Mälzerei-Einkaufszentrum in Lichtenrade

Thomas Moser: Ideen, Fantasien und Anregungen eines Lichtenraders

Wie geht es nun weiter mit dem vom Großinvestor Huth geplanten Einkaufszentrum an der S-Bahn Lichtenrade, rund um die ehemalige Mälzerei? Dies kann zurzeit noch keiner sagen, weil das Verfahren noch nicht abgeschlossen ist. So bleibt vielleicht ein wenig Zeit, über die Planungen zu spekulieren und zu phantasieren.

Als Erstes fragt man sich natürlich, was denn noch ein neues Einkaufszentrum soll? Immer mehr von diesen Konsumtempeln wachsen aus dem Boden, ob in Steglitz, am Tempelhofer Hafen und auch die Gropiuspassagen sind ja nicht so weit weg. Wer soll denn dort noch einkaufen? Reicht uns nicht unsere bisherige Bahnhofstraße im „Dorf“ Lichtenrade?

So genau kann das natürlich keiner sagen! Außerdem ist es auch so, dass die Bahnhofstraße am Abend und am Wochenende nach Geschäftsschluss wie ausgestorben ist. Ausnahmen sind dann die riesigen Feste (Weinfest, Weihnachtsmarkt) der Aktionsgemeinschaft Bahnhofstraße. Ob durch diese Feste aber wirklich der Einzelhandel der ortsansässigen Gewerbetreibenden gestärkt wird, ist mit einem großen Fragezeichen zu versehen. Die Idee der Belebung der Bahnhofstraße ist jedoch nach wie vor eine gute und wichtige Sache!

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Nun sind Hoffnungen da, dass durch ein neues Einkaufszentrum rund um die Mälzerei auch mehr Leben in die Geschäftsstraße einkehrt und den kleinen Gewerbetreibenden dadurch nicht das Wasser abgegraben wird. Im Bezirksamt und BVV sind die Ansätze vorhanden, dieses Einkaufszentrum nicht zu groß werden zu lassen. Dies ist sicher richtig, denn alleine ein neues Einkaufszentrum wird nicht für eine Belebung der Umgebung außerhalb der Geschäftszeiten sorgen! Es gibt mittlerweile genügend andere Einkaufszentren, wo man auch sehen kann, dass an diesen Orten nicht zwangsläufig eine lebendige Infrastruktur entstanden ist.

Daher scheint mir der wichtigste Ansatzpunkt zu sein, dass die Mälzerei gut in die Planungen mit einbezogen wird! Und diese Planungen sollten nicht nur halbherzig vorangetrieben werden! Momentan ist dieses Gelände nur eine trostlose Fläche. Das ehemalige Haus Buhr wurde dem Verfall preisgegeben und ist offensichtlich auch nicht denkmalgeschützt. Auf dieser Fläche soll ja ein kleineres C&A-Bekleidungsgeschäft entstehen. Das, was heute schon im Gespräch ist, sind im unteren Geschoss der Mälzerei Restaurants und Lokale. Wie gesagt, ein guter und wichtiger Ansatz!

Eine Begehung der Mälzerei hat natürlich auch die begrenzten oder besser gesagt nicht so einfachen, Möglichkeiten aufgezeigt. Die Mälzerei hat in der Regel sehr schmale Fenster, weil Fenster für die ursprüngliche Nutzung einer Mälzerei um 1900 nicht notwendig waren. Das bedeutet aber auch, dass der Lichteinfall im Gebäude begrenzt ist. Besonders weil die Mälzerei eine beachtliche Tiefe aufweist, ist die Helligkeit in den inneren Bereichen ein echtes Problem. Außerdem hat der Denkmalschutz ein gewichtiges Wörtchen mitzureden, wenn Änderungen vorgenommen werden. Vorstellbar sind aber sicher auch denkmalgeeignete Vergrößerungen von Fenstern und intelligente Lichteinfallkonzepte für den inneren Nutzungsbereich. Hier sind pfiffige Architektenideen gefragt!

Was könnte dann noch sinnvoll für eine Nutzung der Mälzerei sein, wenn man davon ausgeht, dass die Mälzerei der einzig wirkliche Ansatzpunkt für eine Fortentwicklung der Bahnhofstraße ist?

