Die BI Lichtenrader/Mahlow-Nord gegen Fluglärm: Nach der Entscheidung des Bundesaufsichtsamtes für Flugsicherung

Mitgliederrundbrief der Bürgerinitiative Lichtenrade/Mahlow-Nord gegen Fluglärm e.V. vom 28.1.2012 (ungekürzt)
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Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder,
der Flugrouten-Marathon hat ein vorläufiges Ende gefunden - das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung (BAF) hat entschieden: Abflug von der Nordbahn – geradeaus! Lichtenrade wird nicht überflogen! Dies ist ein großer Etappenerfolg, auf dem wir uns jedoch nicht ausruhen können!
Auf diesen Tag haben wir seit Oktober 2010 hingearbeitet. Für  dieses Ergebnis haben viele unserer Mitglieder, der ehemalige Vorstand wie auch der neue Sprecherrat mit großem Einsatz gekämpft.
Mit der Veröffentlichung im Bundesanzeiger werden die Flugrouten rechtskräftig.
Die Diskussionen um die Flugrouten haben es noch einmal deutlich gemacht: Die Entscheidung der Politik vor Jahrzehnten, einen Flughafen in ein dicht besiedelte Gebiet zu setzen, birgt viel Sprengstoff. Die Fluglärmkommission (FLK) und die Deutsche Flugsicherung (DSF) mussten versuchen, die Fehler der Politik auszubügeln. Das BAF wiederum hatte die gefundenen Flugrouten nur auf den rechtlichen Gehalt hin zu überprüfen. Alles in allem ist der gefundene Kompromiss für uns noch recht erträglich ausgefallen.
Die Flugroutenplanung des 6. Septembers 2010 sahen ein doppeltes Abknicken von rund 30° für den Abflug von der Startbahn 25R (Nordbahn Richtung Westen) vor. Dies hätte zu Überflügen für den Stadtrandbereich von Lichtenrade und das komplette Mahlow-Nord bedeutet. Bei der nun gefundenen Lösung (NOOST Altern. 4) führt die Abflugrichtung geradeaus über Blankenfelde/Mahlow und folgt dabei der Eisenbahnlinie.
Das größte Problem in dem Flugroutensystem jedoch birgt das Festhalten der Flughafengesellschaft an dem unabhängigen Parallelflugbetrieb, der deutliche Verbesserungen für den Lärmschutz verhindert. Dadurch sind  kreative Flugverfahren, die eine stärke Entlastung der Betroffenen von Fluglärm herbeiführen könnten nicht möglich. Grund: Die Flughafengesellschaft will sich das größtmögliche Betriebspotenzial offenhalten. Das Ziel ist grenzenloses Wachstum und ein internationales Drehkreuz.
An dieser Stelle setzt die Klage an, die nach jetzigem Kenntnisstand am 3. Oder 4. Juli 2012 vor dem Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) verhandelt wird. Sie erinnern sich, dass wir Sie vor einiger Zeit zur Unterstützung der drei Musterkläger aus Potsdam, Lichtenrade, und Zeuthen gebeten haben. Diese Klage, vertreten durch RA Hellriegel, stellt die Rechtmäßigkeit des unabhängigen Parallelflugbetriebes infrage. Hierzu merken Sie sich bitte die geplante Infoveranstaltung mit RA Hellriegel Mitte Februar 2012 vor.
Oben haben wir darauf hingewiesen, dass wir uns auf dem Erreichten nicht ausruhen dürfen. Alle müssen sich darüber im Klaren sein, dass die Hauptbetroffenen nicht mit diesem Ergebnis zufrieden sind sein können und versuchen werden, die sie betreffenden Flugrouten wieder abzuwenden.
Der Blankenfelder Bürgermeister hat schon die entsprechenden Klagen angekündigt. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer hat die Überprüfung der Routen nach einer Testzeit (Monitoring) versprochen („Flugrouten sind nicht in Beton gemeißelt“); der Direktor des BAF, Nikolaus Herrmann, hatte die mögliche Verschiebung der Route NOOST 4 weiter nach Norden in Erwägung gezogen.
Natürlich dürfen wir jetzt nicht in Panik geraten – die Routen bekommen erst einmal faktische Rechtskraft (s.o.). Sie zu verändern wird schwerer, als sie - wie bisher geschehen – neu festzulegen.
Doch nicht nur die Routenfestlegung hat Auswirkungen auf den Fluglärm. Das Flugregime, das die Regelung der Starts auf den beiden Pisten festlegt, die Startschwelle, den Startwinkel, die Schubstärke, usw. beeinflusst, wie auch die Anflugverfahren steuert, werden in den nächsten Monaten mit Hilfe der Fluglärmkommission (FLK) diskutiert und empfohlen.
Neben dieser Abwehr der Routenverschiebung, setzen wir uns weiterhin aktiv für ein Nachtflugverbot von 22:00 – 6:00 Uhr ein. Wir unterstützen die Initiative zum Erhalt des §29b LuftVG und damit der Eindämmung der Lärmauswirkungen während der Nacht.
Wir suchen uns bei unserer Arbeit weiterhin Unterstützung bei Öffentlichkeit und Politik, vertiefen die Zusammenarbeit mit den befreundeten BI’s im ‚Bündnis Berlin Brandenburg gegen neue Flugrouten‘ und wir lassen uns trotz mancher Anfeindungen nicht von unserem Kurs  abbringen – so war es in der Vergangenheit und so wird es in der Zukunft sein.
Seien Sie sich also versichert, wir werden weiterhin intensiv an dem Erhalt der jetzigen Flugrouten arbeiten. Und dazu werden wir Sie auch wiederum um Unterstützung bitten, damit unser Lichtenrade und unser Mahlow-Nord nicht verlärmt wird. Folgen Sie bitte unseren Aufrufen zu Demonstrationen und Spenden und weiteren Aktivitäten.
Wir haben in der Vergangenheit viel geleistet. Unsere bisherige Strategie ist vorerst aufgegangen! Das Festhalten an dem Argument des Vertrauensschutzes hatte eine starke Wirkung und uns die Unterstützung und das Wohlwollen der Öffentlichkeit und der Politik eingebracht.
An dieser Stelle möchte ich die Arbeit von Herrn Lietzmann besonders hervorheben, nicht zuletzt, weil er Berlin zum 1. Februar 2012 aus beruflichen Gründen verlässt. Mit viel persönlichem Einsatz, teilweise unter Vernachlässigung von Familie und Beruf, hat er mit befreundeten Bürgerinitiativen das ‚Bündnis Berlin Brandenburg gegen neue Flugrouten‘ ins Leben gerufen, hat Kontakte zu Entscheidern und Informationsträgern in Behörden und Politik aufgebaut, um ihnen die Situation und Forderungen der Lichtenrader nahezubringen.
Wie schon auf der letzten Mitgliederversammlung versichert, werden wir den gemeinsam entwickelten Kurs fortführen und weiterentwickeln. Gemeinsam mit Ihnen zusammen sind wir stark und können viel erreichen.
Mit kämpferischem Gruß
Bernd Röstel
im Namen und für den Sprecherrat
BI Lichtenrade/Mahlow-Nord gegen Fluglärm e.V.
www.lichtenrade-gegen-fluglaerm.de
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Simon Lietzmann bei der Großkundgebung Januar 2011 in Schönefeld
Fotos:Thomas Moser -BerLi-Press
 

Schnee in Lichtenrade

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...aber die dünne Eisfläche darf keinesfalls betreten werden!!!

