Ramsauer und Platzeck wollen Verlässlichkeit bei Flugrouten

Neue Infos rund um Fluglärm über Lichtenrade – Neue Flugrouten waren „Mist“

„Raumsauer will alte Flugrouten für BBI“ berichtet die Berliner Zeitung am 29. Oktober 2010 auf der Titelseite. Weiter heißt es in der Berliner Zeitung „Verkehrsminister hält Parallelstarts für überflüssig“. Verkehrsminister Peter Raumsauer (CSU) erklärt nach den Berichten: „Die Bürger müssen sich darauf verlassen können, was ihnen Politik und Verwaltung zehn Jahre lang gesagt haben.“ Weiter erklärt er: „Meine Erwartung an alle betroffenen Gremien ist, dass die Routen, die im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens vorgelegen haben, die Basis aller weiteren Arbeiten bleiben müssen.“ Demnach unterstützt Ramsauer eindeutig die Forderung der Lichtenrader Bürger, dass es bei den geraden Abflügen, zumindest auf der Nordbahn, bleiben soll. Er erklärt, dass der Parallelbetrieb auf beiden Flugbahnen, die gewisse abknickende Routen erfordern, nur in extremen Spitzensituationen erforderlich sein kann. Ehe diese Situation eintritt, dürfte es, nach Einschätzung des Ministers, „sehr, sehr lange“ dauern…“Wenn es überhaupt eintritt.“ Weiter fordert der Minister von der Flugsicherung (DFS), dass diese erstmal ihre Hausaufgaben machen soll. Der Tagesspiegel berichtete über die Äußerungen des Verkehrsministers schon in der gestrigen Ausgabe (Link siehe unten).

Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) begrüßte zugleich die Forderung von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, es müsse bei den Flugrouten zur ursprünglichen Planung zurückgehrt werden. Eine Verbesserung der Flugroutenvorschläge könne jedoch nur gelingen, wenn die Diskussion versachlicht werde. Zudem müsse die Deutsche Flugsicherung (DFS) Karten vorlegen, die die Betroffenheiten mit Lärmgrenzwerten und Flughöhen nachvollziehbar darstellten.

Die Berliner Zeitung hat am 28.10.2010  ein Interview mit Hans Niebergall, Leiter der DFS (Deutsche Flugsicherung)-Niederlassung Berlin, unter der Überschrift „Ich habe die delikate Aufgabe, Fluglärm zu verteilen“ veröffentlicht. Auszug in Bezug auf Lichtenrade:

In Lichtenrade wird die Lage aber anders aussehen. Schlechter.

In der Tat. Darum wird dieser Stadtteil über das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg auch künftig in der von 17 auf 34 Mitglieder erweiterten Fluglärmkommission vertreten sein – meines Erachtens völlig zu Recht. Zum einen wird Lichtenrade betroffen, wenn die Startroute von der nördlichen Bahn wie von uns vorgesehen zwischen Blankenfelde und der Stadtgrenze verlaufen wird. Auf diesem Abschnitt werden die Flugzeuge relativ niedrig sein, das wird man im benachbarten Lichtenrade hören können. Zum anderen können Gegenanflüge Lichtenrade streifen. Wenn ein Flieger aus dem Osten in Schönefeld in Ostrichtung landen muss, muss er zuvor nördlich oder südlich um den Flughafen herumgeleitet werden. Die nördliche Route würde über Lichtenrade hinwegführen.

Die DFS versucht, die Diskussion zu beruhigen, indem sie sagt, dass es noch Spielraum gebe, Flugrouten zu ändern. Wo und in welchem Maße?

Nach unserem Konzept knickt die Startroute, die auf der nördlichen Bahn beginnt und nach Westen führt, hinter dem Flughafen um 30 Grad nach Norden ab. Natürlich gäbe es die Möglichkeit, diese Route geradlinig zu führen, in diesem Fall würde Lichtenrade durch Abflüge nicht belastet. Doch dann würde Blankenfelde überflogen und massiv mit Fluglärm belastet. (Das Interview wurde durchgeführt von Peter Neumann und Jürgen Schwenkenbecher).
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Quelle: Deutsche Flugsicherung
Am 29.10.2010  berichtet der rbb von einer Aussage des Berliner Senats, dass sich jetzt alle Eigentümer des bbi (Senat, Brandenburg und Berlin) einig sind und der jüngste Vorschlag der Flugsicherung „Mist“ gewesen sei.

Die Bürgerinitiative „Lichtenrade/Mahlow-Nord gegen Fluglärm“ ruft die Bürger erneut auf, wieder an den nächsten 2 Montagen zur Demonstration auf die Lichtenrader Bahnhofstraße zu kommen. Es scheint wichtig zu sein, dass die Bürger auch jetzt noch „am Ball bleiben“ und ihre Sorgen öffentlich machen!

Thomas Moser –BerLi-Press (www.berli-press.de) für www.lichtenrade-berlin.de

Link zum Tagesspiegelartikel: http://www.tagesspiegel.de/berlin/verkehr/ramsauer-lehnt-neue-flugrouten-ab/1969160.html;jsessionid=0F91EBF9FA8ABFA14D34E77B0D559E3C

In der TAZ wurde der große Fluglärmtest „Mit eigenen Ohren gemessen“ durchgeführt (29.10.2010) Link: http://www.taz.de/1/berlin/artikel/1/der-grosse-fluglaermtest

BI Lichtenrade/Mahlow-Nord gegen Fluglärm: http://www.fluglaerm-lichtenrade.de

 

Krömer erläutert Vorhaben in Lichtenrade: Mälzerei & Co

Die Mälzerei ist der Leuchtturm in der Bahnhofstraße

Berlin-Lichtenrade, 28. Oktober 2010 Der Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümerverein Lichtenrade hat zur öffentlichen Mitgliederversammlung geladen. Wegen der aktuellen Themen in Lichtenrade hat dann auch die Aula der Ulrich-von-Hutten-Oberschule kaum ausgereicht.

Als Gast war Baustadtrat Bernd Krömer (CDU) eingeladen, der zu den aktuellsten städtebaulichen Planungen Stellung nehmen sollte. Nach der Begrüßung durch den Vereinsvorsitzenden Frank Behrend nahm Bernd Krömer, der jetzt auch der CDU-Spitzenkandidat für die nächste Wahl im Bezirk ist, kurz zur Dresdner Bahn und zu den Flugrouten Stellung. Zur Dresdner Bahn erklärte er: „Der Ortsteil darf nicht zerschnitten werden. Das wäre der Gau!“ Der Vorsitzende der BI Dresdner Bahn Boto Mertins gibt noch ergänzende Informationen, zum Beispiel das das geplante Gefälle für die Autounterführung am S-Bahnhof Lichtenrade 8,7 % betragen wird und wegen der Schließung des Bahnüberganges Wolziger Zeile von täglich 19.000 Autos in der Bahnhofstraße auszugehen ist. Bei den Flugrouten geht Krömer davon aus, das das letzte Wort noch nicht gesprochen ist: „Wir müssen aber am Ball bleiben!“

Zur Situation in der Bahnhofstraße erklärt Stadtrat Krömer, dass, wenn alles so bleiben würde, er Sorge um die Bahnhofstraße hat und eine negative Entwicklung, wie bei anderer Straßen, befürchtet: „Es gibt Potenziale, wo etwas passieren sollte.“ In diesem Zusammenhang erläutert er die Vorstellungen des Großinvestors Dr. Huth (HIGH GAIN HOUSE INVESTMENTS GmbH –HGHI), der rund um die Mälzerei ein Einkaufszentrum bauen will. Die „Internetzeitung“ von www.lichtenrade-berlin.de hat ausführlich darüber berichtet. Die HGHI hat jetzt auf ihrer Website die Überlegungen zum Einkaufszentrum veröffentlicht (Link siehe unten).
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Bernd Krömer -CDU- (Foto: Thomas Moser, BerLi-Press)

„Denkmale werden nicht besser, wenn sie nicht genutzt werden“, sagt Krömer und meint damit, dass die Mälzerei mit dem Konzept eines Einkaufszentrums gewinnen wird. „Die Mälzerei ist der Leuchtturm in der Bahnhofstraße!“ erklärt der Baustadtrat.  Er will, dass die historische Mälzerei deutlich sichtbar ist! Krömer will rund um die Mälzerei eine Platzsituation schaffen.

Das ehemalige Haus Buhr, das nicht unter Denkmalschutz steht, ist wegen der Bausubstanz nicht zu retten. Bei allem Verständnis für die Mieter im ersten Hochhaus in Lichtenrade, direkt hinter dem Haus Buhr, erklärt Krömer, dass der „Solitär“ sicherlich kein „architektonisches Kleinod“ ist. Der Eigentümer bzw. Investor muss aber sehen, wie er den jetzigen Mietern sozialverträgliche Alternativen anbietet. Darauf werde auch das Bezirksamt bestehen.
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In diesem Zusammenhang liegt der Redaktion der Internetzeitung ein Brief der Hausverwaltung vom 19.10.2010 vor: „…Gleichzeitig möchten wir Ihnen mitteilen, das das Gerücht, dass das Objekt Steinstraße 42 und 43 abgerissen werden soll, nicht stimmt.“ Wie diese Äußerung einzuordnen ist, wird an dieser Stelle nicht weiter kommentiert.

Insgesamt wird die Verkehrssituation der Anfahrwege und der Parkplätze als diskussionswürdig dargestellt. So wird besonders diese Frage auch immer wieder bei den Diskussionsbeiträgen der Zuhörer angeschnitten.

Krömer geht von 7.000 Quadratmeter zusätzlicher Verkaufsfläche aus. Somit sieht der Baustadtrat den Beschluss der BVV Tempelhof-Schöneberg, der von 4.000 Quadratmeter ausgeht, nicht als letztes Wort an. Diese Fläche liegt noch im geplanten Bedarf an Einkaufsfläche für Lichtenrade, betont Stadtrat Krömer.
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Krömer nimmt den Versammlungsteilnehmern die Sorge, dass das Einkaufszentrum schnell realisiert werden könnte: „Selbst wenn heute der grundsätzliche Beschluss im Bezirksamt gefasst werden würde, was nicht der Fall ist, würden mindestens 18 Monate ab der Planungsreife bis zum ersten Spatenstich vergehen.“ Auf der Website der HGHI spricht der Investor von einer voraussichtlichen Eröffnung Frühjahr/Sommer 2012.

