Goliath hat noch nicht gewonnen!

Fazit zur Informationsveranstaltung „Rechtsstreit um die geänderten Flugrouten".

Am vergangenen Freitag fand im Gemeinschaftshaus Lichtenrade von der „Bürgerinitiative Lichtenrade/Mahlow-Nord gegen Fluglärm“ eine Informationsveranstaltung „Rechtsstreit um die geänderten Flugrouten. Hat Goliath schon gewonnen?" statt. Es ging, der Titel ist schließlich Programm, um die rechtlichen Fragen rund um die geänderten Flugroutenvorschläge der Deutschen Flugsicherung. Rechtsanwalt Dr. Mathias Hellriegel, Partner der Kanzlei Eggers Malmendier Rechtsanwälte, referierte. Hellriegel ist Fachanwalt für Verwaltungsrecht und vertritt Fluglärm-Betroffene u. a. aus Zeuthen, Lichtenrade und Mahlow-Nord.

Hellriegel erörterte zunächst im Rahmen eines Vortrages, wie es zu den Flugroutenvorschlägen kam und wer hier die politische und rechtliche Verantwortung trägt. Er erläuterte insbesondere die Auswirkungen des sogenannten Herberg-Schreibens auf den Planfeststellungsbeschluss und kam zu dem Ergebnis, dass dieser rechtswidrig sei. Anschließend erörterte Hellriegel, welche Rechtsmittel es für betroffene Bürger jetzt gibt. Für viele Teilnehmer wurden an diesem Abend fügte sich an diesem Abend das bereits vorhandene Wissen zum Thema Flugroutenfestlegung und rechtliche Möglichkeiten zu einem zusammenhängenden Gesamtbild. "Die Veranstaltung war ein voller Erfolg", resümierte auch Simon Lietzmann, Vorsitzender der Bürgerinitiative.

Ein Bericht in der Märkische Allgemeine: LINK

 http://www.lichtenrade-gegen-fluglaerm.de

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Frostige Zeiten in Lichtenrade...hier am ehemaligen Diakonissenhaus Salem...viele Plakate in Lichtenrade zeigen: "Wir (Lichtenrader) wehren uns!-Gegen Fluglärm!"

 

Eindrucksvolle BBI-Flugrouten-Demo in Schönefeld: 15.000 Teilnehmer

Trommeln gegen Flugrouten!

Schönefeld, 23. Januar 2011 Rund 15.000 Demonstranten kamen zur Großkundgebung „Für die alten Flugrouten! Gegen den Flugroutenbetrug“ zum Flughafen Schönefeld. Aufgerufen hat das Bündnis der Bürgerinitiativen Berlin-Brandenburg gegen neue Flugrouten. An diesem Standort entsteht der neue Flughafen BBI und soll Mitte 2012 in Betrieb genommen werden.

