Neue Berichte freigeschaltet!

Hier sind neue Berichte in der Berliner Morgenpost -online-:

Zur Situation rund um den Weihnachtsmarkt in der Bahnhofstraße: http://bezirke.morgenpost.de/tempelhof-schoeneberg/die-aktionsgemeinschaft-bahnhofstrasse-gibt-auf und

und zu einer Kids-Ausstellung von Mariendorfer Schülern: http://bezirke.morgenpost.de/tempelhof-schoeneberg/mariendorfer-schueler-erkunden-ihren-kiez

Wie immer, verlinken, klicken und voten erfreut den Autoren :-) !!!

 

Das Waschhaus muss weiterleben!

Die gut besuchte Lichtenrader Jugendeinrichtung „Waschhaus“ soll künftig Miete bezahlen und keiner weiß, wie das zu finanzieren ist.

Mitten im Lichtenrader Nahariyakiez, im Volksparkviertel, befindet sich die Jugendeinrichtung in einem flachen Bungalow. Früher war hier auch ein richtiges Waschhaus, das aber seit Jahren für Familien- und Jugendarbeit genutzt wird.

Das Waschhaus bei der Sommertour von Marijke Höppner.
Seit 8 Jahren hat das Projekt „Outreach“ das Waschhaus als Stützpunkt und Anlaufstelle besonders für Jugendliche im Alter von 13 bis 21 Jahren. Träger von Outreach ist die GskA (Gemeinnützige Gesellschaft für sozial-kulturelle Arbeit).

Das Nachbarschaftszentrum NUSZ war bislang Hauptmieter der Einrichtung und musste nur Betriebskosten bezahlen, die sich die Träger aufgeteilt haben.

Eigentümer des Waschhauses ist die Wohnungsbaugesellschaft GSW, die die Wohnanlage von der evangelischen Kirche übernommen hatte. Bis Dezember gelten noch die alten Konditionen für die Nutzung des Gebäudes. Dieser Bestandschutz ist ausgelaufen und nun werden für die 120 quadratmetergroße Immobilie im Jahr knapp 6.000 Euro Miete fällig und keiner weiß, woher das Geld kommen soll.

Tabea Witt arbeit im Waschhaus und findet den Standort ideal für die Jugendlichen: „Das Waschhaus ist wie die verlängerte Straße.“ Die Einrichtung bietet hier überwiegend ganz niedrigschwellige mobile Jugendarbeit an.

Sie waren bei der JHA-Sitzung auch dabei: Pädagogische Sachbearbeitung Beatrix Veenhoven, Regionalleiterin Jugendamt Irmgard Beckmann, Tabea Witt von Outreach und Willy Eßmann (Geschäftsführung GskA)
„Das Waschhaus muss weiterleben!“ So und so ähnlich waren die Meinungen aller Fraktionen in der Sitzung vom Jugendhilfeausschuss in Tempelhof-Schöneberg am 28. November 2012. Jugendamtsleiter Wolfgang Mohns sieht die dringende fachliche Notwendigkeit dieser Einrichtung in Lichtenrade, sieht aber im Haushalt des Jugendamtes keinen Spielraum. Von allen Fraktionen wird ausdrücklich die Arbeit von Outreach gelobt. Hier werden Jugendliche mit den verschiedensten kulturellen Hintergründen angesprochen. Die Regionalleiterin vom Jugendamt, Irmgard Beckmann, erläuterte eindrucksvoll die auffälligen Sozialdaten in diesem Kiez. Regelmäßig sind in den Gruppen rund 65 Jugendliche, die oft aus Familien mit schwierigen finanziellen Verhältnissen kommen.

Das Waschhaus liegt mitten im Hochhausviertel und ist kaum zu finden. Die Kinder und Jugendlichen wissen aber ganz genau, wo ihre Einrichtung ist und besuchen sie auch gerne. Hier treffen sich Gruppen, es gibt ein Bandprojekt und es wird auch ein Hallenfußballprojekt betreut. Positive Eindrücke hatte auch die Jugendhilfevorsitzende Marijke Höppner (SPD) bei ihrer Sommertour durch die Einrichtungen im Bezirk gewonnen. Im Gespräch mit einer Jugendlichen wurde deutlich, dass die Schließung des Waschhauses „dramatisch für diesen Kiez“ wäre. Die Jugendliche sagte der JHA-Vorsitzenden: „Das Waschhaus war in einer schwierigen Lage sehr wichtig für mich!“

Der JHA tagte diesmal im Drugstore in der Potsdamer Straße.
Im Jugendhilfeausschuss wurde von allen Seiten die soziale Verantwortung der GSW betont. Deutlich wurde auch, dass die geforderte Miethöhe von der GSW schon ein Entgegenkommen zu den ursprünglichen Forderungen ist. Dies wurde aber nicht als ausreichend angesehen, zumal auch ein Großteil der Nutzer direkt bei der GSW wohnen und „Outreach“ für ein gutes Wohnumfeld eine wichtige Arbeit leistet.

Auch der Jugendstadtrat Oliver Schworck (SPD) will alles tun, damit die Arbeit an dieser Stelle weitergehen kann. Der Jugendhilfeausschuss hat sich einvernehmlich darauf verständigt, dass sie mit Unterstützung der Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD) einen Brief schreiben werden und Kontakt zur GSW aufnehmen. Die Wohnungsbaugesellschaft GSW soll ausdrücklich auf die soziale Verantwortung hingewiesen werden und um die weitere mietfreie Überlassung des Waschhauses gebeten werden.

Thomas Moser (auch Fotos)

 

Weihnachtsmärkte 2012 in Lichtenrade und Marienfelde

Was ist in der Adventszeit los in Lichtenrade? ... leider vorbei...jetzt nach Marienfelde (siehe unten)!

- Weihnachtsmarkt in der Bahnhofstraße am 1., 8., 15. und 22. Dezember (jeweils zwischen 11 bis 20.30 Uhr) - LINK -

- 2.12.: Lichtermarkt (nicht kommerziell!) am 2. Dezember von 13  bis 19 Uhr (Dorfteich Lichtenrade) - LINK -

- 2.12.: Tag der offenen Tür im "Jugendcafé am Dorfteich" mit leckeren Waffeln, Hamburgern u.a. - LINK -

- 2.12.:  Eröffnung der Tanzschule Laurana im Alten Dorfkrug, Alt-Lichtenrade 112, Sektempfang im historischen Ambiente (13-20 Uhr) - LINK -

- 1. und 2. 12.: Reisel´s Weihnachtsmarkt (am Familienrestaurant), Alt-Lichtenrade 83,  von 13 - 20 Uhr (bislang nicht bestätigt) - LINK -

- 1.12.: Klein, aber fein...Familie Kelb, Goethestraße 29 (Lichtenrade), kleiner Weihnachtsmarkt am Privathaus zu Gunsten der Lichtenrader Suppenküche - LINK -

in Marienfelde ist am 2. Adventswochenende viel los:

- 7.-9.12.: Weihnachtsmarkt auf dem Bauernhof von Lehmann - LINK -

- 7.-9.12.: Weihnachtsmarkt an der Dorfkirche - LINK -

- 7.-9.12.: Weihnachtsmarkt am Haus der Ideen - LINK -

- 9.12.: Weihnachtsmarkt vom TSV Marienfelde - LINK -

alles in Alt-Marienfelde, ganz "dichte bei"

Ich wünsche Ihnen eine schöne Adventszeit! Thomas Moser


Foto: Lichtermarkt am Dorfteich Lichtenrade (BerLi-Press)

 

Festakt für ehrenamtliche Helfer aus Tempelhof-Schöneberg –handschriftliche Einladung inklusive!

