Ökumenische Umweltgruppe Lichtenrade hat Umweltpreis 2011 erhalten!

Berlin-Lichtenrade, 28. November 2011 Das große Engagement der Lichtenrader Ökumenischen Umweltgruppe wurde nun besonders anerkannt und mit dem „Ökumenischen Umweltpreis 2011“ angemessen gewürdigt. Der Pfarrer a.D. Reinhart Kraft, einer der Motoren der Gruppe, freute sich sehr über den „großen Bahnhof“, der zur Preisverleihung am Montag in das Gemeindezentrum in die Goltzstraße nach Lichtenrade gekommen war. Die Fraktionen aus der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg haben Vertreter geschickt und der neue und alte Stadtrat Oliver Schworck (SPD) sprach ein Grußwort. Er hat der sachkundigen und hartnäckigen Einmischung dieser Bürgergruppe in ein umstrittenes städtebauliches Projekt Respekt gezollt.
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Stadtrat Oliver Schworck zollt seinen Respekt
Die Preisverleihung erfolgte durch Pröpstin Friederike von Kirchbach und dem Vorsitzenden des Diözesanrates Wolfgang Klose. Vom Brandenburger Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz sprach auch Staatssekretär Dr. Heinrich-Daniel Rühmkorf. (Die Linke).

Mit 1.000 Euro wurden die insgesamt drei Preisträger vom Erzbistum Berlin und der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesisiche Oberlausitz für „ihr hervorragendes Engagement im Umweltbereich“ ausgezeichnet.
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Die Ökumenische Umweltgruppe bei der Preisverleihung (v.lks.n.re.Pröpstin v.Kirchbach,Diöz.rat W.Klose,M.Raß,R.Kraft,L.Jordan-Pohl,K.Ohms,A,Stellwag/verd.,U.Wagner,Dr.G.Wagener-Lohse,H.Herzau,V.Schmidt-Zerfowski,M.Schmidt,W.Oehmicke/Diö.rat-Aussch.)
Die Ökumenische Umweltgruppe Lichtenrade geehrt wurde für ihre Initiative, Umweltschutz und Nachhaltigkeit im lokalen Kontext umzusetzen. Sie organisierte unter anderem die „Lichtenrader Klimakonferenz“ sowie Bürgerversammlungen zu umstrittenen stadtplanerischen Projekten. Besonders zu nennen ist hier das Engagement rund um das geplante Einkaufszentrum an der alten Mälzerei, einschließlich der Bemühungen, das ehemalige „Haus Buhr“ unter Denkmalschutz zu stellen. Auch hat sich die Umweltgruppe die teilweise katastrophale Verkehrssituation in der Bahnhofstraße angeschaut, Expertenmeinungen gesammelt und erste Bürgerdiskussionen veranstaltet.
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Reinhart Kraft,Karen Ohms,Dr. Georg Wagener Lohse,Helmut Herzau von der Umweltgruppe
Die Mitglieder der Umweltgruppe Lichtenrade zahlen eine freiwillige Klimasteuer und finanzieren daraus unter anderem die Anpflanzung von Bäumen.

Zu den weiteren Preisträgern:

Die evangelische Kirchengemeinde Buckow-Glienicke erhält den Preis für ihr Projekt „Filmfestival Incredible“ (auf Deutsch: unfassbar, undenkbar, unerhört) für vorbildliche pädagogische Umweltarbeit unter Einbeziehung junger Gemeindeglieder. Die Gemeinde sensibilisierte Menschen durch ein Filmfestival in Lindenberg bei Beeskow für Umweltthemen und regte Diskussionen über Nachhaltigkeit im 21. Jahrhundert an.

Der evangelische Kirchenkreis Berlin-Stadtmitte, Abteilung Kindertagesstätten, wird mit einem Preis für beispielhafte energetische Sanierung einer Bestandsimmobilie geehrt. Der Kita-Träger des Kirchenkreises hatte beim behindertengerechten Umbau eines ehemaligen Waschhauses zur Kinderkrippe durch ökologische Gebäudesanierung eine CO2-Einsparung von 95 Prozent im Vergleich zur übernommenen Bausubstanz erreicht.

Lichtenrade mit Perspektive

Für Pfarrer Kraft hat sich am Abend der Preisverleihung so etwas wie ein „Bürgernetzwerk Lichtenrade“ gezeigt, da viele Lichtenrader Initiativen vertreten waren. Neben den katholischen und evangelischen Kirchengemeinden war die Bürgerinitiative Dresdner Bahn, die BI „Rettet die Marienfelder Feldmark“, der Trägerverein Volkspark Lichtenrade, das Unternehmernetzwerk Lichtenrade und auch Initiativen für ein Nachtflugverbot vertreten. Für Kraft wird es immer deutlicher: „Lichtenrade kann mehr!“

Die Umweltgruppe sieht sich „bei der Umsetzung der Ideen ganz am Anfang“. Angefangen hat die Gruppe mit dem Umweltschutz und widmet sich jetzt verstärkt der lokalpolitischen Herausforderung. Diese Art der Umweltarbeit nimmt die Gruppe in christlicher Verantwortung war.

Weiter führt der ehemalige Pfarrer aus: „Die Anerkennung durch den Umweltpreis tut uns als Gruppe gut und gibt unserer Stimme ein bisschen mehr öffentliches Gewicht.“

Thomas Moser –BerLi-Press (www.berli-press.de) für www.lichtenrade-berlin.de

Der Link zur Ökumenischen Umweltgruppe Lichtenrade www.lichtenrade21.de

Weitere Hintergrundinformation: Was hat die Ökumenische Umweltgruppe Lichtenrade bewegt?

Lichtenrade war während der Zeit der Mauer ein eher verschlafener bürgerlicher Ortsteil am südlichen Ende der Stadt. Der Ortsteil ist in den letzten Jahrzehnten in die Dimensionen einer kleinen Stadt angewachsen (rund 50.000 Einwohner) und gewinnt eine gewisse Brückenfunktion für das Umland. Das soll sich auch niederschlagen in einem neuen Stadtteilzentrum am S-Bahnhof Lichtenrade. Die Umweltgruppe bemüht sich intensiv um die städtebauliche Qualität und um eine nachhaltige Ausrichtung dieses Zentrums.

