Luczak verurteilt antisemitischen Angriff auf Rabbiner und ruft zu Toleranz und Zivilcourage auf

Der Angriff auf einen Rabbiner in Berlin-Schöneberg hat beim Tempelhof-Schöneberger CDU-Bundestagabgeordneten Dr. Jan-Marco Luczak Empörung ausgelöst: „Dieser brutale Angriff hat mich zutiefst erschüttert.“

Am vergangenen Dienstagabend war ein jüdischer Geistlicher vor den Augen seiner sechsjährigen Tochter von vier jungen vermutlich arabischstämmigen Männern überfallen, geschlagen und antisemitisch beleidigt worden. Luczak sagte: „Es ist beschämend, dass so etwas in einer Weltmetropole wie Berlin, in der so viele unterschiedliche Kulturen und Religionen zusammen leben, geschieht. Wir dürfen hier nicht wegschauen - es darf nicht sein, dass Einzelne das Ansehen Berlins und Deutschlands in der Welt schädigen - das geht uns alle an! Ich rufe die Menschen in unserer Stadt daher zu Wachsamkeit und Zivilcourage auf. Schließen Sie nicht die Augen und greifen Sie da ein, wo es zu tätlichen Angriffen und rassistischen Beleidigungen kommt.“ Die Täter müssten gefasst und mit aller Härte des Gesetzes bestraft werden, so Luczak weiter.

Das friedliche Zusammenleben der vielen Religions- und Kulturgemeinschaften in Berlin zu organisieren, sieht Luczak als eine der wichtigsten Herausforderungen der Zukunft: „Ohne einen interkulturellen und interreligiösen Dialog kann es kein Verständnis füreinander und damit keine Basis für ein Miteinander geben. Hier müssen wir offensichtlich noch mehr in der Bildungsarbeit tun - wir müssen Toleranz und gegenseitiges Verständnis aber auch offensiv einfordern - von allen, die in unserer Gesellschaft leben wollen!"

Foto: PM
Luczak, der sich in seiner politischen Arbeit für eine offenere und tolerantere Gesellschaft stark macht, machte aber auch deutlich, dass es viele gute Gegenbeispiele gibt: "Erst im Juni dieses Jahres konnte ich mich als Bundestagsabgeordneter von Tempelhof-Schöneberg beim 6. Interkulturellen Fußballturnier, dem Avitallscup, vom friedlichen Miteinander der vielen Religions-und Kulturgemeinschaften unserer Stadt überzeugen. Umso schockierender erreichte mich diese Nachricht vom Angriff auf einen Rabbiner“, so Luczak.

 

Jugendliche Künstler erwecken Dichterviertel in Lichtenrade aus seinem Dornröschenschlaf

Mit der Open Air Ausstellung am 2. September ab 14:00 Uhr (bei schlechtem Wetter am 9.) wecken junge Künstler aus dem Kulturpavillon, alle zwischen 10 und 15 Jahre alt, und die Initiatoren der Künstlergeimeinschaft Lichtpunkt. 49 das Dichterviertel in Lichtenrade aus seinem Dornröschenschlaf.

Im Rotenkruger Weg, zwischen Fontanestraße und Goethestraße, erblühen die Gärten an diesem Tag in künstlerischen Farben. Die Jugendlichen zeigen, dass sie mehr drauf haben als durchs Internet zu surfen und im Social Net zu chatten und werden dafür durch die Anerkennung ihrer erwachsenen Kollegen und der Besucher belohnt.

Diese Erfahrung ist im Bezug auf die Motivation und die Leistungsbereitschaft über die Kunst hinaus nicht zu unterschätzen. Außerdem dienen sie als positives Beispiel für alle Gleichaltrigen, die so wichtig in diesem Alter ist. Dabei handelt es sich keinesfalls um Stubenhocker, unter den Schülern sind auch junge Sportler, die einfach auch eine kreative Ader haben.

Ob für jung oder alt, die Ausstellung hält für jeden Geschmack etwas parat. Neben den Jugendlichen verzaubert die diplomierte Designerin Sylvia Zeeck mit farbenfrohen, jugendlichen Illustrationen die Besucher. Der Fotokünstler Thomas Seemann spielt mit den Licht- und Farbkontrasten der frühen Morgen- und späten Abendstunden, der Maler Rudolf Kraus besticht mit farbintensiver und bisweilen ironischer Abstraktion und der Kupferklopfer Nils wird die Besucher mit seiner Wanderwerkstatt in die Atmosphäre eines Mittelaltermarktes entführen.

Mit von der Partie ist auch die Lehrerin der Jugendlichen, Adriana Leidenberger, 2011 von einem dreijährigen Spanienaufenthalt zurückgekehrt, wo sie bereits auf unterschiedlichen Ausstellungen mit ihren Schülern ein internationales Publikum begeisterte. Ihre sinnlichen und symbolistischen Bildern wecken die Sehnsucht nach fernen Ländern und Kulturen. Erwachsene und Kinder bzw. Jugendliche stehen gleichberechtigt nebeneinander und beweisen, wie die Grenzen von Generationen und von Gartenzäunen überwunden werden können. Dafür gebührt nicht zuletzt auch der Nachbarschaft, die ein Herz für Kinder und für Kunst beweist, ein herzlicher Dank und ein großes Lob!

Die Kinder und Jugendliche freuen sich auf zahlreiche Besucher und bedanken sich bei allen, die die Ausstellung unterstützen!

 

Treffen nach über 60 Jahren!

Lichtenrader Website führt Schulfreunde zusammen!

Es ist kaum zu glauben, aber mit Hilfe des Lichtenrader Internetauftritts www.lichtenrade-berlin.de haben sich zwei alte Schulfreunde nach über 60 Jahren wiedergetroffen.

Der Lichtenrader Lothar Weißgerber, Seniorchef vom „Weißgerber Lesezirkel“, hat seine platonische Schulfreundin Marianne Neumann in der gemeinsamen alten Heimat nach einer so langen Zeit begrüßen können.

Aber der Reihe nach: Marianne Neumann hat engen Kontakt zum Redakteur der Kiez-Internetseite, Thomas Moser, und hat ihm schon viele Teile ihrer Lebensgeschichte zur Veröffentlichung überlassen. Die liebevolle elegante Frau Neumann, die heute 78 Jahre jung ist, schreibt ihre Lebensgeschichte auf, weil ihre wissbegierigen Enkel sie immer wieder fragen, wie es denn früher war?

Frau Neumann lebt heute im hessischen Bad Homburg ganz in der Nähe von Frankfurt.