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Mir schwebt vor, dass eine Art „Brauhaus“, wie man es schon öfters in der Stadt findet, eine mögliche Nutzung als Lokal und Restaurant sein könnte. Der Bezug zur ehemaligen Nutzung einer Mälzerei ist vorhanden und könnte so ein Publikumsmagnet werden. Vielleicht entwickelt sich etwas Ähnliches wie um 1900, wo man „ins Grüne“ nach Lichtenrade in große Gaststätten gefahren ist. Natürlich haben sich die Zeiten grundlegend verändert und es gibt unendlich viel andere Angebote für Berliner und Touristen. Unabhängig von „Nostalgiefantasien“ könnte jedoch die zentrale Lage an der S-Bahn ein großer Erfolgsfaktor sein, besonders dann, wenn man Lichtenrade als künftiges Einzugsgebiet für den Großflughafen BBI sieht.

Die Größe der Geschosse scheinen für ein Brauhaus genau richtig zu sein. Ein Brauhaus, aber auch die bisher geplanten Restaurationen, brauchen ganz dringend eine vernünftige Größe an Außenfläche für den Lokalbesuch im Sommer. Hier sollte man eher, zumindest direkt um die Mälzerei herum, auf einige Parkplätze verzichten und einen Außengarten ansiedeln. Vielleicht könnte auf der Ebene des Erdgeschosses eine Art breite Promenade gebaut werden, die dann wie ein Balkon für die Außennutzung der Restaurants geeignet ist. Ohne Außenanlage dürften die Lokalitäten kaum ein Überlebenschance haben!

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Was noch möglich erscheint, ist in den oberen Stockwerken ein Fitnessstudio. Und um hier nicht nur beliebig zu sein, könnte man an ein Konzept denken, das besonders auch auf ältere Anwohner achtet. Die Generation 65+ wird unsere demografische Entwicklung nun mal entscheidend beeinflussen. Wenn man sieht, dass der Bevölkerungszuwachs besonders in dieser Altersgruppe zu finden ist, dürfen diese Mitbewohner nicht vernachlässigt werden. In Lichtenrade ist bei insgesamt leicht sinkenden Einwohnerzahlen in den letzten 10 Jahren ein erheblicher Anstieg der Generation der „jungen Alten“ um über 60% zu verzeichnen. Da kann keiner mehr davon reden, dass es sich hier um eine unwichtige Zielgruppe handelt! Also warum nicht ein altersgerechtes Fitnessstudio oder so etwas wie „Kieser-Training“ für die eher sanfte Therapie und Fitness! Hier könnte ein echter Bedarf sein, zumal es dafür dann auch ausreichend Parkplätze und die direkte S-Bahn Anbindung geben würde.

Natürlich soll man auch an Veranstaltungsräume für die jüngeren Generationen denken, die auch für kulturelle Veranstaltungen einen optimalen Rahmen bieten könnten. Eine Etage als flexibel zu verändernden Tagungsort ist eine weitere Idee, die bereits diverse andere ehemalige Mälzereien in Deutschland umgesetzt haben. Ein richtiges Kultur- und Tagungszentrum also! Klein, aber fein!

Für die weiteren Geschäfte des geplanten Einkaufszentrums, außerhalb der Mälzerei, sollte auf einen behutsamen Gewerbe-Mix und nicht nur auf die höchsten Mieteinnahmen geachtet werden. Ein Bio-Supermarkt würde sicher auch auf eine interessierte Käuferschicht in Lichtenrade stoßen. So etwas sucht man bislang vergebens!

Einkaufszentrum hin oder her, eine sinnvolle Nutzung der ehemaligen Mälzerei scheint eine echte urbane Fortentwicklung im Süden von Berlin werden zu können. Schade natürlich auch, dass das ehemalige Haus Buhr offensichtlich in den Planungen keinerlei Bedeutung hat. Auch sollten die Hochhausmieter über die Planungen nicht so im Regen stehen gelassen werden. Mit diesen Hauptbetroffenen scheint es ja keiner nötig zu finden zu sprechen. Wichtig ist jedoch besonders, dass für die Fortentwicklung dieses Gebietes die Lichtenrader Einwohner aktiv mit einbezogen werden! Ich habe den Eindruck, dass es den Lichtenradern nicht um die Verhinderung einer Neuerung geht. Aber man will als mündiger Bürger bei der Fortentwicklung seines Kiezes aktiv einbezogen werden!

Es wäre doch gelacht, wenn die ehemalige Mälzerei den Ortsteil Lichtenrade nicht etwas mehr lebenswertes Leben einhauchen würde!

