2. September: Die besondere Ausstellung in Lichtenrade+++Bilderkunst im Grünen+++Meine besondere Empfehlung!!!

Bericht und Fotos vom letzten Jahr: http://weblog.lichtenrade-berlin.de/archive/2011/09/04/lichtenrade--kunst-ausstellung-im-gr-nen.htm

 

1. und 2. September; Spitzentennis in Lichtenrade!

– TVBB-Team AK30+ kämpft um Deutsche Meisterschaft

Berlin – Spitzentennis erwartet die Besucher am ersten Wochenende im September beim Tennisclub Berlin-Lichtenrade (TCL). Viele ehemalige Weltranglistenspieler kämpfen auf der Anlage im Franziusweg um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft der Altersklasse 30+.

Spielbeginn ist jeweils am 1./2. September ab 10 Uhr. Der Eintritt ist frei. Unterstützt wird die Veranstaltung von der Bausparkasse Schwäbisch Hall AG. Für Neumitglieder, die sich an diesem Wochenende für eine Mitgliedschaft im TCL entscheiden, gibt es Sonderkonditionen.

Das Team des Tennisverbands Berlin-Brandenburg (TVBB) ist hochkarätig besetzt mit ehemaligen Weltranglistenspielern. Syna Schreiber, die Nr. 1 der TVBB-Damen vom TC 1899 Blau-Weiß Berlin, war früher die Nr. 112 der WTA-Rangliste. Christian Grünes, Nr. 1 der TVBB Herren vom SCC Berlin, ehemals die Nr. 516 der ATP-Rangliste und Florian Jeschonek, TC 1899 Blau-Weiss, früher die Nr. 356 ATP. Nominiert sind auch die Lokalmatadoren Sascha Lehmann und Stefanie Gehrke vom TCL.

Spielt in Lichtenrade: Syna Schreiber, die Nr. 1 der TVBB-Damen vom TC 1899 Blau-Weiß Berlin (Foto:TCL)
Die Spiele werden in gemischten Teams ausgetragen. Im Halbfinale am Samstag treten jeweils zwei Verbände gegeneinander an. Drei Damen und drei Herren spielen im Einzel. Anschließend werden jeweils ein Herren- und Damendoppel sowie ein Mixed gespielt. Die siegreichen Verbände der Samstagspartien tragen am Sonntag das Finale aus. Die Verlierer ermitteln ebenfalls am Sonntag den 3. Platz bzw. den Absteiger in die Gruppe B. Die Deutschen Verbandsmeisterschaften der AK30, auch Franz-Helmis-Spiele genannt, werden jährlich ausgetragen. Jeder Tennisverband nominiert die besten Spieler der Altersklasse, die in verschiedenen Leistungsgruppen gegeneinander antreten. Seit zwei Jahren spielt der Tennisverband Berlin-Brandenburg in der höchsten Gruppe und hat somit die Chance, in Lichtenrade den Deutschen Meistertitel zu holen. Antreten werden die Auswahlmannschaften der Verbände Niederrhein (Titelverteidiger), Bayern (Vizemeister 2011), Berlin-Brandenburg (3. Platz 2011) und Mittelrhein (Aufsteiger).

„Wir freuen uns, dass der TVBB dieses Jahr die Franz-Helmis Spiele nach Berlin geholt hat,“ sagt Ben-Ulf Hohbein vom TVBB. „Der TC Lichtenrade ist mit seiner familiären Atmosphäre und dem tennisbegeisterten Mitgliedern der ideale Ausrichter für diese Event.“ „In früheren Jahren haben wir hier im TCL bereits die Mannschafts-Weltmeisterschaften der Herren AK35 ausgetragen. Wir freuen uns sehr, nun erneut Spitzentennis hier auf der Anlage zu präsentieren, so Frank May, 1. Vorsitzender des TC Lichtenrade.