Mittelweile hat sie es jetzt schon öfters wieder in ihre alte Heimat gezogen. Bei einem ihrer Besuche erzählte Marianne Neumann von dem jungen Lothar. Schnell wurde deutlich, dass es sich um Lothar Weißgeber handelte. Die Kontakte über den Kiezreporter Moser wurden schnell geknüpft und so war es bis zum ersten Anruf der beiden Schulfreunde keine Hürde mehr.

Anfang August führte Lothar Weißgerber nun die Marianne, die damals noch mit Nachnamen Köhler hieß, durch die Straßen von Lichtenrade. Alte Erinnerungen wurden gewälzt und viele Erlebnisse der Vergangenheit wurden in den Gedanken wieder lebendig. Auch wollte Marianne Neumann unbedingt ihren See in Mahlow sehen, wo sie damals schwimmen gelernt hat. Hier konnte dann die ehemalige Lichtenraderin zufällig die Tochter von Lothar Weißgerber kennenlernen, Ute Weißgerber-Knop, die seit Jahren erfolgreich den Lesezirkel leitet. Am Mahlower See kann man heute nicht nur baden, sondern auch in angenehmer Atmosphäre sich im maritimen Restaurant und auf der Sonnenterrasse vergnügen.

Lothar Weißgerber, Monika Reisel, Helga Weißgerber und Marianne Neumann

Abends ging es dann mit der temperamentvollen Tochter von Frau Neumann und dem Enkel, einem jungen Mann kurz vor seinem Abitur, in das alte Lichtenrader Familienrestaurant Reisel. Zu der geselligen Runde stießen neben Lothar Weißgerber noch seine sympathische Frau Helga dazu. Auch Kiezreporter Thomas Moser durfte den spannenden Geschichten aus einer Zeit lauschen, die er persönlich nicht erlebt hatte.
Es gibt nur ein gemeinsames Foto von Marianne und Lothar. Dieses Klassenbild der 3C, im Winter 1947 aufgenommen, wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

Zur Erinnerung an ein wunderbares Wiedersehen wurde vor dem Restaurant Reisel noch ein gemeinsames Foto mit Lothar und Helga Weißgerber, Monika Reisel und Marianne Neumann geschossen.

Marianne Neumann und Lothar Weißgerber hatten ausgiebig Zeit in den alten Erinnerungen zu schwelgen. Aber jede schöne Zeit ist mal vorbei. Gerne würde Frau Neumann Berlin und Lichtenrade öfters besuchen, aber ganz so leicht fällt ihr das gesundheitlich auch nicht mehr.

Es ist ein Glücksfall für Lichtenrade, dass Marianne Neumann für ihre Enkel soviel historisches und alltägliches Wissen aufschreibt. Und die Biografin hat viel zu erzählen, denn ihr Vater war in der Nachkriegszeit kurzfristig Bürgermeister in Lichtenrade.

Diese Geschichten schenkt Marianne Neumann aber auch den Lichtenrader Einwohnern. Daher werden das Lichtenrader Magazin und die Internetseite von Lichtenrade regelmäßig Auszüge dieser Biografieschätze veröffentlichen. ToM

Link: Bericht im Lichtenrader Magazin 09/2012

 

Auf Sommertour durch Tempelhof-Schöneberg

Marijke Höppner „on tour“ - Heute in Lichtenrade

August 2012 Es gibt Sommerferien, Sommerinterviews und auch eine Sommertour durch den Bezirk Tempelhof-Schöneberg. Die Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses (JHA) der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Tempelhof-Schöneberg, Marijke Höppner (SPD), will sich einen Überblick über die Jugendhilfelandschaft im Bezirk verschaffen. Im September 2011 fand die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus und zur BVV statt. Einige Zeit später haben sich die Ausschüsse konstituiert. Die frauenpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Bezirksparlament, Marijke Höppner, wurde zur Ausschussvorsitzenden des JHA gewählt.

Nun hat sie sich aufgemacht, um alle Ortsteile im Bezirk näher kennen zu lernen. Da das Jugendamt etwas anders organisiert ist, sind insgesamt 7 Regionen in der Tourplanung. Nun besuchte die Ausschussvorsitzende Lichtenrade. Hier waren sogar zwei Tage eingeplant.

Am ersten Tag ging es im Dienstgebäude des örtlichen Jugendamtes los. Im Bürgerzentrum in der Briesingstraße wurde Marijke Höppner von der Regionalleiterin Irmgard Beckmann empfangen.

Zusammen ging es zum ersten Stopp in den Tannenhof Berlin-Brandenburg e.V., eine Einrichtung, die sich intensiv um suchtkranke Menschen kümmert. Der Tannenhof war eine der ersten Suchthilfe-Einrichtungen, in denen Mütter oder Väter zusammen mit ihren Kindern aufgenommen wurden. Hier konnten die Besucher viel über die Arbeit dieses großen Trägers erfahren.


Roland Stähle, Marijke Höppner, Irmgard Beckmann und Oliver Schmidt
Gestärkt von einem leckeren Mittagessen ging es dann zum nahe liegenden Freizeittreff LortzingClub. Einrichtungsleiter Oliver Schmidt und der AHB-Berlin Süd-Trägervertreter, der Geschäftsführer Roland Stähle, führten die Besucher durch die alte Lichtenrader Jugendeinrichtung. Schmidt wusste zu erzählen, dass hier die Amerikaner nach dem Krieg die Jugendeinrichtung gegründet hatten und viele Lichtenrader an diesem Ort das Schwimmen gelernt haben. Der besondere Clou dieser Einrichtung war über viele Jahrzehnte, dass ein kleines Schwimmbad betrieben wurde. Mitten in der Einfamilienhausgegend im Lichtenrader Komponistenviertel ist für den Sommer noch ein kleines Schwimmbecken übrig geblieben. Daneben tummeln sich viele Tierchen im liebevoll angelegten Todestümpel. Die Theaterprojektarbeit im LortzingClub ist sehr beliebt und so konnte erst kürzlich die Schneewittchenaufführung bejubelt werden. Aber auch von Personal- und Geldsorgen ist der Kinder- und Jugendclub betroffen. Nur an drei Tagen kann die stark frequentierte Einrichtung regulär betrieben werden. Das Haus bedarf an einigen Stellen dringend baulicher Investitionen. Ein wichtiges Standbein ist mittlerweile der Förderverein Rückendeckung-Berlin e.V., der so manches Angebot gerettet hat.


Einen Raum hat der Förderverein wieder liebevoll „wachgeküsst“ und renoviert.

Weiter ging es mit Fahrrad zu den Tagesgruppen „Alte Feuerwache“, die vom Tannenhof betrieben werden.


Hier werden Kinder im Grundschulalter betreut, die in besonders belasteten familiären Situationen leben.