Foto:Thomas Moser-BerLi-Press

 

Netzwerker vernetzen sich!

Neujahrsempfang der Bürgerinitiative „Rettet die Marienfelder Feldmark“
Berlin-Lichtenrade, 28. Januar 2012 Die Lichtenrader BI „Rettet die Marienfelder Feldmark“ hat zum Neujahrsempfang in den Lichtenrader Hof eingeladen. Es hat dabei keinen Gast gestört, dass mittlerweile bald der Monat Februar erreicht ist. Die Idee für den Empfang der Bürgerinitiative ist es, dass sich viele Lichtenrader Bürger, Parteivertreter, Wirtschaftsmenschen, bezirkliche Initiativen der unterschiedlichsten Art, Künstler, Pressevertreter, Kitas und Bürgerinitiativen untereinander vernetzen. Das Ergebnis schon vorweggenommen: Dieses Ziel hat die BI zu 100 Prozent erreicht und die „Netzwerker“ haben sich noch mehr vernetzt!
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Foto oben: Thomas Seemann/Streetphotos
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Angelikal Schöttler und Michael Delor
Der Sprecher der Bürgerinitiative, Michael Delor, begrüßt die Gäste und erzählt: „Leider konnten wir gar nicht alle Anmeldungen berücksichtigen. Die Resonanz auf den Neujahrsempfang war riesig!“ So findet in diesem Jahr das Treffen erstmals im Lichtenrader Hof statt. Der Restaurant-Chefin Manuela Schäfer und dem Koch sei gedankt. Die Gäste schwärmten alle vom wundervollen Essen. Aber das Essen war nur Nebensache. Heute wurde hier viel erzählt, diskutiert, Infos weitergegeben und viele Visitenkarten wurden ausgetauscht. Michael Delor von der BI erläutert zum Hintergrund des Treffens: „Höhepunkt des heutigen Vormittags soll einfach ein gemütliches Beisammensein von netten und engagierten Menschen sein, mit denen wir zusammengearbeitet haben oder auch noch werden. Dieses Jahr haben wir den Kreis erneut erweitert, so dass nun auch die Sozialeinrichtungen und die Wirtschaft mit an unserem Tisch sitzen. Unser Neujahrsbrunch dient einer Vernetzung in unserem Bezirk und darüber hinaus.“ Delor lädt die Stadträte zum nächsten „Aktion-Aktiv-Tag“ am 24. März ein. Dann will man, zusammen mit der Umweltinitiative Teltower Platte und dem Verein „LiBuRu Mauerstreifen“, den gesamten ehemaligen Grenzstreifen von Lichtenrade bis Neukölln säubern: „Wir hoffen, dass auch Bürgermeisterin Angelika Schöttler und die Stadträte Oliver Schworck, Sibyll Klotz und Daniel Krüger dabei sein werden. Es wäre toll, wenn sich auch andere Initiativen beteiligen würden.“
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Foto Regina Pribyl (Thomas Seemann-Streetphotos)
Regina Pribyl ist ebenfalls Sprecherin der Bürgerinitiative und übernahm den Begrüßungsstaffelstab von Michael Delor: „Eine Bürgerinitiative, wie man sie im Allgemeinen versteht, sind wir in der Tat nicht. Sonst gäbe es uns nicht schon seit fast 27 Jahren.“
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Und weiter erzählt Pribyl von den aktuellen Planungen der BI: „Wir wollen, gemeinsam mit der Ökumenischen Umweltgruppe Lichtenrade, unsere kleine Einkaufs- und Bummelmeile Bahnhofstraße zu einer ´Begegnungszone´ umgestalten und attraktiver und lebenswerter machen.“ Sie schließt dem Wunsch noch eine Hoffnung an: „Wir hoffen, dass die verantwortlichen Politiker mit ihren Verwaltungen, auch in unserem Bezirk, trotz geringer Mittel und weniger Personal in der Lage sind, einmal etwas Neues zu wagen, was bereits in vielen anderen Städten erfolgreich ist und durch EU-Mittel unterstützt werden kann.“ Von der Aktionsgemeinschaft Bahnhofstraße war der Vorsitzende Hagen Kliem gekommen.
Besonders stolz ist die BI, dass sich die frisch gewählte Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD) auch zum Netzwerktreffen eingefunden hat.
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Frau Schöttler dankt der BI (Foto Thomas Seemann -Streetphotos)
Schöttler ließ es sich nicht nehmen, der Gruppe zu danken und sich auf künftige Aktionen zu freuen: „Unser Bezirk braucht auch ´Querdenker´!“ Angelika Schöttler erwähnt, dass der Bürgerinitiative im September 2011 völlig zu Recht der Förderpreis vom Bezirk verliehen wurde. So will sie auch weiterhin Aktivitäten der BI, wie zum Beispiel in der Vergangenheit beim Säubern des Dorfteiches, unterstützen. Angelika Schöttler ist begeistert von den vielen anwesenden Initiativen und wünscht allen weiterhin viele gute Kontakte.
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Die Bezirksbürgermeisterin plaudert während des Essens angeregt mit der Geschäftsführerin des Nachbarschaftszentrums der Ufa-Fabrik Renate Wilkening.
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Am Tisch vorne: Daniel Krüger (von hinten),Bernd Röstel, Dr. Luczak,Hagen Kliem,Christian Zander und Tochter
Auch der Tempelhofer CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Jan-Marco Luczak, selbst ein Lichtenrader, war Gast und unterhielt sich angeregt mit Vertretern der Bürgerinitiative „Lichtenrade/Mahlow-Nord gegen Fluglärm“. Vom Sprecherrat dieser BI waren Bernd Röstel, Rainer Anders und Norbert Stock vertreten.
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Bernd Röstel und Dr. Jan-Marco Luczak (im Hintergrund Fotograf Thomas Seemann)