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Vor der Abfahrt der Sonderbusse in Lichtenrade
Der massive Bürgerprotest richtet sich gegen die veränderten, abknickenden Flugrouten, die die Deutsche Flugsicherung (DFS) im September 2010 ins Gespräch gebracht hat. Bereits am Mittag startete der Protestlauf des Bürgervereins Brandenburg-Berlin (BVBB), der sich für einen Baustopp in Schönefeld stark macht. Die Demonstranten dieses beachtlichen Demonstrationszuges schlossen sich im Anschluss der Großkundgebung an. Mit vielen gecharterten BVG-Bussen kamen auch tausende von Lichtenrader Protestlern, die sich sonst zur regelmäßigen Montagsdemonstration treffen, zum Flughafen kurz vor den Toren von Berlin. Die Samba-Gruppe Terra Brasilis aus der ufa-Fabrik trommelte die Kundgebungsteilnehmer in die richtige Stimmung und sorgte für Erwärmung der durchgefrorenen Füße.
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Trommeln gegen Fluglärm: Terra Brasilis von der ufaFabrik
Eröffnet wurde gegen 14 Uhr die Veranstaltung vom Versammlungsleiter Matthias Schubert und vom Schönefelder Moderator R. Block. Die Bürgerinnen und Bürger aus Schönefeld, Kleinmachnow, Lichtenrade, Mahlow-Nord, Neukölln, Potsdam, Rangsdorf, Nikolassee, Treptow-Köpenick, Stahnsdorf, Teltow, Wannsee, Kladow und Zeuthen sorgten für eine eindrucksvolle Kulisse auf dem Gelände zwischen bbi-Airportworld und Flughafengebäude. Mit der Demonstration sollte den Hauptforderungen Nachdruck verliehen werden: 1.)Strenges Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr, 2.)keinen Überflug von Wohngebieten, die nach dem Planfeststellungsbeschluss nicht damit rechnen mussten.
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Hier wird das Vertrauen zu Grabe getragen...
Die Grußworte sprach als Schirmherrin der veranstaltenden Bürgerinitiativen Dr. Sabine Bergmann-Pohl (erste freigewählte DDR-Volkskammer-Präsidentin und jetzige Präsidentin des DRK-Berlin) und betonte, dass mit der Teilnahme an der Demonstration „ein Zeichen gesetzt werden soll.“ Bergmann-Pohl sprach sich gegen kalte Willkür aus und forderte verlässliches politisches Handeln. Als Ärztin betont sie, dass Fluglärm krank macht: „Das ist medizinisch erwiesen und wer das in Abrede stellt, ist zynisch und verantwortungslos!“ Bergmann-Pohl erläuterte, dass die Bewilligung des BBI auf bewusst falsche Angaben der Flughafenbetreiber, auf bewusste Täuschung der Bürger und auf absichtlich zurückgehaltene Information beruhte: „Verlässlichkeit muss in einer Demokratie oberste Priorität haben!“
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Moderator Block und Dr. Sabine Bergmann-Pohl
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Der Pressesprecher vom Bündnis Markus Peichl (BI Weltkulturerbe Potsdam) bedankte sich bei den verantwortlichen Demonstrationsorganisatoren und den Demonstrationsteilnehmern: „15.000 Teilnehmer sind ein klares Zeichen, 15.000 Teilnehmer sind ein mehr als deutliches Signal, 15.000 Teilnehmer stehen hier für eine Botschaft, die Niemand überhören und ignorieren kann!“
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Peichl betonte, dass der Protest nicht eingestellt wird, bevor man nicht 100%ig sicher ist, dass über den Köpfen keine Flugzeuge donnern werden. Peichl brachte die Verbindung zum Namen des Großflughafens „Willy Brandt“: „Hier unten wächst gerade zusammen, was zusammen gehört: Der Protest von Ost und West, der Protest von Berliner und Brandenburgern.“ Markus Peichl betonte, dass Willy Brandt sicher nicht gewollt hätte, dass dieser Flughafen auf den Fundamenten von Täuschung, Trickserei und Willkür errichtet wird. Peichl begrüßte auch die Vertreter des BVBB, die für einen Baustopp des Flughafen demonstrieren. Dem Vorsitzenden des BVBB Ferdi Breidbach streckte Markus Peichl die Hand entgegen: „Ich habe, bei allen Differenzen, großen Respekt vor Ihren jahrelangen unermüdlichen Protesten gegen den BBI. Natürlich hatten sie und haben sie mit vielem Recht, was sie gegen den BBI einwenden. Außer ihnen haben es die Bürger in Berlin und Brandenburg, auch wir, nicht rechtzeitig erkannt und sind ihnen nicht zur Seite gestanden. Wir können daher ihre Wut und den Zorn verstehen!“