Weitere Infos; http://www.tc-lichtenrade.de/deutsche-mannschafts-meisterschaften-ak-30/

 

Irritationen durch Neubau der S-Bahn Gleise

Der Neubau der S-Bahngleise zwischen Marienfelde und Lichtenrade hat bei einigen Mitgliedern unserer Bürgerinitiative und schon wieder Ängste ausgelöst. Beginnt nun der Bau der Dresdner Bahn war eine häufig gestellte Frage?

Mangelnde Informationen der Bahn führten zu diesen Unklarheiten.

Wir haben uns in den letzten Tagen genau informiert und hoffen damit zur Klärung beizutragen...

Die Reparaturen, die einem Neubau gleichzusetzen sind, beginnen südlich des Bahnhofs Marienfelde und enden bei Km 13,2 also circa 400 m nördlich des Bahnhofs Lichtenrade. Die Abstellanlage mit den Weichen nördlich des Bahnhofs wird nicht „angefasst". Das macht auch aus Sicht der Bahn Sinn, denn könnte sie ihre Pläne, die Ferngleise zu ebener Erde zu bauen, durchsetzen, müsste ab Km 13,2 die gesamte S-Bahnanlage sowieso abgerissen werden.

Sollte es soweit kommen, müssten die neuen S-Bahngleise und der Bahnhof ca. 10 m nach Westen, also Richtung Wünsdorfer Straße, „verschoben“ also neu aufgebaut werden. Die Ferngleise würden dann dort verlaufen wo jetzt das „Sackgleis“ im Bahnhof liegt.

Auf den Bildern vom Bahnhof Lichtenrade aus aufgenommen ist zu sehen, dass das neue linke Gleis neben dem Kilometerstein 13,2 beginnt und für das rechte Gleis das Planum schon vorbereitet ist. Etwa in der Mitte des jetzigen Bahnsteigs steht der Kilometerstein 13,7, also 500 m von diesem Punkt entfernt!

Damit ist klar, dass die Bahn keine Arbeiten ausführen lässt, die unseren Forderungen nach einer Tunnellösung entgegenstehen.

Wir hoffen mit dieser Information bei Ihnen einige Ängste und Befürchtungen abgebaut zu haben.

Ihre BI Dresdner Bahn

23. Juli 2012

 

Der Dorfteich in Lichtenrade im Grün - Seerosen verstecken sich noch etwas vor dem Regen



Fotos ToM -BerLi-Press

 

Neues Biotop in Lichtenrade: Autobahn für die Natur

In Lichtenrade ist ein kleines Biotop neu entstanden. Streng genommen liegt es nicht in Lichtenrade, sondern in Marienfelde. Die Marienfelder Feldmark ist aber gefühlt für viele Lichtenrader noch Lichtenrade, weil sie unmittelbar an der bebauten Lichtenrader Fläche grenzt. Die grüne Oase am Stadtrand wird für Freizeit und Sport gerne genutzt. Die Fläche liegt im westlichen Teil von Lichtenrade, grenzt an einem Wäldchen, an Feldern und am ehemaligen Grenzstreifen. Das neue Biotop liegt genau hinter dem Interkulturellen Generationengarten „Blohmgarten“ an der Blohm- /Ecke Egestorffstraße.

NaturRanger Björn Lindner von der Naturschutzstation Marienfelde ist einer der Hüter der Natur.

Neben vielen Flächen, zum Beispiel dem hügeligen Freizeitpark in Marienfelde, liegt ihm jetzt auch das neue Lichtenrader Biotop besonders am Herzen: „Es ist wichtig, dass hier eine Autobahn für die Natur entsteht!“

Für den langen Tag der Stadtnatur 2012, der Mitte Juni stattfand, hatte Björn Lindner Informationstafeln aufgestellt und mit Flatterband die besonders schützenswürdigen neuen Flächen an der Lichtenrader Grenze abgeteilt. Für den einzigen Natur-Ranger in Berlin, Björn Lindner, ist es wichtig, dass Naturschutz, Landschaftspflege, die Erholung der Bevölkerung und Bildung Hand in Hand gehen. Björn Lindner ist, wenn man so will, auch ein Menschen-Ranger.

