Antifa-Rundfahrten in neuer Trägerschaft

Quelle: Paperpress-Newsletter Nr. 481 T vom 26. Mai 2012 (37. Jahrgang)

1979/80 hatten Jugendliche aus dem Jugendclub Bungalow am Mariendorfer Damm gemeinsam mit den Zeitzeugen Emil Ackermann und Wolfgang Szepansky eine „Antifaschistische Stadtrundfahrt“ zu Stätten des Naziterrors und Widerstandes in Tempelhof zusammengestellt. In Kleinarbeit wurden rund 40 Stationen, die irgendeine Bedeutung zwischen 1933 und 1945 hatten, erarbeitet. Die Spurensuche war äußerst aufwendig.

Am 14. September 1980 konnte endlich die erste Fahrt stattfinden. Begleitet wurde sie von Emil Ackermann und Wolfgang Szepansky sowie von Uwe Januszewski.

Das Zustandekommen der Fahrt war begleitet von Auseinandersetzungen mit dem Jugendamt Tempelhof und dessen damaligen Stadtrat Udo Keil (CDU). Das Projekt der Bungalow-Jugendlichen wurde von der Bezirks-CDU madig gemacht, weil Ackermann und Szepansky dem kommunistischen Widerstand angehörten. Das Jugendamt setzte dagegen und beauftragte ihren Sachbearbeiter für politische Bildung eine „eigene“ Fahrt zu konzipieren. Diese wurde dann begleitet von „anständigen“ Widerstandskämpfern, die sich zum Teil während der Nazidiktatur gar nicht in Deutschland aufgehalten hatten und im Gegensatz zu Ackermann und Szepansky nicht im Bezirk lebten. Natürlich waren die meisten Stationen der beiden Rundfahrten identisch, denn Geschichte ist nun mal schwer teilbar. Während die Fahrten des Jugendamtes nur wenige Male stattfanden und bald selbst Geschichte waren, wird das Original des freien Trägers bis heute in Tempelhof angeboten.

Besonders kurios war der Vorgang um die Broschüren zur Fahrt. Paper Press hatte bei der BVV Sondermittel beantragt, um eine Broschüre mit den Fahrtzielen herstellen zu können, die den Teilnehmerinnen und Teilnehmern kostenlos ausgehändigt werden sollte. Auch das Bezirksamt wollte (natürlich) eine Broschüre erstellen. Die CDU-Mehrheit in der BVV lehnte zwei Broschüren ab und bestand auf einer. Die Initiatoren beider Fahrten einigten sich jedoch hinter dem dicken Rücken der halsstarrigen Kommunalpolitiker auf einen geradezu salomonischen Deal. Es wurden zwei Broschüren gedruckt, eine des Jugendamtes und eine des Paper Press e.V. (damals im Verbund der Arbeitsgemeinschaft Jugend in Mariendorf e.V.). Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten eine Broschüre des Veranstalter bzw. der Fahrt, an der sie teilgenommen hatten. Wie war das möglich? Für die BVV gab es 15 Ansichtsexemplare einer gemeinsamen Broschüre beider Fahrten, und zwar in einem A5-Klarsicht-Schnellhefter auf dessen Deckblatt zu lesen war, dass dies die Broschüre für die Rundfahrten sei, dahinter befanden sich dann beide Broschüren gelocht und abgeheftet. Die Bezirksverordneten waren zufrieden und die Tempelhofer Welt wieder in Ordnung.

Das Bezirksamt hatte es natürlich leicht, seine Fahrten zu finanzieren. Wozu hat man einen Haushalt? Paper Press bekam davon nichts ab. Glücklicher Weise gab und gibt es in Tempelhof die Bruno und Else-Voigt-Stiftung. Diese übernahm die Finanzierung der Fahrten. Und so konnten bis heute 67 Fahrten mit rund 2.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer durchgeführt werden. Seit vielen Jahren werden die Fahrten von der Geschichtswerkstatt Lichtenrade und dem Haus Schulenburgring 2, in dem am 1./2. Mai 1945 die Kapitulationsurkunde für Berlin unterzeichnet wurde, unterstützt.

Emil Ackermann, geboren am 21. März 1902, hat rund die Hälfte der Fahrten begleitet. Als er am 11. Oktober 1997 starb, war er schon viele Jahre sehr krank und konnte nicht mehr dabei sein. Wolfgang Szepansky, geboren am 9. Oktober 1910, hatte bis zu seinem Tode am 23. August 2008 65 der 67 Fahrten begleitet. Die vorletzte Fahrt am 31. März 2007 und die letzte am 27. Oktober 2007 mit ihm fanden unter Polizeischutz statt. Neonazis versuchten, die Fahrten zu stören und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einzuschüchtern, was die Polizei erfolgreich verhinderte. Wolfgang Szepansky konnte es einfach nicht fassen, dass die braune Brut wieder aktiv geworden war.

Am 26. September 2009 fand die erste Fahrt ohne Wolfgang Szepansky statt. Uwe Januszewski hatte die auf Wolfgang Szepansky zugeschnittene Konzeption verändert. Bei dieser Fahrt war es jedoch so, als schwebe Szepanskys Geist durch den Bus, irgendwie war er allgegenwärtig. Im Rahmen eines Projektes führte das Jugendfreizeitheim Bungalow mit dem Paper Press e.V. am 18. September 2010, fast auf den Tag genau 30 Jahre nach der ersten Fahrt, eine weitere durch. In gewisser Weise schloss sich damit der Kreis. Jugendlich aus dem Bungalow haben das Projekt 1980 begonnen und die heutigen Jugendlichen des Bungalows sind immer noch interessiert an dem Thema.

Anfang 2011 hat der Paper Press e.V. beschlossen, den Projektbereich „Paper Press Studienreisen“ zum Ende des Jahres 2012 aufzugeben. Die letzte Gedenkstättenfahrt, die seit langem ausgebucht ist, findet im September nach Wien und Mauthausen statt.

Die Antifaschistischen Stadtrundfahrten werden allerdings von einem anderen Träger weitergeführt. Der Vorsitzende des Paper Press e.V., Ed Koch, und der Vorsitzende des „Vereins Stolpersteine an der B 96 – Gedenken in Tempelhof-Schöneberg e.V.“, Lars Rauchfuß, vereinbarten in dieser Woche die Übergabe. Ed Koch: „Ich bin sehr froh, dass wir mit dem Stolpersteineverein einen kompetenten Nachfolger für die Durchführung der Fahrten gefunden haben und dieses wichtige historische Projekt fortgeführt werden kann. Viel Erfolg.“

Zu danken ist all jenen Jugendlichen, die die Fahrt 1979/80 konzipiert haben. Niemand hätte damals gedacht, dass dieses Projekt über drei Jahrzehnte trägt. Zu danken ist vor allem auch Uwe Januszewski, der 66 der 67 Fahrten begleitet hat. Ein weiterer Dank geht an Klaus-Dieter Schulz, dem Vorsitzenden der Bruno und Else-Voigt-Stiftung, ohne die die Fahrten nicht hätten angeboten werden können. Dank auch an die Kooperationspartner von der Geschichtswerkstatt Lichtenrade e.V. und Joachim Dillinger aus dem Schulenburgring 2. Emil Ackermann und Wolfgang Szepansky werden alle Beteiligten immer in guter Erinnerung behalten als aufrechte, freiheitsliebende, charakterstarke Persönlichkeiten und als Vorbilder, wie man sie heute nur noch selten findet.

www. paperpress.org – Nr. 481 T – 26.05.2012

 

Ab 21. Juni: S-Bahn-Sperrung in Lichtenrade für zwei Wochen!!!

Ab 21. Juni 2012 bis zum 3. August 2012 wird der S-Bahnverkehr auf der S 2, auf dem Streckenabschnitt zwischen Lichtenrade und Marienfelde, durchgängig gesperrt sein! Der Streckenabschnitt wird nach Informationen der S-Bahn erneuert.

Am 13. Juni wird es auf dem S-Bahnhof Lichtenrade, zwischen 14 und 17 Uhr, eine ausführliche Information der Fahrgäste beim "Max-Bahnbau-Treff" geben. Hier werden auch Hinweise zum Bus-Ersatzverkehr gegeben; auf Wunsch wird auch das Baugeschehen erklärt.

In diesem Zusammenhang werden offensichtlich auch neue digitale Anzeiger auf den Bahnhöfen installiert.
Fotos: Th. Moser BerLi-Press

BAUSTELLENINFO LINK

 

Info-Brief der Bürgerinitiative „Lichtenrade/Mahlow-Nord gegen Fluglärm“ e.V.

Lichtenrade, den 25.Mai 2012

Sehr geehrte Mitglieder, liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

das derzeitige Bild, das der Flughafen BER und die verantwortlichen Politiker abgeben, kann uns nicht erfreuen. Die Verschiebung der Flughafeneröffnung auf voraussichtlich den 17. März 2013, das zutage getretene Kompetenz- und Planungswirrwarr, die Vertuschungs- und Schönredeversuche, die explodierenden Kosten - nicht zuletzt durch die zu erwartenden Schadensersatzklagen - lassen Böses erahnen. Vermutlich sehen wir nur die Spitze des Eisberges und es stellt sich die bange Frage, werden die Auswirkungen noch stärker sein, als die des Skandals um die BerlinHyp. Und wo wird das erforderliche Geld diesmal eingespart? Welche sozialen Errungenschaften und Projekte werden diesmal gestrichen?