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Markus Peichl führte weiter aus, dass, nach eigenen Aussagen der DFS, aus technischen Gründen die Lärmbemessungsmethode für die Landungen noch nicht geeignet ist.
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Für die Fotografen: Einmal die Plakate nach unten!
Der BI-Vorsitzende aus Lichtenrade Simon Lietzmann wandte sich an die Demonstrationsteilnehmer: „Durch den Betrug an uns und durch das unerträgliche Zögern der Verantwortlichen, ist aus der Flugroutendebatte schon längst ein Flughafenskandal geworden!“ Auch forderte Lietzmann, dass die Betroffenen vom Fluglärm „endlich anständig entschädigt werden.“ Weiter mahnte Lietzmann ein verbindliches Nachtflugverbot und die Rückkehr zu den jahrelangen versprochenen Abflugrouten an: „Anders werden sie unseren Protest nicht aufhalten können!“ Als weitere Rednerin trat vom Bündnis die „Mutter der Anti-Flugrouten-Initiativen“ Dr. Marela Bone-Winkel, auf, die auch schon in Lichtenrade bei der Montagsdemonstration gesprochen hatte: „Wir allen sind betrogen worden! Seit 20 Wochen protestieren wir und noch immer ist alles offen!“ Auch mit Blick auf anstehende Wahlen appellierte Bone-Winkel an die Landeschefs Platzeck und Wowereit: „ Irren sie sich nicht. Menschen, deren Lebensqualität aufgrund falscher Auskünfte offizieller Stellen zunichte gemacht wurde, werden nicht so bald aufgeben! Wir sind viele, wir halten zusammen und haben einen langen Atem!“
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Simon Lietzmann am Pult und Dr. Marela Bone-Winkel (rechts)
Aus einer der Hochburgen des Protestes kam Hauptredner Martin Henkel, ein Vertreter der BI Zeuthen gegen Fluglärm: „Schönefeld war von allen Standorten der am wenigsten geeignete!“ Henkel betont, dass kein internationales Drehkreuz genehmigt wurde.
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Martin Henkel aus Zeuthen
Im Bundesverwaltungsgerichtsurteil von 2006 ist man von einem mittelgroßen Verkehrsflughafen ausgegangen. Auch wurde der BBI für den Bedarf der Berliner und Brandenburger genehmigt und nicht als internationales Drehkreuz für die Fluggesellschaften. Henkel betont, dass der Bedarf auf Grundlage gerader Abflugrouten berechnet wurde. Bundesverkehrsminister Ramsauer fordert Henkel auf: „Wir nehmen sie beim Wort und werden sie an ihren Taten messen!“ Weiter fordert Martin Henkel, dass Profit nicht wichtiger als die Gesundheit von Menschen sein darf. Stellvertretend richtet Henkel seine Worte an Air-Berlin-Chef Joachim Hunold: „Air-Berlin ist nicht irgendein Name, sondern ist auch Verpflichtung! Den Willen ein internationales Drehkreuz zu errichten, darf nicht alles andere rücksichtslos untergeordnet werden“. r
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Bandenburgs Staatssekretär Bretschneider zitiert Henkel: „Es gebe kein Recht auf lebenslanges Eigentum. Ist das wirklich ihre Meinung? Meinen Sie das wirklich ernst?“ Versöhnlich hofft Henkel, dass man mit Bretschneider vielleicht doch Freund werden kann. Bei der letzten Fluglärmkommission haben die jüngsten Äußerungen für Freude gesorgt. Hier wurde auch von Bretschneider das sogenannte Münchner Modell mit den geraden Abflugrouten begrüßt. Henkel zitiert den Brandenburger Staatssekretär: „Was in München möglich ist, kann eigentlich für den BBI nicht verboten sein.“ Immer wieder richtet Martin Henkel seine Worte an die verantwortlichen Politiker. Nachtflugverbot und angemessene Entschädigungen gehören zu den Forderungen der Bürgerinitiativen. „Damit BBI nicht für Betrogen, Belogen und Ignoriert steht, fordern wir die Flughafenbetreiber und Politiker jetzt auf: Kehren Sie zurück zu den alten Flugrouten und keine Nachtflüge. Stellen sie den Vertrauensschutz wieder her! Der Protest geht weiter! Schulter an Schulter-Berlin und Brandenburg!“
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Den aufgebrachten Bürgern ist es anzusehen, dass man ihnen hier in Schönefeld aus dem Herzen sprach. Hier will keiner so schnell aufgeben! Eine engagierte Lichtenrader Demonstrantin auf dem Weg zu den Sonderbussen in Richtung Heimat: „Ob Sonntags oder Montags, wir protestieren weiter gegen diese unmenschlichen Flugrouten!“
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Der Cellist Jan Schade spielte zum Abschluss das „Cellodrom Schönefeld“, indem auf musikalische Weise die Fluglärmbelastungen veranschaulicht wurde.