Ein namhafter Investor sieht hier ein 9.000 Quadratmeter großes Einkaufszentrum mit über 300 Parkplätzen nach herkömmlichem Muster vor. Die Umweltgruppe fürchtet, dass dies zu einem unguten Verdrängungswettbewerb gegenüber dem Einzelhandel führt und dass ein Zentrum dieser Größenordnung neue Verkehrsströme in die ohnehin überlastete Bahnhofstraße zieht. Daher setzt sich die Gruppe dafür ein, dass dieses Zentrum in seiner Größe maßvoll bleibt. Neue Einkaufsmöglichkeiten sollen den Einzelhandel in der Bahnhofstraße nicht verdrängen, sondern ergänzen. Es soll kein reines Shopping-Zentrum werden, sondern Einkauf, Wohnen, soziale Dienstleistungen, Arbeitsplätze, Spielplätze und Kulturtreffpunkte miteinander verbinden. Die Umweltgruppe drängt darauf, dass das denkmalgeschützte Gebäude der alten Mälzerei in diese Entwicklung einbezogen wird. Bisher hat die Gruppe für über tausend Personen Führungen durch dieses denkmalgeschützte Gebäude durchgeführt. Die Nachfrage ist nach wie vor sehr groß. Vor der historischen Kulisse dieses schönen Gebäudes wird ein autofreier Marktplatz gefordert. Das Gelände in der Nähe des Bahnhofs stellt mit der Salvator-Kirche, den alten Backsteingebäuden, der Mälzerei und dem traditionellen Ausflugslokal „Landhaus Lichtenrade" (früher Haus Buhr) aus dem ausgehenden 18. Jahrhundert ein ortsprägendes Ensemble dar. Nach den Plänen des Investors würde dieses Gebäude verschwinden. Daher bemüht sich die Ökumenische Umweltgruppe darum, dieses ortsprägende Gebäude mit dem dazugehörenden Baumbestand vor dem Abriss zu retten. Eng verbunden mit dem Lichtenrader Zentrum ist die Bahnhofstraße selbst, für die nach Meinung der Gruppe ein neues Nutzungskonzept für das Miteinander von Fußgängern, Radfahrern und Motorfahrzeugen im Sinne einer „Begegnungszone“ entwickelt werden sollte.

Nach intensiver Auseinandersetzung mit der Thematik, nach vier Bürgerversammlungen und einer international besetzten Planungswerkstatt, nach Unterschriftenaktionen und zahlreichen Gesprächen mit den Mitgliedern des Ausschusses für Stadtplanung in der Bezirksverordnetenversammlung, hat die Gruppe Respekt und Gehör bei den in der BVV vertretenen Parteien gefunden.

Herzlichen Glückwunsch zum Umweltpreis sagt auch www.lichtenrade-berlin.de : „Sie haben es verdient!“ ToM

(alle Fotos: Helmut Herzau/ÖUL)

 

Ein Weihnachtsbaum für den Lichtenrader Weihnachtsmarkt ... und das Café Obergfell ist auch dabei!

Berlin-Lichtenrade, 26. November 2011 In der Lichtenrader Bahnhofstraße können Anwohner und Besucher einen über sechs Meter hohen Weihnachtsbaum bestaunen. Diesen Weihnachtsbaum verdanken die Lichtenraderinnen und Lichtenrader dem CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Jan-Marco Luczak. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Aktionsgemeinschaft Bahnhofstraße, Hagen Kliem, eröffnete Luczak am Samstag den traditionellen Weihnachtsmarkt in der Bahnhofstraße, der diesmal zum 32igsten Mal stattfindet. Die prächtige Nordmanntanne, die Schüler der Käthe-Kollwitz-Grundschule bereits am Vortag festlich geschmückt hatten, erstrahlte im Lichterglanz und wurde symbolisch von Luczak überreicht.
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Foto:Luczak/Aktionsgemeinschaft
Die Aktionsgemeinschaft Bahnhofstraße, die den alljährlichen Weihnachtsmarkt veranstaltet, hat als Zusammenschluss der im Raum Lichtenrade ansässigen Geschäftsleute zum Ziel, die Attraktivität und Popularität der Lichtenrader Einkaufsmeile zu steigern.
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Foto:Aktionsgemeinschaft (v.lks.n.re. Hagen Kliem/AG,Beatrix Bockenkamp/AG,Dr. Luczak,Bernd Schmidt/AG,Detlef Gaastra)
Wegen der in den letzten Jahren schwierigen wirtschaftlichen Situation der Einzelhändler ist der Verein auf Spenden zur Finanzierung seiner Aktivitäten angewiesen.

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Foto: BerLi-Press
Als Tempelhof-Schöneberger Bundestagsabgeordneter unterstützt Dr. Jan-Marco Luczak immer wieder gemeinnützige Vereine und soziale Einrichtungen durch Spenden. Luczak, der in Lichtenrade aufwuchs, die Ulrich-von-Hutten-Oberschule besuchte und hier noch immer wohnt, wollte mit seiner Spende seine Anerkennung für das große Engagement der Aktionsgemeinschaft Bahnhofstraße und seine Verbundenheit mit Lichtenrade zum Ausdruck bringen: „Mir ist wichtig, dass die Läden und Geschäfte der Bahnhofstraße als Kern von Lichtenrade erhalten bleiben. Sie sind für die Menschen hier und auch für mich persönlich ein Stück Identität.“ Luczak ergänzte, dass er damit auch das ehrenamtliche Engagement der Mitglieder der AG Bahnhofstraße unterstützen und auszeichnen wollte: „Unser Gemeinwesen braucht mehr ehrenamtliches Engagement wie dieses – und zwar nicht nur in der Weihnachtszeit!“
...auch Lichtenrader Einzelhändler sind stolz auf ihre Stände. Hier einige Impressionen vom Café Obergfell:
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Auf dem Weihnachtsmarkt in der Bahnhofstraße und...
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...auf dem Weg zum Lichtermarkt am 1. Advent.
Fotos:S.Krüger/Obergfell
 

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Auszüge aus dem Koalitionsvertrag zwischen SPD und CDU in Berlin (2011-2016), die für Lichtenrade besonders interessant sind:

Starke Infrastruktur; Mobilität in der Stadt

Flughafen Willy Brandt

Die Koalition wird den neuen Großflughafen „Willy Brandt“ in Schönefeld zum 3. Juni 2012 ans Netz bringen und wird ihm zum Erfolg verhelfen. Sie ist sich einig, dass ein Ausbau des Flughafens bei zusätzlichem Verkehrsaufkommen notwendig ist.