Thomas Moser (auch Fotos) –BerLi-Press (www.berli-press.de) für www.lichtenrade-berlin.de

 Weitere ausführliche Informationen, rund um das geplante Einkaufszentrum, findet man in www.lichtenrade-berlin.de, hier in der  „Internetzeitung“, etwas weiter hinten!

 

Im Jugendhilfeausschuss am 28.April 2010 wird vom Jugendamt auch aus der Region Lichtenrade berichtet:

_ Am 31.März 2010 fand auf Einladung des Jugendamtes in der Briesingstraße ein Treffen mit Kindertagesstätten statt. Eingeladen waren alle entsprechenden Einrichtungen der Region Lichtenrade. Die Einladung wurde sehr gut angenommen und es fand ein engagierter Fachaustausch statt. Schwerpunktthema war die Zusammenarbeit mit dem Regionalen Sozialdienst in Kinderschutzfällen vor dem Hintergrund des gemeinsamen Schutzauftrages gemäß § 8a SGB VIII und den berlinweit verbindlich anzuwendenden Meldebögen. Ein weiteres Treffen ist für Herbst 2010 geplant, mit dem Schwerpunktthema „Übergang „Kita-Schule“.

_ Der Ballfangzaun auf dem Gelände der Freizeiteinrichtung Jugendcafé am Dorfteich, kann nun endlich nach der langen Frostperiode wieder hergestellt werden. Bewohner eines angrenzenden Gründstückes beschweren sich immer wieder über herüberfliegende Bälle.

_ In allen Freizeiteinrichtungen in Lichtenrade waren die Ferienangebote zu Ostern sehr gut besucht. Highlights in den Einrichtungen waren die Übernachtungen zum Ferienende.

_ Das Kick-Projekt der Gesellschaft für Sport und Jugendsozialarbeit hat seit dem 12.04.2010 einen neuen Mitarbeiter, der die sportorientierte Jugendarbeit fortsetzen wird. Einsatzschwerpunkte liegen in der John-Locke-Siedlung (rund um das Nachbarschaftsheim Finchleystraße und JFE Barnetstraße) und im Nahariya Kiez (auch Volksparksiedlung genannt).

_ Der Lortzingclub bietet ab 3. Mai (Montags 16.30 bis 18.00 Uhr) einen kostenlosen Trommelworkshop für Kinder ab 8 Jahren: den Rhythmus fühlen und Spaß haben. Ferner bietet der Lortzingclub auf vielfachen Wunsch Lortzing´s Sportclub (Dienstags 16.30 bis 18.00 Uhr) für Kinder ab 8 Jahren. Es besteht die Möglichkeit, verschiedene Sportarten auf dem Gelände auszuprobieren, Ausdauer zu üben und Techniken zu verfeinern.

 

Es sind noch Beete da ... im Interkulturellen Generationengarten in Lichtenrade –IKGG

Blohmstraße 71 – 73, 12307 Berlin

Gemeinsam mit der Bürgerinitiative „Rettet die Marienfelder Feldmark !“ erschließt das Nachbarschafts- und Selbsthilfezentrum in der ufaFabrik e.V. ein ca. 5000 m² großes Grundstück zur gärtnerischen Entfaltung.
Hier werden Erfahrungen, Kenntnisse und Fertigkeiten im Bereich Gärtnern direkt weiter gegeben. Familien mit unterschiedlichen kulturellen Wurzeln, sowie engagierte Gartenliebhaber/Innen jeden Alters werden dort gemeinsam eine ökologisch orientierte Natur-Oase erschaffen.

Eckdaten für die Nutzung:

·        Beetgröße pro Teilnehmer/Innen und Familie ca 20 m²

·        10,00 € Aufnahmebeitrag

·        10,00 € Teilnehmerbeitrag pro Monat

·        Geräte und Werkzeuge werden gestellt

·        Es gibt Leitlinien für die Nutzung des IKGGs

·        Gemeinschaftsarbeit ist ein fester Bestandsteil des IKGGs

Wir freuen uns auf weitere Teilnehmer/innen, die ein Beet bewirtschaften möchten und/oder sich an sonstigen Gartenaktivitäten und Projekten beteiligen möchten.

