Wie die Berliner Woche am 20. August 2008 berichtet, ist der engagierte „Kopf, Stimme und Motor" der Bürgerinitiative „Rettet die Marienfelder Feldmark" Frau Ingetraud Müller am 9. August im Alter von 72 Jahren verstorben.

Die BI behandelt auch viele Themen, die indirekt und direkt mit Lichtenrader Belangen zu tun haben (z.B. geplanter Autohof in der Blohmstraße). Frau Müller war bekannt als eine furchtlose Kämpferin für die Erhaltung einer lebenswerten Umwelt.

Lichtenrade trauert um die mutige Umweltkämpferin.

 

Die BI informiert in einem Sonden-Newsletter:

1. In eigener Sache

Aus aktuellen Anlass gibt es gibt es heute einen Nachruf, weil Frau Müller verstorben ist. Ich wollte schon etwas eher schreiben, doch ich hatte auch bei den Traueranzeigen etwas geholfen und mir fehlen immer noch die Worte.

Frau Müller war seit 2007 schwer an Krebs erkrankt und ist am 9. August 2008 verstorben. Die MitstreiterInnen der Bürgerinitiative werden in ihrem Sinne weiter kämpfen.

Die Trauerfeier findet am Dienstag, 26. August 2008 um 13.00 Uhr auf dem Evangelischen Friedhof, Paplitzer Straße 10-24, 12307 Berlin statt.

Ich lernt Frau Müller 1984 kennen, als Sie an den Ausschuss für Eingaben- und Beschwerdeausschuss schrieb und sich über die Baumschule beschwerte. Die Arbeiter mit Schutzbekleidung ausgestattet giftiges Unkrautvernichtungsmittel auf der Feldmark versprühten. Ich kann mich noch daran erinnern, als war es gestern, als ich bei Frau Müller klingelte und mich vorstellte. Ich war damals in der Alternativen Liste im Bezirk und in der Zentrale tätig und war zuständig für Umwelt- und Naturschutz, Wirtschaft und Verkehr. Sie musterte mich von oben bis unten, als ich mich ihr vorstellte. Ich muss dazu sagen, dass ich zu einem damals 16 Jahre alt war und immer sehr Punkig mit bunten Haaren und Ketten rum lief, doch wir schätzen uns von Anfang an. Wir verfassten ein paar Anfragen für die BVV und das Abgeordnetenhaus und schrieben noch an den Petitionsausschuss, die ich den damaligen AL Abgeordneten gab mit denen ich zusammenarbeitete. Die auch alle so übernommen wurden, wie wir sie verfassten. Am darauf folgenden Wochenende machten wir beide ein Flugblatt und verteilten sie vor Reichelt. Und wir wurden sehr schnell ein paar Leute mehr. Damals stießen unter anderem Frau Methner und Herr Rollenhagen dazu, die auch heute noch bei uns mitmachen. Wir hatten gegen die Baumschule sehr schnell erfolg, was wir auch die Pressearbeit zu verdanken hatten. Wir waren in der Morgenpost, Lichtenrader Anzeiger und Lichtenrader Rundschau (wo ich in der Redaktion mitarbeitete) drin. Im Frühjahr 1985 überredete ich vielmehr Frau Müller mit mir einen Stand vor Reichelt zu machen. Wir hatten damals schon Tee am Stand und für uns zwei Tassen. Wir hatten neben unsere Zeitungsartikel, den Anfragen an die BVV und Abgeordnetenhaus auch eine Menge Umweltbücher. Die Baumschule war der große Aufhänger und wir hatten ein neues Flugblatt, was wir immer noch unter Kopf „Für Anwohner und Anwohnerinnen“ führten, wo wir zu einem Treffen in der Evangelischen Kirchengemeinde Finchleystrasse aufriefen. Es war die Geburtsstunde der Bürgerinitiative Rettet die Marienfelder Feldmark! Wir nahmen an Umweltfesten teil und pflegten immer sehr guten Kontakt zu anderen Initiativen, die ich auch alle persönlich kannte. Doch mit Frau Müller war es immer etwas Besonderes mit ihr zu arbeiten, schreiben und zu diskutieren. Wir haben so viel miteinander zu tun gehabt, dass sie mich schon ihr Stiefkind nannte und sie für mich schon eine Stiefmutter war. Frau Müller ist eine der wenigen Personen mit der ich auch Privat in den ganzen Jahren verkehrte, denn ich trennte immer Politik und Privates, was mir bei Frau Müllers warmherzige Art nicht gelang und ich es nie bereute.