Babett Kirmis und Tamara Schönnebeck empfangen den Besuch.
Ein Schulbetrieb findet in diesem schönen und historisch wertvollen Fachwerkgebäude ergänzend statt. Durch das umfangreich sanierte Haus führte die „Hausherrin“ Tamara Schönnebeck. Zusammen mit der Leiterin, der Diplom-Sozialpädagogin Babett Kirmis, konnten alle Fragen geklärt werden.

Besonders spannend fand Marijke Höppner die kleine Werkstatt. Die große Schaukel probierte die JHA-Vorsitzende dann höchstpersönlich aus.

Einige Schritte weiter, direkt am historischen Dorfkern, liegt das Jugendcafé am Dorfteich. Hier, wo die Urschule von Lichtenrade stand, tummeln sich auch jetzt Mädchen und Jungen ab 13 Jahren. Der Mittelpunkt in der Einrichtung ist ein modernes Internetcafé, das immer gut besucht ist.

Jugendcafé-Leiterin Rosa Martins Samuel zeigt die Sommer-Erholungs-Strand-Wohlfühltoilette und freut sich über die ersten neuen Außenbemalungen der kleinen Einrichtung.

Auf der hinteren Frontseite sind Beschäftigte und Besucher als Scherenschnitt-Zeichnung verewigt und der Kiez wurde als Graffiti von einigen Jugendlichen an der hinteren Längstseite nachempfunden.

Die „Tags“, wie die Signaturkürzel der Jugendlichen heißen, sind an einigen Stellen etwas groß geraten, findet Rosa Martins Samuel.

Weiter ging es in Richtung Hochhausviertel im Nahariyakiez, der im Osten von Lichtenrade liegt.

Regionalleiterin Irmgard Beckmann erläuterte die Sozialstruktur dieses Viertels, bevor es in das Kinder- und Jugendhaus der evangelischen Kirchengemeinde ging.

Vor über 30 Jahren wurde diese Einrichtung in der Nahariyastraße 19 erbaut. Sie war ein wichtiger Treffpunkt in der damals neu erbauten Siedlung. Auch heute pulsiert hier das Leben.

Pfarrer Wieloch (vorne), Elfi Ströhler mit ihrem Kollegen erfreuen Marijke Höppner.
Die Leiterin Elfi Ströhler, einige Kollegen und Pfarrer Roland Wieloch zeigten voller Stolz den beliebten Aufenthaltsort für die Kinder und Jugendlichen. Besonders beeindruckend war dann für Marijke Höppner und Irmgard Beckmann der große Abenteuerspielplatz.


Da hätten Irmgard Beckmann und Marijke Höppner am Liebsten gleich mitgesägt...
Hier werden Holzhäuser über Holzhäuser gebaut. Besonderes Treiben ist jetzt, weil es um die Preisverleihung für die beste Hütte geht. Der „Goldene Hammer“ ist bei den Kindern sehr beliebt. Die vielen Bretter, die hier benötigt werden, kommen als Spende von einer Sargfabrik. Das ist fast wie ein Sechser im Lotto für das Kinder- und Jugendhaus.

Roland Wieloch erzählt viel zur Historie der Kindereinrichtung. Die Besucher lassen sich noch bei schönstem Sonnenschein mit leckeren Kuchen von Elfi Ströhler verwöhnen. Natürlich bekommen die Kinder auch eine Kostprobe ihres beliebten Kuchens ab. Einer Gruppe aus Tansania, die zeitgleich zu Besuch in der Kirchengemeinde war, gefiel auch die angenehme Atmosphäre in Lichtenrade.

Zwei Jugendliche führten die „Reisenden“ zu ihrer letzten Tagesstation zum Waschhaus, da man sich ohne Hilfe im Hochhauslabyrinth schnell verlaufen kann.

Das Waschhaus (Groß-Ziethener-Straße 94) ist ein wichtiger Anlaufpunkt für die älteren Jugendlichen, die sonst oft gar nicht wüssten, wo sie sich aufhalten sollen. Das Outreach-Team kann viel zur Sozialstruktur der Besucher erzählen.


M. Höppner, Hinrich Scheffen, Wolfgang Zeiser, Tabea Witt

Tabea Witt und Wolfgang Zeiser haben hier fast nur mit Jugendlichen mit sogenannten Migrantenhintergrund zu tun. Tabea Witt findet den Standort ideal: „Das Waschhaus ist wie die verlängerte Straße.“ Die Einrichtung bietet hier überwiegend ganz niedrigschwellige mobile Jugendarbeit an. Auf die Fußballpokale sind die männlichen Jugendlichen hier besonders stolz. Einige Besucherinnen interviewten gleich Marijke Höppner und erzählten von ihren Sorgen. Auch das NUSZ, das Familienzentrum der ufa-Fabrik, nutzt das Waschhaus Lichtenrade als Nachbarschaftstreffpunkt. Hinrich Scheffen kann von den Angeboten berichten, die von PeKiP-Gruppen bis hin zu Yoga für Mütter und Kinder gehen.

„Puh“, das war ein langer Tag, als Marijke Höppner und Irmgard Beckmann ihre Heimfahrt antreten konnten. Viele positive Eindrücke werden jedoch bleiben!

Am zweiten Tag ging es dann zum Nachbarschafts- und Familienzentrum in der Finchleystraße und zum kommunalen Kinder- und Jugendclub im Gemeinschaftshaus in der Barnetstraße. Hier begleitete der Jugendstadtrat Oliver Schworck (SPD) die JHA-Vorsitzende. Fast alle Regionen sind nun angeschaut. Für Frau Höppner ist eindeutig, dass ihr so die künftige Arbeit leichter fallen wird und der Bezirk für sie ein ganzes Stück transparenter wurde.

Thomas Moser (auch alle Fotos)- www.lichtenrade-berlin.de

 

100 Jahre WESTKREUZ: Lichtenrader Traditionsunternehmen hat allen Grund zum feiern!

Lichtenrade, 17. August 2012 Einhundert Jahre Westkreuz-Druckerei Ahrens KG in Berlin-Lichtenrade! Wenn das nicht ein Grund für eine große Jubiläumsfeier ist?


Das Lichtenrader Familienunternehmen hat aktive und ehemalige Mitarbeiter, Geschäftspartner und befreundete Unternehmen und Netzwerke, Buchautoren, Freunde und alte Bekannte der Familie und des Unternehmens zu einem großen Fest eingeladen. Petrus hatte ein Einsehen mit soviel unternehmerischen Schaffensdrang und hat der Familie und den 500 Gästen ein perfektes sonniges Feierwetter beschert. Die Regenschirme konnten getrost zusammengeklappt bleiben.

