Bericht Berliner Woche vom 30. Juni 2010: "Rätselraten um Lichtenrader Heilquelle!
Eröffnungsfest im Interkulturellen Generationengarten
5. Juni 2010
„Es war so schön“ unser Eröffnungsfest mit Kinderprogramm im Interkulturellen Generationengarten
Bei strahlendem Sonnenschein strömten kleine und große Besucher ab 14:00 Uhr in den Interkulturellen Generationengarten. Die vielen Helferinnen und Helfer der Bürgerinitiative „Rettet die Marienfelder Feldmark!“ und des Nachbarschaftszentrums der ufafabrik luden die Gäste zum Verweilen ein.
Im kühlen Schatten genossen die Besucher das erste sommerliche Wochenende in Berlin bei Kaffee, Kuchen, Kräftigem vom Grill und Getränken. Offiziell begrüßten Herr Stadtrat Oliver Schworck, Frau Wilkening (Geschäftsführerin des NUSZ) und Frau Gäsche (BI) die Besucher. Hannelore Kinder, Regionalleiterin des Jugendamtes, überreichte ein neues Johannisbeerbäumchen, da das Einstandsstämmchen entwendet wurde. Kinder aus der Kita Vierjahreszeiten belebten das Programm mit Gesang und Orientalischen Tanz. Projektleiter Heidi Simbritzki und Hinrich Scheffen gab mit einem musikalischen Beitrag den Startschuss für die Feierlichkeiten.
Die Kinder hatten beim Herstellen von Vogelscheuchen aus Stroh Spaß und stellten sie gleich auf ein vorbereitetes Beet auf. In dieses Beet pflanzten dann auch Besucher gespendete Blumenknollen.
Interessierte Besucher hatten die Gelegenheit, sich von der Bürgerinitiative durch das nahe gelegene Lichtenrader Wäldchen führen zu lassen und die dort lebenden Insekten näher kennen zu lernen. Auch ein Bienenzüchter war mit einem Bienestock im IKGG und räumte Vorurteile gegen die fleißigen Insekten aus. Besucher und Helfer verteilten sich auf das 5000 m² große Grundstück und genossen den schönen Tag miteinander. Bis zum Abend tauschte man sich aus, lachte und sang miteinander – eine Gitarre wurde spontan ausgepackt und improvisierte Lieder zum Besten gegeben.
Wir konnten an diesem Tag neue Gärtnerinnen und Gärtner im IKGG gewinnen. Es sind weiterhin Beete zu vergeben.
Informationen erhalten Sie bei Heidi Simbritzki unter 75503146 oder bei Hinrich Scheffen unter 0163-4146205. Mit Herrn Scheffen könne Sie auch ein Treffen auf dem Gelände vereinbaren.
An dem ersten Sonntag im Monat ist der IKGG zwischen 10:00 und 12:00 in den IKGG in der Blohmstraße 71-73 für Interessenten geöffnet.
Auch Berliner Woche berichtet: Dorfkrug Lichtenrade soll Leben eingehaucht werden!
Siehe auch den ausführlichen Bericht in der INTERNETZEITUNG!
Lichtenrade drückt den Fußballern in Südafrika zur WM 2010 weiterhin die Daumen!
Rettungseinsatz - Christoph 31 - in Lichtenrade
22. Juni 2010
Rettungseinsatz in der Lichtenrader Paetschstraße!
Der Hubschrauber landete vor der Stadtgrenze, am Ende der Prinzessinnenstraße, im Todesstreifen der ehemaligen Grenze. Der Arzt wurde mit einem Polizeifahrzeug zum Einsatzort gebracht.