Es kann uns ebenso wenig erfreuen, dass die Anwohner des Flughafen Tegels fast ein weiteres Jahr unter den Auswirkungen des Flugverkehrs leiden müssen und ihnen sogar eine Verschlechterung hinsichtlich des Nachtflugverbotes droht. Air Berlin hat schon 120 Flüge in den Nachtrandzeiten beantragt. Den TXL-Anwohnern gilt unser Verständnis und Solidarität. Das von uns geforderte Nachtflugverbot von 22:00 bis 6:00 Uhr gilt für alle Betroffenen.

Die Verschiebung der Inbetriebnahme des BER eröffnet andererseits erneut Chancen, bisherige Unterlassungen und Versäumnisse aufzuarbeiten und zu verbessern:  Schallschutzmaßnahmen, die ihren Namen verdienen, Diskussion und Festlegung eines akzeptablen Betriebsregimes noch vor der Inbetriebnahme und höchstrichterliche Klärungen von Anwohnerklagen, wie z.B. die Hellriegelklage (s. unten).

Wir werden uns auch weiterhin einmischen und die uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten nutzen, die Auswirkungen des BER nach Kräften zu mindern.

Heute erwarten Sie Informationen zu folgenden

Themen (Auszüge)
I.      Kleinmachnow gewinnt Klage auf Einsicht in Planfeststellungsunterlagen
II.     „Hellriegelklage“ am 4.Juli 2012
III.     Blankenfelde-Mahlow klagt gegen Nordbahnabflug geradeaus
V.
     Volksbegehren zum Nachtflugverbot
VI.
    Mitgliedsbeitrag-Familientarif
VII.  Termine
I.    Kleinmachnow gewinnt Klage auf Einsicht in Planfeststellungsunterlagen

Die BI Kleinmachnow hat vor dem Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg einen großen Erfolg erzielt. Am 14.Mai d.J. verurteilte das Gericht die Berliner Flughafengesellschaft in letzter Instanz dazu, bisher unter Verschluss gehaltene Unterlagen hinsichtlich Umweltbelange zum  Planfeststellungsverfahren des BER den Klägern zugänglich zu machen. Der Beschluss ist nicht anfechtbar.

Bei zwei Versuchen der Akteneinsichtnahme am Montag und Mittwoch dieser Woche, wurde seitens des BER behauptet, das keine Akten vorlägen und es auch kein Archiv gäbe, in dem man hätte suchen können.

Heute  hat die BI Kleinmachnow die Zwangsvollstreckung gegen die Flughafengesellschaft angestrengt.

II.    „Hellriegelklage“ am 4.Juli 2012

Das Bundesverwaltungsgericht hat ebenfalls am 14.Mai d.J. den Termin für die „Hellriegelklage“ bekannt gegeben. Am Mittwoch, den 4.Juli wird das Gericht über die Klage auf Rücknahme des Planfeststellungsbeschlusses zum „Ausbau des Verkehrsflughafen Berlin-Schönefeld“ verhandeln.

In dieser von Lichtenrade/Mahlow-Nord, Zeuthen und Potsdam unterstützten Klage machen die Kläger geltend, dass die Flughafengesellschaft und das Infrastrukturministerium Brandenburg wider besseren Wissens mit  geradeaus verlaufenden Flugrouten plante statt 15 Grad Abweichung anzugeben, wie es der unabhängige Parallelbetrieb aus Sicherheitsgründen verlangt. Die Kläger verlangen deswegen die Rücknahme des Planfeststellungsbeschlusses, hilfsweise die Untersagung des unabhängigen Parallelbetriebs auf beiden Bahnen.

In diesem Zusammenhang ist natürlich die Möglichkeit der Einsichtnahme in alle Akten des Planfeststellungsbeschlusses (s.o.) besonders interessant.

Die Anzahl der Plätze für Zuschauer ist begrenzt. Entsprechende Anmeldungen sind unbedingt erforderlich. Sie sind zu richten an:

Bundesverwaltungsgericht, Geschäftsstelle 4. Senat, Postfach 100854, 04008 Leipzig Oder per e-mail:  flughafen-berlin@bverwg.bund.de Anmeldungen, die berücksichtigt werden können, erhalten eine Zusage.

III.    Klage der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow gegen Nordbahnabflug geradeaus

Wie in der letzten Protestnote berichtet, hat die Gemeinde Blankenfelde-Mahlow auf Betreiben des Bürgermeisters Ortwin Baier beschlossen, gegen die am 26.Januar 2012 verkündete Flugroute NOOST 4 (Nordbahn geradeaus) Klage einzureichen. Es wird verlangt die NOOST 5 zu benutzen. Diese würde führen über Mahlow Ost, Mahlow Dorf, Mahlow Nord (auch die große Siedlung Himmel auf Erden), Roter Dudel, Waldblick,Birkholz. Dies würde eine minimale Entlastung für Blankenfelde bedeuten, aber gleichzeitig mehr als 5.000 Neubetroffene schaffen und es würde auch Lichtenrade stärker treffen. Aus diesem Grund hat ja auch das Bundesumweltamt in seiner sehr fundierten Stellungnahme die Route NOOST 4 empfohlen.

Wir haben Anfang Mai in einer Flugblattaktion alle betroffenen Bürger in Mahlow auf diesen Umstand hingewiesen, da diese, wenn sie nicht das Amtsblatt gelesen hatten, zumeist davon gar nichts wussten.

Die Reaktionen vieler Mahlower zeigen uns, wie richtig diese Aktion war. Inzwischen haben sich mehrere Mahlower an den Gemeinderat gewandt und ihren Protest zum Ausdruck gebracht. Andere haben sich hilfesuchend an uns gewandt und um Hilfe gebeten bei der Formulierung ihrer Proteste.

Wir bleiben hier am Ball und besprechen das weitere Vorgehen.

V.    Volksbegehren zum Nachtflugverbot

Der erste Schritt auf dem Weg zum Volksbegehren für ein planfeststellerisches Nachtflugverbot zwischen 22:00 und 6:00 Uhr am Flughafen BER wurde erfolgreich abgeschlossen. Die nötige Unterschriftenzahl wurde in Berlin und auch in Brandenburg deutlich überschritten.

Da der Senat den Antrag aber abgelehnt hat, müssen wir nun die zweite Stufe des Verfahrens angehen.

Das Berliner Volksbegehren „Initiative für ein planfeststellerisches Nachtflugverbot“ startet in Berlin am 29.Mai und läuft vier Monate. Es werden Unterschriften für die Festschreibung eines Nachtflugverbotes zwischen 22:00 und 6:00 Uhr im Landesentwicklungsprogramm der Länder Berlin und Brandenburg gesammelt. In Brandenburg läuft ein entsprechendes Volksbegehren vom 4.Juni bis 3.Dezember 2012. Für den Erfolg müssen in Berlin 174.000, in Brandenburg 80.000 gültige Unterschriften gesammelt werden.

Die Forderung nach einem konsequenten Nachtflugverbot von 22:00 bis 6:00 Uhr wird auch vom Umweltbundesamt nachdrücklich erhoben.

Die BI Lichtenrade/Mahlow-Nord und alle übrigen Fluglärmgegner unterstützen diese Forderung selbstredend. Wir bereiten eine Flyer-Aktion vor, um Ende Mai entsprechende Informationen und Unterschriftenlisten an die Lichtenrader und Mahlower Bürger zu verteilen.

Für die Verteilung dieser Unterlagen brauchen wir wieder Ihre tatkräftige Unterstützung. Wir freuen uns über jeden Helfer, der während eines Spaziergangs  in Lichtenrade unsere Flyer in die Briefkästen steckt. Bitte melden Sie sich bei Norbert Stock (nstock @web.de).

VII.    Termine

02.Juni 2012:     Kiezfest im Volkspark Lichtenrade, 13:00 bis 18:00 Uhr
03.Juni 2012:     Großdemonstration am Roten Rathaus, 15:00 Uhr
04.Juni 2012:      Stammtisch der BI im Lichtenrader Hof, ab 19:00 Uhr
11.Juni 2012:     Inhouse-Demos im Flughafen Schönefeld 18:00 bis  20:00 Uhr, (ab 11.6. regelmäßig wöchentlich)
16.Juni 2012:     Fachgespräch „Nachtruhe statt Fluglärm! – Schutz gegen Lärm verbessern“ im Bundestag, 10:00 – 17:00 Uhr, Bündnis 90/ Die Grünen
04.Juli 2012:      Verhandlung der „Hellriegelklage“ vor dem BVerwG in Leipzig, 10:00 Uhr

Alle Details und weitere Termine und Themen finden Sie auf unserer Homepage.

