Jahresempfang für die „Helden im Alltag“

Ehrenamtliche Helfer aus Tempelhof-Schöneberg geehrt!

Berlin-Lichtenrade, 11.11.2011 Im Stillen wirken diese Menschen oft schon über Jahre und Jahrzehnte. Die ehrenamtlichen Helfer betreuen und unterstützen Familien, Kinder und Jugendliche oft viele Stunden in der Woche.

Eine alte Tempelhofer Tradition ist, dass man diesen besonderen Helfern wenigstens einmal im Jahr so richtig für ihren aufopfernden Einsatz dankt und dies in einen würdevollen Festakt verpackt. Im Großbezirk Tempelhof-Schöneberg wurde diese wichtige Geste für die Ehrenamtler aufgegriffen und weitergepflegt. So kann man jetzt schon auf das 30. Treffen der ehrenamtlichen Kräfte zurückblicken. Einer der ersten Stunde ist Marian Przybilla, der schon beim ersten Treffen im „Chalet Swiss“, am Rande des Grunewalds, dabei war. Przybilla ist auch heute noch im ehrenamtlichen Einsatz für Familien im Bezirk. Für seine Leistungen erhielt der langjährige Helfer verdienterweise das Bundesverdienstkreuz. Auch heute war Marian Przybilla gerne beim Treffen der Ehrenamtler dabei.

Der Motor dieser ehrenamtlichen Gruppe ist der Sozialpädagoge Walter Strutz, eine Institution, der jahrelang diese Arbeit im Jugendamt koordiniert und betreut hat. Nun führt er diese Arbeit mit viel Liebe, Engagement und einer ganz persönlichen Note im Nachbarschaftszentrum Schöneberg weiter.
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So schreibt Strutz die Einladungen für die Helfer handschriftlich …wo gibt es diese persönliche Art mit freundlichen Worten heute noch? Eingeladen wurde in das Gemeinschaftshaus Lichtenrade, das schon seit Jahren die Heimstatt für den Festakt ist, an dem die Gäste gerne in festlicher Kleidung kommen.
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Als Gastgeberin begrüßte die Jugendstadträtin Angelika Schöttler (SPD) den Mitgastgeber Jugendamtsdirektor Wolfgang Mohns und den Geschäftsführer vom Nachbarschaftsheim Schöneberg Georg Zinner sowie die vielen Ehrenamtler. Sie betonte in einer überzeugenden Art den besonderen Stellenwert der ehrenamtlichen Arbeit, ohne deren Engagement die Welt ein ganzes Stück ärmer wäre. Angelika Schöttler hofft, dass sie auch in den Folgejahren sich in diesem Rahmen, dann vermutlich als Bezirksbürgermeisterin, für die Arbeit der Helferinnen und Helfer bedanken kann. Auch der ehemalige Jugendamtsdirektor Henning Till und die Geschäftsführer Gerd Schmitt (Kiezoase-Nachbarschafts- und Familienzentrum in Schöneberg Nord) und Roland Stähle (Nachbarschafts- und Familienzentrum in Lichtenrade vom AHB-Berlin Süd gGmbH) freuten sich mit den ehrenamtlichen Betreuern.
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So erhielten einige 5 und 10 Jahre in der Ehrenamtsarbeit Tätige ein Präsent und die Ehrenamtskarte des Landes Berlin aus den Händen von Wolfgang Mohns überreicht. Er würdigte die Arbeit mit einigen persönlichen Worten.
Um dem Festakt einen angemessenen Rahmen zu geben, kann Walter Strutz Jahr für Jahr kleine und große Künstler gewinnen, die feierliche, engagierte und qualitativ hochwertige Beiträge zum Besten geben.
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Familie Zander & Co
Ein Trio überzeugte mit handgemachter Musik von Joseph Haydn und die Familie Zander, Freunde und Co haben sich mit Hingabe der abwechslungsreichen Blasmusik verschrieben. Ein besonderer kultureller Höhepunkt der Spitzenklasse war der Auftritt der A-cappella-Gruppe „Absolutely Unterhaltsam“. Diese professionelle Laiengruppe konnte mit lustvollen Texten, viel Humor und schauspielerischem Talent überzeugen. Die Besucher der Festveranstaltung waren aus dem Häuschen! „Chapeau!“ für die Gruppe, die unter feinfühliger Leitung von Marion Haak einen bunten Querschnitt aus ihrem Programm „AU goes TV“ offerierte. „Das Leben ist zu kurz“ und „Aber sonst gesund“ von den Wise Guys gehören zum Repertoire der Meistersinger.
Wie in jedem Jahr gab es einen Festvortrag. Im letzten Jahr adelte Georg Zinner mit seinem Vortrag die Veranstaltung. In diesem Jahr konnte Walter Strutz seine ehemalige Kollegin, die Sozialpädagogin, Diplom-Psychologin und Familientherapeutin Christel Kümmel für diese ehrenvolle Aufgabe gewinnen. Die Psychologin sprach über das Thema „Freundschaft - welche Bedeutung hat sie?“
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Christel Kümmel: „Freundschaft ist nach wie vor ein hoher ethischer Wert“, wie man auch schon im Rühmann Film „Die drei von der Tankstelle“ erfahren konnte: „Ein Freund, ein guter Freund, das ist das Schönste, was es gibt auf der Welt.“ Christel Kümmel führt weiter aus: „Wir brauchen den Gefühlsaustausch in engen Beziehungen, wo es um Anerkennung und Verständnis geht, für unser seelisches Gleichgewicht so notwendig, wie die Luft zum Atmen.“ Die Pädagogin betrachtet das Thema Freundschaft wissenschaftlich, kennt wesentliche Merkmale, kann verschiedene Freundschaftstypen benennen und unterschiedliche Charaktertypen aufzeigen. „Man könnte auch sagen, dass Freundschaften der Vorgarten der Seele und unseres Körpers sind“, sagt Christel Kümmel. Im „Kleinen Prinz“ wird beschreiben, dass Freundschaft Zeit braucht. „Eine gute Freundschaft ist kein Geschenk des Himmels, sondern eine ständige Aufgabe“ führt die Psychologin aus. „Viele Menschen sind zu passiv, warten immer ab und sind dann enttäuscht, wenn wieder niemand anruft.“ Abschließend zitiert Dipl-Psych. Kümmel Theodor Fontane: „Das Wichtigste für den Menschen ist der Mensch! Da liegt nicht nur sein Glück, da liegt auch seine Gesundheit.“