Es ist nicht nur ein Mensch von uns gegangen die sich fast ein viertel Jahrhundert für die Umwelt eingesetzt hat, sondern ein ganz großer Mensch, der eigene Interessen in den Hintergrund setzte um andere zu Helfen und wachzurütteln. Ich habe Frau Müller immer geschätzt und geachtet. Sie wird nicht nur der BI fehlen auch mir als Mensch. Wir, die BI, werden Frau Müller in Erinnerung halten!

 

In tiefer trauer, bis zum nächsten normalen Newsletter in der nächsten Woche
Euer Micha

2. Nächste BI-Sitzung

Am Mittwoch, 03. September 2008 um 19 00 Uhr im AHB findet unsere nächste BI-Sitzung statt.

 

Kontakt können Sie per Email Bimfeldmark@aol.com aufnehmen.
Weitere interessante News findest Du auf unserer Homepage www.bimfeldmark.de.vu.
Bürgerinitiative Rettet die Marienfelder Feldmark
Vom Service Team,
Michael Delor

 

 

BBI erst 2015 mit Schienenanbindung über die Dresdner Bahn?

Presseerklärung der BI Dresdner Bahn:

Tiefensee verzichtet auf 175 Mil. € Einnahmen
11 Jahre ohne politische Entscheidung!

In den letzten Wochen wird die Diskussion der verspäteten Schienenanbindung von BBI geführt, ein Schuldiger wird gesucht. Die Bürgerinitiative Dresdener Bahn sieht hierbei die Bahn AG und das Verkehrsministerium in der Verantwortung!
Minister Tiefensee - Vertreter des Bundes und gleichzeitig auch Eigentümer - hat bei einer nicht den Gesetzen entsprechenden Bauform die Pflicht ein Machtwort zu sprechen.

BBI erst 2015 mit Schienenanbindung über die Dresdner Bahn?
Tiefensee verzichtet auf 175 Mil. € Einnahmen
11 Jahre ohne politische Entscheidung!

In den letzten Wochen wird die Diskussion der verspäteten Schienenanbindung von BBI geführt, ein Schuldiger wird gesucht. Die Bürgerinitiative Dresdener Bahn sieht hierbei die Bahn AG und das Verkehrsministerium in der Verantwortung!
Minister Tiefensee - Vertreter des Bundes und gleichzeitig auch Eigentümer - hat bei einer nicht den Gesetzen entsprechenden Bauform die Pflicht ein Machtwort zu sprechen.
Die Bahn plant am Gesetz vorbei einen ebenerdigen „Wiederaufbau". Sie versucht mit allen Tricks im Planfeststellungsverfahren diese ebenerdige Bauweise genehmigt zu bekommen. Die seit 2000 von der EU und den Gerichten zugunsten der Bürger verschärften Werte für Lärm und Erschütterung sollen durch Zahlenkosmetik eingehalten werden. Würde die Bahn im Tunnel geführt, gäbe es diese Probleme nicht.

