"Auf zu neuen Ufern" – Der Tennisclub Lichtenrade Weiß-Gelb e.V. informiert

Die Herren 30 stehen in den Startlöchern. Und das weiß-gelbe Motto für die Ostliga lautet: Auf zu neuen Ufern. Die Jahre in der Regionalliga und 2. Bundesliga sind leider vorbei. Hamburg, Bremen oder Wanne-Eickel: Allein die Erinnerungen bleiben. Verletzungspech und die fehlende Portion Glück haben Lichtenrade im vergangenen Jahr in die Ostliga befördert. Jetzt werden wir allerdings wieder ganz oben angreifen.

Das Team steht – topfit und verletzungsfrei. Ein erfolgreiches Trainingslager auf Mallorca liegt hinter uns. Die bekannten Gesichter sind geblieben: Sascha Lehmann, Robin Schönherr, Sebastian Rudolph, Sven Dreiling, Roddy, Christian Dullin, Axel Balzer, Marc Wartmann, Jan Peters und Matze Weiße. Als Verstärkung haben wir noch Sönke Großmann hinzugewonnen. Es ist also alles angerichtet.

Die Termine im Überblick:

1. Mai, 11:00, Heimspiel gegen Hallescher TC Peißnitz

13. Mai, 11:00, Auswärtsspiel gegen TC Schleiz 1949

17. Mai, 9:00, Auswärtsspiel gegen Berliner Sport Club

20. Mai, 11:00, Auswärtsspiel gegen TC BW Dresden Blasewitz

3. Juni, 9:00, Heimspiel gegen TV Frohnau

17. Juni, 9:00, Heimspiel gegen Berliner SV 1892

Zum Saisonauftakt gegen Halle/Peißnitz am 1. Mai wird es übrigens ein Fass Freibier geben – und gutes Tennis obendrein. Wir würden uns freuen, wenn Ihr uns wieder zahlreich unterstützt. Die Lichtenradener Fans geben uns nämlich den nötigen Rückenwind, um mit einem Sieg zu starten.

Übrigens, der Tag der offenen Tür am 28. April 2012 war ein voller Erfolg.
21 neue Mitglieder konnten verbucht werden.
Fotos: BerLi-Press

 

Übergabe von über 450 Unterschriften gegen die NPD Demonstration in Marienfelde

Am 24. April 2012 übergab eine Delegation von Anwohnerinnen und Anwohner des Kruseweges Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler eine Unterschriftenliste, die den Protest der Marienfelder Bürgerinnen und Bürger gegen die NPD Demonstration am 13.04.2012 in Marienfelde dokumentieren.

Foto: Pressestelle BA T-S
Unter dem Motto „Ich will mich nicht einschüchtern lassen von der rechten Ideologie“ bringen die über 450 Unterschriften den starken bürgerschaftlichen Zusammenhalt zum Ausdruck, der sich in den vergangenen Jahren in Marienfelde entwickelt hat.

In der Erklärung heißt es: „Die NPD marschiert durch unseren Bezirk Marienfelde. Ich wende mich mit meiner Unterschrift gegen ihre aggressive Forderung: “Kriminelle Ausländer raus!“ Unsere Zivilgesellschaft darf nicht in dem Bemühen nachlassen, sich gegen solches menschenfeindliche Gedankengut zu wehren. Gemeinsam wollen wir zeigen, das Nazis auch bei uns und nirgendwo in unserer Stadt erwünscht sind.“

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler begrüßt das große Engagement der vielen Bürgerinnen und Bürger, die mit ihrem friedlichen Protest Verantwortung für ihren Kiez übernehmen.

Der Bericht zur Gegendemonstration: http://weblog.lichtenrade-berlin.de/archive/2012/04/14/b-rger-pfeifen-npd-aufzug-in-marienfelde-aus.htm

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Es gibt noch unendlich viel zu tun, aber wir bleiben dran... Mitgliederversammlung der BI Lichtenrade/Mahlow-Nord gegen Fluglärm

Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lichtenrade/Mahlow-Nord gegen Fluglärm e.V.

Am 19. April 2012 fand im Gemeinschaftshaus Lichtenrade die 5. Mitgliederversammlung der „Bürgerinitiative Lichtenrade/Mahlow-Nord gegen Fluglärm e. V.“ statt. Vor knapp 100 Teilnehmern informierte der Sprecherrat über die wichtigsten Aktivitäten.

Bernd Röstel verwies auf den Erfolg, dass die Abflüge vom BER von der Nordbahn Richtung Westen ‚geradeaus‘ festgelegt wurden und Lichtenrade so vom schlimmsten Fluglärm verschont bleibt.  Die Flugroutenvorschläge vom 06. September 2010 drohten Lichtenrade stark zu verlärmen. Gemessen daran,  wurde viel erreicht. Röstel betonte : « Wir können und werden uns aber nicht auf dem Erreichten ausruhen, da die veröffentlichten Routen bereits in 12 Monaten einer weiteren Überprüfung unterzogen werden sollen « .

Zudem hat die Gemeinde Blankenfelde lt. U.Pohske eine Klage gegen die Flugrouten eingereicht mit dem Ziel, die Flugzeug entlang der L76 fliegen zu lassen. Dies würde zu einer massiven Verlärmung von Mahlow-Nord und Lichtenrade führen, über 12.000 Menschen zusätzlich würden lt. Umweltbundesamt (UBA) hiervon betroffen.

R. Anders berichtete über die Aktivitäten des Arbeitskreises Aktion. Er organisiert z.B. vor jeder Sitzung der Fluglärmkommission eine Kleindemonstration vor dem Sitzungsgebäude in Schönefeld; die nächste findet am 21. Mai 2012 statt.

N. Stock informierte über die Zusammenarbeit mit der Bundesvereinigung gegen Fluglärm, die maßgeblich auf politischer Ebene gegen Fluglärm kämpft und auch in diversen Fluglärmkommissionen bundesweit vertreten ist.

Frau Grajek-Dyhr berichtete von der Unterschriftenaktion, um eine Aufweichung des §29b Luftverkehrsgesetzes zu verhindern  und ein generelles Nachtflugverbot von 22-6 Uhr zu erreichen. Sie hat bisher über 15.000 Unterschriften gesammelt, die zusammen mit Vertretern mehrerer Bürgerinitiativen aus anderen Bundesländern und  weiteren 30.000 Unterschriften, dem Bundesverkehrsministerium pressewirksam übergeben wurden. Insgesamt wurden inzwischen 90.000 Unterschriften zusammengetragen und überreicht.