Es ist so etwas wie eine kleine Tradition, dass für die fleißigen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die sich jahrelang in Familien, Kitas, Schulen und Projekten um Kinder kümmern, am Jahresende ein feierlicher Festakt stattfindet. Das Gemeinschaftshaus Lichtenrade war auch in diesem Jahr wieder der Rahmen für die liebevoll durchgeführte Feier des Jugendamtes Tempelhof und des Nachbarschaftszentrum Schöneberg.

Die Ehrenamtler werden über mittlerweile 34 Jahre von einem engagierten Sozialarbeiter aus dem Tempelhof-Schöneberger Jugendamt, Walter Strutz, für diese Arbeit angeworben und betreut.

Der vor einem Jahr pensionierte Strutz kümmert sich jetzt weiter für das Nachbarschaftszentrum Schöneberg, in Kooperation mit dem Jugendamt, um die „Helden im Alltag.“

Übrigens, wann haben Sie die letzte handschriftlich geschriebene Einladung erhalten? Walter Strutz lädt die Gäste in einer ganz individuellen handschriftlichen Form „zu einem harmonischen Abend“ ein und die Gäste freuen sich schon immer über die Einladung und über das Fest.

Viel Kultur wurde auch dieses Jahr wieder geboten.



Ein klassisches Trio versetzte die Gäste in eine fast vorweihnachtliche Stimmung, das Zander-Bläserensemble interpretierte lautstark und auch gefühlvoll Beatles-Songs und eine junge Frau, Eva Marie Hille, stellte eigene Lieder mit schöner Stimme und Gitarre vor.


Der kulturelle Höhepunkt waren sicherlich Ausschnitte der a-capella-Show von „Absolutely Unterhaltsam.“ Unter dem Motto „Komm Du erst mal in unser Alter“ wird hochklassige Gesangskunst gepaart mit einer unendlichen Spielfreude. Konstanze wird besungen, Facebook auf die Schippe genommen und Peter Maffay neu interpretiert. Ein umfangreiches Repertoire hat der gemischte Chor zu bieten. Das Festpublikum ist begeistert und zeigt dies durch ihren kräftigen Applaus.

...25 Jahre dabei! Jugendamtsleiter Wolfgang Mohns (lks) sagt DANKE!
Zu dieser besonderen Veranstaltung gehört es, dass den ehrenamtlichen Jubilaren gedankt wird. Ob sie 5 Jahre, 10 Jahre oder sogar 25 Jahre dabei sind, der Jugendamtsleiter Wolfgang Mohns bedankt sich für die engagierte Arbeit und überreicht kleine Geschenke. Heute werden rund 10 Personen besonders geehrt. Insgesamt sind für den Bezirk für diese Aufgaben 88 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer tätig, die 221 Kinder in circa 34.000 Stunden betreuen.

Diese beeindruckenden Zahlen gibt der Jugendstadtrat Oliver Schworck (SPD) in seiner Festansprache bekannt und kann diesen Umfang selbst kaum glauben: „Der Bezirk sagt Danke!“ Schworck wies auf die Vielfalt der ehrenamtlichen freiwilligen Arbeiten hin, die auch an vielen anderen Stellen der Gesellschaft stattfindet. „Bürgerschaftliches Engagement stellen wir heute besonders in den Mittelpunkt,“ führt der Stadtrat weiter aus und erzählt von der Betreuung in den Familien, die Begleitung von Kindern zur Schule und von der Unterstützung bei den Hausaufgaben.


Oliver Schworck und Wolfgang Mohns freuen sich..
.
Jugendamtsstadtrat Oliver Schworck und Jugendamtsleiter Wolfgang Mohns bedanken sich auch für die beeindruckende Arbeit von Walter Strutz, der mit viel Liebe einen außergewöhnlichen Einsatz für „seine“ Ehrenamtler bringt.

Walter Strutz ist gerührt und findet diese öffentliche Aufmerksamkeit etwas unangenehm. Er bedankt sich in seiner ganz individuellen und besonderen Art dafür, dass er „auf dem Acker des ehrenamtlichen Engagements“ tätig sein darf.

Die Veranstaltung bietet viel Raum für Gespräche und neue Kontakte. Nach den Ansprachen war der Sturm auf das leckere Buffet nicht mehr zu stoppen. Michael Lindner, von Butter Lindner, hat einen Teil davon gesponsert und nimmt auch gerne regelmäßig an den Veranstaltungen teil. Übrigens, erst kürzlich wurde Butter Lindner von den Lesern der Berliner Morgenpost für die beste Anzeige des Jahres 2012 (Die neue Lindner Funky Town Kollektion) geehrt.

Für die Festgäste war der feierliche Abend eine gelungene Veranstaltung. Eine Besucherin drückte es so aus: „Ich freue mich schon riesig auf die Feier im nächsten Jahr!“

Thomas Moser (auch Fotos)

Link zum Bericht in der Berliner Morgenpost:
http://bezirke.morgenpost.de/tempelhof-schoeneberg/festakt-fuer-ehrenamtliche-helfer-des-jugendamtes

Es sind wieder Klicks, Links und Votings "erlaubt" und erwünscht! ;-)

Link zum Bericht in KiTS, der Zeitung vom Jugendamt Tempelhof-Schöneberg:

http://kits-zeitung.de/?p=786

Links:

http://www.absolutely-unterhaltsam.de

http://www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg/ehrenamt/index.html

https://www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg/organisationseinheit/jugend-familie/ehrenamt.html

 

 

 

Mit schwerem Gerät der Natur auf die Sprünge helfen!

Schweres Gerät und Motorenbrummen hinter dem Interkulturellen Garten am Ende der Lichtenrader Blohmstraße. Wer macht sich hier zu schaffen am kleinen Biotop am Rande von Lichtenrade?