Offene Fragen, die noch genau geklärt und untersucht werden müssen, sind für den Baustadtrat der Autoverkehr, die Anlieferungssituation, die Parkplätze und die „Öffnung“ zur Bahnhofstraße. Wünschenswert wäre auch, wenn die Mälzerei für kulturelle und soziale Projekte erschlossen wird.
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Der Stadtrat sagt den Anwesenden Bürgerbeteilung zu. Die Möglichkeiten im Planfeststellungsverfahren sollten wahrgenommen werden. Von der Ökumenischen Umweltgruppe Lichtenrade meldet sich Reinhard Kraft zu Wort, um die Sorge zu benennen, dass das Zentrum noch mehr Käufer, und damit noch mehr Autoverkehr, aus der Umgebung anziehen wird. Damit wird die Situation rund um die Bahnhofstraße noch unerträglicher, betont die Umweltinitiative.

Krömer weißt energisch alle persönlichen Interessen an einem Stadtteilzentrum, die ein Diskutant in die Menge rief, von sich. Bernd Krömer betont, dass er aber auch als Anwohner aus Lichtenrade ein großes Interesse an einer funktionierenden Bahnhofstraße hat. Er will, dass „um 18.01 Uhr noch nicht die Bürgersteige hochgeklappt werden“. Andere Diskussionsteilnehmer sehen ein Einkaufszentrum als völlig unnötig an und verweisen auch auf eine Unterschriftenliste.

Man hat den Eindruck, dass die Argumente von Krömer gehört und aufgenommen werden. Er erhält durchaus Applaus. Andererseits ist es in Lichtenrade oftmals ein Reflex, so auch in dieser Versammlung bei einigen Redebeiträgen, dass automatisch besonders der beklatscht wird, der sich gegen Änderungen im Ortsteil ausspricht. Sicherlich ist hier noch, neben der formalen Einbindung im Planfeststellungsverfahren, eine weitere rechtzeitige Bürgerinformation und Beteiligung sinnvoll, wichtig und zwingend notwendig. Die Bürger sind zu recht sensibilisiert und lassen sich nicht mehr alles gefallen (siehe zum Beispiel Stuttgart 21, Atomkraft oder Fluglärm über Lichtenrade).

In der Frage des Einkaufszentrums gibt es durchaus Befürworter in Lichtenrade. Bernd Krömer betont, dass letztlich der Käufer es in der Hand hat, welche Geschäfte Erfolg haben. Krömer appelliert, dass man nicht nur nach Einzelhändler rufen kann, dann jedoch trotzdem im Discounter einkaufen geht.

Die Ausführungen, rund um das geplante Einkaufszentrum an der Mälzerei in Lichtenrade, haben erwartungsgemäß keine wirklich neuen Informationen gebracht. Man hat den Eindruck, dass Diskussionen und Anregungen von der bezirklichen Bauverwaltung immer wieder aufgegriffen werden. Die Diskussion und der Meinungsfindungsprozess ist keineswegs abgeschlossen.

Baustadtrat Bernd Krömer erläutert weitere Vorhaben und Diskussionen im Baubereich in Lichtenrade:

- Die Erweiterung der Jugendarrestanstalt (Lützowstraße bzw. am Kirchhainer Damm) auf 61 Plätze (knappe Verdoppelung) ist geplant, wobei die Bebauung von der „Wohnbebauung abgewandt“ sein soll. Dies ist eine Planung des Senats.

- Die Gerüchte, dass das Seniorenheim in der Augsburger Straße als Unterkunft für Asylbewerber oder Wohnungslose genutzt werden soll, sind nur Gerüchte. Verkaufs- und Umnutzungsabsichten stehen nicht an, erklärt Krömer.

- Ein Teilbereich am Lore-Lipschitz-Haus an der Horstwalder Straße wird für Einfamilienhäuser abgetrennt.

- Das Georg-Kriedte-Haus am Kirchhainer Damm, eine städtische Pflegeeinrichtung, wird vom Bezirksamt verkauft. Es soll aber weiter als Seniorenheim genutzt werden.

- Der Bau von weiteren Discountern, nach dem Bau von Lidl am Lichtenrader Damm, ist gestoppt. In dieser Frage gibt es bei den Bürgern durchaus unterschiedliche Interessen, erklärt Krömer.

-Der Automarkt an der Blohmstraße konnte verhindert werden. Das Planungsziel ist, dass die Gegend zum allgemeinen Wohngebiet erklärt wird und der Rest als Gewerbegebiet mit „nicht störendem Gewerbe“ ausgewiesen wird.

Der Vorsitzende vom Eigentümerverein, Frank Behrend, bedankt sich besonders bei Bezirksstadtrat Krömer und erhofft sich, bei künftigen Versammlungen, ähnlich viele Teilnehmer. Nach drei Stunden, gegen 22 Uhr, war die Versammlung beendet und die Aula der Schule lehrte sich langsam.

Thomas Moser (auch Fotos) – BerLi-Press (www.berli-press.de) für www.lichtenrade-berlin.de

 

Link zum Eigentümerverein: http://www.hwgv-lichtenrade.de/

Link zum Investor HGHI, Infos über Stadtteilzentrum: http://lichtenrade.hghi.de/start.html

Die Denkanstöße der Ökumenischen Umweltgruppe: http://weblog.lichtenrade-berlin.de/archive/2010/08/24/erwartungen-im-blick-auf-ein-zentrum-f-r-den-ortsteil-lichtenrade.htm

 

BVV-Splitter für Lichtenrade (zur 47. BVV-Sitzung Tempelhof-Schöneberg vom 27.10.2010 )

 

27.10.2010 Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg von Berlin
Antrag
Die Fraktion der CDU
Drucks. Nr:
1596/XVIII Neue BBI-Flugrouten:

Aspekte des Gesundheitsschutzes verstärkt mit einbringen

Die Bezirksverordnetenversammlung wolle beschließen:Das Bezirksamt wird ersucht, bei den Nachverhandlungen zu den Flugrouten des Großflughafens BBI verstärkt Aspekte des Gesundheitsschutzes mit einfließen zu lassen, denn Lärm macht krank, was insbesondere für die Bewohner von Pflege- und Seniorenheimen im Süden Tempelhofs gilt.

Begründung:

Der Aspekt des Gesundheitsschutzes insbesondere für Pflegebedürftige und betagte Senioren sollte daher in den anstehenden Verhandlungen mit der Deutschen Flugsicherung (DFS) noch einmal verstärkt und speziell für Lichtenrade und Marienfelde betont werden, denn hier befinden sich elf Pflege- und Seniorenheime, die im Hinblick auf Lärm besonders sensibel sind.

Berlin, den 19.10.2010
Herr Olschewski, Ralf    

Herr Pschollkowski, Guido
Die Fraktion der CDU

 

Ursprung: Antrag, Die Fraktion der CDU
Mitteilung zur Kenntnisnahme
Bezirksamt Drucks. Nr: 1507/XVIII
Neue Wege zum Flughafen Schönefeld
Die BVV fasste auf ihrer Sitzung am 16.06.2010. folgenden Beschluss:

Dem Bezirksamt wird empfohlen, sich bei den zuständigen Stellen dafür einzusetzen, dass neben dem Bus 735 eine weitere und in kürzeren Abständen fahrende Buslinie von Lichtenrade zum Flughafen Schönefeld eingerichtet wird. Bspw. könnte die Linie 275 über Mahlow bis zum Flughafen verlängert werden oder die Linie 735 mit verdichteten Taktzeiten bis zum S Lichtenrade.

Das Bezirksamt teilt hierzu mit der Bitte um Kenntnisnahme mit: Zuständigkeitshalber hat sich das Bezirksamt an die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) gewandt und hat folgende Stellungnahme erhalten: „Nach erfolgter Überprüfung können wir Ihnen mitteilen, dass die hier vorgeschlagene Verlängerung der Linie 275, über Mahlow zum Flughafen Schönefeld, zurzeit nicht realisierbar ist. Der Grund hierfür ist eine zu geringe Nachfrage unserer Fahrgastgruppen im Bereich Lichtenrade. Problematisch ist in diesem Zusammenhang auch zu sehen, dass das Land Brandenburg diese Verkehrsleistung bestellen muss, welche außerhalb der Berliner Stadtgrenze erbracht wird. Vorsorglich ist zu erwähnen, dass eine Finanzierung der Bedienung hinsichtlich des "Berliner Standards", d.h. Fahrtenhäufigkeit und Betriebszeit gemäß Nahverkehrsplan finanziell vom Land Brandenburg nicht übernommen wird. Der aktuelle veröffentlichte Planungsstand „ÖPNV-Anbindung Flughafen BBI“ kann auf der Internetseite des Center Nahverkehr Berlin –CNB- eingesehen werden. Bitte gehen Sie davon aus, dass im Detail noch geprüft wird.“

Berlin, den 18.10.2010
Herr Band, Ekkehard Herr Schworck, Oliver
Bezirksamt

  

Änderung der Einschulungsbereiche in den Regionen Friedenau und Lichtenrade im Bezirk Tempelhof-Schöneberg 2010
Das Bezirksamt teilt folgendes mit:
Sachverhalt, Wertung und Begründung:

Auszug:

Der Schulentwicklungsplan wurde im März 2010 (SEP 2010) beschlossen. Eine wesentliche Aufgabenstellung war die Änderung der Zügigkeiten an den Grundschulstandorten in der Region Lichtenrade. Bei Reduzierung der Zügigkeiten muss auch gleichzeitig eine Änderung der Einschulungsbereiche erfolgen.

Die Annedore-Leber-Grundschule (07G30) nimmt am Modellversuch „inklusive Schule“ teil. Für diese Schulen wurde eine reduzierte Klassenfrequenz (24 Schüler pro Lerngruppe bzw. Klasse, davon 3 Integrationsplätze) festgelegt. Der Einschulungsbereich wurde verkleinert. Ein kleinerer Teil (westlich in Richtung Marienfelde) wurde der Bruno-H.-Bürgel-Grundschule (07G32) zugeordnet. Ein Teil der John-Locke-Siedlung wurde der Käthe-Kollwitz-Grundschule (07G29) zugeordnet. Im Ergebnis der Diskussion mit den Schulen und der Anhörung der Schulkonferenzen wurde als Grenze zwischen den Einschulungsbereichen der Käthe-Kollwitz-Grundschule (07G29) und der Nahariya-Grundschule (07G35) der Kirchhainer Damm festgelegt. Zur Anpassung der Zügigkeit der Grundschule im Taunusviertel (07G26) wurde ein Teil des westlichen Einschulungsbereiches der Nahariya-Grundschule (07G35) zugeordnet. Beim Einschulungsbereich der Grundschule im Dielingsgrund (07G36) erfolgte nur eine Korrektur bei Hausnummern am Lichtenrader Damm.

