S-Bahn in Lichtenrade - Notbremse hat versagt
Der Tagesspiegel (Jörn Hasselmann) berichtet am 6.4.2008 u.a.
Das Streckennetz der Berliner S-Bahn bekommt ein völlig neues Sicherungssystem. Noch in diesem Jahr werde begonnen, das seit 82 Jahren eingesetzte mechanische System durch funkgesteuerte Elektronik zu ersetzen. Die Umrüstung des 330 Kilometer langen Netzes und der 600 Fahrzeuge werde mehrere Jahre dauern, sagte ein leitender Bahnmitarbeiter gestern. Den Zuschlag für den Millionenauftrag habe Siemens erhalten. Die Kosten von 133 Millionen Euro tragen die Deutsche Bahn und der Bund.
Das neue Zugbeeinflussungssystem (ZBS) soll das Sicherheitsniveau deutlich erhöhen. Wie gestern berichtet, hatte es zuletzt im März einen Beinaheunfall durch menschliches Versagen gegeben. Die gesamte mechanische Technik - 1470 „Fahrsperren" an den Gleisen und die entsprechende Technik in sämtlichen Fahrzeugen - muss nun bis Ende April überprüft werden. Dies hatte das Eisenbahnbundesamt als Aufsichtsbehörde verfügt
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rbb-online führt am 6.4.2008 u.a. aus:
In dem Fall hatte die 1929 eingeführte "Bernauer Fahrsperre" nicht funktioniert. Sie löst eine Zwangsbremsung aus, wenn eine Bahn ein rotes Signal überfährt. Die Inspektion soll bis Monatsende abgeschlossen sein.
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Foto: Thomas Moser BerLi-Press
BerlinOnline 10.4.2008: Aus Sicherheitsgründen gibt es bei der S-Bahn Berlin ein neues Tempolimit, berichtet die «Berliner Zeitung» (Freitagausgabe). Seit Mittwoch dürfen alle Züge nur noch höchstens 80 statt bis zu 100 Kilometer in der Stunde fahren. Das teilte S-Bahn-Sprecher Ingo Priegnitz am Donnerstag mit. Mit dieser freiwilligen Selbstverpflichtung reagiere das Unternehmen auf einen Vorfall, der sich am 10. März auf der Linie S 2 in Lichtenrade ereignet hat.
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