Wenn man näher ran geht, hat man ihn auch bei leichtem Nebel an diesem Herbsttag erkannt. Der Naturranger Björn Lindner, mit seiner robusten Arbeitsjacke und mit einem Arbeitsschutzhelm, macht sich hier an dieser Oase zu schaffen. Das Biotop soll noch vielfältiger werden und dafür sind diese Arbeiten mit den schweren Geräten notwendig.


Das Technische Hilfswerk (THW) ist Björn Lindner zur Seite gesprungen und hilft ihm bei den umfangreichen Arbeiten. Andererseits können solche Einsätze vom THW gut zur Übung mit den großen Maschinen genutzt werden. Die Männer von der „Fachgruppe Räumen“ freuen sich mal über so einen Einsatz in der freien Natur.

Wir berichteten von den Bemühungen des Naturrangers aus der Naturschutzstation in Marienfelde, dass er hier ein Biotop für Menschen und Tiere, eine Art „Autobahn der Natur“ anlegen möchte. Vor wenigen Tagen kam die erfreuliche Nachricht, dass die Stelle dieses engagierten Naturrangers für circa drei Jahre gerettet wurde. Der zuständige Umweltstadtrat Oliver Schworck (SPD) ist erleichtert, dass die Arbeit von Björn Lindner weiter gehen kann. Übrigens ist der NaturRanger aus Marienfelde der einzige Ranger dieser Art in Berlin.

Zurück zu dem Biotop in der Nähe des ehemaligen Grenzstreifens.

Björn Lindner erklärt, dass diese Arbeiten für die Natur notwendig sind. Der Kompostboden, der jetzt teilweise für eine sumpfige Fläche verantwortlich ist, ist schlecht für das Gewässer und muss nach und nach mit Sand und Steinen gemischt werden.

Die ersten groben Arbeiten kann man jetzt gut in dieser Jahreszeit durchführen. Geplant sind hier, nach und nach, noch weitere Maßnahmen. Gerade letzte Woche hat Bauer Wiese aus Marienfelde Teile der Fläche gemäht, die später für eine Streuobstwiese dienen soll.

In diesem Gebiet tummeln sich schon jetzt Zauneidechsen, der Neuntöter (der Vogel wird auch Rotrückenwürger genannt) und der Moorfrosch. Diese Fläche ist ein wichtiges Scharnier zwischen der Großstadt und dem Umland und soll weiter, im Sinne des Natur- und Umweltschutzes, genutzt werden! Auf dieser Fläche wurde schon ein geschütztes Ersatzhabitat für Zauneidechsen angelegt, die an einer anderen Stelle für den Bau von Reihenhäusern weichen mussten.

Björn Lindner zeigte eine weitere Fläche, ein Stück hinter dem Grenzstreifen, wo auch Rodungen erfolgten. Die Berliner Stadtgüter werden hier umfangreiche Ersatzpflanzungen für andere Maßnahmen vornehmen. Somit wird auch dieses Stück Natur aufgewertet.

Die Lichtenrader brauchen keine Angst haben, dass hier negative Eingriffe in die Natur erfolgen!

Thomas Moser

 

 

Neuer Artikel für die Berliner Morgenpost

Der Leserreporter Thomas Moser hat mal wieder einen neuen Beitrag in der Berliner Morgenpost veröffentlicht:

Eine echte Lichtenrader Pflanze - die Chronistin der John-Locke-Siedlung

Doris Herrmann lebt seit Jahren gern in Lichtenrade und dokumentiert Geschehnisse in ihrem Kiez.

Hier zum Lesen klicken: LINK
http://bezirke.morgenpost.de/tempelhof-schoeneberg/eine-echte-lichtenrader-pflanze-die-chronistin-der-john-locke-siedlung

Ich freue mich -wie immer- über Klicks, Klicks, Links, Weiterempfehlungen und Facebook-Votings (wenn das kein Grund für eine Facebook-Anmeldung ist ;-))... und Frau Herrmann freut sich auch...

 

Christbaum aus dem Bayerischen Wald für Berlin

Seit 29 Jahren wird zu Beginn der Weihnachtszeit ein Christbaum aus dem Naturpark Oberer Bayerischer Wald im Landkreis Cham nach Berlin gebracht.

Anlass dazu ist die Patenschaft zwischen dem Landkreis Cham und dem Trägerverein Lichtenrader Volkspark e.V. in Berlin-Tempelhof, die vor über 25 Jahren ins Leben gerufen wurde und nach wie vor intensiv gepflegt wird. Ursprüngliches Ziel war es in Berlin einen kleinen „Naturpark Oberer Bayerischer Wald“ entstehen zu lassen. Dank vieler Spenden und der Unter-stützung der in der „Region der Zukunft“ ansässigen Baumschulen wurde der Volkspark zu einer „Oase der Erholung“ für alle Generationen in der pulsierenden Millionen-Metropole Berlin. Als besonderes Zeichen der Verbundenheit steht alljährlich seit 1984 vor dem Rathaus in Tempelhof ein Christbaum aus dem Landkreis Cham. In diesem Jahr wurde der Baum vom Erholungsort Stamsried, insbesondere der Familie Decker gestiftet. Ein besonderes Engagement in Sachen Patenschafts-Christbaum zeigt die Firma Max Schierer aus Cham, die auch dieses Jahr den Baum wieder kostenlos nach Berlin transportiert. Über die Christbaumspende aus dem Bayerischen Wald freuen sich Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler und der Vorsitzende des Volksparkvereins Wolfgang Spranger und selbstverständlich alle Bewohner dieses Stadtteils von Berlin. Dass diese Patenschaft lebendig ist, zeigen auch die alljährlichen Vereinsausflüge der Berliner in den Landkreis Cham.

Landrat und Bezirkstagspräsident der Oberpfalz Franz Löffler zeigt sich sehr dankbar, dass Bürgerinnen und Bürger aus seinem Landkreis engagiert und aktiv zur Erhaltung der Patenschaft beitragen.

Die Übergabe des Weihnachtbaumes erfolgt am 29. November 2012 um 8.00 Uhr morgens durch Herrn MdB Karl Holmaier, dem Bürgermeister des Marktes Stamsried Herbert Bauer und dem Chamer Unternehmer Max Schierer.

 

1. Ökumenischen Adventskalender Bahnhofstraße 2012

Christen in Lichtenrade wollen im Advent gemeinsam ein erstes Zeichen gegen den Geschenkekonsum setzen. Sie wollen einen sogenannten lebendigen Advents-kalender in der Bahnhofstraße gestalten.

In den drei Adventswochen soll an drei Standorten in der Bahnhofstraße dieser Adventskalender entstehen. Ab Montag, den 3. Dezember, wird an den drei Stand-orten jeweils ein Sternenstrahl sichtbar im Schaufenster sein. Dieser zeigt an, in welcher Woche hier der Treffpunkt ist (entsprechende Anzahl Adventskerzen).

