30 JAHRE KAMPF GEGEN DROGEN -EINE ERFOLGSGESCHICHTE IN BERLIN UND BRANDENBURG

Seit 1979 ist der TANNENHOF Berlin-Brandenburg e. V. als gemeinnütziger Verein aktiv und startete mit Angeboten der Suchthilfe. Suchtkranke Menschen konnten in den therapeutischen Gemeinschaften, die von Beginn an unter ärztlicher Leitung standen, ihren Weg aus der Sucht zu finden. Die Anerkennung der medizinischen Suchtrehabilitation durch die Leistungsträger der Deutschen Rentenversicherung erfolgte frühzeitig.
Die 30jährige Sozial- und Suchthilfearbeit des Vereins wurde nun am 05. September 2009 mit einem großen Jubiläumsfest gefeiert. Auf dem Ursprungsgelände des Vereins, in der Mozartstraße 32-36 in Berlin-Lichtenrade, feierten zahlreiche Ehrengäste, aktuelle und ehemalige Wegbegleiter. Die Vorsitzende des Vereins Christa-Maria Blankenburg und der Geschäftsführer vom Tannenhof Horst Brömer begrüßten die Gäste.

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Geschäftsführer Horst Brömer
Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit war einer der Ehrengäste und hielt die Laudatio. Der ehemalige Lichtenrader Wowereit begleitete den Tannenhof schon von Anfang an, damals noch als Volksbildungsstadtrat von Tempelhof. Er erinnerte daran, dass anfangs die Nachbarschaft nicht nur über die neue Einrichtung erfreut war und es beim Tannenhof „ein täglicher Kampf um die Bedingungen war“. Wolfgang Penkert von der Senatsverwaltung Bildung, Wissenschaft und Forschung erinnert daran, dass die Arbeit vom Tannenhof eine wichtige gemeinnützige Aufgabe ist.

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Klaus Wowereit schneidet die Überraschungstorte an

Es wurde nicht nur das 30jähriges Bestehen gefeiert, sondern im Rahmen des großen Festes auf dem Gelände des Zentrum I in der Mozartstraße auch den "Tannenhof-Preis" vergeben. Mit dem Tannenhof-Preis sollen Menschen geehrt werden, die durch ihr besonderes Engagement Einrichtungen und Hilfeangebote aufgebaut und entwickelt haben, und deren Wirken vielen Betroffenen qualifizierte Hilfen zu Gute kamen und kommen. Auch Organisationen und Einrichtungen können mit dem Tannenhof-Preis geehrt werden. Der Preis wird auf Vorschlag des Vorstands des THBB e.V. vergeben. Der Tannenhof-Preis ist eine von Sebastian Tröger hergestellte Tonskulptur, die eine Gemeinschaft von Menschen darstellt. In diesem Jubiläumsjahr wurde der Preis an Prof. Dr. Heckmann, einen Mann der ersten Stunde, an Helga Schallenberg und Bärbel Ristow vergeben.
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Klaus Wowereit mit dem Preisträger Prof. Dr. Wolfgang Heckmann
Auf dem Gelände präsentierten sich alle Einrichtungen des Tannenhof Berlin-Brandenburg e.V. mit ihren Angeboten, ein Kinder- und Gartenfest sowie ein Treffen vieler ehemaliger Bewohner finden parallel statt. Die Tannenhof-Küchen sorgten für das kulinarische Wohl der Gäste. Der Regen konnte die Stimmung nicht trüben.
Als Gäste wurden u.a. noch der Geschäftsführer vom Paritätischen Berlin Oswald Menninger, Bezirksbürgermeister von Tempelhof-Schöneberg Ekkehard Band (SPD), Jugendamtsleiter von Tempelhof-Schöneberg Wolfgang Mohns und
die Regionalleiterin Lichtenrade des Jugendamtes Irmgard Beckmann gesichtet.

Lichtenrade gratuliert dem Tannenhof herzlich! Der Tannenhof gehört zu Lichtenrade!

Zur Geschichte vom Tannenhof:
Was 1978 im damaligen West-Berlin begann und 1 Jahr später zur Gründung der ersten professionellen und gemeinnützigen Suchthilfeeinrichtungen der Stadt führte, ist inzwischen zu einem Modell geworden, was in Berlin und vielen Teilen Brandenburgs greift.
Ende der 70er Jahre, City Berlin-West... die bis dahin wenig bekannte Droge Heroin tritt immer stärker in den Vordergrund, die Zahl der Drogentoten unter jungen Menschen steigt enorm. 1978 stellt dies auch der Senat von Berlin im ersten offiziellen Drogenbericht fest und will reagieren. Unter anderem auf Initiative des ersten Drogenbeauftragten der Stadt, Prof. Dr. Heckmann, werden 10 Fachleute zu einer erfolgreich arbeitenden Drogenhilfe- Einrichtung in Tübingen zu einem einjährigen Praktikum entsandt.
Am 22. März 1979 ist es dann soweit: Die "Drogenhilfe Tübingen in Berlin e.V." wird gegründet und im Juli desselben Jahres ziehen die ersten Bewohner in das Therapiezentrum Tannenhof in Berlin- Lichtenrade. Was als umstrittenes und von vielen Seiten durchaus argwöhnisch beäugtes Projekt begann, entwickelt sich im Laufe der nächsten Jahre zu einer Erfolgsgeschichte. ..Stück für Stück kommen immer mehr Angebote und Einrichtungen hinzu.
Ein Kinderhaus, Nachsorgeeinrichtungen oder auch schulische und berufliche Ausbildungsmöglichkeiten für junge Menschen mit Suchtvergangenheit wurden angeboten. Nach dem Fall der Mauer wächst der Träger -der inzwischen unter dem Namen Tannenhof Berlin- Brandenburg e.V. firmiert -weiter und ist mit seinem Netzwerk von rund 20 Einrichtungen auch stark in Brandenburger Landkreisen vertreten.
Im Verlauf der Entwicklung des Trägers wurden die Angebote ergänzt um die Mitaufnahme von Begleitkindern, um die Schule zum Nachholen von Schulabschlüssen, um Berufsausbildungsmöglichkeiten, um Suchtberatung und Suchtprävention und um weitere Felder der Kinder- und Jugendhilfe. Seit 1991 ist der THBB e. V. auch im Land Brandenburg aktiv.

Zum THBB e. V. gehören heute 20 Einrichtungen der Kinder-, Jugend- und Suchthilfe mit 370 Behandlungs- und Betreuungsplätzen. Seit November 2006 ist der Gesamtträger mit allen Einrichtungen nach DIN EN ISO 9001:2000 zertifiziert.
 

Weitere Informationen: http://www.tannenhof.de

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Fotos und Bericht (Hintergrundtexte aus Tannenhof-Pressemitteilung): Thomas Moser für www.lichtenrade-berlin.de

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Hier wird jetzt in lockerer Folge von aktuellen Lichtenrader Geschehnissen berichtet. Eine Art "AKTUELLE INTERNETZEITUNG" könnte man auch sagen...
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