Bernd Röstel erklärte : « Unsere Arbeit gründet sich schwerpunktmäßig auf  Dialog. Wir suchen ständig das Gespräch mit den politisch und wirtschaftlich Verantwortlichen, um unsere Betroffenheit darzustellen und für unsere Sichtweise zu werben.»  Das gilt z.B. auch für die geplante EU-Betriebsbeschränkungs-Verordnung, die Lärmschutzrechte und Nachtflugeinschränkungen in Frage stellt.
Die Versammlung endete mit der Feststellung des Sprecherrates: « Es gibt noch unendlich viel zu tun, aber wir bleiben dran. Bitte unterstützen Sie uns weiter. »

(Foto:BerLi-Press)

 

Ausbau Kirchhainer Damm geht weiter

Nun ist die westliche Fahrbahn offen. Die bisherige östliche Fahrstreifen wird nun erneuert...


Foto: Thomas Moser

 

„Schöneres Lichtenrade“ kann so schön sein!

Nach den Wintermonaten sah der Dorfteich Lichtenrade, offiziell Giebel-Pfuhl, wie eine Müllhalde aus. Viele Spaziergänger ärgerten sich über die rücksichtlosen Umweltverschmutzer. Neben Holzbalken und Plastikflaschen war auch größerer Sperrmüll zu finden. Die Vermüllung war nach erfolgtem Rückschnitt des Schilfes erkennbar. Da aber zu diesem Zeitpunkt der Teich zugefroren war, konnte man den Müll nicht entfernen.

Kiezreporter Thomas Moser von der Lichtenrade-Website www.lichtenrade-berlin.de hat dies (und auch andere Schmutzecken) dem Haus-, Wohnungs- und Grundstückseigentümerverein gemeldet. Der Verein hat seit einiger Zeit die Lichtenrade -Aktion „Schöneres Lichtenrade!“ ins Leben gerufen: „Schluss mit ärgern, wir wollen helfen! Für uns kommt es nicht nur auf Mietrecht und Steuern an, wir wohnen zu einem großen Teil in Lichtenrade und wollen in einem gepflegten Umfeld leben.“ Alle Mitglieder und jeder Bürger sollen dem Verein melden, was ihn in Lichtenrade ärgert und was nicht in Ordnung ist. Der Verein meldet dies dann an die zuständigen Ämter, Behörden und anderen Stellen.

Alles wieder schön...

Der Hinweis vom Dreck im Giebel-Pfuhl ging an den Baustadtrat von Tempelhof-Schöneberg Daniel Krüger (CDU), der sich sofort der Sache angenommen hat. Daniel Krüger hat bei dem Marienfelder Natur-Ranger Björn Lindner nachgefragt. Die ehrenamtlichen Naturranger boten kurzentschlossen Hilfe an und schon einige Tage später halfen sie im Nachbarortsteil Lichtenrade aus, um den Dorfteich wieder schöner zu machen. Björn Lindner erzählt: „30 große Müllsäcke wurden mit Abfall gefüllt. Ganz viel Plastikmüll wurde eingesammelt. Aber auch ein altes Fahrrad haben wir gefunden.“

Schon einen Tag später lag leider wieder Müll im Teich und Natur-Ranger Lindner ärgert sich: „Hier ist nachbarschaftliches Engagement gefordert. Alle Nutzer und Anwohner sollten verstärkt auf die Reinhaltung des Dorfteiches achten!“ Lichtenrade bedankt sich bei all den Helfern! ToM

Information zu Aktion „Schöneres Lichtenrade“:

Meldungen unter dem Stichwort „Schöneres Lichtenrade“ können gesandt werden an:

Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümerverein Berlin-Lichtenrade e.V.

Per Post: 12307 Berlin, Rehagener Str. 34

oder per Fax: 030/744 02 18 oder

per E-Mail: info@hwgv-lichtenrade.de

Bitte beschreiben Sie in Ihrem Hinweis das Problem genau, möglichst mit Angabe der Straße und einer Hausnummer. Bitte vermerken Sie Ihren Namen und Ihre Telefonnummer für Rückfragen.

http://www.hwgv-lichtenrade.de

Website vom Natur-Ranger in Marienfelde:

http://www.berlin-marienfelde.de/natur/index.shtml

Fotos: BerLi-Press

LINK zum Lichtenrader Magazin 05/2012

 

 

6. Mai: Lichtenrade frühstückt auf der Bahnhofstraße - Erinnerung

Am Sonntag 6. Mai frühstückt Lichtenrade auf der Bahnhofstraße. Der Abschnitt zwischen Mellener und Rehagener Straße ist von 11-14 Uhr für den Verkehr gesperrt. Kommen Sie doch auch und nehmen auf den bereitgestellten Tischen und Bänken Platz, solange die Plätze reichen.

Gern können auch eigene Tische und Stühle aufgestellt werden. Ein jeder bringt seine Frühstückszutaten selbst mit. Niemand hinterlässt Müll.

Dieses Frühstück soll eine fröhliche Begegnung unter Nachbarn werden. Mit dieser Aktion wirbt die "Ökumenische Umweltgruppe Lichtenrade" zugleich für ein fußgängerfreundliches Verkehrskonzept für unsere "Flaniermeile". Wie das im einzelnen aussehen könnte, wird dort vorgestellt.

Der Eintritt ist frei. Es wird ein kleiner Beitrag für die erheblichen Kosten der Aktion erbeten. Sonst aber wird nichts verkauft und es wird keine kommerzielle Werbung geben. Aktionsgruppen, Vereine und Parteien können an einer eigenen Tischzeile auf ihre Anliegen hinweisen. Kunst- und Musikbeiträge sind willkommen.

Nun hoffen wir auf gutes Wetter, auf rege Beteiligung und ein buntes Treffen.

Kontakt und Rückfragen unsere Email-Adresse:

< Umwelt-Lira@web.de>.