Bernd Röstel, Dr. Luczak und auch viele Lichtenrader freuen sich darüber, dass die Flugrouten Lichtenrade, zumindest nach den jetzigen Entscheidungen, nicht so stark treffen werden: „Wir müssen aber wachsam sein! Das kann sich jederzeit verändern.“ Am Rande der Veranstaltung erfuhr man, dass der ehemalige BI-Vorsitzende, Simon Lietzmann, aus beruflichen Gründen Berlin verlässt. Umso mehr war es jetzt für die BI gegen Fluglärm wichtig, dass neue Kontakte geknüpft wurden.
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Daniel Krüger und Norbert Stock
Norbert Stock von der Fluglärm-BI tauscht sich mit dem Baustadtrat Daniel Krüger (CDU) aus.
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Der Vorsitzende vom Haus-, Wohnungs- und Eigentümerverein Berlin-Lichtenrade, Frank Behrend, unterhielt sich angeregt mit dem neuen Bezirksamtsmitglied Daniel Krüger.
Im gesamten Gastraum, auf den Fluren und in der Weinstube waren wundervolle Kunstwerke zu bestaunen.
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Thomas Seemann,Rudolf Kraus und Sylvia Zeeck
Die drei Lichtenrader Künstler der Gruppe „Lichtpunkt 49“ haben ihre Werke zur Schau gestellt. Sylvia Zeeck, Thomas Seemann und Rudolf Kraus hatten im Sommer letzten Jahres eine wundervolle Kiez-Kunstausstellung in den Gärten im Rotenkruger Weg organisiert.
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Gemälde von Sylvia Zeeck - Pfeilgiftfrosch/2012
Nun freuen sich die Künstler darüber, dass sie mit der BI Marienfelder Feldmark am 17. Juni beim Tag der StadtNatur ihre Bilder, Kollagen und Fotos den Besuchern erneut in der Natur präsentieren können. Das Motto der Lichtenrader Aktion lautet: „Kunst und Natur bewegt.“ Eine wundervolle Idee!
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Andreas Schwager,Ed Koch und Wolfgang Spranger
Zurück zum Neujahrsempfang im Lichtenrader Hof. Paperpress-Herausgeber Ed Koch, Andreas Schwager vom Verein „Grüner Säntispark“ und Wolfgang Spranger vom Trägerverein Lichtenrader Volkspark kennen sich aus den vielfältigsten Zusammenhängen und haben immer wieder Neuigkeiten auszutauschen.
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„Bündnis90/Die Grünen“ hatten Vertreter der Berliner Ebene entsandt, da die Bezirksvertreter sich zu einer Klausurtagung getroffen haben. Thomas Birk und Turgut Altug waren von der Abgeordnetenhausfraktion vertreten. Der CDU-Bezirksverordnete Christian Zander war mit seiner Tochter zu Besuch. So konnte er, im Rahmen einer privaten überparteilichen „Hilfsaktion“, die Familienflagge hochhalten und auch seine Frau, die stellvertretende BVV-Vorsteherin Martina Zander-Rade (Bündnis90/Die Grünen) vertreten: „Sie wäre sehr gerne gekommen!“. Alle hatten ein Namensschild bekommen, damit so die Kontaktaufnahme erleichtert wurde. Die Arbeit der BI wurde in einer Fotopräsentation dargestellt.
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Die LortzingClub-Macher Oliver Schmidt und Maike Hoffmann warben für den neuen Verein Rückendeckung-Berlin. Von der Lichtenrader Geschichtswerkstatt verteilte Dr. Andreas Bräutigam Flyer für eine regionale Veranstaltung. Selbst zwei aktive Netzwerker aus Lichtenrader Apotheken waren vertreten: Aus der Puls-Apotheke Johanna Jäger und aus der Teltow-Apotheke Dr. Andreas Dehne. Auch der Marienfelder Naturpark-Ranger Björn Lindner knüpfte weiter sein grünes Netzwerk.
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Pfarrer Kraft und Micha Delor
Von der „Ökumenischen Umweltgruppe“, die erst vor kurzem den „Ökumenischen Umweltpreis 2011“ erhalten haben, war Pfarrer a. D. Reinhard Kraft anwesend. Und wer seine Power kennt war dann nicht verwundert, wie er für eine neue Aktion warb. So wird am 6. Mai, ein Sonntag, die Bahnhofstraße für ein riesiges Frühstücksbuffet gesperrt. Lichtenrader sollen auf der Bahnhofsstraße frühstücken und sich einen neuen Lebensraum erobern.
Viele Kontakte wurden geknüpft und Verabredungen getroffen. Die BI hat es geschafft, dass viele Beziehungen aufgefrischt wurden und auch neue Verbindungen entstanden. Der BI „Rettet die Marienfelder Feldmark“ ist es gelungen, dass das Lichtenrader Räderwerk ein ganzes Stück besser funktioniert: Herzlichen Dank dafür!
Thomas Moser –BerLi-Press (auch Fotos, sofern nicht extra bezeichnet-Drei Fotos sind von Thomas Seemann-Streetphotos-Vielen Dank!)
Die anwesenden Initiativen im Überblick:
BUND, Stiftung Naturschutz, NABU, Umweltamt Tempelhof-Schöneberg, Umweltbundesamt, Ranger, Lokale Agenda 21 Tempelhof-Schöneberg, Trägerverein Lichtenrader Volkspark e.V., BI Lichtenrade/Mahlow-Nord gegen Fluglärm, Umweltinitiative Teltower Platte, Ökumenische Umweltgruppe Lichtenrade, BI LiBuRu, Grüner Säntispark e. V., Geschichtswerkstatt Lichtenrade, Lichtpunkt 49, BI Barbarossastraße, Laib und Seele, Kita Nahariyastrasse, Haus der Ideen, LortzingClub, Initiative Marienfelde, UFA, IKGG, Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümerverein Lichtenrade, AHB, NUSZ, Lichtenrader Internetzeitung, Lichtenrader Magazin, Paperpress, Berliner Zeitung, Umweltberatung, Geologe, AG Stadtgespräch, Bezirksvertreter der CDU, SPD, Piratenpartei, DIE LINKE, Abgeordnetenhausfraktion vom BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, CDU-Bundestagsabgeordneter Luczak, Kommunikationsnetzwerk Lichtenrade, Unternehmensnetzwerk Motzener Straße, Unternehmernetzwerk Großbeerenstraße, AG Bahnhofstraße, Puls-Apotheke, Teltow-Apotheke.
Artikel in der Paperpress-Ausgabe: LINK
 