 

Am 27.10.2010 hat Martina Rade (Bündnis 90/Die Grünen) beim Bezirksamt nachgefragt:

Alles geplant oder völlig verplant: Wohin mit den Kindern in Lichtenrade?

Ich frage das Bezirksamt:

  1. Ist dem Bezirksamt bekannt, dass zum Stichtag des jetzigen Anmeldezeitraumes 490 Kinder im ESB Lichtenrade leben und wenn ja, wie geht das Bezirksamt mit einer Differenz für das Schuljahr 2011/12 in Lichtenrade im Vergleich zum SEP von 139 Kindern bzw. 5,56 Zügen um?
  2. Ist dem Bezirksamt bekannt, dass die neue Privatschule in Mahlow-Nord einen großen Ansturm aus Lichtenrade zu verzeichnen hat und ist dies gewollt? Wenn ja, warum?
 

Dies und Das von der „Fluglärm-Front“ … zum Beispiel in Lichtenrade

Der Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit erklärt deutlich, dass er Verständnis für den Unmut der Anwohner hat, die durch die veränderten Flugrouten betroffen sein sollen. "Es mag sein, dass die Flugsicherung etwas vorgeschlagen hat, was sie aus ihrer Sicht vertreten kann, aber dass damit neue Bürger belastet werden, die bislang sicher sein konnten, dass sie nicht betroffen sind, ist ein Skandal und ich kann den Protest der Bürger verstehen“, sagte Wowereit dem Radiosender 105’5 Spreeradio. Klaus Wowereit riet den Anliegern, dass sie ihre Proteste fortsetzen. Die Betroffenen sollen deutlich zum Ausdruck bringen, dass sie sich die Flugrouten nicht gefallen lassen wollen. „Demonstrationen seien hilfreich, wenn sie friedlich blieben“ sagte er dem Sender. (Quelle Berliner Morgenpost).

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Flughafen Schönefeld und BBI - Direkt vor Berlin

Vier Vertreter der Bürgerinitiative sind von Wowereit ins Rote Rathaus eingeladen worden. Am gestrigen Tag fand das Treffen statt. Der Regierende Bürgermeister erklärte, dass das letzte Wort noch nicht gesprochen ist, da die Alternativen noch ausgelotet werden müssen. Wowereit sieht bei der Diskussion eine Prioritätenrangfolge: An erster Stelle steht die Sicherheit, dann aber kommt schon die Frage des Fluglärms und das möglichst wenig Menschen betroffen sein sollten. Wenn dann Fluggesellschaften durch etwas längere Flugrouten mehr Kerosin verbrauchen (Thema Wirtschaftlichkeit), sind dies Gründe, die erst weiter hinten berücksichtigt werden sollten. Nach der Tagung der Fluglärmkommission am 08.11.2010 wurde ein neues Treffen mit der BI angekündigt.

Die Demonstranten in Lichtenrade brachten aber eher Skepsis rüber, ob der Bürgermeister wirklich nichts von den geplanten Flugrouten wusste (siehe viele Plakate auf der Demo/Fotos zum Beispiel im letzten Bericht). Es wurde nicht nur einmal gefragt, warum „Wowi“ denn aus Lichtenrade („rechtzeitig“) raus gezogen ist? Die ganze Wahrheit (und wenn welche Wahrheit?) wird wohl in dieser Frage nie rauskommen. Eine andere Wahrheit muss der Gerechtigkeit halber aber auch gesagt werden: Die Entscheidung für Schönefeld, und nicht für Sperenberg, haben die Exregierungschefs Eberhard Diepgen (CDU) und aus Brandenburg Manfred Stolpe (SPD) zu vertreten. Gut ist aber, wenn Wowereit sein Herz für Lichtenrade nicht verloren hat! Aber erstmal abwarten, wie das Ergebnis ist…
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Übrigens, wie „Potsdamer Neueste Nachrichten“ am gestrigen Tag berichten, hat der Lärm-o-mat im Kabuff in der „Airportworld BBI“ am Flughafen Schönefeld Macken. In der Fluglärm-Simulationskabine sind noch die alten, geraden Flugrouten einprogrammiert. Davon konnten wir uns auch heute überzeugen. Die alte Planung sei bisher die einzig rechtsverbindliche, erklärt ein Flughafensprecher, die neuen Routen „nur ein Vorschlag“. Ob und wie man darauf hinweisen sollte, überlege man.
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Welt-Online vom 25.10.2010 sprach von „einigen hundert Teilnehmern“ an der dritten Demonstration in Lichtenrade. Richtig ist, dass tatsächlich einige Hundert da waren, da auch mindestens 4.500 Teilnehmer (offizielle Teilnehmerzahl), auch einige Hundert sind (Achtung Ironie!). Welt erweckt den Eindruck, dass angeblich wesentlich weniger Teilnehmer, als bei der letzten Demonstration, da waren. Dies ist falsch und kann nur darauf zurückzuführen sein, dass Welt-Online wohl Offline war! Kommt doch einfach auch nach Lichtenrade!

Aktuell liegt eine mündliche Anfrage des Bezirksverordneten von Tempelhof-Schöneberg Rolf Brüning (Bündnis 90/Die Grünen) vor. Er fragt das Bezirksamt, welche Person Tempelhof-Schöneberg in der Fluglärmkommission vertritt? Weiter wird gefragt, welche Position bezüglich der unterschiedlich betroffenen Stadtteile Lichtenrade und Schöneberg/Friedenau der Bezirk vertreten wird? Mit der Anfrage wird auch nach der Kommunikation mit den Bürgerinitiativen gefragt und ob diese auch in der Fluglärmkommission ebenfalls vertreten sind? Montag geht es erstmal auf der Bahnhofstraße weiter!

Thomas Moser (auch Fotos)–BerLi-Press (www.berli-press.de) für www.lichtenrade-berlin.de

Ergänzung vom 27.10.2010

Neue Äußerungen der Flugsicherung … kommentiert…

Herr Raab von der DFS: „Wir haben noch ein Grundstück für sie in Lichtenrade…ganz ohne Fluglärm!“

In der heutigen Ausgabe berichtet die Berliner Zeitung erneut über Fluglärm: „Fluglärm: Lichtenrade bleibt betroffen - Deutsche Flugsicherung verteidigt BBI-Flugrouten“. Dort heißt es, dass der Sprecher der Deutschen Flugsicherung (DFS), Axel Raab, gestern in Diedersdorf sagte, dass, selbst wenn die Fluglärmkommission eine andere Empfehlung aussprechen würde, kaum vorstellbar ist, dass die DFS diesen Vorschlag dann folgen würde (Kommentar: beruhigend diese Ehrlichkeit ;-) . Er begründet es damit, dass ansonsten die Abflugroute über das sehr dicht besiedelte Blankenfelde verlaufen würde. Blankenfelde liegt in der direkten Verlängerung der beiden Start- und Landebahnen.

Auch der Staatssekretär im Potsdamer Infrastrukturministerium, Rainer Bretschneider, sagte, dass die Lichtenrader sich ja in das Planungsfeststellungsverfahren hätten einbringen können. Er räumte ein, dass die seinerzeit offene Flugroutenfrage nicht ausreichend kommuniziert wurde (Kommentar: Pech gehabt, oder wie?). Nach Äußerungen des Staatssekretärs seien „nur“ Lichtenrade und Mahlow vom Lärm betroffen. In den anderen Orten, in denen auch protestiert wird, geht es nicht um Lärmschutz, sondern um Lebensqualität und dies sei juristisch im Genehmigungsverfahren kein Kriterium (Kommentar: zumindest wird zugegeben, dass es in Lichtenrade auch um Lärm gehen wird).

Noch ein Kommentar und Fazit: Lichtenrade und Mahlow-Nord sind offensichtlich nicht dicht besiedelt!? Wir empfehlen den Blick auf die offizielle Blankenfelder Website. Danach gibt es in Blankenfelde und Mahlow 25.442 Einwohner (aktueller Stand vom 25.3.2010). In Lichtenrade gibt es 49.410 Einwohner (Ende 2009). Diese Einwohnerzahl ist immer noch sehr beträchtlich, wenn bedenkt, dass nicht alle Lichtenrader gleich stark betroffen sein werden. Lichtenrade und Mahlow-Nord ist auch ein dicht besiedeltes Gebiet. Lichtenrader sind doch gastfreundlich: „Herr Raab, kommen Sie doch Lichtenrade besuchen oder bauen sie bei uns! Hier leben auch Menschen!“

Die erhebliche Lärmbelästigung in Blankenfelde und Süd-Mahlow soll keinesfalls runtergespielt werden, da sicherlich weiterhin auch dort Flüge den Ort erheblich belärmen werden und auch beim landen der Ort erheblich betroffen sein wird. Alle Beteiligten müssen auch sehr vorsichtig sein, dass man nicht auf Kosten des Anderen argumentiert. Die DFS freut sich nur, wenn sich Blankenfelde, Mahlow und Lichtenrade gegenseitig „zerfleischen“. Die Anwendung des St.-Florians-Prinzip ist verständlich, führt aber langfristig sicherlich zu keiner Lösung.

Thomas Moser

Weitere Fotos von der Demonstration: http://www.flickr.com/photos/temp/5114872949

http://www.fluglaerm-lichtenrade.de

Link zu Bericht der PNN: http://www.pnn.de/titelseite/343333

 

 

5.000 plus: Montagsdemonstrationen gegen Fluglärm in Lichtenrade gehen weiter!

Lichtenrade lässt sich seinen Schneid nicht abkaufen!