Skulptur "Buntes L" macht auf das besondere Frühstück auf der Lichtenrader Bahnhofstraße aufmerksam

Eine Aktion der Ökumenischen Umweltgruppe Lichtenrade, unterstützt u.a. von der BI "Rettet die Marienfelder Feldmark", dem "Trägerverein Volkspark Lichtenrade", dem "UnternehmerNetzwerk Lichtenrade", dem "Haus- Wohnungs- und Grundeigentümerverein Lichtenrade", dem "Info-Büro-Fluglärm Lichtenrade", sowie der "BI Lichtenrade/Mahlow-Nord gegen Fluglärm" sowie von der Tempelritter Apotheke, Schreibwaren Lessak, Augenoptiker "Ihre Brille", Parfumerien Gabriel, Lichtenrader Bücherstube
Foto/Logo: ÖUgL

 

Bürger pfeifen NPD-Aufzug in Marienfelde aus!

Berlin-Marienfelde, 13. April 2012 Erst war ein NPD-Aufmarsch durch Neukölln geplant und dann wurde die Demonstration kurzfristig in Marienfelde angemeldet. Der Tagesspiegel berichtete, dass die Demonstration unter dem Motto „Zeit zu handeln-kriminelle Ausländer raus“ von 18.30 Uhr bis Mitternacht angemeldet wurde. Angekündigt waren circa 100 Teilnehmer. Letztendlich liefen im NPD-Block ungefähr 40 meist schwarz gekleidete und teils fast vermummte Demonstranten, die von einem großen Polizeiaufgebot begleitet wurden. Insgesamt waren einige Hundert Polizisten im Einsatz. Die Berliner Zeitung sprach von ungefähr 200 Gegendemonstranten aller Altersgruppen. Es war deutlich zu sehen, dass auch viele „normale“ Bürger über den Aufzug empört waren und lautstark „Nazis raus“ riefen und die Lautsprecherdurchsagen der NPD mit Trillerpfeifen übertönten.


Gegendemonstranten
Zum Hintergrund führte das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg aus: „Die NPD-Neukölln plante als Gegenreaktion auf eine Solidaritätsdemonstration einen Aufmarsch in Neukölln. Dort wurde ein 22-jähriger Mann mit türkischem Migrationshintergrund ermordet, zwei Jugendliche wurden schwer verletzt. Das Motto der Neonazis „Zeit zu Handeln – Kriminelle Ausländer raus“ dient nun dazu, den Mordfall zu instrumentalisieren. Denn hier wird versucht, die rassistische Zuschreibung, alle Ausländer seien kriminell, zu treffen.“

In Marienfelde fand jedoch erst, circa eine Stunde vor dem tatsächlichen NPD-Aufzug, eine angemeldete Gegenkundgebung vor dem sogenannten ZAB, der Zentrale Aufnahmestelle Berlins, statt. Dort werden politische Flüchtlinge und Verfolgte aus aller Welt aufgenommen.

Die Gegendemonstration an dieser Stelle sollte ein Zeichen der demokratischen Kräfte im Bezirk Tempelhof-Schöneberg setzen.

Vor dem ZAB erschienen über 150 Demonstranten. Alle Parteien der BVV waren vertreten, viele Bezirksverordnete wurden gesichtet und vom Bezirksamt redete Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD). Anwesend war auch die Bezirksstadträtin Dr. Sibyll Klotz (Bündnis 90/Die Grünen) und die SPD-Bundestagsabgeordnete Mechthild Rawert.

Alle in der BVV vertretenden Parteien haben die Gegenkundgebung unterstützt und waren auch vertreten. Unter der Überschrift „Marienfelde gehört allen Menschen! Toleranz statt Rassismus und Unmenschlichkeit!“ sprachen sich die Fraktionen von SPD, Bündnis90/Die Grünen, CDU und Piraten sowie die Mitglieder von Die Linke in der Bezirksverordnetenversammlung für ein vielfältiges und tolerantes Tempelhof-Schöneberg aus: „Alle Menschen sollen in unserem Bezirk unabhängig von sozialer und ethnischer Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht oder Lebensweise frei und unbeschwert leben können.“

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler dazu: „Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg steht für Weltoffenheit sowie Toleranz und positioniert sich klar gegen menschenverachtende und nationalistische Ideologien. Für rechtsextremes Gedankengut ist in unserem Bezirk kein Platz. Aufmärsche, wie der von der NPD am Freitag Abend geplante, sind in Tempelhof-Schöneberg nicht erwünscht.“

Zu Gegendemonstrationen riefen das „Quartiersbüro W40 der AG SPAS e.V.“, die Bürgerinitiative "Rettet die Marienfelder Feldmark" und auch der Personalrat beim Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg auf. Bereits im Vorfeld wurden Unterschriften gegen die Demonstration gesammelt und besonders die Marienfelder zum Protest aufgerufen.

Die meisten Demonstranten reisten in einem BVG-Doppeldecker-Bus mit der Aufschrift: „Schulbus“ an und wurden beim Aussteigen von der Polizei untersucht. Der Demonstrationszug ging über die Hildburghauser Straße, Tirschenreuther Ring, Lichterfelder Ring bis hin zur Waldsassener Straße.

In der Pressemitteilung der Polizei heißt es nach der Demonstration: „Nach etwa anderthalb Stunden erreichte der Aufzug die Kreuzung Nahmitzer Damm Ecke Marienfelder Allee, wo eine Abschlusskundgebung abgehalten wurde. Während des Aufzuges als auch bei der Abschlusskundgebung störten rund 300 Personen, die sich aus Teilnehmern der Gegenveranstaltungen sowie Anwohnern zusammensetzten, die Durchführung der Versammlung mit Sitzblockaden und verbalen Unmutsäußerungen. Im Laufe der Veranstaltung kam es zu zehn Freiheitsentziehungen, 173 Platzverweisen sowie 19 Identitätsfeststellungen. Die vorläufig Festgenommenen konnten nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen ihren Weg fortsetzen und sehen nun Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruchs, Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, versuchter Gefangenenbefreiung und Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen entgegen.“

In der Berliner Zeitung hieß zum Polizeieinsatz: „Dabei ging die Polizei teilweise recht rabiat gegen die Bürger vor“. Dies kann in Teilen bestätigt werden. So wurden zumindest an einer Stelle die Bürger eine Zeit lang daran gehindert, den Aufzug am Straßenrand friedlich (aber lautstark) zu begleiten. Sicher waren auch einige aggressivere Gegendemonstranten dabei. Viele Bürgerinnen und Bürger nahmen jedoch nur ihr Recht wahr, ihren Unmut über den NPD-Aufzug in ihrer Nachbarschaft offen zu äußern. Eine Gegendemonstrantin äußerte deutlich: „Es ist nicht verständlich, warum die Polizei unser demokratisches Recht und unsere Bürgerpflicht beschränkt. Sie tuen ja auch nur ihre Pflicht. Aber wir wollen doch auch nur laut in die Welt herausschreien: Wir wünschen keine NPD in Marienfelde und in der Nachbarschaft!“ ToM

 

Neu: Das „Haus Buhr“ in Lichtenrade ist Baudenkmal - Einkaufszentrum ade?