Fotos: Thomas Moser -BerLi-Press- www.berli-press.de
Website von Christoph 31: http://christoph31.de
Sommerkonzert vom Lichtenrader Chor
Berlin-Lichtenrade, 20. Juni 2010
Der Lichtenrader Chor und das Lichtenrader Orchester luden zum Sommerkonzert in die Salvator-Kirche. Die bis zum letzten Platz besuchte katholische Kirche bot, bei herrlicher Akustik, eine würdevolle Kulisse für ein wunderschönes Sonntagnachmittagskonzert. Unter Chor- und Orchesterleitung von Andreas Harmjanz wurde ein hochwertiges Konzert geboten:
Wolfgang Amadeus Mozart, Sancta Maria, Mater Dei und Ave verum Corpus
Charles Avision, Concerto V
Felix Mendelssohn Bartholdy, Jauchzet dem Herrn, alle Welt
Charles Avision, Concerto VI
Wolfgang Amadeus Mozart, Te Deum
Chor und Orchester überzeugten die begeisterten Zuhörer. Ein besonderes Vergnügen für Lichtenrader Musikliebhaber!
Foto: Thomas Moser -BerLi-Press www.berli-press.de für www.lichtenrade-berlin.de
Vorankündigung:
Samstag, 11. Dezember 2010 - Adventskonzert (Gemischter Chor der Polizei Berlin und Lichtenrader Männerchor)
Schöneres Lichtenrade
Eine Initiative vom Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümerverein Berlin-Lichtenrade
Wer hat sich nicht schon mal über die defekte Straßenlaterne, den Müll am Straßenrand oder das schief sehende Straßenschild geärgert? Aber wer ist dafür eigentlich verantwortlich und muss sich darum kümmern? Wie erreiche ich denjenigen?
Schluss mit ärgern, wir wollen helfen! Für uns als Haus-, Wohnungs- und Grundstückseigentümer kommt es nicht auf Mietrecht und Steuern an, wir wohnen zum größten Teil in Lichtenrade und wollen in einem gepflegten Umfeld leben. Im Übrigen ist eine gepflegte Gegend auch werterhöhend für unsere Wohnungen und Grundstücke.
Darum rufen wir die Aktion „Schöneres Lichtenrade!“ ins Leben. Melden Sie uns, was Sie auf unseren Straßen und Plätzen ärgert, was nicht in Ordnung ist. Wir melden dies an die zuständigen Ämter, Behörden und anderen Stellen (z.B. BSR). Und wir wollen nachhalten, dass den Mängeln und Problemen tatsächlich nachgegangen wird und diese abgestellt werden.
Bitte senden Sie Ihre Meldung unter den Stichwort „Schöneres Lichtenrade“ an uns:
Per Post: 12307 Berlin, Rehagener Str. 34
oder Per Fax: 030/744 02 18
oder Per E-Mail: info@hwgv-lichtenrade.de
Für die rd. 3.000 Mitglieder des Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümervereins Berlin-Lichtenrade e.V. kommt es nicht nur auf Mietrecht und Steuern an. Diese wollen in einem gepflegten Umfeld leben, was sich natürlich auch positiv auf Wohnungen und Grundstücke auswirkt. Darum hat der Vorstand die Aktion „Schöneres Lichtenrade!“ ins Leben gerufen. Alle Mitglieder aber auch jeder Bürger soll dem Verein melden, was ihn in Lichtenrade, auf unseren Straßen und Plätzen ärgert, was nicht in Ordnung ist. Der Verein meldet dies an die zuständigen Ämter, Behörden und anderen Stellen (z.B. BSR). Und es soll nachgehalten werden, damit den Mängeln und Problemen tatsächlich nachgegangen wird und diese abgestellt werden.
Kinderhilfswerk beglückt LortzingClub mit Spende
Berlin-Lichtenrade, 17. Juni 2010
4.600 Euro für die Lichtenrader Kiez-Experten und für „Kochen macht Laune“
Bei herrlichem Sonnenschein besuchten heute einige große Menschen die Kinder- und Jugendeinrichtung LortzingClub. An diesem Tag waren die Erwachsenen, neben den vielen Kindern, ausdrücklich erwünscht! Die Scheckübergabe vom Deutschen Hilfswerk und der Firma „Friki Deutschland“ erfolgte auf der Einrichtungsterrasse hinter dem Haus.
Die Jugendstadträtin Angelika Schöttler (SPD) begrüßte den stellvertretenden Bundesgeschäftsführer vom Kinderhilfswerk Holger Hofmann, den“Friki“-Vertriebsleiter Ludwig Magrian, den beliebten Einrichtungsleiter Oliver Schmidt und die AHB-Berlin Süd Trägervertreter Roland Stähle und Dirk Paelecke.
Oliver Schmidt und Angelika Schöttler lauschen den Worten von Holger Hofmann
Angelika Schöttler freut sich, dass sie mal wieder die Einrichtung besuchen kann: „Wir stehen heute hier als tolle ´Dreisamkeit´. Das Jugendamt bringt das Gelände mit, der Träger den Inhalt, insbesondere den Herrn Schmidt und zwei wichtige Projekte werden nun vom Deutschen Kinderhilfswerk gesponsert.“ 