Mit kämpferischen Grüßen
und den besten Wünschen für ein
schönes Pfingstfest
Norbert Stock
Bernd Röstel
für den Sprecherrat
der BI Lichtenrade/Mahlow-Nord
gegen Fluglärm e.V.

www.lichtenrade-gegen-fluglaerm.de

 

3. Pflanzaktion in der Lichtenrader Bahnhofstraße

Am Samstag, den 19. Mai 2012 trafen sich einige Mitglieder es Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümervereins Berlin-Lichtenrade e.V. in der Lichtenrader Bahnhofstraße um mit Haken, Spaten und Gartenschere die verwilderten Hochbeete an der Ecke Zescher Straße zu säubern und das Unkraut zu entfernen. Anschließend wurden Erde aufgefüllt und viele bunte Blumen gepflanzt. Nach rund 1 ½ Stunden konnten sich die Lichtenrader wieder an den Beeten erfreuen.

„Die positive Resonanz vieler Lichtenrader hat uns motiviert, auch in diesem Jahr die Pflege und Bepflanzung der Hochbeete vorzunehmen, obwohl dies eigentlich eine Aufgabe des Bezirksamtes ist.“, so Frank Behrend, Vorsitzender des Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümervereins. Unterstützung in Form von Blumenspenden und Erde erhielt der Verein von den Firmen Michael Happe, Exner-Handels GmbH und Blumenhaus Kabisch sowie dem Ehrenvorsitzenden Joachim Grunow und dem Vorstandsmitglied Jörg Christians. „Die großzügige Unterstützung hat uns sehr gefreut und wir bedanken uns dafür.“ so Frank Behrend.


Fotos: HWGV

 

Radfahrer unterwegs in Berlin und Lichtenrade

Beim Berliner Radsportverband ist in diesen Tagen wirklich etwas los. Am 19. Mai war Lichtenrade der Start-, Pausen- und Endpunkt für circa 200 sportbegeisterte Rennfahrer. Treffpunkt war die Carl-Zeiss-Oberschule in der Barnetstraße. Hier konnten sich Interessierte Frauen und Männer noch bis kurz vor dem Start anmelden. Circa 10 "weiße Mäuse" von der Polizei organisierten es, dass die Radfahrer unbehelligt durch Berlin´s Straßen kamen. Diesen Tag richtete vorbildlich der Schöneberger Radfahrer-Verein Iduna 1910 e.V. aus. Im geschlossenen Verband ging es über 110 km durch Berlin: der 34. IDUNA-RTF "Berlin-Total" (http://www.rv-iduna.de/berlin-total.htm).










...und Tschüss!
Fotos: Thomas Moser -BerLi-Press

 

Luczak diskutiert mit Schülern der Carl-Zeiss-Oberschule über die Zukunft Europas

Der Tempelhof-Schöneberger Bundestagsabgeordnete Dr. Jan-Marco Luczak (CDU) besuchte im Rahmen des EU-Projekttages die Lichtenrader Carl-Zeiss-Oberschule. Ziel war es, bei den Schülerinnen und Schülern das Interesse an der Europäischen Union (EU) zu wecken und für die Zukunft Europas zu werben.

Nach einer herzlichen Begrüßung durch den Schulleiter Stephan Zapfe, der Fachbereichsleiterin für Gesellschaftswissenschaften, Monika Lange, eröffneten zwei der Schüler als Moderatoren die Podiumsdiskussion. Bevor Luczak, ehemaliger Schüler der Ulrich-von-Hutten, die Fragen der interessierten Geschichtsleistungskurslern beantwortete, hatte er selbst eine Frage: „Ich war Schüler der UvH – ich hoffe, Ihr habt nichts gegen Eure Konkurrenz-Schule?“ Die Schüler lachten. „Natürlich nicht“, antwortete einer von ihnen.

Foto: T. Dogan
Angesichts der jüngsten Wahlen in Griechenland ging Luczak gleich auf die aktuelle Krise in Europa ein und erläuterte die Hintergründe und Zusammenhänge. Er machte deutlich, dass es sich dabei nicht um eine Krise des Euro, sondern um eine Staatsschuldenkrise handele. Viele Länder hätten in der Vergangenheit unsolide gewirtschaftet, hätten mehr Geld ausgegeben als eingenommen. Luczak: „Irgendwann war das Vertrauen in diese Länder an den Finanzmärkten weg. Neue Kredite gab es nicht mehr oder nur noch mit extrem hohen Zinsen. Die Krise war da. Deshalb bin ich der Überzeugung: Wir können Schulden nicht mit noch mehr Schulden bekämpfen. Wir müssen die Haushalte sanieren, wenn wir eine Zukunft haben wollen!“ Auf die Frage, ob Luczak den Austritt Griechenlands aus der Eurozone für möglich halte, antwortete dieser: „Das müssen wir wenn irgend möglich verhindern. Das würde nicht nur Griechenland in den Abgrund reißen. Es besteht auch die Gefahr, dass wir und andere Länder davon mit angesteckt werden. Mit den Rettungspaketen üben wir nicht nur Solidarität für Griechenland, sondern schützen auch und vor allem unsere Arbeitsplätze und unsere Wirtschaft!“

Am Ende der zweistündigen Diskussionsrunde hielt Luczak ein flammendes Plädoyer für ein starkes Europa: „Wir brauchen ein einiges und starkes Europa, um uns in der Welt zu behaupten. Wenn wir gegenüber China und Indien in zwanzig oder dreißig Jahren ökonomisch mithalten und unsere Wertvorstellungen und Prinzipien – Meinungs- und Pressefreiheit, die Gleichberechtigung von Mann und Frau und vieles mehr – auch weltweit zur Geltung bringen wollen, geht das nur gemeinsam. Gleichzeitig eröffnet die EU eine Welt der Möglichkeiten, gerade auch für junge Menschen: Arbeiten, Lernen, Studieren, Reisen – ohne Grenzen. Deshalb brauchen wir Europa!“

Hintergründe

Der EU-Projekttag geht zurück auf die Initiative von Bundeskanzlerin Angela Merkel und fand erstmals 2007 während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft statt. Am EU-Projekttag soll das Interesse von Kindern und Jugendlichen an der Europäischen Union geweckt und das Verständnis für europäische Fragen vertieft werden.

 

„HANGOVER!?“ in Lichtenrade

Im Rahmen der Kinder- und Jugendversammlung veranstaltete das Jugendamt mit allen Jugendfreizeiteinrichtungen und Projekten am 11. Mai im Gemeinschaftshaus Lichtenrade einen Aktionstag für Schülerinnen und Schüler ab der 5. bis zur 10. Klasse zum Thema: Süchte.

Eingeladen waren Beratungsstellen und Einrichtungen (Café Beispiellos, Internetwerkstatt Netti, Tannenhof, Drogennotdienst, Fachstelle für Suchtprävention), die sich alle fachlich mit dem Konsum von Drogen und Alkohol, Glücksspiel, Internetspielen oder Essstörungen beschäftigen. Diese Veranstaltung diente der Aufklärung, der Prävention und Alternativen. 125 Schülerinnen und Schüler von insgesamt vier Grund- und zwei Intergrierten Sekundarschulen nahmen teil und waren trotz der schwülen 27° sehr engagiert. Sie erhielten für diesen Tag eine Schulbefreiung - mit Einverständnis der Eltern – und erarbeiteten sich die Kenntnisse und Inhalte, die die o.g. Beratungsstellen vermittelten.

Nach diesem Input-Teil erfolgte, nach einer schöpferischen Pause, die kreative Umsetzung der neuen Kenntnisse: in verschiedenen Workshops setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Thema Sucht auseinander und brachten das kreativ zum Ausdruck, z.B. beim Graffiti, in der Gestaltung von Collagen, beim Theaterspiel, beim Hip Hop oder einer Talk Show „Teenie Junkies“.

Foto: BA T-S
Die Präsentation der Ergebnisse aus den Workshops erfolgte gegen 14.45 Uhr. Auf Grund der Vielfalt konnten nur Fragmente vorgeführt werden, aber die konnten sich auch in der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit durchaus sehen lassen. Alles wurde in Bild und Ton festgehalten und dokumentiert. Das große Engagement und der persönliche Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Jugendfreizeiteinrichtungen und Projekten in Lichtenrade, machte diese Veranstaltung zu einem gelungenen Event.

(Quelle KiTS-Aktuell Nr. 582 vom 14. Mai 2012 vom Jugendamt Tempelhof-Schöneberg von Berlin)

 

Die Käthe-Kollwitz-Schule feiert: 100jähriges Jubiläum

Berlin-Lichtenrade, 12. Mai 2012 Die Käthe-Kollwitz-Grundschule feiert in diesem Jahr ihr 100jähriges Jubiläum. Wenn das kein Grund zum Feiern ist? Das alljährliche Tanzvergnügen der Schule wurde in diesem Jubiläumsjahr zum Anlass genommen, dass zu Beginn der Veranstaltung der offizielle Festakt feierlich begangen wurde.


Die Käthe-Kollwitz-Bläser-Klasse stimmt die Festgäste ein.

Im Saal lauscht man den Darbietungen der Schüler und Lehrer.

Und dann beginnen die Reden und Rückblicke...

Schulleiter Noffz ist engagiert und findet feierliche und nachdenkliche Worte.

