher nicht erfolgen. Ungeachtet hiervon sind genehmigungsfreie Arbeiten, wie Abrissarbeiten und sog. bauvorbereitende Maßnahmen möglich.

    Planungsrechtlich ist ein ca. 50m breiter Streifen entlang der Säntisstraße als Gewerbegebiet ausgewiesen. Erst das Gebiet dahinter zur Schwechtenstraße hin ist Industriegebiet. Somit ist direkt an der Säntisstraße nur die Unterbringung von nicht erheblich belästigenden Gewerbebetrieben zulässig. Hierzu gehören u.a. auch Geschäfts-, Büro- und Verwaltungsgebäude.

    Ich kann verstehen, wenn Sie mit dem Ergebnis dieser Entwicklung unzufrieden sind, bitte Sie aber auch um Verständnis dafür, dass der Bezirk im Rahmen des geltenden Rechts nicht anders handeln konnte. Dass Ihnen dies nicht schon früher in dieser Deutlichkeit mitgeteilt und falsche Hoffnungen bei Ihnen geweckt wurden, bedauere ich. Ich möchte Ihnen aber versichern, dass vor Erteilung einer Baugenehmigung eine genaue Prüfung des geplanten Bauvorhabens unter Einbeziehung des Umwelt- und Naturschutzamtes sowie des Tiefbauamtes erfolgt, weil sich die Verwaltung ihrer Verantwortung für die Lebens- und Wohnqualität in dem angrenzenden Wohngebiet bewusst ist.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sibyll Klotz




    Fotos: Thomas Moser

 

Wildschweine am Stadtrand

Wildschweine sind auch „nur“ Tiere! Gefahr für Hunde!

Im Randbereich von Marienfelde und Lichtenrade hat der Stadtjäger Wildschweinspuren gesichtet. Dies kann NaturRanger Björn Lindner, von der Naturschutzwacht des Bezirkes Tempelhof-Schöneberg, bestätigen. Auch er ist auf seinen Touren schon auf Spuren gestoßen.

Björn Lindner schüttelt über achtlose Hundebesitzer seinen Kopf, die ihre Vierbeiner auf dem Feld und am ehemaligen Grenzstreifen unangeleint herumlaufen lassen. „Es ist ganz unvernünftig!“ So ist erst am Neujahrsmorgen der NaturRanger von der Polizei gerufen worden. Ein freilaufender Hund hat im Bereich vom Kirchhainer Damm einen Rehbock gerissen, dass dann qualvoll gestorben ist.

Der NaturRanger appelliert an die Vernunft der Hundebesitzer, dass die Tiere angeleint bleiben müssen. Lindner macht deutlich, dass es aber auch für die Hunde eine große Gefahr ist, da sie von Wildschweinen ohne Probleme gerissen werden können. Die Hunde gehen ihrem Jagdinstinkt nach, wenn sie auf Wildschweinfährten stoßen. Die Wildschweine fühlen sich dann angegriffen und verteidigen ihre Jungen. „Die Hunde ziehen jedoch garantiert den Kürzeren,“ weiß Lindner zu berichten.


Wildschwein - hier im Gehege im Volkspark Jungfernheide

Wenn Keiler und Bache ihre Frischlinge verteidigen, kennen sie kein Halt. Für Lindner ist es wichtig darauf hinzuweisen, dass auch die Wildschweine eine Daseinsberechtigung haben. Die Wildschweine sind in einer ganz normalen Population vorhanden und es gäbe keinen Grund diese zu jagen. Lindner kann es nicht oft genug betonen: „Die Menschen müssen nur etwas vernünftig sein und ihre Hunde anleinen!“ Auch betont Lindner, dass man kein Futter für die Tiere liegenlassen und sie auch nicht direkt füttern darf: „Sie finden in der Natur genug Nahrung!“

Wenn Menschen auf Wildschweine, besonders mit Frischlingen, stoßen sollten, empfiehlt Björn Lindner „Ruhe zu bewahren!“ Im Zweifel sollten sie dann die Nahrung, wenn sie welche dabei haben, ablegen und sich langsam zurückziehen.

In Wikipedia heißt es: „ Die Anpassungsfähigkeit der Wildschweine zeigt sich besonders deutlich in Berlin. Wildschweine haben sich dort die stadtnahen Wälder als Lebensraum erobert und dringen heute auch in die Vorstädte ein.“ Zu Wildtieren im Stadtgebiet gibt es eine ausführliche Website von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt (Link siehe unten). Auf der Internetseite findet man interessante Informationen, Tipps und Rat, wenn man zum Beispiel auf Wildschweine stößt. Björn sagt zu, dass er und der Stadtjäger „die Wildschweine im Auge behalten werden“.

Björn Lindner ist der einzige NaturRanger in Berlin. Es ist erst kürzlich darüber berichtet worden, dass nach einer großen Öffentlichkeitskampagne die Finanzierung von Lindners Arbeit vom Umweltstadtrat, Oliver Schworck (SPD), für die nächsten Jahren gesichert werden konnte.

Thomas Moser (auch Fotos)

http://www.berlin-marienfelde.de/natur/index.shtml

http://www.stadtentwicklung.berlin.de/forsten/wildtiere/

 

Bericht in der Berliner Morgenpost zur 3. Standortkonferenz

In der Berliner Morgenpost - Online wurde bei den Leserreportern der Bericht zur 3. Lichtenrader Standortkonferenz soeben freigeschaltet: http://bezirke.morgenpost.de/tempelhof-schoeneberg/nicht-kleckern-klotzen-

Klicks, Links und Votes, wie immer, gerne gesehen :-)

In der aktuellen Berliner Woche finden Sie auch einen Bericht!

 

Eigentümer gegen Logistikzentrum an der Säntisstraße

Pressemitteilung vom Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümervereins Berlin-Lichtenrade e.V.

Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg hat für die Grundstücke der Kleingartenkolonie an der Säntisstraße in Marienfelde Bauvorbescheide für ein Logistikzentrum erteilt.  Demnach sind zukünftig zusätzlich rund 30.000 LKW-Fahrten pro Jahr im Bereich Richard-Tauber-Damm und Säntisstraße zu erwarten.

Nach dem Widerstand der Kleingärtner organisieren sich nun auch die Eigentümer der angrenzenden Grundstücke und Wohnungen und wollen sich gegen das Logistikzentrum wehren. „Es kann nicht sein, dass wir überall versuchen , Lärm- und Umweltbelastungen zu reduzieren, uns dann aber ohne Not 30.000 LKW-Fahrten ins Stadtgebiet holen.“ so Frank Behrend, Vorsitzender des Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümervereins Berlin-Lichtenrade e.V., der auch viele Eigentümer in Marienfelde und Mariendorf vertritt.

Um über das Bauvorhaben und dessen Auswirkungen zu informieren, lädt der Verein die Anlieger für Donnerstag, 14. Februar 2013 um 19 Uhr in die Kirchengemeinde Mariendorf Süd (12107 Berlin, Mariendorfer Damm 342) ein. Eingeladen sind Andreas Schwager von Verein Grüner Säntispark e.V. und ein Vertreter des Bezirksamts Tempelhof-Schöneberg.

 
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