Holger Hofmann und Ludwig Magrian von Friki überreichen den Scheck
Holger Hofmann erläutert zur Spendenübergabe: „Es geht um das Kochstudio und um die Kiez-Experten. Beide sind uns ganz wichtig! Kochen ist heute für Kinder nicht mehr so selbstverständlich und die Kiez-Experten machen sich wichtige Gedanken über ihren Stadtteil. Hofmann erläutert, dass das Hilfswerk auf Spenden, besonders auch von Firmen angewiesen ist. So wird die Spendenübergabe gemeinsam mit Ludwig Magrian von „Friki“ durchgeführt.
„Rund drei Millionen Kinder leben in Deutschland an der Armutsgrenze“ berichtet Ludwig Magrian. „Mit unserem Engagement“, so Magrian, „möchten wir nachhaltig dazu beitragen, möglichst viele Kinder schon von klein auf an, an eine ausgewogene und gesunde Ernährung heranzuführen.“ Friki versorgt ganz Deutschland mit frischem Geflügel. Ludwig Magrian weiter: „Für uns ist regelmäßiges und gesundes Essen für Kinder wichtig. Wir finden es toll, wenn hier die Kinder kochen lernen!“ Launig spendiert Magrian dann noch für das nächste Grillvergnügen im LortzingClub „Hähnchen satt“. Die kleinen Besucher applaudieren und freuen sich schon auf das nächste Kochstudio. 
Auch die Regionalleiterin des Jugendamtes Irmgard Beckmann und die pädagogische Sachbearbeiterin Beatrix Veenhoven sind über den Scheck sehr glücklich. Mit 1.000 Euro wird davon die gesunde Ernäherung unterstützt. Mit 3.600 Euro werden die Kiez-Experten gefördert, damit es ein Stück mehr gelingt, einen kinderfreundlichen Stadtteil erfahrbar zu machen. Hofmann erläutert abschließend: „Unter dem Motto ´Kiez-Experten mischen mit´ recherchieren Mädchen und Jungen in Lichtenrade, wie kinderfreundlich ihr Stadtteil ist. Dabei legen sie besonderen Wert auf die Beteiligung der benachbarten Schulen. Ihre Ergebnisse werden sie später auf einer eigenen Homepage vorstellen und natürlich darauf dringen, eventuelle Schwachstellen zu verbessern.“
Lichtenrade ist stolz auf seinen LortzingClub und auf den engagierten Leiter Oliver Schmidt. Die Spende ist hier besonders gut aufgehoben!
Thomas Moser –BerLi-Press (www.berli-press.de) für www.lichtenrade-berlin.de
LortzingClub Lichtenrade: http://www.lortzing-club.de
Deutsches Kinderhilfswerk: http://www.dkhw.de
Friki: http://www.friki.de
Dieser Artikel wurde auch in "KiTS aktuell", der Jugendamtszeitung von Tempelhof-Schöneberg, veröffentlicht: LINK
Die heiße Quelle in Lichtenrade ist heiße Luft
Berlin-Lichtenrade 17.7.2010 / 29.3.1924
Der Zeitungsausschnitt enthielt jedoch keine Angabe mit Datum!
Bei der weitergehenden Recherche nach der Ur-Quelle, hat der Chronist Thomas Moser nun die Originalausgabe der „Berlin-Lichtenrader Zeitung und Anzeiger“ im Archiv des Heimatmuseums Tempelhof-Schöneberg gefunden. Der Artikel ist tatsächlich vorhanden und ist in der Nr. 26 der Zeitung vom 29.3.1924 abgedruckt. Ein erstmal unverdächtiges Datum. Da die Lichtenrader Zeitung zu der Zeit aber nur 2 mal wöchentlich erschien, hat Thomas Moser, wie auch schon die Berliner Woche, eine ganz starke Vermutung. Dieses Datum liegt nun mal vor dem 1. April und dürfte ein vorgezogener Aprilscherz der damaligen Zeitungsmacher gewesen sein. In dieser und in der historischen Folgeausgabe vom 2.4.1924 ist zwar kein direkter Hinweis auf einen Aprilscherz zu finden, aber auch im gesamten Jahrgang 1924 wurde die heiße Quelle nicht nochmal erwähnt. Das ist sehr ungewöhnlich, wenn eine solch interessante Entdeckung tatsächlich gemacht worden wäre.
Moser zu der Zeitungsente: „Auch damals scheint es schon Spaßvögel gegeben zu haben, die 86 Jahre später noch für Aufmerksamkeit sorgen.“
Es ist also wahrscheinlicher, dass rund um die ehemalige Lichtenrader Mälzerei ein neues Einkaufszentrum entsteht, als das „Pilgerschlangen in Lichtenrade für Aufschwung sorgen“ (Reporter Hans-Dieter Keitel im Kommentar „Ich meine“ der Berliner Woche vom 9. Juni 2010). Es bleibt dabei: „Bier statt Wasser!“

