Politik der kleinen Schritte: BI „Lichtenrade / Mahlow-Nord gegen Fluglärm“ will Erreichtes sichern und Verbesserungen erreichen!

Die Bürgerinitiative „Lichtenrade / Mahlow-Nord gegen Fluglärm e.V.“ berichtet von der Mitgliederversammlung:

Erfolgreiche Bilanz der BI Lichtenrade /Mahlow-Nord gegen Fluglärm

Am 25.10.2011 fand die ordentliche Mitgliederversammlung der BI Lichtenrade / Mahlow-Nord gegen Fluglärm im Gemeinschaftshaus Lichtenrade statt. Über hundert Mitglieder folgten dem Rechenschaftsbericht des Vorstands, stimmten über eine neue Satzung ab und wählten einen neuen Sprecherrat.

In seinem Rechenschaftsbericht verwies der Vorsitzende Simon Lietzmann auf die erfolgreichen Bemühungen, in der Fluglärmkommission den „Abflug geradeaus von der Nordbahn“ durchzusetzen. Damit wird Lichtenrade und Mahlow-Nord nicht wie geplant direkt überflogen. Statt einen Baustopp zu fordern, wie andere Initiativen, wurde somit durch Demonstrationen und Gespräche mit der Politik eine Minderung des Fluglärms erreicht. Weitere erfolgreiche Aktivitäten waren u.a. Unterschriftssammlungen für ein striktes Nachtflugverbot und gegen die Aufweichung der Nachtflugbestimmungen, die Teilnahme an Demonstrationen in Schönefeld sowie die Organisation von regelmäßigen Demonstrationen vor den Sitzungen der Fluglärmkommission.

Auf der Mitgliederversammlung wurde anschließend mit großer Mehrheit ein Sprecherrat gewählt, der sich aus folgenden Mitgliedern zusammensetzt: Rainer Anders, Brigitte Grajeck-Dyhr, Simon Lietzmann, Uwe Pohske, Bernd Röstel, Norbert Stock, Astrid Wellenbrink.

Somit sind im Sprecherrat Mahlow-Nord mit 2 und Lichtenrade mit 5 Mitgliedern vertreten. Die anstehenden Aufgaben werden im Sprecherrat verteilt.
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1. Großdemo in Schönefeld... (Foto.Th. Moser -BerLi-Press)
Die künftige Arbeit der BI und des Sprecherrates soll im Zeichen der Kontinuität stehen. Nach Aussprache beschlossen die Mitglieder folgende Aktivitäten:

(1) Die Flugroutendiskussion in der weiteren Entwicklung soll aufmerksam und kritisch verfolgt werden, um Erreichtes zu sichern.

(2) Das Thema Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr und der Erhalt und die Verschärfung des §29b LuftVG ist ein weiterer wichtiger Schwerpunkt der Arbeit.

(3) Es wird durch Einflussnahme und geeignete Maßnahmen angestrebt, die Entstehung und die Folgen eines möglichen Drehkreuzes zu verhindern bzw. zu mindern.

(4) Vor dem passiven Schallschutz (Geräuschdämmung und- abkapselung) steht der aktive Schallschutz. Hier setzt sich die Bürgerinitiative dafür ein, dass durch geeignete Maßnahmen beim Flugbetrieb des BER (Betrieb der Landebahnen, Verteilung der Starts und Landungen, lärmärmere An- und Abflugverfahren, Einsatz lärmärmerer Flugzeuge, etc.) Lärm schon bei der Entstehung gemindert bzw. vermieden wird.

Zudem werden die Schwerstbetroffenen in ihren Forderungen unterstützt, effektive passive Lärmschutzmaßnahmen zu erhalten, bzw. angemessene Entschädigungen und ggf. Umsiedlungen zugestanden zu bekommen.

Die Bürgerinitiative wird zusammen mit anderen Initiativen weiterhin die Politik der kleinen Schritte verfolgen, um konkrete Verbesserungen für die Bürger in Lichtenrade und Mahlow-Nord zu erreichen.

Zum Gespräch für Interessierte lädt die BI jeden ersten Montag im Monat ein in den Lichtenrader Hof, Alt-Lichtenrade 78.

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http://lichtenrade-gegen-fluglaerm.de

 

 

Herbst in Lichtenrade-Ein kleiner Spaziergang...

Los geht es am Dorfteich Lichtenrade...
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...Die Biber scheinen hier eher Vandalen gewesen zu sein...Muss das sein?
und weiter zum Ausbau des Kirchhainer Dammer (B 96)...
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Das müsste doch von der Beschilderung her übersichtlicher machbar sein?
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...aber die rechte Straßenseite in Richtung Stadtgrenze (bis Horstwalder Straße) ist schon fast fertig...
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...zurück zur Post. Mal auf den Hof geschaut (Es ist Sonntag und die Fahrräder haben frei!)
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Das ehemalige Haus Buhr...Denkmalschutz oder Abriss? Die aktuelle Diskussion in Lichtenrade
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Die Salvator-Kirche! Der Platz erinnert an Pfarrer Lütkehaus...
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Wohl einer der schönsten Blicke: Bahnhof und alte Mälzerei!
Fotos:Thomas Moser -BerLi-Press (www.berli-press.de)

 

LortzingClub Lichtenrade unterstützen und Vereinsmitglied werden!

Am 22. September 2011 haben sich engagierte Eltern zusammengetan und einen Verein gegründet!

Gegründet wurde RÜCKENDECKUNG-BERLIN, ein Förderverein u.a. auch für den LortzingClub. RÜCKENDECKUNG-BERLIN will versuchen, Projekte ideell und finanziell zu unterstützen, aber auch ergänzende Projekte eigenverantwortlich zu initiieren und durchzuführen.
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...hier tobt das Leben...hoffentlich noch lange!
Der Verein teilt dazu mit: „Dabei werden wir verschiedene Förderprogramme bemühen, damit beispielsweise die beliebten Ferienprogramme weiterhin bestehen bleiben können, aber auch um einige der Wochenangebote, Ausflüge und Reisen über das Jahr 2012 für den LortzingClub anbieten zu können.
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Regelmäßige Besucher/innen des LortzingClubs werden es bereits bemerkt haben, Förderung ist an vielen Stellen notwendig. Denn die personelle Ausstattung könnte natürlich besser sein, auch wenn hier alles versucht wird, um einen reibungslosen und auch innovativen Betrieb zu ermöglichen. Auch wenn man nicht alles mit Geld erledigen kann, ist zumindest in der ersten Phase unseres Bestehens eine große Mitgliederanzahl nötig; sei es um andere von unserem Vorhaben zu überzeugen aber auch, um Projekte (siehe Internetseite) anzuschieben. Dafür benötigen wir Ihre Unterstützung.

Wir laden Sie deshalb ein, Mitglied in unserem Verein RÜCKENDECKUNG-BERLIN zu werden.

Bitte teilen Sie auch Ihren Freunden und Bekannten unser Anliegen mit und werben Sie für eine Mitgliedschaft in unserem Verein. Prämien für Neuanwerbungen werden wir natürlich nicht anbieten J, denn alle Ressourcen gehen direkt und ohne Umwege in die Jugendhilfe.“

Auf der neuen Internetseite: www.rückendeckung-berlin.de sind bereits einige Informationen zusammengestellt worden. Gerne können Sie aber auch die Verantwortlichen persönlich ansprechen!

Wer die Internetzeitung von www.lichtenrade-berlin.de liest kann verfolgen, wie engagiert das Team im LortzingClub ist und wie gut die Angebote von Kindern und Jugendlichen angenommen werden. Die Kinder fühlen sich hier sichtlich wohl! Viele Lichtenraderinnen und Lichtenrader kennen den Club noch aus ihrer Jugend. So konnte man hier früher auch ins Schwimmbad gehen. Also auch ehemalige Lichtenrader sind herzlich als Mitglied willkommen!

Meine Empfehlung: Mitglied werden und Gutes im Kiez tun! Es ist wichtig!

Direkt zum Mitgliedsantrag: http://www.oli-schmidt.info/Mitgliedsantrag.pdf

Thomas Moser(auch Foto)

Der letzte Bericht in der Internetzeitung vom LortzingClub: http://weblog.lichtenrade-berlin.de/archive/2011/08/12/rotk-ppchen-kann-ein-regenschauer-doch-nicht-ersch-ttern.htm

 

Besuch beim Tennisclub Weiß-Gelb in Lichtenrade

Die Zukunft des Vereinssports

Bezirksstadträte Angelika Schöttler und Oliver Schworck besuchen den Tennisclub Lichtenrade

Sportvereine sind weiterhin wichtige gesellschaftliche Begegnungsstätten, in denen Bewegung und Gesundheitsfürsorge gefördert werden. Dies betonte die Bezirksstadträtin für Familie, Jugend und Sport, Angelika Schöttler, während ihres Besuchs am 28. Oktober 2011 beim Tennisclub Weiß-Gelb Lichtenrade e.V. (TCL), einem Traditionsverein mit rund 600 Mitgliedern im Süden Berlins.

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Vorbesprechung im Tenniskindergarten
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...dann geht’s zur Sache.