 Der Flughafen muss als internationales Drehkreuz wirtschaftlich und leistungsfähig sein. Im Rahmen dessen will die Koalition den Lärmschutz für die Bürgerinnen und Bürger wahren. Dazu gehört eine schnelle und unbürokratische Bearbeitung der Anträge auf Lärmschutzmaßnahmen.
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Die Koalition setzt sich für eine ernsthafte Prüfung von Alternativrouten jenseits der Müggelseeroute ein. Dies schließt die Prüfung der Routen nördlich und südlich von Gosen unter Wahrung der Sicherheitsaspekte ein.

Die Koalition spricht sich für eine schnelle Realisierung der Dresdner Bahn – auch für den Flughafen-Express – aus. Das Land Berlin setzt sich beim Bund für eine Tunnelführung der Dresdner Bahn im Bereich Lichtenrade ein, unter Berücksichtigung des entsprechenden Landesanteils

Justiz und Rechtspolitik

Schnelle und vernetzte Bekämpfung der Jugendkriminalität

…Wir werden für Kinder, die sich delinquent verhalten, Plätze für eine verbindliche Unterbringung bereitstellen, um die notwendigen pädagogischen Interventionen vorzubereiten und ggf. die schnelle Altersfeststellung sicherzustellen. Die Kapazitäten im Jugendarrest werden wir durch eine modernisierende Erweiterung der Jugendarrestanstalt Berlin von derzeit 33 Plätzen auf 60 Plätze erweitern.
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Humaner und zeitgemäßer Strafvollzug - Landesstrafvollzugsgesetz für Berlin

…Wir werden prüfen, ob in Anbetracht der zurückgegangenen Strafgefangenenzahlen die geplante Verlegung des Drogenfachbereichs der Jugendstrafanstalt (JSA) Berlin vom Standort Friedrich-Olbricht-Damm an den Standort Lichtenrade durchgeführt werden muss oder ob es haushalterisch vorzugwürdigere Alternativen gibt. Insbesondere soll geprüft werden, ob eine Sanierung der Liegenschaften der JSA Berlin und ein Verbleib des Drogenfachbereiches am Standort Friedrich-Olbricht-Damm sowie eine Eingliederung des Untersuchungshaftbereiches in die JSA Berlin kostengünstiger zu realisieren wäre. Dabei sind neben den Umbaukosten auch diejenigen Kosten für Fahrzeuge und Personal zu berücksichtigen, die nach einem Umzug der Drogenfachabteilung voraussichtlich durch Transporte zwischen dem Bereich in Lichtenrade und der Hauptanstalt am Friedrich-Olbricht-Damm entstehen.
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Foto: dpa-Tim Brakemeier
Ferner soll geprüft werden, ob die bei einer Eingliederung des Untersuchungshaftbereiches in die JSA Berlin freiwerdenden Räume des derzeitigen Untersuchungshaftbereiches in Lichtenrade für die notwendige Erweiterung der Plätze in der Jugendarrestanstalt genutzt werden können, um so einen Umbau des Gebäudes der Jugendarrestanstalt in der Lützowstraße zu vermeiden und eventuelle Einsparungen zur Verbesserung der Haftbedingungen in der JSA Berlin zu nutzen….

(Hervorhebungen von der Redaktion)

...schauen wir mal...(ToM)

Foto 1 und 2: Thomas Moser -BerLi-Press

 

"pro Deutschland" nicht nach Lichtenrade! +Urteil und Presserklärung der SPD

Kein Bundesparteitag der Bürgerbewegung pro Deutschland im Gemeinschaftshaus Lichtenrade

In der Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Justiz vom 23.11.2011 heißt es:

„Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat auf die Beschwerde des Landes Berlin den Beschluss des Verwaltungsgerichts Berlin vom 28. Oktober 2011 aufgehoben, mit dem der Bezirk Tempelhof-Schöneberg verpflichtet worden war, dem Bundesverband der Bürgerbewegung pro Deutschland das Gemeinschaftshaus Lichtenrade für seinen am 26. November 2011 geplanten Bundesparteitag zu überlassen. Der Antrag der Bürgerbewegung pro Deutschland auf Gewährung von Eilrechtsschutz wurde zurückgewiesen.

Zur Begründung hat das OVG ausgeführt: Träger öffentlicher Gewalt seien grundsätzlich nicht verpflichtet, ihre Räumlichkeiten politischen Parteien zu überlassen und dürften den Zugang beschränken, solange dies generell geschehe und alle Parteien in gleicher Weise betroffen seien. Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg gestatte die Nutzung seiner Räume lediglich den Kreisverbänden und Bezirksgruppen politischer Parteien, und zwar nur dann, wenn sich die geplante Veranstaltung auf deren „Zuständigkeitskreis“ beziehen. Diese Handhabung sei nicht willkürlich und daher von der Entscheidungsfreiheit der Verwaltung gedeckt. Sie schließe einen Anspruch des Bundesverbandes der Bürgerbewegung pro Deutschland auf Durchführung des Bundesparteitages im Gemeinschaftshaus Lichtenrade oder sonstigen Räumen des Bezirks grundsätzlich aus.

Beschluss vom 23. November 2011 – OVG 3 S 141.11

Die neue SPD-Fraktion der BVV Tempelhof-Schöneberg erklärt in einer Presseerklärung vom 25.11.2011

Vielfalt und Toleranz statt rassistischer Hetze

Die SPD-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung von Tempelhof-Schöneberg begrüßt das Urteil des Oberverwaltungsgerichtes vom 23. November 2011, der rechtspopulistische und rassistischen Partei Pro Deutschland keinen Raum für Ihre Bundesversammlung im Gemeinschaftshaus Lichtenrade zu gewähren.