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Foto: Thomas Moser BerLi-Press vom Tag der offenen Tür

Anmeldung / Informationen:

Heidi Simbritzki Tel. und Fax 75 50 31 46, buero@nusz.de

Hinrich Scheffen, mobil unter 0163-414 62 05
Bericht vom Tag der offenen Tür im März 2010: LINK

 

KONZEPT: Tunnel oder Brücke in Mahlow - Dresdner Bahn

Fachleute stellten der Kommune Pläne für zwei Bahnübergänge in Mahlow vor

MAHLOW - Die Bahnstrecke soll für eine Geschwindigkeit von bis zu 200 km/h ausgebaut werden. Das bedeutet: Bahnübergänge sind unzulässig. Tunnel oder Brücken für Autos, Radler und Fußgänger müssen her. Das betrifft auch die Strecke der Dresdner Bahn, die zwischen Südkreuz (Berlin) und Blankenfelde entlang des jetzigen S-Bahn-Gleises ausgebaut werden soll. Wann, das ist allerdings noch unklar, denn der Streit um eine Tunnel-Führung für die Bahn in Berlin-Lichtenrade ist noch längst nicht abgeschlossen.

Von Heino Maß / kurzer Ausschnitt
Quelle: Märkische Allgemeine / Internet vom 13.4.2010

LINK zum vollständigen Artikel
 

Gekündigte Kleingärtner in der Nuthestraße in Lichtenrade

In der rbb Sendung "WAS !-Wirtschaft-Arbeit-Sparen" am 12. April 2010 wird berichtet:
Als im Winter 2009 Kleingärtner in Lichtenrade die Kündigung erhielten, räumten viele ihr kleines Stück Land ohne Widerspruch, andere kämpfen vor Gerichten um ihr Recht. Jetzt ist klar: Die Kündigungen hätten nicht ausgesprochen werden dürfen.Dieses Gebiet will der Investor Huth erschließen. In der ersten Phase ist an der Bahnhof-/Stein- und Nuthstraße ein Einkaufszentrum geplant.

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  Foto: Thomas Moser -BerLi-Press

Quelle rbb /Stand 12.4.2010 -WAS! LINK : In dem Beitrag von Rüdiger Paschleben wird über den aktuellen Stand berichtet.

An der Nuthestraße in Berlin-Lichtenrade hatte der Bahn-Landwirtschaft e.V. 55 Parzellen an Kleingärtner verpachtet. Im Februar 2009 erhalten alle die Kündigung und werden aufgefordert, die Parzellen bis zum 30. November 2009 zu beräumen.

 

 

Kein Geld für den Bau der Dresdner Bahn

Pressemitteilung der BI Dresdner Bahn / Samstag, 13. März 2010

Bedarfsplan der DB AG: Kein Geld für den Bau der Dresdner Bahn

Pressemeldungen  vergangener Tage ist zu entnehmen, für geplante Investitionen in das Schienennetz fehlen bis zu 23 Milliarden EURO. Die Süddeutsche Zeitung/Wirtschaft 855/50561/Text/print. vom 4.3.2010 bezeichnet diesen Bedarfsplan sogar als Streichliste. In diesem Bedarfsplan steht auch die Dresdner Bahn! Der wichtige Flughafenshuttle kann somit in den nächsten Jahren  wegen fehlender Mittel nicht realisiert werden.

Deshalb fordern wir das Planfeststellungsverfahren Dresdener Bahn für die Abschnitte I-III (zwischen Südkreuz und Blankenfelde)  abzubrechen!

Begründung: Seit 1997 plant die Bahn den „Wiederaufbau“ der 1961 getrennten Strecke. Mit der Bezeichnung „Wiederaufbau „ erweckt die Bahn den Eindruck, dass es sich um eine „vorübergehend  stillgelegte Bahntrasse“ handelt“ und hat danach  auch ihre Planung entwickelt. Seit  2000 steht aber fest, dass es sich um eine wesentliche Änderung = Neubau handelt. Danach sind die Vorgaben für Schall- und Erschütterungsschutz strengeren Anforderungen unterworfen. Die Bahn versucht durch ständiges Nachbessern diesen Anforderungen zu genügen. Nach unserer Feststellung werden hier sogar geltende Normen bei der Berechnung dieser Werte falsch angewendet, damit Anforderungen vermeintlich erfüllt werden. Parallel wurden und werden die gesetzlichen Auflagen bei Schall und Erschütterungsbelastungen für  Anwohner auch durch EU Recht verändert.