Die Baukosten der ebenerdigen Streckenführung durch Lichtenrade werden von der Bahn bewusst niedrig angesetzt. Die Tunnellösung wird im Gegensatz dazu in Schwindelerregende Höhen katapultiert, die Kosten für den Tunnelmeter wären Europaweit die höchsten!
2001 waren sich Bund, Bahn und Senat einig die ebenerdige Streckenführung ist politisch nicht durchsetzbar und eine andere Bauform gefunden werden muss.
Die Infrastruktur von Lichtenrade wird irreparabel zerstört, urbanes Leben vernichtet und zukünftig werden erhebliche Kosten für die Wiederherstellung von sozialem Leben für das Land Berlin entstehen, so die Begründung des Senats.
Seit Jahren verweigert uns die Beamtenebene im Verkehrsministerium ein Gespräch mit dem jeweiligen Minister. Es entsteht der Eindruck der Minister muss seine Beamten fragen, ob er mit der BI Dresdner-Bahn reden darf?

Wir meinen, es geht nicht nur um die Mehrkosten einer Tunnellosung. Am Bauvolumen von BBI - ca. 3Milliarden €, betragen sie gerade einmal 1 % für ein Bauwerk, dass in Dimensio-nen von 5 bis 8 Jahrzehnten zu betrachten ist.

Wir haben auch die Interessen von jährlich ca. 25 Mill. Fluggästen im Auge, denen bis 2015 eine katastrophale Schienenanbindung geboten wird. Die Planung der Flughafengesellschaft besagt, dass 12,5 Mill. jährlich die Schiene nutzen werden.
Bei vierjähriger Bauverzögerung leiden 50 Mill. Passagiere - einer Hauptstadtmetropole unwürdig! Oder auch eine Form von „ be Berlin" Gefühl?
Legen wir nur 70 % der Planzahlen für die Fahrgäste, und einen Fahrpreis für den Flughafenshuttle von 5,00 € zugrunde, verzichten Bund und Bahn auf Einnahmen von 175 Mill. € in 4 Jahren.

Die BI Dresdner Bahn fordert Minister Tiefensee auf eine politische Entscheidung für eine Tunnelbauweise herbeizuführen. Sie ist zwingend notwendig um die Bauzeit zu verkürzen. 175 Mill. € Mehreinnahmen sind auch ein gewichtiges Argument für eine Tunnellösung in Lichtenrade, unter Berücksichtigung gestiegener Baukosten. Es liegt auch in unserem Interesse, dass BBI so schnell als möglich einen vernünftigen Shuttle in die Stadt erhält.

 

Über die BBI-Bahnanbindung - Neuester "Zwischen"-Stand - Presseschau

Berliner Zeitung 30.7.2008
Wenn der neue Flughafen am 1. November 2011 öffnet, werden die Straßen dorthin lange fertig sein. Die wichtigsten Schienenwege fehlen dagegen. Für die kürzeste Bahnverbindung zwischen Berlin und BBI, die über die Dresdner Bahn durch Lichtenrade verläuft, hatte der Senat nach Anliegerprotesten das Genehmigungsverfahren vier Jahre lang nur gebremst betrieben. Seit 2004 gibt es wieder mehr Tempo. Doch wann die Genehmigung erteilt wird, sei "nicht absehbar", sagte Ralph Fischer vom Eisenbahn-Bundesamt gestern. Die Bahn habe geänderte Unterlagen nachgereicht und angekündigt, ihre schalltechnischen Untersuchungen zu überarbeiten. Wenn die Genehmigung schließlich da ist, wollen Anwohner klagen. Darum gehen Fachleute davon aus, dass dieser Schienenweg zum BBI frühestens 2015 öffnet.

Märkische Allgemeine 30.7.2008
Auf dem bestehenden Netz kann nach Angaben der Bahn aus Kapazitätsgründen aber maximal zweimal pro Stunde ein Zug zum Flughafen verkehren.

Berliner Zeitung 31.7.2008
Experten erwarten, dass der Express frühestens 2015 die Direkt-Route nutzen kann. Hämmerling: "Der Senat hat das Verfahren auch auf Betreiben Wowereits jahrelang verzögert. Lichtenrade war sein Wahlkreis."