„Die SPD spricht sich für ein vielfältiges und tolerantes Leben in Tempelhof-Schöneberg aus“, so die Fraktionsvorsitzende Elke Ahlhoff. „ Menschen, unabhängig von sozialer oder ethnischer Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht oder Lebensweise sollen in Tempelhof-Schöneberg frei und unbeschwert leben können. Die Positionen der selbsternannten Bürgerrechtsbewegung Pro Deutschland widersprechen unserem Leitbild eines gleichberechtigten Miteinanders“ führt Ahlhoff aus.

Tempelhof-Schöneberg sollte ein zweites Mal zum Austragungsort einer bundesweiten Versammlung der rechtspopulistischen und islamfeindlichen Partei werden. Unter dem Deckmantel Demokratie und Bürgerrechte werden rassistische und menschenfeindliche Positionen verbreitet. Mit dem Vertretungsanspruch für Frauen und homo-sexuelle Menschen wird Pro Deutschland zum Hauptankläger des Islams. Ziel der Rechtspopulisten ist ein exklusives „christlich-jüdisches Abendland“ zu schaffen, dass den „Feind“, den Islam und Menschen muslimischen Glaubens sowie Menschen mit Migrationshintergrund ausgrenzt. Sicherheitswahn und Diskriminierung sind gewollte Ergebnisse ihrer Politik.

Abschließend dazu die Bezirksverordnete der SPD, Marijke Höppner: „Wir nehmen die Positionen der rechtspopulistischen Partei als einen gezielten Angriff auf das gleichberechtigte Miteinander in Tempelhof-Schöneberg wahr und stellen dem einen respektvollen Umgang mit den Menschen im Bezirk und Toleranz entgegen!“ Und weiter: „Wir sind froh, dass die geplanten Aktivitäten der SPD gemeinsam mit der Kampagne Zusammen handeln! gar nicht erst durchgeführt werden müssen.“

 

 

Frauenpower in Tempelhof-Schöneberg +++ Stadtteilforum auch für Lichtenrade

Neues Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg gewählt

In der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) am 23. November wurde das gesamte neue Bezirksamt von Tempelhof-Schöneberg gewählt. Im neuen Bezirksamt dominieren die Frauen mit drei Ämtern und stellen die Spitzenposten.
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Foto: BA T-S (v.l.n.r.) Das neue Bezirksamt: Jutta Kaddatz,Oliver Schworck,Angelika Schöttler,Daniel Krüger,Dr.Sybill Klotz

Das neu gewählte Bezirksamt hat in seiner konstituierenden Sitzung folgende Geschäftsverteilung beschlossen:

 Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD):

Serviceeinheit Finanzen mit den Aufgabenstellungen:

- Haushalts- und Stellenplanung und -wirtschaft

- Kassenwesen

 Serviceeinheit Personal mit den Aufgabenstellungen:

- Personalverwaltungsservice

- Personalentwicklungsservice

Sonstige Organisationseinheiten:

- Rechtsamt

- Steuerungsdienst

- Pressestelle

- Wirtschaftsförderung

- Datenschutzbeauftragter

- Beauftragte für Menschen mit Behinderungen

- Integrationsbeauftragte

- Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte

- Europabeauftragte

- Beauftragte für Partnerschaften

- Ehrenamtsbüro

- Gesundheitsmanagementbeauftragter

 Stellvertretende Bezirksbürgermeisterin u. Bezirksstadträtin Jutta Kaddatz (CDU):

Amt für Weiterbildung und Kultur mit den Aufgabenstellungen:

- Volkshochschule

- Musikschule

- Bibliotheken

- Kultur

- Heimatmuseum

Schul- und Sportamt mit den Aufgabenstellungen:

- Schulträgerschaft

- Förderung des Sports

  • Bezirksstadtrat Oliver Schworck (SPD):

Amt für Bürgerdienste mit den Aufgabenstellungen:

- Bürgerämter

- Standesamt

- Staatsangehörigkeitsangelegenheiten

- Wohngeld

- Wahlen

Jugendamt mit den Aufgabenstellungen:

- Fachberatung

- allgemeine Förderung von jungen Menschen und ihren Familien,

- familienunterstützende Hilfen,

- fachbereichsübergreifende Jugendhilfe

- Kindertagesbetreuung (einschließlich Kita-Eigenbetrieb)

Ordnungsamt mit den Aufgabenstellungen:

- Ordnung im öffentlichen Raum (einschließlich verhaltensbedingtem Lärm und Parkraumbewirtschaftung und -überwachung)

- Gewerbe (Wirtschaftsordnung, einschließlich Märkte)

- Straßenverkehrsbehörde

- Veterinär- und Lebensmittelaufsicht

- Zentrale Anlauf- und Beratungsstelle

Umwelt- und Naturschutzamt mit den Aufgabenstellungen:

- Umweltplanung, -beratung und -information

- Umweltordnungsaufgaben (ohne verhaltensbedingten Lärm)

- Natur- und Artenschutz

- Zentrales Fundbüro

  • Bezirksstadtrat Daniel Krüger (CDU):

Tiefbau- und Landschaftsplanungsamt mit den Aufgabenstellungen:

- Tiefbau (Straßenplanung, Straßenneubau, Straßenunterhaltung, Straßenaufsicht)

- Straßenverwaltung (ohne straßenverkehrsbehördliche Aufgaben)

- Unterhaltung und Neubau von Grün- und Freiflächen einschließlich Friedhöfe und Kleingärten)

- Landschaftsplanung

Serviceeinheit Facility Management mit den Aufgabenstellungen:

- Kaufmännische und technische Immobilien- und Gebäudeverwaltung

- Hochbauservice

- Innere Dienste (Dienstpost, Vervielfältigungen, Fernmeldeangelegenheiten, Beschaffungen, Anlagenbuchhaltung)

- IT-Service

  • Bezirksstadträtin Dr. Sibyll Klotz (Bündnis 90/Die Grünen)