Lichtenrade kann durchatmen...aber auch: Holzauge, sei wachsam!

„Klappe: Flugrouten, die Letzte...?"
Berlin-Lichtenrade,26. Januar 2012 Lichtenrade kann durchatmen, aber viellicht noch nicht wirklich aufatmen! Eine Blanko-Entwarnung für alle Zeiten kann es an dieser Stelle nicht geben!
Das Bundesamt für Flugsicherung (BAF) hat nun die Flugrouten beschlossen. Danach wird Lichtenrade von den zunächst befürchteten und angedrohten abgeknickten Flugrouten nicht betroffen sein. Die Flugzeuge von der Nordbahn werden geradeaus starten und von der Südbahn in beide Startrichtungen nach Süden abknicken.
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Freut Euch, aber...!
Eines wird aber auch Realität sein: Lichtenrade wird den starken Zuwachs am Flugverkehr merken. Besonders die Nachtflüge werden auch für Lichtenrade eine Belastung sein. Weiterhin muss gesagt werden, dass die Flugrouten nach einem Jahr oder später noch verändert werden können. Wenn es wirklich zum Bau einer 3. Start- und Landebahn kommt, dann werden die Karten der Flugrouten sicherlich ganz neu gemischt. Mit einer zusätzlichen Startbahn wird die Wahrscheinlichkeit von abknickenden Flugrouten, auch über Lichtenrade, massiv zunehmen! Daher wird jetzt auch schon, zum Beispiel vom Lichtenrader Info-Büro gegen Fluglärm, zur nächsten Demonstration in Schönefeld am 4. Februar aufgerufen!
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Die Flughafengesellschaft ist glücklich!
In einer Presseerklärung der Flughäfen heißt es: "Nun herrscht endlich Klarheit", sagte Flughafenchef Prof Dr. Rainer Schwarz. „Die Anwohner wissen, auf welchen Strecken die Flugzeuge vom und zum BER fliegen. Das heute vorgestellte Konzept ist auch das Ergebnis der engagierten Arbeit der Fluglärmkommission und vieler der Bürgerinitiativen, die konstruktive Beiträge geleistet haben, um die Fluglärmbelastung in der Region so gering wie möglich zu halten." Die Fluglärmkommission wird am Montag die Ergebnisse im Einzelnen diskutieren. Schwarz betonte: „Auch nach Eröffnung des BER gilt es, Optimierungspotenziale durch die Erfahrungen des realen Flugbetriebs zu entwickeln. In jedem Fall wird die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH wie bereits angekündigt die Studie zur Realisierbarkeit des Münchener Modells für die Ostabflüge vorantreiben und finanzieren."
Die BI Lichtenrade/Mahlow-Nord freut sich!
Die BI Lichtenrade/Mahlow-Nord gegen Fluglärm freut sich erst einmal: „Die Bürgerinitiative Lichtenrade/Mahlow-Nord gegen Fluglärm e.V. begrüßt die Entscheidung des Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung (BAF), die Abflüge vom BER von der Nordbahn Richtung Westen ‚geradeaus‘ zu bestätigen. Damit folgte das BAF den Vorschlägen von Fluglärmkommission (FLK) und Deutscher Flugsicherung (DFS).  Diese hatten unter schwierigen Bedingungen eine für uns akzeptable Lösung gefunden, die unsere Forderung nach Vertrauensschutz und nach Verlässlichkeit des Planfeststellungsbeschlusses unterstützt."
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Bernd Röstel vom Sprecherat erklärt: „Wir bedanken uns bei allen Beteiligten, ausdrücklich auch bei den Politikern, die unsere Auffassung geteilt und unterstützt haben.
Die  Flugroutenvorschläge vom 06.09.2010, drohten Lichtenrade zu verlärmen. Gemessen daran,  haben wir viel erreicht, können und werden uns aber nicht auf dem Erreichten ausruhen, da die heute veröffentlichten Routen bereits in 12 Monaten einer weiteren Überprüfung unterzogen werden sollen.
Diese Veränderbarkeit der heutigen Routenfestlegung, aber auch unser Rechtsempfinden verlangen es, die von Bürgern aus Zeuthen, Potsdam und Lichtenrade vor dem BVerwG angestrengte Klage, vertreten durch RA Hellriegel, weiterhin zu begleiten.
Um die belastenden Auswirkungen des Flughafenbetriebes einzudämmen, setzen wir uns für ein striktes Nachtflugverbot von 22:00 - 06:00 Uhr, sowie für die Erhaltung des § 29b LuftVG zum Schutz vor Nachtfluglärm weiter vehement ein.  
Wir werden auch weiter dafür kämpfen, dass der Flughafen zügig seiner Pflicht nachkommt, rechtzeitig vor Inbetriebnahme für umfassenden Schallschutz zu sorgen, oder als Ausgleich bis zum Vollzug der Schallschutzmaßnahmen, mindestens eine großzügige bemessene Lärmrente zahlt.
Um eine Minderung der Doppelbelastung auf der Nordbahn zu erreichen, haben wir uns beim BAF eingesetzt, die Möglichkeit einer Verlagerung von Teilen der Abflüge von der Nordbahn Richtung Westen auf die Südbahn zu prüfen. Dadurch würde die Gemeinde Blankenfelde/ Mahlow deutlich entlastet werden. Wir bleiben weiterhin wachsam."
Der Bundestagsabgeordnete Dr. Lucazk freut sich auch!
Auch der Tempelhof-Schöneberger CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Jan-Marco Luczak, der selbst in Lichtenrade wohnt, freut sich mit den Bürgern seines Wahlkreises: „Für mich als Lichtenrader war immer klar: Die Menschen haben sich auf das verlassen, was bei den Flugrouten des Planfeststellungsverfahrens zugrunde gelegt wurde. Dieses Vertrauen durfte nicht enttäuscht werden! Umso mehr freut es mich, dass nun endlich Klarheit herrscht."
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Frank Henkel, Simon Lietzmann von der BI und Dr. Jan-Marco Luczak
In der Presseerklärung des Bundestagsabgeordneten heißt es:
Luczak hatte von Anfang an gemeinsam mit den Lichtenradern auf zahlreichen Montagsdemonstrationen gegen die Routenvorschläge der Deutschen Flugsicherung gekämpft und sich bei Bundeskanzlerin Merkel und Bundesverkehrsminister Ramsauer vehement für den Ortsteil eingesetzt. Mit Erfolg: Beide stellten sich öffentlich klar und unmissverständlich hinter die Forderung nach Vertrauensschutz.
Dieser Erfolg, so Luczak, sei nur möglich gewesen durch ein Zusammenwirken der Menschen in Lichtenrade, den verschiedenen Bürgerinitiativen und der Politik. Luczak weiter: „Es war wichtig und richtig, den Betroffenen in der Fluglärmkommission eine Stimme zu geben und sie so zu Beteiligten zu machen. Das sollte ein Vorbild auch für andere Bereiche sein."
Abschließend versicherte Luczak, dass er sich dafür einsetzen werde, dass auch bei der Evaluation der Flugrouten in einem Jahr an der jetzt gefundenen Lösung festgehalten werde.
Lichtenrade sei stolz und freue dich...aber auch: Holzauge, sei wachsam!
Wie gesagt, viele Lichtenrader werden jetzt erst einmal durchatmen. Und ich finde, das ist auch berechtigt! Mit den massiven Demonstrationen in Lichtenrade hat man etwas bewirkt!
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Darauf könne die Lichtenraderinnen und Lichtenrader, die sich aus ihrem warmen Sessel bewegt haben, wirklich Stolz sein. Hier sieht man deutlich: Bürgerprotest kann etwas bewirken. Eines ist eindeutig: Wenn in Lichtenrade nicht Montags demonstriert worden wäre, dann wären die abknickenden Flugrouten mit hoher Wahrscheinlichkeit gekommen! Aber auch eine Skepsis ist vielerorts noch zu merken. Wie heißt es im Sprichwort: Holzauge, sei wachsam!
Thomas Moser -BerLi-Press (auch alle Fotos, bis auf die Karte)
 

LortzingClub fördern!