Für die offizielle Begrüßung hat sich eigens der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit, wie allseits bekannt ein ehemaliger Lichtenrader, angesagt.


Klaus Wowereit, Kristin Ahrens, Lutz Ahrens, Franziska Ahrens
Vom Bezirk ließ sich die Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler nicht zweimal Bitten, dem mittelständigen Wirtschaftsunternehmen zu danken.

Aber erstmal wurden die Gäste von dem Ahrens-Familien-Spalier begrüßt. Vor ihrem jetzigen Unternehmenssitz im Töpchiner Weg 198/200 erhielten erstmal alle Festteilnehmer ein Namensschild. Dann standen sie aufgereiht: Die temperamentvolle Firmenchefin Kristin Ahrens, ihr Bruder, der Chef und Drucker mit Leib und Seele, Lutz Ahrens, und Franziska Ahrens, die jetzt als 5. Generation in der Geschäftsführung tätig ist. Wie Kristin Ahrens meinte: „Hier darf jeder stehen, der Ahrens heißt.“ Heute war die 4., 5. und auch schon die 6. Generation vertreten. Der kleine Theo lernt gerade das Laufen.

Statt Geschenken für die Firma wurde um Spenden für den gemeinnützigen Träger „Zukunftssicherung Berlin e. V. für Menschen mit geistiger Behinderung“ (http://www.zukunftssicherung-ev.de) gebeten. Die Spendenbox wurde gerne genutzt, aber nicht alle Schecks, wie der von EDEKA-Schrader, gingen in die Box rein.

Aber einige Geschenke sind es dann doch geworden: Die wundervolle Torte von Jörissen EDV wurde bestaunt,

die Bildererinnerungen des ehemaligen Bezirksbürgermeisters Dieter Hapel sorgten für Freude

und auf das schöne Modellauto mit Westkreuz-Beschriftung freut sich sicher der Enkel.


Für das leibliche Wohl der Gäste wurde gut gesorgt. Von der Currywurst, über eine reichhaltige Kaffee- und Kuchenauswahl, einem Crêpe- und Eisstand, einer exotischen Cocktailbar und einem ordentlichen Berliner Bier: Es war für jeden etwas da! Sogar an die kleinen Besucher hat man gedacht und einen schönen Kindertisch mit vielen Aktivitäten eingerichtet.

In Anwesenheit von Klaus Wowereit und den Besuchern im reichlich gefüllten Zelt hielt Lutz Ahrens die Festrede. Er gab einen ausführlichen Rückblick auf das Unternehmen und erläuterte, wo das traditionelle Familienunternehmen heute steht. „Seit 1912 haben sich vier Generationen gemeinsam mit engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durch ein ganzes Jahrhundert gekämpft und sich den Aufgaben jederzeit flexibel gestellt“ führt der Unternehmenschef aus. In der Chronik heißt es: „Die Westkreuz-Druckerei und Verlag wurde am 1. März 1912 ins Leben gerufen und hatte ihren ersten Sitz in der Stülpnagelstraße in Berlin-Charlottenburg, am S-Bahnhof Westkreuz. Wilhelm Ahrens, der Gründer der Firma Westkreuz-Druckerei und Verlag, wurde am 9. Mai 1878 in Oschersleben an der Bode geboren. Dort erlernte er bei der Bode-Zeitung den Beruf eines Schriftsetzers und ging nach bestandener Gesellenprüfung auf Wanderschaft. 1896 kam er in die Hauptstadt Berlin, die für ihn stets ein magischer Anziehungspunkt war. Beim Scherl-Verlag fand er eine Anstellung als Schriftsetzer und arbeitete am "Berliner Adressbuch". Im Jahr 1912 eröffnete Wilhelm Ahrens in einer kleinen Ladendruckerei sein eigenes Unternehmen. 1921 trat Wilhelm Ahrens als Mehrheitsgesellschafter in die Firma "Buchdruckerei Richter GmbH Berlin - Charlottenburg" ein und entwickelte diesen Betrieb zu einem Unternehmen, das 50 Mitarbeiter beschäftigte und mit seiner Ausstattung zu den modernsten grafischen Betrieben Berlins gehörte.“

Unternehmensgründer Wilhelm Ahrens engagierte sich auch in der SPD und wurde unbesoldeter Stadtrat im Berliner Magistrat. Sein jahrzehntelanges sozialpolitisches Engagement führte 1933 zu seiner Inhaftierung. Darauf hin übernahm sein Sohn Karl-Wilhelm Ahrens, der im väterlichen Betrieb Schriftsetzer gelernt hatte, die Führung im Unternehmen. Mit den Resten des Betriebes, der weitestgehend von den Nazis enteignet wurde, zog der Betrieb nach Lichtenrade um. Nach dem 2. Weltkrieg gelang dann, wieder bei null, mit einigen mutigen Mitarbeitern der Neuanfang. Nach dem plötzlichen Tod von Karl-Wilhelm Ahrens übernahm dann in dritter Generation Günther Ahrens das Unternehmen. Gemeinsam mit seiner Frau Elisabeth entstand in den 60er und 70er Jahren ein gesundes Unternehmen. Um neue Kundenkreise zu erschließen, gründeten die Inhaber eine Zweigstelle vor den Toren der ehemaligen Hauptstadt Bonn. Vom Blei- zum Fotosatz, vom Buch- zum Offsetdruck musste die Produktion mit erheblichen Investitionen auf neue Technologien umgestellt werden.

Lutz Ahrens erläuterte weiter, dass er mit seiner Schwester im neuen Jahrtausend „den ehemaligen Handwerksbetrieb weiter zu einem modernen Druck- und Mediendienstleister entwickelt hat.“ In diesem Unternehmen ist man stolz auf seine fleißigen, motivierten und zuverlässigen Mitarbeiter. Aus den Mitarbeitern, die das Handwerk des Schriftsetzers oder Drucker gelernt haben, wurden Mediengestalter und Medientechnologen. Lutz Ahrens sagt: „So haben wir die alte Weisheit bei uns abgeändert. Wir sagen hier: Was Hänschen nicht gelernt hat, kann Hans auch als älterer Mensch noch lernen.“ Die Kunden bringen keine Papiere mehr zur Druckerei, sondern es werden digitale Dateien per E-Mail verschoben. Hier wird alles gedruckt, von Visitenkarten, Plakaten, Zeitschriften, bis hin zu Büchern und hochwertigen Kalender. Aber auch Internetportale können hier betreut werden. Aber Lutz Ahrens liebt immer noch die Geräusche und den Geruch im Druckersaal.


Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit bedankte sich im Namen Berlins und des Senats von Berlin bei Familie Ahrens, denen er schon seit über 50 Jahren eng verbunden ist. „Wowi“, wie der Regierende Bürgermeister immer wieder gerne genannt wird, findet besondere Worte für den engagierten Gründer der Firma, der als Sozialdemokrat so aktiv war: „Es ist eine Schande, dass er von den Nazis rausgetrieben wurde.“ Wowereit erinnert sich noch gern an die Eltern der jetzigen Firmeninhaber. So schauten alle Vorfahren im Festsaal den Gästen von den großen Fotos über die Schulter. Klaus Wowereit gratuliert dem Unternehmen: „Der Mittelstand ist eine tragende Säule des Wirtschaftslebens. Auch in Berlin gibt es Familienunternehmen, die über Generationen hinweg Erfolg haben und alle Herausforderungen meistern. Zum hundertjährigen Jubiläum meine herzlichen Glückwünsche und für die nächsten Generationen: Glück und Erfolg!“

Nach dem Festakt war noch viel Zeit für Schwof und gute Gespräche.

So war René Minow, vom beliebtem Minows Zigarrendepot, im Gespräch mit Klaus Wowereit vertieft. Aber auch Buchautoren ließen sich gerne mit ihren Werken und dem Regierenden fotografieren.


Frank Behrendt vom Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer Verein Berlin-Lichtenrade e. V. beglückwünschte Lutz Ahrens; die monatliche Mitgliederzeitschrift des Vereins wird im Westkreuz-Verlag betreut und gestaltet.

Als Bezirksbürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg war auch Angelika Schöttler Ehrengast. Da sie auch für die Wirtschaftsförderung zuständig ist, freute sie sich besonders über so hervorragende und standorttreue unternehmerische Leistungen.

Die Westkreuz-Druckerei und ihre Geschäftsleitung sind tief in Lichtenrade verwurzelt.


Das Papa Henschels Salon Orchester spielt auf.
Es wurde noch ausgiebig ausgelassen gefeiert. Die Festveranstaltung wird den Gästen noch lange in guter Erinnerung bleiben. Als Abschiedsgeschenk gab es als Überraschung einen hochwertigen ewigen Kunstdruck-Kalender.


Der Autor dieses Berichtes kann vor der Leistung dieses Betriebes nur den Hut ziehen und freut sich mit den Lichtenrader Bürgern: „Herzlichen Glückwunsch Westkreuz-Druckerei, herzlichen Glückwunsch Familie Ahrens!“

Thomas Moser www.lichtenrade-berlin.de

www.westkreuz.de

LiNK: Bericht im Lichtenrader Magazin 09/2012

Die ganze Chronik ist auch auf der Lichtenrader Website www.lichtenrade-berlin.de nachzulesen.

 

Flugsicherung schert sich nicht um Flugroutenkompromiss…oder?

Vermehrt stellen Lichtenrader und Neuköllner Bürger fest, dass in geringer Flughöhe startende Flugzeuge von Schönefeld über ihr Wohngebiet fliegen. Nachdem die Flugsicherung dies anfangs mit veränderten Flugrouten wegen Gewittern begründete, wird nunmehr offen gesagt, dass eine frühzeitige Freigabe der Flughöhe aus „wirtschaftlichen Gründen“ erfolgt. Damit soll Kerosin gespart werden.

Die Flugzeuge mit Startrichtung Westen sollen nach den Flugroutenfestlegungen bis zu einer Höhe von 1.524 Meter geradeaus fliegen, bevor die Freigabe erfolgt. Dann dürfen die Flugzeuge abknicken und überfliegen in größerer Höhe auch den Süden von Berlin. Die Freigaben erfolgten jetzt teilweise schon ab einer Höhe von 400 Meter; die Überflughöhe über Lichtenrade ist dann noch sehr niedrig.


Dieses Flugzeug ist hier noch über Mahlow...
(Foto: BerLi-Press)
Der Bundestagsabgeordnete Dr. Jan Marco Luczak (CDU) fordert mehr Verbindlichkeit bei den festgelegten Flugrouten. Luczak beurteilt diese Praxis als nicht hinnehmbar. Auf der Website des Bundestagsabgeordneten heißt es dazu: „Abweichungen von den festgelegten Flugrouten - welche über einen monatelangen Prozess hinweg austariert wurden - würden den Kompromiss in Frage stellen und auch das Vertrauen der Menschen in die Verlässlichkeit politischen Entscheidungen. Luczak fordert daher mehr Verlässlichkeit bei der Umsetzung von festgelegten Flugrouten - etwa durch ein Präzisierung des Luftverkehrsgesetzes.“

J.M. Luczak (rechts neben Megafon) war schon bei der 1. Demo dabei!

Erste Fluglärmdemo in Lichtenrade Oktober 2010
ittlerweile hat auch Bundesverkehrsminister Ramsauer die Flugsicherung aufgefordert für mehr Klarstellung bei den Flugrouten zu sorgen. Die Bürgerinitiative Lichtenrade-Mahlow-Nord gegen Fluglärm e.V. hat einen offenen Brief an Dr. Peter Ramsauer geschrieben, der am Ende dieses Berichtes abgedruckt wird.

Noch viele Unterschriften gegen Fluglärm nötig!

Mittlerweile wird auch noch vermehrt für Unterschriften bei der 2. Phase zum Volksbegehren für ein Nachtflugverbot geworben. Siehe auch den Artikel in der Internetzeitung von Lichtenrade: http://weblog.lichtenrade-berlin.de/archive/2012/07/02/volksbegehren--nachtflugverbot--l-uft-schleppend.htm

Für Stände sucht die BI noch dringend Helferinnen und Helfer (Hier kann man sich melden: nstock@web.de oder abwelle@gmx.de.

Weitere Infos unter http://www.lichtenrade-gegen-fluglaerm.de.

ToM -BerLi-Press (auch Fotos)

 

Offener Brief zur Überflugproblematik Berlin, den 9. August 2012

Sehr geehrter Herr Dr. Ramsauer,

ich beginne dieses Schreiben an Sie mit einem großen Dank, dass Sie sich erneut der Fluglärmproblematik durch Überflüge über dem südlichen und restlichen Berlin annehmen. Dies hatten Sie bereits dankenswerterweise in der Phase der Flugroutenfindung für den neuen Flughafen BER getan.

Die von Ihnen aufgegriffenen Überflüge reihen sich ein in eine weitaus größere Anzahl von Routenverletzungen, auf die wir seit 1½ Jahren versuchen aufmerksam

zu machen.