Amt für Soziales mit den Aufgabenstellungen:

- Betreuungsbehörde und Soziale Dienste

- Materielle Hilfen

- Durchführung der Leistungen des kommunalen Trägers gemäß SGB II und AG-SGB II (JobCenter)

- Senioren

Stadtentwicklungsamt mit den Aufgabenstellungen:

- Stadtplanung

- Bau- und Wohnungsaufsicht

- Vermessung (einschließlich Liegenschaftskataster und Wertermittlung)

- Denkmalschutz

- Quartiersmanagement

Gesundheitsamt mit den Aufgabenstellungen:

- Gesundheitsschutz und -aufsicht

- Gesundheitsschutz und -förderung für Erwachsene

- Gesundheitsschutz und -förderung für Kinder

- Spezielle gesundheitliche Hilfen für Menschen mit Behinderungen

Sonstige Organisationseinheiten:

- Sozialraumorientierte Planungskoordination

- Qualitätsentwicklung, Planung und Koordination des öffentlichen Gesundheitsdienstes

Nachdem in der letzten konstituierenden BVV die Bezirksverordnetenvorsteherin Petra Dittmeyer (CDU) bereits gewählt wurde, ist am 23.11.2011 in die Position der Stellvertretenden Bezirksverordnetenvorsteherin Martina Zander-Rade (Bündnis 90/Die Grünen) als Schriftführerin Ingrid Kühnemann (SPD) und als Stellvertretende Schriftführerin Monika Waldt (CDU) gewählt worden.

Die Zählgemeinschaftsvereinbarung zwischen der SPD und Bündnis 90/Die Grünen vom 14.11.2011 ist nun öffentlich (kann angefordert werden).

Direkte Vereinbarungen für Projekte in Lichtenrade sind nicht enthalten. Eine wichtige Vereinbarung für alle Ortsteile und Kieze ist jedoch eine Regelung im Abschnitt „Transparenz und Partizipation im Bezirk“ folgender Absatz:

„In regelmäßigen Abständen finden Stadtteilforen in den Stadtteilen des Bezirks statt, die über bezirkliche Maßnahmen informieren und einen direkten Dialog der Bürger/innen mit den verantwortlichen Stadträten ermöglichen. Diese Foren sind ein wichtiges Instrument der Sozialraumorientierung, die ein abgestimmtes Vorgehen der Fachämter durch integrierte Handlungskonzepte ermöglichen.“

Diese Stadtteilforen können auch für Lichtenrade ein wichtiges Element für eine Bürgerbeteiligung werden.

Lichtenrade gratuliert den gewählten Vertretern in der BVV und den Mitgliedern im Bezirksamt. Die Lichtenrader wünschen sich eine Einbeziehung in die wichtigen Fragen für den Ortsteil. Dabei sind stellvertretend die Planungen rund um das Mälzerei-Einkaufszentrum und die Entwicklung in der Bahnhofstraße genannt! ToM

 

Müssen die Anwohner vom Kirchhainer Damm (B 96) noch zahlen?

Eigenheimer begrüßen Aufhebung des Straßenausbaubeitragsgesetzes

 Die zukünftigen Berliner Regierungsparteien SPD und CDU haben vereinbart, das Straßenausbaubeitragsgesetz abzuschaffen. "Das ist ein großer Erfolg für alle, die sich seit Jahren gegen die Abzocke der Grundstückseigentümer beim Straßenbau gewehrt haben.", so Frank Behrend, 1 .Vorsitzender des Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümervereins Berlin-Lichtenrade e.V.
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Aufgrund des Straßenausbaubeitragsgesetzes, das 2006 in Kraft getreten ist, müssen sich Grundstückseigentümer an den Kosten für den Ausbau und die Sanierung von Straßen beteiligen. Dies gilt sowohl für Anliegerstraßen also auch für Bundesstraßen wie den Kirchhainer Damm (B 96) in Lichtenrade. Im Ergebnis wurden die Grundstückseigentümer verpflichtet mehrere Tausend Euro, teilweise auch mehr als 10.000,-- € an das Land Berlin zu zahlen.

"Jetzt geht es darum, dass das Gesetz umgehend aufgehoben wird. Wichtig ist auch, dass dies für alle laufenden Bauvorhaben gilt.", so Frank Behrend. Es wäre keinem Anlieger zum Beispiel am Kirchhainer Damm zu erklären, warum er möglicherweise nach Abschluss der Baumaßnahme noch zahlen soll, auch wenn das Gesetz dann abgeschafft worden ist. (HWGV)

Foto: Thomas Moser -BerLi-Press -www.berli-press.de- für www.lichtenrade-berlin.de 
http://www.hwgv-lichtenrade.de

 

Fluglärm-Großdemonstration im Regierungsviertel

Berlin, 19. November 2011 Erst Ende Oktober 2011 hat sich das Aktionsbündnis Berlin-Brandenburg (ABB) gegründet, nachdem das Bundesverwaltungsgericht die Flughafenplanung bestätigt hatte. In der Pressemitteilung des ABB heißt es: „Schönefeld ist und bleibt der falsche Standort.“ Das neue Aktionsbündnis rüstet zum Widerstand gegen den Großflughafen und hat zu einer Großdemonstration im Regierungsviertel unter dem Motto „Nicht über unsere Köpfe hinweg“ aufgerufen. Das Lichtenrader „Info-Büro gegen Fluglärm e.V.“ gehört der Initiative an und hat die Veranstaltung mitorganisiert. Aber auch die Bürgerinitiative „Lichtenrade/Mahlow-Nord gegen Fluglärm e.V.“ rief die Mitglieder zur Teilnahme auf. Die Hauptforderung war, dass es ein absolutes Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr geben muss.
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Und so trafen sich nach Veranstalterangaben rund 12.000 Teilnehmer mit Plakaten und Trillerpfeifen am Potsdamer Platz.
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Am Brandenburger Tor gab es einen kleinen Halt.
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Hier sprach als Prominenter Betroffener der Regisseur von „Sonnenallee“ Leander Haußmann auf einem Transporter. Er rief die Politik zur Umkehr auf: „Die Demokratie zeigt sich, wo sie den Einzelnen schädigt. Wenn es zu viele Einzelne werden, wird es für die Regierenden gefährlich“.
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Dann ging es weiter über die „Straße des 17. Juni“ entlang des Reichstagsgebäudes und dem Bundeskanzleramt.
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Vor dem Paul-Löbe-Haus war die Bühne für die Abschlusskundgebung aufgebaut.
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Hier berichten und protestierten Fluglärmbetroffene aus Berlin, Frankfurt, München und Leipzig.
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Auch ein Vertreter von "Occuupy-Berlin", die am Bundespressestand ihr Camp aufgeschlagen haben, sprach begeistert von den Zielen und erhielt viel Applaus. Musikalische Beiträge, zum Beispiel die „Schönefeld-Hyme“ gab es von Liese Reznicek und Eva Kyselka und Rapper S-Rok traten auf.
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Auch Gregor Gysi, Vorsitzender der Bundestagsfraktion der Linken, sprach als Gastredner auf der Kundgebung. Er regte sich am meisten darüber auf, dass die Verantwortlichen bei den Entschädigungen sehr kleinlich sind.