Björn Lindner redet begeistert von Zauneidechsen, vom Neuntöter (der Vogel wird auch Rotrückenwürger genannt) oder vom Moorfrosch. All das und noch viel mehr findet man auf der Fläche hinter dem „Blohmgarten“. Diese Fläche ist ein wichtiges Scharnier zwischen der Großstadt und dem Umland! Auf dieser Fläche wurde ein geschütztes Ersatzhabitat für Zauneidechsen angelegt, die an einer anderen Stelle für den Bau von Reihenhäusern weichen mussten. Björn Lindner hat die Echsen hierher umgesiedelt. Das Eidechsen-Habitat wurde vom Bauherrn, in Abstimmung mit dem Umwelt- und Naturschutzamt von Tempelhof-Schöneberg, eingerichtet.


Björn Lindner will hier noch Holzzäune, natürliche Wege und einen Naturlehrpfad errichten; jetzt bleiben hier erst einmal das Flatterband und die Informationstafeln. Bänke sollen die Besucher zum Verweilen einladen, Schulklassen und Kitas sollen die Natur, Pflanzen und Tiere näher gebracht werden. „Eine gute Chance für die Lichtenrader Kinder, die Natur ganz nah zu erleben“ freut sich NaturRanger Lindner. Die Wasserstelle muss noch eingefriedet werden, damit die Hundebesitzer das einzigartige Biotop nicht als Badestelle für ihre Vierbeiner nutzen.


Seinen Hauptstützpunkt hat der NaturRanger am Diedersdorfer Weg 5 in Marienfelde. Seit 2005 ist der angrenzende hügelige Freizeitpark Marienfelde wieder für Besucher geöffnet und seit Oktober 2008 gibt es dort die NABU-Naturschutzstation Marienfelde. NABU ist die Abkürzung für Naturschutzbund Deutschland.

Lindner veranstaltet Führungen für Interessierte und arbeitet eng mit Kindertagesstätten und Schulen zusammen. Die kleinsten Naturschützer, die JuniorRanger „Zwiebelfrösche“ unterstützen Björn Lindner bei seiner Arbeit. Diese NABU Kindergruppe ist für Kinder im Alter von 7 bis 12 Jahren konzipiert.

Oliver Schworck (SPD), zuständiger Bezirksstadtrat für den Naturschutz, ist Unterstützer und Fan der ersten Stunde des Projektes und hat auch die Schirmherrschaft für die „JuniorRanger“ übernommen. Die JuniorRanger wurden 2008 gegründet. Das „Grüne Klassenzimmer“ ist eine von vielen Aktivitäten. Im Sommer 2011 initiierte Stadtrat Schworck eine Ferienaktion, ursprünglich für 15 Jugendliche ausgelegt. Über 100 wollten mitmachen. Auch 2012 startet wieder das „Grüne Klassenzimmer“ in den Schulferien.

Björn  Lindner und Oliver Schworck (Foto:Ed Koch-KiTS)
Um die Fläche hinter dem Blohmgarten dauerhaft zu sichern, bedarf es nach Auskunft des Baustadtrats Daniel Krüger (CDU), der für die Liegenschaft zuständig ist, noch Verhandlungen und Abstimmungen. Zurzeit ist die Fläche nach dem Planungsrecht als Kleingartengebiet ausgewiesen. Dies müsste erstmal ausgesetzt werden. Baustadtrat Krüger hatte erst vor kurzem mit Fachleuten eine Begehung der Fläche durchgeführt.

Daniel Krüger kann noch nicht sagen, was langfristig mit der Fläche passiert. Auch sind noch Abstimmungen mit dem für Natur zuständigen Stadtrat Oliver Schworck erforderlich.

Eines scheint aber sicher zu sein, dass der Bezirk keinerlei Geld für Maßnahmen investieren wird und kann. Also kurz gesagt, die Entscheidung steht noch aus, ob es dann auch alles so bleibt und wird, wie sich das der aktive NaturRanger Björn Lindner wünscht.