Foto: Thomas Moser - Orginalausgabe der Lichtenrader Zeitung von 1924 - mit freundlicher Genehmigung der Museen Tempelhof-Schöneberg
Der Bericht in der Berliner Woche: LINK
Der Bericht in der Internetzeitung: LINK
Kinder und Jugendliche machten ihre eigene Kiez-Zeitung
Gemeinsam mit dem Jugendamt startete die im Ortsteil Friedenau beheimatete PSD Bank Berlin-Brandenburg im letzten Jahr ein Kiez-Zeitungs-Projekt für Kinder und Jugendliche aus Tempelhof-Schöneberg. Fünf Jugendfreizeiteinrichtungen aus drei Ortsteilen beteiligten sich daran. Ergebnis waren drei Kiez-Zeitungen, die mit einer Auflage von 500 Exemplaren in den Ortsteilen verteilt wurden. Die jungen Redakteurinnen und Redakteure berichteten in ihren Zeitungen darüber, was rund um ihre Freizeiteinrichtungen los ist. Die Jury hatte es sehr schwer, die Preise zu vergeben, da die Qualität aller drei Zeitungen sehr hoch ist. Die zwölf Jury-Mitglieder hatten jeweils 12 Punkte zu vergeben. Im Ergebnis stand fest, dass es zwei zweite Plätze mit jeweils 35 Punkten und einen knappen Sieger mit 38 Punkten gibt.
Die beiden zweiten Plätze errangen die Kiez-Zeitungen aus Friedenau und Lichtenrade. Daran beteiligt hatten sich die Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen Die Burg, eine Einrichtung des Jugendamtes Tempelhof-Schöneberg, und VD13 in Trägerschaft des Nachbarschaftsheims Schöneberg e.V. in Friedenau, und der LortzingClub aus Lichtenrade, der sich in Trägerschaft der AHB Berlin-Süd gGmbH befindet. Für die Zweitplatzierten gab es jeweils einen Scheck in Höhe von 1.000 Euro von der PSD Bank.
Den ersten Platz belegte die Kiez-Zeitung des Ortsteils Tempelhof, an der sich die Freizeiteinrichtungen Hessenring des Jugendamtes und der BoseClub beteiligten, der sich in der Trägerschaft von KIDS e.V. und des Nachbarschafts- und Selbsthilfezentrums der Ufa-Fabrik befindet. Der Sieger des Wettbewerbs erhielt einen Scheck über 1.500 Euro.
Zur Jury gehörten der Vorstandsvorsitzende der PSD-Bank, Norbert Atzler, sowie Oliver Pöpplau und Thomas Biersack von der PSD-Bank, Horst-Dieter Keitel und Karolina Wrobel von der Berliner Woche und Berit Müller vom Berliner Abendblatt sowie vom Jugendamt Angelika Schöttler, Wolfgang Mohns und Ed Koch.
Quelle KiTS-aktuell Nr. 405 16. Juni 2010
Lichtenrader Meile 2010
Die Bambini starteten um 8.30 Uhr. Dann kamen die Schüler; der Hauptlauf mit 7,5 km (1 Meile) oder 15 km (2 Meilen) begann um 9.30 Uhr. Die Walker und Nordic Walker beendeten das Feld.