Freude in Lichtenrade, aber nicht nur …

Berlin-Lichtenrade, 12. April 2012 Wie wir heute vom Landesdenkmalamt Berlin erfahren haben, ist das ehemalige Haus Buhr, mit dem angrenzenden Garten, am 22. Februar 2012 als Baudenkmal anerkannt worden.

Somit ist das Wirtshaus zusammen mit dem S-Bahnhof Lichtenrade und der ehemaligen Mälzerei, die bereits seit Jahren unter Denkmalschutz standen, als ein neu gebildetes Ensemble in die Berliner Denkmalliste eingetragen worden.

Die Pläne, für das bisher vom Großinvestor Dr. Harald Huth (High Gain House Investments) geplante Einkaufszentrum, sind nur noch für den Papierkorb geeignet. Es gab in Lichtenrade große Aufregung, dass das geplante Einkaufszentrum noch mehr Verkehr anzieht und zum Beispiel auch die bestehenden Einzelhandelsstrukturen zerstören könnte.

Die Ökumenische Umweltgruppe Lichtenrade kämpft schon einiger Zeit beim Haus Buhr für die Anerkennung als Baudenkmal, weil das ehemalige Gasthaus nach den letzten Plänen abgerissen werden sollte. Die Umweltgruppe wollte auch nur ein Einkaufszentrum, dass die Interessen der Menschen mit einbezieht und das Gelände um die alte Mälzerei auch eine Art „Marktplatz der Begegnung“ wird. Die Umweltgruppe und auch viele Lichtenrader freuen sich nun, weil die bisherigen Pläne aus Denkmalschutzgründen so sicherlich nicht mehr umgesetzt werden können.

Aber es gibt nicht nur ungetrübte Freude, weil das Gebiet um das ehemalige Wirtshaus, und auch das Wirtshaus selbst, verwahrlost, verfallen und nicht gepflegt ist. Man kann hier schon fast von einem Schandfleck in Lichtenrade sprechen.

Das Landesdenkmalamt begründet die Entscheidung mit der besonderen geschichtlichen Bedeutung: „In der Bahnhofstraße, heute wichtigste Einkaufsstraße und die Promeniermeile Lichtenrades, erinnert das Wirtshaus mit seinem großen, baumbestandenen Garten noch an die Entstehungszeit der Straße in der unbebauten Lichtenrader Feldmark, die Ziel von Wochenendausflüglern war.

Bahnhof, Wirtshaus und Mälzerei sind die ersten baulichen Zeugnisse des ab 1900 sich neu entwickelnden Ortskerns westlich des Dorfs. Sie
haben die Entwicklung Lichtenrades entscheidend befördert und geprägt. Sie waren die Keimzelle der Entwicklung Lichtenrades zum Berliner Vorort, letztendlich die Voraussetzung, dass Lichtenrade 1920 zu Berlin eingemeindet wurde.

Es ist ein besonderer Glücksfall, dass hier die drei Faktoren Verkehrsanbindung, Publikumsmagnet, Industrie, anschaulich verkörpert durch unmittelbar benachbarte Baulichkeiten, bis heute nachvollziehbar sind.“

Die Frage ist, ob man einen Investor findet, der nicht nur die alte Mälzerei zum Leben erweckt, sondern auch das marode ehemalige Haus Buhr denkmalgerecht saniert. Investor Huth hatte für dieses Gebäude und auch das dahinter liegende Hochhaus dem Abriss geplant. Die Mieter dieses 1. Lichtenrader Hochhauses freuen sich und haben mit der Entscheidung zumindest einen Aufschub erhalten.

Wir werden die Entwicklung beobachten und auch sehen, wie sich die Bezirkspolitik der veränderten Lage stellt. Die Lichtenrader wünschen sich umsichtige Entscheidungen, bei denen Bürgerinnen, Bürger und Verkehrsfachleute mit einbezogen werden. Eines ist sicher, dass das gesamte Grundstück, aber auch die Bahnhofstraße neue Ideen gut gebrauchen kann. Die Umweltgruppe und auch die Bürgerinitiative „Rettet die Marienfelder Feldmark“ machen sich auch seit einiger Zeit Gedanken zur Zukunft der Einkaufsmeile und schlagen beispielsweise eine „Begegnungszone“ vor. Die „Begegnungszonen“, wie sie teilweise in den Niederlanden und der Schweiz existieren, sollen eine „nachhaltige Koexistenz und ein barrierefreies Zusammenleben“ erreichen. ToM

Erläuterungen (wesentliche Auszüge) vom Landesdenkmalamt Berlin zum Wirtshaus Lichtenrade:

„Die Anlage besteht aus einem zweigeschossigen, massiven Gasthaus mit ausgebautem Fachwerkdachgeschoss mit dem Giebel zur Straße stehend und rechtwinklig dazu einem zurückliegenden eingeschossigen Tanzsaal längs zur Straße... Ein Bauantrag von 1904 zeigt die bestehende Dachkonstruktion im Querschnitt: eine Hänge-Sprengwerk, das den 9,50 x 15,50 m großen Saal stützenfrei überdeckt mit zum Innenraum hin vermutlich sichtbaren verzierten Hölzern.