Die Lichtenrader scheinen sich aber über ihr neues Biotop zu freuen! Die Tafeln werden gerne von Spaziergängern und Radfahrern ganz genau gelesen. Ein Besucher sagt: „Es ist doch wunderbar, wenn hier Menschen, Tiere und Pflanzen gemeinsam einen so besonderen Lebensraum geschenkt bekommen!“

Thomas Moser (auch alle Fotos, sofern nicht gekennzeichnet)–BerLi-Press (www.berli-press.de) für www.lichtenrade-berlin.de

Veranstaltungen der Naturschutzstation Marienfelde

Samstag 07.07.2012 10.00 bis 13.00 Uhr

Völkerführung, Honigentnahme, ein Lehrgang des Imkervereins Steglitz am Naturschutz-Stützpunkt Marienfelde, Diedersdorfer Weg 5, Leitung Franz Bertsch. Die Teilnahme ist kostenfrei, jedoch ist eine Anmeldung erforderlich unter info@imkerverein-steglitz.de.

Samstag 14.07.2012 10.00 bis 13.00 Uhr

Behandlung der Bienenvölker, ein Lehrgang des Imkervereins Steglitz am Naturschutz-Stützpunkt Marienfelde, Diedersdorfer Weg 5, Leitung Franz Bertsch. Die Teilnahme ist kostenfrei, jedoch ist eine Anmeldung erforderlich unter info@imkerverein-steglitz.de.

Beginn 23.07.2012

Auch in diesem Jahr findet die „Grüne Schule“ jeweils in 2 Wochenblöcken vom 23.07. – 27.07. und vom 30.07. – 03.08. statt. Der NaturRanger wird mit Unterstützung von Biologen + Pädagogen/-innen ein lehr- und erlebnisreiches Programm durchführen. In der Zeit Mo.- Fr. täglich 08.00 – 16.00 Uhr wird Kindern im Alter von 7 – 11 Jahren die heimische Natur mit ihrer Artenvielfalt näher gebracht. Nähere Informationen bei Frau Kühn Tel.: 030 75 77 47 66.

Kontakt und Öffnungszeiten

 NABU Naturschutz-Station Marienfelde

 Diedersdorfer Weg 5, 12277 Berlin

Bürozeiten Mo.-Fr. 9:00 - 15:00 Uhr

Telefon 030 - 757 74 766

Mobil 0174-2 19 08 41

E-Mail naturschutzstation@berlin-marienfelde.de

Leitung NaturRanger Björn Lindner

www.natur.berlin-marienfelde.de

http://www.nabu.de

Bericht im Lichtenrader Magazin Ausgabe 08/2012 (pdf)

 

Gedicht des Monats Juli 2012 von Hermione von Preuschen

Auf der Website vom „Haus der deutschen Sprache“ ist von der Lichtenraderin Hermione von Preuschen als Gedicht des Monats „Erwartung“ veröffentlicht worden.

Wir wollen an dieser Stelle auch einmal etwas für die Kunst tun und drucken gerne das Gedicht und den Erläuterungstext aus der Internetseite http://www.hausderdeutschensprache.eu ab.

Hermione von Preuschen
(1854-1918)
 
Erwartung

 
Tagüber hatten sie so geschwatzt,
geraucht und gespielt im Hafen-Café,
Albanesen und Juden, Griechen und Türken.
Dick war die Luft und weiß und schwer,
hemmte den Atem, betäubte den Sinn.
Ich saß dazwischen, scheu in der Ecke,
trank schon den vierten süß-türkischen Mokka.
- - Noch immer kein Schiff - die Stunden zerrannen,
Tropfen für Tropfen im Schneckengang.
Die Sonne sank und die Nacht stieg zum Thron,
herrschte, schwül lastend, mit dunkler Hand
über Ozeanen und Bergen und Welt!
Noch immer kein Schiff, das Schiff mit dir,
das dich, deine Liebe mir bringen sollte,
deine dunkle, süße, betörende Liebe!

Schon tragen die Wasser dich näher und näher ...