Die Schüler bekamen ihre Pokale
Weitere Informationen: http://www.lichtenrader-meile.de/cms/
Fotos: Thomas Moser -BerLi-Press www.berli-press.de für www.lichtenrade-berlin.de
Dorfkrug Lichtenrade soll Leben eingehaucht werden!
Berlin-Lichtenrade 11. Juni 2010

Das denkmalgeschützte Haus, visavis der alten Dorfkirche, beherbergt seit einigen Tagen im vorderen ehemaligen Gaststättenbereich eine modern eingerichtete Gemeinschaftspraxis für Zahnmedizin und Kieferorthopädie. Nur der große Saal im hinteren Bereich wartet noch auf eine sinnvolle Nutzung.
Viele Lichtenrader können sich aus ihrer Jugend gut an den Dorfkrug als Diskothek erinnern. Zwischenzeitlich wurden die Räumlichkeiten für ein Tanzstudio genutzt. Viele Jahre lag jedoch das 1856 im historischen Ortskern erbaute Juwel im Dornröschenschlaf.
Mit insgesamt 250 Quadratmeter Gesamtfläche soll der Festsaal mit seiner Bühne nun für neue Nutzungen erschlossen werden. Die Eigentümerin kann sich hier Vieles vorstellen: „Denkbar sind weitere Arztpraxen. Auch ist eine künstlerische Nutzung bei den hohen Räumen vorstellbar oder ein Indoor-Spielplatz könnte das Lichtenrader Angebot erweitern.“ Frau Lehne-Dannehl hat viele Nutzungsideen, zum Beispiel als Kino, Musikschule, Lernladen oder Sportstätte für Tai-Chi oder Qigong. Es ist auf dem Grundstück auch eine Freifläche vorhanden. Besonders gut kann sich Regina Lehne-Dannehl aber eine Salzgrotte nach dem Vorbild der „Saltero-Salzgrotten“ ausmalen: „Im Innenbereich könnten Grotten gut zur Behandlung von Allergien, Haut- und Bronchialerkrankungen errichtet werden. Auf der Bühne kann ein kleines Café eingerichtet werden.“ Zur Ergänzung stellt sich die engagierte Lichtenraderin vor, dass in den historischen Räumen auch direkt eine Lungenfacharztpraxis eingerichtet wird. Ein Höhepunkt wäre natürlich noch, wenn das Heilwasser, das 1924 an der ehemaligen Mälzerei gefunden wurde, wieder erschlossen wird und für die Behandlung genutzt werden könnte. „Ich bin für jede seriöse Idee offen!“ erläutert Lehne-Dannehl.

Regina Lehne-Dannehl vor dem Saal
Regina Lehne-Dannehl zerstreut auch die Bedenken, dass der Denkmalschutz geplante Projekte unmöglich macht: „Der Ausbau nach denkmalgeschützten Vorgaben konnte auch gut in der neuen Zahnarztpraxis umgesetzt werden.“ Da mit einigen Investitionen für den Mieter zu rechnen ist, lockt die Eigentümerin mit einem attraktiven Mietpreis.
Die Hausherrin ist stolz auf ihren „Dorfkrug“: „Die schöne Fassade und der Charme des 19. Jahrhunderts sind durch regelmäßige Instandsetzungsmaßnahmen erhalten geblieben.“ Die in Lichtenrade aufgewachsene Hausherrin Lehne-Dannehl schaut sich gerne das viele historische Material und die alten Bilder an, die sie noch in den Räumen gefunden hat. So wird auch für die „Dorfkrug-Chefin“ die Geschichte ihres Anwesens noch mal lebendig. Der Blick auf den idyllischen Lichtenrader Giebelpfuhl ist dabei für sie wie Urlaub!
Es ist schön in Lichtenrade zu beobachten, dass sich viele Leute um die Erhaltung und Nutzung historischer Orte und Gebäude bemühen!
ToM –BerLi-Press/auch Fotos (www.berli-press.de) für www.lichtenrade-berlin.de
Aus der Geschichte des Dorfkruges:
Ein Dorfkrug einer „Witwe Dahms“ wird schon um 1700 erwähnt. 1675 heiratete ein Michael Koppe aus Schönefeld in Lichtenrade ein und machte sich hier als Kossät ansässig. 284 Jahre lebte das Geschlecht Koppe in Lichtenrade. Der Letzte, Otto Koppe (ein Onkel von Gustav Lehne), ist 1958 verstorben und auf dem alten Kirchhof begraben. Etwa 70 Jahre bewirtschaftete nach einer Aufzeichnung das Geschlecht Koppe den Gasthof, bevor die Familie Lehne, die durch Trauung am 9.2.1887 der Marie Koppe (einer Schwester von Otto Koppe) mit Gustav Lehne, das Anwesen übernahm.