Berlin-Lichtenrade, 25.10.2010 Nunmehr schon zum 3. Mal hat die Bürgerinitiative „Lichtenrade/Mahlow-Nord gegen Fluglärm“ zur Demonstration gegen die veränderten Flugrouten aufgerufen und viele Frauen und Männer, alt und jung, kamen in die Bahnhofstraße nach Lichtenrade. Die Teilnehmerzahl hatte sich nochmal deutlich gesteigert. So kann man diesmal von gut 5.000 Teilnehmern ausgehen. Die Polizei spricht von 4.500 Teilnehmern. Eine junge Mädchentrommelgruppe begrüßt die Demonstranten. Auch Bürger aus Rangsdorf, Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf sind gekommen, um die Menschen aus Lichtenrade und Mahlow-Nord zu unterstützen. Viele Medienvertreter, auch wieder Uli Zelle vom rbb, kamen zur Berichterstattung nach Lichtenrade.
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Die Befürchtung von Lichtenrade und der Nachbargemeinden ist, dass diese Gebiete drohen „massiv zu verlärmen, zu verdrecken und insgesamt gefährdet zu werden.“ Die Lebensqualität aller Bürger, nicht nur der Einfamilienhausbesitzer, wird massiv bedroht sein, wenn es bei den bisherigen Vorschlägen bleibt. Die Häuschen-Bauer haben mit erheblichen Wertverlusten ihrer Objekte zu rechnen, obwohl zumindest den neuen Mitbürgern etwa anders versprochen und suggeriert wurde. Eins scheint sicher zu sein, dass der Lärm, ganz besonders in Nacht, weite Teile von Lichtenrade erreichen wird. So heißt es im Aufruf der BI: „Auch Sie werden betroffen sein!“ Die Bürgerinitiative möchte ausdrücklich aber nicht den Baustopp des BBI.
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Die Meldungen der letzten Tage beruhigen die Bürgerinnen und Bürger keinesfalls! Die Flugroutenhöhen sollen falsch angegeben worden sein, die von der Deutschen Flugsicherung (DFS) berücksichtigten Einwohnerzahl der betroffenen Bürger sollen veraltet sein, es werden bislang keine Daten und Fakten rausgerückt, der Flughafen besteht „selbstverständlich“ auf den sogenannten unabhängigen Flugbetrieb beider Startbahnen (weil das Grundlage im Planfeststellungsverfahren war) und „Lufthansa“ und „Air Berlin“ (und sicher auch die anderen Fluggesellschaften) wollen keine „Umwege“ fliegen, um die Anwohner im Süden von Berlin zu schonen. „easyJet“ hat eindeutig gesagt, dass die bisher genannten Flugrouten nicht verändert werden sollen. Der Profit des Flughafens und der Airlines scheint eindeutig im Vordergrund zu stehen, obwohl die Fluggesellschaften jetzt fadenscheinig von Umweltaspekten sprechen! Auch steht das Nachflugverbot auf der Kippe.
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Der Sprecher der Bürgerinitiative „Lichtenrade/Mahlow-Nord gegen Fluglärm“ Simon Lietzmann fragt: „Was machen wir hier eigentlich? Wir demonstrieren für das Informationsrecht, wir demonstrieren für unser Recht auf Planungssicherheit, wir demonstrieren dafür, dass wir nicht vom Staat betrogen werden!“ Lietzmann ging auf das Argument ein, dass durch die veränderten Flugrouten Blankenfelde, zulasten von Lichtenrade und Mahlow-Nord, entlastet werden soll: „Natürlich wurden die Bürger in Blankenfelde in der Vergangenheit schäbig behandelt. Man denke nur an die miesen Schallschutzeinrichtungen…aber, der Versuch der Interessenvertreter Blankenfeldes, Unrecht durch noch größeres Unrecht ausgleichen zu wollen, kann und darf in einem Rechtsstaat wie Unseren nicht gelingen!“
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Als Redner traten noch ein Bürger aus Mahlow-Nord und der Vorsitzende der Bundesvereinigung gegen Fluglärm Helmut Breidenbach auf: „Passen sie jetzt auf! Was jetzt mit den Flugrouten passiert, das lässt sich später nicht mehr so leicht umstürzen! Sie müssen es jetzt schaffen und nicht erst später! Tun Sie sich mit anderen Initiativen zusammen! Wir kommen aus den anderen Städten und helfen ihnen!“

Die neue Parole in Lichtenrade lautet: „Lichtenrade/Mahlow-Nord, setzen ihre Demos fort!“Die Bürgerinnen und Bürger von Lichtenrade und Mahlow-Nord gehen lautstark mit Plakaten, Transparenten, Tröten, Trillerpfeifen und Taschenlampe auf die Straße; friedlich, versteht sich! Bei den Demonstranten hörte man immer wieder das Wort: „Verarschung!“

Die Grünen treten in Lichtenrade erstmalig diese Woche an, um die BI mit einer Lautsprecheranlage zu unterstützen. Volker Ratzmann (Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin, Fraktionsvorsitzender und wirtschaftspolitischer Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen) und Herr Fritz Matschulat (Bezirksverordneter und Direktkandidat für das Abgeordnetenhaus ebenfalls Bündnis 90/Die Grünen) sprachen zu den Demonstranten.
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Volker Ratzmann ruft in die Menge: „Berlin ist die schönste Stadt in der Bundesrepublik und Lichtenrade ist ein wunderschön ruhiger Bezirk…und das soll er auch bleiben!...Wir haben es uns mit dem neuen Fughafen BBI nicht so vorgestellt.“ Ratzmann betont, dass der Planfeststellungsbeschluss, mit dem Schutz gegen Fluglärm, nicht durch den Beschluss mit den neuen Flugrouten ausgehebelt werden darf: „Das war nicht abgemacht!“ Volker Ratzmann ermuntert die Demonstranten in einer engagierten Rede: „Es ist gut, dass die Lichtenraderinnen und Lichtenrader jetzt so zahlreich auf die Straße gehen! Werden Sie noch vielmehr und nehmen sie ihre Beteiligungsrechte wahr…Wir werden Sie nicht alleine lassen!“ Ratzmann erklärt, dass kein Keil zwischen Brandenburg und Berlin getrieben werden darf. In diesem Zusammenhang sollen, so Ratzmann, ordentliche Karten von der Flugsicherung genutzt werden und fordert weiter, dass transparent und nicht hinter verschlossenen Türen verhandelt wird. Ratzmann sagt in Bezug auf Stuttgart 21: „Eines muss man doch daraus lernen: Solche Projekte gehen nur mit Transparenz und Bürgerbeteiligung - von Anfang an! Hier muss mit den Flugrouten mindestens auch ein Schlichtungsverfahren stattfinden. Bleiben sie dran!“ In der Pressemitteilung vom 18.10.2010 geht Volker Ratzmann nochmal auf das Thema ein: „(Der Flughafen) Tempelhof wurde auch aus Sicherheitsgründen geschlossen. Das darf jetzt nicht konterkariert werden.“
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Altbürgermeister Wolfgang Krueger (CDU) und Ehefrau ließen es sich wieder nicht nehmen, an der Demonstration teilzunehmen. Krueger freut sich über die rege Teilnahme der Lichtenrader.
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Am nächsten Montag um 18 Uhr (1. November 2010) wird nochmal auf der Bahnhofstraße und vor der Salvatorkirche demonstriert. Hier hat sich der Bezirksbürgermeister Ekkehard Band (SPD) als Redner angekündigt, der schon gestern auf der Demo in Teltow gesprochen hat. Nach dem nächsten Montag plant die BI, dass sich die Bürger im Gemeinschaftshaus Lichtenrade treffen. Die BI sollte sich, bei soviel Ärger der Bürger, jedoch überlegen, wie Sie diese Mengen dort unterbringen kann. Eine Anregung wurde dann schon von Mitdemonstranten gegeben: „Auf der Barnetstraße und auf dem Lichtenrader Damm ist ja noch viel Platz!“
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Am Montag 1.11.2010 um 18 Uhr geht es weiter! Treffpunkt nochmal: S-Bahnhof Lichtenrade/Parkplatz vor der Salvator-Kirche! … mit noch Demonstranten, noch mehr Trillerpfeifen, Transparenten und Taschenlampen!

Thomas Moser (auch Fotos)–BerLi-Press (www.berli-press.de) für www.lichtenrade-berlin.de

Eindruck von der Kundgebung...kurzes Video bei you-tube: http://www.youtube.com/watch?v=mtMQtpG_TEc

und http://www.tvbvideo.de/video/iLyROoafZ2dW.html

www.fluglaerm-lichtenrade.de

Pressemitteilung von Volker Ratzmann vom 18.10.2010

Klarheit schaffen - über Flugrouten offen und transparent verhandeln - Betroffene beteiligen

Volker Ratzmann, Fraktionsvorsitzender und wirtschaftspolitischer Sprecher, sagt zur Diskussion über die BBI-Flugrouten:

Bis heute ist unklar, wann Wowereit und Platzeck was über mögliche Flugrouten und zusätzliche Belastungen wussten und was sie verschwiegen haben. So darf es nicht weitergehen.

Die vom Fluglärm betroffenen BürgerInnen und Bürger in Berlin und Brandenburg haben ein Recht darauf, schnell zu erfahren, welche Lärmbelastungen und Sicherheitsrisiken ihnen in ihren Wohngebieten zugemutet werden sollen und sie müssen sich dagegen wehren können.

Die inzwischen über 30 Bürgerinitiativen gegen die geplanten Flugstrecken zeigen, dass die BürgerInnen am Prozess der Flugroutenplanung beteiligt werden wollen. Sie fordern ein hohes Maß an Beteiligung. Damit der Prozess gelingt, brauchen wir offene und transparente Verhandlungen mit der Deutschen Flugsicherung (DFS), die für die Festlegung der Flugrouten zuständig ist. Dafür müssen Wowereit und Platzeck jetzt sorgen.

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen fordert, dass die künftigen Flugrouten so gewählt werden, dass die mit dem Planfeststellungsbeschluss gemachten Zusagen eingehalten werden und nur ein festgelegter, kleinstmöglicher Personenkreis unter den unvermeidlichen Auswirkungen des Flugverkehrs leiden muss.

Tempelhof wurde auch aus Sicherheitsgründen geschlossen. Das darf jetzt nicht konterkariert werden. Der Forschungsreaktor des Hahn-Meitner-Instituts, der nur ein einfaches Hallendach statt einer speziellen Schutzhülle hat und nahe an einem dicht besiedelten Gebiet wie Berlin steht, gehört ganz bestimmt nicht unter eine viel genutzte Flugroute.

 

 

10 jähriges Lichtenrader Buddelkasten-Treffen: Freunde fürs Leben!

Berlin-Lichtenrade, 24.10.2010 Die Nachkriegs-Buddelkastenkinder von der Wünsdorfer Straße in Lichtenrade treffen sich jährlich zu einem großen Eisbeinessen in Lichtenrade. Heute war es wieder so weit und aus vielen Himmelsrichtungen kamen die ehemaligen Spielkameraden nach Lichtenrade. Sie spielten zum Ende des 2. Weltkrieges und in der Nachkriegszeit auf dem Spielplatz in der Wünsdorfer- Ecke Blohmstraße, wo heute einige Busse ihre Endstation haben. Heute heißt der Platz nach dem ermordeten Kommunisten Erich Hermann, der in der Sylvesternacht 1932/1933 als 18 Jähriger an dieser Stelle von einem SA-Mann erstochen wurde.