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Thomas Moser (auch Fotos) –Berli-Press (www.berli-press.de) für www.lichtenrade-berlin.de

P.S. Super Organisation (Veranstaltung und Anreise)! Vielen Dank an alle Organisatoren!!!

 

Klarstellung und Info der Bürgerinitiative „Lichtenrade/Mahlow-Nord gegen Fluglärm“

Der Vorstand der der Bürgerinitiative „Lichtenrade/Mahlow-Nord gegen Fluglärm“ stellt klar:

Die heutige dpa-Meldung "Bürgerinitiative fordert Baustopp für Schönefeld" ist falsch.

Hierzu stellen wir Folgendes klar: Die "Bürgerinitiative Lichtenrade/ Mahlow-Nord gegen Fluglärm" hat zu keinem Zeitpunkt einen Baustopp für den Großflughafen Berlin-Brandenburg gefordert. "Wir wissen, dass es eine Minderheit gibt, die am liebsten sofort díe Baustelle in Schönefeld schließen würde. Das ist aber keine Forderung unserer Bürgerinitiative Lichtenrade/ Mahlow-Nord", erklärt Simon Lietzmann, Vorsitzender der Bürgerinitiative Lichtenrade/ Mahlow-Nord gegen Fluglärm. Anderslautende Meldungen sind falsch.

Es bleibt weiterhin bei den Kernforderungen unserer Bürgerinitiative:

1. Rückkehr zu den seit Jahren bekannten Flugrouten

2. Erst die Menschen, dann die Wirtschaft: Der Lärmschutz der Bürgerinnen und Bürger ist wichtiger als das Wirtschafsinteresse der Flughafenbetreiber und der Fluggesellschaften

3. Nachflugverbot zwischen 22 Uhr und 6 Uhr.

Das in der dpa-Meldung (siehe unten) zitierte "Büro der Initiative" ist keine Einrichtung der Bürgerinitiative Lichtenrade/ Mahlow-Nord. "Das Büro wurde von Privatpersonen gegründet, die nicht im Namen unserer Bürgerinitiative sprechen", so Lietzmann weiter. 

Ergebnisse der Fluglärmkommission nach BI-Informationen:

Zum Ergebnis der Tagung der Fluglärmkommission am 17.01.2011 gab es unterschiedliche, zum Teil sich widerstreitende Presseberichte und Äußerungen. Daher möchte ich nach gründlicher Recherche und Auswertung zuverlässiger Quellen einen Versuch unternehmen, Licht ins Dunkel zu bringen.

Als Ergebnis der Tagung der FLK lässt sich Folgendes festhalten:

  1. Es wurde deutlich, dass die Verantwortlichen des künftigen BBI auf einem unabhängigen parallelen Betrieb beider Start- und Landebahnen beharren – zumindest für die so genannten Spitzenzeiten.
  2. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) stellte klar, dass für die Gewährleistung eines solchen unabhängigen und parallelen Betriebs eine Divergenz parallel startender Flugzeuge von mindestens 15 Grad erforderlich sei. Also komme hierfür ein auf beiden Startbahnen gerader Abflug in Richtung Westen nicht in Frage.
  3. Es wurde ferner festgestellt, dass diese Divergenz grundsätzlich durch drei Varianten hergestellt werden kann: Entweder führt die südliche Abflugroute geradeaus und die nördliche „knickt ab“ oder beide Abflugrouten knicken ab oder die nördliche Abflugroute führt geradeaus und die südliche knickt ab.
  4. Dementsprechend hat die DFS nun von der FLK den Auftrag erhalten, zu prüfen, welche Lärmbetroffenheiten bei einem geraden Verlauf der Abflugrouten, bei einem „Abknicken“ von 7,5 Grad oder bei einem „Abknicken“ von 15 Grad entstünden. Die DFS wird dies nach eigenen Angaben bis Februar für beide Startbahnen einzeln prüfen und ihre Ergebnisse dann bekannt geben. Diese Beauftragung der DFS stellt den einzigen Beschluss der FLK am 17.01.2011 dar.
  5. Die DFS hat ferner die bereits im letzten Jahr in der FLK eingegangenen Anträge zu verschiedenen Abflugvarianten geprüft und am 17.01.2011 mündlich der FLK jeweils eine erste Einschätzung gegeben. Diese Einschätzungen sollen verschriftlicht und in den kommenden Tagen den Mitgliedern der FLK zugesandt werden. Entscheidungen oder Beschlüsse sind - entgegen irreführender Behauptungen in unserer Googlegroup - zu den verschiedenen Anträgen am 17.01.2011 nicht getroffen worden.