Sicherlich kennen viele Lichtenrader den Kinder- und Jugendclub in der Lortzingstraße 16 in Lichtenrade. Seit Jahrzehnten wird dort ununterbrochen eine qualitativ  hochwertige pädagogische Arbeit geleistet.
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Der Club bietet Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, nach der Schule oder in den Ferien dort einer spannenden und sinnvollen Freizeitgestaltung nachzugehen. Neben der täglichen Arbeit, bei der die Kinder ein warmes Mittagessen und Hausaufgabenhilfe bekommen und an verschiedenen Gruppen, wie bspw. der Töpfer- , der Theater- und der Theatergruppe, teilnehmen können, ist der Club aber auch für seine aufwendigen Ferienangebote bekannt. So war der Club schon  vom Mittelalterdorf bis hin zur Römischen Stadt in fast allen Zeitepochen unterwegs. Aber auch die traditionsreiche  Theaterspielwoche zum Ende jeder Sommerferien ist vielen Lichtenradern in guter Erinnerung.
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In der letzten  Zeit musste jedoch viel gespart werden. Vor allem die Einsparungen im personellen Bereich führen die Einrichtung mittlerweile an ihre Grenzen. Wurde bislang versucht und darum gekämpft, dass die Kürzungen im Tagessgeschäft nicht allzu große Auswirkungen hatten, wird dieses nun immer schwieriger…
Engagierte Eltern der kleinen Clubbesucher/innen haben deshalb  Ende 2011 einen Verein gegründet, der auch den LortzingClub als Förderverein unterstützen soll. Trotz der sehr jungen Vereinsgeschichte von nur knapp vier Monaten wurde bereits einiges erreicht: so konnten durch großzügige Spenden das Klavier der Einrichtung gestimmt werden, einige Renovierungsarbeiten erledigt werden, das Mittagessenangebot aufrechterhalten werden und auch eine schöne Adventsfeier veranstaltet werden. Außerdem hat die AG Bahnhofstraße hat zur großen Freude Aller einen Scheck von 500€ überreicht, der für die Ausgestaltung der Sommerferienprojekte verwendet werden soll.
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Um die Einrichtung jedoch dauerhaft und nachhaltig zu unterstützen ist es aber noch ein weiter Weg. In der Planung sind jedoch bereits jetzt die Sommerferienprojekte des Clubs, die der Förderverein mitgestalten will. Auch das Herbstferienprojekt „Lortzing´s Kochstudio“ soll vom Verein unterstützt und mitveranstaltet werden. Dafür und natürlich um auch noch mehr zu erreichen, bittet der Verein um die Unterstützung von vielen ehemaligen und jetzigen Besucher/innen und Freunden.
Lichtenrade braucht auch weiterhin einen Ort für Kinder, in der sie Freizeit sinnvoll, spannend und aufregend verbringen können, einen Ort, an dem die Stärken der Kinder im Vordergrund stehen, einen Ort, an dem sich Kinder und auch die Eltern wohlfühlen und vor allem einen Ort, an dem Kinder einfach Kind sein können!
Bitte unterstützen Sie den Club mit einer Mitgliedschaft im Förderverein. Je mehr Menschen mitmachen, desto eher kann die Verwirklichung der Ziele in Angriff genommen werden. Für nur 30€ im Jahr kann geholfen und beigetragen werden, dass auch zukünftige Generationen dort ihre Ferien verbringen und sich Alt und Jung zu den Sommerfesten treffen können.
Rückendeckung-Berlin e.V. Verein zur Förderung der Jugendhilfe
Spendenkonto:
Deutsche Skatbank
KTO 4697537
BLZ 830 654 08
Weitere Informationen:
www.rückendeckung-berlin.de
Kontakt: team@rückendeckung-berlin.de
Fotos: BerLi-Press
 

Präventionsprojekt für Kinder in Lichtenrade gestartet

Unter dem Motto „Mach dich fit - beweg dich mit" ist am 20.01.2012 ein gemeinsames Projekt des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes und der Schulstation Wunderinsel in der Nahariyaschule gestartet.
124 der insgesamt 187 Schülerinnen und Schüler der Eingangsstufe konnten schon gewogen werden. Der überwiegende Teil der Kinder war normalgewichtig. Es waren aber auch 6% untergewichtig und 18% übergewichtig oder adipös.
Im Vergleich zu den Daten aus den Einschulungsuntersuchungen dieser Kinder gab es bei 3% eine Verbesserung in der Einstufung, aber leider bei 9% auch eine Verschlechterung.
In einer zweiten Phase des Projektes können die Kinder lernen, wie sich Bewegung ins tägliche Leben einbauen lässt. 97 Kinder sind bereits für einen entsprechenden Kurs angemeldet. Bei Kindern mit auffälligem Gewicht hat der Kinder- und Jugendgesundheitsdienst den Eltern darüber hinaus ein Beratungsangebot für die Dienststelle in Lichtenrade gemacht.
Insgesamt soll das Projekt als Motivationshilfe für ein Leben mit Bewegung dienen und so zur Prävention von Adipositas beitragen.
 

Keine Wartezeiten für Terminkunden

Weiterhin freie Termine im Bürgeramt Lichtenrade
Im Terminstandort Bürgeramt Lichtenrade stehen noch mehr Termine als bisher für alle Berlinerinnen und Berliner zur Verfügung.
Für die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger müssen grundsätzlich vorab Termine vereinbart werden; derzeit sind an jedem Sprechtag noch Termine frei. Unsere Terminkunden werden von freundlichen und kompetenten Beschäftigten bedient und können den Besuch im Bürgeramt zeitlich zuverlässig einplanen. Wartezeiten entfallen oder sind sehr gering. Spontankunden bzw. Laufkunden können nur noch in wenigen Ausnahmefällen bedient werden.
Möglichkeiten der Terminbuchung sind:
1) vor Ort im Bürgeramt (Standort: Briesingstraße 6, 12307 Berlin)
2) über Internet:
http://www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg/organisationseinheit/buerger/buergeramt
3) per E-Mail: buergeramt@ba-ts.berlin.de
4) telefonisch über: 115-Ihre Behördenummer
Der Anruf aus dem Festnetz der meisten Telefonanbieter einschließlich der Deutschen Telekom sieben Cent pro Minute. Die Preise aus Mobilfunknetzen können abweichen. (Angaben ohne Gewähr)
 