  1. Woche 03.-07.12.12: Bahnhofs-Apotheke, Bahnhofstr. 25-26, 12305 Berlin
  2. Woche 10.-14.12.12: Optiker „Ihre Brille“, Bahnhofstraße 54, 12305 Berlin
  3. Woche 17.-21.12.12: Bestatter Grieneisen, Bahnhofstraße 19 , 12305 Berlin

Im Schaufenster der jeweiligen Station wird an jedem Wochentag ein weiterer Strahl angebracht. Am Ende der ersten Woche hängt dann dort ein kompletter Stern mit sechs Strahlen. Es folgt die nächste Station. Das Treffen wird immer nur an einer Station stattfinden.

Ablauf

Beginn: 17.00 Uhr

Dauer: ca. 15 – 20 Min.

Begrüßung

Lied      

Impuls für den jeweiligen Tag

Sternenstrahl wird entsprechend gestaltet

Gebet

Verabschiedung und Entlassung mit Segensgebet

Einladung für den folgenden Tag, besonders am Freitag mit Hinweis auf den neuen Standort

 

Basar in Lichtenrade +++ Ein großer Erfolg!

Der große Basar im Nachbarschaft- und Familienzentrum in der Finchleystraße fand im November 2012 zum 39. mal statt. Menschen aus Lichtenrade und Umgebung spendeten gut erhaltene Dinge. Am Sonntag ging es dann zur Sache und der Treffpunkt wurde förmlich gestürmt. Bekleidung, Speilzeug, Bücher, Weihnachtsschnickschnack, elektrische Geräte und noch tausend Dinge wurde feilgeboten. Anschließend konnten sich die Besucher im Café bei Kaffee und Kuchen erholen. Der Erlös wird gemeinnützigen Projekten zur Verfügung gestellt.

Es werden wohl rund 500 Besucher gewesen da sein, die an diesem Sonntag den Basar durchstöberten. Es gab wirklich jede Menge interessanter Sachen zu entdecken. Viele Besucher gingen vollgepackt nach Hause.

Auch 2012 wurde die 5.000 Euro-„Hürde“ geknackt. Die Veranstalter, das Nachbarschafts- und Familienzentrum, freuen sich darüber, dass nach Abzug aller Kosten noch über 5.200 Euro Erlös zu verzeichnen waren.

Das Ganze ist kein Selbstzweck, daher wird der Erlös aufgeteilt: 1.000 Euro gehen an die Stadmission für den Kältebus, 100 Euro an Bodelschwingsche Anstalten Bethel, 1.000 sind für das Nachbarschafts- und Familienzentrum gedacht und der restliche Betrag (über 3.000 Euro) wird für bedürftige Lichtenrader Familien für einen „Zuschuss“ zum Weihnachtsessen eingesetzt. Sollte noch etwas Geld übrig bleiben, kann damit in Not geratenden Familien –wenn kein anderer Kostenträger hilft- unbürokratisch geholfen werden. ToM









Fotos: Thomas Moser

 

 

Dorfidylle beim Naturranger und Stelle gerettet!

Wir berichteten vor einiger Zeit, dass die Finanzierung des Naturrangers Björn Lindner nicht mehr dauerhaft gesichert war. Heute kann für die nächsten Jahre Entwarnung gegeben werden! PaperPress berichtet über eine Veranstaltung und über die Weiterfinanzierung des Naturrangers:

Wenn nicht trotz Hinweisschildern, den alten Marienfelder Dorfkern nicht zu durchfahren, dennoch Autos auf dem Kopfsteinpflaster entlang donnern würden, wäre wohl der Eindruck, dass hier die Zeit stehengeblieben ist, noch besser. Beim Betreten von Lehrmanns Bauernhof in Alt-Marienfelde, gleich gegenüber der ältesten Dorfkirche Berlins aus dem 13ten Jahrhundert, kommt man an einem kleinen Laden vorbei, wo es Frisches vom Lande gibt. Etwas unpassend, wenn auch sicherlich praktisch, macht sich ein Eierautomat davor aus. Kurz dahinter auf dem Hof passiert man einen riesigen Misthaufen, dessen strenger Duft die Landpartie authentisch macht. Und auf Lehmanns Kornboden dann versuchen kleine Gasheizer für wohlige Atmosphäre zu sorgen. Wenn genügend Leute im Raum sind, wird’s auch im Laufe der Zeit einigermaßen kuschelig.

Dieses Ambiente war sozusagen die Kulisse für eine im letzten Jahr begründete neue Traditionsveranstaltung. Als Dank für das Engagement der Unterstützer des Naturrangers luden die Naturschutzwacht und das Umwelt- und Naturschutzamt Tempelhof-Schöneberg wieder zu einer Sauvesper ein. Die Naturschutzwacht befindet sich am Diedersdorfer Weg 5 in Marienfelde. Zeitgleich fand dort aber eine Veranstaltung mit 40 Kindern und Jugendlichen statt, so dass man die kleine Feier auf Lehmanns Bauernhof verlegte. Rund 50 Gäste waren der Einladung gefolgt, größtenteils eine eingeschworene Marienfelder Gemeinschaft, wie man sie halt nur auf Dörfern noch vorfindet.

Für seinen Job ist Björn Lindner sozusagen Feuer und Flamme.


Oliver Schworck und Björn Lindner, hier beim Straßenfest in der Domagkstraße (Foto: BerLi-Press)

In den letzten Wochen war Naturranger Björn Lindner unfreiwillig in den Schlagzeilen. Es ging um die Finanzierung seiner Stelle. Die Sympathiebekundungen waren groß und blieben nicht ohne Wirkung. Umwelt- und Naturschutzstadtrat Oliver Schworck (SPD) konnte bei der Feier verkünden, dass die Finanzierung nun für etwa drei Jahre gesichert ist. Damit besteht Planungssicherheit für ein beispielhaftes Projekt, das in dieser Form einmalig in Berlin ist. Nur Tempelhof-Schöneberg hat einen Naturranger und vor allem dieses wunderbare Areal am Diedersdorfer Weg.

Noch vor wenigen Jahren war außer ein paar Bäumen, Sträuchern und Rasen nicht viel zu sehen. Dann wurde aus dem Areal die Naturschutzwacht Tempelhof und Björn Lindner nahm seine Arbeit auf. Was er und sein Team seither geschaffen haben, erfreut sich zunehmender Beliebtheit bei Jung und Alt. Oliver Schworck ist Unterstützer und Fan der ersten Stunde des Projektes und hat auch die Schirmherrschaft für die „JuniorRanger“ übernommen.

Das „Grüne Klassenzimmer“ ist eine von vielen Aktivitäten. Die Zahl der Unterstützer ist groß, so ist zum Beispiel auch das Unternehmensnetzwerk Motzener Straße dabei. Besonders stolz ist Björn Lindner auf seine JuniorRanger, die Zwiebelfrösche.