Trotz Konkurrenz durch andere Freizeitangebote ist jeder sechste Bewohner der Hauptstadt Mitglied in einem Sportverein. Die Mitgliederzahlen steigen, wenn auch deutlich langsamer als früher. Dabei müssten Vereine wie der TCL häufig einen Spagat bewältigen. Viele (potenzielle) Mitglieder haben gestiegene Erwartungen an Ambiente und Serviceleistungen, sind aber immer seltener bereit, sich in Form von jährlichen Beiträgen längerfristig an eine Sportart oder eine Einrichtung zu binden.

Mitgliedergewinnung – und bindung beim TCL funktioniert daher über vielfältige Angebote rund um die angebotene Sportart Tennis. „Hier beim TCL führen wir bereits die Kleinsten im Alter von drei bis sieben Jahren in unserem Tenniskindergarten an den Umgang mit Ball und Schläger heran“, so Guido Spohn, 1. Vorstandsvorsitzender des TCL. „Neben dem Mannschaftsspiel für Hobby- und Leistungsspieler bieten wir auch moderne Varianten des Tennistrainings. Ein Aushängeangebot, das auch von Nicht-Mitgliedern in Anspruch genommen werden kann, ist Cardio-Tennis, ein hochwirksames Herz-Kreislauftraining mit Tennisschläger und Musik.“

Bezirksstadtrat Oliver Schworck ist ebenfalls über den Nachwuchs auf den TCL gestoßen: „Mein Sohn nimmt seit einem Jahr mit viel Freude am Kindergartentennis des TCL teil. Dieses Angebot ist ein wertvoller Beitrag zur Bewegungsförderung von Kindern.“Wie in vielen Vereinen wird auch im TCL vieles über ehrenamtliche Tätigkeiten abgedeckt. Dennoch geht auch bei einem Traditionsverein mit mehr als 85 Jahren Geschichte der Trend Richtung professionelles Vereinsmanagement. So übernimmt die Geschäftsstelle neben der reinen Mitgliederverwaltung auch Aufgaben im Sportmanagement und in der Vereinsvermarktung. In der Vergangenheit hat der TCL mehrfach das Grüne Band für herausragende Jugendförderung gewonnen. Auch derzeit sind jugendliche Nachwuchsspieler in der Spitze der Berliner Rangliste platziert. Doch die Mehrzahl der Mitglieder orientiert sich nicht nur an sportlichen Erfolgen, sondern sucht auch den Komfort, den beispielsweise moderne kommerzielle Anlagen bieten.

„Die Bezirke verfügen über verschiedene Fördertöpfe, mit denen wir einen wichtigen Beitrag leisten, um die Zukunft der Sportvereine in Tempelhof-Schöneberg zu sichern“, so Angelika Schöttler. Auch der TCL hofft, durch entsprechende Förderung noch bessere Infrastruktur und noch mehr Mitmachangebote für alle Altersgruppe anbieten zu können.

Laut Landessportbund sind mehr als 560.000 Personen Mitglied in einem der rund 2.000 Sportvereine der Stadt. Die stärksten Zuwächse in den Mitgliederzahlen gab es in der Altersgruppe der unter 7-jährigen.
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Eine wahrhafte Idylle im beschaulichen Lichtenrade – die Tennisplätze des Vereins Weiß-Gelb – v.l.n.r.: Sportstadträtin Angelika Schöttler, Vorstandschef Guido Spohn, Trainerin und aktive Spielerin Stefanie Gehrke, Stadtrat Oliver Schworck und Vereinsmitglied und Förderer Jürgen Hüttermann.

Mehr über den TCL: Der TC Weiß-Gelb Lichtenrade e.V. wurde 1925 gegründet und ist einer der mitgliederstärksten Vereine im Süden Berlins. www.tc-lichtenrade.de Kontakt: Stefanie Gehrke, st.gehrke@arcor.de, Mobil: 0172/3808 537

Quelle: KiTS-aktuell vom Jugendamt Tempelhof-Schöneberg (Nr. 524 vom 29.10.2011) www.kits-zeitung.de  Fotos: Ed Koch

 

 

Natur-Aktiv-Tag: Putzaktion am Dorfteich

Am 15.Oktober 2011 rief die Bürgerinitiative „Rettet die Marienfelder Feldmark“ zum NaturAktivTag auf. Im Vorfeld wurden 300 Flugblätter an direkte Anwohner rund um den Dorfteich verteilt. Es beteiligten sich circa 30 Teilnehmer. Dabei waren auch die Stadträte Angelika Schöttler , Oliver Schworck (beide SPD), sowie die Bezirksverordneten Martina Zander-Rade und Heinz Jirout (beide Bündnis90/Die Grünen).
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Oliver Schworck und Angelika Schöttler
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Martina Zander-Rade füttert den Nachwuchs...
Die grüne Stadträtin Sibyll Klotz musste erkrankt leider absagen. Es kam eine große Menge Müll zusammen: 12 gefüllte Säcke, Schrott, Baumüll und Sperrmüll. Diese große Menge Müll kam zusammen, obwohl auf Veranlassung von Stadtrat Schworck die BSR hier seit einigen Monaten regelmäßig in wöchentlichen Abständen reinigt.
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Nach dieser Grundreinigung hofft die Bürgerinitiative sehr, dass alle Nutzer des Erholungsraumes rund um den Dorfteich künftig keinen Müll zurücklassen oder die Mülleimer benutzen. Bei der anschließenden Stärkung mit Kaffee und Kuchen am aufgebauten BI-Stand konnten interessante Gespräche geführt werden, an denen sich auch viele Anwohner beteiligten.

Die Bürgerinitiative möchte sich für die Unterstützung bei allen Freiwilligen und der BSR (fürs Abholen) bedanken. Mit dieser Hilfe ist bei gutem Wetter der NaturAktivTag am Dorfteich zu einer erfolgreichen Veranstaltung geworden. Das Ergebnis der Sammelaktion zeigt, wie wichtig es ist, immer wieder für das Thema Müllverschmutzung zu sensibilisieren. Die „BI Rettet die Marienfelder Feldmark“ freut sich auf ein Wiedersehen im kommenden Jahr, denn sie veranstalten im Bezirk noch mehrere Putzaktionen!

Fotos:BI

 

Buddelkastenfreunde haben sich wieder getroffen!

Am 22. Oktober haben sich wieder die Buddelkastenfreunde vom Wünsdorfer Platz getroffen. Im letzten Jahr hat die Gemeinschaft ihr 10-jähriges Wiedersehn-Treffen gefeiert. Die Internetzeitung von www.lichtenrade-berlin.de berichte davon (Direktlink). Nun hat Wolfgang Graeper (2.Foto:ganz links) die Freunde wieder zusammen getrommelt...und viele kamen. Zuerst trafen sich einige direkt am ehemaligen "Tatort" ihrer Kindheit. Danach ging es wieder in die "Tränke" in der Reithalle...Insgesamt haben sich 60 Ehemalige mit Partnern angesagt...
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Fotos: Thomas Moser -BerLi-Press-
 

100 Jahre Lichtenrader Männerchor

Berlin-Lichtenrade, 22. Oktober 2011 Der „Lichtenrader Männerchor 1911 e.V." feiert sein 100jähriges Bestehen und hat zum Jubiläumskonzert in das Lichtenrader Gemeinschaftshaus eingeladen.
Als prominentester Ehrengast konnte der Regierende Bürgermeister und ehemalige Lichtenrader Klaus Wowereit (SPD) begrüßt werden. Er ließ es sich nicht nehmen beim gesamten fast dreistündigen Konzert dabei zu bleiben. Sicherlich keine Selbstverständlichkeit!