Jugendamt: Mitteilungen vom Bezirksamt für die Region Lichtenrade

1. Sitzung des Jugendhilfeausschusses
der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg
Mittwoch, 25. Januar 2012

Mitteilungen aus der Region Lichtenrade
o Vom Förderverein „Rückendeckung – Berlin e.V.“ wurde im Lortzingclub der Raum der ehemaligen Kita renoviert und mit freundlichen Farben neu gestaltet. Die Kinder waren in die Gestaltung mit einbezogen und die Wünsche wurden berücksichtigt. Durch großzügige Spenden konnten neue Möbel angeschafft werden. Jetzt kann der Raum von den Kindern wieder kreativ genutzt werden. Alle Arbeiten bzw. Anschaffung und Aufbau der Möbel wurde ausschließlich durch ehrenamtliches Engagement durchgeführt. Des Weiteren bietet der Förderverein den Kindern an drei Tagen in der Woche ein Mittagessen und Schularbeitsbetreuung im Lortzingclub. Ein Kostenbeitrag wird dafür erhoben.
o Der Internationale Bund (IB) hat das Wohnheim Riemenschneiderweg in die Region Lichtenrade verlagert und hält es seit Ende November 2011 als Dezentrale Wohnraumvergabe im Nahariykiez (Nahariyastraße, Skarbinastraße und Groß-Ziethenerstraße) insgesamt 17 Wohnungen für etwa 80 Menschen vor. Zielgruppe sind wohnungslose Familien und Einzelpersonen sowie Menschen die Ansprüche nach dem Asylbewerberleistungsgesetz haben.
o In Kooperation mit dem Kinder- und Jugendgesundheitsdienst führt die Schulstation in der Nahariya Grundschule ein Projekt zur Gesundheitsförderung für Kinder unter dem Motto: „Mach dich fit – beweg dich mit“ durch. Der Elternbrief ist bereits in die Verteilung gegangen.
o Weitere Angebote: Das erste Erzählcafé in diesem Jahr hat bereits unter großer Beteiligung stattgefunden. Der Elternkurs Peer Eltern an Schule (PEaS) hat in drei Modulen stattgefunden. Die beteiligten 6 Mütter sind nun ausgebildete Peer-Mütter und werden zukünftig im Bereich Prävention mit der Schulstation eng zusammenarbeiten.
o Für die beiden Lichtenrader Fallteams fand Ende Dezember wieder ein „Training on the Job“statt. Thema war die Bearbeitung von Kinderschutzfällen nach der sog. „Essener Methode“, einer sozialräumlichen Arbeitsweise bei der Vertreterinnen und Vertreter von freien Trägern und öffentlicher Jugendhilfe über konkrete Fälle beraten. Bei dieser Veranstaltung ging es insbesondere um die Erteilung von Auflagen und Aufträgen des Jugendamtes in Kinderschutzfällen nach der „Essener Methode“. Auch in 2012 ist die Fortsetzung von „Training on the Job“ geplant. Außerdem treffen sich regelhaft alle zwei Monate die Mitglieder beider Fallteams ausschließlich zum Thema Fallunspezifischer Arbeit (Ressourcen, Brennpunkte, Problemlagen, Vernetzung, usw) für die Region Lichtenrade. Beim letzten Treffen war der Drogennotdienst, Notdienst Tempelhof-Schöneberg eingeladen. Er informierte über aktuelle Entwicklungen: Substanzen, Konsum, Folgen und Hilfen. Erfahrungen in der Zusammenarbeit wurden ausgetauscht insbesondere unter dem Fokus Kindeswohlgefährdung und Schutz von Kindern suchtkranker Eltern.
o Im Rahmen „Fallunspezifische Arbeit“ läuft aktuell ein Projekt mit dem Arbeitstitel „Bildungsraum Barnetstraße“. Es handelt sich um Arbeitstreffen des Kinder und Jugendclubs Barnetstraße mit den drei Schulen im unmittelbaren Umfeld, Annedore-Leber-Grundschule, Theodor-Haubach-Schule (ISS) und Carl-Zeiss-Schule (Sekundarschule mit Mittelschule und gymnasialer Oberstufe). Das erste Arbeitstreffen verlief viel versprechend. Die Carl-Zeiss-Gesamtschule konnte allerdings bisher nicht gewonnen werden. Das nächste Arbeitstreffen findet am 13.02.2012 statt. Die Vorbereitung und Durchführung erfolgt durch den Träger JaKuS. Die Finanzierung erfolgt über einen Leistungsvertrag mit dem Jugendamt, Region Lichtenrade.
o Zwischen dem RSD (Regionaler Sozialdienst) und dem Tannenhof, wurde der Fachaustausch wieder intensiviert. Der Tannenhof bietet Therapien für suchtkranke Menschen, auch für Eltern mit Kindern aus dem gesamten Bundesgebiet an. Sowohl während der Therapiephase als auch bei Familien, die sich nach der Therapie in Lichtenrade niederlassen ist eine engmaschige Betreuung der Familien durch das Jugendamt (Unterstützung im Rahmen von Hilfen zur Erziehung und Abklärung von Kindeswohlgefährdung) wichtig. Thema waren die stetige Verkürzung der Therapiezeiten durch die Kostenträger, die Situation Kinder suchtkranker Eltern, Schweigeplicht, Umgang mit Rückfällen und so weiter. Ein nächstes Treffen ist bereits in Planung.
o Im Dezember fand zum zweiten Mal an der Carl-Zeiss-Schule mit einer 9.Klasse eine Projektwoche Rechtskundepaket unter Beteiligung und in den Räumen des Jugendclubs Barnetstraße statt. Das Motto war „Recht aufschlussreich“. In der Projektwoche setzen sich Schülerrinnen und Schüler mit Sinn und Zweck, Ablauf und Funktionsweisen maßgeblicher Akteure des Jugendstrafverfahrens auseinander. Dabei werden am Beispiel einer fiktiven jugendtypischen Straftat alle wesentlichen Stationen von der Begehung des Deliktes bis zur Ausurteilung durch Jugendrichterinnen und Jugendrichter durchgespielt und reflektiert (Programmagentur: SPI, Träger: GSJ).

