Neues Blockheizkraftwerk in Lichtenrade in Betrieb genommen

Berlin-Lichtenrade, 15. Juni 2012 In der Lichtenrader Groß-Ziethener-Straße ist ein neues Blockheizkraftwerk der RWE in Betrieb genommen worden.

An dieser Stelle sorgt in der Hochhaussiedlung schon seit Mitte der siebziger Jahre ein Fernheizwerk der RWE Energieleistungen GmbH (RWE ED) für Fernwärme in über 1.000 Haushalte in Lichtenrade. Es werden acht Gebäudeeinheiten mit Wohnungen, Gewerbebetrieben, ein Einkaufszentrum und öffentliche Einrichtungen mit Wärme versorgt. Seit 2004 wird als Energieträger Erdgas genutzt.
Das neue hocheffiziente Biomethan-Blockheizkraftwerk wird heute von Vertretern der RWE und der Wohnungsbaugesellschaft GSW in Betrieb genommen.

Dr. Erik Beckedahl, Michael Behrends (RWE), Ibrahim Kadem, Matthias Kaboth (GSW), der RWE-Projektleiter Sven Hiltner, Nils Voß und der RWE ED Geschäftsführer Dr, Markus Mönig drücken symbolisch den großen roten Knopf, der den Fortschritt in Lichtenrade einläuten soll. Die notwendige Energie ist nach wie vor das Erdgas von der GASAG. Mit dem neuen Blockheizkraftwerk verbessert sich jedoch die Energiebilanz.
Das neue Aggregat ergänzt die drei vorhandenen, mit Erdgas betriebenen, Heizkessel und erhöht deutlich die Effizienz der Gesamtanlage. Das Blockheizkraftwerk erzeugt 700 Kilowatt Wärme und 600 Kilowatt Strom.


Dr. Markus Mönig: „Damit kann der Wärmebedarf von knapp 400 Haushalten umweltbewusst gedeckt werden. Durch den Einsatz des Blockheizkraftwerkes werden im Jahr rund 2.600 Tonnen CO 2 (Kohlendioxid) gegenüber der getrennten Erzeugung von Strom und Wärme eingespart.“ Besonders stolz ist Dr. Mönig auch über die kurze Bauzeit von 12 Monaten, was für solche Anlagen schon etwas Besonderes ist.


Das Investitionsvolumen betrug rund 750.000 Euro. Einen beträchtlichen Anteil dieser Kosten wurden in Schallschutzmaßnahmen gesteckt. Diese sind notwendig geworden, da die neue Maschine auch tief unter der Erde viel Krach verursacht. Dieser Lärm wird jedoch wirkungsvoll durch die neuen Anlagen minimiert, wie man sich bei der Besichtigung des kleinen Kraftwerkes überzeugen konnte. Der Tag der offiziellen Inbetriebnahme wurde dann auch als Tag der offenen Tür genutzt. Interessierte und Anwohner hatten so Zeit und Gelegenheit, sich die Anlage anzusehen und genauestens von den Experten erklären zu lassen.


Der RWE-Projektleiter Sven Hiltner erklärt jedes Detail der neuen Anlage.
Die Anlage wird computergestützt ständig fernüberwacht. Daher muss die vorhandene Warte personell nicht immer besetzt sein.

Insgesamt werden in Deutschland von der RWE 60 Blockheizkraftwerke betrieben. Mit diesen regionalen Vorortkonzepten will der Energiekonzern die Energiewende positiv befördern. Für die versammelten Eröffnungsgäste ist Lichtenrade ein klein wenig grüner geworden.

Thomas Moser –BerLi-Press (auch Fotos)

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