Sehr herzlich wurde Torsten Hauschild, der 1. Vorsitzende des Naturschutzbundes Berlin (NABU), begrüßt. Der NABU ist Träger des Projektes, und Hauschild „Trenntstadt“-Fonds.

Zu den Gästen gehörten auch Baustadtrat Daniel Krüger (CDU), die Geschäftsleiterin des Kita Eigenbetriebs Berlin Süd-West, Martina Castello, und Jugendamtsdirektor Wolfgang Mohns.

Und wie das bei Veranstaltungen dieser Art so ist, alle hören gebannt den Rednern zu und warten auf den erlösenden Satz, der hier lautete: „Das Wildschwein wartet darauf, verzehrt zu werden!“

Wer immer kräftig arbeitet, wie Wolfgang Spranger, Vorsitzender des Volksparks Lichtenrade, darf auch kräftig zulangen.

Über das Dankeschön für ihre Arbeit haben sich natürlich auch die ehrenamtlichen Unterstützer gefreut, wie hier Jürgen Juhnke, der die äußerst sehenswerte Internetseite www.natur.berlin-marienfelde.de gestaltet.

Ein Besuch in der Naturschutzwacht lohnt sich immer, auch zu dieser Jahreszeit, egal, was der Wetterbericht sagt. Informationen unter: Telefon: 75 77 47 66

Quelle: www.paperpress.org – Nr. 487 J – 11.11.2012

Zusammenstellung: Ed Koch

 

 

Neuer Weihnachtsmarkt-Veranstalter meldet sich zu Wort: Weihnachtsmarkt in Lichtenrade findet statt!

Die Weihnachtsmärkte in der Lichtenrader Bahnhofstraße finden auch im Jahr 2012 an den vorweihnachtlichen Samstagen, nur in etwas gekürztem Umfang, statt. Unter dem Motto: „Eine Tradition darf nicht sterben“ meldet sich nun der neue Veranstalter Joachim Jentsch zu Wort.

Joachim Jentsch kennt schon seit Jahren den Weihnachtsmarkt und ist sehr erstaunt über die Reaktionen vieler Geschäftsleute, die sich gegen die Feste in der Bahnhofstraße aussprechen. Wir erst kürzlich berichtet, hat sich die Aktionsgemeinschaft Bahnhofstraße, von einem Tag auf den anderen, aus der Organisation aller Straßenfeste zurückgezogen, ihre Geschäftsstelle geschlossen und die Mitarbeiter entlassen. Der Hauptgrund waren offensichtlich die massiven Finanzprobleme. Jentsch erklärt: „Viel Zeit verblieb nicht, um den Weihnachtsmarkt doch noch zu retten.“

Im Bericht der Lichtenrader Internetzeitung vom 4. November 2012 kommen viele Geschäftsleute zu Wort. Sie äußerten ihren Unmut über die Aktionsgemeinschaft und über die Art und Weise der in den letzten Jahren durchgeführten Märkte. Jentsch versteht nicht so recht, warum sich die Geschäftsleute nicht selbst in die Gestaltung eingemischt haben. Er will als neuer Veranstalter jedoch auch den Geschäftsleuten in der Bahnhofstraße die Hand reichen: „Besonderen Wert wird darauf gelegt, dass auch die Geschäfte ´hinter dem Weihnachtsmarkt´ gut zugänglich und sichtbar sind.“ Jentsch würde sich freuen, wenn die Bahnhofstraßen-Geschäfte sich am Markt beteiligen.

Der neue Veranstalter, der kurzfristig für die Aktionsgemeinschaft eingesprungen ist, will die Weihnachtsmärkte, den Maientanz und das Wein- und Winzerfest in Lichtenrade wiederbeleben und weiterführen. Kurzfristig gründete er den Jentsch-Veranstaltungsservice und holte alle Genehmigungen ein.

Für den Weihnachtsmarkt würde er sehr gerne Schulen und zum Beispiel Kitas gewinnen: „Wir haben circa 60 Einrichtungen wie zum Beispiel Schulen, Kitas, Vereine und Sozialeinrichtungen angeschrieben…unser Angebot für die Einrichtungen ist: Ein Marktstand mit 1 Kilowatt Strom kostenfrei, so dass sich die Einrichtungen präsentieren können und für ihre Einrichtungen spenden sammeln und Einnahmen verzeichnen können. Die Einrichtungen dürfen selbst gebackenen Kuchen, Plätzchen und Gebasteltes verkaufen.“ Bis heute kam noch keine Rückmeldung.

Joachim Jentsch ist auch verärgert über den bisherigen Veranstalter, der Aktionsgemeinschaft Bahnhofstraße, da ihm bei der Händlersuche Steine in den Weg gelegt wurden und Kontakthinweise nicht weitergegeben wurden. Jentsch wundert sich gar nicht darüber, dass die Aktionsgemeinschaft in Finanznöte kam: „Bei vielen Ausgaben, zum Beispiel der Straßensperrung, bei den mobilen Toiletten und bei der Müllentsorgung konnte ich erheblich günstigere Konditionen aushandeln. Da muss man halt schon mal bis zu zwanzig Kostenvoranschläge anfordern und nicht immer nur auf die alten Angebote zurückgreifen.“

Joachim Jentsch will, dass „der Lichtenrader Weihnachtsmarkt wieder ein vorweihnachtliches Flair erhält.“ In der Presseerklärung heißt es dazu: „Alles wird angeboten – vom weihnachtlichen Dekor bis hin zu kulinarischen Leckereien. Natürlich findet der Besucher auch Dinge des täglichen Gebrauchs, die in der kalten Jahreszeit benötigt werden. Auf die kleinen Besucher warten Karussells, Bungee und natürlich der Weihnachtsmann. Die Bühne mit weihnachtlicher und kurzweiliger Unterhaltung befindet sich in der Bahnhof-/Ecke Rehagener Straße.“

Joachim Jentsch, seine Mitarbeiter und natürlich alle andere Händler hoffen, dass der diesjährige Weihnachtsmarkt gut besucht wird.

Weihnachtliche Beleuchtung und Weihnachtsbäume wird es in der Bahnhofstraße wohl nicht geben. Mal schauen, ob sich die Geschäftsleute etwas einfallen lassen. Hier hat schon "Ihr Hausfreund" weihnachtlich geschmückt!
Thomas Moser–BerLi-Press

 Lichtenrader Weihnachtsmarkt in der Bahnhofstraße am 1., 8., 15. und 22. Dezember (jeweils zwischen 11 bis 20.30 Uhr)

 

 

Weihnachtsmarkt Lichtenrade „ade“ oder doch nicht?