... So harrte in Träumen ich Stund' um Stunde,
fühlt wieder geborgen mich, dir am Herzen,
das Weib im Mann, seiner Welt beschlossen!
... Rings lärmten die Griechen, die Juden und Türken,
und rauchten und schwatzten. Von kläglichen Lampen
nur trüb drang ein Scheinen durch Dünste und Dampf.
Ich träumte von dir und mir klang deine Stimme:
»So ist nun dein Dämon dennoch gekommen.«

Trompetentusch von der Felsenfestung, -
feierlich klingt's in die Nacht hinaus.
Da naht auch der Fährmann: »Kyria, das Schiff kommt -
Zwölf Stunden Verspätung!«

Ach, auch die Folter wär Wonne gewesen -
harrend auf dich!
 
Im kleinen Nachen mit anderen Barken
fahr ich zum Koloß mit den farbigen Lichtern.
Und wieder ein dröhnend Trompetenklingen.
So fahr ich hinaus in die Nacht, dir entgegen,
- der Liebe, dem Glück!
 
- - - - - - - - - - - - - - -
 
Unter Sprachgewirr, unter drängenden Fremden
such ich vergebens - - - du bist nicht gekommen!
 
... Und so fahr ich immer dem Glück entgegen
und finde es nie!
 
Bei der Landung aber, wieder vom Felsen,
feierlich dröhnend, Fanfarenklänge!
 
Das ist das Leben!

 

 „Erwartung“ erzählt von dem Warten am Hafen auf eine geliebte Person.

Das lyrische Ich sitzt im Hafen-Café zwischen Menschen verschiedenster Nationen und wartet stundenlang auf das Ankommen eines Schiffes. Auf diesem Schiff soll sich die geliebte Person befinden. In dieser Hoffnung vergeht die Zeit, bis schließlich das Schiff mit 12 Stunden Verspätung in den Hafen einfährt und der Wartende erkennen muss, dass seine Hoffnung nicht erfüllt wird: die ersehnte Liebe ist nicht an Bord.

Die Hoffnung des Wartenden wird zerstört und er sieht sich wieder weit weg entfernt von dem ersehnten Glück. Doch er scheint gewiss zu sein, die Hoffnung nicht aufzugeben und beim nächsten Einlaufen des Schiffes wieder erneut nach seiner Liebe zu suchen.

Dieser erzählerisch vermittelte Zyklus des Wartens auf die Liebe, auf das Glück prägt auch die Form des Gedichtes. Es verfügt, einem epischen Text ähnlich, über keine regelmäßige Anordnung von Strophen und Versen und über kein durchgängiges Reimschema.

Auffällig an dem Gedicht aus dem ersten Gedichtband von Hermione von Preuschen ist die ausgeprägte Zeichensetzung. So stehen Auslassungspunkte zu Beginn eines Satzes und am Satzende, viele Verse enden mit Ausrufezeichen und es wird wörtliche Rede verwendet.

Besonders charakteristisch im Druckbild erscheint die Zäsur mittels einer Linie und ein Einzelvers nach den ersten 15 Versen, sowie zum Abschluss des Gedichtes.

 

Hermione von Preuschen wird am 07.08.1854 in Darmstadt geboren. Im Alter von 15 Jahren beginnt sie das Studium der Malerei in Karlsruhe. Sie gilt als Erfinderin des historischen Stilllebens und ist berühmt für ihre frühen Blumenbilder und das Werk „Mors Imperator“. Im letzteren wurde ihre Kunstkritik als Kritik an Kaiser Wilhelm I. verstanden und Hermione von Preuschen wegen Majestätsbeleidigung angeklagt.

Ihr literarisches Wirken beginnt mit 19, als sie bei dem Schriftsteller und Theaterleiter Gustav zu Putlitz wohnte, der sie zum Schreiben anregt. 1882 heiratet sie den Arzt Oswald Schmitt, von dem sie bereits 1889 geschieden wird. Sie geht eine zweite Ehe mit dem Schriftsteller Konrad Telmann ein und wohnt fortan mit diesem in Rom. Nach dem Tod ihres zweiten Mannes widmet sie sich intensiv der Schriftstellerei.