Über die Vorgänge um die Flugroutenfestlegung für den neuen Flughafen Berlin-Brandenburg BER sind Sie ja bestens informiert, ebenso um das langwierige Ringen um tragbare und austarierte Kompromisse zwischen den Beteiligten in der Fluglärmkommission, wie z.B. auch der DFS. Zum ersten Mal in der Luftverkehrsgeschichte wurden mit großem Aufwand und unter Beteiligung weiter gesellschaftlicher Kreise Sicherheits-, Gesundheits- und wirtschaftliche Interessen abgewogen und harmonisiert.

Umso instinkt- und rücksichtsloser mutet da die Antwort der DFS auf eine engagierte Anfrage Ihres Parteifreundes Jan-Marco Luczak an, dass die Flugzeuge „regelmäßig Freigaben durch die Flugsicherung“ … erhielten, „etwa um den Flugweg zu verkürzen, wodurch Treibstoff gespart wird.“ Die Freigabe erfolge nicht selten bereits ab einer Höhe von 400 Metern.

Diese Haltung der DFS belegt, dass die im oben beschriebenen Prozess erreichte Flugroutenfestlegung von der Luftverkehrswirtschaft hinsichtlich der Schutzwirkung für die betroffene Bevölkerung nicht verstanden wurde und auch nicht als bindend angesehen wird. Offensichtlich ist ohne eine eindeutige gesetzliche Regelung, von der Luftverkehrswirtschaft keine Rücksichtnahme auf die Bevölkerung zu erwarten.

Unser Gemeinwesen fußt auf Akzeptanz und gegenseitige Rücksichtnahme mit Hilfe gesetzlicher Regelungen. Die Luftverkehrswirtschaft reklamiert und nutzt für sich mit den Argumenten Sicherheit und Wirtschaftlichkeit einseitig grenzenlose Freiräume zu Lasten der Bevölkerung; die bestehenden gesetzlichen Regelungen schränken sie nur marginal ein.

Die derzeit äußerst schlechte Akzeptanz des Flughafens BER ist die Folge einer

Vielzahl weiterer Missstände, die in unseren Augen nur durch tiefgreifende

gesetzliche Maßnahmen zugunsten der belasteten Bevölkerung heilbar sind. Dazu

rechnen wir u.a.:

- Die gesetzliche Verpflichtung zur Flugroutentreue; Abweichungen hiervon bedürfen eng definierten Ausnahmebedingungen,

- Das weiträumiges Herumführen von Flugrouten um Ballungsräume,

- Abweichungen hiervon transparent zu überprüfen und zu rechtfertigen, Verstöße konsequent und schmerzhaft zu ahnden,

- Die Anwendung lärmmindernder An- und Abflugverfahren,

- Die strikte Einhaltung eines konsequenten Nachtflugverbotes von 22:00 bis 6:00 Uhr.

Wir wären Ihnen dankbar und würden es Ihnen hoch anrechnen, wenn Sie sich - über das bisherige Maß hinaus - weiterhin für die vitalen Belange der Überflugbetroffenen einsetzen würden.

Gern würden wir weiterführende Gedanken zu dieser Thematik mit Ihnen austauschen und stehen jederzeit für ein Gespräch zur Verfügung.

Aufgrund der grundsätzlichen Problematik erlauben wir uns, dieses Schreiben auf unserer Homepage zu veröffentlichen und ausgewählten Adressaten zuzuleiten.

Mit den besten Wünschen

für ein erholsames Wochenende

Bernd Röstel

Mitglied des Sprecherrates

BI Lichtenrade-Mahlow-Nord

gegen Fluglärm e.V.

 

10. Ökumenische Erntedankprozession in Lichtenrade am Samstag, dem 22. September 2012

Der nun schon zehnte „Gottesdienst auf dem Wege“ kann mit Recht als eine Lichtenrader Tradition bezeichnet werden. Mit unserer Erntedankprozession gestalten wir eine Ökumene, die längst noch nicht so überall angekommen ist -         in aller Öffentlichkeit sichtbar. Ob bei Sonnenschein oder Regen, in jedem Jahr kamen um die 300 - 400 Menschen, die sich in unserem Ortsteil unter freiem Himmel versammelten. Wir wollen auch in diesem Jahr Gott für Frucht und Ernte, Kleidung und Arbeit, Familie und Freunde, Heimat und Dach über dem Kopf danken. Wir wollen uns aber auch unserer Verantwortung für Menschen, die vieles von dem entbehren, bewusst werden, ob hier vor Ort oder irgendwo in der Welt.

Wir laden alle herzlich ein, mit uns wieder den „Gottesdienst auf dem Wege“ zu feiern. Freunde, Bekannte und Nachbarn können mitgebracht werden. Viele Kinder unserer Gemeinden werden wieder für einen bunten Umzug sorgen und jeweils zu Beginn und zum Ende hin Lieder singen.

Wir treffen uns um 10.45 Uhr vor der kath. Salvatorgemeinde. Um 11.00 Uhr stimmt uns die Bläsergruppe ein und wir beginnen mit der Andacht, die ein Pfarrer der ev. Kirchengemeinde einleiten wird. Die Prozession wird sich anschließend  zur Bahnhofstraße aufmachen.

Foto © Ralf Koch/2008
Dem Kreuz folgen unsere Geistlichen, die geschmückte Erntekrone und ein bunter Zug von Kindern und Erwachsenen aus beiden Kirchengemeinden, zum Teil auch aus Nachbargemeinden und viele andere Menschen aus Nah und Fern, gefolgt von der historischen Dampfmaschine, unserem Erntewagen. An der Rehagener Straße wird eine Station mit Gebet und Gesang eingelegt. Der Dankumzug wird danach weiter über die Bahnhofstraße bis zur ev. Dorfkirche in Alt-Lichtenrade fortgesetzt. Dort wird gegen 12.20 Uhr der Pfarrer der kath. Kirchengemeinde die Andacht beenden.

Christen aus beiden Gemeinden unterstützen in Beiträgen die beiden Geistlichen mit Texten und Fürbitten, beten und singen werden wir alle gemeinsam.

Im Anschluss daran findet ein gemütliches Beisammensein auf dem Gelände der ev. Kindertagestätte in Alt-Lichtenrade 107 neben der Dorfkirche statt. Für das leibliche Wohl wird wieder reichlich gesorgt. Spenden für Speis und Trank sollen unsere Kosten decken und Mehreinnahmen gehen an ein sozial-caritatives Projekt.

Und damit wir sichtbar die Frohe Botschaft in der Welt zeigen können, bringen Sie bunte Erntewagen, Blumen- Obst- und Gemüsekörbe in den Umzug mit, zeigen Sie sich fröhlich und dankbar!

Am folgenden Sonntag wird das Erntedankfest in den Gottesdiensten der Lichten-rader Kirchen fortgesetzt, wozu alle sehr herzlich eingeladen sind.