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Der Organisator vom Buddelkasten-Treffen Wolfgang Graeper (3.v.lks-bei den Innenaufnahmen unten im roten Pullover)

Im Jahre 2000 hat sich der Lichtenrader Wolfgang Graeper aufgemacht, um seine alten Spielkameraden ausfindig zu machen. Er studierte ausgiebig Telefonbücher und der Eine und Andere wusste auch noch die Anschrift eines anderen ehemaligen Spielkameraden. Wolfgang Graeper erzählt, dass es bei den Mädchen besonders schwierig war, weil sie durch Heirat ihre Namen verändert hatten. Sie haben es aber geschafft, dass sich circa 60 Kinder, heute in der Regel schon im Ruhestand, vor 10 Jahren am ehemaligen Spielplatz eingefunden haben. Damals kam einer sogar aus Australien, andere aus dem Schwarzwald und aus dem Saarland. Keiner wusste beim ersten Treffen, wie der Andere aussieht und das Rätzeln, wer ist wer, begann.

Das große Eisbeinessen mit einer reichhaltigen Tombola findet jetzt immer, jedes Jahr, in der „Tränke“ vom Ländlichen Reiterverein am Schichauweg statt. Einige treffen sich aber vorher schon am ehemaligen Spielplatz. Hier werden Geschichten von früher erzählt: „Auf dem Platz war früher nur eine Buddelkiste. Spielgeräte gab es damals noch nicht, aber die brauchten wir auch nicht. In den Büschen haben wir uns mit Pflanzen vom Bahndamm Höhlen gebaut.“ Wolfgang Graeper erzählt dann weiter: „Hier gab es ansonsten nur einen großen Kastanienbaum auf dem Platz. Wir haben uns immer gemeinsam draußen aufgehalten, weil früher ja auch keiner verreist ist.“ Es werden Geschichten ausgetauscht, wie sie mit Lindenblütenblättern ihre ersten Zigaretten gebastelt haben, Fuß- oder Schlagball und mit Stöckern „Schiffe versenken“ gespielt haben.
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Wolfgang Graeper erzählt dann auch, wie er Quitten vom Baum geklaut hat und weil sie nicht schmeckten, zurück in den Garten geschmissen hat. Viele Jahrzehnte später ist das bei einer Begegnung mit dem ehemaligen Eigentümer rausgekommen. Graeper ist in der Wünsdorfer Straße 113 groß geworden und ihm fallen viele Geschichten ein, wenn er sich seine alte Heimat nochmal genau ansieht. Vom Dachboden des Hauses konnte er sehen, wie die Dorfkirche, Ende 1943, von mehreren Brandbomben getroffen wurde und lichterloh ausbrannte. Sie selbst hatten Glück. Eine Brandbombe schlug direkt vor dem Haus Nummer 113 ein, indem sich auch ein Luftschutzkeller befand. Dabei ist aber nichts passiert.
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Wolfgang Graeper erzählt, wie er mit einigen Freunden in den ehemaligen „Ami-Club“, dem heutigen LortzingClub, gegangen ist, um Seifenkisten zu bauen. Andere erzählen, dass sie dort das Schwimmen gelernt haben. Fahrräder gab es damals kaum, aber die Nachkriegskinder konnten sich auch so gut beschäftigen.

Sie wissen auch noch genau, wie sie und ihre Mütter von den Zügen Kohlen geklaut haben oder sich Lebensmittel, zum Beispiel Konserven und Würfelzucker, aus der ehemaligen Mälzerei „organisierten“. Hier haben teilweise ihre Mütter gearbeitet. Die Lebensmittel der ehemaligen Wehrmacht haben die Russen abtransportiert und das eine und andere fiel dann für die hungrigen Schlünde ab. Die Mütter wurden damals am Ausgang natürlich kontrolliert. Die Kinder nutzten ein Gerüst am Gebäude, wenn der russische Wachmann außer Sichtweite war, damit ihnen ihre Mütter etwas zustecken konnten.
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Wolfgang Graeper und die anderen ehemaligen Spielkameraden haben immer noch ein herzliches Verhältnis zueinander. Diese Freundschaft kann man auch in den Gesprächen gut nachempfinden. Sie erzählten davon, dass im Winter die Wünsdorfer Straße zur Eislauffläche wurde: „Es gab ja kaum Autos!“ Auch können sie sich noch an ein selbst organisiertes Sommerkinderfest mit Kapelle erinnern. Die intensivste Zeit der Spielplatzkumpels war dann vom Kriegsende 1945 bis ungefähr 1955. Einige haben hier auch dann in unmittelbarer Nähe am Platz eine Lehrstelle, zum Beispiel beim Malermeister, gefunden.
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Viele in der Gruppe sind um 1938 herum geboren. Der Älteste ist heute 82 Jahre, der jüngste Anfang 60 Jahre und ungefähr 10 Freunde sind schon gestorben. Die Traueranzeigen gehen immer bei dem Motor der Buddelkasten-Treffen, Wolfgang Graeper, ein: „Es sind auch nicht immer Alle da, wir werden ja auch nicht gesünder.“ So konnte auch der Mitorganisator aus dem Schwarzwald, Erhard Scheffler, in diesem Jahr nicht kommen. Erhard Scheffler besucht aber noch regelmäßig Lichtenrade und seine Freunde. Über den Alt-Lichtenrader Scheffler hat der Autor dieses Artikels, der Kiezreporter von Lichtenrade, Kontakt zu der eingeschworenen Gemeinschaft bekommen. Erhard Scheffler verfolgt aufmerksam, als treuer Leser der Internetseite www.lichtenrade-berlin.de, das Geschehen in seinem ehemaligen Heimatort.
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Einige der Gruppe treffen sich einmal im Jahr zusätzlich zu einer Busfahrt, zum Beispiel zur Baumblüte nach Werder. Einmal im Monat treffen sich ungefähr 15 Freunde zum Wandern und bis vor einiger Zeit fanden noch regelmäßige Radtouren statt. Einmal monatlich, jeden ersten Freitag im Monat, treffen sich einige aus der Gruppe regelmäßig zum Stammtisch im Reiterkasino. Seit einigen Jahren sind nun aber auch die Partner der „Spielplatzbande“ bei den Treffen dabei. Die Treffen finden in einer ungezwungenen Atmosphäre statt.
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Heute, beim großen Eisbeinessen, sind 55 Freunde einschließlich Partner gekommen. Es ist eine wunderbare Atmosphäre spürbar, wenn die Menschen sich gegenseitig Geschichten erzählen und dabei einfach nur „strahlen“.

Ein Motto der unzertrennlichen Buddelkisten-Gemeinschaft könnte lauten: „Ein Freund, ein guter Freund, das ist das Schönste was es gibt auf der Welt…“

Thomas Moser (auch Fotos)–BerLi-Press (www.berli-press.de) für www.lichtenrade-berlin.de

 

3.000 und mehr Demonstranten in Lichtenrade gegen Fluglärm

Berlin-Lichtenrade 19. Okober 2010 Die Montagsdemonstrationen werden in Lichtenrade fortgesetzt. Die "Bürgerinitiative Lichtenrade/Mahlow-Nord gegen Fluglärm“ riefen und über 3.000 aufgebrachte Menschen kamen zur Demonstration auf dem Parkplatz vor dem S-Bahnhof Lichtenrade bzw. vor der katholischen Salvator-Kirche. Vor einer Woche waren hier noch circa 1.500 Menschen versammelt. Mit Glockenschlag um 18 Uhr wurde die Demonstration eröffnet. Die Stimmung der Demonstranten hat sich noch mal zur letzten Montagsdemonstration gesteigert. Mit vielen Rasseln, Tröten und Pfeifen wurde Krach gemacht, um gegen den Fluglärmkrach zu protestieren. Die BI will jetzt einen Verein gründen. Sie sieht sich in der Tradition der BI Dresdner Bahn, die seit 13 Jahren für eine Tunnellösung in Lichtenrade kämpft. So waren auch die Verantwortlichen dieser BI bei der heutigen Demonstration.

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Einige Vertreter der CDU waren auch diesmal wieder vertreten. So waren der Bundestagsabgeordnete Dr. Jan-Marco Luczak, der Lichtenrader Abgeordnete für das Abgeordnetenhaus Nicolas Zimmer, der Stadtrat, Spitzenkandidat seiner Partei für die nächste Wahl im Bezirk und CDU-Generalsekretär Bernd Krömer und der Altbürgermeister Wolfgang Krueger bei der Demonstration und haben die Forderungen der BI unterstützt.

Die BI fordert den ursprünglich geplanten Geradeausabflug: „Wir wollen aber nicht den Baustopp!“ Für die Bürgerinitiative sprach Simon Lietzmann, der in seiner Rede betont, dass die Bürgerinnen und Bürger auf die bisherigen Planungen vertraut haben: „Lichtenrade und Nord-Mahlow wären durch die neue abknickende, nördliche Abflugroute ganz plötzlich zwei der am stärksten betroffenen Gemeinden im Umfeld des BBI überhaupt. Es sollen neu erschlossene und erst jüngst besiedelte Wohngebiete, die eigentlich außerhalb der Fluglärmzone liegen sollten, nun plötzlich direkt und in 500 Metern Höhe überflogen und somit einer massiven Verschmutzung und einem massiven Lärm ausgesetzt werden.“ Lietzmann zeigt auf, dass das Abknicken der Flugroute offensichtlich gar nicht notwendig ist, weil für die Abflüge in Richtung Osten die Flugsicherung selbst nur das Abknicken der südlichen Flugroute, also nicht von beiden Startbahnen, fordert. Simon Lietzmann fragt sich: „Nach den Planungen der Flugsicherung käme es zu einer deutlichen Ausweitung der Fluglärmzone und einer weitaus höheren Zahl Betroffener. Soll das „gerecht“ sein?“ Die Antwort war eindeutig und wurde lautstark von den Demonstranten gegeben. Lietzmann dazu: „Gerecht wäre die Beibehaltung der bisherigen, also geraden Abflugroute!...Im Bereich der neuen Abflugroute wohnen mehr Menschen als dies im Bereich der alten Abflugroute der Fall ist… Sie sollen damit endlich aufhören, von Lichtenrade und Nord-Mahlow zu sprechen, als ginge es nur um ein dünn besiedeltes Niemandsland. Wir alle, die Bürgerinitiative Lichtenrade/Mahlow-Nord, fordern daher: Die Beibehaltung der geraden Abflugroute der nördlichen Startbahn! Hierauf haben wir uns alle seit Jahren verlassen!“