Die Stellungnahme des Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümerverein Berlin-Lichtenrade e.V. wurde nachträglich eingearbeitet (5.11.)

Erst vor einigen Tagen verkündete unerwartet der Vorsitzende der Lichtenrader Aktionsgemeinschaft Bahnhofstraße, Hagen Kliem, dass sämtliche Straßenfeste nicht mehr von der Initiative organisiert werden. Damit stand der jährliche Weihnachtsmarkt vor dem Aus. Ein neuer Betreiber will den Weihnachtsmarkt retten. Jedoch die Einzelhändler haben ganz andere Vorstellungen. Auch wird die weihnachtliche Beleuchtung der Einkaufsstraße in diesem Jahr nicht mehr die Straße erhellen.

Erst im September feierte man das 25. Wein- und Winzerfest in Lichtenrade, ohne dass die Öffentlichkeit etwas vom bevorstehenden Ende der Aktionsgemeinschaft mitbekam.

Die Aktionsgemeinschaft kurz vor der Auflösung

Mittlerweile ist die Website der Aktionsgemeinschaft abgeschaltet, die Geschäftsstelle ist geräumt, das Telefon ist abgeschaltet und die Mitarbeiter wurden zum 1. November 2012 gekündigt.

Die Website der AG ist nun abgeschaltet
Die Seele der Aktionsgemeinschaft, Beatrix Bockenkamp, wird nach 30 Jahren in der AG, in den wohlverdienten Ruhestand gehen. Anders sieht es für Simone Galbiers (50) aus der Geschäftsstelle aus, die in die Arbeitslosigkeit entlassen wurde. Für Simone Galbiers kam das Ganze nicht wirklich überraschend: „In letzter Zeit war es doch absehbar. Wenn man kaufmännisch rechnen kann, weiß man, dass die Ausgaben nicht höher als die Einnahmen sein dürfen.“ Die Aktionsgemeinschaft beklagte seit einiger Zeit die hohen Straßennutzungsgebühren. Wie aus einer gut unterrichteten Quelle verlautet, fand noch vor einem Monat ein Gespräch zu dieser Frage im Bezirksamt statt. Änderungsmöglichkeiten wurden dabei von offizieller Seite nicht gesehen.

Die Aktionsgemeinschaft hat sich noch nicht aufgelöst, aber das dürfte mit der Verabschiedung von den großen Veranstaltungen nur noch eine Frage der Zeit sein. Viele Geschäftsleute waren schon lange nicht mehr mit der Arbeit der Aktionsgemeinschaft zufrieden, obwohl sich die AG als Kernpunkt immer die Stärkung des Einzelhandels auf ihre Fahnen geschrieben hatte. René Minow (61), von Minow´s Tabak Depot, drückt es ohne viel rumreden aus: „Wir sind froh, dass die Aktionsgemeinschaft weg ist!“ Minow´s Tabakgeschäft ist schon seit 1932 in der Bahnhofstraße ansässig, der jetzige Inhaber hat das Geschäft 1971 übernommen.

Im Lichtenrader Diskussionforum schrieb schon 2011ein Besucher: „Über den diesjährigen sogenannten "Weihnachtsmarkt" in der Lichtenrader Bahnhofstraße bin ich bitter enttäuscht. Die dortige Ansammlung von Billig- und Ramschständen verdient nicht die Bezeichnung Weihnachtsmarkt! Seit Jahren ist das Niveau dieser Veranstaltung gesunken. Das haben offensichtlich auch Standbetreiber und Besucher auch schon gemerkt. In diesem Jahr ist der Markt auch aus diesen Gründen wesentlich kleiner geworden. Ein Besuch lohnt sich definitiv nicht! Man schämt sich, diese Ramsch- und Fressmeile als Weihnachtsmarkt zu empfehlen. Warum hat die Aktionsgemeinschaft Bahnhofstraße nicht den Mut, diese Veranstaltung nicht mehr stattfinden zu lassen?“

Neuer Veranstalter will einige Feste erhalten und neuen Schwung reinbringen

Als einziger offizieller Hinweis war auf der Website der Aktionsgemeinschaft einige Tage zu lesen, dass die Traditionsveranstaltungen nicht mehr von der Aktionsgemeinschaft durchgeführt werden können. Es war ein Hinweis zu lesen, dass sich interessierte Händler an Joachim Jentzsch wenden können. Jentzsch hatte selbst jahrelang einen Wurststand auf dem Weihnachtsmarkt und will nun einige Feste in Lichtenrade weiterhin organisieren. Die Genehmigungen sind nach Aussage von Jentzsch erteilt worden. Er will auch den Maientanz und besonders das Wein- und Winzerfest organisieren. Für das Weinfest wurden mittlerweile 400 Winzer und Weinhändler angeschrieben. Joachim Jentzsch sieht auch Änderungsbedarf bei den Festen. „Ich will alte Traditionen wieder aufleben lassen. Schulen und Kitas sind auf dem Weihnachtsmarkt herzlich willkommen und werden die Stände auch kostenfrei zur Verfügung gestellt bekommen“ erläutert der neue Veranstalter.

Viele Einzelhändler wollen keinen Weihnachtsmarkt mehr!

Lina Hilsing, Inhaberin der Lichtenrader Bücherstube, fand die Feste „kontraproduktiv für die Geschäftsleute.“ Sie fand an dem Weihnachtsmarkt nichts Weihnachtliches mehr. Für Lina Hilsing ist es eindeutig, dass man nicht am Konzept der bisherigen Feste festhalten darf: „Die Kunden für die Buchhandlung sind an diesen Tagen oft nicht gekommen.“ Im Geschäft „Ihr Hausfreud“ kann man zumindest für den Weihnachtsmarkt auch etwas Positives abgewinnen, da bei ihrem Angebot hier durchaus mehr Kunden zu verzeichnen waren. Bei den anderen Festen waren aber auch in diesem Geschäft Umsatzeinbußen zu verzeichnen.

Hier wurden noch Weihnachtsbäume aufgestellt...


2008 schön geschmückt...
Kevin Bölling von „Tee & Tee“ ärgerte sich schon jahrelang über die Aktionsgemeinschaft, da den Wünschen nach „einer besseren Qualität der Feste“ keine Rechnung getragen wurde: „Grundsätzlich haben wir nix von den Festivitäten in der Bahnhofstraße!“ Bölling berichtet eher von negativen Auswirkungen: „Die Feste waren in den letzten Jahren mit massiven Umsatzeinbußen verbunden.“ Als Idee formuliert der Teehändler, dass der Weihnachtsmarkt an anderer Stelle neu organisiert werden könnte. Er nennt dafür beispielsweise als Ort die alte Mälzerei am S-Bahnhof Lichtenrade.