Durch Streichung von Investitionen verzögert sich der Bau um viele Jahre, daher muss das Planfeststellungsverfahren sofort abgebrochen werden. Sonst tritt der Fall ein, dass bei Beginn der Bauarbeiten dann geltendes Recht (zu Lasten der Anwohner), nicht mehr angewendet werden muss.

Die bei der erneuten Planänderung in das Verfahren eingebrachte dritte Schallschutzwand (teilweise von 6 Meter hoch) ist als städtebauliches Monstrum strikt abzulehnen. Die Wünsche Berlins nach einem Regionalhalt an der Buckower Chaussee sind nicht berücksichtigt worden. Die Unterführung der Bahnhofstraße mit einem Gefälle von 8%, der Wegfall der Querung Wolziger Zeile, bedeutet die endgültige Teilung Lichtenrades. Urbanes Leben im Wohnbereich und bei den mittelständischen Geschäftsleuten der Bahnhofstraße wird zerstört und wir erleben durch die Ortseilung einen Rückfall wie zu Mauerzeiten.

Hier ist der Senat erneut in die Pflicht zu nehmen! In Verhandlungen mit Minister Ramsauer,  muss eine für die Bürger verträgliche, (Tunnellösung) und für die Fluggäste eine schnelle Verbindung zum BBI erste Priorität haben. Hier muss nach  13 Jahren Planungswirrwarr eine politische Entscheidung gefällt werden!

Wie erklärte Minister Ramsauer im Interview kurz nach seinem Amtsantritt: „ Man muss Betroffene zu Beteiligten machen, das spart viel Zeit und Gerichtskosten“

Herr Minister, reden wir miteinander und kommen zu einer einvernehmlichen Lösung zum Wohle der Bürger!

Vermeiden wir enorme Kostenbelastungen durch aufwendige Gerichtsverfahren und Zeitverzögerungen von vielen Jahren!

Quelle: http://www.dresdner-bahn.de

 

Geheimnisvoller Ort in Lichtenrade: Die alte Mälzerei

Die Abendschau vom rbb berichtet in ihrer Serie "Geheimnisvolle Orte" am 7. April 2010 (ab 19.30 Uhr) über die alte Mälzerei.

"Früher wurde in Lichtenrade Bier gebraut. Eine der größten und leistungsstärksten Mälzereien entstand direkt an der S-Bahn. Das riesige unter Denkmalschutz stehende Giebelhaus sieht mysteriös aus, kaum einer weiß, was hinter den Mauern zu sehen ist." heißt es in der Vorankündigung.
Die Mälzerei wird in der aktuellen Diskussion zum Neubau eines Einkaufzentrums in Lichtenrade an der Bahnhofstraße/Stein- und Nuthestraße wieder in den Blickpunkt des Interessses gestellt. Die "Internetzeitung" von www.lichtenrade-berlin.de berichtet ausführlich über den Stand der Planungen.
Link zum Beitrag von Ralf Ayen im rbb: http://www.rbb-online.de/abendschau/archiv/archiv.media.!etc!medialib!rbb!rbb!abendschau!abendschau_20100407_geheim.html
Ausführlicher Bericht über die Mälzerei auf der Lichtenrade-Website: www.lichtenrade-berlin.de dann: "Historisches" und "Mälzerei"
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Fotos: Thomas Moser - BerLi-Press
 

„Eine Frau ohne Bauch ist wie der Himmel ohne Sterne“

„Bauchtanz ist Ausdruck der Lebensfreude“, sagt die professionelle Tänzerin Selina aus Mariendorf. Seit nunmehr zehn Jahren leitet sie die Bauchtanzgruppe „Surprise“. Vielfältig sind sie, die Tänzerinnen des Ensembles: Orientalische Schleiertänze, arabisch popige Tänze und spanisch-orientalische Tanzeinlagen stehen auf ihrem Programm. Getanzt haben sie bereits auf großen Bühnen, so gastierten sie 2004 im Britzer Garten und standen beim Karneval der Kulturen auf der Orientalischen Bühne.

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Selina - alle Fotos © Selina

Natürlich ist Selina der Künstlername der Leiterin. Im richtigen Leben, das sie von ihrem Tanzleben gar nicht trennen kann, weil sie für den Tanz lebt, heißt Selina Daniela Gaubatz. Bleiben wir bei Selina. Neben der Gruppe Surprise hat sie ein Faible für die Nachwuchsförderung. Seit 2006 unterrichtete sie zusätzlich die Kindertanzgruppe „Kleine Juwelen“.  Bereits die Namensgebung verrät, welche Wertschätzung  die Mutter dreier Kinder den kleinsten Tanzschülerinnen gegenüber an den Tag legt.