Veranstaltungshinweise von KiTS aktuell (Jugendamt Tempelhof-Schöneberg)
Region Lichtenrade
Das Kinder- und Jugendhaus der Ev. Kirchengemeinde bietet in den Winterferien ein vielfältiges Programm für Kinder und Jugendliche an. Von Ausflügen über Kochprojekte und Disco werden den jungen Besucherinnen und Besuchern unter deren Beteiligung spannende Angebote für die schulfreie Zeit gemacht.
Folgende Termine für die Kiezrunde Nahariyastraße im Jahr 2012 wurden festgelegt: 15.03.; 24.05.; 09.08.; 18.10.: jeweils von 10:00 bis 12:00 Uhr im Kinder- und Jugendhaus, Nahariyastraße 19. Die Sitzungen sind öffentlich.
Die Kiezrunde plant für den 2. Juni 2012 erneut ein Kiezfest. Eine große Mehrheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer votierte bei einer Abstimmung erneut für den Volkspark Lichtenrade als Veranstaltungsort. Das Motto des diesjährigen Festes steht noch nicht fest.
Die Nahariya Grundschule zeigt am 26.1.2012 um 18:00 Uhr die schon berühmte Nahariya Revue in der Aula der Schule. Die Schülerinnen und Schüler präsentieren das Gelernte aus den Workshops und Projekten in einer kleinen Show einem interessierten Publikum aus Eltern- und Lehrerschaft.
Die BI „Rettet die Marienfelder Feldmark“ organisiert am 28.01.2012 im Lichtenrader Hof, einen Neujahrsempfang. In der Zeit von 10:00 bis 14:00 Uhr treffen sich Politiker, engagierte Bürger, Anwohner und Initiativen zu einem Brunch in Lichtenrade. Anmeldung wird erbeten.
Am 19.02.2012 trifft sich die „Initiative Bahnhofstraße“ im Nachbarschaftsheim des AHBBerlin mit anderen interessierten Gewerbetreibenden und Anwohnern, um zu überlegen wie die Bahnhofstraße attraktiver gestaltet werden kann. Die BI „Rettet die Marienfelder Feldmark“ ist Mitorganisatorin der Veranstaltung.
 

Im Dielingsgrund heißt es wieder – Sport Frei!

Berlin-Lichtenrade, 25.Januar 2012 Mit Mitteln des Investitionspaktes Bund, Länder und Gemeinden sowie aus dem Schul- und Sportanlagensanierungsprogramm des Landes Berlin ist es gelungen, am Standort der Lichtenrader Grundschule am Dielingsgrund die Sporthalle zu sanieren. Die feierliche Einweihung mit anschließendem Rundgang durch die neu gestaltete Sporthalle wird durch Jutta Kaddatz, Bezirksstadträtin für Bildung, Kultur und Sport, sowie Daniel Krüger, Bezirksstadtrat für Bauwesen, vorgenommen.
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Foto vom Schulfest (Website Schule)
Die Sanierung war mit einem finanziellen Gesamtaufwand von ca. 2 Mio. Euro verbunden. Bei dieser Baumaßnahme wurden insbesondere die energetischen Aspekte berücksichtigt. Die gelungene architektonische Lösung bietet der Grundschule optimale Bedingungen für alle Sportaktivitäten im Rahmen des Unterrichtes sowie der Ganztagsbetreuung. Auch die Sportvereine der Region freuen sich, dass ihnen nach dem Baubeginn im Mai 2010 wieder die Trainingstätte in vollem Umfang zur Verfügung steht.
www.grundschule-am-dielingsgrund.de
 

Schönefeld-Hymne (Video der BI Lichtenrade/Mahlow-Nord gegen Fluglärm e.V. )

Die „Schönefeld-Hymne" von Liese Reznicek (BI Friedrichshagen) wurde mit Fotos und Videoausschnitten von der BI Lichtenrade/Mahlow-Nord gegen Fluglärm e.V (Arbeitskreis Aktion) visualisiert...zu betrachten in „YouTube":
http://www.youtube.com/watch?v=6BZSBCohMbw&feature=youtu.be
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Eine weitere Information der BI zum Thema „Schutz vor Nachtfluglärm":
http://www.youtube.com/watch?v=biJd9MQ24Es  
Der schnelle Link zur BI: http://www.lichtenrade-gegen-fluglaerm.de
 

BER Berlin-Schönefeld: Es wird wieder gegen Fluglärm demonstriert

Demonstration am 21. Januar und das Gutachten vom Umweltbundesamt
Das „Aktionsbündnis für ein lebenswertes Berlin-Brandenburg“ (ABB) hat zu einer Fluglärmdemonstration am 21. Januar (Samstag) um 14 Uhr, diesmal mit dem Startpunkt Bahnhof Friedrichstraße, aufgerufen. Der Demonstrationszug soll bis zum Gendarmenmarkt gehen. Auf dem Plakat wird das „Drehkreuz Schönefeld“ als „Falscher Standort“ benannt und es wird die Forderung nach einer sofortigen Neuplanung aufgestellt.
Ausgerichtet wird die Demonstration vom Lichtenrader „Info-Büro“, dem Bürgerverein Wilhelmshagen-Rangsdorf, Teltow und der Bürgerinitiative Großbeeren.
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Gutachten des Umweltbundesamtes
Wie aus der Tagespresse zu entnehmen war, hat das Umweltbundesamt (UBA) ein Guthaben zum neuen Flughafen erstellt, dass auf Wunsch Dritter in der Schublade der Behörde verbleiben sollte. Nun ist nach massiver Kritik die „Lärmfachliche Bewertung der Flugrouten für den Verkehrsflughafen Berlin Brandenburg (BER)“ auf der Internetseite der Behörde veröffentlicht worden und kann dort runtergeladen werden (LINK: http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-medien/4209.html ).
Das Gutachten stellt fest: „Die Flugroutenvorschläge der DFS beinhalten aus Sicht des Lärmschutzes zwar eine Reihe positiver Aspekte, werden aber der komplexen Besiedelungsstruktur in der Umgebung des Flughafens BER nur unzureichend gerecht. Dies wird an drei Regionen besonders deutlich, und zwar die Gebiete um den Wannsee und den Müggelsee sowie der Bereich der Havelseen. Unsere Analysen ergaben, dass für alle drei Bereiche gesonderte Lärmminderungsmaßnahmen erforderlich sind.“
Der wichtigste Aspekt im Gutachten ist die Nachtruhe: „Ergebnisse der Lärmwirkungsforschung belegen, dass insbesondere nächtlicher Lärm belastend für die Betroffenen ist und zu Gesundheitsschäden führen kann. Das UBA empfiehlt grundsätzlich für stadtnahe Flughäfen ein Ruhen des regulären Flugbetriebes von 22.00 Uhr bis 6 Uhr. Dies gilt auch für den Flughafen BER. Dabei würde durch ein solches Ruhefenster auch dem Umstand Rechnung getragen, dass viele Bürgerinnen und Bürger nach den Unterlagen der Planfeststellung davon ausgegangen sind, dass sie nicht durch Fluglärm des Flughafens BER betroffen sein werden.“
Im Detail wird ausgeführt: „Die Flugroutenvorschläge der DFS beinhalten aus Sicht des Lärmschutzes zwar eine Reihe positiver Aspekte, werden aber der komplexen Besiedelungsstruktur in der Umgebung des Flughafens BER nur unzureichend gerecht. Dies wird an drei Regionen besonders deutlich, und zwar die Gebiete um den Wannsee und den Müggelsee sowie der Bereich der Havelseen. Unsere Analysen ergaben, dass für alle drei Bereiche gesonderte Lärmminderungsmaßnahmen erforderlich sind. So können aus Lärmschutzgründen Flüge während des Tages (6 bis 22 Uhr) nicht über den Wannsee durchgeführt werden (Datenerfassungssystem 7). In der Nachtzeit (22 bis 24 Uhr sowie 5 bis 6 Uhr) ist dies wegen des deutlich geringeren Verkehrsaufkommens und dem bestehenden Nachtflugverbot von 24 bis 5 Uhr möglich (Datenerfassungssystem 6). Hinsichtlich der Situation am Müggelsee zeigen die Untersuchungen, dass sowohl am Tag als auch in der Nacht weniger Personen vom Fluglärm betroffen werden als durch die alternativ vorgeschlagene Route über Erkner. Die Abflüge über den Müggelsee sind gleichwohl besonders problematisch. Durch die sehr späte Offenlegung der tatsächlich geplanten Flugrouten sind bedeutende Änderungen zu den im Planfeststellungsverfahren unterstellten Routen vorgenommen worden. Dadurch sind nun Menschen betroffen, die davon ausgegangen sind, gerade nicht durch den Flughafen BER durch Fluglärm berührt zu sein. Zudem ist der Müggelsee ein wichtiges Naherholungsgebiet, das in seinem Freizeitwert durch den Fluglärm eingeschränkt wird. Das Umweltbundesamt hält deshalb auch andere Flugroutenverläufe für möglich, um die Fluglärmsituation in der Region am Müggelsee zu verbessern. Durch die Vorgabe eines unabhängigen Parallelbahnbetriebs wurden andere mögliche Bahnnutzungskonzepte und damit lärmoptimierte Flugroutenführungen von vornherein ausgeschlossen. Diese sind jedoch nach Auffassung des UBA möglich. In der Region um die Havelseen können insbesondere durch die Anwendung lärmmindernder Anflugverfahren die Menschen vom Fluglärm entlastet werden.
Das Umweltbundesamt führt weiter aus: „Durch die Entscheidung, den Flughafenstandort an den Rand eines dicht besiedelten Gebietes und in die Nähe von Erholungsgebieten zu legen, ergebe sich ein Zielkonflikt, der nicht vom Umweltbundesamt gelöst werden könne. Dem Amt sei deshalb nur eine Abwägung möglich.“
Das Gutachten wird von den Fluglärmgegner sicher als Aufmunterung und Argumentation für ihre Meinung angesehen. Zeitgleich liest man in Veröffentlichungen, dass Lärmschutzmaßnahmen nicht in der gewünschten Geschwindigkeit voranschreiten. Somit haben Flughafenverantwortliche sicherlich Sorge, ob beim Starttermin für den BER Mitte des Jahres wirklich nichts dazwischen kommen kann.
Erstmal werden viele Berliner, Brandenburger und Lichtenrader die erste Demonstration gegen Fluglärm im Jahr 2012 besuchen. Tom (BerLi-Press)
Zum Gutachten des UBA: http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-medien/4209.html
http://www.gegen-fluglärm.de
http://www.lichtenrade-gegen-fluglaerm.de
 