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Der Regierende amüsierte sich sichtlich und das Bein wippte bei einigen Weisen mit. Aus der Bezirkspolitik kam die Stadträtin für Familie, Jugend, Sport und Quartiersmanagement, Angelika Schöttler (SPD), die in den nächsten Tagen hofft als Bezirksbürgermeisterin von der Zählgemeinschaft mit den Grünen gewählt zu werden. Auch der scheidende Bildungs- und Kulturstadtrat Dieter Hapel (CDU) gab sich die Ehre.
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Der Männerchor hatte als Opener „Wir sind die alten Säcke“ einstudiert, was wohl etwas mit dem Durchschnittsalter zu tun hat. So bringt der Chor stolze 1.100 Jahre auf die Bühne. Die Sangesfreude der fröhlichen Männer sprang auf die Zuschauer über. Man sah immer wieder, wie viele Besucher die Lieder mitsangen. Die Sänger vom Männerchor bekannten ihre Vorliebe für Krimis und präsentierten „Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“ und den „Kriminaltango.“ Sie wagten sich an die „Völlerei“ aus den „Die 7 Todsünden“ von Kurt Weil und Bert Brecht ran und zeigten, dass sie es mit Hilfe des temperamentvollen Chorleiters Hans Joachim Straub zu Höchstleistungen bringen.
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Der erste Präsident, Dieter Rau, gab mit Gitarre zwei Soli zum Besten und verzauberte mit „Über den Wolken“ von Reinhard Mey und mit einem Lied des niederländischen Liedermachers Hermann von Veen.
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Das Jubiläumskonzert wurde vom gemischten „Lichtenrader Chor“, unter Leitung von Andreas Harmjanz, bereichert.
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Der gemischte Chor, in dem auch Mitglieder des Männerchores mitsingen, begeisterte mit Liedern aus „My Fair Lady.“
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Der „Frauenchor Mahlow“ hat in diesem Jahr auch 30jähriges Bestehen gefeiert. Er beeindruckte durch seine beachtliche Qualität und sang Volksweisen und „Die Glocken von Isola Bella“ mit einem Solo von Bianca Schäche. Die Gastchöre brachten dem „Lichtenrader Männerchor“ ganz individuelle Jubiläumsgeschenke mit.
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Beim Mahlower Frauenchor ist auch Hans Joachim Straub Chorleiter, der schon selbst auf mehreren Opernbühnen gesungen hat. Einige Kostproben gab er an diesem Abend zum Besten: Eine Stimme die eine wohlige Gänsehaut hinterlässt!
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Im zweiten Teil sang der „Lichtenrader Männerchor“ zum Beispiel den „Chor der Priester“ aus der „Zauberflöte“ und den „Abendfrieden“ von Franz Schubert.
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Als krönenden Abschluss sangen alle Chöre „Jerusalem“, von F.E. Weatherley und Stephen Adams, mit einem Solo von Frederik van der Kooi. Standing Ovations, auch von den Ehrengästen, waren allen Mitwirkenden sicher.
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Wer jetzt keine Lust bekommen haben soll in einem der Chöre mitzusingen, dem ist auch nicht mehr zu helfen! Der „Lichtenrader Männerchor“ freut sich jedenfalls auf neue Mitsänger!
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Es war ein festlicher unterhaltsamer Abend, der die gute künstlerische Qualität der Chöre deutlich machte. Das Wichtigste ist aber für die Chormitglieder, dass ihnen singen Spaß macht und sie sich in der Gemeinschaft geborgen fühlen. So schmeckt nach dem Konzert das Bierchen besonders gut.
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Herzlichen Glückwunsch zum 100jährigen Bestehen und Chapeau für die künstlerische Leistung!

Thomas Moser (auch Fotos) –BerLi-Press (www.berli-press.de) für www.lichtenrade-berlin.de

Nächstes Konzert: 13. November 2011 um 18 Uhr in der Salvator-Kirche.

Unter dem Motto „Musik in der Salvatorkirche“ tritt der „Lichtenrader Männerchor 1911 e.V.“ und der „Kammerchor Klassik´s.Te“ der Leo Kestenberg Musikschule unter Leitung von Hans-Joachim Straub auf.

Am Piano: Marc Timmermann und an der Orgel: Andreas Harmjanz
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Aus der Chronik vom „Lichtenrader Männerchor 1911 e.V.“
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Am 1. Oktober 1911 gründen zehn Lichtenrader Sänger das „Lichtenrader Männerquartett“.
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Die kleine Gesangsgruppe hatte großen Zulauf und schon zum 15-jährigen Bestehen zählte der Verein 25 Sänger.
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Ein sehr sorgfältig geführtes Vereinsbuch berichtet durch alle Jahrzehnte bis heute über rege musikalische Aktivitäten vor Ort und außerhalb Berlins.
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Die musikalische Leitung hatte zu Beginn der 20er Jahre der junge sehr beliebte Chorleiter Theodor Körner, der auch den Lichtenrader Frauenchor leitete, bis er 1927 in die USA ging.

Zum 15-jährigen Bestehen zählte der Chor 25 aktive Mitglieder, die in Berlin und auch im Umland musikalisch sehr rege waren.

Nachdem die Zahl der Sänger weiter gestiegen war, gab sich der Verein in der Mitgliederversammlung im November 1932 den Namen „Lichtenrader Männerchor 1911 e.V.“

In den 30er Jahren besuchten durch Probleme nur noch etwa zehn Sänger die Proben und der damalige Chorleiter Protze legte den Männerchor mit dem Frauenchor zusammen. Eine sehr hartnäckige Initiative der NSDAP, die Vereine „Lichtenrader Männerchor“ mit „Sängerlust 1880“ zusammenzulegen, wurde abgelehnt. Der Krieg beendete schließlich diese Querelen.

Nach dem 2. Weltkrieg begann der Chor 1946 unter schwierigsten Bedingungen mit neun Sängern wieder zu singen. Dank guter Werbeaktionen und fachmännischer Chorarbeit des Lichtenrader Musiklehrers Reinhold Sperling (Chorübernahme 1949) begann für den Chor eine neue Blütezeit. Man warb u. a. im „Pohlezettel“ und verteilte Werbeblätter auf der Bahnhofstraße und vor den Kirchen. Man sang am Dorfteich und beim Einfahren der Züge, um für sein Anliegen zu werben. Der Chor wuchs auf 33 Sänger. Sperling kam vom Männerchor „Sängerlust 1880“. Aus diesem Chor sind viele im Krieg gefallen. Das Vereinsgut ging in einer Bombennacht verloren. Einige Sänger dieses Chores folgten Sperling.

Reinhold Sperling leitete auch das Orchester vom „Lichtenrader Männerchor“, den „Mahlower Männerchor 1912“ und gründete 1951 den „Mahlower Frauenchor“.
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Diese 10-jährige reichhaltige Musikszene erhielt einen plötzlichen Riss durch den Bau der Berliner Mauer 1961. Als außerdem Mitte der 60er Jahre Sperling wegen Erkrankung seine musikalische Tätigkeit beendete, konnte der Männerchor lediglich auf Basis von Chorvereinigungen mit den Tempelhofer und Steglitzer Bäckern weiter arbeiten.
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1982 hatte der Vorsitzende Willi Steup den Mut, mit sieben Sängern und dem Chorleiter Bruno Fath einen Neuanfang zu machen. Bruno Fath gelang es, innerhalb von drei Jahren den Chor so aufzubauen, dass es wieder zu eigenen Konzerten kam, meistens zusammen mit dem Lichtenrader (gemischten) Chor.

Ab Herbst 1985 leitete und formte Bernhard Jahn den Chor. Sein Ziel war, alte Literatur zu überarbeiten und neues Liedgut aufzunehmen. Ein weiteres Anliegen war, alte Chorfreundschaften wieder zu beleben und dazu neue Kontakte im In- und Ausland zu knüpfen. So gab es in der Folgezeit mehrere Chorreisen mit Gegenbesuchen, u. a. war der Lichtenrader Männerchor zu Gast im schwedischen Värmland beim Männerchor „Karlskoga Sangargille“, beim Mittsommerfest im Hembygdsgard in Karlskoga oder beim Bergedorfer Männerchor. Weitere Reisen führten nach Polen, Frankreich, Schweden und Tschechien. Mit Bernhard Jahn hatte der Chor mehrere Bühnenauftritte.
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Zum internationalen Sportfest „Gymnastrada“ im ICC führte der Chor „musikalische Bilder“ aus mehreren Jahrhunderten vor.
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Im Musical „Die blauen Schwestern oder Rixdorf im Jahre 2000“ trat der Lichtenrader Männerchor in der Neuköllner Oper auf. Auch trat der Chor bei einem Benefizkonzert der AIDS-Hilfe in der Deutschen Oper auf.

1990 wurde zur Freude der Tempelhofer Bürger das neue Gemeinschaftshaus Lichtenrade eingeweiht. Der Männerchor sang bei der Einweihung. Der „Lichtenrader Chor“ gab im September 1990 dort sein erstes Konzert zusammen mit den „Lichtenrader Finken“ und dem Lichtenrader Männerchor.

Fast gleichzeitig geschah das große Ereignis im November 1989: Zwischen Lichtenrade und Mahlow wurde die Grenze eröffnet und sofort waren die alten Kontakte mit den benachbarten Chören wieder hergestellt. Es gab viele Auftritte in den Gemeinden der Mark Brandenburg. Vor allem aber lebte alljährlich zu Pfingsten die traditionelle „Sängermorgensprache“ wieder auf.

Das Gemeinschaftshaus Lichtenrade ist ein beliebtes und ständiges Heim der ortsansässigen Vereine geworden. Einige der Männer singen auch im gemischten Lichtenrader Chor und seit 22 Jahren geben die Sängerinnen und Sänger gemeinsame Konzerte, die das Publikum stets begeistern.

Fast 20 Jahre sangen die Lichtenrader Chöre unter der Leitung von Bernhard Jahn, bis der nach Frankreich in die Provence übersiedelte.
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Schnell fand der Männerchor einen jungen, sehr schwungvollen Chorleiter, Stefan Bohle, der die durch Jahn sehr geprägte Arbeit gut weiterführte.

Im Jahre 2008 übernahm dann Hans-Joachim Straub den Lichtenrader Männerchor. Chorleiter Straub, der selbst auf mehreren Opernbühnen gesungen hat, konnte seine Spielfreude schnell auf die Sänger übertragen. In den Chorproben und auch vom Publikum wird es als sehr temperamentvoll und belebend empfunden. In den Chorproben herrscht immer eine sehr gute Stimmung, das Liedgut reicht von Klassik und Romantik bis hin zur leichten Muse, Liedern der „Comedian Harmonist“ und Evergreens aus der Schlagerwelt.