Das Wirtshaus, betrieben von Rudolf Deter, musste 1899, bereits fünf Jahre nach der Eröffnung, erweitert werden: im Januar wurde an den Tanzsaal, bündig zu dessen Westwand, ein kleinerer Bau mit nach Norden ablaufendem, flachem Pultdach zur Aufnahme zweier weiterer Gasträume (1925 vereinigt zum „Kleinen Saal“) angebaut …Eine Postkarte von 1906 zeigt, dass auch im Norden der Wirtschaft Gartenbetrieb herrschte, bis ans Ufer eines Ruderteichs, der zwischen Gasthaus und Mälzerei angelegt war. Der Teich, der bis an die Grenze des Bahngrundstücks reichte, ist noch auf einem Lageplan von 1937 eingetragen.

Im straßenseitigen Winkel zwischen Gasthaus und Tanzsaal befand sich ursprünglich eine zusätzliche massive eingeschossige, zweiachsige Gaststube und daneben eine kleine Veranda in offener Holzkonstruktion. 1904-05 wurde die Veranda durch eine größere und verglaste Holzkonstruktion ersetzt. Sie war bereits 1923 nicht mehr vorhanden, vermutlich infolge eines Besitzer- und Nutzungswechsels.

Die jüngeren Baumaßnahmen hinterließen keine größeren Eingriffe in der Substanz. Die aufgelockerte, aus verschiedenen Bauteilen malerisch gruppierte Anlage wuchs zu einem kompakten, etwa quadratischen Grundriss, indem die rückspringenden Winkel mit Anbauten bündig ausgefüllt wurden …

1921 erwarb der Mannheimer Kaufmann Jacob Feitel Mälzerei und Wirtshaus und ließ 1922 durch Gustav Haufe das Gasthaus zu Wohnräumen umwandeln, jedoch ohne größere bauliche Änderungen. 1936 muss der Jude Feitel die Mälzerei an die Berliner Schloßbrauerei A. G. verkaufen. Seine Erben in Buenos Aires erhalten 1952 eine Entschädigung.

Ab 1933 ist in den Bauakten wieder Gaststättennutzung belegt und verschiedene kleinere Bau- und Instandhaltungsmaßnahmen. Als Betreiber wird Willi Schütz genannt.

Nach 1945 Eigentumswechsel an die Familie Buhr.

An die rückwärtigen Anbauten wurden zusätzliche, unbedeutende Erweiterungen angefügt.

In den 1960er Jahren finden zahlreiche Veränderungen statt:

Das Gasthaus erhält die Konzession für Hotelbetrieb, zunächst die vier Zimmer der Gastwirtswohnung im Obergeschoss ohne bauliche Änderung. 1965 wurde der Hotelbetrieb auf das Dachgeschoss ausgedehnt, wobei seitliche Dachgauben angelegt wurden.

An der Stelle der ehemaligen Veranda entsteht ein neuer eingeschossiger massiver Vorbau mit vier großen Panoramafenstern zur Bahnhofstraße, der alternativ als Gastraum oder Saalfoyer genutzt werden konnte. Auch die alte massive Gaststube im Winkel zwischen Saal und Gasthaus ging in diesem Vorbau auf. Im Keller unter dem Vorbau wurden Garderobe und Toiletten eingerichtet.

Anfang der 1970er Jahre wurde das Innere des Tanzsaals neu gestaltet. Die Wände wurden mit senkrechten Paneelbrettern aus Kanadisch-Rotbaum verkleidet, die Decke erhielt eine helle, plastisch strukturierte Akustikdecke mit vertieftem Deckenspiegel.

Überlieferungszustand

Der einzige verlorene Teil der ursprünglichen Anlage ist der eingeschossige straßenseitige Trakt vor dem Tanzsaal. Der an seiner Stelle angefügte Vorbau ist zeittypisch für die 1960er Jahre, jedoch in der Kubatur ganz dem vorhergehenden Bau angepasst. Der übrige alte Bestand ist trotz der verschiedenen Erweiterungen noch gut ablesbar erhalten ...Der Tanzsaal besitzt über dem alten Parkettboden vermutlich noch die originale imposante Dachkonstruktion. Das verraten die erhaltenen profilierten Sparrenköpfe und der vertiefte Deckenspiegel, der der Kontur der ursprünglichen Deckenkonstruktion folgt. Gasträume und Küchen besitzen betriebsbedingt erneuerte Wandgestaltungen, aber auch noch mehrere ursprüngliche Türen. Besonders beim Gasthaus gibt es insgesamt auch noch reichlich erhaltene Details, die das Flair der Erbauungszeit vermitteln, im Äußeren in erster Linie das gut erhaltene Schmuckfachwerkdachgeschoss und die fast vollständig erhaltenen alten Fenster. An der Rückfassade sind noch die ursprünglichen Gliederungselemente der massiven Geschosse vorhanden, plastisch vorspringende horizontale Bänder und ein Fensterschlussstein aus Stuck (Reste von horizontalen Bändern auch noch an der Ostfassade des Tanzsaals). Im Inneren existiert die alte Treppe und die Einteilung der Obergeschoss- und Dachgeschosswohnung mit erhaltenen Fenstern mit Zierbeschlägen, Türen und Böden.

Der alte Wirtshausgarten östlich der Anlage ist mit acht Reihen Linden bestanden, laut Bebauungsplan XIII-31 vom 22.1.1958 insgesamt 59 Bäume. Alte Bäume befinden sich aber auch westlich und nördlich der Anlage …“

Weitere Informationen zu den bisherigen Überlegungen findet man in der „Internetzeitung“ von www.lichtenrade-berlin.de!

Ergänzung: Unter der Überschrift „Zentrum Lichtenrade - Perspektiven entwickeln!“ wurde der Antrag der SPD-Bündnis 90/Die Grünen einstimmig, im Rahmen der Konsensliste, im Februar 2012 von der BVV Tempelhof-Schöneberg beschlossen:

Der Änderungsantrag der Fraktion der CDU wird von den antragstellenden Fraktionen der SPD und GRÜNEN übernommen.

Einstimmiger Beschluss – Konsensliste:

Die BVV ersucht das Bezirksamt zur zukünftigen Entwicklung des Stadtteilzentrums Lichtenrade / Bahnhofstraße eine Standortkonferenz zu initiieren, an der örtliche Initiativen, Gewerbetreibende, Grundstückseigentümer, Vertreter politischer Parteien sowie sonstige interessierte Bürger zu beteiligen sind (1. Stufe einer Perspektivenwerkstatt). Ziel der Standortkonferenz ist die Entwicklung eines längerfristigen Leitbilds für den Standort, aus dem sich die Handlungsfelder "Private Investition", "Öffentliche Investition Straßenland" sowie "Bauleitplanung" ableiten.

