Aus Liebe zu Lichtenrade

Anlässlich des 5-jährigen Jubiläums der Internetportals www.lichtenrade-berlin.de sprachen wir mit Thomas Moser, der die nicht- kommerzielle Webseite ins Leben gerufen hat.

Herr Moser, was hat Sie dazu motiviert, eine Website speziell für Lichtenrade zu erarbeiten?

Als ich vor fünf Jahren in einer schlaflosen Nacht die Idee für einen Internetauftritt hatte, gab es für den Bezirk Tempelhof-Schöneberg und auch für Lichtenrade keine vernünftige Website. Da ich von Geburt an, bis auf eine kurze Unterbrechung, immer in Lichtenrade gelebt habe, ist eine große Verbundenheit mit meiner Heimat vorhanden. Diese Liebe zum Kiez brachte mich dann auf die Idee für eine Website. Das Ganze war am Anfang von der technischen Umsetzung noch recht einfach gestaltet, weil ich vorher noch nie eine Website aufgebaut hatte.

Sie wollen über die Plattform www.lichtenrade-berlin.de Bürgerinteressen vernetzen. Welchen Stellenwert hat das für Sie in der heutigen Zeit? 

Ich finde eine gute Information in Ortsteilen und Kiezen unabdingbar, damit Hilfe, Unterstützung und Freizeit wirkungsvoll im Alltag organisiert werden können. Hier kann  das Internet dazu beitragen, dass Brücken zwischen Menschen gebaut werden. Besonders das ehrenamtliche Engagement ist heute eine wichtige Säule in unserer Gesellschaft und kann von der Internetplattform gut unterstützt werden. Ich sehe Internet so genutzt auch als Gegensteuerung zur Vereinsamung von Menschen!

Wer hilft Ihnen beim Füllen der Website mit wichtigen Informationen. Denn schließlich müssen Sie bei dem Angebot, dass Sie erbringen, einen Menge Freizeit opfern?

Ich opfere keine Freizeit, weil die Website meine Freizeit ist! Tatsächlich beansprucht mich die Webseite aber schon viele Stunden in der Woche. Da die Webseite mittlerweile gut in Lichtenrade etabliert ist, bekomme ich meine Informationen von vielen Menschen aus Lichtenrade, ehemaligen Lichtenradern aus dem Inland und Ausland, Menschen die meine Arbeit interessant finden, Vereinen, Freizeiteinrichtungen, Kulturschaffenden und von bezirklichen Einrichtungen. Darauf bin ich auch angewiesen! Natürlich muss auch ich immer neugierig und mit offenen Augen durch Lichtenrade laufen!

An dieser Stelle ist es mir auch wichtig zu erwähnen, dass die Lichtenraderin Vivienne Drübbisch maßgeblich die aktuelle technische Umsetzung und das Layout erarbeitet hat.

Fünf Jahre sind nun vergangen. Was war Ihr schönstes Erlebnis während dieser Arbeit?

Neben den vielen interessanten Menschen, die ich kennen gelernt habe und die mich unterstützten, habe ich mich am meisten über die Platzbenennung nach der Künstlerin Hermione von Preuschen gefreut. Ich hatte die Umbenennung angeregt und mit viel Unterstützung im Bezirk wurde dann auch der Beschluss gefasst. Dass diese interessante Frau, die 1918 in Lichtenrade verstarb, endlich auch öffentlich geehrt wurde, war wohl mein schönstes und aufregendstes Erlebnis.

Da Sie mit der Website kein Geld verdienen, müssen Sie die Kraft für Ihr Tun woanders her beziehen. Wie steht es mit dem Feedback der Leser?

Sie haben recht, die Reaktion von meinen Lesern ist wohl die größte Triebfeder für meine Arbeit. Es vergeht kein Tag, wo ich nicht Anrufe von Bürgern bekomme und Mails erhalte. Die große Zahl von Kontakten und Reaktionen überrascht und erfreut mich immer wieder.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft für Ihr Lichtenrade-Internet-Portal?

Wünsche und Ideen habe ich noch viele für die Zukunft, aber die Zeit…! Es liegt noch viel Material in meinem Archiv, das auf Aufarbeitung wartet. Ich wünsche mir immer wieder neue Kontakte, die mich über Aktivitäten der unterschiedlichsten Art unterrichten. Ich freue mich auch über Kiez-Reporter, die selbst Erlebnisse aufschreiben und über Veranstaltungen berichten. Was bei mir immer noch im Kopf rumspukt ist die Idee, dass ich irgendwann mal einen historischen Lichtenrade-Krimi schreibe.

Vielen Dank für das Gespräch!

 

Das Interview führte Stephanus Parmann.

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Hier wird jetzt in lockerer Folge von aktuellen Lichtenrader Geschehnissen berichtet. Eine Art "AKTUELLE INTERNETZEITUNG" könnte man auch sagen...
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