Viele Gäste kamen. Die Lehrer, Erzieher und Eltern waren die wirklichen Hauptpersonen, weil sie die alltägliche kleine Arbeit für „ihre Kleinen“ organisieren. Schulleiter Ulrich Noffz findet bei seiner Begrüßung auch nachdenkliche Worte. So will er die Kinder da abholen, wo sie sind. Es ist nicht gut für die Entwicklung der Kinder, wenn schon in der 2. oder 3. Klasse darauf geschaut wird, ob das Kind es auch auf das Gymnasium schafft. „Es ist kein Drama, wenn ihr Kind mal eine ´4´ in Mathe oder Deutsch schreibt. Das Kind leidet nicht gleich an Dyskalkulie oder benötigt eine Legasthenietherapie“, sagt Noffz und macht den Eltern Mut, dass jedes Kind seinen eigenen Weg finden muss. Kritische Worte findet Ulrich Noffz auch zu mancher Entwicklung in der Schule, die sich nicht immer für die Vielfalt an einer Schule als positiv erwiesen hat. Der Schulleiter, der schon 21 Jahre in diesem Amt ist, will damit keinesfalls das Wort gegen Reformen in der Schule richten.


Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD) schaut zurück und sagt DANKE!

Die neue Schulstadträtin Jutta Kaddatz (CDU) sieht die Sorgen der Schulen. Ihr Vorgänger Dieter Hapel (CDU) war auch Gast und hat lange die Käthe-Kollwitz-Schule begleitet.

Als Ehrenast war der Vorgänger vom jetzigen Schulleiter, Gerd Knobel, dabei. Viele ehemalige Konrektoren, Schulleiter von benachbarten und befreundeten Schulen, aktive und pensionierte Schulräte, ehemalige Schüler (die heute teilweise Eltern sind) und zwei Zeitzeugen, die sich nach Zeitungsaufrufen gemeldet haben, waren zum Fest geladen. Aber auch die Bezirksprominenz gab sich die Ehre. Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD) schaut in die Vergangenheit und dankte besonders den Lehrerinnen und Lehrern für ihr Engagement. Die neue Schulstadträtin Jutta Kaddatz (CDU), Fachfrau in Sachen Schule (auch eine ehemalige Schulleiterin), freut sich über dieses besondere Jubiläum, sieht die Bedarfe an vielen Schulen, weist aber auch auf die engen finanziellen Spielräume hin. Stadtrat Oliver Schworck (SPD), der für das Jugendamt und andere Bereiche zuständig ist, ist der Käthe-Kollwitz-Grundschule eng verbunden. Bei besonderen Anlässen ist er hier oft anzutreffen.


Die Ehrengäste Kaddatz, Gastgeber Schulleiter Noffz, Schöttler und Jugendstadtrat Schworck (SPD) freuen sich über dieses besondere Jubiläum in Lichtenrade!

"Alle die Lehrer sind, stehen bitte auf!"

Eine beeindruckende Gesangsdarbietung der Sängerin und Mutter.

Das kulturelle Programm bei dem Festakt ließ sich sehen! Die Bläser-Klasse blies (nicht nur) ins Horn, die Lehrer musizierten meisterlich und eine Mutter übernahm den Elternbeitrag bei diesem Fest und sang mit bezaubernder Stimme. Und bevor das Tanzvergnügen und die große Tombola, für die auch viele Lichtenrader Unternehmen Gewinne sponserten, eröffnet wurde, hatten die Festgäste Zeit ihren Hunger, Durst und Gesprächsbedarf zu stillen. Ein wirklich gelungener Abend!


...und nochmal die Bläser-Kinder.

Es ist vollbracht!

Jetzt müssen die Lehrerinnen nochmal ihre Künste zeigen.

Der Vorsitzende des Fördervereins sagt, wie jetzt weitergefeiert wird. Das Tanzfest, wie in jedem Jahr, kann jetzt beginnen. Nach der Stärkung der Festgäste wurde das Tanzbein geschwungen und noch bis in die Nacht gefeiert!

Die Lehrer und Schüler freuen sich noch besonders auf den Unterrichtstag „wie vor 100 Jahren“. Die Schüler werden sich mit der Geschichte der Schule auseinandersetzen. Lehrer und Schüler sollen aber auch in möglichst historischer Kleidung diesen Schultag begehen. Die Puppe auf der Bühne, vor dem alten Pult, sollte eine Anregung für die Eltern für diesen besonderen Tag an der Schule sein!

Thomas Moser –BerLi-Press (auch Fotos) für www.lichtenrade-berlin.de

Artikel zum Jubiläum der Käthe-Kollwitz-Grundschule im Lichtenrader Magazin und in der Internetzeitung von www.lichtenrade-berlin.de:

  1. Auftakt: http://weblog.lichtenrade-berlin.de/archive/2012/03/01/k-the-kollwitz-grundschule-in-lichtenrade-wird-100-jahre-alt.htm
  2. Historie der Schule-Teil I: http://weblog.lichtenrade-berlin.de/archive/2012/04/05/k-the-kollwitz-grundschule-in-lichtenrade-wird-100-jahre-alt---geschichte--von-d.htm
  3. Historie der Schule-Teil II: http://weblog.lichtenrade-berlin.de/archive/2012/05/02/k-the-kollwitz-grundschule-in-lichtenrade-wird-100-jahre-alt---geschichte--von-d-1.htm
  4. Bericht vom Fest im Lichtenrader Magazin 06/2012 : LINK

Lichtenrade gratuliert der Käthe-Kollwitz-Schule!

 

Lichtenrader Maientanz 2012

Berlin-Lichtenrade 12./13. Mai 2012 Es ist wieder Mai und die Aktionsgemeinschaft Bahnhofstraße lädt zum 3. Lichtenrader Maientanz in die Einkaufsmeile ein.

Eröffnet wurde das Fest von Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD).

Der Vorsitzende der Aktionsgemeinschaft, Hagen Kliem, konnte erfreut mitteilen, dass im September das 25. Wein- und Winzerfest (8./9. September 2012) stattfindet.

Kliem formulierte aber auch als große Sorge, dass die Straßennutzungsgebühren sich fast verfünffacht haben. Wenn es bei diesen Entscheidungen bleibt, wird es der Tod der Lichtenrader Straßenfeste sein, obwohl wie vom Erlös der Feste viele Institutionen mit Spenden unterstützen. „Kein Händler kann sich das mehr leisten. Sie gehen schon alle an ihre Limit“ formulierte Geschäftsführerin der AG, Beatrix Bockenkamp, ihre Verzweiflung.

Die Geschäftsführerin, die auch heute ihren Geburtstag feierte, hofft auf eine schnelle Lösung.

Ein Geburtstagsstrauß für B. Bockenkamp vom 1. Vorsitzenden Kliem
Eine Line-Dance-Gruppe brachte das Publikum zum mittanzen. Die Bühne war dann schon fast überfüllt.


Mittänzer werden gesucht...


Die Streetdance-Show zog die jüngeren Zuschauer besonders an.


Ein Höhepunkt des Festes ist dann das Publikumsturnier „Wiener Walzer“ am Sonntag.

Alle hoffen, dass es zumindest nicht regnet...(aber es war dann doch ganz "schön" kühl)...ToM
Fotos: Thomas Moser -BerLi-Press

 

S-Bahnschranken-Jammer in Lichtenrade


Fast täglich muss die Polizei und Bahnpersonal den Bahnübergang am S-Bahnhof Lichtenrade "per Hand" regeln. Immer wieder, in letzter Zeit fast täglich, funktionieren die Schranken nicht. Was ist da los? Mit einem enormen Personaleinsatz muss das Bahnschrankendrama bewältigt werden. Wir versuchen die Gründe zu erfahren und werden dann die Information weitergeben. ToM

 

Ampel in Lichtenrade? Das „Geheimnis“ ist gelüftet!

Die Wünsdorfer Straße, zwischen Prinzessinnen- und Blohmstraße, wird für 5 Wochen (oder länger) total gesperrt! Am 14. Mai geht es los und die erheblichen Einschränkungen werden erst am 15. Juni beendet sein!

Jetzt fährt da noch der Bus. Dies wird für 5 Wochen nicht mehr der Fall sein!

Rechts darf dann nicht mehr abgebogen werden!

Der Verkehr schlängelt sich dann durch die kleine Prinz-Heinrich-Straße
Der Haus- , Wohnungs- und Grundeigentümerverein Lichtenrade hatte schon im April beim bezirklichen Baustadtrat Daniel Krüger (CDU) nachgefragt. Die Antwort übermittelte uns der Vorsitzende vom Grundeigentümerverein Frank Behrend.

Der Stadtrat hatte das „Geheimnis“ gelüftet. Krüger hat erklärt, dass die provisorische Lichtsignalanlage Kreuzung Prinzessinnenstraße, Hilbert- und Wünsdorfer Straße für eine Baumaßnahme des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg notwendig ist: „In der Wünsdorfer Straße soll ein Fußgängerüberweg (so genannter „Zebrastreifen“) mit Gehwegvorstreckung erreichet werden. Die Straßenentwässerung muss dazu angepasst werden.“ Wir wir erfahren haben, müssen dort Erdarbeiten in einer Tiefe von fast 10 Metern vorgenommen werden. Die Kosten für die "Querungshilfe" mit Beleuchtung werden mit circa 70.000 Euro angesetzt.

Für die Bauzeit, die mit 5 bis 8 Wochen angesetzt ist, muss aus Gründen der Verkehrssicherheit eine provisorische Lichtsignalanlage aufgestellt werden.