Am 1. Oktober 2011 ist der Lichtenrader Männerchor 100 Jahre alt geworden. Die Sänger fühlen sich im geselligen Kreis jünger. Sie freuen sich über jeden, der zum mitsingen zu ihnen kommt. Zurzeit sind 16 Sänger beim „Lichtenrader Männerchor“ (Stand Oktober 2011).

Übungsabend: Donnerstag, 19.30 Uhr im Musiksaal der Käthe-Kollwitz-Schule, Mellener Straße 38-42, 12307 Berlin.

Kontaktadressen: Website: http://www.lmc1911.de

1.       1. Vorsitzender: Dieter Rau, Kleinweg 63, 12101 Berlin (Telefon: 789 135 48)

2.       2. Vorsitzender: Otto Bahr, Rangsdorfer Str. 37, 12307 Berlin (Telefon: 764 032 63)

     Alle Aufnahmen in der Chronik wurden vom LMC 1911 zur Verfügung gestellt. DANKE

 

„Begegnungszone“ Bahnhofstraße … wie sieht die Lichtenrader Einkaufsmeile der Zukunft aus?

...oder „Möge die Straße uns zusammenführen“

Berlin-Lichtenrade, 21. Oktober 2011 Die umtriebige „Ökumenische Umweltgruppe Lichtenrade“ hat in das Lichtenrader evangelische Gemeindezentrum in der Goltzstraße eingeladen, um verschiedene Denkanstöße weiterzugeben und über die Zukunft der Bahnhofstraße mit interessierten Einwohnern zu diskutieren. Eine 30-köpfige Studentengruppe der TU-Berlin, Fachbereich Straßenbau und –betrieb, hat den Verkehr in der Lichtenrader Bahnhofstraße untersucht und einen 360seitigen Bericht abgeliefert. Diesen Bericht und auch Erkenntnisse von eigenen Städtereisen wurden im Gemeindezentrum in einigen Kurzreferaten anschaulich dargestellt. Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit der Bürgerinitiative „Rettet die Marienfelder Feldmark“ und dem „BUND-Berlin“ organisiert.

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...Aus der Präsentation der Umweltgruppe (M.Raß)

In der Bahnhofstraße geht die TU-Studiengruppe von einem täglichen „motorbetriebenen“ Verkehrsaufkommen von 8.000 Bewegungen und von circa 1.000 Radfahrern aus. Die Schwerpunkte des Berichtes waren Überlegungen zur Verbesserung des Fuß- und Radverkehrs. Als wichtigste Punkte wurden herausgearbeitet:

·         - Sichere Überquerung der Straße zum Beispiel durch Schaffung von Mittelinseln

·       -   Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs

·         - Gefährliche Situationen beim Ausparken im Querverkehr

Die Studie empfiehlt, dass die bisherigen Ampeln (korrekt im Amtsdeutsch: Lichtzeichenanlagen) und die grundsätzliche Vorfahrtsreglung in der Bahnhofstraße erhalten bleiben. Die Goltzstraße sollte in ein neues Bahnhofstraßen-Konzept mit einbezogen werden. Überlegungen könnten sein, hier die Vorfahrtssituation zu ändern und die Goltzstraße mehr für den Durchgangsverkehr, der nicht direkt in die Einkaufsstraße möchte, zu nutzen.

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Verkehrssituation Goltz-/Ecke Bahnhofstraße
Diese Überlegungen wären jedoch spätestens dann hinfällig, wenn die Dresdner Bahn ebenerdig zum BER-Flughafen nach Schönefeld ausgebaut werden sollte. Dann würde, nach den bisherigen Plänen, der Bahnübergang Wolziger Zeile geschlossen werden. Die Studie wurde unter der Prämisse erstellt, dass die Dresdner Bahn, wie es die Forderung vieler Lichtenrader ist, in einen Tunnel kommt. Anderenfalls kann noch von einer weitaus angespannteren Situation ausgegangen werden.

Mittelinseln in der Bahnhofstraße sollten an einigen Stellen entstehen, wo heute das Queren der Fahrbahn für Fußgänger schwierig ist. Die Fußgänger, die sicherlich auch nicht immer die vorbildlichsten Verkehrsteilnehmer sind, müssen zurzeit glücklich sein, wenn sie ungeschoren die andere Straßenseite erreichen. Fünf Stellen in der Bahnhofstraße wurden als besonders problematisch erkannt. Dazu gehört die Abbiege- beziehungsweise Geradeaus-Fahrsituation an der Bahnhof-/Ecke Goltzstraße, weil hier die abknickende Vorfahrt nicht dem „natürlichen“ Straßenverlauf entspricht. Hier könnten eigene Abbiegespuren helfen.
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Der Unfallschwerpunkt POST
Ein weiterer Unfallschwerpunkt ist an der Post, wo ein Zebrastreifen und/oder eine Mittelinsel anzudenken wäre. Ähnlich ist auch die Situation an der Zescherstraße, wo die Querung der Fahrbahn (quasi von ALDI zu Woolworth) zu einem „Kamikaze-Einsatz“ wird. An der Stein- und Briesingstraße werden deutliche Fahrbahnmarkierungen empfohlen und als Alternative sogar ein kleiner Kreisverkehr in Erwägung gezogen. Als Unfallschwerpunkte wird das Rückwärtsfahren beim Ausparken und das Wenden auf der Bahnhofstraße erkannt. Die Lichtenrader wissen aus eigener leidvoller Erfahrung, wovon die Studenten sprechen. Zu einer Entspannung der Situation ist auch die Frage näher zu beleuchten, ob parkende Autos künftig (wieder) „horizontal“ parken sollen (also direkt in Fahrrichtung). Die Aufgabe der bisherigen Parkbuchten würde dem fließenden Verkehr und auch den Fußgängern, bei einer Verbreiterung der Gehwege, zugutekommen. Eine Zwischenruferin wies berechtigterweise darauf hin, dass damit auch weniger Parkplätze zur Verfügung stehen. Andererseits werden die Reichelt- und Woolworth-Parkplätze bislang nur eingeschränkt angenommen. Der relativ neue Netto-Parkplatz ist durchaus ein Anziehungspunkt, soll aber bei einer Inanspruchnahme durch Nichtkäufer kontrolliert werden.

An den beiden Enden der Bahnhofstraße sollte ein sichtbares „Eingangstor“ durch bauliche Veränderungen erreicht werden. Die Studie sieht nicht nur auf den Fahrrad- und Fußgängerverkehr, sondern will auch Maßnahmen zur besseren Steuerung des fließenden Verkehrs erreichen.

Auch wurde über andere Ideen für die Bahnhofstraße nachgedacht. An dieser Stelle sei betont, dass sich die Umweltgruppe für die Abendveranstaltung vorbildlich vorbereitet und in kurzen „knackigen“ Referaten die Situation und die Ideen anschaulich beleuchtet hat. Die anschließende Diskussion wurde in einer Co-Moderation gekonnt geleitet. Als besonders witzige Idee wurden in der kurzen Pause unter dem Motto „Wir haben sie zum Fressen gern“ selbst gebackene Autos zum Verzehr verteilt.

Weiterhin wurde das „New Road“-System von Brighton erläutert, wo die „Straße für Alle“ durch diverse Umgestaltungsmethoden zur Verbesserung der Situation führte. Das niederländische Städtchen Drachten, mit Lichtenrade von der Größe durchaus vergleichbar, konnte mit dem „geteilten Raum“ (oder auch „Shared Space“ genannt) eine Qualitätsverbesserung erreichen. Dazu gehört, dass es keine Bordsteine mehr gibt und alle mehr Rücksicht aufeinander nehmen. Teilnehmer der Umweltgruppe konnten sich persönlich von der ganz neuen Art im Straßenverkehr überzeugen. Aber auch Bad Salzuflen hat vor einiger Zeit einen neuen Weg zur Verkehrsberuhigung beschritten.

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Die Bürgerinitiative „Rettet die Marienfelder Feldmark“ stellte die „Begegnungszone“ vor, die in den 80iger Jahren in den Niederlanden und in der Schweiz eingeführt wurde. Im Rahmen des Schweizer Energiesparprogramms Energie 2000 und der Umsetzung der Lokalen Agenda 21 wurde Burgdorf 1995 als Fußgänger- und Velomodellstadt der Deutschschweiz auserkoren. Im Großen geht es um eine nachhaltige Koexistenz in der „Begegnungszone“, die barrierefrei das Zusammenleben erreichen soll. Dabei ist für Fahrzeuge eine maximale Geschwindigkeit von 20 km/h vorgesehen. Die BI fordert: „Begegnungszone Bahnhofstraße!“ Weiteres siehe auch auf der Website der BI (Link siehe unten).

In der Diskussion wurde deutlich, dass Mittelinseln auch durchaus skeptisch gesehen werden und teilweise als „Notlösung“ bezeichnet wurden. Als Beispiel kann man sich umgefahrene Verkehrsschilder auf den Mittelinseln in der Motzener Straße in Marienfelde ansehen. Auch war in der Diskussion deutlich, dass eine Umgestaltung der Bahnhofstraße nur schrittweise passieren kann; dies stand sicherlich auch unter dem Aspekt, dass die Umbaumaßnahmen auch Kosten verursachen würden und andererseits sich die Verkehrsteilnehmer erst an veränderte Situationen gewöhnen müssen. Der Wirtschaftsverkehr wurde in die Diskussion eingebracht und allgemein die Undiszipliniertheit aller Verkehrsteilnehmer bemängelt.