Für uns in Lichtenrade und Mahlow-Nord bedeutet das:

  1. Es ist weiterhin nichts entschieden.
  2. Es wurde - entgegen mancher Behauptungen in unserer Googlegroup - an keiner Stelle gesagt oder gar festgelegt, das die nördliche Abflugroute „abknicken“ müsse oder dass ihr gerader Verlauf - wie wir ihn fordern - nicht möglich sei.
  3. Der Antrag von Schöneberg-Tempelhof, der einen geraden Abflug von der nördlichen und einen „abgeknickten“ Verlauf von der südlichen Startbahn vorsieht, wurde von der DFS als praktikabel anerkannt.
  4. Mit großer Besorgnis musste der Vorstand unserer Bürgerinitiative feststellen, dass seit dem 17.01.2011 in unserer Googlegroup falsche oder verfälschte Zitate verwandt wurden, die angeblich belegen sollten, dass als Ergebnis des 17.01.2011 eine Abflugroute über Lichtenrade und Mahlow-Nord unvermeidlich sei. Dies ist falsch und für die Arbeit unserer Bürgerinitiative und für das Erreichen unserer Ziele irreführend und schädlich.
  5. Eine aus diesen falschen Zitaten hergeleitete angebliche Notwendigkeit, nun den Baustopp des BBI fordern zu müssen, ist nach Ansicht des Vorstands nicht gegeben: Einen Baustopp wird man nicht erreichen können, indem man ihn als Bürgerinitiative fordert. Denn es gibt hierfür weder eine Mehrheit in der Bevölkerung, noch irgendeine Partei, die sich zu einer solchen Forderung bekennen würde, noch in den Medien Verständnis, noch in unserem Bündnis mit den anderen Bürgerinitiativen Unterstützung. Wir hätten die gesamte Politik, alle Parteien, die gesamte Presse, die Wirtschaft, die Bevölkerung und die anderen Bürgerinitiativen – bis auf den BVBB – gegen uns. Der einzige denkbare Weg, den Baustopp herbeizuführen, ist der rechtliche Weg; wenngleich auch hier die Chancen äußerst gering zu sein scheinen. Allen erdenklichen rechtlichen Wegen geht unsere Bürgerinitiative nach (hierzu Genaueres auf unserer Veranstaltung am 28.01.2011 im Gemeinschaftshaus). Eine Forderung des Baustopps allerdings ist nicht nur aussichtslos, sondern auch kontraproduktiv, weil wir uns unnötig den Kontakt zur Politik, zur Presse, zur Bevölkerung und zu unseren befreundeten Bürgerinitiativen versperren würden. Wir wollen uns alle Möglichkeiten offen lassen!

Simon Lietzmann (Vorsitzender der Bürgerinitiative „Lichtenrade/Mahlow-Nord gegen Fluglärm“)

 

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Gegen-Fluglärm-Demos in Lichtenrade gehen weiter!

Berlin-Lichtenrade, 17. Januar 2011 „Wir sind wieder da!“ Unter diesem Motto rief die Bürgerinitiative „Lichtenrade/Mahlow-Nord gegen Fluglärm e.V.“ zur 11. Montagsdemo, gegen die von der Deutschen Flugsicherung (DFS) vorgeschlagenen Flugrouten, auf. Ein gelungener Jahresauftakt, denn nach der kleinen Pause zum Jahreswechsel kamen wieder rund 2.500 Demonstranten nach Lichtenrade. Die milde Witterung hat es mit den wütenden Lichtenradern gut gemeint.