Am 14. 5. geht es los. Die Wünsdorfer Straße wird dann zwischen Blohmstraße und der provisorischen Ampel für mindestens 5 Wochen gesperrt.
Auch die Busse fahren anderes.
Wie wir aus noch unbestätigter Quelle erfahren haben, wird es danach offensichtlich noch Arbeiten am Bahnübergang bzw. an der S-Bahn geben.

Fazit: Also keine dauerhafte Ampel, kein Tunnel und keine Start- und Landebahn in Lichtenrade! Nun sind wir etwas schlauer, zumal die Informationspolitik über die geplanten Arbeiten, freundlich gesagt, verbesserungswürdig ist! Die Anwohner besonders der Prinz-Heinrich-Straße dürfen sich "freuen", dass bei ihnen jetzt der ganze Verkehr durchfließt und sie keine Parkplätze finden werden. Freuen darf man sich sicherlich darüber, dass es nach Beendigung der Bauarbeiten etwas mehr Verkehrssicherheit in Lichtenrade gibt! ToM

Foto: Thomas Moser
Der erste Artikel in der Lichtenrader Internetzeitung „Ampel…und was nun?“ -siehe LINK:
http://weblog.lichtenrade-berlin.de/archive/2012/05/08/ampel-und-was-nun.htm

 

Jugendarrestanstalt Lichtenrade offiziell eröffnet +++ Fotoimpressionen der JAA

Jugendarrestanstalt Lichtenrade offiziell eröffnet

Berlin-Lichtenrade, 9. Mai 2012 Hoher Besuch in Lichtenrade. Etwas flapsig gesagt: Sie wollen alle in den Knast. Da wir aber seriös berichten, hört sich das Ganze doch etwas sachlicher an:

Am heutigen Tag haben Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich (CSU), Berlins Justizsenator Thomas Heilmann (CDU) und der Tempelhof-Schöneberger Bundestagsabgeordnete Dr. Jan-Marco Luczak (CDU) gemeinsam die neu bezogene Jugendarrestanstalt in Lichtenrade offiziell eröffnet. Der Umzug fand schon Anfang April statt. Die Lichtenrader Internetzeitung berichtete bereits (mit Fotos; LINK: http://weblog.lichtenrade-berlin.de/archive/2012/04/10/die-jugendarrestanstalt-ist-innerhalb-von-lichtenrade-umgezogen.htm). Eine Veränderung war notwendig, da das bisherige Gebäude der Jugendarrestanstalt (JAA) in Lichtenrade aus allen Nähten platzte und Jugendliche immer wieder abgewiesen werden mussten (2011 gab es 224 Abweisungen; in den ersten 3 Monaten 2012 bereits 61 Abweisungen). Dies wurde aus pädagogischen Gründen sehr kritisch gesehen, da diese Erziehungsmaßnahme nach dem Jugendgerichtsgesetz (noch keine Strafe im Sinne des Gesetzes) eine schnelle Sanktionierung mittels eines kurzfristigen Freiheitsentzuges sein soll. Die vom Gericht verhängte durchschnittliche Verweildauer in der JAA liegt bei zwei Wochen; bei den Kurz- und Freizeitarresten ist die Dauer kürzer.


Eine riesengroße Pressmeute, die mit Bleistift und Kugelschreiber, einigen TV-Kameras, vielen Mikrofonen und Fotoapparaten mit unendlich langen Objektiven ausgerüstet waren, erstürmten die neu bezogene JAA am Kirchhainer Damm. Sie warteten nach der intensiven Einlasskontrolle alle geduldig auf den hohen Besuch.

Der Leiter der JAA, Thomas Hirsch, führte die Gäste durch die schweinchenrosafarbigen Gebäude. Überall ist die hohe Gefängnismauer sichtbar. Die Tischlerei ist noch nicht im Betrieb. Besonders begehrt war das Fotomotiv, bei dem die Gäste eine Zelle besichtigten. Ein Minister in einer Zelle. Was für ein Motiv? (ich habe darauf verzichtet, weil man als Fotograf hier um sein Leben kämpfen musste). Übrigens die Einzelzellen haben jeweils eine Toilette.


Auf der nachfolgenden Pressekonferenz wurden die Hintergründe des Umzuges der Jugendarrestanstalt erläutert. Luczak begrüßte dabei vor allem die mit dem Umzug einhergehende Erhöhung der Arrestplätze von 33 auf 60. Damit sei sichergestellt, dass zukünftig keine Arrestanten mehr mangels Kapazität abgewiesen werden müssten. Luczak: „Es war ein Unding, dass im Jahr 2011 fast jeder fünfte Arrestant abgewiesen werden musste. Das war ein fatales Signal an den jugendlichen Delinquenten, der seinen Arrest antreten wollte. Die angestrebte erzieherische Wirkung ist hier total verpufft. Es ist gut, dass damit jetzt Schluss ist!“ Auch sei es durch die Kapazitätserhöhung nunmehr möglich, den Arrest schneller, nämlich binnen drei Wochen anzutreten. Dr. Luczak: „Strafe beziehungsweise eine staatliche Reaktion muss auf dem Fuße folgen, damit sie einen Erziehungseffekt hat. Das war vorher nicht gewährleistet, als das noch bis zu 11 Wochen dauern konnte.“



Die Tischlerei wird besichtigt...

Weiteres Thema der Pressekonferenz war die Einführung des sogenannten Warnschussarrestes. Danach kann das Gericht neben einer zur Bewährung ausgesetzten Jugendstrafe auch einen bis zu vierwöchigen Arrest anordnen. Bisher gab es nur die Wahl zwischen Jugendarrest und Jugendstrafe zur Bewährung. Das Gesetz befindet sich derzeit im parlamentarischen Verfahren im Deutschen Bundestag. Luczak, auch Mitglied im Rechtausschuss, zeigte sich überzeugt, dass der Warnschussarrest einen wichtigen Beitrag zur wirksameren Bekämpfung von Jugendkriminalität leisten werde. Zwar sei richtig, dass die Jugendkriminalität insgesamt rückläufig ist, die Zahl der Gewalttaten, insbesondere von jugendlichen Intensivtätern sei aber nach wie vor auf einem beängstigend hohen Niveau. Luczak: „Deshalb ist es richtig, den Jugendgerichten ein weiteres Instrument an die Hand zu geben. Bislang haben jugendliche Kriminelle eine zur Bewährung ausgesetzte Jugendstrafe oftmals als verkappten Freispruch empfunden. Mit dem Warnschussarrest gibt es nun die Möglichkeit, ihnen einen Vorgeschmack davon zu geben, wo ihre kriminelle Karriere enden kann. Für den Erziehungsgedanken des Jugendstrafrechts ist es gut, dass wir nun die Möglichkeit einer konsequenten Reaktion auf schwere Straftaten haben.“


Alles rosa-rot?

Anstaltsleiter Hirsch, der selbst als Richter tätig war, sieht den sogenannten Warnschussarrest nur für einige wenige besondere Fälle. Ihm ist wichtig zu betonen, dass der Jugendarrest eine pädagogische Maßnahme ist und die Jugendlichen eine echte Chance bekommen müssen.

Vom Bundesinnenminister Friedrich und auch vom Justizsenator Heilmann wurde besonders die Arbeit des Fördervereins gelobt, der schon manche besondere Anschaffung nur mit bürgerschaftlichem Engagement möglich gemacht hat.

Neben den regulären sozialen Trainings in der JAA (Ethik, Konfliktbewältigung, Drogenmissbrauch, Schuldenregulierung, Bewerbungstraining u. a.) wird auch ein Anti-Gewalt-Training angeboten. Den Arrestanten soll geholfen werden, dass sie sich wieder feste Lebensstrukturen erarbeiten.

Die neue JAA an der B 96, genauer gesagt kurz vor der südlichen Berliner Stadtgrenze, befand sich vorher hinter dem jetzigen Grundstück an der kleinen Lützowstraße. In der Vergangenheit kam es hier gelegentlich zu Anwohnerbeschwerden wegen Ruhestörung. Dies dürfte künftig nicht mehr das Problem sein, da die neue JAA etwas von den meisten Anwohner entfernt liegt und von einer hohen Mauer umgeben ist.





Nach den Plänen des vorherigen Senats sollte in der ehemaligen Untersuchungshaftanstalt für Jugendliche die Drogenfachabteilung für straffällige Jugendliche eingerichtet werden. Auf dem bisherigen Grundstück der JAA sollte ein Neubau für die Erweiterung der Plätze sorgen.

Anlieger, Lichtenrader Initiativen, Beschäftigte der Justiz und Vertreter der Politik, auch der Bundestagsabgeordnete Dr. Jan-Marco Luczak und auch FDP-Abgeordnete, waren gegen diese Pläne der Ex-Justizsenatorin Gisela von der Aue (SPD). Besonders der „Drogenknast“ war in Lichtenrade umstritten. Dem „normalen“ Lichtenrader Bürger waren die Zusammenhänge im Einzelnen oft unklar. Der größte Fehler lag aber offensichtlich auch an der zögerlichen Informationspolitik.


Eine ganz normale Zelle...