Die Umweltgruppe fordert die Bezirkspolitiker auf, eine „Perspektiv-Werkstatt“ zur Zukunft der Bahnhofstraße einzurichten. Keiner hat bislang Idealrezepte. Einige Politiker aus der BVV-Fraktion „Die Grünen/Bündnis 90“ gaben sich an diesem Abend zu erkennen und diskutierten mit. Alle Anwesenden schienen sich jedoch darüber einig zu sein, dass die Qualität der Bahnhofstraße verbessert werden sollte. Eine Idee hat man von der Umweltgruppe, damit die Öffentlichkeit mehr sensibilisiert wird: bei einem Straßenfest mit Tanz, Kunst und Frühstückstischen soll die Bahnhofstraße für die Bevölkerung „erobert“ werden.

Auch wird sicherlich spannend zu beobachten sein, wie die neue BVV in Tempelhof-Schöneberg zum geplanten Mälzerei-Einkaufszentrum sich positioniert und wie diese Planungen in ein gesamtes Bahnhofstraßen-Konzept einbezogen werden. Wir werden sehen, inwiefern der bisherige Investor Dr. Huth bereit ist die geforderte Perspektivwerkstatt zu unterstützen.

Als Information wurde noch weitergegeben, dass sich im November die Denkmalsbehörde das alte „Haus Buhr“ ansehen wird. Die Umweltgruppe kämpft für eine Erhaltung des Gebäudes.

Wie es sich für eine christliche Initiative gehört, stimmte am Schluss Pfarrer i.R. Reinhart Kraft, ein engagiertes Umweltgruppenmitglied, das Lied „Möge die Straße uns zusammenführen“ an. Mit dieser Hoffnung will die Initiativgruppe die Entwicklung der Bahnhofstraße weiter diskutieren.

Thomas Moser (auch Fotos)– BerLi-Press (www.berli-press.de) für www.lichtenrade-berlin.de

Links:

Ökumenische Umweltgruppe: www.lichtenrade21.de

BI „Rettet die Marienfelder Feldmark“: www.bimfeldmark.de.vu

 

Es gibt auch für 2012 wieder Berliner-Kiez-Kalender

Der Mariendorfer Sozialpädagoge und Postkartensammler Hans-Ulrich Schulz veröffentlicht drei verschiedenen Kiez-Kalender für das Jahr 2012. Es handelt sich um drucktechnisch hochwertige Kalender!

Zentralflughafen Berlin-Tempelhof – alte Ansichten

(Luftaufnahmen, Berliner Blockade, Tag der offenen Tür…)
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Berliner Postämter in alten Ansichten

(Viele Postämter, auch das Postamt 1 in Tempelhof, in Tegel, Zehlendorf und Mitte…)
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Tempelhof und seine Vororte in alten Ansichten

(aus Lichtenrade u.a. die Dorfkirche im frühen 14. Jh., ein Blick ins Lichtenrader Komponistenviertel und die ersten Häuser in der Bahnhofstraße)
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Jeder Kalender kostet nur 12 € (Versand als Pakat 4 €) auch in Tempelhofer Inhaber-Buchhandlungen+++in Lichtenrade in der Lichtenrader Bücherstube)

Weitere Infos http://berliner-kiez-kalender.de/Willkommen.html

Postkarten-Beispiele zur Verfügung gestellt von H-U Schulz und dem Verlag Morgana Edition

 

Das Lichtenrader „Info-Büro gegen Fluglärm e.V.“ will weiterkämpfen!

Das Lichtenrader Info-Büro gegen Fluglärm e.V. will weiterkämpfen!

Zum Nachtflugverbots-Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes

Leipzig-Berlin-Lichtenrade, 14. Oktober 2011 Auch die Lichtenrader Initiative hat für ein Nachtflugverbot gekämpft und Klagen vor dem Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) in Leipzig unterstützt. Nun war es soweit und das BVerwG hat die Klagen von Anwohnern und Gemeinden gegen die Regelung des Nachtflugbetriebs auf dem Flughafen Berlin Brandenburg abgewiesen.

Der Planfeststellungsbeschluss "Ausbau Verkehrsflughafen Berlin-Schönefeld" vom 13. August 2004 ließ ursprünglich einen zeitlich unbeschränkten Nachtflugbetrieb zu. Auf ausgewählte Musterklagen von Anwohnern und Gemeinden hat das Bundesverwaltungsgericht im Jahr 2006 das Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg (MIL) verpflichtet, über eine weitergehende Einschränkung des Nachtflugbetriebs erneut zu entscheiden. Es hat vorgegeben, dass die Kernzeit der Nacht (0:00 bis 5:00 Uhr) von Flugverkehr grundsätzlich frei bleiben muss; für die Zeit von 22:00 bis 24:00 Uhr und von 5:00 bis 6:00 Uhr hat es eine nachvollziehbare Darlegung gefordert, warum der Flugverkehr nicht befriedigend innerhalb der Tagesstunden abgewickelt werden kann. Zur Umsetzung dieses Urteils hat das MIL im Planergänzungsbeschluss "Lärmschutzkonzept BBI" vom 20. Oktober 2009 Flugbetrieb von 23:30 bis 5:30 Uhr grundsätzlich verboten und von 22:00 bis 23:30 Uhr sowie von 5:30 bis 6:00 Uhr grundsätzlich zugelassen.

In einer Presseerklärung des Gerichtes heißt es: „Nach dem heutigen Urteil des Bundesverwaltungsgerichts hat das MIL mit dieser Regelung des Nachtflugbetriebs den ihm eingeräumten planerischen Gestaltungsspielraum nicht überschritten. Einen Nachtflugbedarf hat es rechtsfehlerfrei bejaht.“ Die ausführliche Presseerklärung ist am Ende dieses Artikels nachzulesen.

Der Pressesprecher und 2. Vorsitzende vom „Info-Büro Fluglärm e.V.“, Werner Gerhardt, ist nicht über den heutigen Richterspruch überrascht. Werner Gerhardt hat die Verhandlungen in Leipzig als Prozessbeobachter begleitet und erahnte schon das heute verkündete Ergebnis. Er und die Initiative wollen sich aber nicht entmutigen lassen und kämpfen weiter: „Jetzt müssen wir aber erstmal die Urteilsbegründung abwarten. Die lassen wir dann genauestens rechtlich prüfen.“ Gerhardt schließt nicht aus, dass man auch vor das Bundesverfassungsgericht und vor den Europäischen Gerichtshof geht, da man das Grundrecht auf „körperliche Unversehrtheit“ verletzt sieht. Aber auch politisch will man weiter aktiv sein.

Haben das Lachen trotz Urteil nicht verlernt: vom „Info-Büro“ Werner Gerhardt und Christiane Brauch

Einige Aspekte findet Werner Gerhardt im Urteil positiv. So ist noch mal klargestellt worden, dass in den 30 Minuten vor und nach dem jetzt entschiedenen Nachtflugverbot (also ab 23.30 Uhr und bis 5.30 Uhr) deutlich weniger Flüge abgewickelt werden dürfen. Auch wurde ein verbesserter sogenannter passiver Schallschutz mit Entschädigungsregelungen festgelegt. In diesem Punkt wurde die Klage, übereinstimmend von allen Beteiligten, als erledigt erklärt. Hier blieb offensichtlich dem Flughafenbetreiber nichts anders übrig, als den Forderungen nachzugeben. Das Info-Büro geht davon aus, dass jetzt erheblich mehr Anwohner Ansprüche geltend machen können.

Werner Gerhardt und das Info-Büro sehen nach wie vor „Schönefeld“ als einen falschen Standort an. Ein Problem ist, dass das Gericht den Schönefeld-Flughafen trotz BER-Neubau als ein „Bestandsflughafen“ gewertet hat. Aber von einem Baustopp wird im Info-Büro nicht mehr gesprochen. Die reine Flugroutendiskussion will man hier jedoch auch nicht führen, da damit immer nur neue Betroffenheiten geschaffen werden. Skeptisch wird auch gesehen, dass schon von Beginn an die 3. Start- und Landebahn in Schönefeld geplant war und bei einer Realisierung es wieder zu anderen abknickenden Flugrouten kommen wird. Gerhardt erläutert, dass sich die Regelungen in einem quasi „Probejahr“ bewähren sollen.

Jetzt steht die nächste Großdemonstration in Schönefeld am 23. Oktober und noch eine weitere im November diesen Jahres an. Nach der Weihnachtspause wird man sehen, wie es mit den Protesten weiter geht.
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Großdemo im Mai 2011 in Schönefeld
Die „Berliner Flughäfen“ sind zufrieden mit dem Urteil und freuen sich, dass nun Rechtssicherheit hergestellt wurde (die ausführlichen Ausführungen im Auszug am Ende des Berichtes).