Für das kommende Jahr kündigte das Aktionsbündnis bundesweite Proteste gegen Start und Landungen in der Nacht an.

Thomas Moser –BerLi-Press

 

Der Vorlesepate aus dem Bundestag

Dr. Jan-Marco Luczak  liest Schülern der Taunus-Grundschule aus „Rico, Oskar und der Diebstahlstein“ vor

Berlin-Lichtenrade - Am 18. November 2011 hatten die Stiftung Lesen und DIE ZEIT zum achten bundesweiten Vorlesetag aufgerufen: Jeder, der Spaß am Vorlesen hat, liest an diesem Tag anderen vor: Die Klasse 5b der Taunus Grundschule lauschte ihrem Vorlesepaten, dem Tempelhof-Schöneberger Bundestagsabgeordneten Dr. Jan-Marco Luczak (CDU).
„Mein Lieblingsbuch war ‚Löwenherz‘ von Astrid Lindgren. Da konnte ich gar nicht aufhören zu lesen“, erzählte Luczak den 10-Jährigen. „Denn ein Buch zu lesen ist wie eine andere Welt zu betreten. Es regt das Denken und die Fantasie an. Ich kann euch nur empfehlen viele Bücher zu lesen“, erzählte Luczak unter den neugierigen Blicken der Schüler. Bereits einen Monat vor dem Vorlesetag haben sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5b begeistert ein Buch ausgesucht: „Rico, Oskar und der Diebstahlstein“ erzählt vom Abenteuer zweier Freunde, die das erste Mal Berlin verlassen und heimlich bis zur Ostsee fahren, um ein gestohlenen Edelstein zurückzuholen.
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Dann tauchten Luczak und die Klasse in die Welt von Rico und Oskar ein, dort, wo Rico mit seiner ständig müden, aber warmherzigen und lebensklugen Mutter lebt, wo die Nachbarin Frau Dahling den all-abendlichen Waisen Rico mit Butterbrot-"Müffelchen" durchfüttert. Und da ist auch Fitzke, der Kauz aus dem oberen Stockwerk, der eine geheimnisvolle Steinsammlung sein Eigen nennt, die er Rico vererbt…
Nach dem ersten Buchkapitel, waren sich die Schüler einig: „Witzig“ und „spannend“ lautete das Urteil der jungen Zuhörer. Danach konnten die Fünftklässler Fragen an den CDU-Mann stellen. Zahlreiche Arme streckten sich in die Höhe: „Wohnen Rico und Oskar wirklich in Berlin?“, wollte etwa ein Schüler wissen.
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Luczak, der selber in Lichtenrade zur Schule ging und dort noch immer wohnt, liegt die Grundschule im Taunusviertel ganz besonders am Herzen. Die im Sommer 2009 von der Schließung bedrohte Schule erhielt Luczaks tatkräftige Unterstützung und konnte schließlich offen bleiben: „Umso schöner ist es für mich, heute hier vorlesen zu können“, so Luczak weiter.
Am Ende der Schulstunde verabschiedete sich Luczak herzlich. Er müsse schnell in den Bundestag zurück. Wenn er nicht pünktlich sei, gebe es Ärger, genauso, als ob man zu spät in die Schule käme.

 

Mälzerei-Einkaufszentrum wird nicht vor 2013 eröffnet!

Berlin-Lichtenrade, 15. November 2011 Der Großinvestor Dr. Harald Huth plant, rund um die Lichtenrader Mälzerei, ein Stadtteilzentrum zu bauen und auch teilweise die ehemalige Mälzerei mit einzubeziehen. Die Planungen laufen schon einige Zeit. Nun ist ein möglicher Fertigstellungstermin erneut verschoben worden.
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Die BVV Tempelhof-Schöneberg diskutierte das Thema auf politischer Ebene. Aber auch die Lichtenrader Bürger streiten heftig über das Vorhaben. Eine Veränderung wird in diesem Bereich von vielen Bürgern gewünscht, da dieser Flecken Lichtenrade sehr verwahrlost ist. Die Frage ist aber, in welcher Form und wie groß soll der Einkaufsbereich werden? So hat die „Ökumenische Umweltgruppe" und auch die BI „Rettet die Marienfelder Feldmark“ die geplante Entwicklung als problematisch eingestuft. Die Lichtenrader Internetzeitung von www.lichtenrade-berlin.de berichtete ausführlich über die bisherigen Überlegungen und Diskussionen. Die Umweltgruppe hat Bürgerdiskussionen und ein Besichtigungswochenende der alten Mälzerei, im Rahmen des Tages des Denkmals 2011, organisiert. Spannend ist es jetzt besonders, wie sich das neue Bezirksamt und die neue BVV zu den Planungen stellt.

Dr. Huth hat zumindest jetzt auf der Website seiner Firma "High Gain House Investments" 2013 als Eröffnungstermin angegeben. Ein früherer Zeitpunkt scheint aus Genehmigungs- und Baugründen sowieso unrealistisch.

