Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus

Lokaler Aktionsplan des Bezirks Tempelhof - Schöneberg von Berlin
Einstimmig beschlossen vom Jugendhilfeausschuss am 30.8.2007
Einstimmig beschlossen vom Bezirksamt Tempelhof Schöneberg am 11.9.2007

Im Aktionsplan heißt es zum Ortsteil Lichtenrade u.a.:

Problemlage Lichtenrade/Marienfelde:

Der Süden des Bezirks Tempelhof ist auch bedingt durch die Stadtrandlage eher ein Wohngebiet. Eine sozialkulturelle Infrastruktur, Kinos etc. wie im Innenstadtbereich ist weniger vorzufinden. In mehreren Wohnsiedlungen haben sich größere Gruppen russlanddeutscher Aussiedler niedergelassen, die ein eigenes Milieu bilden und von alteingesessenen deutschen Nachbarn als Fremde/Aussiedler und Bedrohung empfunden werden. Die Akteure vor Ort gaben zur Situation in Marienfelde und Lichtenrade folgende Rückmeldungen:

Ø Schmierereien an Schulen und im öffentlichen Raum (Hakenkreuze, MVK, Hinweise auf NPD-Homepage)

Ø Beleidigung und Mobbing gegen einen jüdischen Schüler

Ø Äußerungen ausländerfeindlicher Inhalt einzelner Eltern (Quelle: Bericht einer Schule)

Ø Einige Russlanddeutsche möchten sich in der NPD aktiv einbringen

Ø Integration von jugendlichen Migranten (Spätaussiedler) gestalten sich als sehr schwierig, bleiben lieber unter sich (Quelle: u.a. miteinander leben gGmbH)

Ø Fremdenfeindlichkeit, Rechtsextremismus, Antisemitismus wirkt meist unter der Oberfläche (Einschätzung der Akteure der Kinder- und Jugendhilfe

Ø fremdenfeindliches Klima ist bei der Ausgabestelle "Laib und Seele" im Nachbarschaftstreff Finchleystr./ Lichtenrade wöchentlich spürbar (Deutsche / Spätaussiedler)( Quelle: Bericht ahb-sued)

Ø soziale Brennpunkte in Marienfelde-Süd und zwei Siedlungen in Lichtenrade (John-Locke-Siedlung und Nahariyakiez) mit hohem NPD-Wähleranteil;

Ø in diesen Gebieten (Marienfelde - Süd und Nahariyakiez) ist die Armut am größten; dort wohnen viele Spätaussiedler; diese werden als Ausländer empfunden

Ø Jugendliche aus Lichtenrade haben Kontakte zur rechten Jugendszene im angrenzenden Mahlow/ Brandenburg


Vorhandene Netzwerke, zivilgesellschaftlichen Initiativen, Partner und Ressourcen

Ø z.B. Geschichtswerkstatt Lichtenrade

Ø T-Sagif

Ø Initiative Stolpersteine Lichtenrade

Ø Ev. und Kath. Kg Lichtenrade und Marienfelde

Ø Kick (Anti Gewaltprojekt)

Ø Präventionsbeauftragte der Polizei

Ø Füreinander leben gGmbH (Aussiedlerprojekte)

Ø Schulen und Schul(sozialarbeits)projekte in der Solling Oberschule, Nahariyaschule, der Theodor Haubach Oberschule, Bruno - H. Bürgel Grundschule

Ø outreach; internetplatform www.lichtenrade-berlin.de (örtliche Öffentlichkeitsarbeit)

Ø Zentrale Aufnahmestelle des Landes Berlin für Aussiedler (ZAB)

Ø Bildungs- und Beschäftigungsgesellschaft BIBEG mbH (Unterstützung von Menschen mit Migrationshintergrund)

Ø zwei regionale AGs nach § 78 SGB VIII

weitere Ressourcen:

Nachbarschaftsheime des Bezirks aktiv gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus:

Ø NBZ Stadtteil VHS e.V.

Ø NBZ Nachbarschaftsheim Schöneberg e.V.

Ø NBZ Nachbarschafts- und Selbsthilfezentrum in der UFA-Fabrik e.V.

Jugendmuseum; Kunstamt; Volkshochschule, weitere Schulen z.B. Georg Büchner und Löcknitzschule

Über die Projektentwickung, besonders in Lichtenrade, wird laufend berichtet.

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Hier wird jetzt in lockerer Folge von aktuellen Lichtenrader Geschehnissen berichtet. Eine Art "AKTUELLE INTERNETZEITUNG" könnte man auch sagen...
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