Ihr Leben ist geprägt von den zahlreichen Reisen, die sie unternommen hat. Sie reiste viel durch Europa, Indien und trat auch fünf Weltreisen an, die ihr literarisches Schaffen prägten. So malt das Gedicht „Erwartung“ den Hafen als eine Kulisse der Internationalität. Hier trifft der Leser auf „Albanesen und Juden, Griechen und Türken“.

Neben den vier Gedichtbänden veröffentlicht Hermione von Preuschen auch Novellen, Romane, davon der bekannteste „Yoshiwara“ auch einen Reisebericht. Ihre Memoiren werden 1926 unter dem Titel „Der Roman meines Lebens - ein Frauenleben um die Jahrhundertwende“ veröffentlicht.

Im Alter von 64 Jahren stirb von Preuschen am 12.12.1918 in Berlin und wird in Rom beerdigt. Seit 2009 gibt es als Denkmal für diese nur wenig bekannte deutsche Dichterin in Lichterade den „Hermione-von-Preuschen-Platz“.

v-lks.n.re. Rüdiger von Preuschen, Ingrid und Melanie Kühnemann, Oliver Schworck Foto: Thomas Moser
Hermione von Preuschens Gedicht „Erwartung“ ist ein Werk der Jahrhundertwende. Veröffentlich wurde es in dem Gedichtband Reginae Vitae 1888.

Die, das Jahr 1900 umrahmenden vier Jahrzehnte sind literarisch eine Zeit der Gegensätze von Konvention und Grenzüberschreitung. Der Epochenbezeichnung der Jahrhundertwende unterliegt nicht einer programmatisch-ästhetische Übereinstimmung, sondern umfasst das Bewusstsein der Zeit in seiner Gegensätzlichkeit und deren Darstellungen.

Namen wie Christian Morgenstern, Friedrich Nietzsche, Stefan George und Rainer Maria Rilke prägen diese Epoche.

Zahlreichen Werken gemein ist das Bewusstsein massiver Veränderungen im Sozialen, Wirtschaftlichen und Technischen, einhergehend mit der Überwindung von Grenzen und der Entstehung eines neuen Lebensgefühls.

Christian Morgenstern verkörpert das neue Lebensgefühl und das Überschreiten von Grenzen in seiner Lyrik, indem er sich Konventionen entzieht und neue Perspektiven auf die Welt und auf die Sprache erhofft.

Stefan George strebte nach einer neuen Poesie und charakterisiert seine Werke durch eine neue Form mit einer eigenen Interpunktion, durchgängiger Kleinschreibung und Neuerungen der Typographie. Diese Elemente befinden sich auch in den Werken Hermione von Preuschens, u.a. die auffällige Interpunktion in „Erwartung“.

Quelle:

http://www.hausderdeutschensprache.eu/index.php?option=com_content&task=view&id=167&Itemid=84

Weitere Informationen zu Hermione von Preuschen:

http://www.lichtenrade-berlin.de/herm_v_preuschen.html

 

In Kürze: Terminsprechstunden in den Bürgerämtern im Bezirk

Die Bürgerämter in Tempelhof-Schöneberg bieten bald nur noch Terminsprechstunden an. In dringenden Notfällen soll aber sofort geholfen werden.

Das Bürgeramt in der Lichtenrader Briesingstraße war 2011 für zwei Monate (August und September) geschlossen. Seit dieser Zeit wird in Lichtenrade nur noch eine Terminsprechstunde angeboten, damit unnötige Wartezeiten vermieden werden. Die Termine kann man direkt im Bürgeramt, über Internet bzw. e-mail und telefonisch über die Behördenummer 115 ausmachen. Auch kann man den "Quick Response"-Code auf dem Terminsprechstunden-Flyer nutzen, damit man über das Smartphone diesen Service in Anspruch nehmen kann.