Die Berliner Morgenpost berichtet in der heutigen Ausgabe, dass der Eigentümer der denkmalgeschützten ehemaligen Mälzerei, Thomas Braun, den bisherigen Vorvertrag mit Investor Huth nicht verlängert. Nach Aussage von Braun zur Berliner Morgenpost soll somit anderen Ideengebern eine Chance für die Verwirklichung anderer Vorstellungen gegeben werden. Die Umweltgruppe und wohl auch ein größerer Teil der Lichtenrader können sich freuen, dass zumindest andere Planungen eine Chance bekommen. Die Umweltgruppe will ebenfalls die Erhaltung des ehemaligen „Haus Buhr“. Die Gruppe hat beim Landesdenkmalschutz angeregt, dass über den Denkmalschutz des ehemaligen Ausflugslokals entschieden wird.
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Eines ist wohl aber auch sicher, dass ein Investor ein wirtschaftliches tragfähiges Konzept benötigt. Nur der Ausbau der Mälzerei und vielleicht noch vom Haus Buhr, ohne andere Renditemöglichkeit, scheint fraglich zu sein. So meinte auch der noch amtierende Baustadtrat Bernd Krömer (CDU): „Investoren brauchen eine Minimalchance, dass sich das investierte Geld rechnet. Das ist bei einer kleineren Variante fraglich.“
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Andererseits ist unstrittig, dass besonders am Abend viele Einkaufszentren veröden. Hier sind tatsächlich intelligente Konzepte gefragt, die in die Zukunft zeigen und für die Menschen, und nicht nur für die Investoren, einen Fortschritt bedeuten. Eine intensive Bürgerbeteiligung für das wichtige Lichtenrade-Thema „Mälzerei-Einkaufszentrum“ ist den neu gewählten Volksvertretern zwingend anzuraten!

ToM (auch Fotos - BerLi-Press für www.lichtenrade-berlin.de)

 

Jahresempfang für die „Helden im Alltag“

Ehrenamtliche Helfer aus Tempelhof-Schöneberg geehrt!

Berlin-Lichtenrade, 11.11.2011 Im Stillen wirken diese Menschen oft schon über Jahre und Jahrzehnte. Die ehrenamtlichen Helfer betreuen und unterstützen Familien, Kinder und Jugendliche oft viele Stunden in der Woche.

Eine alte Tempelhofer Tradition ist, dass man diesen besonderen Helfern wenigstens einmal im Jahr so richtig für ihren aufopfernden Einsatz dankt und dies in einen würdevollen Festakt verpackt. Im Großbezirk Tempelhof-Schöneberg wurde diese wichtige Geste für die Ehrenamtler aufgegriffen und weitergepflegt. So kann man jetzt schon auf das 30. Treffen der ehrenamtlichen Kräfte zurückblicken. Einer der ersten Stunde ist Marian Przybilla, der schon beim ersten Treffen im „Chalet Swiss“, am Rande des Grunewalds, dabei war. Przybilla ist auch heute noch im ehrenamtlichen Einsatz für Familien im Bezirk. Für seine Leistungen erhielt der langjährige Helfer verdienterweise das Bundesverdienstkreuz. Auch heute war Marian Przybilla gerne beim Treffen der Ehrenamtler dabei.

Der Motor dieser ehrenamtlichen Gruppe ist der Sozialpädagoge Walter Strutz, eine Institution, der jahrelang diese Arbeit im Jugendamt koordiniert und betreut hat. Nun führt er diese Arbeit mit viel Liebe, Engagement und einer ganz persönlichen Note im Nachbarschaftszentrum Schöneberg weiter.
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So schreibt Strutz die Einladungen für die Helfer handschriftlich …wo gibt es diese persönliche Art mit freundlichen Worten heute noch? Eingeladen wurde in das Gemeinschaftshaus Lichtenrade, das schon seit Jahren die Heimstatt für den Festakt ist, an dem die Gäste gerne in festlicher Kleidung kommen.
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Als Gastgeberin begrüßte die Jugendstadträtin Angelika Schöttler (SPD) den Mitgastgeber Jugendamtsdirektor Wolfgang Mohns und den Geschäftsführer vom Nachbarschaftsheim Schöneberg Georg Zinner sowie die vielen Ehrenamtler. Sie betonte in einer überzeugenden Art den besonderen Stellenwert der ehrenamtlichen Arbeit, ohne deren Engagement die Welt ein ganzes Stück ärmer wäre. Angelika Schöttler hofft, dass sie auch in den Folgejahren sich in diesem Rahmen, dann vermutlich als Bezirksbürgermeisterin, für die Arbeit der Helferinnen und Helfer bedanken kann. Auch der ehemalige Jugendamtsdirektor Henning Till und die Geschäftsführer Gerd Schmitt (Kiezoase-Nachbarschafts- und Familienzentrum in Schöneberg Nord) und Roland Stähle (Nachbarschafts- und Familienzentrum in Lichtenrade vom AHB-Berlin Süd gGmbH) freuten sich mit den ehrenamtlichen Betreuern.
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So erhielten einige 5 und 10 Jahre in der Ehrenamtsarbeit Tätige ein Präsent und die Ehrenamtskarte des Landes Berlin aus den Händen von Wolfgang Mohns überreicht. Er würdigte die Arbeit mit einigen persönlichen Worten.
Um dem Festakt einen angemessenen Rahmen zu geben, kann Walter Strutz Jahr für Jahr kleine und große Künstler gewinnen, die feierliche, engagierte und qualitativ hochwertige Beiträge zum Besten geben.
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Familie Zander & Co
Ein Trio überzeugte mit handgemachter Musik von Joseph Haydn und die Familie Zander, Freunde und Co haben sich mit Hingabe der abwechslungsreichen Blasmusik verschrieben. Ein besonderer kultureller Höhepunkt der Spitzenklasse war der Auftritt der A-cappella-Gruppe „Absolutely Unterhaltsam“. Diese professionelle Laiengruppe konnte mit lustvollen Texten, viel Humor und schauspielerischem Talent überzeugen. Die Besucher der Festveranstaltung waren aus dem Häuschen! „Chapeau!“ für die Gruppe, die unter feinfühliger Leitung von Marion Haak einen bunten Querschnitt aus ihrem Programm „AU goes TV“ offerierte. „Das Leben ist zu kurz“ und „Aber sonst gesund“ von den Wise Guys gehören zum Repertoire der Meistersinger.
Wie in jedem Jahr gab es einen Festvortrag. Im letzten Jahr adelte Georg Zinner mit seinem Vortrag die Veranstaltung. In diesem Jahr konnte Walter Strutz seine ehemalige Kollegin, die Sozialpädagogin, Diplom-Psychologin und Familientherapeutin Christel Kümmel für diese ehrenvolle Aufgabe gewinnen. Die Psychologin sprach über das Thema „Freundschaft - welche Bedeutung hat sie?“
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Christel Kümmel: „Freundschaft ist nach wie vor ein hoher ethischer Wert“, wie man auch schon im Rühmann Film „Die drei von der Tankstelle“ erfahren konnte: „Ein Freund, ein guter Freund, das ist das Schönste, was es gibt auf der Welt.“ Christel Kümmel führt weiter aus: „Wir brauchen den Gefühlsaustausch in engen Beziehungen, wo es um Anerkennung und Verständnis geht, für unser seelisches Gleichgewicht so notwendig, wie die Luft zum Atmen.“ Die Pädagogin betrachtet das Thema Freundschaft wissenschaftlich, kennt wesentliche Merkmale, kann verschiedene Freundschaftstypen benennen und unterschiedliche Charaktertypen aufzeigen. „Man könnte auch sagen, dass Freundschaften der Vorgarten der Seele und unseres Körpers sind“, sagt Christel Kümmel. Im „Kleinen Prinz“ wird beschreiben, dass Freundschaft Zeit braucht. „Eine gute Freundschaft ist kein Geschenk des Himmels, sondern eine ständige Aufgabe“ führt die Psychologin aus. „Viele Menschen sind zu passiv, warten immer ab und sind dann enttäuscht, wenn wieder niemand anruft.“ Abschließend zitiert Dipl-Psych. Kümmel Theodor Fontane: „Das Wichtigste für den Menschen ist der Mensch! Da liegt nicht nur sein Glück, da liegt auch seine Gesundheit.“