Was wäre eine Tanzgruppe ohne öffentliche Auftritte? Regelmäßig tritt die Gruppe Surprise bei Veranstaltungen auf, einmal im Jahr steht eine größere Bauchtanzshow auf dem Programm. Dann ist lange und harte Arbeit angesagt. Doch Selina vermittelt Lebensfreude, weil sie den Tanz  seit ihrer Kindheit lebt.

„Meine erste Tanzerfahrung habe ich im Alter von 7 Jahren gemacht. Meine Mutter meldete mich damals  bei der Theaterschule „Martell-Schmidt" in Leipzig an“, erzählt sie. Ihr Talent fiel sofort auf. Schon zu Beginn bekam sie bereits in diesem Alter mehrere Hauptrollen zugesprochen.Nach dem Besuch der Theaterschule nahm sie erst einmal viele Jahre Ballettunterricht, ebenfalls in Leipzig.

1958, also noch vor Beginn des Mauerbaus, kam sie nach Westberlin und setzte ihre Tanzstudien in den Fächern Ballett und Jazz fort. Ballettunterricht nahm sie auch im Tempelhofer Studio „Marlen Neske“, und zwar in den Jahren 1983 bis 1989. Ich fing zu diesem Zeitpunkt an, mich für orientalischen Tanz zu interessieren“, sagt sie mit einem charmanten  Lächeln. Zu diesem Zweck und um in die Welt des Bauchtanz zu schnuppern, meldete sie sich zuerst  bei Gerlind Gzalla bei der Volkshochschule Tempelhof an. Bald wurde ihr aber klar, dass ihr dies nicht mehr ausreichte. So entschloss sie sich, ein weiteres Tanzstudio zu suchen. Schließlich wollte sie sich weiterentwickeln.  Gesagt, getan, bald fand sie den passenden Unterrichtsrahmen und einen Platz im Studio Halensee bei Beata und Horacio Cifuentes in der Karlsruher Straße 19-22 in 10711 Berlin.Außerdem nahm sie Unterricht im Tanzstudio Hamunaptra, in  der Körtestraße 10 in Berlin-Kreuzberg, im Studio Adalin in Tempelhof, das in der Kaiserin-Augusta-Straße 12 a ansässig ist und im  Kreuzberger Tanzstudio „La Caminada" in der Böckhstraße 21, unweit vom Kottbusser Tor gelegen. Um ihre bisher angeeigneten Fähigkeiten im Orientalischen Tanz auszubauen, besuchte sie Workshops namhafter Dozenten, so lernte sie beispielsweise bei Firuze und Raksan, zwei Bauchtanzgrößen. Während Firuze auch den ägyptisch- klassischen Stil lehrt,  ist der Stil von Raksan mitgeprägt durch Modern Dance und Jazz-Tanz.

Um sich weiter und weiter zu entwickeln, bewarb sich Selina um einen Raum im „Komm-Rum" in Berlin Friedenau in der Schnackenburgstraße 1. „Dort gab ich von 1996 bis 1999 Unterricht im orientalischen Tanz für Anfängerinnen. Ende 1999 fand ich glücklicherweise einen günstigeren Raum, der auch näher an meiner Wohngegend lag, im Werkhaus Anti-Rost in der Rathausstraße 28, in Berlin-Mariendorf.“

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Im Januar 2006 erhielt Selina ein Angebot des Spielehauses in Charlottenburg in der Schillerstraße 16. Sie unterrichtete Kinder im Alter zwischen 7 und 11 Jahren im orientalischen Tanz so lange, bis das Projekt durch Stellenabbau mit Ausklang des Jahres 2007 endete.

Seit August 2006 unterrichtet sie Bauchtanzunterricht für Anfänger und Fortgeschrittene, und zwar für Frauen sowie für Kinder ab 7 Jahren im Nachbarschaftsheim Lichtenrade in der Finchleystraße 10.