Bevor der Dorfkrug „Gasthaus Koppe“ 1856 erbaut wurde, eröffnete 1838 an dieser Stelle das erste Postamt in Lichtenrade. Von dieser Zeit an hielten die Dresdener und die Görlitzer Fahr- und Reitposten in Lichtenrade und Zossen.
Im Saal vom Dorfkrug fanden Turnstunden des VFL Lichtenrade statt, der 1894 als Verein für Leibesübungen gegründet wurde. „Gar lustig ist die Jägerei auf Lichtenrader Flur“, so sangen einst die Jäger, wenn sie nach der Hühner- oder Hasenjagd beim alten Nimrod Otto Koppe im Dorfkrug einkehrten.
Wie die Chronik zu berichten weiß, kam ab 1900 einmal wöchentlich der Berliner Arzt Schmidt in den Dorfkrug und hielt hier seine Sprechstunde ab. Der erste Arzt zog dann erst 1910 nach Lichtenrade.
1928 wurde an diesem Ort eine große Protestveranstaltung wegen der Überschwemmungsschäden organisiert. Der Magistrat von Berlin wurde in einer Resolution zur „Beseitigung des Notstandes“ aufgefordert. In diesem Jahr fand auch eine Protestveranstaltung gegen die Umbenennung von Straßen statt.
(Zusammengetragen von Thomas Moser – Lichtenrade-Website www.lichtenrade-berlin.de)
Historische Postkarte aus dem Archiv von Regina Lehne-Dannehl!
Begriffserläuterungen:
Nimrod: hebräisch Jäger
Kossäte: Ein Dorfbewohner, der als Gegenleistung für die Überlassung eines Hauses und eines Grundstücks für eigene Bewirtschaftung an den Grundherrn nicht nur Zinsen in bar und Naturalien (z. B. Hühner, Getreide), sondern auch Hand- und Spanndienste (z.B. Ernteeinsatzhilfe) leisten musste.
Jugendcafé 10 Jahre Online!
Berlin-Lichtenrade, 12. Juni 2010
Eine Jugendfreizeiteinrichtung kommt in die Jahre und bleibt trotzdem jung!
Das „Jugendcafé am Dorfteich“ Lichtenrade, Alt-Lichtenrade 103, ist für Kinder und Jugendliche schon 10 Jahre Online: www.online-lira.de ! Das ist Grund genug, dass sich die Jugendfreizeiteinrichtung „Jugendcafé am Dorfteich“ feiert.

Das Haus ist heute für Freunde und Nachbarn offen. Auch wenn dem Fest leichte Regenschauer nicht erspart blieben, hatten die Jugendcafé-Macher für die Gäste einiges zu bieten. Geboten wurden den Besuchern die Live Bands Salema, Upper Space und Crossfire.

Für das leibliche Wohl sorgten Crêpes, Salate und Gegrilltes.

Für die Kinder und Jugendlichen gab es viel Spiel und Spaß.

Die Kleinen konnten sich schminken lassen und die Jugendlichen vergnügten sich beim großen Live-Kicker-Spiel.
Die pädagogische Sachbearbeiterin des Jugendamtes Beatrix Veenhoven eröffnete das Fest und überbrachte die herzlichsten Grüße der verhinderten Jugendstadträtin Angelika Schöttler (SPD) und der Regionalleiterin Irmgard Beckmann. Beatrix Veenhoven stellte die Jugendcafé-Crew vor und informierte über die Geschichte der kommunalen Einrichtung: „An erster Stelle möchte ich die Leiterin des Jugendcafés am Dorfteich Rosa Martins Samuel vorstellen. Zum langjährigen Team gehören auch Manuela Orzel-Schultze und Reinhard Walter. Und weil das Jugendcafé als Schwerpunkt die Medienarbeit hat, also alles rund um Computer und Internet, gibt es auch den freien Mitarbeiter Artur Jurgawka.“

