Ausbau der B 96 - Kirchhainer Damm hat begonnen

Ausbau der B 96 - Kirchhainer Damm

15.01.10
Mit Planfeststellungsbeschluss vom 24.09.2008 ist die Erweiterung des Kirchhainer Dammes im Abschnitt von der Straße Im Domstift / Goltzstraße bis ca. 50 m südlich der Stadtgrenze im Land Brandenburg bestimmt. Durch den Bau einer zweiten Richtungs­fahrbahn neben der vorhandenen Straße wird der vorhandene Querschnitt von jetzt ei­nem auf künftig zwei Fahrstreifen je Fahrtrichtung ausgebaut.

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Foto: Thomas Moser (noch ohne Schnee) -BerLi-Press-
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Die Bauarbeiten haben begonnen! Thomas Moser-BerLi-Press-

 

Damit wird die durchgehende Vierstreifigkeit der Bundesstraße B 96 an dem bereits erfolgten Straßenausbau im Land Brandenburg (Kleinziethener Damm) und dem vorhandenen Straßenquerschnitt des Lichtenrader Dammes im weiteren Verlauf hergestellt.
Auf beiden Seiten der Straße werden Geh- und Radwege angeordnet, im Bereich des Lichtenrader Wäldchens auf der östlichen Straßenseite als gemeinsamer Geh- und Radweg. Die Länge der Baustrecke beträgt insgesamt 1.420 m. Der vorhandene alleeartige Charakter der Straße wird erhalten. Entlang der neu entstehenden Richtungsfahrbahn wird eine dritte Baumreihe gepflanzt. An der Kleingartenkolonie "Märkische Heide" und am Seniorenwohnhaus "Marie-Juchacz" werden ca. 3 m bzw. 6 m hohe Lärmschutzwände errichtet.
Im Rahmen des Straßenbaus werden auch notwendige Arbeiten an Entwässerungskanälen und Trinkwasserleitungen der Berliner Wasserbetriebe sowie Um- und Erweiterungsbauarbeiten an Versorgungsanlagen u.a. der Deutschen Telekom, der Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg (Gasleitungen) und Vattenfall (Stromversorgung) ausgeführt. Vorhandene Lichtsignalanlagen werden dem veränderten Straßenquerschnitt angepasst bzw. neu gebaut.

Die Baumaßnahme wird von Mitte Januar 2010 bis Anfang 2013 in sechs Abschnitten ausgeführt:

Begonnen wird im 1. und 2. Bauabschnitt von Goltzstraße bis Horstwalder Straße bzw. weiter bis südlich der Kleingartenkolonie auf der westlichen Straßenseite. Erste Arbei­ten sind ab Montag, den 18. Januar 2010, die Fällung von Bäumen, die nicht im neuen Straßenquerschnitt erhalten werden können, und die Abräumung von Grundstücksflä­chen, die für die Straßenverbreiterung in Anspruch genommen werden. Anschließend - nach Ende der andauernden Schnee- und Frostperiode - beginnen die Leitungsbauar­beiten, der Bau des Entwässerungskanals der Berliner Wasserbetriebe in der Straße Im Domstift sowie der Bau eines provisorischen Gehwegs entlang der neuen Grundstücks­grenzen, bevor der Straßenneubau ausgeführt wird.

Ab Ende 2010 werden die Arbeiten im 3. Bauabschnitt auf der östlichen Seite zwischen südlich der Kleingartenkolonie und Landesgrenze Berlin / Brandenburg fortgeführt.
Nach Fertigstellung und abschnittsweiser Inbetriebnahme der neu gebauten Fahrbahn wird die bis dahin befahrene alte Fahrbahn ab 2011 ebenfalls in drei Bauabschnitten koordiniert mit den erforderlichen Leitungsbauarbeiten erneuert.
Der öffentliche Verkehr wird während der Bauzeit ständig mit je einem Fahrstreifen pro Richtung aufrecht erhalten. Im Domstift wird für den Kanalbau die Fahrbahn eingeengt.
Erst in 2011 werden die Bamberger Straße, Nürnberger Straße, Regensburger Straße und Pasinger Straße zeitweilig an den Einmündungen in den Kirchhainer Damm ge­sperrt. Während dieser Zeit der Bauausführung wird eine Umleitung über die Münchener Straße eingerichtet.
Die geplanten Verkehrsführungen sind mit der Verkehrslenkung Berlin (VLB) und der BVG abgestimmt. Der Betrieb der Buslinien M76, 175 und 275 wird in den vorhandenen Linienführungen aufrecht erhalten, im Verlauf der Bauausführung erfolgen lediglich An­passungen der Haltestellenstandorte und der Wendestelle der Linie 275 am Stadtrand. Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg und die Gemeinde Blankenfelde-Mahlow sind bei der Vorbereitung und Bauausführung der Maßnahme beteiligt.
Die Baumaßnahme wird durch das Land Berlin in Abstimmung mit dem Land Brandenburg ausgeführt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf ca. 13 Mio. Euro. Davon entfallen rd. 5 Mio. Euro auf die Leistungen des Straßenbaus. Das Vorhaben wird vom Land Berlin mit Landes-, Bundes- und EU-Mitteln im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" gefördert.

(Pressetext Senatsverwaltung für Stadtentwicklung)

Aus einer Presseerklärung des   Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümerverein Berlin-Lichtenrade e.V.:
Die Mehrzahl der Anlieger sieht den Sinn und die Notwendigkeit des Ausbaus ein, auch wenn der Verkehr und die damit einhergehenden Emissionen (Feinstaub, Lärm) zu nehmen werden. Die Anlieger wenden Sie aber gegen die Heranziehung zu Straßenausbaubeiträgen, weil:
- ohne die politischen Verzögerungen die Straße längst fertig wäre und kein Anlieger auch nur einen Cent hätte zahlen müssen;
- die Straße im jetzigen Zustand für die Anlieger vollkommen ausreichend ist;
- die Straße „nur“ wegen des Durchgangsverkehrs, der mehr als 95% des Verkehrs ausmacht, ausgebaut wird.
- die Anlieger durch den Ausbau und den zunehmenden Verkehrs ohnehin belastet werden;
- weil viele Anlieger – insbesondere die Eigentümer von Einfamilienhäusern – nicht in der Lage sind, fünfstellige Beträge für den Straßenausbau aufzubringen. Viele Eigentümer haben über Jahre und Jahrzehnte für das Haus gespart bzw. Zins und Tilgung an die Banken gezahlt oder zahlen noch. Viele sind inzwischen im Rentenalter. Hier
wird das Unsoziale dieses Gesetzes besonders deutlich.
Der Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümerverein Berlin-Lichtenrade e.V. koordiniert die Aktivitäten der Anlieger und berät diese bei allen Fragen und Problemen bezüglich des Ausbaus des Kirchhainer Dammes.
Weitere Presserklärungen zu den Anwohnerprotesten: http://www.hwgv-lichtenrade.de/presse.htm

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