Die Mägen knurrten dann bei diesem tiefgehenden Vortrag schon kräftig, denn am Rande des Saales wartete ein lecker duftendes Buffet auf die Gäste. An dieser Stelle ist auch etwas Schleichwerbung erlaubt, denn das Ehepaar Lindner, von „Butter Lindner“ sponsert teilweise die äußerst leckeren Köstlichkeiten. Zum Abschluss des Festmahles konnte dann noch Jeder, zum Beginn des Faschings passend, einen leckeren Pfannkuchen verzehren. In anderen Ländern verzehrt man lieber „Berliner“, wovon sich ein Urberliner an dieser Stelle deutlich distanziert.

Neben den musikalischen, künstlerischen, intellektuellen und handfesten Leckereien gab es noch viel Raum für Gespräche, neue Kontakte und eine ganz praktische Vernetzung bei einer entspannten Atmosphäre. Walter Strutz und seiner Familie, vielen Freunden und Bekannten sei ein besonderer Dank für die Organisation und den Aufbau des Festes ausgesprochen. Auch das ist ehrenamtliche Arbeit, die sich nicht verstecken braucht! Alle Gäste freuen sich schon auf das Fest im nächsten Jahr!

Thomas Moser –BerLi-Press (www.berli-press.de) für www.lichtenrade-berlin.de

Fotos Lothar Duclos

Etwas veränderte Fassung auch in „KiTS aktuell“ vom Jugendamt Tempelhof-Schöneberg Nr. 533 vom 13.11.2011 www.berli-press.de/Artikel/ehrenamtler2011.pdf

Link zum Artikel des Vorjahres: http://weblog.lichtenrade-berlin.de/archive/2010/11/15/die-ganz-pers-nliche-ehrung-von-ehrenamtlichen.htm

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Musik als reines Vergnügen: http://www.absolutely-unterhaltsam.de

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