Berlins Regierender Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender der Berliner Flughäfen, Klaus Wowereit, sagte zu dem Urteil: „Das Bundesverwaltungsgericht hat die Berliner Flughafenplanung voll bestätigt. Das Urteil schafft jetzt insbesondere Rechtssicherheit, und das ist ein halbes Jahr vor Eröffnung des Flughafens BER besonders wichtig…“ Der Ministerpräsident des Landes Brandenburg, Matthias Platzeck, sagte zu dem Urteil: „Dies ist ein guter Tag für Wirtschaft und Beschäftigung in unserer Region…“

Die Flughäfen nennen noch mal konkret die Regelungen:

·         Reguläre Linienflüge in der Kernnachtzeit von 0 bis 5 Uhr sind ausgeschlossen – im Gegensatz zur derzeit für Schönefeld bestehenden
24-h-Genehmigung.

·         Es wird durchschnittlich 77 Flugbewegungen in den Tagesrandzeiten von 22 bis 24 Uhr und von 5 bis 6 Uhr geben.

·         Für die Zeit zwischen 5 und 6 Uhr sowie zwischen 23 und 24 Uhr sind im Schnitt höchstens 31 Flugbewegungen erlaubt. Dadurch ist schon heute klar, dass das mittel- und langfristige Wachstum des Flughafens gedeckelt ist.

·         Von 23.30 bis 24 Uhr und von 5 bis 5.30 Uhr dürfen grundsätzlich keine planmäßigen Flüge stattfinden. Diese Zeiten stehen ausschließlich für Verspätungen bzw. Verfrühungen zur Verfügung.

Auch der Fraktions- und Landesvorsitzende der Berliner CDU, Frank HENKEL, ist zufrieden:

„Mit der heutigen Entscheidung wird sowohl der wirtschaftlichen Entwicklung Berlins als auch der vom Fluglärm betroffenen Anwohner Rechnung getragen. In der Kernzeit von 0 bis 5 Uhr darf ab Inbetriebnahme des BER kein Flugzeug mehr starten oder landen. Somit haben die Anwohner im Gegensatz zu der heutigen Situation eine Verbesserung, da in diesem Zeitraum kein Fluglärm mehr zu erwarten ist…“ und weiter „Berlin braucht einen leistungsfähigen Flughafen, der im internationalen Wettbewerb mit anderen Standorten bestehen kann. Deshalb ist es notwendig, dass auch in den Tagesrandzeiten im begrenzten Umfang Flugverkehr abgewickelt werden kann. Nicht zuletzt wird durch dieses Urteil auch der großen Bedeutung des Tourismus als wichtigem Wirtschaftsfaktor Rechnung getragen.“

Lichtenrade und alle anderen Flughafenanrainer werden sehen, wie sich die Fluglärmentwicklung nach Eröffnung des Großflughafens BER in Berlin-Schönefeld am 3. Juni 2012 entwickelt. Die Anwohner sind skeptisch!

Thomas Moser /auch Fotos-BerLi-Press (www.berli-press.de) für www.lichtenrade-berlin.de

http://gegen-fluglärm.de

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Für den fleißigen Leser:

Presseerklärung des Bundesverwaltungsgerichtes zum Flughafen Berlin Brandenburg:

„Keine Ausweitung des Nachtflugverbots - Nachbesserung beim Schallschutz

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat heute die Klagen von Anwohnern und Gemeinden gegen die Regelung des Nachtflugbetriebs auf dem Flughafen Berlin Brandenburg abgewiesen. Der Planfeststellungsbeschluss "Ausbau Verkehrsflughafen Berlin - Schönefeld" vom 13. August 2004 ließ ursprünglich einen zeitlich unbeschränkten Nachtflugbetrieb zu. Auf ausgewählte Musterklagen von Anwohnern und Gemeinden hat das Bundesverwaltungsgericht im Jahr 2006 das Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg (MIL) verpflichtet, über eine

weitergehende Einschränkung des Nachtflugbetriebs erneut zu entscheiden. Es hat vorgegeben, dass die Kernzeit der Nacht (0:00 bis 5:00 Uhr) von Flugverkehr grundsätzlich frei bleiben muss; für die Zeit von 22:00 bis 24:00 Uhr und von 5:00 bis 6:00 Uhr hat es eine nachvollziehbare Darlegung gefordert, warum der Flugverkehr nicht befriedigend innerhalb der Tagesstunden abgewickelt werden kann. Zur Umsetzung dieses Urteils hat das MIL im Planergänzungsbeschluss "Lärmschutzkonzept BBI" vom 20. Oktober 2009 Flugbetrieb von 23:30 bis 5:30 Uhr grundsätzlich verboten und von 22:00 bis 23:30 Uhr sowie von 5:30 bis 6:00 Uhr grundsätzlich zugelassen.

Nach dem heutigen Urteil des Bundesverwaltungsgerichts hat das MIL mit dieser Regelung des Nachtflugbetriebs den ihm eingeräumten planerischen Gestaltungsspielraum nicht überschritten. Einen Nachtflugbedarf hat es rechtsfehlerfrei bejaht.

Die Nachtflugprognose, die es zum Nachweis einer entsprechenden Nachfrage in Auftrag gegeben hat, ist methodengerecht erstellt; die Ergebnisse sind einleuchtend begründet. Das MIL hat auch plausibel dargelegt, dass es für Zu- und Abbringerflüge zu den Drehkreuzflughäfen, für die Umlaufplanungen der Low-Cost-Carrier und der Touristikverkehre und für den Interkontinentalverkehr vernünftigerweise geboten ist, Flugverkehr von 5:30 bis 23:30 Uhr zuzulassen. Auszugehen ist hierbei von der Verkehrsfunktion des Flughafens Berlin Brandenburg als einzigem Verkehrsflughafen für die Hauptstadt Berlin und die Metropolregion Berlin-Brandenburg.

Anders als bei der Festlegung der Schutz- und Entschädigungsgebiete durfte das MIL für die Regelung des Flugbetriebs die Lärmbetroffenheiten auf der Grundlage von parallelen An- und Abflugrouten ermitteln. Die DFS hatte zwar darauf hingewiesen, dass die Abflugrouten bei unabhängigen Abflügen von parallelen Bahnen um mindestens 15° divergieren sollen. Der Flugbetrieb wird jedoch nicht für bestimmte Flugrouten geregelt, sondern für einen Flughafen an einem bestimmten Standort mit einer bestimmten Siedlungsstruktur in seiner Umgebung. Die Betriebsregeln sollen grundsätzlich auch bei geänderten Flugrouten Bestand haben. Abflugrouten, die um bis zu 15° nach Norden oder nach Süden abknicken, würden zwar teilweise andere Gebiete betreffen als parallele Abflugstrecken; diese Gebiete wären jedoch nicht oder jedenfalls nicht erheblich dichter besiedelt. Die Veränderungen der Lärmbetroffenheiten bleiben in einem Unsicherheitsbereich, der bei der Regelung des Flugbetriebs ohnehin mitgedacht werden muss. Dass um mehr als 15° abknickende, zu größeren Betroffenheiten führende, Abflugstrecken festgelegt werden, brauchte das MIL ausgehend von den Erklärungen der DFS nicht in Betracht zu ziehen.

Der Ausgleich, den das MIL zwischen den Verkehrsinteressen und den Belangen der Anwohner vorgenommen hat, hält sich im Rahmen des der Exekutive zustehenden Gestaltungsspielraums. Für die Nachtkernzeit hat es - der Vorgabe des Bundesverwaltungsgerichts folgend - Starts und Landungen grundsätzlich verboten und nur eng begrenzte Ausnahmen zugelassen. Es hat das grundsätzliche Nachtflugverbot darüber hinaus auf die Zeit von 23:30 bis 24:00 Uhr und von 5:00 bis 5:30 Uhr erstreckt. Dieser Schutz der Nachtruhe macht es vertretbar, den Lärmschutz bis 23:30 Uhr und ab 5:30 Uhr weitgehend hinter den Verkehrsinteressen zurücktreten zu lassen. Auch in diesen Zeitsegmenten muss das Schutzkonzept eines Abschwellens des Fluglärms bis zum Beginn der Kernzeit und eines Anschwellens nach dessen Ende jedoch weiter durchgeführt werden; selbst die Stunde von 22:00 bis 23:00 Uhr darf nicht als bloße Verlängerung des Tagflugbetriebs angesehen werden. Die Nachtverkehrsprognose hat einen abnehmenden Trend der Flugbewegungen vom Ende des Tages zur Nachtkernzeit hin ergeben; vor diesem Hintergrund durfte das MIL von einer weitergehenden Beschränkung des Nachtflugbetriebs absehen. Sollte sich die erste Nachtstunde entgegen der Verkehrsprognose zu einer Stunde entwickeln, in der die Fluglärmbelastung in der Regel größer ist als in den Abendstunden, wären die Anwohner rechtlich nicht schutzlos, denn das MIL hat sich den nachträglichen Erlass von Auflagen zum Schutz der Bevölkerung vor Fluglärm vorbehalten.

Soweit die Klagen auf weitergehenden passiven Schallschutz und eine weitergehende Entschädigung für die Beeinträchtigung der Außenwohnbereiche gerichtet waren, haben die Beteiligten den Rechtsstreit in der mündlichen Verhandlung übereinstimmend für erledigt erklärt. Das MIL hatte sich zuvor u.a. verpflichtet, nach der erstmaligen Festlegung der Flugrouten durch das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung die bisher festgelegten Schutz- und Entschädigungsgebiete insgesamt neu auszuweisen; die Nebenbestimmungen zu den bereits festgelegten Schutz- und Entschädigungsgebieten bleiben hiervon unberührt. Damit hat das MIL entsprechende Bedenken des Gerichts ausgeräumt.