Die Bürgerinitiative teilt in der neuesten Bürgerinformation mit, dass nach den neuesten Berechnungen etwa alle drei Minuten am südlichen Lichtenrader Stadtrand und in Mahlow-Nord ein Lärmpegel von 82 Dezibel erreicht wird. An der Buckower Chaussee wird ein Lärmpegel von bis zu 67 Dezibel zu erwarten sein. Auch wird mitgeteilt, dass schon heute, trotz Nachtflugverbotes, 117 Flüge in der Nacht genehmigt wurden.
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Diesmal stimmte die WCS Jazz Band der Leo-Kestenberg-Musikschule, unter Leitung von Lutz Fußnagel, die Demonstranten musikalisch ein. BI Mitglied Rainer Anders begrüßte die musikalischen Unterstützer.
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„Dieses Jahr wird für uns entscheidend sein!“ leitete der BI-Vorsitzende Simon Lietzmann seinen Redebeitrag ein. Vermutlich werden 2011 die Flugrouten festgelegt werden. Daher fordert Lietzmann die Demonstrationsteilnehmer auf, gerade in diesem Jahr Stärke zu beweisen: „Wir müssen und werden so lange weiterkämpfen, bis unsere Forderungen erfüllt sind.“
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Neben den geraden Abflugrouten fordert die BI ein striktes Nachtflugverbot zwischen 22 Uhr und 6 Uhr. Vor einzelnen positiven Hoffnungsäußerungen warnt Lietzmann: „Eben solche Meldungen sind eine Bewährungsprobe für uns. Wir werden uns nicht beruhigen lassen und wir werden uns nicht spalten lassen. Wir werden gemeinsam weiterkämpfen, bis unsere Forderungen tatsächlich, nachhaltig und verlässlich erfüllt sind!“ Ansonsten werden, nach Lietzmann, die Baustopp-Forderungen die Überhand gewinnen: „Der Vertrauensverlust ist enorm! Wir wurden bewusst von der Politik in die Irre geführt und getäuscht. Vertrauensverlust ist eher noch ein zahmer Ausdruck dafür, was wir wirklich denken und fühlen…Schönefeld ist kein Standort für ein Drehkreuz!“
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Als Gastredner war Thomas Hungs, der Schulleiter des Ulrich-von-Hutten-Gymnasiums, eingeladen.
Hungs machte auf die zu erwartenden Belastungen für die rund 1.500 Schüler an dem Standort südlich der Bahnhofstraße aufmerksam. „Dies gilt es zu verhindern!“ Auch verwies der Schulleiter auf die Belastungen, die mit der Dresdner Bahn zu erwarten sind.
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Am heutigen Tag hat sich auch wieder die Fluglärmkommission in Schönefeld getroffen. Die umstrittene abgeknickte Flugroutenempfehlung ist noch nicht vom Tisch. Die DFS hat bislang 14 Empfehlungen geprüft. Offensichtlich sind auch Flugrouten möglich, die Lichtenrade wesentlich weniger belasten werden. Eine Vorentscheidung ist noch nicht gefallen und es sind weiterhin zahlreiche Varianten im Gespräch. Am 14. Februar, in der nächsten Sitzung, will die DFS ein neues Lärmgutachten für alle drei Startvarianten vorlegen: Geradeaus, mit abknickenden Routen von 7,5 und 15 Prozent. Daraus könne man entnehmen, welche Regionen wie stark vom Lärm betroffen sind. Offenbar gibt es nach Aussagen der DFS noch einigen Spielraum. DFS-Berlin-Chef Niebergall hofft, im Mai oder Juni, ein halbes Jahr früher als bislang erwartet, einen „finalen Entwurf“ vorlegen zu können. Es wurde jedoch kein Hehl daraus gemacht, dass an den unabhängigen Parallelstarts weiterhin festgehalten wird.
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Weitere Infos:

·         Am kommenden Sonntag (23. Januar 2011, 14 Uhr) haben viele Bürgerinitiativen zu einer Großkundgebung am Flughafen Schönefeld aufgerufen. Hier will man eindrucksvoll gemeinsam für die alten Flugrouten demonstrieren. Es werden über 20.000 Teilnehmer erwartet. Ein Bustransfer von Lichtenrade hat die Bürgerinitiative organisiert. Die Fahrkarten sind vorher in einigen Lichtenrader Geschäften zu erwerben ( z.B. Schreibwaren-Lessak, Elektronik-Kiebgis).

·         Die Bürgerinitiative „Lichtenrade/Mahlow-Nord gegen Fluglärm e.V.“, ein Verein in Gründung, hat seinen Internetauftritt modernisiert: http://www.lichtenrade-gegen-fluglaerm.de . In dieser ansprechenden Internetseite können die vielfältigsten Informationen nachgelesen werden. Auch findet man den sogenannten „Fluglärm-Terrometer“, wo man die erwartete Fluglärmbelastung in Lichtenrade nachvollziehen kann. Auch kann hier das Spendenkonto nachgelesen werden. Die BI bittet auch um finanzielle Unterstützung für die vielfältigen Aktivitäten. Auch hat die BI einen neuen Arbeitskreis „Nachflugverbot“ initiiert.

·         Am 28. Januar 2011 um 19 Uhr wird zu einer Informationsveranstaltung „Klageaussichten“ ins Gemeinschaftshaus Lichtenrade geladen. Der Rechtsanwalt Dr. Mathias Hellriegel, von der „Kanzlei Eggers Malmendier Rechtsanwälte“, informiert über rechtliche Fragen zur Flugroutenplanung des Flughafens BBI und über die damit im Zusammenhang stehenden Anträge und Klagen.

·         Wann Bezirksbürgermeister Ekkehard Band (SPD) über den Verlauf der Sitzung der Fluglärmkommission berichtet, wurde noch nicht erwähnt.