Zwischenzeitlich gab es nun eine Berliner Wahl und SPD und CDU bilden seither eine große Koalition. In der Koalitionsvereinbarung wurden die bisherigen Pläne zur Disposition gestellt. Und so dauerte es nicht lange, bis der neue Justizsenator Thomas Heilmann (CDU) verkündete, dass der sogenannte „Drogenknast“ nicht nach Lichtenrade kommt. Außerdem entschied die Justizverwaltung, dass die JAA in das Gebäude vom bisherigen Jugend-Untersuchungsgefängnis, dass hier nicht mehr benötigt wurde, zieht. Das alte Gelände an der Lützowstraße soll als Reserve dienen. So schnell wird man darauf aber nicht zurückgreifen müssen, da sich die Plätze nun fast verdoppelt haben (50 Plätze für männliche und 10 Plätze für weibliche Arrestanten). Außerdem sparte man die Kosten für einen JAA-Neubau. Der kleine Umzug innerhalb von Lichtenrade wurde ohne zusätzliche Kosten von den Arrestanten selbst durchgeführt.




Eine ungewöhnlich schnelle Entscheidung! Dem neuen Justizsenator kann man keinesfalls unterstellen, dass er Entscheidungen aussitzt. Sehr angenehm!

Unklar ist jedoch, welche Kosten noch für die Renovierung der „alten“ Drogenfachabteilung der Jugendstrafanstalt am Friedrich-Olbricht-Damm notwendig werden.

Im Anschluss an die Pressekonferenz überreichte Luczak dem Anstaltsleiter Thomas Hirsch zwei Fußbälle und einen Beachvolleyball, die von Luczak und dem Justizsenator unterschrieben wurden. Luczak: „Ich hoffe, diese Bälle unterstützen die pädagogische Arbeit der Jugendarrestanstalt. Sport ist nicht nur gut für Körper und Seele, sondern trägt auch dazu bei, Aggressionen abzubauen und Energien in eine positive Richtung zu lenken.“




Bundesinnenminister Friedrich, Senator Heilmann, MdB Luczak

JAA-Leiter Hirsch und Bundesminister Friedrich


Die vielen Fotos in diesem Bericht sollen dazu dienen, dass sich auch die Lichtenrader einen Eindruck machen können, wie es hinter den Mauern aussieht (so oft hat man dazu ja nicht die Möglichkeit). Eines wird vielleicht deutlich, dass diese Erziehungsmaßnahme kein Zuckerschlecken ist und das Gefühl eines Gefängnisses, wenn es auch noch recht neu ist, vermittelt wird und dies vielleicht die Jugendlichen abschreckt.

Thomas Moser -BerLi-Press (www.berli-press.de)-auch Fotos_

Wer mehr über den Jugendarrest wissen will: http://www.berlin.de/sen/justiz/justizvollzug/jaa/

 

Ein neuer Baum und zwei dazu...

Beim Ökumenischen Gottesdienst am 26. Februar wurde für eine Baumpatenschaft in der Bahnhofstraße gesammelt. 600 EURO konnten wir an das Gartenbauamt weiterleiten. Heute nun wurde ein neuer Baum der Sorte Spitzahorn (Amber) der Hausnummer 48 gepflanzt. Und da das Gartenbauamt nun mal in der Bahnhofstraße tätig war, wurden an zwei weiteren Stellen Bäume nachgepflanzt.

Foto: Ökumenische Umweltgruppe Lichtenrade

Anlässlich der kleinen Feier am Straßenrand sagte Pfarrer Reinhart Kraft von der Ökumenischen Umweltgruppe: „Wenn ein Richtfest gefeiert wird für ein Haus, dann kommt man zusammen und wünscht den Bauherrn Gutes und bittet Gott um Segen für die, die darin wohnen.

Wenn ein Kind geboren wird, dann kommt man geeilt, um es anzuschauen und wünscht dem Kind und seinen Eltern von Herzen alles Gute und Gottes Segen.

Und ebenso, wenn ein Baum gepflanzt wird – zumal in einem öffentlichen Raum – dann soll das nicht unbemerkt und in der Stille geschehen. Wir möchten dabei sein und ihm wie einem Bruder und einer Schwester alles Gute wünschen und um Gottes Segen bitten.

Wir wünschen ihm, dass er atmen kann, wachsen und grünen. Wir wünschen ihm, dass während er wächst immer mehr Fahrräder in seinem Schatten vergnügt und sicher daherkommen. Und wenn er in zwanzig Jahren groß ist, dann soll kein Auto mehr einen Auspuff haben zum Wohle der Umwelt !

So wachse und grüne im Licht deines Schöpfers und in der Verbundenheit mit deinen Mitgeschöpfen !“

 

Ampel…und was nun?

Berlin-Lichtenrade 8. Mai 2012 Seit über 6 Wochen steht eine Behelfsampel, oder korrekt ausgedrückt eine Lichtzeichenanlage, an der Prinzessinnenstraße Ecke Hilbert- bzw. Wünsdorfer Straße in Lichtenrade. Sie ist jedoch noch nicht in Betrieb. Manchmal nennt man die gute alte Ampel auch Lichtsignalanlage. Aber egal wie es nun richtig heißt, was soll das Ding nun an dieser Stelle?

Und keiner weiß, was das soll? Vor längerer Zeit wurden hier schon Verkehrszählungen durchgeführt. Will man hier dauerhaft eine Ampel installieren? Das ist vermutlich sogar sinnvoll, zumal diese Kreuzung besonders für ältere Menschen und Kinder lebensgefährlich ist. Der Durchgangsverkehr in Richtung Brandenburg nutzt gerne diesen „Schleichweg“ und quert rücksichtlos die Kreuzung. Heute wurden nun vorläufige Fahrbahnmarkierungen aufgebracht.


Nun wabern die Spekulationen durch Lichtenrade. Werden hier vielleicht schon Vorarbeiten für die Untertunnelung der Dresdner Bahn durchgeführt? Dafür gibt es aber keine Anzeichen. Nach der erneuten Verschiebung der Airport-BER-Eröffnung könnten nun Spotter meinen, dass hier die Fahrbahnmarkierungen auf eine provisorische Landebahn hinweisen. Aber das mit der BER-Verschiebung ist für alle Verantwortliche schon peinlich genug. Da wollen wir nicht noch Salz in die Wunde streuen.

Seit 2006 ist für das Land Berlin als Generalunternehmer für Planung und Bau die Stadtlicht GmbH (aLLiander) zuständig. Mehrmalige Presseanfragen scheint man dort jedoch nicht ernst zu nehmen. Daher dürfen wir nun fleißig mitspekulieren und freuen uns über Hinweise und kreative Zuschriften unser Leserinnen und Leser. Was soll das Ding?

Wir hatten nachgefragt, ob hier dauerhaft eine Ampel installiert werden soll und welche Gründe es dafür gibt, dass erst einmal eine provisorische Lichtzeichenanlage installiert wird? Wir hatten auch nach weiteren Hintergründen für die Installation der Ampel gefragt. Keine Antwort. Na gut. Wir werden es noch erfahren und dann werden wir Sie sofort informieren. ToM
Fotos: BerLi-Press

 

Frühstücken für die Zukunft: Bahnhofstraße Lichtenrade

„Eine bunte und fröhliche Begegnung“

Berlin-Lichtenrade, 6. Mai 2012 Die Ökumenische Umweltgruppe Lichtenrade und noch viele weitere Lichtenrader Initiativen organisierten ein Sonntagsfrühstück auf der Lichtenrader Bahnhofstraße, um die ersten Schritte für eine bessere Zukunft der Einkaufsmeile zu diskutieren. Für drei Stunden wurde der Abschnitt zwischen Rehagener- und Mellener Straße für den Autoverkehr gesperrt.



Reinhart Kraft begrüßt die Lichtenrader...

Nach Veranstalterangaben besuchten circa 400 Bürgerinnen und Bürger dieses ungewöhnliche Straßenfest. Sie brachten sich alle Essen und Trinken mit, auch ein Kocher für die Zubereitung von Rühreiern wurde gesichtet, und alle vergnügten sich trotz der kühlen Temperaturen sichtlich und diskutierten angeregt. Immer wieder hörte man zur Aufmunterung: „Hauptsache es regnet nicht!“ Von der Umweltgruppe begrüßte Reinhart Kraft, evangelischer Pfarrer i.R., die leicht fröstelnden Besucher: „Wir sind eine ökumenische Umweltgruppe, da spielt es keine Rolle ob Petrus evangelisch oder katholisch ist, wir haben zu beiden Seiten die besten Verbindungen. Ich wünsche uns eine bunte und fröhliche Begegnung.“

Die Gründe des Frühstücks erläutert Kraft bei der Begrüßung: „Warum sind wir hier? Ganz einfach, weil es schön ist, wenn sich die Community auf dem Dorfplatz trifft. Und unser Dorfplatz ist eben die Bahnhofstraße. Diese Straße ist mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist unser aller öffentlicher Raum. Aber sie steht in der Gefahr, vom Autoverkehr verschluckt zu werden.“


Die Gründungsgruppe für das Bürgerforum Zukunft Lichtenrade

Unterstützt wurde die Veranstaltung beispielsweise von der Bürgerinitiative „Rettet die Marienfelder Feldmark“ und dem „Haus- Wohnungs- und Grundeigentümerverein Lichtenrade“, die beide mit Ständen vertreten waren. Das Unternehmer-Netzwerk, der Volksparkverein Lichtenrade, die Fluglärminitiativen, die Geschichtswerkstatt Lichtenrade, und auch einzelne Gewerbetreibende unterstützen die Überlegungen der Veranstalter, dass die Bahnhofstraße eine Erneuerung verdient hat. Geplant ist ein gemeinsames „Forum Zukunft Lichtenrade“, indem sich die unterschiedlichsten Lichtenrader Gruppen und Bürger eng vernetzen.