Auf Grundlage der Erkenntnisse soll die konkretisierende Planung für das Gebiet "Alte Mälzerei" und ggf. erforderliche weitere Schritte zur Neuordnung des Gebiets erfolgen. Die vorgeschriebene Bürgerbeteiligung des Verfahrens ist aktiv auszugestalten (2. Stufe der Perspektivenwerkstatt).
Für die formale Durchführung der Standortkonferenz ist zunächst ein organisatorisches und finanzielles Konzept zu erarbeiten und der BVV bis Juni 2012 vorzulegen.

Alle Fotos: BerLi-Press

 

Bezirksbürgermeisterin Schöttler wendet sich gegen NPD–Aufmarsch in Marienfelde

Für Freitag den 13.04.2012 hat der Landesvorstand der NPD in der Zeit von 18:30 Uhr bis 20:30 Uhr eine Demonstration mit etwa 100 Teilnehmern angemeldet. Die Route der geplanten Demonstration soll durch Teile des Tempelhof-Schöneberger Ortsteils Marienfelde führen.
Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler
erklärte dazu:
„Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg steht für Weltoffenheit sowie Toleranz und positioniert sich klar gegen menschenverachtende und nationalistische Ideologien. Für rechtsextremes Gedankengut ist in unserem Bezirk kein Platz. Aufmärsche, wie der von der NPD am Freitag Abend geplante, sind in Tempelhof-Schöneberg nicht erwünscht.“

Tagesspiegel vom 12.4.2012 (Internet):

„NPD marschiert in Marienfelde“

Die Neonazi-Szene wird am morgigen Freitag nun doch nicht durch Neukölln marschieren, sondern durch Marienfelde. Wie dem Tagesspiegel vorab bekannt wurde, hat der Anmelder – die NPD – die Demonstration unter dem Motto „Zeit zu handeln – kriminelle Ausländer raus“ von 18.30 Uhr bis Mitternacht angemeldet. Rund 100 Teilnehmer werden laut Polizei erwartet. Die Route führt von der Kreuzung Nahmitzer Damm / Hildburghauser Straße/Marienfelder Allee über Hildburghauser Straße, Tirschenreuther Ring, Kruseweg, Hildburghauser Straße, Waldsassener Straße, Tirschenreuther Ring, Ahrensfelder Straße, Lückeweg, Tirschenreuther Ring, Hildburghauser Straße zurück bis zum Nahmitzer Damm.

Aufruf 

Quartiersbüro W40 der AG SPAS e.V.

Liebe Marienfelder/innen,

wie dem heutigen Tagesspiegel zu entnehmen ist, plant die NPD am morgigen Freitag unter einem rassistischen Motto (siehe unten) eine Demo durch Marienfelde. Es wäre schön, wenn Sie dem etwas entgegensetzen würden - mit Plakaten und/oder einer Protestdemo an der Wegstrecke. Koordiniert wird die Aktion durch Elke (Tel.: 711 45 26). Vielleicht finden sich Personen oder Initiativen, die entsprechende Aktionen unterstützen. Als Treffpunkt für alle Teilnehmer einer Protestveranstaltung ist der Platz vor dem Dorothee-Sölle-Haus (Waldsassener Straße 9) vorgesehen (Uhrzeit mit Elke absprechen). Hilfreich wäre es auch, wenn viele Bewohner/innen und Einrichtungen in Fenstern entsprechende Protestplakate aufhängen würde.

Erklärung aller in der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg vertretenen Parteien anlässlich der geplanten NPD Demonstration in Marienfelde am 13. April 2012

Marienfelde gehört allen Menschen!

Toleranz statt Rassismus und Unmenschlichkeit!

Die Fraktionen von SPD, Bündnis90/Die Grünen, CDU und Piraten sowie die Mitglieder von Die Linke in der Bezirksverordnetenversammlung sprechen sich für ein vielfältiges und tolerantes Tempelhof-Schöneberg aus. Alle Menschen sollen in unserem Bezirk unabhängig von sozialer und ethnischer Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht oder Lebensweise frei und unbeschwert leben können. Am Freitag, dem 13. April 2012 um, 18:30 Uhr will die rechtsradikale NPD durch Marienfelde marschieren. Starten soll die Demonstration an der Marienfelder Allee/Nahmitzer Damm, weiter führt sie über die Hildburghauser Straße, die Waldsassener Straße, den Tirschenreuther Ring, die Ahrensdorfer Straße und über den Luckeweg wieder zurück zum Ausgangspunkt. In räumlicher Nähe befindet sich auch die Zentrale Aufnahmestelle Berlins, die ZAB. Dort werden politische Flüchtlinge und Verfolgte aus aller Welt aufgenommen.

Zum Hintergrund: Die NPD Neukölln plante als Gegenreaktion auf eine Solidaritätsdemonstration einen Aufmarsch in Neukölln. Dort wurde ein 22-jähriger Mann mit türkischem Migrationshintergrund ermordet, zwei Jugendliche wurden schwer verletzt. Das Motto der Neonazis „Zeit zu Handeln – Kriminelle Ausländer raus“ dient nun dazu, den Mordfall zu instrumentalisieren. Denn hier wird versucht, die rassistische Zuschreibung, alle Ausländer seien kriminell, zu treffen.

In einer weltoffenen und kosmopolitischen Stadt wie Berlin hat die rassistische Hetze der NPD keinen Platz. Menschen egal welcher Herkunft, Hautfarbe oder Geschlecht leben in Berlin gemeinsam und akzeptieren einander. Kriminalität ist keine Frage der Herkunft, sondern ein gesellschaftliches Problem, auf das die Politik Antworten finden muss.

Wir nehmen die Position der NPD als einen gezielten Angriff auf das gleichberechtigte Miteinander in Tempelhof-Schöneberg wahr und stellen dem einen respektvollen Umgang und Toleranz entgegen.