Nun will das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg in allen drei Standorten Terminsprechstunden für die Bürgerämter einführen. Ab Mitte August sollen die Veränderungen auch für die Bürgerämter im Rathaus Schöneberg und Rathaus Tempelhof gelten, sofern die Personalvertretung dem Vorhaben zustimmt. Somit stellt Tempelhof-Schöneberg als erster Bezirk seine drei Bürgerämter komplett auf Terminvergabe um.

Stadtrat Oliver Schworck (SPD) stellt die Sprechstunden aus „Überzeugung“ um. Lange Wartezeiten und der damit verbundene Ärger der Bürger soll vermieden werden. Diese Belastung hatte teilweise hohe Krankheitsausfälle der Belegschaft zur Folge.

Termine konnten schon vorher vereinbart werden; diese Möglichkeit nahmen aber nur rund 40 Prozent der Bürgerinnen und Bürger wahr. Schworck erläutert, dass die bisherigen Erfahrungen mit der Terminsprechstunde in Lichtenrade positiv waren. Die Termine können dann meistens auch eingehalten werden; nur ein kleiner Teil musste, im Schnitt nicht länger als zehn Minuten, warten. Es gab nur sehr wenige Beschwerden.

Notfälle sollen weiter sofort bedient werden. Dies gilt beispielsweise, wenn ein dringend benötigter Ausweis gestohlen wurde und eine Anzeige der Polizei vorzuweisen ist. Schworck geht davon aus, dass rund zehn Prozent den vereinbarten Termin verfallen lassen; diese Zeit kann dann für die Notfälle genutzt werden. Durchschnittlich sollen in jeder Stunde fünf Bürger pro Mitarbeiter bedient werden können.

Als Oliver Schworck bereits Ende 2010 probeweise die Terminvergabe eingeführt hatte, wurde er von vielen Stadträte-Kollegen kritisiert. Aber auch andere Bezirke wollen sich nun auf den Weg in Richtung Terminsprechstunde machen. Schworck ist überzeugt, dass die Umstellung des Verfahrens bei diesen Massengeschäften notwendig ist. Die Bürgerämter sind für viele Aufgaben zuständig. Von der Anmeldung einer Wohnung, der Beglaubigung einer Unterschrift bis zum Ersatz der Kfz-Zulassungsbescheinigung: In den Bürgerämtern sind viele Aufgaben mit Bürgerkontakt wohnortnah gebündelt. ToM

Link zur Website der Bürgerämter in Tempelhof-Schöneberg: http://www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg/organisationseinheit/buerger/buergeraemter.html

Aufgaben der Bürgerämter: http://www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg/organisationseinheit/buerger/buergeramt/infosystem.php?s&keindienstleister%3E%20&keindienstleister

 

Volksbegehren „Nachtflugverbot“ läuft schleppend!

Vor zwei Tagen wurde gemeldet, dass von 173.000 erforderlichen Unterschriften beim Volksbegehren Nachtflugverbot gerade mal 2.700 zusammengekommen sind.

Am 29. Mai 2012 ist das Volksbegehren über die Durchsetzung eines landesplanerischen Nachtflugverbots am Flughafen Berlin Brandenburg International (BER) gestartet worden. Die Berliner haben insgesamt vier Monate Zeit zu unterschreiben. Die Frist endet definitiv am 28. September 2012.

Sicher sind noch viele Unterschriftenlisten unterwegs, andererseits wird es sehr schwierig werden, tatsächlich die notwendige Anzahl von Unterschriften in Berlin zu erreichen. Einige werden denken, das wird trotzdem schon klappen, Andere sehen sich nicht als Fluglärm-Betroffene an.

Wer also das Volksbegehren unterstützen will, sollte nicht darauf hoffen, dass schon die Anderen im ausreichenden Umfang unterschreiben. Wichtig ist zu beachten, dass nur einmal unterschrieben werden darf, ansonsten würde keine Unterschrift gezählt werden. Auch ist auf den Listen lesbar zu schreiben, es sind keine „Gänsefüßchen“ bei den Angaben zulässig und es muss auch zwingend unterschrieben werden. Alle Unterlagen werden genauestens vom Landeswahlleiter geprüft.