...das war 2010 auf der Hauptbühne...
Der Zigarrenspezialist René Minow ist schon lange nicht mehr Mitglied in der Aktionsgemeinschaft und hat sich über die Veranstaltungen sehr geärgert. Minow deutet an, dass er mit Unterstützung von anderen Geschäftsleuten versuchen wird, dass der Weihnachtsmarkt auf der Bahnhofstraße nicht mehr stattfindet.

Apotheker Lars Hombach von der Lindenapotheke ist Sprecher der noch ganz jungen „Initiative Bahnhofstraße“. Von dort wurde eine aktuelle Umfrage unter den rund 85 Geschäften der Einkaufsmeile initiiert. Die Aussagen zum Weihnachtsmarkt werden von Apotheker Hombach so zusammengefasst: „55 der befragten Geschäfte haben uns geantwortet. 96 Prozent sind gegen einen Weihnachtsmarkt in der bisherigen Form. Fast 84 Prozent können sich den Weihnachtsmarkt in anderer Form aber durchaus vorstellen!“ Die aktuellen Planungen für 2012 werden jedoch skeptisch gesehen: „Die aktuellen Planung des Spandauer Unternehmers Joachim Jentzsch scheint aber genau in die Richtung zu laufen, die von den meisten Lichtenradern niemand will: Eine reine Fress- und Trinkmeile“, macht Lars Hombach den Standpunkt der Händler klar.

Karl Wachenfeld vom Unternehmer-Netzwerk Lichtenrade bringt die Vorwürfe zu den Weihnachtsmärkten der letzten Jahre auf den Punkt: „Zu kommerziell, zu wenig weihnachtlich, eine reine Fressmeile.“ Weiter sagt der Unternehmer Wachenfeld: „Uns schwebt ein Weihnachtsmarkt aus Lichtenrade für Lichtenrade vor, der wohl erst 2013 stattfinden wird.“ Einige Lichtenrader erinnern sich noch gerne an das ortsteilausgerichtete Open-Air-Frühstück „zur Zukunft der Bahnhofstraße“ im Mai 2012, das von der Ökumenischen Umweltgruppe Lichtenrade und von anderen Initiativen organisiert wurde.

Vom Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümerverein Berlin-Lichtenrade e.V. bedauert es der 1. Vorsitzende, Frank Behrend, dass die Aktionsgemeinschaft künftig keine Märkte mehr veranstaltet. Er sieht verschiedene Gründe für die Entwicklung: „Leider ist es seitens der AG Bahnhofstraße versäumt worden, die Konzepte zu überarbeiten und zeitgemäß weiter zu entwickeln. Ferner sind bei einem Teil der Geschäftsleute die Märkte unerwünscht gewesen; es fehlte die Unterstützung vor Ort aber auch in der Politik. Märkte gehören zu einer attraktiven Einkaufsstraße und sollten daher mit geänderten Konzepten auch zukünftig stattfinden.“

Lichtermarkt und Reisel Weihnachtsmarkt unverändert

Unabhängig von der Entwicklung des Weihnachtsmarktes in der Bahnhofstraße findet aber weiterhin der Lichtermarkt am 1. Adventssonntag am Dorfteich in Lichtenrade statt. Dieser Weihnachtsmarkt ist nicht kommerziell ausgerichtet und bietet ein Forum für viele Lichtenrader Vereine, Schulen und Kitas. Auch der zeitgleich stattfindende kleine Weihnachtsmarkt beim Familienrestaurant Reisel in Alt-Lichtenrade, der viel Kunsthandwerk zeigt, findet wieder statt (Samstag und Sonntag). In Alt-Lichtenrade ist also weiterhin weihnachtliche Atmosphäre garantiert.

In der Bahnhofstraße muss sich etwas ändern: So oder so

Die Bahnhofstraße in Lichtenrade wird sich verändern. Dies ist die Hoffnung und gleichzeitig auch Befürchtung von vielen Bürgern. Wie sie sich verändert und wo der Zug dabei hinfährt, ist jedoch noch ungewiss. Einige Bürger wollen eine „Begegnungszone“, bei der alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt den Straßenraum nutzen. Ganz offensiv setzt sich dafür die Bürgerinitiative „Rettet die Marienfelder Feldmark“ ein. Dafür wären Umbauten im Straßenraum notwendig. Für viele Geschäftsleute ist jedoch klar, dass weiterhin Parkplätze für ihre Kunden zwingend notwendig sind. Eine autofreie Straße wird als Tod für die Geschäfte angesehen. Eine erste Standortkonferenz hat stattgefunden, um im Rahmen einer Bestandsaufnahme auch die unterschiedlichsten Interessen zu erkunden. Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg hat dafür der Planergemeinschaft Kohlbrenner den Durchführungsauftrag gegeben. Schon im Dezember wird man im Gemeinschaftshaus Lichtenrade weiter diskutieren.

Thomas Moser (auch Fotos)

 

Ehemaliges Seniorenheim wird Asylunterkunft?

Berlin-Lichtenrade, 2. November 2012 In der heutigen Ausgabe der Berliner Morgenpost wird berichtet, dass das ehemalige Georg-Kriedte-Haus am Kirchhainer Damm 74 möglicherweise eine Dauerunterkunft für circa 250 bis 300 Asylbewerber werden soll.



Pflegeeinrichtung Georg-Kriedte-Haus kurz vor der Schließung
Im Jahr 2011 wurde die Pflegeeinrichtung vom Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg geschlossen. Auch die Internetzeitung von Lichtenrade berichtete ausführlich darüber. Nunmehr soll der Berliner Liegenschaftsfonds die Einrichtung an einen privaten Investor verkauft, der schon mehrere Wohn- und Flüchtlingsheime betreibt. Das Landamt für Gesundheit und Soziales würde sich sehr darüber freuen, da eine Gemeinschaftsunterkunft in Reinickendorf geräumt werden soll.


Franz-Neumann-Haus sollte auch Asylbewerberunterkunft werden...
Im Jahr 2011 wurde auch schon überlegt, ob die ehemalige AWO-Senioreneinrichtung „Franz-Neumann-Haus“ in der Lichtenrader Augsburger Straße, in unmittelbarer Nähe des Kirchhainer Dammes, auch zu einer Asylbewerberunterkunft wird. Damals regte sich schon heftiger Protest.

Jan-Marco Luczak sieht den Ortsteil Lichtenrade als belastet an...
Jetzt meldet sich der Wahlkreis-Bundestagsabgeordnete Dr. Jan-Marco Luczak (CDU) zu Wort. Nach den Meldungen in der Morgenpost verweist Luczak darauf, dass es in Lichtenrade bereits eine Jugendarrestanstalt gäbe. Als reine Einfamilienhausgegend sei der Ortsteil nicht geeignet 300 Menschen aufzunehmen: „Das Asylrecht ist ein wichtiges Thema, aber in der Bevölkerung muss dafür die Akzeptanz da sein.“ Nach Angaben der Morgenpost äußert sich die Sozialstadträtin Sibyll Klotz (Bündnis 90/Die Grünen) ähnlich. Si soll ein gesamtstädtisches Konzept fordern.