BVerwG 4 A 4000.09, 4000.10 und 4001.10 - Urteile vom 13. Oktober ….“

Presserklärung der Berliner Flughäfen -Auszüge

Zur heutigen Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts:

Weg frei für BER: Flüge in den Randzeiten letztinstanzlich bestätigt

Bundesverwaltungsgericht gibt grünes Licht und bestätigt den anwohnerfreundlichen Kompromiss der Genehmigungsbehörde / Verbesserter Schallschutz für die Anwohner des Flughafens / Lärmentlastung der Region durch Bündelung des Flugverkehrs auf dem Flughafen Berlin Brandenburg

Es ist die letzte Grundsatzentscheidung zum Bau des Flughafens Berlin Brandenburg Willy Brandt: Das Bundesverwaltungsgericht hat heute den ergänzenden Planfeststellungsbeschluss für den BER letztinstanzlich bestätigt. Im ergänzenden Planfeststellungsbeschluss vom Oktober 2009 hatte das brandenburgische Infrastrukturministerium die Anzahl der Flüge in den Randzeiten von 22 bis 24 Uhr und von 5 bis 6 Uhr geregelt.

Berlins Regierender Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender der Berliner Flughäfen, Klaus Wowereit, sagte zu dem Urteil: „Das Bundesverwaltungsgericht hat die Berliner Flughafenplanung voll bestätigt. Das Urteil schafft jetzt insbesondere Rechtssicherheit, und das ist ein halbes Jahr vor Eröffnung des Flughafens BER besonders wichtig. Damit sind die Grundlagen gelegt, dass der Willy-Brandt-Flughafen zu einem der großen Drei der Bundesrepublik Deutschland werden kann. Auf dieser Basis können wir auch unser Ziel erreichen, verstärkt Interkontinentalverbindungen ab Berlin anbieten zu können. Mit der Entscheidung ist deshalb eine der wichtigsten Voraussetzungen geschaffen, dass sich in der Metropolregion Berlin-Brandenburg auch international konkurrenzfähige Zukunftsindustrie und Technologie ansiedeln kann. Nachdem nunmehr die Rahmenbedingungen für den Betrieb des Flughafens Berlin Brandenburg Willy Brandt feststehen, lade ich alle Fluggesellschaften ein, von den hervorragenden Möglichkeiten des neuen, modernen Flughafens Gebrauch zu machen und von hier aus Verbindungen  in die ganze Welt und aus der ganzen Welt nach Berlin und Brandenburg zu schaffen.“

Der Ministerpräsident des Landes Brandenburg, Matthias Platzeck, sagte zu dem Urteil: „Dies ist ein guter Tag für Wirtschaft und Beschäftigung in unserer Region. Das Bundesverwaltungsgericht hat den Planergänzungsbeschluss bestätigt. Gleichzeitig wurden die Regelungen im Bereich des passiven Schallschutzes weiter verbessert. Damit ist die Arbeit der Planfeststellungsbehörde des Landes Brandenburg zu einem positiven Abschluss geführt worden. Dem Flughafen Berlin Brandenburg sind alle Möglichkeiten für eine positive Entwicklung eröffnet worden. Dabei bin ich sehr optimistisch, dass der Flughafen seine Potentiale nutzen und zukünftig zu den drei wichtigen Standorten in Deutschland zählen wird. Er kann helfen unsere Region noch stärker in die internationale Arbeitsteilung einzubinden und regionales Wirtschafts- und Beschäftigungswachstum zusätzlich verstärken. Dabei ist mir sehr bewusst, dass der Flughafen für die direkten Anwohner auch Erschwernisse bedeutet. Diese müssen so gering wie möglich gehalten werden. Die Planfeststellungsbehörde hat im Rahmen der  mündlichen Verhandlung vor dem Bundesverwaltungsgericht im September noch Ergänzungen vorgenommen, die besonders den direkten Anwohnern zugutekommen. Auch das wird im heute verkündeten Urteil deutlich. Die Flughafengesellschaft wird das Urteil unbürokratisch und schnell umsetzen.“

Rainer Bomba, Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium: „Der neue Flughafen Berlin Brandenburg ist eines der wichtigsten Zukunftsprojekte der Hauptstadtregion. Das letztinstanzliche Urteil des Bundesverwaltungsgerichts macht den Weg frei, Berlin, Brandenburg und Deutschland noch besser mit der Welt zu vernetzen als bisher. Gerade für die lange geteilte deutsche Hauptstadt Berlin bedeutet die Bündelung des bislang zersplitterten Luftverkehrs an einem Standort einen gewaltigen Schritt nach vorn: Neue Arbeitsplätze und weitere Firmenansiedlungen werden ab Juni 2012 Realität.“

Flughafenchef Prof. Dr. Rainer Schwarz: „Die Weichen für den Flughafen Berlin Brandenburg sind nun gestellt. Flughafengesellschaft, Fluglinien und Anwohner des Flughafens haben Planungssicherheit. Dank des heutigen Urteils können wir den Flughafen so eröffnen, wie wir ihn all die Jahre geplant und gebaut haben: als Airport, der durch mehr Langstrecken und weitere Europaverbindungen Berlin und Brandenburg wesentlich besser mit der Welt verbinden wird, als das die Altflughäfen Schönefeld und Tegel können. In erfreulicher Klarheit hat das Bundesverwaltungsgericht unsere Funktion als Hauptstadt-Airport gewürdigt. Der heutige Tag ist ein wichtiges Signal für die Airlinebranche. Vor allem unsere größten Airlines airberlin und Lufthansa haben sich im Vorfeld der Gerichtsentscheidung mit konkreten Ankündigungen zurückgehalten. Ich bin mir sicher, dass sich das nun ändern wird und wir in den nächsten Wochen Zusagen für weitere Strecken bekommen werden. Gleichzeitig gilt unser Augenmerk unseren Flughafennachbarn: Wir werden Sorge dafür tragen, dass sich die Anwohner des neuen Flughafens wie vom Gericht gefordert schnell und unbürokratisch Schutz vor Fluglärm einbauen lassen können.“

Zahlen, Daten, Fakten: So sieht die Nachtflugregelung für den Flughafen aus

Nach der letztinstanzlichen Überprüfung der Nachtflugregelung durch das Bundesverwaltungsgericht gelten verbindlich folgende Regelungen für den Flugbetrieb am Flughafen Berlin Brandenburg:

·         Reguläre Linienflüge in der Kernnachtzeit von 0 bis 5 Uhr sind ausgeschlossen – im Gegensatz zur derzeit für Schönefeld bestehenden
24-h-Genehmigung.

·         Es wird durchschnittlich 77 Flugbewegungen in den Tagesrandzeiten von 22 bis 24 Uhr und von 5 bis 6 Uhr geben.

·         Für die Zeit zwischen 5 und 6 Uhr sowie zwischen 23 und 24 Uhr sind im Schnitt höchstens 31 Flugbewegungen erlaubt. Dadurch ist schon heute klar, dass das mittel- und langfristige Wachstum des Flughafens gedeckelt ist.

·         Von 23.30 bis 24 Uhr und von 5 bis 5.30 Uhr dürfen grundsätzlich keine planmäßigen Flüge stattfinden. Diese Zeiten stehen ausschließlich für Verspätungen bzw. Verfrühungen zur Verfügung.

Hintergrund

Die Berlin-Brandenburger Luftverkehrspolitik verfolgt seit dem Konsensbeschluss von 1996 einen klaren Kurs: Schließung der innerstädtischen Flughäfen Tegel und Tempelhof sowie Ausbau des Flughafens Schönefeld zum einzigen Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt. Aus wirtschaftlichen, aber auch aus Lärmgesichtspunkten ist die Schließung der innerstädtischen Flughäfen Tegel und Tempelhof und die Bündelung des Luftverkehrs auf dem BER ein Meilenstein:

Im Jahr 2004 waren bei einem Fluggastaufkommen von 15 Millionen Passagieren tagsüber 225.800 Menschen in unserer Region von einem Dauerschallpegel von 55 dB(A) betroffen. Im Jahr 2023 werden es bei doppelt so vielen Passagieren lediglich 59.600 sein (Quelle: Landesentwicklungsplan Flughafenstandortentwicklung, 2006). Die Anwohner am Flughafen werden durch ein umfangreiches Schallschutzprogramm weitreichend geschützt.

 

Noch Gärten im Garten frei

Kleine Gärten im Lichtenrader „Interkulturellen Garten“ frei!