Mit besten Grüßen

Ralf Koch & Birgit Dumdei

 

Leitbild für Lichtenrade

Der Anlass war ein Antrag der BVV-Fraktionen SPD und Bündnis 90/Die Grünen in Tempelhof-Schöneberg (Drucksache 0087/XIX) zur Perspektiventwicklung im Zentrum von Lichtenrade. Im Schlussbericht vom Bezirksamt heißt es (die Mitteilung ist bereits vom 13.6.2012):

Das Bezirksamt legt hiermit ein organisatorisches und finanzielles Konzept für die Leitbildentwicklung und die Durchführung der Standortkonferenz (1. Stufe des Verfahrens) der BVV zur Entscheidung vor.

Organisatorisches Konzept

Grundlage eines längerfristigen Leitbildes für das Stadtteilzentrum Lichtenrade bildet eine umfassende Analyse des Standortes bezogen auf sektorale Themen wie Einzelhandel, Verkehr, Städtebau, Öffentlicher Raum, Wohnen, Netzwerke/ Akteure/ starke Partner, Sozialstruktur, öffentliche und kulturelle Infrastruktur (1. Phase). Ziel ist es, im Rahmen dieser Grundlagenermittlung Stärken und Schwächen des Standortes herauszuarbeiten und Handlungsbedarfe aufzuzeigen, um integrierte Handlungskonzepte abzuleiten.

Diese Ergebnisse dienen im weiteren Verfahren als Grundlage für die Standortkonferenz, die aus mind. drei Veranstaltungen besteht (2. Phase). Die Stadteilkonferenz dient als öffentliches Forum, das die Leitbildentwicklung begleitet. In den Veranstaltungen werden den Teilnehmern die verschiedenen Arbeitsstände vor- und zur Diskussion gestellt und anschließend um Anregungen ergänzt. (nähere Erläuterungen s. Anlage 1)

Die Grundlagenermittlung/ Analyse, Leitbildentwicklung und Vorüberlegungen sind an freischaffende Büros zu vergeben. Die Moderation der Standortkonferenz wird von einem externen Moderator übernommen.

Die Leitbilderarbeitung für das Zentrum Lichtenrade / Bahnhofstraße hat zum Ziel, einen breiten Konsens über die langfristige Entwicklung des Standortes herzustellen. Das Leitbild soll für den Standort eine Entwicklungsrichtung aufzeigen, mit der sich alle mitwirkenden Akteure identifizieren können. Ein Maßnahmenkonzept zeigt die schrittweise Umsetzung des Leitbildkonzeptes, die planungsrechtlichen Voraussetzungen, öffentliche und private Aktivitäten und ihre Finanzierung. Das Leitbild unterstützt die Entwicklung von Potenzialflächen wie der „Alten Mälzerei“ oder andere Grundstücke in dem Sinne, dass sich weitere Planungen an diesem Leitbild zu orientieren haben.

Zeitlicher Rahmen

Das gesamte Verfahren ist innerhalb von 7-8 Monaten durchzuführen (Analyse 2-3 Monate, Leitbildentwicklung inkl. Standortkonferenz mind. 5 Monate).

Kostenrahmen

Die Kosten für die gutachterlichen Aufgaben belaufen sich auf geschätzte 40.000 € und für die Moderation auf 14.000 €. Ferner können abhängig von der Ausgestaltung der Standortkonferenz Sachkosten für Raummieten, Öffentlichkeitsarbeit und ggf. Catering anfallen.
 1. Grundlagenermittlung/ Analyse, Leitbildentwicklung, Durchführung der Standortkonferenz

40.000 € brutto

2. Moderation

14.000 € brutto

3. ggf. Sachkosten für Raummiete, Öffentlichkeitsarbeit, Catering

noch nicht bezifferbar

Personaleinsatz

Die Durchführung und Betreuung des Verfahrens werden personell durch den Fachbereich Stadtplanung abgedeckt. Der Personalbedarf beträgt eine halbe Stelle, die gegenwärtig nicht vorhanden ist und auch durch den aktuellen Personalbestand des Fachbereichs Stadtplanung nicht abgedeckt werden kann. Der Arbeitsaufwand umfasst die Vorbereitung und Durchführung der Ausschreibung, die Auftragsvergabe, die Betreuung des Verfahrens (v.a. die Abstimmung von Arbeitsständen), die organisatorische Vorbereitung und Teilnahme an der Standortkonferenz sowie die Abnahme der Arbeitsergebnisse (Analyse und Leitbildentwicklung). Der im Rahmen der Standortkonferenz breit zu gestaltende Abstimmungsprozess verlangt auch die aktive Teilnahme anderer relevanter Ämter an den Veranstaltungen und ggf. an amtsinternen Runden.

Foto: BerLi-Press

 

Schulstart 2012


...ohne viel Worte...ToM

 

Lichtenrader am Nordkap vermisst

Wie die Deutsche Presseagentur, die Berliner Morgenpost, der Tagesspiegel und der Berliner Kurier vor einigen Tagen meldeten, wird ein 42-jähriger Berliner aus Lichtenrade am Nordkap vermisst. Seit dem 11. Juli 2012 gibt kein Lebenszeichen mehr von dem Abenteuerurlauber Clemens D.. Das letzte Lebenszeichen hatte ein Freund erhalten. Nach einer langen Wanderung wollte der Vermisste schlafen. Am 20. Juli soll die Mutter die norwegische Polizei informiert haben. Wenig später fand man den Oldtimer, einen hellblauen Opel Kadett B Caravan, Baujahr 1969, auf dem Parkplatz der „Nordkaphallen“. Sein blau-weißes Karohemd soll auf einem Pfosten angebunden gewesen sein. Aus dem Wagen fehlen eine dicke Jacke, ein Kocher und Essen.

Die Suchmannschaften haben das schwierige Gelände, mit Hilfe eines Hubschraubers und von Hunden, intensiv abgesucht. Am Tag des Verschwindens von Depping soll starker Wind, Regen und Nebel geherrscht haben. Auch Angehörige sollen mittlerweile vor Ort suchen.

Die norwegische Polizei ist völlig ratlos. Bei abgestürzten Touristen hat man diese nach einigen Tagen immer lebend oder Tod aufgefunden. Auch würden die Leichen vom Meer wieder an Land gespült werden. Auch Hinweise auf ein mögliches Verbrechen liegen nicht vor bzw. sind nicht veröffentlicht worden. ToM

Foto Nordkapplattform: Quelle Wikipedia-Caroline Maybach

 

Spieglein, Spieglein, wer macht das schönste Schneewittchen-Theater: Der LortzingClub!