Wowereit wohnte lange dort. Von Anfang an unterstützte er die Bürgerinitiative (BI) Dresdner Bahn, die einen Tunnel fordert - was die Deutsche Bahn (DB) und der Bund ablehnen. Aus Lichtenrader Sicht sei es "relativ egal", ob die Dresdner Bahn kommt, sagte der damalige SPD-Fraktionsvorsitzende während einer BI-Veranstaltung am 16. Mai 2000. Er forderte, dass der Senat gegen den Plan, die Strecke ebenerdig zu bauen, klagen sollte. Noch am 22. Januar 2008, zum zehnjährigen Jubiläum der Bürgerinitiative, wünschte Wowereit ihr "viel Erfolg".

Markenpost.de 2.8.2008
Der schnelle Schienenanschluss des künftigen Flughafens Berlin Brandenburg International (BBI) in Schönefeld droht sich weiter zu verzögern. Ein Teil der Pläne zum Lärmschutz der Anwohner für den Ausbau der sogenannten Dresdner Bahn durch Berlin-Lichtenrade muss neu ausgelegt werden, wie der «Tagesspiegel» (Samstagausgabe) berichtet. Für das Verfahren, das sich bereits um mehrere Jahre verspätet hat, könnte das weitere Zeit kosten.
Bahnintern rechne man bisher damit, dass der Airport-Express auf der Dresdner Bahn nicht vor 2015 fahren kann, während der BBI-Flughafen Ende 2011 eröffnet werden soll, schreibt das Blatt weiter. Noch hoffe die Bahn aber, auch ohne die Dresdner Bahn zur Eröffnung des BBI alle 30 Minuten einen Airport-Express vom Hauptbahnhof über die Anhalter Bahn durch Lichterfelde zum BBI zu schicken. Mehr Züge könnten über diese Strecke nicht zum Flughafen fahren, weil auf den Gleisen auch Fern- und Regionalzüge unterwegs sind. Über die Dresdner Bahn solle der Airport-Express dann alle 15 Minuten fahren.

Berliner Morgenpost 3.8.2008
So müssen jetzt im Zuge der Planfeststellungsverfahren für die drei Teilabschnitte der insgesamt 14 Kilometer langen Strecke zwischen Südkreuz und Blankenfelde Pläne neu ausgelegt werden. Grund: geänderte rechtliche Rahmenbedingungen bei Schall und Erschütterung. Überdies habe die Bahn entgegen der Aussage des Konzernbeauftragten der Deutschen Bahn für Berlin, Ingulf Leuschel, vom 21. April im Verkehrsausschuss noch nicht alle Unterlagen für die Planfeststellung beim Eisenbahnbundesamt eingereicht, hieß es gestern von der Bürgerinitiative Lichtenrade-Dresdner Bahn. Die Initiative kämpft für einen 2700 Meter langen Tunnel für die Dresdner Bahn im Bereich des Lichtenrader Schichauwegs bis zur Landesgrenze und hat bereits drei Musterklagen angekündigt, sollten die Planfeststellungsbeschlüsse wie geplant keinen Tunnel vorsehen...
Die Bürgerinitiative, die aus Lärmschutzgründen für die Tunnellösung kämpft, hat mittlerweile "erhebliche Bedenken an der Rechtsstaatlichkeit des Verfahrens" zum Bau der Dresdner Bahn. Der Deutschen Bahn werde ständig die Möglichkeit eingeräumt, an der Anhörungsbehörde vorbei nachzubessern, heißt es in einem Brief vom 1. August an Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD), die Abgeordneten im Bauausschuss und den Fraktionschef der oppositionellen CDU, Friedbert Pflüger.

 
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Hier wird jetzt in lockerer Folge von aktuellen Lichtenrader Geschehnissen berichtet. Eine Art "AKTUELLE INTERNETZEITUNG" könnte man auch sagen...
Viel Spaß dabei!
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