Reinhart Kraft freut sich: „Über sechzig Anregungen sind eingegangen, wie die Bahnhofstraße in der Zukunft aussehen soll und wie der Verkehr organisiert werden kann. Das ist mit Sicherheit ein ganz großartiger Anfang!“ Kraft hofft weiter: „Vielleicht wird das ja eine Tradition.“ Manfred Raß von der Umweltgruppe könnte sich gut vorstellen, dass eine künftige Veranstaltung auf dem Gelände neben dem ehemaligen „Haus Buhr“ stattfindet. Das seit Jahren geschlossene Gasthaus ist erst vor kurzem auf Initiative der Gruppe unter Denkmalschutz gestellt worden.






Ein Tänzchen gefällig...

Für den Spätsommer ist eine „Standortkonferenz Lichtenrade“ geplant. Hier sollen die Aspekte eines künftigen Einkaufszentrums rund um die alte Mälzerei, die Chancen für das ehemalige „Haus Buhr“ und die Bahnhofstraßensituation mit einbezogen werden. Die Bezirksstadträtin Dr. Sibyll Klotz (Bündnis 90/Die Grünen), die sich beim Frühstück lange mit Bürgern unterhielt, zeichnet sich für diese Konferenz verantwortlich. Die Stadträtin für Stadtentwicklung und Sozialräumlicher Planungskoordination, Sibyll Klotz, schätzt die jetzige Situation in der Bahnhofstraße als gar nicht so schlecht ein. Pfarrer i.R. Reinhart Kraft erläutert: „Der Senat prüft zurzeit, ob sich die Bahnhofstraße zum ´verkehrsberuhigten Geschäftsbereich´ oder zur ´Begegnungszone´ eignet. Wir alle wollen eine sichere Straße mit einem gleichmäßigen und ruhigen Verkehrsfluss. Zugleich wollen wir eine attraktive Straße, in der man sich gern aufhält und begegnet. Eine einladende Straße wird auch dem Einzelhandel neuen Auftrieb geben.“ Vom Unternehmernetzwerk Lichtenrade verspricht sich Karl Wachenfeld viel von der Vernetzung von Unternehmen und Initiativen. Der Chef der Lindenapotheke Lars Hombach unterstützt das Anliegen: „Es ist sinnhaft, die Interessen Aller unter einen Hut zu bringen.“


Heinz Jirout und Jörn Oltmannim Gespräch mit Pfarrer i.R. Kraft

Jörn Oltmann, Elke Ahlhoff mit Reinhard Kraft

Als Besucher wurden einige BVV-Mitglieder gesichtet. Beispielweise für die SPD die Fraktionsvorsitzende Elke Ahlhoff und BVV-Schriftführerin Ingrid Kühnemann, für die CDU Christian Zander mit seiner kleinen Tochter und für das Bündnis 90/Die Grünen der Fraktionsvorsitzende Jörn Oltmann. Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD) ließ sich wegen anderer Verpflichtungen entschuldigen. Die Lichtenrader Direktkandidaten der letzten Abgeordnetenhauswahl Andrea Kühnemann (SPD) und Heinz Jirout (Bündnis 90/Die Grünen) waren auch dabei.


Mitglieder der Umweltgruppe im Gespräch mit Sibyll  Klotz

Die "Crew" vom "Eigentümerverein"...der Vorsitzende Frank Behrend (2. v. re.)

Die "Kühnefrauen" am SPD-Tisch...links Ingrid und rechts Andrea Kühnemann

Die ersten Sonnenstrahlen kamen durch und die Lichtenrader vergnügten sich sichtlich beim gemeinsamen Open-Air-Frühstück. Es gab einige schöne Musikpräsentationen mit handgemachter Musik, die von den Besuchern mit viel Applaus bedacht wurden. Aber auch Salsa-Musik veranlasste die Gäste zum kleinen Frühstückstänzchen. Die Tanzschule „Salsa Pasion Cubana“ aus dem LortzingClub sorgte für lebendige Musik mit viel Feuer, Liebe und Rhythmus.


Regina Pribyl und Michael Delor von der BI "Rettet die Marienfelder Feldmark"

Die Lichtenrader Geschichtswerkstatt hat es sich nett gemacht. Lecker Kaffee...vielen Dank!

Ein ernsten Gespräch? Sibyll  Klotz, Jörn Oltmann, Elke Ahlhoff und Wolfgang Spranger vom Volkspark Lichtenrade

Eines ist für alle Besucher eindeutig, dass sich in der Bahnhofstraße etwas verändern muss. Das Überqueren der Straße für Fußgänger ist schwierig, die Radfahrer sind von vielen ausparkenden Autos verunsichert und auch die Gehwege sind teilweise unzumutbar.

Zur Diskussion stehen Punkte, wie beispielsweise die Schaffung sicherer Radverkehrsanlagen, breitere Bürgersteige an den Engstellen, bessere Querungsmöglichkeiten für Fußgänger und ein neues Parkraumkonzept.





Das besondere an diesem „1. Bahnhofstraßen-Frühstück“ war, dass sich die Frühstücksgäste völlig ohne Kommerz und aufdringlicher Parteienwerbung austauschen konnten.

Reinhart Kraft ist optimistisch für die Zukunft: „Die Menschen sind interessiert an diesem Stück öffentlichen Straßenraum. Ich glaube, dass dies auch seine Wirkung auf die politischen Vertreter haben wird.“

Thomas Moser -BerLi-Press- (auch Fotos) für www.lichtenrade-berlin.de

Fotos: Thomas Moser -BerLi-Press (www.berli-press.de) für www.lichtenrade-berlin.de
Eine Aktion der Ökumenischen Umweltgruppe Lichtenrade, unterstützt u.a. von der BI "Rettet die Marienfelder Feldmark", dem "Trägerverein Volkspark Lichtenrade", dem "UnternehmerNetzwerk Lichtenrade", dem "Haus- Wohnungs- und Grundeigentümerverein Lichtenrade", dem "Info-Büro-Fluglärm Lichtenrade", sowie der "BI Lichtenrade/Mahlow-Nord gegen Fluglärm" sowie von der Tempelritter Apotheke, Schreibwaren Lessak, Augenoptiker "Ihre Brille", Parfumerien Gabriel, Lichtenrader Bücherstube

 

Ehrenamtsbörse 2012 im Roten Rathaus...die Suppenküche Lichtenrade ist dabei!





...und stellen ihren neuen Flyer vor!

Fotos: Thomas Moser -BerLi-Press

 

BER – Flughafenseelsorge ganz ohne Lärm: „Wie wollen im Stillen wirken!“

Flughafenseelsorge „ready for take off“!

Berlin-Lichtenrade-Schönefeld 4. Mai 2012 Die Flughafenseelsorge ist gut vorbereitet und kann mit ihrer Arbeit beginnen!

Der neue Flughafen Berlin-Brandenburg „Willy Brandt“, oder kurz auch BER genannt, wird in Kürze Realität werden. Sicher freuen sich darüber nicht die Fluglärmbetroffenen, aber der Alltag mit dem neuen Flughafen vor den Toren von Berlin wird einkehren.

Ein kleiner, aber wichtiger, Baustein für einen reibungslosen Ablauf eines Flughafenbetriebes ist die Flughafenseelsorge. In der Schönefelder Dorfkirche wurden Anfang Mai 2012 insgesamt zwölf Frauen und Männer in ihr neues Ehrenamt eingeführt.


Die ehrenamtlichen Flughafenseelsorger wurden ein halbes Jahr intensiv auf ihre neue Aufgabe vorbereitet. Seelsorgerische und psychologische Themen wurden angesprochen, Schulungen über den Betriebsablauf am Flughafen fanden statt, Vorortbesichtigungen wurden durchgeführt und man musste sich dem Sicherheitscheck der Behörden unterziehen.Die ehrenamtlichen Helfer werden an fliederfarbenen Westen mit der Aufschrift „flughafenseelsorge airport chaplaincy BERLIN“ auf dem Flughafen erkennbar sein.

Sie können von den Reisenden und Flughafenbeschäftigten mit all ihren Sorgen und Nöten angesprochen werden. In der Kapelle wird an jedem Sonntag ein Gottesdienst stattfinden. Am Mittwoch wird es eine Mittagsandacht geben.

Nun war es soweit und ein ökumenischer Gottesdienst fand zur „Einführung und Beauftragung“ der engagierten Christen aus Berlin und Brandenburg statt. Die hauptamtlichen Flughafenseelsorger, die auch den Einführungskurs begleiteten, lasen gemeinsam die Messe: der katholische Pfarrer i.R. Bernhard Motter und der evangelische Kollege Justus Fiedler. Mit dabei war auch Jesuitenpater Wolfgang Felber SJ, der Bernhard Motter als hauptamtlichen katholischen Flughafenseelsorger ablösen wird. „Damit wird die gute ökumenische Zusammenarbeit auch am neuen Flughafen fortgesetzt“, sagt Pfarrer Justus Fiedler von der evangelischen Kirche.