Als weitere Rednerin sprach Ingeborg Weber von der BI: „Mit der Stille und Ruhe ist es hier mit den neuen Flugrouten vorbei!“ Sie macht den Brückenschlag zu den Bedrohungen durch die Dresdner Bahn, wenn sie nicht in den Tunnel kommt. Auch die Belastungen am Kirchhainer Damm nennt sie und sieht Lichtenrade nun als „Einflugschneise für Schönefeld“: „Das geht nicht! Da müssen wir uns wehren…Das haben wir Bürger in diesem Land nicht verdient…Die Politik ist verpflichtet uns Bürger zu schützen“. Ingeborg Weber macht dann auch den Vorschlag, für die Umfliegung von Berlin einen Euro „Soli-Zuschlag“ zu nehmen: „Dafür bekommt man beim Metzger nicht einmal 100g Schinken.“

Der Abgeordnete Nicolas Zimmer (CDU) richtet sich an die verärgerten Bürger: „Das was hier passiert, ist ein Negativbeispiel gegen den Bürger und nicht für den Bürger. Was hat man als Lichtenrader oder Nord-Mahlower eigentlich getan, fragt man sich als Bürger?“ Zimmer verweist auch auf die geplanten Belastungen beim Ausbau der Dresdner Bahn durch Lichtenrade. „Der Ortsteil droht zerstört zu werden! Es ist richtig auf die Straße zu gehen,“ sagt Zimmer und verweist auch auf die vielen Senioren in Lichtenrade, die dies nicht mehr tun können. Zimmer abschließend: „Es ist eine Form der Enteignung, die wir nicht zulassen dürfen.“

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Der Demonstrationszug zog im Anschluss an die Reden lautstark über die Bahnhofstraße. Über viele hunderte Meter, soweit wie das Auge blicken konnte, zog sich der Zug entlang der Geschäfte in der Bahnhofstraße. Es waren viele junge und alte Menschen, ganz „normale“ verärgerte Bürger, im Demonstrationszug.

Alle waren aufgebracht. Dies zeigte sich dann auch noch am Ende des Demonstrationszuges. Hier wartete der RBB mit dem Uli Zelle, der in „Brandenburg Aktuell“ und live in der „Berliner Abendschau“ lange Beiträge über den Bürgerprotest ausstrahlten. Verantwortliche der BI und betroffenen Bürger werden gefragt. Eine Bürgerin bringt ihre Sorge auf den Punkt: „Meine Befürchtung ist, dass mit 75 Dezibel im Minutentakt die Flugzeuge über Lichtenrade und Mahlow-Nord fliegen.“ Für die Fernsehberichte machen die Demonstranten dann noch mal ordentlich Krach.

...und nächsten Montag geht es weiter!

Thomas Moser (auch Fotos) BerLi-Press (www.berli-press.de) für www.lichtenrade-berlin.de

Weitere Infos der BI: http://www.fluglaerm-lichtenrade.de

Ergänzung: In einigen Medien war ein Hinweis von Bündnis 90/Die Grünen zu lesen (u.a. Berliner Morgenpost vom 19.10.2010): Volker Ratzmann, Fraktionsvorsitzender und wirtschaftspolitischer Sprecher der Grünen, fordert unterdessen Aufklärung über die politischen Hintergründe der Flugrouten-Änderung: „Die Flugrouten des neuen Hauptstadtflughafens Berlin-Brandenburg International (BBI) müssen nicht nur, wie Wowereit und Platzeck gefordert haben, schnell festgelegt werden, der Prozess muss auch mit einem Höchstmaß von Transparenz und Offenheit und unter Beteiligung der Betroffenen stattfinden.“

Weitere Ergänzung: Im Tagesspiegel vom 19.10.2010 ist groß über Lichtenrade berichtet worden "Großprojekte/Lichtenrader Bürger fürchten um ihre Idylle: LINK Auch die Kommentare sind zu beachten...

YouTube von der DEMO

 

Gedanken zum Fluglärm über Lichtenrade und neueste Entwicklungen

Treffen in Diedersdorf

Am gestrigen Tag (15. Oktober 2010) hat der Schönefeld-kritische Bürgerverein Brandenburg Berlin (BVBB) in Diedersdorf alle Betroffenen zu einer gemeinsamen Sitzung eingeladen. Hier forderte der Verein den Baustopp für den Flughafen. Die BI "Lichtenrade/Mahlow-Nord gegen Fluglärm" nahm nicht am Treffen des BVBB teil. In der Presserklärung heißt es: „Wir haben erst gestern eine Einladung erhalten. Deshalb konnten keine vorbereitenden Gespräche geführt werden. Es erscheint uns unmöglich, vor Hunderten von Zuschauern mit 20 anderen BIs ergebnisorientiert zu reden und ein gemeinsames Vorgehen abzusprechen. Wir wollen aber auch keine Kulisse für eine Veranstaltung des BVBB abgeben.

Der Ehrlichkeit Willen weisen wir darauf hin, dass der BVBB als Erster eine abknickende Flugroute ins Gespräch gebracht hat. Damit wird nach dem St. Florians Prinzip der Fluglärm von Blankenfelde nach Mahlow-Nord und Lichtenrade verlagert. Das macht ein Gespräch für uns mit dem BVBB schwierig.“ Wie auch die Berliner Zeitung berichtet, wird ein Treffen der Bürgerinitiativen in Kürze stattfinden.

Zu einem Gespräch im kleinen Rahmen sind wir aber bereit. Unsere Forderung bleibt die Beibehaltung des Geradeausabflugs von der nördlichen Startbahn Richtung Westen und nicht die Ausweitung des Lärmteppichs durch einen Abknick.“
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Einige Gedanken zum Fluglärm

Das der Streit um die Flugrouten für den neuen Flughafen BBI kein neues „Stuttgart 21“ wird, ist wohl das größte Interesse der Politik. Jedenfalls kann man das Hoffen! Nachdem jahrelang bei den Flugrouten davon ausgegangen wurde, dass bei Starts, auch bei sogenannten Parallelstarts, geradeaus gestartet wird, ist jetzt die Wut von den Gebieten besonders hoch, die von den veränderten Flugroutenplanungen betroffen sind. Im besonderen Maße betroffen sind die Gebiete Mahlow-Waldblick, die direkt überflogen werden sollen, und Lichtenrade, die jetzt auch dicht in niedriger Flughöhe von den Flugrouten gestreift werden würden. Auch Teltow dürfte noch stark von den veränderten Flugrouten betroffen sein. Ob man in Wannsee tatsächlich noch viel vom Fluglärm mitbekommt, darf bezweifelt werden.

Eine Entlastung sind die veränderten Flugrouten dann natürlich für andere Menschen, zum Beispiel für die Bürgerinnen und Bürger, die in Mahlow/Blankenfelde leben. So gibt es bei der Diskussion um Fluglärm sicherlich unterschiedliche Interessen und irgendjemand wird immer mehr betroffen sein. Der Punkt scheint mir aber zu sein, dass so wenig wie möglich Menschen betroffen sein dürfen und das auch die bisherigen Planungen jetzt nicht einfach vom Tisch gewischt werden können. Hier muss der Vertrauensschutzaspekt ein wichtiges Argument bleiben!

Die Regierungschefs von Berlin und Brandenburg, Wowereit und Platzeck, wollen dann auch eine baldige Entscheidung zu den Flugrouten. Dies ist wichtig und sinnvoll, wenn dadurch nicht eine ordentliche Beratung über die Auswirkungen leidet. Ein Baustopp kommt für die Regierungschefs jetzt nicht in Frage. Das ist auch durchaus verständlich, weil dies beim jetzigen Stand einfach zu spät (und unrealistisch) ist. Hier geht es um Einzelinteressen von Bürgern (teilweise auch von sehr vielen Bürgern/Einwohnerzahl von Lichtenrade immerhin 50.000), die logischerweise auch sehr unterschiedlich sind. Es geht nicht um das grundsätzliche Ja oder Nein zum Flughafen. Dass wäre wirklich zu spät. Insofern ist ein Vergleich mit Stuttgart 21 auch nicht angebracht. Die Informationspolitik bei den veränderten Flugrouten durch die Flugsicherung erinnert jedoch sehr an Stuttgart. Und das dies alles nicht vorher, also vor Jahren, bekannt gewesen sein soll, kann man auch nicht so wirklich glauben.

Jetzt sieht jeder auf seine eigenen Interessen und dann kommt das Sankt-Florians-Prinzip voll zum Tragen. Das sieht man auch in Kommentaren auf der Lichtenrader Website, die teilweise die Aufregung nicht verstehen können und auch klammheimliche Freude ist manchmal spürbar. Ob diese Hinweise berechtigt sind und ob diese Kommentatoren wirklich die Gegebenheiten kennen, kann dahingestellt bleiben. Aber die unterschiedlichen Interessen kann man nicht wegleugnen. Die Lichtenrader muss man aber auch verstehen, da sie jetzt nach der Dresdner Bahn (bisherige Planungen ohne Tunnel) nicht das zweite Mal angeschmiert sein wollen.

Daher gehen die Lichtenrader jetzt montags immer auf die Straße. Die nächste Möglichkeit ist am 18. Oktober um 18 Uhr (S-Bahnhof Lichtenrade). In der „Internetzeitung“ von www.lichtenrade-berlin.de wird laufend informiert.

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Foto von der 1. Montagsdemo (Thomas Moser)

Thomas Moser –BerLi-Press (www.berli-press.de) für www.lichtenrade-berlin.de

http://www.fluglaerm-lichtenrade.de

Weitere LINKS!