·         Das kürzlich eröffnete Info Büro in der Bahnhofstraße gehört nicht zur Bürgerinitiative. In der Bahnhofstraße 48 wurde ein Info-Büro gegen Fluglärm eröffnet. Wie die BI betont, hat dieses Büro nichts mit der Bürgerinitiative zu tun, auch wenn hier einige Betreiber Mitglieder in der Lichtenrader Bürgerinitiative sind. Dieses Büro fordert den Baustopp des BBI. Nähere Informationen kann man auf der Internetseite http://www.gegen-fluglärm.de nachlesen. Die BI betont, dass Spendenaufrufe dieses Büros nicht mit der BI abgestimmt sind und somit nicht der BI für ihre Aktivitäten zugute kommt.

·         Die nächste Montagsdemonstration in Lichtenrade findet am 7. Februar statt! Angekündigter Redner ist der CDU-Spitzenkandidat für die Abgeordnetenhauswahl Frank Henkel.

Thomas Moser (auch Fotos)–BerLi-Press (www.berli-press.de) für www.lichtenrade-berlin.de

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Don Kosaken erstürmen Dorfkirche Lichtenrade

Berlin-Lichtenrade, 15. Januar 2011 Zum Jahresbeginn war die Dorfkirche in Lichtenrade bis zum letzten Platz gefüllt. In die noch weihnachtlich geschmückte Kirche haben die MAXIM KOWALEW DON KOSAKEN zum festlichen Konzert geladen.
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Bild: promo MAXIM KOWALEW DON KOSAKEN
Der Männerchor, der in einer siebenköpfigen Besetzung auftrat, brachte russisch-orthodoxe Kirchengesänge, Balladen und Volkswaisen zu Gehör. Die Zuschauer ließen sich schnell vom sonoren a cappella Gesang verzaubern. Die schlichte Lichtenrader Dorfkirche war ein passender Rahmen für dieses Konzert. Im ersten Programmteil dominierten die ruhigen und getragenen Stücke. Lobpreisungen und klingende Gebete erfüllten das Kirchenschiff. Der Chorgesang wechselte sich immer wieder mit den Soli ab, die Bässe sprechen die Seele an und die hohen Tenortöne bringen das Trommelfell wohlig zum schwingen. Die Lieder sind getragen und traurig. Sie werden im Laufe des Programmes immer stimmungsvoller. Hierzu trägt dann auch das Akkordeon bei, dass als einziges Instrument bei einigen Liedern die wunderbaren Stimmen der MAXIM KOWALEW DON KOSAKEN begleitet.

In allen dargebotenen Klostergesängen und Volkswaisen ist die russische Seele zu spüren. Bei den Ansagen zu einigen Liedern geht ein regelrechtes Raunen durch die Kirchenreihen. Daher dürfen im Konzertprogramm nicht Wunschtitel wie „Abendglocken“, „Stenka Rasin“, "Suliko" und „ Marusja“ fehlen. Bei einigen Liedern wird dann auch kräftig mitgeklatscht und man sieht, dass viele Beine im Takt der Musik mitwippen. Besonders die Kosakenmärsche haben es dem Publikum angetan. Das russische Liedgefühl spricht die deutschen Zuhörer immer wieder an. Besonders faszinierend ist bei einigen Liedern die stete Steigerung des Tempos und die Wechsel bei der Lautstärke. So darf auch in Lichtenrade zum Abschluss des Konzertes „Kalinka“ nicht fehlen.

Danke – Spasibo an die MAXIM KOWALEW DON KOSAKEN für ein wunderbares Konzert!

Thomas Moser –Berli-Press (www.berli-press.de) für www.lichtenrade-berlin.de

http://www.kosaken.de

 

Sternsinger bei Angela Merkel im Kanzleramt: Kinder zeigen Stärke

Kanzlerin startet mit königlichem Segen

Bundeskanzlerin Angela Merkel empfing 108 Sternsinger aus ganz Deutschland

Regierungsstart mit Gloria und königlichem Segen: Bei ihrem ersten Termin des Jahres hat Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwochvormittag 108 Sternsinger aus ganz Deutschland empfangen. Jeweils vier Sternsinger aus allen 27 deutschen Diözesen vertraten in Berlin die 500.000 Mädchen und Jungen, die sich rund um das Dreikönigsfest bundesweit an der 53. Aktion Dreikönigssingen beteiligen. Aus Erkelenz im Westen, aus Görlitz im Osten, aus Berchtesgaden im Süden und aus Kiel im Norden - aus allen Himmelsrichtungen waren die Sternsingerdelegationen in die Bundeshauptstadt gereist.
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Foto: Ralf Adloff

Die Sternsinger Theresa Dercks (10), Maike Rösler (13), Tobias Voelz (15) und Hendrik Dolata (9) aus der Pfarrei Salvator in Berlin-Lichtenrade zeigten der Bundeskanzlerin, was für sie das diesjährige Motto „Kinder zeigen Stärke" bedeutet.