Im Wesentlichen geht es beim Volksbegehren darum, dass der Senat aufgefordert wird, sich in den Verhandlungen mit dem Land Brandenburg dafür einzusetzen, dass zwischen 22 Uhr und 6 Uhr kein planmäßiger Nachtflug stattfindet. Damit sollen die Lärmbetroffenheiten mit allen befürchten gesundheitlichen Schädigungen reduziert werden. Dafür müsste das gemeinsame Landesentwicklungsprogramm der Länder geändert werden.

Unterschreiben kann jede stimmberechtigte Person auf den amtlichen Unterstützerlisten, die beim Bezirkswahlamt anzufordern oder im Internet herunterzuladen (siehe Link unten vom Landeswahlleiter) sind. Wahlberechtigt sind die Personen, die auch für das Berliner Abgeordnetenhaus wahlberechtigt sind; also über 18 Jahre alt sind und ihren Wohnsitz in Berlin haben. Viele Initiativen sammeln aber auch die Unterschriften im Zusammenhang mit Straßenaktionen.

Die Landesabstimmungsleiterin, Dr. Petra Michaelis-Merzbach, weist darauf hin, dass das Volksbegehren zustande kommt, wenn mindestens sieben Prozent der Stimmberechtigten zustimmen, also rund 173 000 Personen. Wenn das Abgeordnetenhaus das Volksbegehren dann nicht übernimmt, findet Anfang 2013 ein Volksentscheid statt. Für die Brandenburger Bürger gilt ein eigenes Verfahren. Die Brandenburger haben einige Tage länger Zeit. Wer hierzu Informationen benötigt, kann die amtlichen Seiten sehr schnell über die Internet-Suchmaschinen finden.

Auch das Bundesumweltamt forderte schon das Nachtflugverbot.

Die Regelung, die nach dem jetzigen Stand bei Inbetriebnahme des neuen Airports gilt, kann wie folgt skizziert werden: In der Tagesrandzeit, das heißt von 22 bis 24 Uhr und von 5 bis 6 Uhr sind 77 Flugbewegungen zulässig sind und davon zweidrittel in der Zeit von 22 bis 23 Uhr. Die Flughafengesellschaft und auch die IHK Berlin sehen diese durch das Bundesverwaltungsgericht getroffenen Regelungen als nicht verhandelbar an.

Die Lichtenrader Bürgerinnen und Bürger können seit über einem Jahr vermehrten Flugbetrieb in Schönefeld, besonders in den Abend- und Nachtstunden, feststellen. Zwar gibt es in Schönefeld zurzeit kein Nachtflugverbot, jedoch wird ein stark vermehrtes Flugaufkommen mit der BER-Eröffnung eintreten. Wie bekannt wird der Flughafen Tegel geschlossen, der zurzeit die erheblichen Steigerungen bei den Flügen verkraften muss.

Selbst wenn man sich über die Verschiebung des Eröffnungstermins des neuen Willy-Brandt-Flughafens freut und nur Hohn und Spott für die Verantwortlichen übrig hat, eines ist wohl sicher: Der BER wird kommen! ToM (Fotos:Thomas Moser/BerLi-Press)

Nachtflugverbot-Website für Berlin: http://nachtflugverbot-berlin.de

Bürgerinitiative Lichtenrade/Mahlow-Nord gegen Fluglärm e.V.: http://lichtenrade-gegen-fluglaerm.de

INFO-Büro Fluglärm e.V.: http://www.gegen-fluglärm.de

Landeswahlleiter mit umfänglichen Informationen und den Auslegestellen:

http://www.wahlen-berlin.de/abstimmungen/VB2012_Nachtflug/AllgemInfo.asp?sel1=5058&sel2=1000

 
Über mich
Internetzeitung von www.lichtenrade-berlin.de!
Hier wird jetzt in lockerer Folge von aktuellen Lichtenrader Geschehnissen berichtet. Eine Art "AKTUELLE INTERNETZEITUNG" könnte man auch sagen...
Viel Spaß dabei!
Mehr über mich
Archiv
21Publish - Cooperative Publishing