 

Montagsdemo gegen Fluglärm über Lichtenrade

Berlin-Lichtenrade, 11. Oktober 2010 Die junge Bürgerinitiative „Lichtenrade gegen Fluglärm“ rief zur ersten Demonstration gegen die Planungen mit den veränderten Flugrouten auf. Ungefähr 1.000 Bürgerinnen und Bürger (nach Angaben des Veranstalters sogar 2.000 Teilnehmer) sind zur Kundgebung und anschließenden Demonstration über die Lichtenrader Bahnhofstraße gekommen. Diese Anzahl der Teilnehmer bestätigte auch die Polizei. Aufgerufen waren auch die Betroffenen der Nachbargemeinde in Mahlow-Waldblick.
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„Nordbahnabflug geradeaus; Fluglärm aus Berlin heraus!“ war eine Parole, die die Teilnehmer, ganz „normale“ alte und junge Bürgerinnen und Bürger, im Chor anstimmten.
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Der Parkplatz vor der Salvatorkirche am S-Bahnhof Lichtenrade war bei Beginn der Kundgebung um 18 Uhr gut gefüllt. Mit soviel Resonanz hatten dann auch die Veranstalter bei ihrer ersten Demonstration offensichtlich nicht gerechnet. Die Lautsprecheranlage und die Megafone drangen nicht bis in die letzen Reihen durch. Die Veranstalter freuten sich über die große Zahl der Demonstranten. Eine Vertreterin aus Mahlow, Martina Pohske, rief den Lichtenrader Bürgern zu: „Das ist keine schlüssige Flugroute und dagegen müssen wir etwas tun. Die Bürger sind im guten Glauben nach Mahlow-Waldblick gezogen. Mit bis zu 94 Dezibel Fluglärm muss in Mahlow gerechnet werden, wenn die Flieger in einer Höhe von 500 Metern die Gemeinde überfliegen. Alle Schulen sind dann davon betroffen. Und eine schlechte Nachricht an die Lichtenrader: Der Schall macht an der Stadtgrenze keinen Halt!“
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Dr. Jan-Marco Luczak, Bundestagsabgeordneter (CDU), spricht zu den Demonstranten

Der Bundestagsabgeordnete Dr. Jan-Marco Luczak (CDU), selbst auch ein Lichtenrader, rief den Demonstranten zu: „Ich weiß, was Lichtenrade für ein liebenswerter Fleck ist und das muss auch so bleiben!“ Luczak sprach vom Vertrauensschutz der Bürger, die nach Lichtenrade gezogen sind: „Die Menschen in Lichtenrade haben auf die politischen Aussagen im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens vertraut und sich ganz bewusst für den Wohnort Lichtenrade entschieden, weil sie hier abseits von großstädtischem Lärm leben wollten."
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Luczak weiter: „Es geht hier nicht um parteipolitische Auseinandersetzung! Es ist aber wichtig öffentlichen Druck zu machen!“ So sieht Jan-Marco Luczak Lichtenrade auch als ein kleines gallisches Dorf, dass sich nicht alles gefallen lässt. Hier verwies Luczak auch auf die Planungen der Dresdener Bahn.
Luczak will nun alle Alternativen geprüft wissen: „Nicht nur die Flugroutenführung muss neu diskutiert werden, sondern auch die Anpassung der Abflugwinkel und ob Flüge nicht doch wirtschaftlich im Reißverschlusssystem erfolgen können. Wenn es keine parallelen Starts gibt, müssen die Flugrouten auch nicht geändert werden." Ziel müsse sein, dass möglichst wenige Menschen von Fluglärm betroffen werden. „Der Schutz der Gesundheit der Menschen geht vor wirtschaftlichen Interessen", so Luczak.
Gesichtet wurde auch noch aus dem Abgeordnetenhaus Berlin, der Lichtenrader Abgeordnete Nicolas Zimmer (CDU) und der Altbürgermeister, der Lichtenrader Wolfgang Krueger (CDU).
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Der Demonstrationszug setze sich in Bewegung. Als Parolen wurden gerufen: „Wir knicken die abknickenden Flugrouten“ oder „1,2,3:keine Fluglärmschweinerei; 4,5,6: der Widerstand, der wächst; 7,8,9: Flugrouten zerstreuen; 10 auf die Straße gehen!“
Mit Trillerpfeifen und Vuvuzelas zog der beachtliche Demonstrationszug über die Bahnhofstraße. Der Demonstrationszug endete vor Reichelt.
Die Montagsdemonstration soll ab jetzt jeden Montag stattfinden. Die Demonstrationsteilnehmer wurden aufgerufen, dass am nächsten Montag jeder noch zwei Mitdemonstranten mitbringt.
Günter Haße rief zum Abschluss die Teilnehmer auf, an den nächsten Montagen weiter zu demonstrieren und zu kämpfen.:"Wer sich jetzt nicht wehrt, hat schon verloren!" Treffpunkt ist dann wieder: Montag, 18 Uhr Parkplatz am S-Bahnhof Lichtenrade.
Innerhalb von 2 Wochen hat die Bürgerinitiative schon über 10.000 Unterschriften gesammelt und dem Bezirksbürgermeister Ekkehard Band (SPD) übergeben. Band, der jetzt auch mit Sitz und Stimme neu in der Fluglärmkommission vertreten ist, unterstützt das Anliegen der Lichtenrader Bürgerinnen und Bürger. Von den Planungen wurde in der „Internetzeitung“ von www.lichtenrade-berlin.de bereits ausführlich berichtet. Auch sind in der Internetzeitung die geplanten Flugrouten dargestellt.

Thomas Moser (auch alle Fotos) –BerLi-Press (www.berli-press.de) für www.lichtenrade-berlin.de

 

Erntedankfest in Lichtenrade

Berlin-Lichtenrade, Samstag, 25.09.2010 Die Erntedankprozession beginnt am Treffpunkt Salvator-Kirche vor dem S-Bahnhof und trotz be­wölktem Himmel haben sich sehr viele Christen heute hier gut gelaunt eingefunden. Das Motto die­ses 8. ökumenischen Erntedankumzuges lautet: „Seht die Blumen, die auf dem Felde wachsen (aus der Bergpredigt, Mat. 6, 25-31). Der Zug wird begleitet durch diverse geschmückte Fahrräder und Bollerwagen, einer Pferdekutsche und einer alten Dampflok. Nach einem gemeinsamen Lied vor der Salvator-Kirche geht es unter Polizeischutz und Straßensperrung durch die Bahnhofstraße. Dort wird an der Zwischenstation Bahnhofstr./Ecke Rehagener Str. kurz zu einer Andacht innegehalten und wieder gemeinsam gesungen und gebetet. Es herrscht eine fröhliche Atmosphäre und viele  Fa­milien sind mit gebasteltem Kopfschmuck oder mit Möhren, Poree, Kürbis, Wein, Trauben, Heubal­len und mit (Sonnen-)Blumen gefüllten Holzwagen erschienen, die stolz und glücklich von den Kindern gezogen werden. Der Kranz wird von 4 Trägern zu Fuß transportiert und auch die Kitas vom Salvator und der evangelische Kindergarten haben Bollerwagen mit allerlei Köstlichkeiten da­bei wie Kohl, Stroh, Astern, Pilze und Kohl. Gemeinsam endet der Umzug vor der Dorfkirche mit Andacht, Gesang und Gebet; hier sammeln sich nun alle Erntewagen und es folgt eine Darbietung der Bläserkapelle und eine Gesangseinlage der Kleinsten aus der Kita Alt-Lichtenrade, die sich stolz präsentieren und sehr textsicher sind. Nach mehreren Strophen „Du hast uns die Welt gebracht“ kann dann auch wirklich schmunzelnd jeder mitsingen und bis in die letzten Reihen wird mitge­klatscht. Begleitet und unterstützt wird alles durch eine Frau, die Gebärdensprache übersetzt, damit auch niemand etwas verpasst. Es folgt eine Aktion der Umweltgruppe für Faires Handeln mit Blu­men, in der zwei Rosen bildhaft, - und auch für Kinder verständlich - eine Unterhaltung als eine Art „Puppen/Bluesspiel“ miteinander führen. Die Botschaft ist einfach: „Die Welt ist uns nur anvertraut, sie gehört uns nicht“. Als Aufruf und Bitte wird genannt Kraft Blumen mit dem Zeichen des fairen Handeln für die Umwelt und gegen Ausbeutung und Kinderarbeit.

Im Anschluss folgt das traditionelle Beisammensein im Garten hinter der Dorfkirche auf dem Gelände der evangelischen Kita. Hier gibt es leckere Bratwurst, Brause, Kaffee und Kuchen, alles kostenlos (aber Spenden werden natürlich dankend entgegengenommen). Leider fällt das Ponyreiten diesmal aus, weil das arme Pferd zu nervös wurde und nach Hause wollte. Dafür sammeln sich nun alle mit Erntewagen, Obst- und Gemüsekörben, Kränzen und Kopfschmuck auf dem Fest des Dankes. Bei netten Gesprächen unter Freunden und Nachbarn schmecken die Leckereien dann nochmal doppelt so gut. Die Kinder spielen derweil auf dem Spielplatz und amüsieren sich im Holzfass oder spielen Fussball und klettern. Wie immer sieht und trifft man hier die „eingefleischten Erntedankumzügler“, die stetig und eisern jedes Jahr dabei sind, aber auch viele neue Gesichter. An dieser Stelle ein ganz großes Dankeschön an alle, die für dieses Fest mit Rat und Tat zur Seite gestanden haben, die alles organisiert und geplant haben, die Kuchen gebacken, die Wagen geschmückt oder Kranken und Behinderten zur Teilnahme verholfen haben.

Die Attraktion für die Kinder war auch in diesem Jahr wieder die „Dampfmaschine“, die das Ende des Umzuges bildet. Auf dem Gelände können dann die Kinder, die Lust haben (oder wer möchte da nicht mit?) hinten auf dem Anhänger im Waggon sitzen und kostenlos eine oder mehrere Runden mitfahren. Welch ein Spaß ist die Fahrt mit der kohlebetriebenen „The Burrell Road Logomotive“ original nachgebaut maßstabsgetreu in der halben Größe 1:2 von der Great Northern Steam Company, Foster Lincolm mit einem Gewicht von 2,2 t. Nicht nur eingefleischten Eisenbahnfans stockt hier der Atem, auch wir können nicht umhin, uns eine Runde unter die Kinder zu mischen, die unter Jubeln und weit aufgerissenen Augen an der Fahrt teilnehmen. 

Insgesamt wieder ein rundherum gelungener Erntedankumzug, bei dem alle mit einem guten Gefühl nach Hause gehen. Für alle Spenden und die Versorgung des leiblichen Wohls ein großes Dankeschön! Schade, dass das Fest um 13.00 Uhr dann durch den einsetzenden Nieselregen jäh beendet wird. Wir gehen dankbar und zufrieden (und auch gut gesättigt) nach Hause. Die Christen in Lichtenrade danken Gott – nicht nur für die Ernte.

Claudia Kempke / Marjeann Pfeiffer-Raso

 

Bürgerinitiative "Lichtenrade gegen Fluglärm" verkündet ersten Erfolg!

