FDP-Abgeordnetenhaus: Presseerklärung zur BBI-Anbindung und zur Tunnellösung in Lichtenrade
Senat gefährdet BBI-Anbindung und Lebensqualität in Lichtenrade
Albert Weingartner, stadtentwicklungspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin, erklärt:
"634mal täglich sollen Züge durch die Lichtenrader Gärten brausen, wenn die Dresdner Bahn fertig ist. Eine fünf Meter hohe Lärmschutzmauer teilt dann das beschauliche Lichtenrade in einen Ost- und einen Westteil. So jedenfalls stellen sich das Bund und Deutsche Bahn vor, wie sie heute vor dem Stadtentwicklungsausschuss des Abgeordnetenhauses dargelegt haben. Damit wollen Regierung und Bahn die billigste - nicht die preiswerteste - Lösung durchdrücken. Koste es was es wolle.
Das Ergebnis ist absehbar: Die Bürgerinitiative Dresdner Bahn wird drei Musterklagen einreichen. Sie wird die Prozesse gegen die offensichtlich rechtswidrigen Planungen gewinnen. Zumal sich die Bahn in ihren diversen öffentlichen Äußerungen nicht entscheiden kann, ob sie von einem Neubau oder einer Wiederinbetriebnahme spricht. Und die Anbindung für den geplanten Großflughafen BBI über die Dresdner Bahn kommt dann halt später - oder gar nicht - und wird auf jeden Fall teurer als alles, was die Bürgerinitiative an sinnvollen Alternativvorschlägen vorgelegt hat.
Dabei wäre die von den Lichtenradern gewünschte Tunnellösung durchaus preiswert zu haben: Die Mehrkosten gegenüber der oberirdischen Lösung liegen für den Tunnel lediglich bei rund einem Prozent der BBI-Bausumme. Offensichtlich sieht sich der Senat in der Frage der Genehmigungen als reinen Befehlsempfänger von Bund und Bahn. Er gefährdet damit sowohl die Anbindung des Großflughafens BBI als auch die Lebensqualität in Lichtenrade. Vor diesem Hintergrund begrüßt die FDP-Fraktion die Klageabsicht der Bürgerinitiative ausdrücklich.
Weiterführende Links:
http://www.dresdner-bahn.de/http://weblog.lichtenrade-berlin.de/archive/2008/01/23/weqx3r8o119z.htm
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