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Auf die Frage, welche Bedeutung der orientalische Tanz für Selina hat, antwortet sie: „Durch den orientalischen Tanz habe ich viel für meine Persönlichkeit gewonnen und möchte Frauen jeden Alters ermutigen, die Freude an diesem Tanz zu entdecken. Auch Kindern möchte ich diesen Tanz gern näher bringen.“  Gut so, denn schließlich verfügt Selina aufgrund ihrer künstlerischen Haltung, ihrer Erfahrungen und zahlreichen Auftritte auf großen Bühnen und in sozialen Einrichtungen über wertvolle Kenntnisse im Tanz und seiner pädagogischen Vermittlung. „Gerne möchte ich diese Kenntnisse an meine Schülerinnen weitergeben.“

Stephanus Parmann

Wer gerne von Selina im Nachbarschaftsheim in der Finchleystraße 10 in Lichtenrade unterrichtet werden will, kann sie unter der Telefonnummer 030 / 705 82 47 oder auf dem Handy unter 0175/ 94 51 866 erreichen.

Kontakt Selina:

Tel.: 705 82 47

Handy: 0175 94 51 866

Mail: amira.oriental@googlemail.com

Für die Überlassung des Berichtes möchte ich mich herzlich bei Stephanus Parmann bedanken. Thomas Moser

 

Vorerst keine weiteren Bürgerversammlungen zum Einkaufszentrum in Lichtenrade…

Der Fachbereich Planen der Bauverwaltung des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg antwortete auf die Nachfrage von BerLi-Press zur Bürgerversammlung: „Sie (die Bürgerversammlung) erfolgte u.a. als Umsetzung des BVV-Beschlusses Drucksache XVIII - 1311. Weitere sind zur Zeit nicht vorgesehen, da der Bezirk Tempelhof-Schöneberg derzeit sehr intensiv über die weitere Entwicklung an der Bahnhofstraße nachdenkt.“ Es wird jedoch auch gesagt, dass weitere Informationsveranstaltungen denkbar sind. Weiter heißt es: „Wichtig ist der dauerhafte Erhalt der gewachsenen Einzelhandelsstrukturen in diesem Bereich und damit die Stärkung des Versorgungsbereiches insgesamt. Die Planungen für eine eventuelle Neuansiedlung von Einzelhandelsflächen an der Bahnhofstraße / Steinstraße erfolgen unter Beachtung des BVV-Beschlusses XVIII/1233.

Dabei wird auch eine perspektivische Nutzung der unter Denkmalschutz stehenden alten Mälzerei in die Planung aufgenommen. Denkbar wären hier gastronomische / kulturelle Nutzungen oder ergänzende Dienstleistungsbetriebe.“

Über die privatrechtlich zu behandelnden Eigentumsverhältnisse der Grundstückstücke konnte das Bezirksamt erwartungsgemäß keine Auskunft erteilen.

Wir werden Sie über die weiteren Entwicklungen unterrichten.

Thomas Moser –BerLi-Press (www.berli-press.de) für www.lichtenrade-berlin.de

Weitere Informationen können aus diversen Beiträgen der „Internetzeitung“ von www.lichtenrade-berlin.de entnommen werden: http://weblog.lichtenrade-berlin.de (bitte blättern).

25.3.2010-Berliner Woche: http://weblog.lichtenrade-berlin.de/archive/2010/03/25/einkaufszentrum-lichtenrade--b-rgerversammlung-ohne-b-rger.htm

23.3.2010-Berliner Abendschau: http://weblog.lichtenrade-berlin.de/archive/2010/03/23/rbb-berichtet--die-abendschau-informiert--ber-das-geplante-einkaufszentrum-in-li.htm

22.3.2010-BI „Rettet die Marienfelder Feldmark“: http://weblog.lichtenrade-berlin.de/archive/2010/03/22/presseerkl-rung-zum-geplanten-einkaufszentrum-in-lichtenrade-von-der-bi--rettet-.htm

16.3.2010-Presseerklärung zur Bürgerversammlung und Fragen: http://weblog.lichtenrade-berlin.de/archive/2010/03/16/b-rgerversammlung-zum-einkaufszentrum-lichtenrade.htm

12.2.2010-Ausführliche Information der „Internetzeitung“ von Lichtenrade: http://weblog.lichtenrade-berlin.de/archive/2010/02/12/neues-lichtenrader--m-lzerei-shopping-centrum-.htm

 
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Hier wird jetzt in lockerer Folge von aktuellen Lichtenrader Geschehnissen berichtet. Eine Art "AKTUELLE INTERNETZEITUNG" könnte man auch sagen...
Viel Spaß dabei!
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