Auf Nachfrage vom Lichtenrader Pressdienst BerLi-Press erläutert Jan-Marco Luczak die aktuelle Situation. Es geht bundesweit um stark steigende Asylbewerberzahlen, vorwiegend aus Mazedonien und Serbien. Hier sind Steigerungsquoten von bis zu 50 Prozent zu verzeichnen. Die Asyl-Anerkennungsquote bei diesen Ländern liegt bei nur 0,2 %. Somit ist die Chance der Anerkennung von politischer Verfolgung sehr gering. Durch ein Urteil des Bundesverfassungsgerichtes musste das Asylbewerberleistungsgesetz ausgeweitet werden. Luczak geht aus diesem Grund von einer Anreizwirkung aus, dass Menschen aus diesen Ländern oft aus wirtschaftlichen Gründen Asyl beantragen.

Besonders ärgerlich findet es aber der CDU-Bundestagsabgeordnete, dass die Verteilung der Asylbewerber in Berlin so ungleichmäßig ist. Am meisten Asylbewerber hat der Bezirk Lichtenberg untergebracht. Schon an zweiter Stelle steht mit rund 800 Asylbewerber der Bezirk Tempelhof-Schöneberg mit rund 800 Asylbewerber. Rund 600 Plätze sind im ehemaligen Notaufnahmelager in Marienfelde. Mit einer Ausweitung in Richtung Lichtenrade würden die bezirklichen Zahlen über 1.000 Plätzen liegen. Luczak sieht damit Steigerungen der bezirklichen Kosten zum Beispiel bei Impfungen. Aber auch in Schulen wird es verstärkt zu Unterbringungsproblemen kommen, da viele kinderreiche Familien Asyl beantragen. Der Bezirk Steglitz-Zehlendorf soll nur rund 50 Plätze anbieten. Luczak fordert eine gerechtere Verteilung in Berlin, die auch der Akzeptanz der Asylbewerber zugutekommt. ToM

Fotos: BerLi-Press

 

Bayerischer Drache auf dem Alexanderplatz

An der Weltzeituhr auf dem Alexanderplatz hat sich schon einiges zugetragen. Normaler Weise dient dieser markante Punkt für Verabredungen. Am 27. und 28. September kam ein Drache aus Bayern zum Date.

Furcht einflößend spie er Feuer, bewegte die Augen, richtete sich und seine riesigen Flügel auf und ging ein paar Schritte. Dabei ließ er sich geduldig fotografieren, fraß niemanden und flog auch nicht davon. Eigentlich (Vorsicht: Witz aus Bayern) wollte er ja nach Berlin fliegen, konnte aber nicht landen, weil der Flughafen noch nicht fertig ist! HaaHaaaHaaaa, meinte ein Berliner, der am Zaun stand. Wenden wir uns aber wieder dem Drachenereignis zu und fragen nicht, warum es in München von der Baubeantragung 1969 bis zur Eröffnung 1992 23 Jahre gedauert hat, ehe der neue Franz-Josef-Strauß-Airport an den Start ging.

Die Mittelbayerische Zeitung schrieb am 9. September: „Wer am 27. und 28. September ein 16 Meter langes und fünf Meter hohes Fabelwesen über den Alexanderplatz in Berlin laufen und sechs Meter hohe Flammen speien sieht, muss sich nicht um seinen Geisteszustand sorgen. Der Landkreis Cham präsentiert sich an diesen beiden Tagen in Berlin. Mit im Gepäck hat der Landkreis neben dem Roadster ‚Roding’, einem exklusiven Sportwagen-Traum aus Karbon, auch den größten Schreitroboter der Welt: den Drachen und Hauptdarsteller aus dem 500 Jahre alten Volksschauspiel ‚Further Drachenstich’. Mit diesen und weiteren technischen Schmankerln ‚made in Landkreis Cham’ wird sich die Innovationsregion in der Hauptstadt einem breiten Publikum vorstellen.“ Das hat der Landkreis erfolgreich getan. Das Staunen war groß. Und gleich nach der Präsentation verschaffte sich der Drachen einen Platz im Guinness-Buch der Rekorde.

„Die Zollner Elektronik AG aus Zandt hat den High-Tech-Roboter nach mehrjähriger Planung mit einem Millionenaufwand konstruiert und gebaut. In dem neuen Drachen stecken ausgefeilte Technik und viele raffinierte Details, die weltweit ihresgleichen suchen. So kann der elf Tonnen schwere Drache nicht nur realistische Bewegungsabläufe ausführen, sondern sogar seine Gesichtsausdrücke wechseln. Wenn er seine Flügel öffnet, erreichen diese eine Spannweite von zwölf Metern. Realistischer kann ein Roboter dieser Größe nicht sein.“

Nach dem Drachenspektakel zogen die Ehrengäste ein paar Meter weiter ins Oktoberfestzelt. Der Termin für die Drachenpräsentation war gut gewählt. An prominenten Gästen fehlte es auch nicht, allen voran Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU).

Foto v.l.n.r.: Franz Löffler (CSU), Landrat von Cham und Bezirkstagspräsident der Oberpfalz, Tempelhof- Schönebergs Jugend-, Ordnungs- und Bürgerdienstestadtrat Oliver Schworck (SPD), Wolfgang Spranger, Vorsitzender des Vereins Lichtenrader Volkspark e.V., und der CSU-Bundestagsabgeordnete Karl Hohlmeier.
Zwischen dem Landkreis Cham und dem Volkspark Lichtenrade besteht seit 1983 eine Partnerschaft. Diese führt unter anderem dazu, dass der Landkreis dem Bezirk jedes Jahr einen großen Weihnachtsbaum schenkt, der vor dem Rathaus Tempelhof aufgestellt wird. Ohne Blasmusik kein Oktoberfest. Dazu gabs Brotzeitteller und natürlich Literweise Festbier. Zur Verdauung wurde der heimische Bärwurz präsentiert, ein Schnaps mit rund 50 Prozent Alkoholgehalt. Sicherlich auch als Antriebsmittel für den Drachen einsetzbar, der heute noch auf dem Alex bewundert werden kann.

Quelle PaperPress 485 N vom 29.9.2012

Fotos: Ed Koch

 
Über mich
Internetzeitung von www.lichtenrade-berlin.de!
Hier wird jetzt in lockerer Folge von aktuellen Lichtenrader Geschehnissen berichtet. Eine Art "AKTUELLE INTERNETZEITUNG" könnte man auch sagen...
Viel Spaß dabei!
Mehr über mich
Archiv
21Publish - Cooperative Publishing