Donnerstag, 12. April 2012

Auch der Personalrat beim Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg und die Bürgerinitiative "Rettet die Marienfelder Feldmark" hat zur Gegendemonstration aufgerufen!

 

Dreckecke Dorfteich Lichtenrade

Der Dorfteich Lichtenrade, offiziell Giebel-Pfuhl, befindet sich direkt neben der Dorfkirche.
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Das Idyll täuscht jedoch seit einiger Zeit.
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Der Dorfteich ist zu einer Müllhalde geworden und die Spaziergänger ärgern sich über die rücksichtlosen Umweltverschmutzer. Neben Holzbalken, Plastikflaschen ist auch größerer Sperrmüll zu finden.
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Seit einiger Zeit hat der Haus-, Wohnungs- und Grundstückseigentümerverein Lichtenrade eine Aktion ins Leben gerufen: „Schluss mit ärgern, wir wollen helfen! Für uns kommt es nicht nur auf Mietrecht und Steuern an, wir wohnen zu einem großen Teil in Lichtenrade und wollen in einem gepflegten Umfeld leben. Im Übrigen ist eine gepflegte Gegend auch werterhöhend für unsere Wohnungen und Grundstücke. Darum hat der Vorstand die Aktion „Schöneres Lichtenrade!“ ins Leben gerufen. Alle Mitglieder aber auch jeder Bürger soll dem Verein melden, was ihn in Lichtenrade, auf unseren Straßen und Plätzen ärgert, was nicht in Ordnung ist. Der Verein meldet dies an die zuständigen Ämter, Behörden und anderen Stellen (z.B. BSR).“ Der BSR kann man jetzt auch direkt Dreckecken in der Stadt melden.
Mittlerweile hat der Verein bei Baustadtrat Daniel Krüger (CDU) nachgefragt, ob das Bezirksamt -eventuell mit Hilfe von Lichtenrader Bürgern- etwas unternehmen kann.
ToM

Meldungen unter dem Stichwort „Schöneres Lichtenrade“ können gesandt werden an:

Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümerverein Berlin-Lichtenrade e.V.
Per Post: 12307 Berlin, Rehagener Str. 34
oder
Per Fax: 030/744 02 18
oder
Per E-Mail: info@hwgv-lichtenrade.de

Bitte beschreiben Sie in Ihrem Hinweis das Problem genau, möglichst mit Angabe der Straße und einer Hausnummer. Bitte vermerken Sie Ihren Namen und Ihre Telefonnummer für Rückfragen.

http://www.hwgv-lichtenrade.de/

 

Die Jugendarrestanstalt ist innerhalb von Lichtenrade umgezogen!

Berlin-Lichtenrade, April 2012 Aus der aktualisierten Internetseite der Berliner Justizverwaltung kann man entnehmen, dass zum 1. April tatsächlich der Umzug der Jugendarrestanstalt innerhalb von Lichtenrade stattgefunden hat.
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Der neue Standort grenzt unmittelbar am bisherigen Grundstück, ist jedoch durch eine hohe Mauer getrennt. Die „neue“ Jugendarrestanstalt kann man über den Kirchhainer Damm erreichen.
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Die im Jahre 1997 erbaute Untersuchungshaftanstalt Berlin „Bereich Kieferngrund“ ist nach fünfzehn Jahren der Nutzung, am 1. April 2012 die „neue“ Jugendarrestanstalt Berlin geworden. Der Berliner Jugendarrest verfügt jetzt über fünfzig Plätze für männliche Arrestanten und zehn Plätze für weibliche Arrestantinnen. „Diese politische Entscheidung dürfte nun alle weiteren Abweisungen der letzten Jahre entgegenwirken, da nun sechzig Plätze zur raschen Vollstreckung von Jugendarrest zur Verfügung stehen“ erhofft man sich von der Justizverwaltung. Bisher standen für den Jugendarrest nur 33 Plätze zur Verfügung und junge sogenannte Arrestanten mussten zeitweise abgewiesen werden.
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Die „neue“ Arrestanstalt erstreckt sich über drei Stationen für männliche Jugendliche und einer abgesonderten Station für weibliche Jugendliche. Alle Stationen haben einen eigenen Küchenbereich, einen Gruppenraum, einen TV-Raum sowie Duschräume. Jeder Arrestraum hat eine separierte Toilette. Ferner befinden sich im unteren bzw. oberen Bereich eine Bücherei, die Büros der Sozialarbeiter, Räume für Gruppenaktivitäten durch externe Mitarbeiter und demnächst auch der Fitnessraum.
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Foto: dpa/Tim Brakemeier
Ursprünglich war vor einem Jahr geplant, dass in die bisherige Untersuchungshaftanstalt für Jugendliche die Drogenfachabteilung für Jugendliche einzieht. Diese Planung stammte von der damaligen Justizsenatorin Gisela von der Aue (SPD), da die Jugenduntersuchungshaftanstalt nicht mehr benötigt wurde und im bisherigen Drogenfachbereich Sanierungsbedarf anstand. Eine große Welle der Entrüstung ging durch Lichtenrade. Zur ganzen Wahrheit gehört aber auch, dass den meisten Lichtenradern wohl die genauen Planungen gar nicht bekannt waren. So wurde auch berechtigterweise am meisten die späte und zögerliche Information des damaligen Senats kritisiert. In der Koalitionsvereinbarung von SPD und CDU hatte man sich auf eine Überprüfung dieser Planungen verständigt. Nach Gisela von der Aue wurde dann für kurze Zeit Michael Braun (CDU) Justizsenator, kam aber wegen der Beurkundung umstrittener Immobiliengeschäfte ins Kreuzfeuer. So wurde bald Thomas Heilmann (CDU) Justizsenator und setzte schnell die Koalitionsvereinbarungen um.
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Jetzt ist es auch vollzogen und die Jugendarrestanstalt ist nunmehr am Kirchhainer Damm zu finden.
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Die Anwohner der kleinen Lützowstraße atmen auf, da die teilweise bemängelten Lärmbelästigungen der Vergangenheit angehören dürften. Der bisherige Standort in der Lützowstraße soll als Arrestreserve dienen, wird aber bis auf weiteres nicht genutzt werden. ToM (Fotos BerLi-Press, sofern nicht extra gekennzeichnet)

http://www.berlin.de/sen/justiz/justizvollzug/jaa/ueu.html

Die neue Anschrift und neue Telefonnummer:

Jugendarrestanstalt Berlin-Lichtenrade

Kirchhainer - Damm 64-66

12309 Berlin - Lichtenrade

Tel.: +49 30 764917- 0

(Es werden keine Auskünfte über Inhaftierte erteilt)

Der vorherige Bericht aus der Internetzeitung von den Planungen von Thomas Heilmann (auch: was ist  Jugendarrest) : http://weblog.lichtenrade-berlin.de/archive/2012/02/29/jugendarrestanstalt-in-lichtenrade-vergr--ert-sich-und-zieht-auf-das-nachbargrun.htm

 

Apparatebau K.G. BLN Lichtenrade? Kohlemikrofon aus Lichtenrade?