Das Jugendcafé hat im Juni 2000 mit 5 PC-Plätzen angefangen: „Dank der ausrangierten Computer der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung gibt es jetzt 15 Arbeitsplätze. Es wird gechattet, gesurft, gespielt, Musik geschnitten, Computerführerscheine gemacht und Bewerbungen geschrieben“ erzählte Veenhoven den interessierten Besuchern. Auch das „Jobmobil“ ist von Anfang an dabei und unterstützt die Jugendlichen bei der Berufsorientierung, Job- und Ausbildungssuche und hilft auch beim Schreiben von Bewerbungen. Das Jugendcafé ist an 6 Tagen in der Woche eröffnet und seit 2008 auch am Sonntag. Täglich kommen in die idyllische Dorfoase 15 bis 40 Jugendliche. Das Angebot richtet sich an Mädchen und Jungen ab 13 Jahren.

Im Jahr 2005 wurde dann der Förderverein Dorfteich e.V. gegründet, der auf unbürokratischem Weg viele zusätzliche Angebote möglich macht. Das „Jugendcafé am Dorfteich“ hat vom Lesezirkel Weißgerber, ein altes Lichtenrader Familienunternehmen, regelmäßig finanzielle Unterstützungen erhalten. So konnte die Musikanlage auch durch Spenden erworben werden. Die Familie Weißgerber ist sozial sehr engagiert und unterstützt seit Jahren die kommunalen Einrichtungen in Lichtenrade.
Mit der Innensanierung des Hauses im Jahr 2008 konnte auch eine Streetball Anlage errichtet werden und wird gerne von den Jugendlichen genutzt. 2009 wurden dann noch das Internetcafé und die Gruppenräume erneuert und neu möbliert. Beatrix Veenhoven abschließend: „Ihnen Allen ein herzliches Dankeschön und herzlichen Glückwunsch zum 10 Jährigen!“ Diesen Glückwünschen schließt sich die Lichtenrade Kiez-Internetseite www.lichtenrade-berlin.de gerne an: Das Haus am Dorfteich ist ein Leuchtturm der Jugendarbeit in Lichtenrade!

Herzlichen Glückwunsch an das Jugendcafé, dem Team der Einrichtung und an die „Mutter vom Janzen“ und „Motor der Einrichtung“ Rosa Martins Samuel (Foto vorne 4.v.lks)!
Weitere Informationen unter http://online-lira.de
Lichtenrader Magazin berichtet über Diskussion zum Mälzerei-Einkaufszentrum
Mälzerei Lichtenrade als Heiltherme?
Zur besseren Lesbarkeit: Artikel anklicken! Lichtenrade - ein Kurort?
1924 veröffentlichte die "Lichtenrader Zeitung" folgenden Bericht:

Zeitzeugen gesucht!!! Wer kann noch etwas dazu sagen?
Der obige Artikel wurde in der Chronik des VFL Lichtenrade (zum 100. Jubiläum-1994) abgedruckt!
Der obige Text nun von deutscher in latheinische Schrift "übersetzt":
Lichtenrade Kurort?
Als die Schlossbrauerei kürzlich auf ihrem Gelände in der Steinstraße, hinter dem Lemkeschen Grundstück nach Wasser bohren ließ, stieß sie in einer Tiefe von ca. 58 Meter auf eine heiße Quelle. Sie ließ zunächst das Bohrloch verstopfen, um die Quelle untersuchen zu lassen. Die Untersuchung hat nun ergeben, dass die Quelle dort stark schwefelhaltig ist und an Beschaffenheit zwischen den Aachen-Burtscheider und Wiesbadener Quellen liegt. Eine Gesellschaft hat sich bereits der Sache bemächtigt und beabsichtigt hier ein Kurhaus zu errichten. Diese Tatsache bedeutet für unsern Ort eine große Entwicklungsmöglichkeit und werden Grundstücksspekulanten sich dies zunutze machen, darum also Vorsicht bei Verkauf. Die Arbeiten zur Einfassung der Quelle sind bereits soweit gediehen, dass mit der Abgabe des ungemein heilkräftigen Wassers in den ersten Tagen des kommenden Monats begonnen werden kann. Und was die Hauptsache ist, hiesigen Einwohnern wird das Wasser gratis verabfolgt.
Quelle: Lichtenrader Zeitung 1924 (Tag -noch- nicht bekannt)
Sekundär-Quelle: Chronik des VFL-Lichtenrade zum 100. Jubiläum (1994)