Berlin-Lichtenrade, Oktober 2011 Die Gartensaison neigt sich dem Ende! Auch im Lichtenrader Interkulturellen Garten in der Blohmstraße, fast am Berliner Stadtrand, färben sich Blätter und die Jahresabschlussarbeiten beginnen in der Oase. Ganz in der Nähe legen die Gänse auf den Feldern eine kleine Pause ein.
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Jetzt kann man zu der Gartengemeinschaft stoßen, da noch einige Beete zu vergeben sind! Neuankömmlinge sind herzlich willkommen!
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...hier könnte Ihr Beet sein...
Die gesamte Gartenanlage ist circa 5.000 Quadratmeter groß. Die einzelnen Beete sind 20 Quadratmeter groß. Ein kleiner monatlicher Teilnahmebeitrag wird fällig. Zur Idee der Gärten erläutert Heidi Simbritzki-Schwarz von der ufa-Fabrik: „Wir sind stolz, das dieses Projekt so gut im Bezirk angenommen wird. Familien aus verschiedenen Kulturen kommen hier her, lernen sich kennen und verstehen und haben Freude an der Gestaltung des Gartens.“
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Am Wochenende waren im Garten ganz andere fleißige Zwerge unterwegs. Mitarbeiter der Firma SAP Deutschland haben, vermittelt durch http://www.gute-tat.de, fleißig ehrenamtlich mehrere Stunden im Garten gearbeitet. Der Plan war das Gartenhäuschen winterfest zu machen und auch beim Unkraut jäten zu helfen. Wie man sehen kann, wurde dies voller Tatendrang umgesetzt. Ehrenamtliche und Gärtner wirkten an diesem Tag erfolgreich Hand in Hand. Die Garteninitiatoren, das Nachbarschafts- und Selbsthilfezentrum der ufa-Fabrik und die Bürgerinitiative „Rettet die Marienfelder Feldmark“ und alle Nutzer des Gartens bedanken sich herzlich bei den SAP-Beschäftigten und deren Familien: „Vielen Dank!“
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Jede Hand kann hier im Lichtenrader Garten gut gebraucht werden.

Im Mai 2011 wurden im Interkulturellen Generationengarten auch schon mit der rbb-Aktion „96 Stunden“ riesige Sachen bewegt. Es wurde zum Beispiel ein Brunnen gebohrt, ein langer Weg angelegt und die Hütte innen ausgebaut. Die Internetzeitung von www.lichtenrade-berlin.de berichtete und dokumentierte ausführlich über diese Aktion. Anfang Dezember wurde hier im Garten ein Erntedankfest gefeiert und erst im September 2011 hat die Bürgerinitiative der Marienfelder Feldmark für ihre ganzen Aktivitäten den bezirklichen Förderpreis von 1.000 Euro erhalten.

Wer mitmachen will, nimmt am besten vorher mit Herrn Scheffen Kontakt auf (Handy 01634146205 oder fragt in der ufaFabrik Tel/Fax 030-75503146 nach), da die Gärtner nicht immer Vorort sind.

ToM
Fotos: privat/NUSZ

 

Entführungsfall „Schnuffi“ regt Lichtenrader Tierfreunde auf!

Verzweifelt erreicht uns eine Mail einer Lichtenraderin, die für Ihre Nachbarn den Kater „Schnuffi“ sucht. Die Tierfreundin ist davon überzeugt, dass der Kater von anderen Nachbarn „entführt, verschleppt bzw. ausgesetzt“ wurde. „Schnuffi“ wird nun schon seit dem 26. August 2011 vermisst.

Die Katzen-Familie erklärt: „Diese Katze ist ein Familienmitglied, meine Tochter hat sie mit ihrem 6. Lebensjahr bekommen und ist mit ihm aufgewachsen. Die Katze ist nicht nur für meine Tochter ein ganz enger Freund, sondern für die ganze Familie. Wir vermissen ihn sehr.“
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In der Suchanzeige heißt es:

„Bitte helft uns "Schnuffi" zu finden. Schnuffi ist ein schwarzer Kater aus Lichtenrade. Er ist von eher schlanker Statur. Markiert wurde er mit einer Tätowierung im Ohr. Er ist zahm, aber (normalerweise) misstrauisch gegenüber fremden Menschen.

Zu letzt haben wir ihn am Freitag, den 26.08.2011, gesehen. Mittlerweile haben wir herausfinden können, dass er von einem/-r Nachbarn/-in gefangen wurde, mit einem Auto wegtransportiert und soll zu einem Waldrand im Süden von Berlin, Blohmstraße Ecke Egestorfstraße gebracht worden sein.

Trotzdem können wir nicht 100%ig darauf vertrauen, dass er dort ausgesetzt wurde.

Weiterhin haben wir erfahren, dass er vermutlich in der Nahariyastraße gesehen wurde, u. a. an den Müllplätzen. Bitte rufen Sie an, wenn Sie ihn gesehen haben!

Jeder Hinweis ist daher wichtig und wertvoll.

Hinweise, die zum Auffinden von unserem Kater "Schnuffi" führen, werden belohnt.

Wer hat Schnuffi gesehen?

Wer hat vielleicht einen hungrigen Kater bemerkt, der wie Schnuffi aussieht?

Wer hat in der letzten Woche einen neuen, schwarzen Kater in der Umgebung bemerkt?

Hat Schnuffi jemand aufgenommen?

In den Ohren steht die Tätowierung: rechts LK85, links 1000

Bitte sucht mit und erzählt Freunden und Bekannten davon, damit auch sie die Augen offen halten. Besonders wichtig ist vermutlich Lichtenrade und das südliche Umland von Berlin-Lichtenrade: Mahlow usw.

VIELEN DANK vorab! BELOHNUNG für SCHNUFFIs Rückkehr !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Hinweise bitte per email:

gabriele.benz@t-online.de oder wo_ist_schnuffi@yahoo.de

oder anrufen

030 577 96 823 oder 0177 50 30 333 oder 0171 21 62 161“

Auf Nachfrage erläuterte die Tierliebhaberin, dass eine benachbarte Vogelfreundin sich offensichtlich als Katzenhasserin herausgestellt hat. Anzeige wurde erhoben und die „Katzenentführerin“ soll zugegeben haben, dass sie die Katze eingefangen und ausgesetzt hat. Sie ist davon überzeugt, dass diese Katze Vögel gejagt und getötet hat und meint, dass es sich nach ihrer Auffassung um eine streunende Katze gehandelt hat. Ob es tatsächlich diese Katze war oder auch ein anderes Tier „verantwortlich“ zu machen ist, wird wohl niemals aufgeklärt werden.

Auch wenn dieser Lichtenrader Krimi nie hundertprozentig aufgeklärt werden kann, hoffen wir, dass „Schnuffi“ wieder zu seinen Eigentümern findet und dann vielleicht ein kleines „Vogelwarnglöckchen“ die gefiederten Tier warnt. Es wäre doch gelacht, wenn Lichtenrader, Vögel, Katzen und andere Tiere nicht einträchtig zusammen leben können…. ToM

 

 

Info-Büro gegen Fluglärm, Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes, Amigo-Liste bei Air-Berlin, Großdemo und mehr

Das „Info- Büro Fluglärm“ hat seinen Internetauftritt renoviert.

Es werden in einer neuen Form noch mehr Informationen, auch rund um das Thema BER „Willy Brandt“, Gesundheit etc., angeboten.

Das Info-Büro stellt Artikel ein oder verfasst selbst Inhalte, die für Mitglieder und Seitenbesucher interessant sein könnten. Auf der Internetseite wird über die neuesten Entwicklungen, auch rund um das angestrebte Nachtflugverbot, berichtet. Am 13. Oktober wird das Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes erwartet.
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In der neuesten Presseerklärung des Info-Büros vom 3. Oktober 2011 heißt es: „Air Amigo! Die Liste der „Freundlichkeiten“: Air Berlin geht es nicht gut, Managementfehler, unternehmerischer Größenwahn, schwere Einbrüche beim Betriebsergebnis, Rücktritt des Gründers aus der Geschäftsführung. Dennoch beglückt Air Berlin 100 Promis mit kostenlosen Flügen im Netz der Air Berlin und weitet das unmoralische Angebot sogar auf die gesamte Familie der Begünstigten aus – seit Jahren.“

Das Info-Büro fordert von Air Berlin, die den neuen Flughafen intensiv als Drehkreuz nutzen wollen, die Offenlegung der „Begünstigtenliste“. Die Forderung ist gerade in der jetzigen Diskussion gerechtfertigt, damit sichergestellt wird, dass Entscheidungsträger im Rahmen des neuen Flughafens nicht zu den Begünstigten gehören. Unabhängig davon dürfte es auch die Beschäftigten interessieren, die wegen der wirtschaftlichen Situation auch mit erheblichen Einschnitten rechnen müssen.

Am 23. Oktober findet um in Schönefeld erneut eine Großdemo statt (Beginn: 15 Uhr - Treffpunkt wieder Hans-Grade-Allee). Hier wird dann sicherlich auch über das aktuelle Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes gesprochen. ToM

Das Info-Büro Fluglärm e.V. findet man hier:

Bahnhofstr. 48

12305 Berlin

info@gegen-fluglaerm.de

www.gegen-fluglärm.de

Eine weitere Lichtenrader Informationsquelle rund um das Thema Flughafen in Schönefeld, Nachtflugverbot u.a. ist die Internetseite der Bürgerinitiative „Lichtenrade-Mahlow-Nord gegen Fluglärm“ e.V.: http://lichtenrade-gegen-fluglaerm.de

Foto:Thomas Moser-BerLi-Press

 

 
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Hier wird jetzt in lockerer Folge von aktuellen Lichtenrader Geschehnissen berichtet. Eine Art "AKTUELLE INTERNETZEITUNG" könnte man auch sagen...
Viel Spaß dabei!
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