Wer kann etwas zu dem Hersteller dieses Kohlemikrofons sagen?

Robert Vierling hat so ein historisches Mikrophon mit der Bezeichnung: „Apparatebau K.G. BLN Lichtenrade“ und in der Mitte ein Buchstaben-Logo: eventuell „ E und F“. Der Student aus Helsinki/Finnland lebte lange in Schwenningen am Neckar. Ihn und auch uns interessiert nun, wer etwas zu dieser Herstellerfirma bzw. zu diesem Mikrofon sagen kann?

Es soll sich um ein Mehrkammer Kohlemikrofon handeln. Als einzige Informationen im Internet konnten wir bislang recherchieren, dass es möglicherweise in den zwanziger Jahren oder aber um 1947/1948 hergestellt wurde.

Wer kann helfen? Wir informieren in der Lichtenrader Internetzeitung, wenn wir weitere Informationen erhalten. ToM

Fotos: Robert Vierling

Infos bitte an: postmaster@lichtenrade-berlin.de

 

Nicht Neues beim Franz-Neumann-Haus

Berlin-Lichtenrade, März/April 2012 Bei der Redaktion ging eine Anfrage ein, die Vermutungen über eine mögliche Nachnutzung vom Franz-Neumann-Haus, eine ehemaligen AWO-Senioreneinrichtung in der Lichtenrader Augsburger Straße, äußerte. Es wurde von Interessenten gesprochen, die in anderen Bezirken Obdachloseneinrichtungen betreiben. Die Einrichtung wurde Anfang 2011 geschlossen.

In diesem Zusammenhang haben wir recherchiert und beim Geschäftsführer der AWO Seniorenheim gGmbH, Joachim Brockmeyer, und der Stadträtin für Gesundheit, Soziales, Stadtentwicklung, Sibyll Klotz (Bündnis 90/Die Grünen), nachgefragt. Die AWO Seniorenheim gGmbH steht nach unserer Kenntnis unter der Verantwortung des Insolvenzverwalters Joachim Voigt-Salus. Der AWO Geschäftsführer Brockmeyer hat sich bislang nicht geäußert.

Was wurde 2011 gesagt?

Vor einem Jahr erklärte Joachim Brockmeyer, dass eine Weiterverfolgung von zunächst angedachten Asylbewerberplätzen vom Tisch sei. Andererseits soll laut Brockmeyer der Senat starkes Interesse an der Nachnutzung als Asylbewerberheim gezeigt haben.

Der damalige Baustadtrat Bernd Krömer (CDU), jetzt Staatssekretär in der Senatsinnenverwaltung, erklärte 2011, dass sich die Unterbringung von Anlagen für soziale Zwecke, zum Beispiel einem Asylbewerberheim, jedoch in den Wohngebietscharakter einfügen muss: „In der vorhandenen Größenordnung würde eine komplette Umnutzung der … Gebäude diesen Rahmen sprengen und wäre aus städtebaulicher Sicht nicht genehmigungsfähig.“

Der Bundestagsabgeordnete Dr. Jan Marco Luczak (CDU) warnte, dass ein Asylbewerberheim nicht in das Einfamilienhausgebiet rund um die Augsburger Straße hinein passt: „Wenn das Franz-Neumann-Haus zum Verkauf steht, ist keineswegs ausgeschlossen, dass der künftige Käufer das ehemalige Seniorenheim zum Asylbewerberheim umgestaltet.“
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Aktuelles Foto (alle Fotos: BerLi-Press)

Der aktuelle Stand…

Die heute zuständige Stadträtin, die einerseits für die Stadtplanung und auch für Soziales zuständig ist, führt aus: „Planungsrechtlich wäre eine ´Obdachloseneinrichtung´ als ´Nutzung für soziale Zwecke´ im Bestandsgebäude grundsätzlich zulässig, allerdings muss auch hier im Einzelfall geprüft werden, ob, bezogen auf die Größe der Einrichtung, eventuelle Versagungsgründe vorliegen. Außerdem wäre beim Sozialamt eine solche Nutzung zu beantragen, auch das ist bisher nicht geschehen. Bislang wurde dort keine Notwendigkeit weiterer Obdachloseneinrichtungen im Bezirk gesehen.“ Der Stadträtin erklärt, dass zum Sachstand von vor einem Jahr keine neuen Aussagen zu machen sind und Anträge zur Nachnutzung nicht vorliegen. Weiterhin erklärt Sibyll Klotz: „Im Übrigen hat der Fachbereich Natur/Umwelt in seinem Landschaftsplan eine ´Waldfläche´ auf dem Grundstück ausgewiesen, eine eventuelle Neubebauung wäre somit nur eingeschränkt möglich.“

Wir bleiben für Sie am Ball!

Thomas Moser –BerLi-Press (www.berli-press.de) für www.lichtenrade-berlin.de

 

Käthe-Kollwitz-Grundschule in Lichtenrade wird 100 Jahre alt - Geschichte ... von der Gemeindeschule zur Käthe-Kollwitz-Schule (Teil 1)

Veröffentlichung im Lichtenrader Magazin 04 /2012 (vollständigen Artikel Bild anklicken /pdf-Format)

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Teil 2 folgt in der Mai-Ausgabe vom Lichtenrader Magazin

 
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Hier wird jetzt in lockerer Folge von aktuellen Lichtenrader Geschehnissen berichtet. Eine Art "AKTUELLE INTERNETZEITUNG" könnte man auch sagen...
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