Montags-Demos gehen Fluglärm!

Einen ersten Erfolg kann die Bürgerinitiative "Lichtenrade gegen Fluglärm" verzeichnen: Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg ist in der Fluglärmkommission vertreten. Diese gute Nachricht übermittelte Bürgermeister Band (SPD) den Vertretern der Bürgerinitiative, nachdem sie ihm 10.000 Unterschriften gegen die neuen Flugrouten überreicht hatten. Bürgermeister Band sagte den Lichtenradern  seine Unterstützung zu, die besonders vom Fluglärm betroffen sein würden.

Die BI verkündet weiter, dass zusammen mit Bürgern aus Nord-Mahlow jetzt jeden Montag um 18 Uhr am S-Bahnhof Lichtenrade eine Demonstration gegen die neuen Flugrouten des BBI  stattfindet. Der erste Termin ist der 11.10.2010. Die Empörung im Süden Berlins über die Verschwenkung der Flugzeugstarts über Nord-Mahlow Richtung Lichtenrade ist jedenfalls sehr groß.  Über 10.000 Unterschriften gegen die Flugrouten wurden in nur 2 Wochen gesammelt, eine Veranstaltung der Bürgerinitiative im Gemeinschaftshaus war überfüllt und die Demonstration wurde spontan innerhalb von 4 Tagen auf die Beine gestellt.  Besondere Empörung dürfte hervorrufen, dass diese angeblich neuen Planungen erst kurz vor der Fertigstellung des BBI veröffentlicht wurden.
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Weiter heißt es in der Pressemitteilung der BI gegen Fluglärm: Im sonst eher ruhigen Lichtenrade und Mahlow-Nord gärt es gewaltig. Politik, Flughafengesellschaft und Deutsche Flugsicherung sollten endlich davon Kenntnis nehmen und wieder zur ursprünglich veröffentlichten Flugroutenregelung zurückkehren, wie es auch die Bürgerinitiativen von Teltow, Stahnsdorf, Kleinmachnow und KFBerlin fordern.

Weitere Informationen bieten auf der Homepage:   www.fluglaerm-lichtenrade.de

Weitere interessante LINKS unter http://weblog.lichtenrade-berlin.de/archive/2010/10/09/links-zum-flugl-rm--ber-lichtenrade--und-anderswo-demo-am-montag.htm

 

LINKS zum Fluglärm über Lichtenrade ... und anderswo! Demo am MONTAG!

Auf den folgenden Website finden Sie viele Hintergrundinformationen zum Thema Fluglärm:

Hier finden Sie die Website der Initiativen gegen Fluglärm: LINK

Bürgerinitiative "Lichtenrade gegen Fluglärm" (Blog): LINK

Flugrouten-Animation: LINK

Flugrouten direkt über Lichtenrade - von der Lichtenrade-Website: LINK

Laufende Infos in "Internetzeitung" von www.lichtenrade-berlin.de: LINK

Am Montag, 11. Oktober 2010, um 18 Uhr plant die BI "Lichtenrade gegen Fluglärm" vor dem S-Bahnhof Lichtenrade eine Demonstration gegen den Fluglärum!

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Kita-Besuch: Bundestagsabgeordneten Dr. Jan-Marco Luczak (CDU)

Spielend mit Schlaumäusen lernen „Was reimt sich auf Kuh?“

Der fünfjährige Hasan weiß bereits von zu Hause, was eine Computermaus ist. Von „Schlaumäusen“ aber hat er noch nie gehört. Dass man mit ihrer Hilfe besser sprechen und selbst schreiben lernen kann, weiß er erst seit dem Besuch des Tempelhof-Schöneberger Bundestagsabgeordneten Dr. Jan-Marco Luczak (CDU): Der Politiker besuchte die Kindertagesstätte der Evangelischen Kirchengemeinde Lichtenrade mit im Gepäck hatte Luczak einen Computer sowie die Sprachförderungssoftware „Schlaumäuse“.

Die Software ist das Herzstück der Bildungsinitiative „Schlaumäuse – Kinder entdecken Sprache“, welche 2003 von Microsoft unter der Schirmherrschaft des Familienministeriums gegründet wurde. Das Programm wurde  in Zusammenarbeit mit Didaktikexperten der Technischen Universität Berlin speziell für Kinder von vier bis sechs Jahren entwickelt und hilft diesen, ihren Wortschatz zu verbessern und Sprachdefizite auszugleichen. Luczak: „Viele Kinder brauchen heute neben dem Elternhaus eine gezielte Sprachförderung zur Vorbereitung auf die Grundschule.  Ich möchte unseren Kindern einen guten Start in die Schule ermöglichen. Gerade bei Kindern mit noch geringem Wortschatz kann das Schlaumäuse-Projekt helfen, diese spielerisch an Sprache und Schrift heranzuführen.“

Kita-Leiterin Heike Grüning freute sich über die neuen Möglichkeiten: „Viele in der Elternschaft sind froh, dass wir jetzt einen Computer haben, den Umgang damit vermitteln und gleichzeitig spielerisch Sprachkompetenz fördern können.“

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Auch Hasan findet die Idee vom Lernen mit den Mäusen gut. Nach einer kurzen Einführung durch den Abgeordneten klickt er schon fast wie ein Profi durch das Programm und zeigt dem ein Jahr jüngeren Mathis (links im Foto), wie man es richtig macht. „Was reimt sich auf Kuh?“, fragt die Computerstimme. „Schuh“, weiß Hasan und zeigt auf die entsprechende Bildtafel. Zur Belohnung platzt ein virtueller Luftballon und die Spielfiguren auf den Bildschirm loben die Kinder. „Wunderbar“, sagt Grüning, „die Kinder können sich das Programm gegenseitig beibringen. Das fördert das Sozialverhalten – nicht einsam vor dem Computer, sondern miteinander.“

 

Lichtenrader wollen gegen Fluglärm kämpfen

Berlin-Lichtenrade, 06.Oktober 2010

Bürgerinitiative „Lichtenrade gegen Fluglärm“ gibt folgende Pressemitteilung heraus:

Die Bürgerinitiative „Lichtenrade gegen Fluglärm“ hat gestern Abend über die  Lärmbelastung durch die neu geplanten Flugrouten informiert. Im mit 450 Teilnehmern überfüllten Gemeinschaftshaus an der Barnetstr erklärte Ingenieur Jörg Au, dass die neue  bis zu 1 Km breite Abflugschneise Süd-Lichtenrade  und Nord-Mahlow mit bis zu 75 Dezibel  verlärmen würde. Unter dieser Lärmbelastung sei z.B. dann ein Gespräch nicht mehr möglich. Rechtsanwalt Rene Sorge erläuterte, dass man zwar rechtliche Mittel einlegen könne, zum Beispiel gegen den Planfeststellungsbeschluss, aber die Erfolgsaussichten zurzeit gering seien.

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Foto: Thomas Moser -BerLi-Press (www.berli-press.de) für www.lichtenrade-berlin.de

In der anschließenden Aussprache erregten sich viele Bürger über das Verhalten von Politik, Flugsicherung und Flughafengesellschaft. Im Vertrauen auf  veröffentlichte Planungen habe man Wohneigentum gekauft oder sei hierher gezogen. Jetzt fühle man sich bitter getäuscht und hintergangen. Die Versammelten forderten, dass die Belange Lichtenrades und Nord-Mahlows endlich auch in der Fluglärmkommission zu Sprache kommen. Außerdem müsse starker Druck auf die Politik ausgeübt werden. 

Die Bürgerinitiative konnte in 2 Wochen 10.000 Unterschriften gegen die neuen Flugrouten sammeln. Sie sollen am Donnerstag, den 7.10. dem Tempelhofer Bürgermeister Ekkehard Band übergeben werden.

Die Bürgerinitiative rief zur Teilnahme an der Demonstration aller Berliner und Brandenburger Bürgerinitiativen am 24. Oktober in Teltow  um 15 Uhr auf.  Montags jedenfalls soll es ab 18 Uhr einen demonstrativen Spaziergang über die Bahnhofstr. geben. Treffpunkt ist der S-Bahnhof Lichtenrade.

 

 

Lichtenrader wollen gegen Fluglärm kämpfen

Berlin-Lichtenrade, 06.Oktober 2010

Bürgerinitiative „Lichtenrade gegen Fluglärm“ gibt folgende Pressemitteilung heraus:

Die Bürgerinitiative „Lichtenrade gegen Fluglärm“ hat gestern Abend über die  Lärmbelastung durch die neu geplanten Flugrouten informiert. Im mit 450 Teilnehmern überfüllten Gemeinschaftshaus an der Barnetstr erklärte Ingenieur Jörg Au, dass die neue  bis zu 1 Km breite Abflugschneise Süd-Lichtenrade  und Nord-Mahlow mit bis zu 75 Dezibel  verlärmen würde. Unter dieser Lärmbelastung sei z.B. dann ein Gespräch nicht mehr möglich. Rechtsanwalt Rene Sorge erläuterte, dass man zwar rechtliche Mittel einlegen könne, zum Beispiel gegen den Planfeststellungsbeschluss, aber die Erfolgsaussichten zurzeit gering seien.

In der anschließenden Aussprache erregten sich viele Bürger über das Verhalten von Politik, Flugsicherung und Flughafengesellschaft. Im Vertrauen auf  veröffentlichte Planungen habe man Wohneigentum gekauft oder sei hierher gezogen. Jetzt fühle man sich bitter getäuscht und hintergangen. Die Versammelten forderten, dass die Belange Lichtenrades und Nord-Mahlows endlich auch in der Fluglärmkommission zu Sprache kommen. Außerdem müsse starker Druck auf die Politik ausgeübt werden. 

Die Bürgerinitiative konnte in 2 Wochen 10.000 Unterschriften gegen die neuen Flugrouten sammeln. Sie sollen am Donnerstag, den 7.10. dem Tempelhofer Bürgermeister Ekkehard Band übergeben werden.

Die Bürgerinitiative rief zur Teilnahme an der Demonstration aller Berliner und Brandenburger Bürgerinitiativen am 24. Oktober in Teltow  um 15 Uhr auf.  Montags jedenfalls soll es ab 18 Uhr einen demonstrativen Spaziergang über die Bahnhofstr. geben. Treffpunkt ist der S-Bahnhof Lichtenrade.

 
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Hier wird jetzt in lockerer Folge von aktuellen Lichtenrader Geschehnissen berichtet. Eine Art "AKTUELLE INTERNETZEITUNG" könnte man auch sagen...
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