Die evangelischen und katholischen Männer und Frauen sind gut vorbereitet worden für diese verantwortungsvolle Tätigkeit. Pfarrer Bernhard Motter betont: „Wir freuen uns sehr, dass es uns gelungen ist, dieses Team aufzubauen.“ Es werden noch weitere Helfer für den BER gesucht. Die beiden Pfarrer sind selbst begeisterte Flugreisende und haben auch schon auf dem Flughafen Tegel gewirkt.

In die Schönefelder Dorfkirche sind viele Angehörige und Freunde der Ehrenamtler gekommen. Es war ein würdiger und feierlicher Rahmen mit Orgel- und Flötenmusik von Händel. Mit Gitarrenbegleitung wurde von Pastor Fiedler „Immer noch auf dem Weg“ angestimmt: Sicherlich ein gutes Motto auch für die vielen Reisenden, die den Flughafen künftig durcheilen werden.

Die künftigen Betreuer werden auf dem neuen Flughafen auch im „Raum der Stille“ auf der Ebene E 2 im Terminal anzutreffen sein. Diese Kapelle soll aber ganz bewusst auch für alle Menschen offen sein. Bernhard Motter sagte in seiner Ansprache: „Dies wird am Flughafen wohl der einzige Ort der Stille sein, wo viele Menschen wieder neue Kräfte schöpfen können.“ Dem ehrenamtlicher Helfer Norbert Moser ist der ganze Presserummel fast etwas viel: „Wir wollen ganz im Stillen für die Menschen wirken!“ Der evangelische Pfarrer Justus Fiedler fragte in seiner Predigt, wer schon alles einen Flug vom neuen Airport gebucht hat? Es waren schon einige, die konkrete Reisepläne hatten: „Sie werden künftig alle Flughäfen in der Welt mit ganz anderen Augen betrachten“ versprach Justus Fiedler den ehrenamtlichen Helfern.

Aus der katholischen Salvatorgemeinde in Lichtenrade sind im neuen Team Wilfried Ceczka und Norbert Moser mit dabei. Sie haben künftig sicher den kürzesten Weg zu ihrer neuen „Arbeitsstelle“.

Bernhard Motter und Justus Fiedler
„Nun danket allen Gott“ sang die versammelte Gemeinde und das neue Seelsorgerteam feierte noch ein wenig die absolvierte Ausbildung. Alle freuen sich auf den ersten Einsatz auf dem BER.

ToM –BerLi-Press (www.berli-press.de)

 

Lichtenrader Suppenküche mobil...und Spende der Freiwilligen Feuerwehr


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Weitere Fotos von BerLi-Press:





 

Tennisbericht der Herren 30 - Tennisclub Lichtenrade Weiß-Gelb e.V.

Auftakt nach Maß

Die Saison hätte besser kaum starten können. Das Wetter: ein Traum. Die Plätze: auf hohem Niveau. Die Zuschauer: zahlreich auf der Anlage. Was für ein schöner 1. Mai. Allerdings entpuppte sich der "Tag der Arbeit" nicht gerade als Feiertag, sondern als echter Arbeitstag - jedenfalls im sportlichen Sinne. Am Ende gab es ein hoch verdientes 5:4. Ein Auftakt nach Maß.

An Position 1 feierte Neuzugang Sönke sein Debüt. Sein Gegner hatte jedoch auf viele Schläge eine passende Antwort. Und so setzte es leider eine Zweisatz-Niederlage. An Nummer 2 rackerte Robin gegen einen jugendlich aufspielenden Hallenser auf hohem Niveau. Ein heißer Schlagabtausch, den unser Kapitän am Ende für sich entscheiden konnte. In dieser Form ist Robin nur schwer zu stoppen, sagten die Fans nach der Partie. Wohl war.

An 3 lief Rudi auf und musste feststellen, dass man auch verlieren kann. Nach vier Jahren ohne Einzel-Niederlage war es geschehen: die Weiße Weste hat einen Fleck bekommen. Der Gegner hatte einen Monster-Aufschlag und einen kühlen Kopf gegen den kein weiß-gelbes Kraut gewachsen war. Sven alias Mc Fly machte es zuvor an 4 besser. Das Match war nichts für schwache Nerven. "Typisch Fly, immer in drei Sätzen", murmelte so mancher Zuschauer auf der Tribüne. Hoch spannend hatte es Mc Fly gemacht, holte den Champions Tie Break letztlich aber mit einem krönenden Ass nach Hause.

Unser Court 3 erwies sich als eine Festung. Christian bügelte an Position 5 seinen Gegner fast humorlos vom Platz. Konstant und mit mallorkinischer Fitness ausgestattet, siegte er in zwei Sätzen. Eine starke Vorstellung. Eine Bank war auch Jan an Nummer 6. "Dreckiges" Spiel und taktische Finesse führten unseren blonden Jungen zu einem nie gefährdeten Zweisatz-Erfolg. So kann es sportlich weitergehen. Nach den Einzeln stand es also 4:2 für den TCL, die Ernte war fast eingefahren.

Bei den Doppeln waren die Strategen gefragt. Und wir hatten noch einen "Muchacho" in der Hinterhand. Unser ausgebuffter Chilene legte alle Malaisen beiseite und meldete sich quickfidel für das Doppel einsatzbereit. Unser Motto für die Aufstellung: "wenn es gut läuft, holen wir drei Punkte. Wenn es schlecht läuft, holen wir einen." Und so kam es dann auch, allerdings im schlechten Sinne. Robin und Roddy schaukelten ihr Doppel nie gefährdet und sehr routiniert in zwei Sätzen nach Hause. Die anderen beiden Doppel gingen jeweils knapp im Champions Tie-Break des dritten Satzes verloren.

Der erste Saisonsieg wurde dann auf der Terrasse gefeiert. Mit leckeren Spießen, Pommes und ein paar Pils. Fazit: mit Halle haben wir sicher nicht die schwächste Truppe dieser Liga gesehen. Nach unserem 5:4-Erfolg stehen wir nun auf dem dritten Rang der Ostliga - Tendenz steigend. Unser nächstes Spiel findet am 13. Mai um 11 Uhr in Thüringen statt. Genauer gesagt in Schleitz. Jeder Fan ist willkommen und wird mitgenommen. Sebastian Rudolph

 

Käthe-Kollwitz-Grundschule in Lichtenrade wird 100 Jahre alt - Geschichte ... von der Gemeindeschule zur Käthe-Kollwitz-Schule (Teil 2)

Vollständiger Artikel im Lichtenrader Magazin 05/2012 -pdf- (Artikel anklicken oder LINK)

Historischer Artikel Teil 1:  LINK

1. Bericht zum Jubiläum der Schule: LINK

 

10. Juni: Garagentrödel im Rotenkruger Weg

Erst im letzten Sommer hat die Künstlergruppe „Lichtpunkt 49“ im Rotenkruger Weg zur Open-Air-Kunstausstellung eingeladen. Dies war eine gelungene Kiez-Aktion, die viel Anklang fand und die Nachbarschaft enorm stärkte.

Nun wird im Rotenkruger Weg, zwischen Kettinger- und Fontanestraße, zum Garagentrödel eingeladen. Im Flyer heißt es: „Eine willkommene Gelegenheit sich endlich mal von Allem zu trennen, was man schon ewig von A nach B schiebt!“ Eines steht schon jetzt fest, dass am 10. Juni, von 9 bis 16 Uhr, sich mindestens 12 Garageneinfahrten in eine Trödelmeile verwandeln werden. Es ist aber davon auszugehen, dass sich noch mehr Anwohner anmelden werden. Wenn es dann doch „junge Hunde regnen“, stürmen oder schneien solle, wird der Trödel abgesagt.

Das Prinzip ist aus den USA nach Europa geschwappt. Alles was man sonst auf einem Flohmarkt verhökern würde, wird auf dem eigenen Grundstück zum Verkauf angeboten. Mieter müssen nur den Vermieter fragen. Spielzeug, Gartenkram, Kinderkleidung und Fahrräder, alles ist möglich. Wichtig ist nur, dass nichts auf die Straße gestellt werden darf. Auch Kinder können sich ihr Taschengeld aufbessern.

Jetzt sollten sich nur noch Anwohner melden, die sich am Garagentrödel beteiligen wollen. Das kann dann noch ganz schnell nachgeholt werden und kostet nichts. Das einfachste ist, wenn sich die Anwohner mit Familie Zeeck (Nr. 84) oder Schöneich (Nr. 19) in Verbindung setzen (schoeneichfamily@googlemail.com).

Alle anderen Lichtenrader Bürger/innen freuen sich schon auf diesen besonderen Lichtenrade-Termin: Klein, aber fein! ToM

Sylvia Zeeck

 

Ein kleiner Spaziergang...kurz vor Lichtenrade

Foto: Thomas Moser -BerLi-Press

 
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Hier wird jetzt in lockerer Folge von aktuellen Lichtenrader Geschehnissen berichtet. Eine Art "AKTUELLE INTERNETZEITUNG" könnte man auch sagen...
Viel Spaß dabei!
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