20 Jahre Maueröffnung
Festveranstaltung an der ehemaligen Grenze zwischen Lichtenrade und Mahlow
Zahlreiche Veranstaltungen in dieser Stadt verweisen auf das 20jährige Jubiläum der Maueröffnung. So plant der Bezirk Tempelhof-Schöneberg von Berlin mit seinem Partnerlandkreis Teltow-Fläming am Freitag, 6. November 2009 ein gemeinsames Fest im ehemaligen Grenzbereich zwischen Lichtenrade und der Gemeinde Mahlow an der B 96.
Die Festveranstaltung beginnt mit einem ökumenischen Gottesdienst der Gemeinden der angrenzenden Orte: Groß-Ziethen, Mahlow-Blankenfelde und Lichtenrade. Gegen 17:30 Uhr wird an der B96 an der Abzweigung nach Klein-Ziethen (an der Ampel) die Enthüllung einer Erinnerungsstele erfolgen.
Dazu hatte der Landkreis Teltow-Fläming einen Wettbewerb unter seinen Künstlerinnen und Künstlern ausgeschrieben, der bereits entschieden ist. Die Jury, zu der auch Tempelhof-Schönebergs Bezirksbürgermeister Ekkehard Band gehörte, hat sich für ein Kunstwerk von Kerstin Becker entschieden.
Das Kunstwerk besteht aus fünf gewölbten, gestalteten, 3 m hohen Stahlplatten, die senkrecht auf einer Grundplatte aus Stahl, 6,20 x 1,50 m, angebracht sind. Die natürliche Oxidschicht gibt dem Stahl eine lebendige Farbigkeit, eine mattraue Oberfläche und natürlichen Schutz vor Verwitterung. Edelstahl soll bewusst vermieden werden, da Lichtreflektionen an der B 96 die Autofahrer irritieren könnten.

Die senkrechten Platten stehen in einem Winkel zueinander, der abhängig vom Blickwinkel des Betrachters, den Eindruck variabel gestaltet.
Das Kunstwerk ist so ausgerichtet, dass man auf der B 96 aus Richtung Teltow-Fläming kommend eine geschlossene Fläche wahrnimmt, die von vier bis fünf stark vereinfachten, lebensgroßen, menschlichen Figuren überwunden, durchdrungen, in Besitz genommen wird.
Aus Richtung Berlin, N/W gesehen wirkt die „Mauer“ aufgelöst, durchlässig, reduziert auf fünf Säulen, zwischen welchen sich Menschen frei bewegen.
Die Stele wird unmittelbar an der B 96 aufgestellt (an der Ampel, Straße nach Kleinziethen.)
Die Enthüllung, zu der bereits der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit sein Erscheinen zugesagt hat und natürlich kommen auch der Landrat des Kreises Teltow-Fläming Peer Giesecke und der Tempelhof-Schöneberger Bezirksbürgermeister Ekkehard Band, soll natürlich auch gefeiert werden. Also wird ein kleines Volksfest mit ökumenischem Gottesdienst, Musik, Essen, Getränken und Infoständen geplant.
Musikalisch wird das Fest von der Gruppe Lift gestaltet. Nur wenige Formationen der deutschen Musikgeschichte können auf eine solch treue Fangemeinde bauen wie die 1973 in Dresden gegründete Band Lift. Die Musiker verstehen es, melodischen Rock und lyrische Texte auf eine in deutschen Landen einzigartige Weise zu verbinden. Gerade bei ihren Live-Auftritten spürt man die Kraft einer Musik, die „ Am Abend mancher Tage“ gereift ist.
Seit 1993 ist Frontmann Werther Lohse mit Karat-Gründer Henning Protzmann (bass) und Bodo Kommnick (guit) unterwegs. Als Gastsolisten unterstützen Yvonne Fechner (viol/voc) und Peter Michailow (dr) die Band. „Lift-Lieder werden auch ohne Textbuch mitgesungen.“ (Berliner Morgenpost)
In der derzeitigen Besetzung spielt LIFT mit Werther Lohse, Bodo Kommnick, Yvonne Fechner und Peter Michailow.
Bericht zum Kunstwerk:
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