Der Segensspruch der Sternsinger im Bundeskanzleramt

In diesen Tagen kann man sehn,

wie Kinder durch die Straßen gehn

in bunten, schmückenden Gewändern

wie Könige aus fernen Ländern.

 

Sie wollen Gottes Segen bringen,

und beten wollen sie und singen.

Jedoch nicht jeder sieht sie gern

– die Kinder mit dem hellen Stern.

 

So fordern manchmal gute Werke

schon von uns Kindern Kraft und Stärke

und dann und wann ein bisschen Mut.

Darum tut es besonders gut,

dass wir hier gern gesehen sind.

Drum segnen wir jetzt auch geschwind.

 

Gott sei bei euch auf euren Wegen.

Er schenke seinen reichen Segen

auch diesem Haus bei Tag und Nacht.

So wie der Kreis hier angebracht,

soll Gottes Schutz euch hier bewahren

vor Not und jederlei Gefahren.

 

Er sei bei euch, ob fern, ob nah.

Er sei ganz einfach immer da.

So segnen euch für dieses Jahr

Kaspar, Melchior, Balthasar!

 

Christus mansionem benedicat

Christus segne dieses Haus

auch in diesem Jahr 2011

20*C+M+B+11

http://www.sternsinger.org/
 

23.1.: Aufruf zur Großkundgebung in Schönefeld - für die alten Flugrouten

Ehrensache für die Lichtenrader...Wir fahren zusammen nach Schönefeld!

Der Aufruf der Bürgerinitiative:

Großkundgebung

FÜR DIE ALTEN FLUGROUTEN

VOR DEM FLUGHAFEN SCHÖNEFELD

Sonntag, 23.01.2011, 14 Uhr

Für ein absolutes Nachtflugverbot!

Schluss mit Täuschung & Betrug!

Bustransfer ab S-Bhf. Lichtenrade

Fahrkarten:

Schreiben und Basteln' Lessak, Bahnhofstr. 54

Arztpraxis Müller-Brodel, Prinzessinnenstr. 29

Unterhaltungselektronik Kiebgis, Bahnhofstr. 18

Bündnis Berlin-Brandenburg gegen die neuen BBI-Flugrouten –

www.lichtenrade-gegen-fluglärm.de

 V.i.S.d.P.: Simon Lietzmann, BI Lichtenrade, Chemnitzer Str. 198-200, 12621 Berlin

Und am 17.1. ist der
Montagsdemo-Jahresauftakt 2011 in Lichtenrade
Redner: Thomas Hungs, Schulleiter des Ulrich-von-Hutten-Gymnasiums
Musik: ab 17:45 Uhr spielt die "WCS Jazz Band der Leo-Kestenberg-Musikschule unter der Leitung von Lutz Fußangel"

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Neue Internetseite gegen Fluglärm

Zum Jahreswechsel präsentiert die "Bürgerinitiative "Lichtenrade/Mahlow-Nord gegen Fluglärm" eine neue Internetseite: http://lichtenrade-gegen-fluglaerm.de/index.php .

Einen technischen  Hinweis gibt die BI: Es wird noch ein wenig dauern, bis auch das neue Portal unter dem gewohnten Namen "www.fluglaerm-lichtenrade.de" direkt erreichbar sein wird. Momentan gelangen Sie über "lichtenrade-gegen-fluglaerm.de" sofort auf diese neuen Seiten.

Am 17.1. geht es mit den Montagsdemonstrationen weiter...und am 23.1. treffen wir uns alle zum demonstrieren in Schönefeld (weitere Infos folgen). Wir wünschen allen Lichtenradern viel Erfolg bei den Bemühungen gegen Fluglärm!

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Hier wird jetzt in lockerer Folge von aktuellen Lichtenrader Geschehnissen berichtet. Eine Art "AKTUELLE INTERNETZEITUNG" könnte man auch sagen...
Viel Spaß dabei!
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