3. August 2012 Wer wirklich hochwertiges Kindertheater sehen wollte, der musste nicht in sein Spieglein schauen, sondern in den Lichtenrader LortzingClub gehen. Und das ist nicht nur einfach so gesagt, weil „Kindertheater ach so süß“ ist, sondern voller Anerkennung für die Leistung der Kinder und der wundervollen Arbeit der Spielleitung. Der Wettergott hatte dann auch ein Einsehen und der Regen hörte pünktlich vor dem Theatervorstellungsstart auf. So konnte das Theater, wie geplant, im schönen Garten des Clubs stattfinden.

Der Lichtenrader LortzingClub ist sicher nicht mit vielen finanziellen Mitteln gesegnet, aber was die Einrichtung trotzalledem hier für die Lichtenrader Kinder regelmäßig an Angeboten zaubert, ist beeindruckend. Auch mit Hilfe des Fördervereins RÜCKENDECKUNG-BERLIN e. V. fanden hier schon viele Theaterwochen in den Schulferien statt.


Lothar Weißgerber war auch schon als Kind im Lortzingclub
In der letzten Sommerferienwoche wurde der LortzingClub wieder zur großen Theaterbühne. In nur fünf Tagen entstand mit viel Elan und Engagement, toller Musik, bunten Requisiten und verrückten Ideen ein Theaterstück von und für Kinder. Die jungen Schauspieler/innen schlüpften in fantasievolle Rollen und wurden zu geheimnisvollen Wesen, zu bunten Märchenlandbewohnern und wagemutigen Helden. Geprobt wurde „Schneewittchen!“, das für diese Aufführung umgeschrieben wurde und nun fast ohne Text, aber dafür mit vielen tollen Ideen daherkam. Wer nun meinte, er kenne „Schneewittchen“ schon, war erstaunt, welche neue Ideen und Wendungen das alte und beliebte Märchen bieten kann, wenn sich Kinder und Jugendliche gemeinsam diesem Thema neu annehmen.


Für den tollen Text, die pfiffigen Ideen und die passende Musik sorgte Einrichtungsleiter Oliver Schmidt. Zusammen mit der engagierten Maike Hoffmann zeichneten sie sich für die Spielleitung verantwortlich. „Wir nehmen die Kinder ernst und sagen immer, dass sie das Beste von ihrer Leistung zeigen sollen“ erklärt Schmidt. Die Kinder probten nur fünf Tage. Bei der Aufführung konnte man die Spielfreude und die Ernsthaftigkeit bewundern. Hier wurde nicht nur rumgekichert, sondern die Kinder gingen in ihren teils sehr witzig angelegten Rollen auf. Und das ist bei über 40 Kindern aus Lichtenrade im Alter von 6 bis 14 Jahren gar nicht so einfach. Unterstützung hatten die Spielleiter von Susanne Roth und Nicole Hartmann.


Schneewittchen in acht Szenen und einer bunten Musikmischung von Shaggy, J. S. Bach, Lionel Richie und den The Box Tops. Die Kinder haben es geschafft, dass sie vor einer großen Kulisse mit Eltern, Verwandten und Bekannten den LortzingClub zu einer wahren Theaterbühne gemacht haben. Besonders temperamentvoll suchten die Zwerge nach ihrem Schneewittchen und konnten es retten…und wenn sie nicht gestorben sind, dann freuen sich die Zwerge noch immer. Verdienter und anhaltender Applaus war der Lohn der kleinen Künstler, bevor sie das Kuchenbuffet stürmen durften.

Der Zwergentanz


Oliver Schmidt und Maike Hoffmann waren als versierte und erfahrungs- und kenntnisreiche Theaterspielpädagogen hilfreich bei allen schauspieltypischen Unwägbarkeiten zur Stelle. Beeindruckend war auch, wie die Kinder vor der Aufführung mit Entspannungsübungen und Hinweisen auf die Abläufe fokussiert wurden.


Entspannungsübungen am Anfang
„Schneewittchen!“ ist die nunmehr siebente Märchenzauber-Produktion, die vom Lichtenrader LortzingClub aufgeführt wurde. Neben den traditionellen Sommerferientheaterworkshops bietet der Club auch eine feste Theater-Gruppe für Kinder von 8 bis 15 Jahren an, die immer donnerstags von 17 bis 18.30 Uhr probt. Wer dazukommen, Theaterluft schnuppern und neue Freunde finden mag, ist immer gerne willkommen.


Die "Arbeit" ist geschafft. Die Gruppe zum Schlussbild

Seniorchef Lothar Weißgerber vom Lesezirkel spendet 300 Euro!

Und als ein kleines Dankeschön, hat dann noch der Seniorchef vom Lesezirkel Weißgerber, Lothar Weißgerber, dem LortzingClub einen Scheck über 300 Euro für die Kinderarbeit übergeben.


Lothar Weißgerber unterstützt gerne den LortzingClub
Lothar Weißgerber wurde erst kürzlich 80 Jahre alt (man glaubt es nicht, wenn man den agilen und witzigen Mann sieht) und hat statt Geschenken um Spenden für den LortzingClub gebeten. In dieser Jugendeinrichtung war Weißgerber als Kind selbst gerne, als der Club nach dem 2. Weltkrieg von den Amerikanern geleitet wurde. Lothar Weißgerber und seine Frau Helga sind heute noch oft Gast im LortzingClub, haben schon einige Male den Club finanziell unterstützt und sich auch diesmal bei Schneewittchen köstlich amüsiert. Wir gratulieren an dieser Stelle Herrn Weißgerber nachträglich zu seinem Geburtstag und wünschen ihm jede Menge Gesundheit!


Oliver Schmidt (lks) und Maike Hoffmann (re) freuen sich über den Scheck von Frau und Herrn Weißgerber
Vom Jugendamt Tempelhof-Schöneberg freute sich die Pädagogische Sachbearbeiterin Beatrix Veenhoven sehr über die finanzielle Unterstützung der Firma Weißgerber Lesezirkel.

Ein herrlicher Theaternachmittag! So kann gelungene Kinder- und Jugendarbeit auch im Computerzeitalter noch aussehen! Wir wünschen dem LortzingClub weiterhin diese sichtbare Freude der Besucher und der Einrichtungsleitung viel Kraft für ihre unzähligen Aktivitäten. Wer den LortzingClub unterstützen will, der kann immer gerne spenden oder Fördermitglied werden.

Thomas Moser –BerLi-Press (veröffentlicht auch in KiTS aktuell Nr. 600)

http://www.lortzing-club.de

 
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Hier wird jetzt in lockerer Folge von aktuellen Lichtenrader Geschehnissen berichtet. Eine Art "AKTUELLE INTERNETZEITUNG" könnte man auch sagen...
Viel Spaß dabei!
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