Sternsinger sind in der Stadt

Berlin, 6. Januar2012 Es ist „Heilige Drei Könige“, nach der Weihnachtsgeschichte (Matthäus-Evangelium 2) wurden die Weisen aus dem Morgenland durch den Stern von Betlehem zu Jesus geführt: „Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr großer Freude erfüllt.“ Nun reisen nach einer katholischen Tradition singend Kinder durch die Straßen und tragen symbolisch den Stern als Zeichen für Christus mit sich. „20*C+M+B+12“ schreiben Sie über Wohnungseingangstüren. Lateinisch stehen die Buchstaben C+M +B für „Christus Mansionem Benedicat“ – Christus segne dieses Haus. Im Volksmund spricht man hingegen auch von einer Bezeichnung für die 3 Könige "Caspar, Melchhior und Balthasar" .
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Foto: Thomas Moser
So ziehen die Sternsinger seit 1984 auch zum Bundeskanzleramt. Bundeskanzlerin Angelika Merkel empfängt die Sternsinger immer aus unterschiedlichen Gegenden. Im letzten Jahr besuchten sogar Lichtenrader Kinder die Kanzlerin, die immer wieder gerne mitsingt (Bericht in der Lichtenrader Internetzeitung http://weblog.lichtenrade-berlin.de/archive/2011/01/06/sternsinger-bei-angela-merkel-im-kanzleramt--kinder-zeigen-st-rke.htm). Auch das Schloss Bellevue, der Sitz des Bundespräsidenten, wurde besucht. Für Christian Wulff in diesen turbulenten Tagen eine willkommene Abwechselung, wenn die Sternsinger nach dem Jahresmotto „Klopft an Türen, pocht auf Rechte!“ an die Schlosspforte klopften. Der Bundespräsident und seine Gattin Bettina freuten sich sichtlich über den königlichen Besuch. Die Sternsinger sangen und schrieben ihren Segen ans Portal.
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Foto: Ralf Adloff / Kindermissionswerk
Die Sternsinger sind in diesen Tagen unterwegs in Deutschland und in Berlin. Auch Lichtenrader Haushalte werden besucht. Obwohl es sich um eine katholische Tradition handelt, sind nicht nur katholische Kinder beim Singen dabei. Das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) sind die Träger dieser Aktion, die von den Kirchengemeinden organisiert werden. Eine große Regionalstelle der Sternsinger befindet sich im Lichtenrader Bürgerzentrum in der Briesingstraße, das direkt hinter der katholischen Salvator-Kirche liegt.

Knapp 772 Millionen Euro sind seit Beginn im Jahr 1959 im Zusammenhang mit der Aktion für Projekte für benachteiligte Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa gesammelt worden. Vor einem Jahr haben Mädchen und Jungen aus 11.622 Pfarrgemeinden, Schulen und Kindergärten rund 41,8 Millionen Euro gesammelt. Mit den Mitteln fördert die Aktion Dreikönigssingen weltweit Projekte in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Pastoral, Ernährung, soziale Integration und Rehabilitation sowie Nothilfe.

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Plakat der Sternsinger-Aktion 2012

 In diesem Jahr sind die Kinder mit den Sammeldosen für das Land Nicaragua unterwegs, wo Kinderrechte besonders mit Füßen getreten werden.

In Zeiten von großer Hektik setzen die Sternsinger ein klares Zeichen der Besinnung.

Thomas Moser – BerLi-Press (www.berli-press.de) für www.lichtenrade-berlin.de

http://www.sternsinger.org

 
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Hier wird jetzt in lockerer Folge von aktuellen Lichtenrader Geschehnissen berichtet. Eine Art "AKTUELLE INTERNETZEITUNG" könnte man auch sagen...
Viel Spaß dabei!
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