Die Mägen knurrten dann bei diesem tiefgehenden Vortrag schon kräftig, denn am Rande des Saales wartete ein lecker duftendes Buffet auf die Gäste. An dieser Stelle ist auch etwas Schleichwerbung erlaubt, denn das Ehepaar Lindner, von „Butter Lindner“ sponsert teilweise die äußerst leckeren Köstlichkeiten. Zum Abschluss des Festmahles konnte dann noch Jeder, zum Beginn des Faschings passend, einen leckeren Pfannkuchen verzehren. In anderen Ländern verzehrt man lieber „Berliner“, wovon sich ein Urberliner an dieser Stelle deutlich distanziert.

Neben den musikalischen, künstlerischen, intellektuellen und handfesten Leckereien gab es noch viel Raum für Gespräche, neue Kontakte und eine ganz praktische Vernetzung bei einer entspannten Atmosphäre. Walter Strutz und seiner Familie, vielen Freunden und Bekannten sei ein besonderer Dank für die Organisation und den Aufbau des Festes ausgesprochen. Auch das ist ehrenamtliche Arbeit, die sich nicht verstecken braucht! Alle Gäste freuen sich schon auf das Fest im nächsten Jahr!

Thomas Moser –BerLi-Press (www.berli-press.de) für www.lichtenrade-berlin.de

Fotos Lothar Duclos

Etwas veränderte Fassung auch in „KiTS aktuell“ vom Jugendamt Tempelhof-Schöneberg Nr. 533 vom 13.11.2011 www.berli-press.de/Artikel/ehrenamtler2011.pdf

Link zum Artikel des Vorjahres: http://weblog.lichtenrade-berlin.de/archive/2010/11/15/die-ganz-pers-nliche-ehrung-von-ehrenamtlichen.htm

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Musik als reines Vergnügen: http://www.absolutely-unterhaltsam.de

 

Baum-Vandalen am Dorfteich Lichtenrade

Sonntag, herrliches Herbstwetter, die Blätter verfärben sich in traumhaften Farben und plötzlich denkt der Spaziergänger: „Das kann doch nicht sein!“

Wie wir schon bei unserem Fotoausflug (siehe LINK) vermutet haben, sind Vandalen am Dorfteich Lichtenrade aktiv geworden und haben Bäume massiv vernichtet bzw. geschädigt. Stadtrat Oliver Schworck (SPD) bestätigt, dass es sich tatsächlich um Vandalismus handelt. Anwohner hatten auch schon der Polizei mitgeteilt, dass sich in den Nächten am Wochenende eine größere Gruppe Jugendlicher am Dorfteich versammelt hat. Augenzeugen für die Tat gibt es nicht!

Gefällt wurde eine Trauerweide mit einem Stammumfang von 63 cm. An einer nach der Baumschutzverordnung geschützten Schwarzbirke (Betula nigra), auf der anderen Seite vom Dorfteich, wurde ein sogenannter Stark-Ast von circa 20 cm Durchmesser abgehackt.
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Tatwerkzeug war vermutlich eine Axt, heißt es vom zuständigen Stadtrat für das Amt Natur und Umwelt. Anzeige wegen Sachbeschädigung wurde erstattet. Die im Wasser liegenden Baumteile werden in den nächsten Tagen entfernt bzw. wurden bei Berichterstattung vermutlich schon entsorgt; eine Unfallgefahr bestand nicht.

Wir empfehlen Menschen mit überschüssigen Kräften sich andere legale Betätigungsfelder zu suchen. Es ist nicht akzeptabel und schon gar nicht lustig, wenn jemand wie „mit der Axt im Walde“ Lichtenrader Natur zerstört!

ToM -BerLi-Press (auch Fotos)

 
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Hier wird jetzt in lockerer Folge von aktuellen Lichtenrader Geschehnissen berichtet. Eine Art "AKTUELLE INTERNETZEITUNG" könnte man auch sagen...
Viel Spaß dabei!
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